CH526466A - Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure

Info

Publication number
CH526466A
CH526466A CH1125468A CH1125468A CH526466A CH 526466 A CH526466 A CH 526466A CH 1125468 A CH1125468 A CH 1125468A CH 1125468 A CH1125468 A CH 1125468A CH 526466 A CH526466 A CH 526466A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
phosphoric acid
process stage
phosphate
solution
crystals
Prior art date
Application number
CH1125468A
Other languages
English (en)
Inventor
Wayne Cochran Linden
Original Assignee
Multi Minerals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE1967M0076242 external-priority patent/DE1287054B/de
Application filed by Multi Minerals Ltd filed Critical Multi Minerals Ltd
Publication of CH526466A publication Critical patent/CH526466A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G28/00Compounds of arsenic
    • C01G28/005Oxides; Hydroxides; Oxyacids
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J39/00Cation exchange; Use of material as cation exchangers; Treatment of material for improving the cation exchange properties
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/745Preparation from sulfates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/90Separation; Purification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/18Phosphoric acid
    • C01B25/185Preparation neither from elemental phosphorus or phosphoric anhydride nor by reacting phosphate-containing material with an acid, e.g. by reacting phosphate-containing material with an ion-exchange resin or an acid salt used alone

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treatment Of Water By Ion Exchange (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure aus calciumphosphathaltigen Material, das 4 Verfahrensstufen umfasst.



   Aus der belgischen Patentschrift 657.240 ist schon ein Verfahren zur Herstellung von reiner Phosphorsäure aus Rohphosphaten durch Umsetzung mit Phosphorsäure und Freisetzung der Phosphorsäure aus dem gebildeten sauren Calciumphosphat mittels Ionenaustauscher bekannt.



  Bei diesem Verfahren wird das bei dem Aufschluss gebildete Calciumphosphat vor der Umsetzung mit dem Ionenaustauscher von den begleitenden beim Aufschluss unlöslich gebliebenen Feststoffen in einer gesonderten Arbeitsstufe getrennt.



   Es ist ferner ein weiteres Verfahren vorgeschlagen worden, bei dem das phosphathaltige Material mit wenigstens 71   Gew.-%iger    Phosphorsäure aufgeschlossen, und dann die Lösung abgekühlt wird, damit das gebildete Monocalciumorthophosphat auskristallisiert. Dann werden die gebildeten Kristalle zusammen mit dem ungelöst gebliebenen Material von der Mutterlauge abgetrennt, die Kristalle werden in wenigstens   71tsiger    Phosphorsäure gewaschen, und dann wird das unlöslich gebliebene Material dadurch abgetrennt, dass die Kristalle herausgelöst werden. Das von dem unlöslichen Material befreite Monocalciumorthophosphat wird dann mit dem Ionenaustauscher in Kontakt gebracht und zu Phosphorsäure umgesetzt.



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Arbeitsweise zu verbessern und zu vereinfachen.



  Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass man das Ausgangsmaterial, das in Phosphorsäure teilweise löslich ist, in einer ersten Verfahrensstufe mit Phosphorsäure umsetzt, wodurch ein Umsetzungsprodukt entsteht, das eine Lösung von Monocalciumphosphat u.



  nichtlösliche Bestandteile enthält, danach in einer zweiten Verfahrensstufe aus dem Umsetzungsprodukt Kristalle des bei der Umsetzung entstandenen Monocalciumphosphates bildet, danach in einer dritten Verfahrensstufe die gebildeten Kristalle und unlöslich gebliebenen Bestandteile des Ausgangsmaterials aus der Lösung abtrennt und danach in einer vierten Verfahrensstufe die abgetrennten festen Stoffe mit einem Ionenaustauscherharz zur Umsetzung der in der zweiten Verfahrensstufe gebildeten Kristalle aus Monocalciumphosphat in freie Phosphorsäure in Kontakt bringt, während die nichtlöslichen Bestandteile aus dem Ausgangsmaterial (Gangart) vor oder nach der Regenerierung des Ionenaustauscherharzes daraus durch Waschung entfernt werden.



