CH526542A - Verfahren zur Herstellung neuer Indolderivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Indolderivate

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CH526542A
CH526542A CH367470A CH367470A CH526542A CH 526542 A CH526542 A CH 526542A CH 367470 A CH367470 A CH 367470A CH 367470 A CH367470 A CH 367470A CH 526542 A CH526542 A CH 526542A
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CH
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compounds
formula
acetic acid
indole
adrenergic
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Application number
CH367470A
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English (en)
Inventor
Seemann Fritz
Troxler Franz
Original Assignee
Sandoz Ag
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/10Indoles; Hydrogenated indoles with substituted hydrocarbon radicals attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D209/18Radicals substituted by carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Indolderivate
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Indolderivate der Formel I, worin R1 niederes Alkyl, eine Cycloalkylgruppe von 3 oder 4 Kohlenstoffatomen, die 3-Cyanopropyl- oder 3-Phenylpropylgmppe bedeutet und R2 für niederes Alkoxy, die Aminogruppe, eine (nieder)Alkylamino- oder di(nieder)Alkylaminogruppe, den   l-Pyrrolidinyl-,    Piperidino- oder Morpholinorest steht, und ihrer Säureadditionssalze.



   Von den Verbindungen der Formel I, worin R1 für niederes Alkyl steht, sind diejenigen bevorzugt, worin die Alkylgruppe verzweigt oder kompakt ist, wie z.B. die Isopropyl-, sec.Butyl-, tert.Butyl-, tert.Pentyl-, 3-Pentylgruppe usw.



   Erfindungsgemäss gelangt man zu den Verbindungen der Formel I, und ihren Säureadditionssalzen, indem man Verbindungen der Formel   IIa,    worin R2 obige Bedeutung besitzt, oder Verbindungen der Formel IIb, worin X für Fluor, Chlor, Brom oder Jod steht und R2 obige Bedeutung besitzt, oder ein Gemisch der Verbindungen der Formeln   IIa    und   Leib,    im folgenden kurz als Verbindung der Formel II bezeichnet, mit Verbindungen der Formel III, worin   RX    obige Bedeutung besitzt, umsetzt und gewünschtenfalls die so erhaltenen Verbindungen der Formel I in ihre Säureadditionssalze überführt.



   Aus den freien Basen lassen sich in bekannter Weise Säureadditionssalze herstellen und umgekehrt.



   Man geht beispielsweise so vor, dass man Verbindungen der Formel II mit Verbindungen der Formel III in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z.B. einem cyclischen Äther wie Dioxan, oder einem aromatischen Kohlenwasserstoff wie Benzol, Toluol, bei einer Temperatur zwischen ca. 200 und 1200C, umsetzt; vorzugsweise arbeitet man bei Siedetemperatur am Rückfluss; Die Reaktion dauert ca. 2 bis 24 Stunden.



   Die so erhaltenen Verbindungen der Formel I können nach bekannten Methoden aufgearbeitet und gereinigt werden.



   Vorzugsweise schüttelt man zur Aufarbeitung zwischen wässeriger Säure, wie z.B.   - 1%ige    Weinsäure, 1N Salzsäure, und einem damit nicht mischbaren, unter den herrschenden Bedingungen inerten organischen Lösungsmittel wie Essigester aus. Die wässerigen Phasen werden vereinigt, alkalisch gestellt und mit einem damit nicht mischbaren, unter den herrschenden Bedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z.B. einem chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoff wie Methylenchlorid ausgeschüttelt. Die vereinigten organischen Phasen werden getrocknet, eingedampft und die so erhaltenen rohen Verbindungen der Formel I nach bekannten Methoden, z.B.



  durch Kristallisation, gereinigt.



   Die als Ausgangsprodukt benötigten Verbindungen der Formel II (IIa und   IIb)    sind neu und können z.B.



  hergestellt werden, indem man Verbindungen der Formel IV, worin R2 obige Bedeutung besitzt, als Salz oder in Gegenwart einer Base mit Epihalohydrinen, worin das Halogen für Fluor, Chlor. Brom oder Jod steht, umsetzt.



  Die Umsetzung kann z.B. folgendermassen ausgeführt werden:
Gemäss einer Ausführungsform werden die Verbindungen der Formel IV in Gegenwart einer Base mit einem   überschuss    Epihalohydrin, vorzugsweise Epichlorbzw. Epibromhydrin, versetzt und während längerer Zeit, z.B. 2 bis 10 Stunden, vorzugsweise unter Rühren, erwärmt, z.B. auf Siedetemperatur der Lösung.



