Transformator mit mindestens einem aktiven Teil Der Patentanspruch im Hauptpatent betrifft einen Trans formator mit mindestens einem aktiven Teil, in dem durch elektrische und magnetische Energieverluste Wärme er zeugt wird, welcher aktive Teil eine innere wärmeleitende Struktur zur Ableitung der Wärme von der Stelle ihrer Er zeugung zu einer Übertragungsfläche aufweist, und mit min destens einer Wärmeableiteinrichtung mit mindestens einem eine Orientierungsachse aufweisenden Teil, welcher Teil in mehreren Zonen entlang der genannten Achse aufgeteilt ist.
Dabei weist die Wärmeableiteinrichtung mindestens eine aus einem wärmeleitfähigen Stoff gebildete Schicht, Mittel, welche die Schicht mit der Wärmeübertragungsfläche me chanisch verbinden, sowie eine Vielzahl von Kühlrippen auf, welche Kühlrippen von der Schicht abstehen und innerhalb zumindest einer der Zonen jeweils mit der genannten Schicht wärmeleitend verbunden sind und eine Fläche auf weisen, die durch freie vordere sowie hintere Ränder und einen seitlichen im wesentlichen mit der Schicht überein stimmenden Rand begrenzt ist, wobei diese Fläche von der Übertragungsfläche absteht und im wesentlichen parallel zu der Orientierungsachse verläuft und eine Abmessung zwi schen den vorderen und hinteren Rändern in der Richtung dieser Achse hat, die geringer ist als ein Viertel der Abmes sung des von der Wärmeableiteinrichtung eingenommenen Bereiches,
gemessen ist der gleichen Richtung.
Bei solchen Transformatoren besteht noch eine uner wünschte Eigenschaft darin, dass die Kühlmitteltemperatur sich erhöht, wenn das Kühlmittel sich längs der Spulenober fläche, besonders in Kanälen, in welchen kein frisches Kühl mittel Zutritt zu den Oberflächen hat, bewegt. Der Unter schied zwischen der Eintritts- und Austrittstemperatur des Kühlmittels kann ein beträchtlicher Teil des zulässigen Tem peraturgefälles zwischen Umgebungs- und mittlerer Spulen temperatur bilden. Dieser Temperaturunterschied zwischen Eintritt und Austritt ist sehr ausgeprägt, wo drahtgewickelte Spulengebilde benutzt werden, insofern als solche Spulenge bilde keine erhebliche Wärmeleitfähigkeit in Axialrichtung zwischen den Windungen haben, da die Sperrwirkung der Drahtisolation in dieser Richtung bedeutend ist.
Es wird ferner darauf hingewiesen, dass wegen dem Ab stand für Kühlkanäle zwischen Wicklungsabschnitten bei einem üblichen Transformator normalerweise eine ungenü gende innere Kapazität vorhanden ist, um eine nicht mit schwingende Wicklung zu gewährleisten. Als eine Folge davon können starke Spannungsstösse, die zwischen Wick lungsabschnitten auftreten, Schäden verursachen, wenn Lichtblitze oder Schaltstösse auftreten.
Weiterhin ist die mechanische Festigkeit von Spulen von in üblicher Weise entworfenen Netztransformatoren als Folge der Spalte oder Kühlkanäle etwas begrenzt. Wenn ein Kurzschluss auftritt, können die Wicklungsleiter äusserst grosse magnetische Kräfte erleiden, welche bestrebt sind, die mechanisch unabgestützten Teile der Leiter zu verbie gen. Aus diesem Grund können Leiter mit befriedigender Leitfähigkeit, wie Aluminium, bei der Konstruktion von gros sen Transformatoren wegen ihrer niedrigen mechanischen Leistungsfähigkeit oft nicht benutzt werden.
In der vorliegenden zusätzlichen Erfindung sollen Wär- meableitschichten wie im Hauptpatent beschrieben, benutzt werden, um erheblich verbesserte Netztransformatoren zu erhalten, die sich allgemein durch eine wesentliche Ersparnis an Gewicht und Kosten zusammen mit Verbesserungen des Aufbaus und der elektrischen Eigenschaften auszeichnen. So sollen die Spalte zwischen Kern und Spulengebilde und zwi schen Spulengebildeabschnitten zur Erzeugung von Kühlka nälen vermieden werden, welche Spalte erhöhte Abmessun gen für eine bestimmte Transformatorengrösse und daher erhöhten Leistungsverlust bedingen.