   Man kann den Aufschluss in der ersten Verfahrensstufe mit einem mengenmässigen Säureüberschuss über die für die Reaktion erforderlich stöchiometrische Menge, vorteilhaft mit einer etwa 6fachen Menge, vornehmen.



  Vorteilhaft kann man aber auch so arbeiten, dass man in der ersten Verfahrensstufe zunächst durch Umsetzung eines Teiles des Ausgangsmaterials und einer solchen Menge an Säure, dass sich eine gesättigte, beinahe gesättigte oder übersättigte Lösung an Monocalciumphosphat bildet, eine Mutterlauge gewinnt und danach das weitere Ausgangsmaterial mit der weiteren Säure im wesentlichen stöchiometrischen Mengenverhältnissen mit der Mutterlauge in Kontakt bringt und umsetzt. Die beiden Umsetzungen führt man zweckmässig bei im wesentlichen gleichen Temperaturen durch, beispielsweise bei 85 bis   105 C.   



   Das   erfindungsgemässe    Verfahren arbeitet besonders wirtschaftlich dadurch, dass man die in der dritten Verfahrensstufe nach dem Abtrennen des Feststoffgemisches verbleibende Lösung sowie die für das Waschen des in der dritten Verfahrensstufe abgetrennten Feststoffgemisches verwendete Waschflüssigkeit in die erste Verfahrensstufe zurückführt.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann beispielsweise wie folgt durchgeführt werden.



   Ein Phosphat enthaltendes   MateriaL    beispielsweise Apatit, wird zunächst mit Phosphorsäure aufgeschlossen, wobei man entweder eine etwa 6fache Menge an vorzugsweise hochkonzentriert reiner Phosphorsäure als Aufschlusslösung verwendet, oder dazu eine mit Monocal  ciumorthophosphat gesättigte, nahezu gesättigte, oder übersättigte Phosphorsäure verwendet. In jedem Fall führt man den Aufschluss zweckmässig bei erhöhter Temperatur, etwa einer Temperatur von über 950C durch und verwendet eine Phosphorsäure, die mindestens 50 Gew.-% H3PO4 aufweist. Bei dem Aufschluss gewinnt man eine Suspension von Monocalciumorthophosphatkristallen in der Aufschlusslösung.

  Man trennt die suspendierten Kristalle zusammen mit der beim Aufschluss nichtgelösten Gangart avon der Mutterlauge ab und bringt sie mit einem   Kationenaustauscher    in der Wasserstofform in Kontakt, wobei das Monocalciumorthophosphat in reine Phosphorsäure umgesetzt wird und die unlösliche Gangart durch Waschung vor oder nach der Regenerierung des Ionenaustauschers daraus entfernt wird.



   Das erfindungsgemässe Verfahren hat den Vorteil, dass man beim Aufschluss hochkonzentrierte Suspensionen gewinnen kann, aus denen die Gangart nicht eigens abgetrennt zu werden braucht. Das Abtrennen der Gangart ist deswegen verfahrens erschwerend, weil man entweder nach Abfiltrieren der Feststoffe aus der Mutterlauge durch zusätzliche Flüssigkeitszugabe (Wasser oder Phosphorsäure) die Monocarciumorthopho sphatkristalle davon durch Herauslösen abtrennen muss, oder vor dem Abtrennen der Feststoffe aus der Mutterlauge diese soweit verdünnen und erhitzen muss, dass die Monocalciumorthosphosphatkristalle in Lösung gehen und sich von der unlöslichen Gangart durch Filtration abtrennen lassen.

  In beiden Fällen müssen relativ grössere Flüssigkeitsmengen erwärmt und abgekühlt werden, was zusätz   liche    Energieverluste und apparativen Aufwand bedingt, der beim erfindungsgemässen Verfahren in Fortfall kommen kann.



