CH526980A - Klärfilter sowie seine Verwendung - Google Patents

Klärfilter sowie seine Verwendung

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CH526980A
CH526980A CH1097671A CH1097671A CH526980A CH 526980 A CH526980 A CH 526980A CH 1097671 A CH1097671 A CH 1097671A CH 1097671 A CH1097671 A CH 1097671A CH 526980 A CH526980 A CH 526980A
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Fuchs Ernst
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Mecana S A Schmerikon
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Description


  
 



  Klärfilter sowie seine Verwendung
Die Erfindung betrifft ein Klärfilter mit einem Trübebehälter, dessen Ablauf durch eine Filtratkammer mit mindestens einer Filterfläche vom Trüberaum abgeschirmt ist sowie dessen Verwendung in einer biologischen Kläranlage.



   Klärfilter dienen bekanntlich dazu, Flüssigkeiten von unerwünschten Beimengungen zu befreien. Dabei treten bekanntlich bei der Filtration mit Sieben oder Tüchern oft Schwierigkeiten auf. Die Feststoff-Teilchen können sich in den Poren der Filterflächen festsetzen, wodurch diese nach kurzer Zeit verstopfen können und nur schwierig zu reinigen sind. Dies geschieht häufig durch Rückspülung mit Filtrat oder einer Fremdflüssigkeit, wodurch die Filtration unterbrochen und damit die Leistung des Klärfilters herabgesetzt wird. Überdies verteuern die zur Rückspülung geeigneten Einrichtungen ein Klärfilter erheblich.



   Es ist anderseits auch möglich, die Verstopfungsgefahr dadurch zu beseitigen, dass als Filterflächen, beispielsweise Siebe oder Tücher, verwendet werden, die grössere Poren besitzen. Dies führt aber dazu, dass das Filtrat oftmals nicht die geforderte Klarheit erreicht.



   Aufgabe der Erfindung ist es, ein Klärfilter zu schaffen, bei dem das Verstopfen der Filterfläche vermieden und dennoch ein klares Filtrat erreicht wird wobei dieses Klärfilter einfach im Aufbau ist und einen praktisch kontinuierlichen Betrieb gewährleistet.



   Demgemäss ist Gegenstand der Erfindung: a) ein Klärfilter der eingangs genannten Art, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es eine mit der Filtratkammer gekoppelte Antriebseinrichtung aufweist, welche min destens einen Teil der Filtratkammer derart bewegt, dass ein periodisch wechselndes Druckgefälle zwischen Trübe raum und Filtratraum entsteht; sowie b) die Verwendung des erfindungsgemässen Klärfilters in einer biologischen Kläranlage, die dadurch gekennzeich net ist, dass es zur Filtration des von der biologischen
Stufe anfallenden Abwassers dient.



   Dadurch, dass an der Wandung der Filtratkammer ein periodisch wechselndes Druckgefälle angelegt wird, wird die Filterfläche fortlaufend abwechselnd in und entgegen der Ablaufrichtung durchströmt, wobei die Durchströmung entgegen der Ablaufrichtung jeweils eine Rückspülung und damit Reinigung der Filterfläche bewirkt. Da dieser Wechsel des Druckgefälles im Vergleich zu den Zeitabständen bei der bekannten Rückspülung vorzugsweise mit einer relativ hohen Frequenz erfolgt, so wird einerseits eine praktisch kontinuierliche Filtration und anderseits eine praktisch kontinuierliche Rückspülung erreicht. Ein Verstopfen der Filterfläche ist damit ausgeschlossen.



   Dieser Wechsel des Druckgefälles kann dadurch erreicht werden, dass die Filtratkammer mittels der Antriebseinrichtung so bewegt wird, dass ihr Flüssigkeitsspiegel abwechselnd höher oder tiefer als der Flüssigkeitsspiegel des Trübebehälters liegt. Es ist aber auch möglich, die Filtratkammer vollständig unterhalb des Flüssigkeitsspiegels des Trübebehälters anzuordnen und den Wechsel des Druckgefälles durch periodisches Ändern des Filtratkammervolumens zu bewirken.