   Als Basen können z.B. sekundäre Amine verwendet werden, vorzugsweise Piperidin, aber auch Morpholin, Pyrrolidin oder Dimethylamin. Schon geringe Mengen zugesetzter Base genügen zur Erreichung guter Ausbeuten. Statt sekundärer Amine können aber z.B. auch tertiäre Amine wie Triäthylamin, Pyridin oder andere organische Basen eingesetzt werden.



   Nach Abdestillieren des überschüssigen Epihalohydrins bzw. vollständigem Eindampfen des Reaktionsgemisches, gegebenenfalls im Vakuum, kann der Rückstand (Gemisch der Verbindungen der Formel   IIa    und   IIb)    ohne weitere Reinigung direkt weiterverarbeitet werden.



   Gemäss einer anderen Ausführungsform können die Verbindungen der Formel IV als Lösung bzw. Suspension ihres Alkalimetall- oder Ammoniumsalzes eingesetzt werden, z.B. als Natriumsalz.



   Die Lösung bzw. Suspension versetzt man bei Raumoder erhöhter Temperatur (z.B.   SO0C)    mit 1 bis 10 Äquivalenten Epihalohydrid und rührt das Gemisch während  längerer Zeit, z.B. 2 bis 24 Stunden, bei Raum- oder erhöhter Temperatur.



   Die Verbindungen der Formel IV sind in stark alkalischem Milieu oxydationsempfindlich; die vorstehend beschriebenen Massnahmen erfolgen daher vorzugsweise unter Sauerstoffausschluss, z.B. in einer Stickstoffatmosphäre.



   Da Epihalohydrin-Moleküle zwei reaktive Stellen aufweisen, erhält man so ein Gemisch der Verbindungen der Formel   IIa    und IIb, dessen Zusammenstellung von den Reaktionsbedingungen abhängig ist. Bei Verwendung im erfindungsgemässen Verfahren liefern beide Verbindungstypen jedoch das gleiche Endprodukt, weshalb auf eine Auftrennung des Gemisches verzichtet werden kann, obwohl sie leicht (z.B. chromatographisch) durchführbar ist.



   Die Verbindungen der Formel IV können durch Debenzylierung nach bekannten Verfahren, z.B. durch Hydrierung in Gegenwart eines Palladiumkatalysators, aus Verbindungen der Formel V, worin R2 obige Bedeutung besitzt, hergestellt werden.



   Die Verbindungen der Formel V sind mit Ausnahme von   Benzyl-oxyindol-2-essigsäuredimethylaniid    neu. Sie können analog dem 4-Benzyloxyindol-2-essigsäuredimethylamid durch Umsetzung von 4-Benzyloxyindol-2-essigsäurechlorid mit der entsprechenden Verbindung der Formel VI, worin R2 obige Bedeutung besitzt, hergestellt werden.



   4-Benzyloxyindol-2-essigsäuremethylester kann man z.B. auch durch Veresterung der Säure mit Diazomethan erhalten.



   Sowohl   4-Benzyloxyindol-2-essigsäurechlorid    als auch 4-Benzyloxyindol-2-essigsäure ist in der Literatur beschrieben. Beide Verbindungen wurden als nicht charakterisiertes Zwischenprodukt, ausgehend von 4-Benzyloxy -indol-2-acetonitril, erhalten.



   Soweit die Herstellung der Ausgangsverbindungen nicht beschrieben wird, sind diese bekannt oder nach an sich bekannten Verfahren bzw. analog zu den hier beschriebenen oder analog zu an sich bekannten Verfahren herstellbar.



   Die Verbindungen der Formel I und ihre Salze sind in der Literatur bisher nicht beschrieben. Sie zeichnen sich in der pharmakologischen Prüfung durch vielfältige und stark ausgeprägte Effekte aus und können daher als Heilmittel verwendet werden.



   Sie zeigen am spontanschlagenden, isolierten Meerschweinchenvorhof eine Hemmung der positiv-inotropen Adrenalinwirkung, wobei diese antagonistische Wirkung bei Badkonzentrationen von 0,02 bis 15 mg/l auftritt.