   Beim erfindungsgemässen Verfahren sind, wenn man den Aufschluss des phosphathaltigen Rohmaterials mit einer an Monocalciumphosphat gesättigten, beinahe gesättigten oder übersättigten Phosphorsäure vornimmt und bei einer Temperatur über 950C arbeitet, wobei sich bereits beim Aufschluss des Rohmaterials Monocalcium   phosphatkristalle    bilden, wie gefunden wurde, zusätzliche Massnahmen, wie Erwärmung oder Verdünnung der Auf   schlussflüssigkeit,    nicht erforderlich.

  Es ist vielmehr möglich. das Gemisch von Monocalciumphosphatkristallen und unlöslicher Gangart, das man erhält, wenn man die Kristallisation aus der Aufschlussflüssigkeit in Anwesenheit der in der Aufschlussflüssigkeit vorhandenen unlöslichen Bestandteile vornimmt und dieses Kristallgemisch von der Lösung abtrennt, durch einfaches Behandeln mit Kationenaustauscherharz in der Wasserstofform zu Phosphorsäure weiter zu verarbeiten. Man erhält dabei die gewonnene Phosphorsäure in der gleichen Reinheit wie bei dem bekannten Verfahren, bei dem man von unlöslichen Feststoffen freie Kristalle dem Ionenaustauscher zuführt.



   Das Verfahren gemäss der Erfindung weist den weiteren Vorteil auf, dass die Kristallisation, insbesondere wenn sie aus einer übersättigten Lösung erfolgt, eine erhebliche geringere Zeit in Anspruch nimmt, was zu einer weiteren Verkleinerung der Apparate führt. Es kommt hinzu, dass die Abtrennung der unlöslichen Bestandteile aus dem Verfahrenskreislauf an einer Stelle erfolgt, an der keine wesentlichen zusätzlichen Apparateaufwendungen notwendig sind, und zwar im Zusammenhang mit der Regenerierung des Kationenaustauscherharzes, entweder vor oder nach dessen Regenerierung, durch an sich bekannte Wasch-Verfahren.



   Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich praktisch mit jedem ein unlösliches Phosphatsalz enthaltenden Material durchführen, jedoch wird man es für praktische Zwecke insbesondere zum Aufschluss von Tricalciumfluor-Phosphaten, wie Apatit, einsetzen. Es versteht sich jedoch, dass das erfindungsgemässe Verfahren nicht auf das Arbeiten mit Apatit beschränkt ist, vielmehr für jedes dem Fachmann bekannte Phosphate enthaltende Material eingesetzt werden kann.



   Die von dem   Kristall-Feststoffgemisch    getrennte Aufschlussmutterlauge wird zweckmässig mindestens teilweise zum Aufschluss zurückgeführt, d.h. im I(reislauf geführt, und sie reichert sich dabei allmählich an löslichen Verunreinigungen an. Es ist demzufolge vorteilhaft, eine Teilmenge dieser Mutterlauge ständig in einer gesonderten Regeneration, die nach an sich bekannten Verfahren arbeiten kann, von den Verunreinigungen zu befreien.



   Es liegen die von der Mutterlauge abgetrennten Kristalle in Mischung mit den unlöslichen Feststoff-Bestandteilen (Gangart) des phosphathaltigen Ausgangsmaterials vor, und dieses Gemisch wird erfindungsgemäss direkt dem Kationenaustauscher zugeführt. Diese erfindungsgemässe Arbeitsweise ist insbesondere dann zweckmässig, wenn der Gehalt des phosphathaltigen Rohmaterials an solchen unlöslichen Bestandteilen, insbesondere Kieselsäure, Titan- und Eisenverbindungen, gering ist.



   Das das Monocalciumphosphat und die festen Verunreinigungen enthaltende Gemisch kann man dem Kationenaustauscher in Form von Kristallen oder in Form einer Suspension von Kristallen in Phosphorsäure oder einer gesättigten Monocalciumphosphatlösung aufgeben.



  Soll dabei das Monocalciumphosphat vollständig in gelöster Form vorliegen, so setzt man zweckmässig eine Phosphorsäure mit einem Gehalt von 40 bis 50 Gew.-%   HsPO4    für die Lösung ein. Vorteilhaft erfolgt die Lösung unter gleichzeitiger Erwärmung.