Ferner soll vermieden werden, dass durch die Spalte sich ergebende unabgestützte Teile des Spulengebildes erhalten werden, welche Teile in folge durch Kurzschlüsse auftretende starke magnetische Kräfte leicht beschädigt werden können. Auch die durch die Spalte bewirkten schädlichen Einflüsse der elektrischen Eigenschaften, durch die Schäden durch starke Spannungs- stösse zwischen Spulenschichten auftreten können, sollen vermieden werden. Durch die Wärmeableitkörper soll ein fe ster Transformatoraufbau erhalten werden, bei welchem die erwähnten Spalte im wesentlichen beseitigt sind.
In der nachfolgenden Beschreibung sind verschiedene Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes beschrie ben, die in den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht sind. Fig. 1 ist ein Schnitt eines Teiles eines Spulengebildes mit Wärmeableitmitteln; Fig. 2 ist eine Draufsicht auf einen Einphasentransforma tor; Fig. 3 ist eine Draufsicht auf einen Dreiphasentransfor mator; Fig. 4 ist eine Draufsicht auf einen Einphasentransforma tor mit einem Stossfugen-Mantelkern; Fig. 5 ist ein Schnitt, der einen Transformator mit einem Kern veranschaulicht, welcher eine aus einem Abschnitt be stehende Niederspannungswicklung und eine aus zwei Ab schnitten bestehende Hochspannungswicklung aufweist und mit einer Temperaturausgleich-Wärmeableitanordnung aus-.
gerüstet ist; Fig. 6 ist eine Schnittdarstellung einer abgeschlossenen, durch Konvektion gekühlten Ausführungsform; Fig. 7 ist eine Stirnansicht, welche eine alternative Rip penanordnung veranschaulicht, die bei der Ausführungsform des geschlossenen Transformators nach Fig. 6 und Fig. 17 benutzt wird; .
Fig. 8 ist eine schematische Darstellung, die ein Fabrika tionsverfahren für das Wickeln eines Spulenabschnittes ver anschaulicht; Fig. 9 ist eine schematische Darstellung, die zeigt, wie ein lamellierter Kern aufgebaut werden kann; Fig. 10 ist eine Schnittdarstellung, welche weiter veran schaulicht, wie ein lamellierter Kern aufgebaut werden kann; Fig. 11-13 sind schematische Darstellungen, welche die Beziehung zwischen Kernquerschnittsbereich und mittlere Windungslänge verschiedener Kerngestaltungen angeben; Fig. 14 ist eine Draufsicht einer Transformatorspule mit einer alternativen Kerngestaltung um die Anpassung von Wärmeleitkörper über längere Teile des Kernumfanges zu gestatten;
Fig. 15 ist eine Vorderansicht des Kerns der Fig. 14 und veranschaulicht die Art, auf welche ein Kern abgeändert werden kann, um zu ermöglichen, eine grössere Anzahl von Wärmeableitschichten in dem Fensterbereich unterzubringen; Fig. 16 veranschaulicht eine Art der Konstruktion eines Ausgleichs-Zwischenschicht-Kernes; Fig. 17 ist eine Schnittdarstellung, welche einen Trans formator veranschaulicht, der einen Kern benutzt, der ge- mäss Fig. 16 konstruiert ist und Wärmeableitkörper zwi schen Spulengebilden aufweist; Fig. 18 ist eine schematische Zeichnung, die einen alter nativen Kern veranschaulicht; Fig. 19 zeigt einen Wärmeableitkörper, der in Verbin dung mit scheibenförmigen Spulen benutzt wird;
Fig. 20 ist eine Seitenansicht, welche die Art zeigt, auf welche die Wärmeableitkörper der Fig. 19 zwischen den Scheibenspulenabschnitten der Fig. 19 enthalten sind; Fig. 21 veranschaulicht eine zu der in Fig. 20 gezeigten alternative Anordnung; Fig. 22 veranschaulicht eine Gestaltung der Kanäle, die für Temperaturausgleich mit scheibenförmigen Spulen be nutzt werden; Fig. 23 ist eine perspektivische, teilweise weggebrochene Ansicht, die eine zweckmässige Leiteranordnung für folienar tige Spulen veranschaulicht, die mit Wärmeableitkörpern ausgerüstet sind;