   Das Klärfilter ist für die verschiedensten technischen Filtrationsaufgaben geeignet. Besonders zweckmässig ist es in seiner Verwendung in einer biologischen Kläranlage. Dadurch wird es möglich, auf die bekannten Nachklärbecken zu verzichten, deren Aufgabe darin besteht, das geklärte Abwasser durch Sedimentation der Schlammteilchen zu reinigen. Um das Absetzen der Schlammteilchen zu ermöglichen, muss ein solches Nachklärbecken auch entsprechend gross sein. Dies führt nicht nur zu einem übermässigen Platzbedarf für derartige Kläranlagen, sondern auch zu einer Verteuerung. Mit Hilfe des vorliegenden Klärfilters lassen sich diese Probleme vollständig beseitigen, da dieses die Funktion des Nachklärbeckens vollständig übernehmen kann.

  Hierzu kann der Trübebehälter direkt zur Aufnahme der biologischen Stufe dienen und das Abwasser nach der Filtratkammer als vollständig geklärt sofort abgezogen werden. Dies ist insbesondere für Kleinkläranlagen von grosser Bedeutung, da diese einerseits möglichst klein und anderseits möglichst preiswert sein sollen.



   Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert, dabei zeigen:
Fig. 1 eine Kleinkläranlage mit dem neuartigen Klärfilter im Längsschnitt,  
Fig. 2 ein Klärfilter mit als ganzes hin und her bewegter starrer Filtratkammer, im Längsschnitt,
Fig. 3 ein weiteres Klärfilter mit einer ausgetauchten oben offenen balgartigen Filtratkammer, im Längsschnitt, und
Fig. 4 ein weiteres Klärfilter, dessen Filtratkammer eine starre Seitenwandung und eine hin und her bewegte Stirnwand aufweist, im Längsschnitt, und
Fig. 5 ein weiteres Klärfilter mit rotierender und in Teilkammern unterteilter Filtratkammer, im Querschnitt.



   Die Fig. 1 zeigt ein in einer Kleinkläranlage verwendetes Klärfilter. Dieses besteht aus einem Trübebehälter 1 mit dem Ablauf 2, vor dem die Filtratkammer 3a liegt. Letztere wird durch die Antriebseinrichtung 4 in eine blasebalgartige, das Kammervolumen abwechselnd vergrössernde oder verkleinernde Bewegung versetzt.



   Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist die Filtratkammer balgartig ausgeführt und vollständig geschlossen. Die Seitenwandung 5 ist als Filterfläche ausgebildet und vollständig flexibel. Stützelemente 6 verhindern ein Zusammenklappen der Kammer bei der blasebalgartigen Bewegung. Mit dem einen, d. h. mit dem unteren Ende 7 ist die Filtratkammer am Boden des Trübebehälters 1 befestigt. Im Boden der Filtratkammer mündet auch der Ablauf 2 des Trüberaumes.



  Zur Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsspiegels S im Trüberaum ist der Ablauf mit einem Steigrohr 8 ausgestattet, das am oberen Ende mit einer Belüftung 9 versehen ist. Das andere Ende 10 der Filtratkammer 3a ist mit der Antriebseinrichtung 4 gekoppelt, die die Filtratkammer blasebalgartig von der ausgezogenen Stellung A in die zusammengedrückte Stellung B bewegt.



   Das Klärfilter ist, wie erwähnt, in einer biologischen Kläranlage untergebracht, wobei der Trübebehälter zur Aufnahme der biologischen Stufe 11 mit dem Tauchtropfkörper 12 dient. Dieser biologischen Stufe ist ein Ausgleichsbecken 13 vorgeschaltet. Das Abwasser gelangt von einem nicht dargestellten Vorklärbecken über einen Zulauf 14 in das Ausgleichsbecken 13, in dem es sich beruhigen kann und von einem rotierenden Schöpfer 15 portionsweise in eine Zulaufrinne 16 zur biologischen Stufe geschöpft wird. Der Schöpfer 15 ist starr auf einer Welle 17 angeordnet, die auch den Tauchtropfkörper 12 trägt, und rotiert mit diesem. Das Ausgleichsbecken 13 und der Schöpfer 15 sind so ausgelegt, dass sie die im Normalfalle auftretenden Schwankungen im Abwasserzulauf aufzunehmen und auszugleichen vermögen.



  Die während 24 Stunden anfallende Abwassermenge wird also im Ausgleichsbecken 13 gepuffert und so der biologischen Stufe zugegeben, dass letztere immer gleich belastet ist. Bei einem zufällig auftretenden, das Fassungsvermögen des Ausgleichsbeckens übersteigenden Wasseranfall, kann letzteres über einen Überlauf 18 direkt vom Ausgleichsbecken in die biologische Stufe strömen.