   Um das aus der Mutterlauge abgeschiedene Kristallgemisch vollständig von anhaftender Mutterlauge und in der Mutterlauge gelösten Verunreinigungen zu befreien, ist es zweckmässig, das abgetrennte Kristall-Feststoff Gemisch zu waschen. Dies kann vorteilhaft mit Hilfe einer mit Monocalciumphosphat bis zur Sättigung angereicherten wässrigen oder phosphorsauren Lösung erfolgen. Die Waschflüssigkeit wird dann, zweckmässig über die Mutterlauge, der Aufschlussflüssigkeit wieder zugeführt.



   Die   Feststoffverunreinigungen,    die mit dem Monocalciumphosphat in den Kationenaustauscher gelangen, werden von diesem zurückgehalten, so dass die aus dem   Kationen au stauscher    ablaufende Phosphorsäure praktisch die gleiche Reinheit hat wie bei dem bekannten Verfahren, bei dem die Feststoff-Verunreinigungen vor der Behandlung des Calciummonophosphates mit dem Kationenaustauscher entfernt werden. In einfacher Weise lassen sich diese Feststoff-Verunreinigungen durch bekannte Wasch-Verfahren aus dem   Kafionenaustauscher    abtrennen. Die Waschung kann dabei entweder anschliessend an die Regeneration oder der Regeneration vorangestellt erfolgen.

 

   Die Umsetzung des Monocalciumphosphates zu Phosphorsäure mittels des Kationenaustauschers wird zweckmässig in der Weise vorgenommen, dass man das Calciumsalz im Gegenstrom zu dem Austauscher führt und die gebildete Säurelösung an der durch einfache Vorversuche leicht zu ermittelnden Stelle der maximalen Säurekonzentration in der Reaktionsmischung abzieht. Es ist dabei möglich, die Umsetzung zu Phosphorsäure sowie die Regenerierung des Kationenaustauschers und die   Waschung in einer wenig aufwendigen, platzsparenden Kreislaufvorrichtung so durchzuführen, dass Phosphorsäuregewinnungszyklus einerseits und Regenerierungszyklus andererseits vollständig getrennt voneinander verlaufen und keine Gefahr der Verunreinigung der Phosphorsäure durch die zur Regenerierung eingesetzte Fremd säure besteht.

  Zur Regenerierung des Kationenaustauschers kann praktisch jede beliebige Mineralsäure verwendet werden. Die im speziellen Fall eingesetzte Regenerierungssäure bestimmt sich danach, ob und welche dabei anfallenden Nebenprodukte technisch verwendet werden können, z.B. bei der Aufarbeitung mit Salpetersäure als Nitrate für Düngzwecke, bei der Regenerierung mit Salzsäure als Chloride, oder in anderer an sich bekannter Weise.



   In der beiliegenden Zeichnung ist das erfindungsgemässe Verfahren anhand eines Fliessbildes schematisch veranschaulicht.



   In einem zweckmässig mit Rührer versehenen Aufschlussbehälter 1 befindet sich die mit Monocalciumphosphat gesättigte oder übersättigte Aufschlussphosphorsäure. In den Behälter werden kontinuierlich Monocalciumphosphat und Wasser zugegeben, während Wasserdampf, der das freigesetzte Fluor in Form von Fluorwasserstoff mitschleppt, abzieht. Ferner wird kontinuierlich aus dem Verfahren entnommene Mutterlauge und Waschlauge oben in den Aufschlussbehälter 1 eingegeben.



