CH526778A - Verwendung von Organo-Silicium-Verbindungen als Standardsubstanz für die Kernresonanzspektroskopie - Google Patents

Verwendung von Organo-Silicium-Verbindungen als Standardsubstanz für die Kernresonanzspektroskopie

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CH526778A
CH526778A CH315372A CH315372A CH526778A CH 526778 A CH526778 A CH 526778A CH 315372 A CH315372 A CH 315372A CH 315372 A CH315372 A CH 315372A CH 526778 A CH526778 A CH 526778A
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CH
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substance
tms
nuclear magnetic
standard
magnetic resonance
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CH315372A
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Ludwig Dr Pohl
Manfred Dr Eckle
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Merck Patent Gmbh
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R33/00Arrangements or instruments for measuring magnetic variables
    • G01R33/20Arrangements or instruments for measuring magnetic variables involving magnetic resonance
    • G01R33/28Details of apparatus provided for in groups G01R33/44 - G01R33/64
    • G01R33/281Means for the use of in vitro contrast agents

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Description


  
 



  Verwendung von Organo-Silicium-Verbindungen als Standardsubstanz für die Kernresonanzspektroskopie
In der Protonen-Kernresonanz wird als Standardsubstanz in organischen Lösungen fast ausschliesslich das Tetramethylsilan (TMS), in wässerigen Lösungen vorwiegend das Natriumsalz der   y-(Trimethylsilyl > propansulfonsäure    (A) verwendet. Diese Verbindungen besitzen bestimmte Nach- teile und sind nicht als ideale Standardsubstanzen anzusehen. TMS hat einen sehr niedrigen Siedepunkt (+27  C) und eignet sich daher nicht für Messungen bei höheren Temperaturen. A zeigt ausser dem Standard-Signal noch drei weitere im Spektrum störende Resonanzbereiche.



   Es wurde nun gefunden, dass bestimmte Organo-Silicium Verbindungen diese Nachteile nicht aufweisen und mit Vorteil als Standardsubstanzen für die Protonen-Kernresonanzspektroskopie verwendet werden können. Es ist dies 1,1,3,3,5,5,-Hexakis(trideuteromethyl)-1,3,5-trisila-cyclohexan ( Cyclosilan-d18 ;I)
Si(CD3)2-CH2-Si(CD2)2-CH2-Si(CD3)2-CH2; (I) I siedet bei 208  C1,   list    in den üblichen organischen Lösungsmitteln, z. B. Chloroform, Methanol, Tetrahydrofuran oder Dimethylsulfoxid, gut löslich. Diese Verbindung kann daher auch bei hohen Temperaturen als Standardsubstanz verwendet werden und siedet nicht wie TMS aus der Lösung heraus. Dadurch kann bis zu mindestens 200  C auch in  interner Lock-Technik  gemessen werden, was mit TMS nicht möglich ist.

  Als weiteren Vorteil gegenüber TMS zeigt die Substanz I eine chemische Verschiebung von -0,33 ppm und kann daher als Lock-Signal für alle Messungen oberhalb +0 ppm verwendet werden. Dadurch ist es möglich, mit einer einzigen Messung ungestörte Spektren von Dreiringsystemen oder Steroiden zu erhalten, die zwischen 0,6 und 0,0 ppm Resonanzsignale zeigen.



     list    gegen Säuren und Basen stabil und bis mindestens 200 C temperaturbeständig.



   Die Verbindung   list    neu. Sie ist erhältlich durch Umsetzung von Methylenchlorid an einem Si-Cu(I > chlorid-kontakt und anschliessende Grignardierung des erhaltenen 1,1,3,3,5,5,-Hexachlor-1,3,5-trisilacyclohexans mit Trideuteromethylmagnesiumchlorid, -bromid oder -jodid.



   Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von 1,1,3,3,5,5-Hexakis-(trideuteromcthyl)-1,3,5-trisila-cyclohexan ( Cyclosilan-d18 ; 1) als Standardsubstanz für die Kernresonanzspektroskopie.