Fig. 24 ist eine Draufsicht, welche die Art zeigt, auf wel che eine Sternschaltung in einem mit Wärmeableitkörpern gekühlten Dreiphasentransformator verwirklicht werden kann, wenn die Leiter breit sind, und Fig. 25 ist eine Draufsicht, welche zeigt, wie eine Drei eckschaltung bei einem dreieckgeschalteten Dreiphasen- Transformator mit Wärmeableitkörpern verwirklicht wer den kann, wenn breite Leiter verwendet werden. Fig. 1 veranschaulicht einen Schnitt eines Spulenauf baues ohne Luftspalten zwischen den Spulenabschnitten, um so Energieverluste, Abmessungen und Materialkosten herab zusetzen. Der Wegfall der Luftspalte, welche normalerweise als Kühlkanäle wirken, erfordert jedoch den Einbau von an deren Wärmeableiteinrichtungen. Der Spulenaufbau der Fig.
1 bildet ein mehrschichtiges, gewickeltes Gebilde, bei wel chem ein Isolierband 101 um den Schenkel eines Kerns (nicht gezeigt) gewickelt ist, wobei die erste Draht-Wickel lage 102 um das Band 101 gewickelt ist. Eine Isolierschicht 103.1 ist um die Wickelschicht 102 gewunden. Wie gezeigt, ist eine erste Wärmeableitschicht 104 auf die Schicht 103.1 aufgebracht, und eine zweite Schicht 105 ist auf die Schicht 104 aufgebracht. Jede der Schichten 104 und 105 endigt in Rippen, die sich über die Spulenaufbauabmessung hinaus er strecken. Während dem Aufwickeln erstrecken sich die Rip pen vorteilhaft in der in Fig. 1 in gestrichelten Linien bei 104.1 und 105,1 gezeigten Richtung. Nach Beendigung des Aufwickelns werden die Rippen in die Stellungen 104.2 und 105.2 abgebogen.
Eine normale Isolierschicht 103.2 wird um die Wärmea- bleitschicht 105 gewunden, worauf eine zweite Wicklungs schicht 106 folgt. Eine andere Isolierschicht wird um die Wicklungsschicht 106 gewunden, worauf Wärmeableitschich- ten 109 und 110 folgen. Zusätzliche Wicklungsschichten 107, 108, Isolierschichten und Wärmeableitschichten 111, 112 werden in passender Aufeinanderfolge aufgebracht.
Die Wärmeableitschichten werden vorteilhaft aus ver- hältnismässig dicken Blechen von annähernd 1 mm Dicke aus einem gut wärmeleitenden, nicht magnetischen Material, wie Aluminium, gebildet. Es ist natürlich erwünscht, einen maximalen Betrag vom Wärmeableitschichtbereich in den Spulenaufbau einzubringen und somit umgeben, wie in Fig. 2 gezeigt ist, die Wärmeableitschichten den Spulenaufbau vor teilhaft längs seiner ganzen freien Oberfläche (ausserhalb des Kernfensterbereichs). In dem Fall eines Dreiphasentrans formators kann es, wie in Fig. 3 gezeigt ist, notwendig sein, die Wärmeableitschichten auf die freien Endteile jedes Spu lengebildes zu begrenzen.
Ohne Rücksicht auf die Grösse des Spulenaufbauumfan ges, welcher benutzt werden kann, um eine Wärmeableit- schicht zu enthalten, werden in jedem Fall nach Beendigung des Wickelvorganges und Wegnahme der Spule von der Wickelmaschine die kontinuierlichen Streifen, z. B. 105.3, der die äusseren Enden der Rippen verbindenden Wärmeableit- schicht zerschnitten, so dass Gruppen von Rippen erzeugt werden, die z. B. von 3 bis 20 Rippen enthalten. Eine gerin gere Anzahl von Rippen ist in einer Gruppe enthalten, bei welcher der Krümmungsradius der Wärmeableitschichten kleiner ist.