   In der biologischen Stufe 11 liegt der an der Welle 17 und vom Motor 19 angetriebene Tauchtropfkörper 12. Der Tauchtropfkörper besteht im vorliegenden Beispiel aus einer Schnecke 20, die eine geringe Steigung aufweist. Auf der Welle 17 des Tauchtropfkörpers 12 sitzt auch der Antrieb 4 für die Filtratkammer 3a.



   Das Abwasser wird durch den schneckenförmigen Tauch   tropikörper    bei dessen Rotation gefördert und gelangt schliesslich in den erweiterten Raum 21 nach dem Tauchtropfkörper. Hier setzt sich zunächst ein Teil der Schwebestoffe ab und gelangt zur Filtratkammer, durch dessen Filterfläche es zum Ablauf 2 strömt. Dabei bleiben an der Filterfläche restliche Schwebeteilchen des gereinigten Abwassers hängen. Diese Schwebeteilchen werden durch die vom Antrieb 4 bewirkte blasebalgartige Bewegung der Filtratkammer abgestossen und gelangen auf den Boden des   Trübebehäl-    ters 1 bzw. der biologischen Stufe 11. Die sich im Trüberaum absetzenden Schwebeteilchen werden vom Schöpfer 22 erfasst, der auf der Welle 17 des Tauchtropfkörpers sitzt und mit dieser rotiert und an die Ablaufrinne 23 abgegeben.

  Von dort gelangen die Schwebeteilchen zurück in das Vorklärbecken. Das den Ablauf 2 verlassende Abwasser ist vollständig geklärt und kann unbedenklich ablaufen.



   Die in Fig. 1 dargestellte Anlagenart ist insbesondere für Kleinanlagen bis zu 600 Einwohnergleichwerten, d. h. für die von Wohngemeinschaften mit insgesamt 600 Personen anfallenden Abwassermengen, geeignet. Bei einer für 6 Einwohnergleichwerten ausgeführten Anlage wies der schneckenförmige Tauchtropfkörper bei einem Durchmesser von 1000 mm 27 Gänge mit einer Steigung von 25 mm auf. Die Umdrehungszahl des Tauchtropfkörpers lag zwischen 3 bis 5 U./Min. Der Spalt zwischen Tauchtropfkörper und Behälterboden betrug ungefähr 10 mm.



   Bei einer Umdrehungszahl des Tauchkörpers von 3 bis 5 U./Min. wird auch der zum Antrieb der Filtratkammer dienende Kurbeltrieb 3 bis 5 U./Min. ausführen und damit die Filtratkammer 3- bis 5mal in der Minute blasebalgartig zusammendrücken und auseinanderziehen. Beim Zusammendrücken der Filtratkammer entsteht ein gewisser Überdruck, der das Filtrat durch die Filterfläche zurückdrängt und damit angeschwemmte Teilchen von der Filterfläche ablöst. Das Auseinanderziehen der Filtratkammer verursacht einen gewissen Unterdruck, der die Filtration des Wassers beschleunigt. Durch die im Verhältnis zu bekannten Klärfiltern hohe Frequenz der Rückspülung, die bedingt ist durch die fortlaufende blasebalgartige Bewegung der Filtratkammer, haben Schwebeteilchen bereits von Anfang an nicht die Möglichkeit sich in wesentlichen Mengen an der Filterfläche abzusetzen.



  Man erhält damit bereits von Anfang an eine gleichmässig belegte, jedoch relativ durchlässige Filterfläche.



   Fig. 2 stellt ein weiteres Klärfilter dar, bei dem eine vollständig geschlossene Filtratkammer 3b vorgesehen ist, deren Wände grösstenteils als Filterfläche ausgebildet sind. Die Filtratkammer ist über eine Schlauchleitung 24 mit dem Ablauf 2 des Trübebehälters 1 verbunden. Als Antriebseinrichtung 4 dient ein Exzenterantrieb, der am oberen Rand des Trübebehälters 1 angeordnet ist und über ein Koppelgestänge 25 die Filtratkammer 3b im Trübebehälter auf- und abwärts bewegt.