   Am Boden des Aufschlussbehälters 1 wird die beim Aufschluss gebildete Suspension abgezogen und in einen Kristallisierbehälter 2 eingebracht. Darin wird das Gemisch um etwa 10 bis 150C abgekühlt. Dabei setzt sich ein aus Monocalciumphosphat-Kristallen und unlöslichen Feststoff-Verunreinigungen bestehendes Feststoffgemisch ab, das zusammen mit der Mutterlauge auf eine Filtervorrichtung 3 geführt wird, auf der die Feststoffe von der Mutterlauge abgetrennt und mittels einer aus einem Vor   ratsbehälter    4 aufgesprühten Waschflüssigkeit aus mit Monocalciumphosphat gesättigtem und gegebenenfalls freie Phosphorsäure enthaltendem Wasser gewaschen werden. Durch eine Rückführleitung werden abgezogene Mutterlauge und Waschflüssigkeit mindestens teilweise in den Aufschlussbehälter 1 zurückgeführt.



   Sie können gegebenenfalls über nicht gezeigte Reinigungseinrichtungen einer Zwischenreinigung unterzogen werden. Der von der Filtereinrichtung 3 abgenommene Filterkuchen, der aus Monocalciumphosphatkristallen u.



  unlöslichen Feststoff-Verunreinigungen besteht, wird anschliessend dem in 5 in Richtung des Pfeiles A bewegten Kationenaustauscher zugeführt. Man kann das Feststoffgemisch dem Kationenaustauscher in nicht gelöster Form aufgeben. Dabei werden die Feststoffe zweckmässig in einem   beil    der aus dem Kationenaustauscher abgezogen nen Phosphorsäure suspendiert und im Gegenstrom zu der Strömungsrichtung des Kationenaustauschers geführt.



  Wenn man den Kationenaustauscher durch ein oben geschlossenes U-förmiges Röhrensystem pumpt, kann man die Regeneration des Kationenaustauschers in einer der U-Rohr-Hälften und die Umwandlung des Monocalciumphosphates zu Phosphorsäure in der anderen der U-Rohr-Hälften vornehmen. Die Rückwaschung zur Entfernung der von dem Kationenaustauscher aufgenommenen unlöslichen Feststoff-Verunreinigungen erfolgt dabei vor oder nach der Regenerierung, und die unlöslichen Feststoffbestandteile werden dabei aus dem Kationenaustauscher abgezogen.



   Die gewonnene Produktsäure wird, soweit sie nicht in der anfallenden Form als Waschsäure bzw. zum Herstellen der Waschflüssigkeit eingesetzt wird, gegebenenfalls in einer nicht gezeigten üblichen Konzentriereinrichtung aufkonzentriert.



   Beispiel
Es wurden 476 Liter 80   Gew.-ol,ige    H3PO4 technischer Reinheit, die mit Monocalciumphosphat übersättigt war, in den Aufschlussbehälter 1 eingebracht und darin auf 1000C erhitzt. In diese Phosphorsäure wurden über eine Zeitspanne von rund 9 Stunden 124,6 kg Rohapatit folgender Zusammensetzung
38,6 %   p-o,   
51 % CaO
3,08% F    1,64S,    SiO2 i,2 %   A12O5   
0,4 %   Fels,    unter ständigem Rühren langsam zugegeben. Gleichzeitig wurde Luft durch die Flüssigkeit hindurchgeblasen, um Fluorwasserstoff zu entfernen. Nach einiger Zeit konnten mit dem blossen Auge Monocalciumphosphatkristalle, die sich gebildet hatten, beobachtet werden.

  Die die Kristall enthaltende Flüssigkeit wurde in den Kristallisator 2 geleitet und darin während einer Haltezeit von etwa 2 Stunden bei 850C belassen. Anschliessend wurde die die Kristalle enthaltende Flüssigkeit in einer Menge von 121 Litern je Stunde über ein Trommelfilter 3 geführt, auf dem die feuchten Kristalle, die 0,29% an unlöslichen Verunreinigungen aus dem Rohapatit enthielten, von der Mutterlauge getrennt wurden. Das feuchte Kristallgemisch wurde auf dem Trommelfilter mit Phosphorsäure von 80 Gew.-%   H3PO4    gewaschen. Das gewaschene u. getrocknete Kristallgemisch enthielt 14% an freier H3PO4.



