CH526961A - Verfahren zur Herstellung einer stabilen Lösung der Albumin und a- und B-Globulinfraktion des Blutplasmas bzw. Blutserums - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer stabilen Lösung der Albumin und a- und B-Globulinfraktion des Blutplasmas bzw. Blutserums

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CH526961A
CH526961A CH609969A CH609969A CH526961A CH 526961 A CH526961 A CH 526961A CH 609969 A CH609969 A CH 609969A CH 609969 A CH609969 A CH 609969A CH 526961 A CH526961 A CH 526961A
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Efimovich Kiselev Anatoly
Alexandrovich Nikiten Alexandr
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Mikhailovna Kikvadze Nina
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Ts I Gematologii I Perelivania
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung einer stabilen Lösung der Albumin und a- und ss-Globulinfraktion des Blutplasmas bzw. Blutserums
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Herstellung einer stabilen Lösung der Albumin und a- und ss-Globulinfraktion des Blutplasmas bzw. Blutserums. Diese Fraktionen gelangen in der medizinischen Praxis zur Verwendung.



   Verfahren zur Bereitung von stabilen Lösungen der Eiweisskörper aus dem Blutplasma oder dem Blutserum, das keine Hämopigmente enthält, z. B. Verfahren zur Bereitung von stabiler Lösung der Eiweisskörper aus dem Plasma durch die äthanolische Kaltfraktionierung, sind bekannt. Wenn bei diesem Verfahren dem Plasma das Äthanol bis zu einer Endkonzentration des Äthanols von 8 % hinzugefügt wird, fällt die Fraktion des Fibrinogens aus. Der Niederschlag wird durch Zentrifugieren getrennt. Der darüberstehenden Lösung gibt man Äthanol bis zu einer Konzentration von 25 % zu. Dabei fällt die Fraktion der Gamma Globuline aus. Der Niederschlag wird abzentrifugiert und in die so erhaltene Lösung Äthanol bis zu einer Konzentration von 40% bei einem pH-Wert von 4,8 zugegeben. Dabei fällt ein Niederschlag von Eiweisskörpern aus, der aus dem Albumin sowie den a und ss-Globulinen besteht.

  Der Niederschlag wird lyophil getrocknet und zur Herstellung von Endprodukten mit dem apyrogenen destilliertem Wasser unter Zugabe von Stabilisatoren verdünnt (H W. Krijnen, G. G. A.



  Mastenbrock  Vox Song  2, 6, p. 405, 1957).



   Ein Nachteil des genannten Verfahrens ist die Notwendigkeit, einen Rohstoff zu verwenden, der keine Hämopigmente enthält.



   Ferner sind Verfahren zur Herstellung von Albumin aus Lösungen, die Hämopigmente enthalten, durch das Ausfällen der Hämopigmente mit den Ionen der Schwermetalle, insbesondere des Zinks, (J. Amer. chem.   Soc. 72, 465,    1950; 75, 5859, 1953; 78, 1353, 1956), bereits bekannt.



   Ein Nachteil der bekannten Verfahren ist die Schwierigkeit der Reinigung des Endproduktes von den Ionen der Schwermetalle, was deren Anwendung zu Produktionszwekken begrenzt.



   Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Beseitigung der genannten Nachteile.



   In Übereinstimmung mit dem genannten Ziel wurde die Aufgabe gestellt, durch die Wahl entsprechender Bedingungen für das Denaturieren der wärmelabilen Globuline und die Zerstörung der Hämopigmente eine stabile Lösung der Plasmaeiweisskörper, die von den wärmelabilen Globulinen und Hämopigmenten frei ist, aus Lösungen herzustellen, die Hämopigmente enthalten.



   Diese Aufgabe wurde dadurch gelöst, dass stabile Lösungen der Albumin sowie der a- und ss-Globulinfraktion erhalten wurden, indem Hämopigmente enthaltenden Albumin sowie a- und ss-Globuline enthaltenden Fraktionen Wasserstoffperoxid bis zu einer bestimmten Endkonzentration in der Lösung zugegeben wird und in dieser Lösung die wärmelabilen Globuline und die Hämopigmente denaturiert und vom erwünschten Endprodukt abgetrennt werden.



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer stabilen Lösung der Albumin und a- und ss-Globulinfraktion, die bei der Fraktionierung der Eiweisskörper des Blutplasmas bzw. Blutserums erhalten wird, das sich dadurch auszeichnet, dass als Ausgangsrohstoff Plasma bzw. Serum, das Hämopigmente enthält, benutzt wird und dass zu der abgetrennten Albumin und a- und ss-Globulin Fraktion, die noch Hämopigment enthält, Wasserstoffperoxid bis zu einer Endkonzentration in der Lösung von 0,01 bis 0,1   Ges. %    bei einer Temperatur von höchstens   70"    C hinzufügt, wird man die Lösung bei dieser Temperatur während 2 bis 10 Stunden stehenlässt und anschliessend denaturierte wärmelabile Globuline und die zerstörten Hämopigmente von der Lösung abscheidet.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann wie folgt durchgeführt werden.



