Ständermappe für Informationszwecke Die Erfindung betrifft eine Ständermappe für Infor mationszwecke mit aufklappbaren biegsteifen Deckplat ten gemäss Hauptpatent.
Im Patentanspruch des Hauptpatentes ist diese Ständermappe dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Deckplatten mit Scharnierteilen versehen und durch eine im Abstand von den Rändern der Deckplatten durch die Scharnierteile verlaufende Drehachse miteinander gelen kig verbunden sind, und dass die Scharnierteile beider Deckplatten mit Reibungsflächen versehen sind, derge stalt, dass diese Reibungsflächen nach dem Aufklappen und einer Relativverschwenkung der Deckplatten um mehr als 180 Grad miteinander in Reibungsberührung gelangen.
Die Ständermappen sind so ausgebildet, dass die beiden Deckplatten nach einem Verschwenken um mehr als 180 , insbesondere um mehr als 270 , einen Ständer mit zwei mehr oder weniger stark gegenüber einer Standebene geneigten Flächen bilden, die direkt oder indirekt als Informationsträger dienen, indem auf ihnen ,Schaublätter, Bildtafeln, umschlagbare Merkblät ter usw. aufliegen können.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine vorteilhafte Weiterbildung einer derartigen Ständermappe. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ständermappe der vor stehend genannten Art so auszubilden, dass sie insbeson dere für kleinere Formate preiswerter herstellbar ist, dass das in ihr enthaltende Informationsmaterial zwischen den Deckplatten besser geschützt ist, und dass ihr Aufbau die Vielseitigkeit ihrer Verwendungsmöglichkeiten noch ver- grössert.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss da durch gelöst, dass eine der Deckplatten kassettenförmig mit an drei Seiten aus der Plattenebene hochgezogenen Rändern ausgebildet ist, dergestalt, dass bei geschlosse ner Ständermappe die andere Deckplatte in den durch die hochgezogenen Ränder begrenzten Inneraum ein taucht. Eine oder beide Deckplatten können auf ihrer Innenseite mit Randschienen zum Einstecken von Schreib-, Haft- oder Bildtafeln, bzw. Schreibblockrück wänden versehen sein. Auf diese Weise wird die Zahl der unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten der Ständermappe weiter erhöht, und eine voll doppelwandi ge Ausgestaltung einer Deckplatte wird vermieden.
Beide Deckplatten der vorgeschlagenen Ständermap pe können gesondert hergestellt und ohne zusätzliche und gesonderte Scharnierelemente gelenkig miteinander verbunden werden. Zu diesem Zweck können die Scharnierschenkel der einen Deckplatte auf ihrer Innen seite jeweils einen einstückig angeformten Scharnierstift und jeweils einen asymmetrisch zu den Schenkelrändern einwärts davon angeordneten Rastnocken aufweisen, und die Scharnierschenkel der anderen Deckplatte sind vorteilhafterweise jeweils mit einer Ausnehmung zur Aufnahme .der Scharnierstifte der anderen Deckplatte und jeweils mit zwei einwärts davon gelegenen Ausneh- mungen für den Eingriff der Rastnocken der anderen Deckplatte versehen.
Dabei dient eine der beiden Rast- ausnehmungen zum Einrasten des Rastnockens bei geschlossener Ständermappe und die andere Rastaus- nehmung zum Einrasten des Rastnockens bei aufge klappter und in Standstellung befindlicher Ständermap pe.
Der hochgezogene Rand der einen Deckplatte weist zweckmässig an einer von der Drehachse entfernten Stelle eine Ausnehmung zum Erfassen des Randes der anderen Deckplatte bei geschlossener Ständermappe auf, wodurch das Öffnen der kassettenartigen Ständermappe erleichtert wird.
Einzelheiten über die Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, .auf der ein Ausführungsbeispiel einer vor- teilhaft weiterentwickelten Ständermappe mehr oder weniger schematisch dargestellt ist.