   Wie die Fig. 2 zeigt, ist die Anordnung der Filtratkammer 3b so getroffen, dass sie in der tiefsten Stellung B vollständig unter dem Flüssigkeitsspiegel S des Trübebehälters zu liegen kommt und in der höchsten Stellung A teilweise ausgetauscht ist. Beim Anheben der Filtratkammer 3b über den Flüssigkeitsspiegel S wird der Flüssigkeitsinhalt der Filtratkammer mitangehoben und liegt dann höher als der Flüssigkeitsspiegel S in der Filtratkammer, entsteht dadurch ein hydrostatischer Überdruck gegenüber dem Trübebehälter, durch den das Filtrat durch die Filterfläche zurück in den Trüberaum drängt und dabei die Filterflächen rückspült.



   Wird die Filtratkammer in die tiefste Stellung B bewegt, so sinkt der Flüssigkeitsspiegel in der Filtratkammer etwas unter den Flüssigkeitsspiegel des Trübebehälters, wodurch die Filtration beschleunigt wird.



   Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführung eines Klärfilters mit einer balgartigen Filtratkammer 3c, deren Seitenwandung ähnlich der Filtratkammer 3a der Fig. 1 ausgebildet ist. Die Filtratkammer der Fig. 3 ist oben offen und mit ihrem oberen Ende 10 an einer starr am oberen Rand des Trübebehälters 1 angeordneten Halterung 26 befestigt. Das obere Ende liegt mit Abstand über dem Flüssigkeitsspiegel S des Trübebehälters 1. Das untere Ende 7 der Filtratkammer ist über ein Koppelgestänge 25 mit der als Exzenterantrieb ausgebildeten Antriebseinrichtung 4 gekoppelt. An der Seitenwandung der   Filtratkammer ist über eine Schlauchleitung 24 die Verbindung zum Ablauf 2 hergestellt.



   Durch die Antriebseinrichtung 4 wird der Boden 7 abwechselnd in die Stellungen A und B gebracht, wobei die Seitenwandung 5 der Filtratkammer, die die Filterfläche bildet, blasebalgartig zusammen- und auseinandergezogen wird.



  Dies bewirkt, ähnlich dem Beispiel der Fig. 2, eine gewisse Erhöhung und Absenkung des Filtratspiegels der Filtratkammer gegenüber dem Flüssigkeitsspiegel S des Trübebehälters und damit die bereits oben erwähnte Rückspülung der Filterfläche.



   Fig. 4 zeigt eine weitere Ausbildung eines Klärfilters, dessen Seitenwandung 5 diesmal starr ausgebildet und um den Ablauf 2 angeordnet ist. Als eine Stirnfläche der Filtratkammer dient die Wandung des Trübebehälters 1. Die dem Ablauf 2 gegenüberliegende Stirnwand 10 der Filtratkammer ist innerhalb der Seitenwandung 5 beweglich geführt und über ein Koppelgestänge 25 mit der als Exzenter ausgebildeten Antriebseinrichtung 4 gekoppelt. Die Stirnwand 10 wird durch die Antriebseinrichtung zwischen den Stellungen A und B hin und her bewegt. Bei dieser Filtratkammer können sowohl die Seitenwandungen wie vorzugsweise die Stirnwand 10 als Filterflächen ausgebildet sein. Durch die hin und her gehende Bewegung der Stirnwand 10 wird ein wechselndes Druckgefälle zwischen Innen- und Aussenseite der Filtratkammer hergestellt, was zur oben erwähnten Rückspülwirkung führt.



   Die in Fig. 4 dargestellte Anordnung des Ablaufes 2 und der Filtratkammer 3d muss nicht notwendigerweise an der Seitenwandung des Trübebehälters 1 erfolgen, sondern kann analog dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 am Boden des Trübebehälters vorgesehen sein. Es sind auch weitere Ausführungsbeispiele möglich, die aus einer Kombination von Einzelmerkmalen der gezeigten Beispiele bestehen.



   Als Antriebseinrichtung für die Filtratkammer dient vorzugsweise der dargestellte Exzenterantrieb. Es sind aber auch hydraulische oder pneumatische Kolben-Zylinder-Aggregate denkbar.



   Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Klärfilters mit einer Filtratkammer 3e, die einen ringförmigen Rahmen 26 aufweist, der in Rollen 27 drehbar gelagert und von der Antriebseinrichtung 4 in Drehung versetzt wird.