   Das Gemisch aus Monocalciumphosphatkristallen, 0,29% unlöslichen Feststoffen und 14% Phosphorsäure wurde einem aus Polystyrol-Divinylbenzol-Copolymeren aufgebauten und mit Sulfonatgruppen aktivierten Kationenaustauscher zugeführt. Der Kationenaustauscher lag in einer Teilchengrösse von etwa 15 bis 40 Mikron vor.



  In dem Kationenaustauscher wurde das Monocalciumphosphat in einer Menge von stündlich etwa 38 kg an nassen Kristallen mit ca. 200 Litern des Kationenaustauschers umgesetzt. Die gebildete Phosphorsäure wurde als etwa 30%ige H3PO4 aus dem Austauscher-Bett abgezogen.



   Die mit den Monocalciumphosphatkristallen in den Kationenaustauscher eingebrachten unlöslichen Bestandteile, etwa 1,1 kg je Stunde, wurden an dem Kationenaustauscher zurückgehalten und aus dem Kationenaustauscher-Bett durch ein übliches Rückwaschverfahren mit Wasser bei Zimmertemperatur entfernt. Sie bestanden aus einem   Komplex-Mineral    der Zusammensetzung   CaSiTiO"    F. Nach der Rückwaschung wurde der Kationenaustauscher mit einer Mineralsäure regeneriert.



   Die von dem Trommelfilter 3 ablaufende Mutterlauge wurde in den Aufschlussbehälter 1 zurückgeführt.



   Die Waschflüssigkeit, die ebenfalls von dem Trommelfilter 3 ablief, wurde der Mutterlauge zugeleitet und mit dieser zusammen in den Aufschlussbehälter 1 zurückgeführt.



   Eine konstante Menge der Mutterlauge und Waschflüssigkeit in der Grössenordnung von 5% des stünd  lichen Durchlaufs wurde abgezogen und nach einer der bekannten Arbeitsweisen auf die Entfernung unerwünschter Kationen aus Eisen-, Aluminium- und dergleichen Verunreinigungen aus dem Rohapatit behandelt.



   Im Verlauf des kontinuierlich über eine Zeitspanne von rund 9 Stunden geführten Verfahrens wurden folgende Mengen verbraucht:    H3PO4    (80 Gew.-%) 138,3 Liter    H20    130 Liter
Apatit 124 kg Es wurden über    Ca(H3PO4) H3O 343,12kg(feucht) 295,1kg(trocken)    70 kg an 30 gew.-%iger Phosphorsäure erzeugt.



   Die Menge an Kreislaufflüssigkeit betrug 467,8 Liter und entsprach somit der am Anfang eingesetzten Menge an 80   gew.-4l0iger    Prosphorsäure.



   Die Waschung des Kationenaustauschers zur Entfernung der unlöslichen Verunreinigungen kann grundsätzlich vor oder nach der Regenerierung vorgenommen werden.



   Wenn man das Verfahren mit einem Festbett-Kationenaustauscher durchführt, dann erfolgt die Waschung zweckmässig vor der Regeneration, so dass sich bei einer Festbettreaktion folgende Arbeitsstufen ergeben: 1. Beladen des Kationenaustauschers 2. Auswaschen der gebildeten Phosphorsäure 3. Entfernung der unlöslichen Verunreinigungen durch
Rückwaschung 4. Regenerierung des Kationenaustauschers 5. Auswaschen der Regenerierungssäure aus dem Katio nenaustauscher.



   Wenn man den Kationenaustauscher im Fliessbett kontinuierlich führt, dann ist es vorteilhaft, die Waschung nach der Regenerierung vorzunehmen. In diesem Fall liegt folgender Arbeitsablauf vor:   l.    Beladen des Kationenaustauschers 2. Auswaschen der gebildeten Phosphorsäure 3. Regenerierung des Kationenaustauschers 4. Auswaschen der Regenerierungssäure 5. Rückwaschung zur Entfernung der unlöslichen Ver unreinigungen.



   Die gewonnene Phosphorsäure hat in jedem Fall eine vergleichsweise hohe Reinheit, wie sie bisher nur bei auf thermischem Wege hergestellter Phosphorsäure erzielt werden konnte. Sie ist in keinem Falle durch die für die Regenerierung des Kationenaustauschers verwendete Fremdsäure verunreinigt.