Im einzelnen zeigen: Fig. l eine Draufsicht auf die Ständermappe in geschlossenem Zustand; Fig. 2 einen Querschnitt durch die Ständermappe entlang der Linie II-II in geschlossenem Zustand; Fig. 3 einen Schnitt in der Ebene II-II durch die Ständermappe in aufgeklapptem Zustand; Fig. 4 .eine gegenüber den Fig. 1 bis 3 vergrösserte Teilansicht in Explosionsdarstellung einer Gelenkverbin dung zwischen den Scharnierschenkeln der beiden Deck platten; Fig. 5 einen Querschnitt durch die Ständermappe in geschlossenem Zustand entlang der Linie V-V in Fig. 1.
Die in der Zeichnung dargestellte Ständermappe besteht aus zwei weitgehend biegesteifen Deckplatten 10 und 11, von denen die eine Deckplatte auf drei Seiten aus der Plattenebene hochgezogene Ränder 101 auf weist, also die Form einer flachen Kassette hat, in deren Bereich die andere Deckplatte 11 bei geschlossener Ständermappe (Fig. 1, 2 und 5) eintaucht und dabei den versenkt angeordneten Deckel dieser Kassette bildet. Beide Deckplatten sind an den -beiden Ecken einer Seite mit über den dortigen Deckplattenrand 102 und 112 überstehenden Scharnierschenkeln 13 bzw. 14 versehen, in deren Bereich die beiden Deckplatten gelenkig mitein ander verbunden sind.
Beide Deckplatten 10 und 11 sind auf ihrere Innenseite mit Randschienen 103 bzw. 113 versehen. In die Randschienen 113 kann beispielsweise die verstärkte Rückwand eines in Figur 3 mit strichpunktierten Linien angedeuteten Schreibblocks 15 eingeschoben sein, der bei geschlossener Ständermappe in dem kassettenartigen Deckel 10 geschützt untergebracht ist.
Der hochgezogene Rand 101 der Deckplatte 10 weist an einer den Scharnierschenkeln 13 gegenüberlie genden Seite eine Einbuchtung 104 lauf (Fig. 2), die ein Erfassen des benachbarten Randes der Deckplatte 11 bei geschlossener Ständermappe zum Aufklappen der Ständermappe in ihre aus Fig. 3 ersichtliche Stand stellung erlaubt.
Die Gelenkverbindung zwischen den beiden Deck platten 10 und 11 wird durch Gelenkzapfen 131 bewirkt, von denen an jedem Scharnierschenkel 13 einer einstückig angeformt ist und der in eine entsprechende Durchgangsöffnung 141 des benachbarten Scharnier schenkels 14 der anderen Deckplatte 11 eingreift. Die Scharnierschenkel 13 der Deckplatte 10 weisen neben dem Gelenkzapfen 131 an einer einwärts davon und asymmetrisch zu den Scharnierschenkelrändern gelege nen Stelle einen ebenfalls einstückig mit dem Scharnier schenkel ausgebildeten Rastnocken 132 ,auf; der mit zwei Rastausnehmungen 142 und 143 des benachbarten Scharnierschenkels 14 der anderen Deckplatte 11 zusam menwirkt.
Diese Teile sind im einzelnen aus Fig. 4 er sichtlich. Bei geschlossener Ständermappe stehen die Rast nocken 132 gemäss Fig. 2 jeweils mit einer Rastausneh- mung 142 in Eingriff und sichern dadurch die Ständer mappe in ihrer Schliessstellung. Bei -aufgeklappter Stän dermappe sind dagegen die Rastnocken 132 mit den anderen Rastausnehmungen 143 in Eingriff und sichern dadurch die Ständermappe in ihrem aufgeklappten Zustand, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist.
Die Scharnier schenkel 13 und 14,der beiden Deckplatten 10 .und 11 sind ausreichend federnd elastisch ausgebildet, um die Gelenkverbindung zwischen den beiden getrennt herge stellten Deckplatten 10 und 11 durch Einrasten der Gelenkzapfen 131 in die Öffnungen 141 zu ermögli chen.