   Der Ausgangsrohstoff, das retroplazentare und Abortserum hämolysiertes Plasma des Spender-, Kadaverblutes und andere Rohstoffarten, unterzieht man einer Fraktionierung nach einem beliebigen Verfahren bis zur Herstellung einer Fraktion, die Albumin, a- und ss-Globuline und Hämopigmente enthält. Die getrennte Fraktion wird von den Fraktionierungsmitteln (im Falle der Verwendung von Salzen) befreit und durch destilliertes Wasser vorzugsweise bis zu einer Konzentration von   6%    Eiweisskörper in der Lösung verdünnt. Zu der Lösung fügt man das Wasserstoffperoxid bis  zu dessen Endkonzentration in der Lösung von 0,01 bis   0,1%    bei einer Temperatur von höchstens   70"    C hinzu und hält bei dieser Temperatur während 2-10 Stunden.



   Das Erwärmen unter den genannten Bedingungen übt eine denaturierende Wirkung auf die wärmelabilen Globuline und den Eiweissteil der Hämopigmente aus, was zur Zerstörung des Komplexes von Globin mit dem Häm führt.



  Die Anwesenheit von Wasserstoffperoxid bewirkt eine Zerstörung des Häms, das Freiwerden des Eisens und dessen Oxydation zur dreiwertigen Form. Beim Erwärmen fällt ein Niederschlag der denaturierten Globuline und Hämopigmente aus, der durch Zentrifugieren getrennt wird.



   Die erhaltene Lösung enthält mindestens 70% Albumin und höchstens   30%    stabile a- und ss-Globuline, wobei sie keine Hämopigmente enthält. Die genannte Lösung enthält 4,3 bis 4,8 % Eiweisskörper und weniger als   1 %    Äthanol.



   Zur Bereitung einer Lösung mit grösserem Gehalt an Eiweisskörpern wird das Verhältnis zwischen der Menge der Ausgangsfraktion des Albumins und der a- und ss-Globuline und der Menge der Lösungsflüssigkeit verändert oder die Konzentration des Zielproduktes nach beliebigen bekannten Verfahren erhöht.



   Das erfindungsgemässe Verfahren macht es möglich, aus der erhaltenen Lösung der Plasmaeiweisskörper reines Albumin zu trennen. Dazu bringt man den pH-Wert der von den Hämopigmenten gereinigten Lösung auf 4,7-4,8 und gibt Alkohol bis zu dessen Konzentration in der Lösung von 18 % zu. Den ausgefallenen Niederschlag trennt man durch Zentrifugieren, bringt den pH-Wert der erhaltenen Lösung auf 5,2 und gibt Äthanol bis zu dessen Konzentration in der Lösung von 40% zu. Dabei fällt reines Albumin zum Niederschlag aus, das bis zur Endform nach den allgemeinbekannten Verfahren behandelt wird.



   Das erfindungsgemässe Verfahren macht es möglich, eine stabile Lösung von Plasmaeiweisskörpern, die keine Hämopigmente und wärmelabile Globuline enthält, aus Eiweisslösungen mit einem beliebigen Gehalt an Hämopigmenten zu erhalten.



   In der erhaltenen stabilen Lösung der Plasmaeiweisskörper liegt der Gehalt an Natriumchlorid viermal niedriger als im Spenderserum.



   Die Isoonki der Lösung in den Fällen, die die Verwen dung von Lösung mit einem niedrigen Gehalt an Natrium chlorid (für die Heilbehandlung von Nierenerkrankungen) erfordern, wird durch die Einführung von Glukose in die Lö sung herbeigeführt. Bei der Therapie von Erkrankungen, die Einführung von Chloriden in den Organismus nicht begrenzen, wird die Isoonki der Lösung durch die Einführung ent sprechender Menge von Natriumchlorid oder anderen Salzen herbeigeführt.



   Zum besseren Verstehen der vorliegenden Erfindung werden nachstehend folgende Beispiele für die Durchführung des Verfahrens zur Bereitung von stabiler Lösung der Plasmaei weisskörper aus Lösungen angeführt, die Hämopigmente ent halten.



   Beispiel 1
Man verwendet retroplazentares Serum, das eine erhöhte
Menge von Hämopigmenten enthält. Man kühlt das Serum auf   0     C und giesst unter ständigem Rühren 53 %iges Äthanol, das auf eine Temperatur von   -15 "    C abgekühlt ist, in einer
Menge von 180 ml je Liter Ausgangsplasma hinzu. In dem
Gemisch wird eine Konzentration des Alkohols von   8 %    her beigeführt. Die Temperatur des Gemisches sinkt dabei auf   -3"    C. Unter diesen Bedingungen trennen sich Gerinnsel und Schleim. Das Gemisch wird zentrifugiert, der Nieder schlag abgetrennt und dem Zentrifugat 53 %iger Alkohol, der auf eine Temperatur   von 150    C abgekühlt ist, in einer Menge von 720 ml je Liter Ausgangsplasma zugegeben.