   Man erkennt, dass das zuvor beschriebene Verfahren sehr viele Abwandlungsmöglichkeiten hat. Das Verhältnis von eingebrachten I(omponenten und abgezogenem Produkt kann über einen weiten Bereich variiert werden, wobei als begrenzender Faktor das Fassungs- und Transportvermögen der Mutterlauge hinsichtlich der Menge an darin gebildetem Monocalciumorthophosphat zu beachten ist. Man kann demzufolge durch einfache Einregulierung der Zugabe an Rohmaterialien den Anfall an Produkt so regulieren, wie er gewünscht wird. Sofern Volumen und Geschwindigkeit der Mutterlauge konstant bleiben, ist auch die Menge an Produktausbeute bei einer bestimmten Vorrichtung gleichbleibend. Man kann jedoch dabei das Volumen an suspendiertem Monocalciumorthophosphat je Einheit an Mutterlauge mittels der Fliessgeschwindigkeit einregulieren, ohne dass man die Zugabe- bzw.

  Abnahmemengen an phosphathaltigen Materialien, Aufschlusssäure oder Monocalciumorthophosphat verändert.



   Man kann zwischen dem Aufschlussbehälter, der Kristallisiervorrichtung und dem Filter den Temperaturgradienten so einstellen, wie dies für die jeweiligen Zwecke bzw. infolge der Apparateanordnung wünschenswert ist; dies ist jedoch von untergeordneter Bedeutung. Die einzige Wirkung von abnehmenden Temperaturen in dem Kreislauf vom Aufschlussbehälter zu der Filterzentrifuge liegt darin, dass die als Salz in der Mutterlauge gelöst enthaltene Menge an Monocalciumorthophosphat erniedrigt wird. Die obere Temperaturgrenze ist durch die Temperaturbeständigkeit des Filtermaterials und die Konzentration der Säure   (ltutterlauge)    gegeben. Die untere Temperaturgrenze bestimmt sich dadurch, dass dann die Reaktion nicht mehr mit einer solchen Geschwindigkeit abläuft, wie dies aus ökonomischen Gründen erforderlich ist.

 

   Da die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Reaktion zwischen Phosphorsäure und einem phosphathaltigen Material vorteilhaft beeinflusst wird, wenn diese Reaktion in einem sauren, bereits mit Monocalciumorthophosphat gesättigten Medium abläuft, stellt die Reaktionsgeschwindigkeit zwischen den Reaktionskomponenten an sich keinen begrenzenden Faktor dar. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure aus calciumphosphathaltigem Material, das in Phosphorsäure teilweise löslich ist, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer ersten Verfahrensstufe das Material mit Phosphorsäure umsetzt, wodurch ein Umsetzungsprodukt entsteht, das eine Lösung von Monocalciumphosphat u.
    nichtlösliche Bestandteile enthält, danach in einer zweiten Verfahrensstufe aus dem Umsetzungsprodukt Kristalle des bei der Umsetzung entstandenen Monocalciumphosphates bildet, danach in einer dritten Verfahrensstufe die gebildeten Kristalle und unlöslich gebliebenen Bestandteile des Materials aus der Lösung abtrennt und dann in einer vierten Verfahrensstufe die abgetrennten festen Stoffe mit einem Ionenaustauscherharz zur Umsetzung der in der zweiten Verfahrensstufe gebildeten Kristalle aus Monocalciumphosphat in freie Phosphorsäure in Kontalrt bringt, während die nichtlöslichen Bestandteile aus dem Material vor oder nach der Regenerierung des Ionenaustauscherharzes daraus durch Waschung entfernt werden.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in der ersten Verfahrensstufe mit einem mengenmässigen Säureüberschuss über die für die Reaktion erforderliche stöchiometrische Menge, vorteilhaft mit der etwa 6fachen Menge arbeitet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in der ersten Verfahrens stufe zunächst eine gesättigte, beinahe gesättigte oder übersättigte Lösung von Monocalciumphosphat in der Phosphorsäure bildet, und danach das weitere Ausgangsmaterial mit der weiteren Phosphorsäure in im wesentlichen stöchiometrischen Mengenverhältnissen mit der Lösung in Kontakt bringt und umsetzt.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man beide Umsetzungsreaktionen bei im wesentlichen gleichen Temperaturen durchführt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in der dritten Verfahrensstufe nach dem Abtrennen der festen Stoffe verbleibende Lösung in die erste Verfahrens stufe zurückführt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die in der dritten Verfahrensstufe abgetrennten festen Stoffe wäscht, bevor man sie mit dem lonenaustauscherharz in Kontakt bringt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in der ersten Verfahrensstufe bei einer Temperatur von über 950C arbeitet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in der ersten Verfahrensstufe eine mindestens 50%ige Phosphorsäure einsetzt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass man das in der dritten Verfahrensstufe abgetrennte Feststoffgemisch mit hochkonzentrierter Phosphorsäure oder mit einer mit Monocalciumorthophosphat gesättigten Lösung wäscht.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die Waschflüssigkeit mindestens teilweise der in der dritten Verfahrens stufe anfallenden Lösung und mit dieser zusammen der ersten Verfahrensstufe wieder zuführt.
    10. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass als phosphathaltiges Material Apatit verwendet wird.
CH1125468A 1967-08-17 1968-07-26 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure CH526466A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US66118467A 1967-08-17 1967-08-17
DE1967M0076242 DE1287054B (de) 1967-11-16 1967-11-16 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH526466A true CH526466A (de) 1972-08-15