Gleichzeitig mit dem Zerschneiden der Rippen in Gruppen, werden die Gruppen der ungebogenen Rippen 104.1, 105.1, 110.1 (Fig. 1) wie gezeigt, in annähernd horizon tale Stellung 104.2, 105.2, 109.2, 110.2, 111.2, 112.2 gebogen. Die Rippen erstrecken sich über den Spulenaufbau hinaus; und breiten sich aus, z. B. abwechselnd als Gruppen 104.2 und 111.2, wie in Fig. 2 und 3 gezeigt ist, so dass die maxi male Grösse der Wärmeübertragung auf ein durchströmen des Kühlmittel gewährleistet ist, und so, dass die Rippen der Kühlmittelströmung einen minimalen Widerstand darbieten.
Es ist wohl zu beachten, dass der Spulenaufbau der Fig. 1 ohne den Einschluss irgend eines Luftspalts oder Kühlka nals gebildet ist. Somit bildet der Spulenaufbau ein solides, festes Aggregat, das bedeutend mehr mechanische Festig keit hat als üblich Spulenbauarten mit Kühlkanälen. Es ist auch zu beachten, dass, wie nachfolgend wieder erwähnt wird, als Folge der Weglassung von inneren Kühlkanälen die mittlere Windungslänge der Wicklungen herabgesetzt ist, um so sowohl die Materialkosten des Spulenaufbaus als auch die Energieverluste innerhalb des Spulenaufbaus zu verringern.
Es wird nun auf Fig. 4 verwiesen, welche einen Einpha sentransformator mit Stossfugen-Mantelkern 113 veranschau licht, welcher im Querschnitt mehrfache Abstufungen be sitzt, um das runde Spulengebilde 114 auszufüllen. Die rip- penförmigen Wärmeableitkörper 115.1 und 115.2 verbreitern sich über den Hauptteil des Umfanges des Spulengebildes und setzen die Temperatur der heissesten Stelle 114.1 und 114.2 bis nahe der mittleren Temperatur der Wicklung herab, wie sie auf Grund der Widerstandsänderung ihres Lei ters messbar ist. Träger 116 sind mit einer beweglichen Druckplatte<B>116.2</B> ausgerüstet, um einen Druck auf die an- einanderstossenden Schenkel- und Jochteile des Kerngebil des auszuüben.
Es wird nun auf Fig. 5 verwiesen, welche ein Spulenge bilde veranschaulicht, das eine Niederspannungswicklung mit hohem Strom, welche aus einem folienartigen Leiter in einem Abschnitt gewickelt ist, und eine Hochspannungswick lung mit niedrigem Strom hat, die in zwei Abschnitten ge wickelt ist, beide Wicklungen sind mit Temperatur-Aus gleichs-Wärmeableitanordnungen ausgerüstet, die nachfol gend näher besprochen werden.
In Fig. 5 ist eine erste Isolierschicht 117 um die Kern struktur (nicht gezeigt) gewunden. Eine sich über die ganze Breite erstreckende Folienschicht 118 ist um die Isolier schicht 117 gewunden. Ähnliche wie die in Verbindung mit Fig. 1 beschriebenen Wärmeableitschichten 119 werden dann während der Fabrikation in das Spulengebilde benach bart der Folienlage, aber von dieser isoliert eingebracht. Der Anfangsfolienleiter 118.1 ist in Fig. 5 so gezeigt, dass er von dem Spulengebilde unter den Wärmeableitrippen 119.1 ver läuft. Der Endfolienleiter 118.2 ist so veranschaulicht, dass er von dem Spulengebilde im Fensterbereich ausgeht.
Die zwei Spulenabschnitte 121 und 122 der Hochspan nungswicklung sind mit verhältnismässig kurzen axialen Ab messungen und mit gegen die oberste Schicht abgestuften Schichtlängen gewickelt. Die Verbindung der zwei Ab schnitte bildet die erste Schicht der Hochspannungswick lung, wie in Fig. 5 veranschaulicht ist, und diese bildet den Anfang beider in entgegengesetzter Richtung gewickelter Abschnitte. Somit befinden sich beide Endleiter 123 und 124 der zwei Hochspannungswicklungen auf der kürzesten ober sten Schicht zusammen mit zwei Anzapfungen 125. Diese Anordnung erleichtert die Isolation der an diese Klemmen und Anzapfungen angeschlossenen Hochspannungsleiter.