  Die Alkoholkonzentration in der Lösung erreicht 25 %, die Temperatur des Gemisches sinkt   aufS    C. Unter den genannten Bedingungen fällt die das Gamma-Globulin enthaltende Fraktion aus, die durch Zentrifugieren getrennt wird. Zu dem erhaltenen Zentrifugat gibt man   1n-HCl    bis zu einem pH Wert von 6,0 zu und trennt den sich bildenden Niederschlag durch Zentrifugieren. Zu dem Zentrifugat gibt man das auf eine Temperatur von   -15"    C abgekühlte   96 %ige    Äthanol in einer Menge von 200 ml je Liter Zentrifugat bis zu einer Endkonzentration des Alkohols in der Lösung von 40% zu.



  Durch die Zugabe von   1n-HCl    senkt man den pH-Wert auf 4,8.



   Den sich bildenden Niederschlag trennt man durch Zentrifugieren und löst in vierfachem Volumen von apyrogenem destilliertem Wasser, das 0,3 % Natriumkaprylat und 3 % Glukose enthält. Die Auflösung wird unter intensivem Rühren innerhalb   3040    Minuten durchgeführt. Das erhaltene Gemisch wird zentrifugiert, der Niederschlag entfernt und dem Zentrifugat   ln-NaOH    bis zu einem pH-Wert von 7,2 zugegeben.



   Die erhalten Lösung wird auf eine Temperatur von   65"    C erwärmt, dann die   10  iOige    Lösung von Wasserstoffperoxid bis zu dessen Endkonzentration in der Lösung von 0,05   %hinzu    gefügt und die Lösung bei einer Temperatur von   65"    C innerhalb 10 Stunden stehengelassen, wodurch der Restgehalt an Alkohol   1 %    nicht übersteigt. Nach der Abkühlung der Lösung wird   ln-HCl    bis zu einem pH-Wert von 5,1 zugegeben. Dabei fällt ein Niederschlag aus, der abfiltriert wird.



  Zu der Lösung gibt man   ln-NaOH    bis zu einem pH-Wert von 7,0-7,4 zu. Die erhaltene von dem Hepatitisvirus freie Lösung, die keine Hämopigmente und instabile Globuline enthält, wird geklärt, durch Filtration sterilisiert und dann auf Flankons abgefüllt.



   Beispiel 2
Als Ausgangsrohstoff verwendet man natives Spenderplasma mit einem erhöhten Gehalt an Hämopigmenten.



   Die Fraktionierung wird wie in dem Beispiel 1 beschrieben durchgeführt. Die erhaltene Fraktion, die Albumin, aund ss-Globuline, Hämopigmente enthält, löst man in vierfachem Volumen von apyrogenem destilliertem Wasser, das 0,3 % Natriumkaprylat und 3 % Glukose enthält. Die Auflösung wird unter intensivem Rühren innerhalb   30-40    Minuten durchgeführt. Das erhaltene Gemisch wird zentrifugiert und dem Zentrifugat   ln-NaOH    bis zu einem pH-Wert von 7,2 zugegeben.



   Die erhaltene Lösung wird auf eine Temperatur von   60     C erwärmt, dann die   10 %ige    Lösung von Wasserstoffperoxid bis zu dessen Endkonzentration in der Lösung von 0,03 % zugegeben und die Lösung bei einer Temperatur von   60     C innerhalb 2 Stunden stehengelassen. Nach der Abkühlung der Lösung wird   ln-HCI    bis zu einem pH-Wert von 5,1 hinzugefügt. Dabei fällt ein Niederschlag aus, der abfiltriert wird. Zu der Lösung fügt man   ln-NaOH    bis zu einem pH-Wert von 7,0-7,4 hinzu. Man erhält eine Lösung, die   4,34,8    % Eiweisskörper enthält.

 

   Die erhaltene Lösung, die keine Hämopigmente und instabile Globuline enthält, wird geklärt durch Filtration sterilisiert auf Flankons abgefüllt und einer Pasteurisierung bei einer Temperatur von   60     C innerhalb 10 Stunden zur Inaktivierung von Virus hepatitis infectiosa unterzogen. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung einer stabilen Lösung der Albumin- und a- und ss-Globulin-Fraktion, die bei der Fraktionierung der Eiweisskörper des Blutplasmas bzw. Blut serums erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsrohstoff Plasma bzw. Serum, das Hämopigmente enthält, benutzt wird, und dass zu der abgetrennten Albuminund a- und ss-Globulin Fraktion, die noch Hämopigmente enthält, Wasserstoffperoxid bis zu einer Endkonzentration in der Lösung von 0,01-0,1 Gew. % bei einer Temperatur von höchstens 700 C hinzugefügt wird, dass man die Lösung bei dieser Temperatur während 2-10 Stunden stehenlässt und anschliessend denaturierte wärmelabile Globuline und die zerstörten Hämopigmente von der Lösung abscheidet.
CH609969A 1969-04-22 1969-04-22 Verfahren zur Herstellung einer stabilen Lösung der Albumin und a- und B-Globulinfraktion des Blutplasmas bzw. Blutserums CH526961A (de)

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