  Am narkotisierten Ganztier (Katze, Hund) führen sie zu einer starken Hemmung der durch Isoproterenol   [1-(3,4-    - Dihydroxyphenyl) - 2 -isopropylaminäthanol] bedingten Tachycardie und Blutdrucksenkung. Die Verbindungen besitzen demnach eine Blockierwirkung auf die adrenergischen   -Rezeptoren.    Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der werwendeten Substanz, der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch befriedigende Resultate bei Testtieren mit einer Dosis von 0,02 bis 0,6 mg/ kg Körpergewicht erhalten; diese Dosis kann nötigenfalls in 2 bis 3 Anteilen oder auch als Retardform verabreicht werden. Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 10 bis 400 mg. 

  Für orale Applikationen enthalten die Teildosen etwa 3 bis 200 mg der neuen Verbindungen neben festen oder flüssigen Trägersubstanzen oder Verdünnungsmitteln.



   Im nachfolgenden Beispiel, welches die Erfindung näher erläutern, ihren Umfang aber in keiner Weise einschränken soll, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden und sind unkorrigiert.
EMI2.1     
  



   Beispiel   
4-(2-Hydroxy-34soprnpyIamnoNopoxy)irdo1-2-  -essigsabrrenzethyZester   
17,4 g 4-Hydroxyindol-2-essigsäuremethylester, 94,5 g Epichlorhydrin und 2 Tropfen Piperidin werden 7 Stunden unter Rühren zum Sieden erhitzt und anschliessend unter vermindertem Druck eingedampft. Den Trockenrückstand löst man in 100 ml Dioxan, fügt 40 ml Isopropylamin hinzu, hält das Gemisch während einer Stunde bei einer Temperatur von 65 bis 700 und verdampft wieder zur Trockne. Der Trockenrückstand wird zwischen Essigester und   1N    Salzsäure ausgeschüttelt. Die salzsauren Phasen werden unter Eiskühlung bei 0 bis 50 mit 10%iger Sodalösung alkalisch gestellt und anschliessend mit Methylenchlorid extrahiert. Der Eindampfrückstand der über Magnesiumsulfat getrockneten Methylenchlorid Phasen wird mit Essigester kristallisiert. 

  Man erhält den 4 - (2 - Hydroxypropoxy-3 -   isopropylamino) -indol-2essig-    säuremethylester in Kristallen vom Smp. 106 bis 1080.



   4-Hydroxyindol-2-essigsäuremethylester (öl) erhält man durch Entbenzylierung von 4-Benzyloxyindol-2-essigsäuremethylester (Smp. 89 bis 900, aus Benzol) und letztere Verbindung durch alkalische Hydrolyse von 4 -Benzyloxyindol-2-acetonitril zu 4-Benzyloxyindol-2-essigsäure, die direkt in ätherischer Lösung mit einer ebenfalls ätherischen Lösung von Diazomethan zu 4-Benzyloxyindol-2-essigsäuremethylester verestert wird. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung neuer Indolderivate der Formel I, worin R1 niederes Alkyl, eine Cycloalkylgrup pe von 3 oder 4 Kohlenstoffatomen, die 3-Cyanopropyloder 3-Phenylpropylgruppe bedeutet und R2 für niederes Alkoxy, die Aminogruppe, eine (nieder)Alkylamino oder di(nieder)Alkylaminogruppe, den l-Pyrrolidinyl-, Piperidino- oder Morpholinorest steht, und ihrer Säureadditionssalze, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel IIa, worin R.2 obige Bedeutung besitzt, oder Verbindungen der Formel IIb, worin X für Fluor, Chlor, Brom oder Jod steht und R2 obige Bedeutung besitzt, oder ein Gemisch der Verbindungen der Formel IIa und IIb, mit Verbindungen der Formel HI, worin R1 obige Bedeutung besitzt,
    umsetzt und gewünschtenfalls die so erhaltenen Verbindungen der Formel I in ihre Säureadditionssalze überführt.
CH367470A 1970-03-12 1970-03-12 Verfahren zur Herstellung neuer Indolderivate CH526542A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0216162A3 (de) * 1985-08-23 1989-03-15 Sandoz Ltd. Verfahren zur Herstellung von Indolen und Indolderivaten, verbunden durch Stellung 4,5,6 oder 7, Verbindungen und Anwendung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0216162A3 (de) * 1985-08-23 1989-03-15 Sandoz Ltd. Verfahren zur Herstellung von Indolen und Indolderivaten, verbunden durch Stellung 4,5,6 oder 7, Verbindungen und Anwendung

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