   I wird als Standardsubstanz in der Protonen-Kernresonanzspektroskopie in der gleichen Weise angewendet wie die bekannte Standardverbindung TMS; man gibt zu der Messlösung (ca. 0,5-1 ml) der zu untersuchenden Substanz in z.B.



  CD2 Cl2, CDCl3, CCL4, CD3OD, Tetrahydrofuran, (CD3)2SO, (CD3)2-NCOD, C6D6, Dioxan-d8, (CD3)2CO, einige Tropfen der Substanz I und führt dann die Messung durch. Bei Verwendung von I sind als Lösungsmittel auch Basen, z. B. Pyridin-d5, geeignet.



   Es können nach der Erfindung alle in der Protonen-Kernresonanzspektroskopie gebräuchlichen organischen Lösungsmittel verwendet werden; die Auswahl des geeignetsten Lösungsmittels richtet sich nach der zu untersuchenden Substanz.

 

  Beispiel
Zu einer aus 51,3 g Trideuteromethyljodid und 8,34 gMg.



  in 225 ml absolutem Äther bereiteten Grignard-Lösung wird eine Lösung von 10,35 g 1,1,3,3,5,5-Hexachlor-1,3,5-trisilacylo- hexan in 75 ml absolutem Äther langsam zugegeben, derart, dass das Gemisch schwach siedet Man kocht noch eine Stunde, zersetzt mit Wasser und verdünnter Salzsäure, trennt ab, extrahiert die wässerige Phase noch mehrfach mit Äther und trocknet die vereinten Ätherphasen über Natriumsulfat. Nach dem Entfernen des Äthers erhält man 1,1,3,3,5,5-Hexakis-(trideuteromethyl)-1,3,5-trisilacyclohexan vom Kp. 42-48    C/4    mm.



   PATENTANSPRUCH



   Verwendung von 1,1,3,3,5,5-Hexakis-(trideuteromethyl)-1,3,5-trisilacyclohexan als Standardsubstanz für die Kernresonanzspektroskopie.