  Letztere enthält einen Motor 19, der über einen Riemenoder Kettentrieb 28 mit der Filtratkammer 3e gekoppelt ist.



  Der ringförmige Rahmen 26 rotiert um den exzentrisch innerhalb des Rahmens liegenden Ablauf 2. Die Filtratkammer 3e ist in eine Anzahl von sektorförmigen Teilkammern 29 unterteilt, die innerhalb des Rahmens 26 liegen. Die einzelnen sektorförmigen Teilkammern weisen Säcke aus Filtermaterial auf, die auf der Innenseite des Rahmens befestigt sind, und in den Ablauf 2 münden. Dabei kann der Ablauf 2 eine mitrotierende Muffe aufweisen, die eine der Anzahl der Teilkammern entsprechende Anzahl von Öffnungen aufweist, an denen jeweils der Sack einer Teilkammer angeordnet ist. Es ist aber auch möglich, dass der Ablauf 2 eine mitrotierende Manschette aufweist, die eine der Anzahl der Teilkammern entsprechende Anzahl von Öffnungen besitzt, an denen jeweils ein Sack angeordnet ist.

  Die Öffnungen der Manschette kommen während der Drehung der Filtratkammer periodisch mit einer Öffnung des Ablaufstutzens in Eingriff. Die Anordnung ist dabei vorzugsweise so getroffen, dass die   Überein-    stimmung des Teilkammerauslaufes mit der Öffnung des Ablaufstutzens in der Kompressionsphase der Teilkammern Bewegung liegt.



   Durch die exzentrische Anordnung des Ablaufes 2 im Rahmen 26 der Filtratkammer 3e werden die einzelnen Teilkammern nacheinander fortlaufend komprimiert und expandiert, wodurch der bereits oben erwähnte Wechsel des Druckgefälles zwischen Filtratraum und Trüberaum und die damit verbundene Rückspülung entsteht. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen erfolgt hier keine pulsierende Filtration und Rückspülung an der Filtratkammer, sondern eine kontinuierliche.



   Das Klärfilter ist zweckmässigerweise mit einer Einrichtung zum Entfernen der abfiltrierten Rückstände ausgestattet.



  Hierzu kann ein bereits in Fig. 1 dargestelltes Schöpfwerk verwendet werden. Es ist auch möglich, am Boden des Trübebehälters einen versperrten Ablauf vorzusehen, der von Zeit zu Zeit zum Abziehen der sich am Boden ansammelnden Rückstände geöffnet werden kann.



   Wie die Ausführungsbeispiele der Fig. 2 und 4 zeigen, sind Filtratkammern mit mehr oder weniger starren Wandungen möglich, die mehr oder weniger vollständig als Filterflächen ausgebildet sind. Bevorzugt sind jedoch Ausführungsformen, bei denen die Seitenwandungen 5 der Filtratkammern balgartig aus flexiblen Materialien besteht, wie dies die Fig. 1 und 3 zeigen. Dies ermöglicht ein einfaches, blasebalgartiges Zusammendrücken und Auseinanderziehen der Filtratkammer. Die Filterflächen, insbesondere jene der flexiblen Wandungen bestehen aus Filtertüchern oder Filzen mit Stützgeweben, die für Filtrationszwecke bereits seit Jahren bekannt sind. Besonders geeignet sind Filze mit Stützgeweben, deren Dicke und Porosität je nach Verwendungszweck schwanken können. Für das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel ist beispielsweise ein Filz mit einer Dicke von 3 mm besonders geeignet.

   Filtertücher und Filze können nun auf Stützgeweben aufliegen oder solche Stützgewebe eingearbeitet enthalten.



   Es kann gegebenenfalls zweckmässig sein, das Klärfilter mit Anschwemmitteln, beispielsweise Kieselgur, zu betreiben.