Family

ID=25988087

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1125468A CH526466A (de) 1967-08-17 1968-07-26 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH526466A (de)
IL (1) IL30507A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
IL30507A (en) 1973-02-28
IL30507A0 (en) 1968-10-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1284404B (de) Verfahren zur Extraktion von Tricalciumphosphat aus tierischen oder mineralischen natuerlichen Phosphaten, insbesondere aus Knochen
DE3148423A1 (de) Verfahren zur herstellung von reinem monoammoniumphosphat
DE1265725B (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Phosphorsaeureloesungen von erhoehter Reinheit
DE2803590C2 (de) Verfahren zum Reinigen von Natriumhexafluorosilikat
DE60000930T2 (de) Verfahren zur herstellung von phosphorsäure durch kristallisation von phosphorsäure hemihydrat
DE2365881C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Naßphosphorsäure
DE1542611C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Phosphorsäure und Calciumsulfatdihydrat
DE60005555T2 (de) Herstellung zweier alkalimetallsalze durch ein kombiniertes ionenaustausch- und kristallisationsverfahren
DE1567745B1 (de) Verfahren zur herstellung von natrium kalium polyphosphaten
CH526466A (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure
AT287651B (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure durch Aufschluß von phosphalthaltigem Material mittels Phosphorsäure
DE1811829C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumfluosilikat
DE2735873A1 (de) Verfahren zur herstellung von natriumammoniumhydrogenphosphat und ammoniumchlorid aus nach dem nassverfahren hergestellter phosphorsaeure
DE1287053C2 (de) Verfahren zur Entfernung von Flour aus Phosphorsaeure
DE1287054B (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure
EP0133490B1 (de) Verfahren zur Verminderung des Fluorgehaltes einer Nassverfahrensphosphorsäure
CH620432A5 (de)
DE2000709C2 (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinen Stoffen
AT242660B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Phosphorsäure und kontinuierliches Filter zur Durchführung des Verfahrens
DE1592195B2 (de) Verfahren zur herstellung von wasserfreiem aluminiumfluorid
AT269065B (de) Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure
DE2323292A1 (de) Verfahren zur herstellung von alkaliphosphaten
DE1592195C3 (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumfluorid
DE1964246C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure durch Aufschluß von Rohphosphat mit Schwefelsäure
DE1129143B (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeure aus Calciumphosphat