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Verwendung von Organo-Silicium-Verbindungen als Standardsubstanz für die Kernresonanzspektroskopie In der Protonen-Kernresonanz wird als Standardsubstanz in organischen Lösungen fast ausschliesslich das Tetramethylsilan (TMS), in wässerigen Lösungen vorwiegend das Natriumsalz der y-(Trimethylsilyl > propansulfonsäure (A) verwendet. Diese Verbindungen besitzen bestimmte Nach- teile und sind nicht als ideale Standardsubstanzen anzusehen. TMS hat einen sehr niedrigen Siedepunkt (+27 C) und eignet sich daher nicht für Messungen bei höheren Temperaturen. A zeigt ausser dem Standard-Signal noch drei weitere im Spektrum störende Resonanzbereiche.
    Es wurde nun gefunden, dass bestimmte Organo-Silicium Verbindungen diese Nachteile nicht aufweisen und mit Vorteil als Standardsubstanzen für die Protonen-Kernresonanzspektroskopie verwendet werden können. Es ist dies 1,1,3,3,5,5,-Hexakis(trideuteromethyl)-1,3,5-trisila-cyclohexan ( Cyclosilan-d18 ;I) Si(CD3)2-CH2-Si(CD2)2-CH2-Si(CD3)2-CH2; (I) I siedet bei 208 C1, list in den üblichen organischen Lösungsmitteln, z. B. Chloroform, Methanol, Tetrahydrofuran oder Dimethylsulfoxid, gut löslich. Diese Verbindung kann daher auch bei hohen Temperaturen als Standardsubstanz verwendet werden und siedet nicht wie TMS aus der Lösung heraus. Dadurch kann bis zu mindestens 200 C auch in interner Lock-Technik gemessen werden, was mit TMS nicht möglich ist.
    Als weiteren Vorteil gegenüber TMS zeigt die Substanz I eine chemische Verschiebung von -0,33 ppm und kann daher als Lock-Signal für alle Messungen oberhalb +0 ppm verwendet werden. Dadurch ist es möglich, mit einer einzigen Messung ungestörte Spektren von Dreiringsystemen oder Steroiden zu erhalten, die zwischen 0,6 und 0,0 ppm Resonanzsignale zeigen.
    list gegen Säuren und Basen stabil und bis mindestens 200 C temperaturbeständig.
    Die Verbindung list neu. Sie ist erhältlich durch Umsetzung von Methylenchlorid an einem Si-Cu(I > chlorid-kontakt und anschliessende Grignardierung des erhaltenen 1,1,3,3,5,5,-Hexachlor-1,3,5-trisilacyclohexans mit Trideuteromethylmagnesiumchlorid, -bromid oder -jodid.
    Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von 1,1,3,3,5,5-Hexakis-(trideuteromcthyl)-1,3,5-trisila-cyclohexan ( Cyclosilan-d18 ; 1) als Standardsubstanz für die Kernresonanzspektroskopie.
    I wird als Standardsubstanz in der Protonen-Kernresonanzspektroskopie in der gleichen Weise angewendet wie die bekannte Standardverbindung TMS; man gibt zu der Messlösung (ca. 0,5-1 ml) der zu untersuchenden Substanz in z.B.
    CD2 Cl2, CDCl3, CCL4, CD3OD, Tetrahydrofuran, (CD3)2SO, (CD3)2-NCOD, C6D6, Dioxan-d8, (CD3)2CO, einige Tropfen der Substanz I und führt dann die Messung durch. Bei Verwendung von I sind als Lösungsmittel auch Basen, z. B. Pyridin-d5, geeignet.
    Es können nach der Erfindung alle in der Protonen-Kernresonanzspektroskopie gebräuchlichen organischen Lösungsmittel verwendet werden; die Auswahl des geeignetsten Lösungsmittels richtet sich nach der zu untersuchenden Substanz.
    Beispiel Zu einer aus 51,3 g Trideuteromethyljodid und 8,34 gMg.
    in 225 ml absolutem Äther bereiteten Grignard-Lösung wird eine Lösung von 10,35 g 1,1,3,3,5,5-Hexachlor-1,3,5-trisilacylo- hexan in 75 ml absolutem Äther langsam zugegeben, derart, dass das Gemisch schwach siedet Man kocht noch eine Stunde, zersetzt mit Wasser und verdünnter Salzsäure, trennt ab, extrahiert die wässerige Phase noch mehrfach mit Äther und trocknet die vereinten Ätherphasen über Natriumsulfat. Nach dem Entfernen des Äthers erhält man 1,1,3,3,5,5-Hexakis-(trideuteromethyl)-1,3,5-trisilacyclohexan vom Kp. 42-48 C/4 mm.
    PATENTANSPRUCH
    Verwendung von 1,1,3,3,5,5-Hexakis-(trideuteromethyl)-1,3,5-trisilacyclohexan als Standardsubstanz für die Kernresonanzspektroskopie.
CH315372A 1968-07-27 1969-07-14 Verwendung von Organo-Silicium-Verbindungen als Standardsubstanz für die Kernresonanzspektroskopie CH526778A (de)

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DE19681773928 DE1773928C3 (de) 1968-07-27 Standard für Kernresonanzmessungen
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DE19691914385 DE1914385B2 (de) 1969-03-21 1969-03-21 Standard fuer kernresonanzmessungen
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN111879806A (zh) * 2020-07-23 2020-11-03 中蓝晨光成都检测技术有限公司 一种核磁共振氢谱鉴别掺烷烃增塑剂有机硅产品的方法

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN111879806A (zh) * 2020-07-23 2020-11-03 中蓝晨光成都检测技术有限公司 一种核磁共振氢谱鉴别掺烷烃增塑剂有机硅产品的方法

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