  Insbesondere bei biologischen Kläranlagen, die unterbelastet sind, erweisen sich Anschwemmittel auf der Basis von Kieselgur als besonders vorteilhaft. Man erzielt dadurch eine bessere Reinigungsleistung. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Klärfilter mit einem Trübebehälter, dessen Ablauf durch eine Filtratkammer mit mindestens einer Filterfläche vom Trüberaum abgeschirmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass es eine mit der Filtratkammer (3a, 3b, 3c, 3d, 3e) gekoppelte Antriebseinrichtung (4) aufweist, welche mindestens einen Teil der Filtratkammer derart bewegt, dass ein periodisch wechselndes Druckgefälle zwischen Trüberaum und Filtratraum entsteht.
    II. Verwendung des Klärfilters nach Patentanspruch I in einer biologischen Kläranlage, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Filtration des von der biologischen Stufe anfallenden Abwassers dient.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Klärfilter nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtratkammer (3b, 3c, 3d) derart bewegbar ist, dass ihr Flüssigkeitsspiegel abwechselnd höher oder tiefer als der Flüssigkeitsspiegel (S) des Trübebehälters (1) liegt.
    2. Klärfilter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtratkammer (3b) ein vorzugsweise geschlossener, mindestens grösstenteils aus Filterflächen bestehender nicht deformierbarer Behälter ist, der über eine flexible Leitung (24) mit dem Ablauf (2) des Trübebehälters (1) verbunden ist und der mittels der Antriebseinrichtung (4) gegenüber dem Flüssigkeitsspiegel (S) des Trübebehälters (1) anhebbar und absenkbar ist.
    3. Klärfilter nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtratkammer (3a, 3c, 3d, 3e) derart ausgebildet ist, dass ihr Volumen mittels der Antriebseinrichtung (4) periodisch veränderbar ist.
    4. Klärfilter nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtratkammer (3d) den Ablauf (2) des Trübebehälters (1) umgebende Wandungen (5, 10) aufweist, von denen eine, vorzugsweise die dem Ablauf (2) gegenüberliegende Wandung (10), als Filterfläche ausgebildet und längs der angrenzenden, starr ausgebildeten Wandungen (5) verschiebbar gehalten und von der Antriebseinrichtung (4) hin und her verschiebbar ist.
    5. Klärfilter nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtratkammer (3a, 3c) balgartig vorzugsweise mit einer flexiblen als Filterfläche dienenden Seitenwandung (5), ausgebildet ist, die von der Antriebseinrichtung (4) blasebalgartig bewegt wird.
    6. Klärfilter nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die balgartige Filtratkammer (3a) am einen Ende (7) unterhalb des Flüssigkeitsspiegels (S) des Trübebehälters (1) fest an diesem angeordnet und am anderen Ende (10) mit der Antriebseinrichtung (4) verbunden ist.
    7. Klärfilter nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die balgartige Filtratkammer (3c) am oberen Ende (10) offen und mit diesem Ende oberhalb des Flüssigkeitsspiegels (S) des Trübebehälters (1) an diesem befestigt ist und am unteren Ende (7) mit der Antriebseinrichtung verbunden ist.
    8. Klärfilter nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtratkammer (3e) in um den Ablauf (2) gruppierte und in diesen mündende Teilkammern (29) aufgeteilt ist, die aus Filtersäcken bestehen, welche sektorartig in einem exzentrisch zum Ablauf (2) drehbar gelagerten, mittels der Antriebseinrichtung (4) angetriebenen Ringrahmen (26) angeordnet sind.
    9. Klärfilter nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtersäcke jeweils mit einer Offnung einer um den Ablauf (2) drehbaren Muffe verbunden sind, wobei die Öffnungen mit einer Öffnung des Ablaufes zusammenwirken, die vorzugsweise so liegt, dass sie jeweils mit in der Kompressionsphase befindlichen Filtersäcken zusammenwirkt.
    10. Klärfilter nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Einrichtung, vorzugsweise ein Schöpferwerk (22, 23), zum Entfernen des abfiltrierten Rückstandes aufweist.
    11. Klärfilter nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (4) ein Exzenterantrieb ist.
    12. Klärfilter nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterfläche der Filtratkammer ein Filtertuch oder vorzugsweise einen Filz aufweist, das oder der durch ein Stützgewebe verstärkt ist.
    13. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Trübebehälter (1) direkt zur Aufnahme der biologischen Stufe (11) dient.
    14. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Trübebehälter (1) zur Aufnahme der einen rotierenden Tauchtropfkörper (12) aufweisenden biologischen Stufe (11) und der Antrieb des Tauchtropfkörpers gleichzeitig als Antriebseinrichtung (4) für die Filtratkammer (3a) dienen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2377592A1 (de) * 2010-04-15 2011-10-19 Nederlandse Organisatie voor toegepast -natuurwetenschappelijk onderzoek TNO Verfahren und System zum Filtern einer Substanz mittels Pendelfilter

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