Die Wärmeableitanordnung der Fig. 5 benutzt das Tem peraturausgleichs-Kühlprinzip. Insbesondere bei Konvek tionskühlung mit einer verhältnismässig begrenzten Menge von Kühlmittel, das längs der Kühlflächen verläuft, wie sie in Fig. 5 durch Rippen 119.1 und 119.2 für die Niederspan nungswicklung und Rippen 126.1 und 126.2 für den Hoch spannungsabschnitt 121 und Rippen 127.1 und 127.2 für den Hochspannungsabschnitt 122 vorgesehen sind, werden die oberen Rippenflächen 119.2, 127.1 und 127.2 mit Kühlmittel gekühlt, das durch die unteren Ableitflächen 119.1 und 126.1 und 126.2 bereits vorgewärmt ist.
Unter Beachtung dieser Vorerwärmung und um gleichförmige Temperaturen für beide oberen und unteren Abschnitte des Spulengebildes zu erreichen, ist ein grösserer Betrag von Wärmeableitflächen- bereich für die Oberseite des Spulengebildes vorhanden, um die Vorerwärmung des Kühlmittels infolge Berührung mit den Rippenflächen auf der Unterseite des Spulengebildes zu kompensieren. Das heisst, dass zur Gewährleistung ausgegli chener Temperaturen in Fig. 5 zwei Reihen von oberen Ab- leitrippen 119.2 benutzt werden, während nur eine Reihe von unteren Ableitrippen 119.1 für die Kühlung der Nieder spannungswicklung benutzt wird.
In gleicher Weise sind für den oberen Hochspannungsabschnitt 122 Ableitrippen 127.1 und 127.2 aus je zwei Reihen von Rippen vorgesehen, wäh rend der untere Abschnitt 121 Ableitkörper 126.1 und 126.2 verwendet, die jeder aus einer Reihe Rippen bestehen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die sich über die ganze Breite erstreckende Folienwindung der Niederspannungs wicklung auch ein Ausgleich der ungleichförmigen Tempera turen in der Spule bewirkt. Das heisst die Folie, welche eine Brücke für die Wärmeübertragung in einer Axialrichtung bil det, verhindert das Auftreten von erheblichen inneren heis- sen Stellen. In drahtgewickelten Spulen entsteht die heisse- ste Stelle etwa über der horizontalen Mittelebene, weil die axiale Wärmeübertragung durch den verhältnismässig klei nen Querschnittsbereich des in die drahtgewickelte Spule eingebetteten Wärmeableitkörpers begrenzt ist.
In Hochspannungsspulen, wie den Abschnitten 121 und 122 der Fig. 5, kann jedes Wärmeableitblech vorteilhaft mit der Anschlusswindung zwischen den umgebenden zwei Schichten, als ein Überspannungsschutz verbunden werden. Diese Verbindung erhöht die innere Kapazität zwischen den Wicklungslagen, so dass ein Spannungsstoss leicht durch die Wicklung hindurchgeht, ohne ein zu hohes Spannungsgefälle oder eine Schwingung zu erzeugen. Bei dieser Anordnung sollte ein Sicherheitsabstand 128 zwischen an verschiedene Spannungen in der Wicklung angeschlossenen Rippenreihen aufrecht erhalten werden, was durch Benutzung eines kammartigen Isolierkörpers 129 erreicht werden kann, der an die Enden der Rippenreihen befestigt ist.
Dieser sollte vorteilhaft auch an den Rippenreihen<B>119.1</B> und 119.2 der Niederspannungswicklung benutzt werden, wo alle Ableit- körper 119.1 und 119.2 miteinander mit der neutralen oder anderen Klemme des Niederspannungssystems verbunden werden können. Die Rolle des kammartigen Körpers 129.2 besteht darin, die Rippen von ihren benachbarten Hoch spannungsrippen entfernt zu halten durch Aufrechterhaltung des nötigen Luftspaltes 130 zwischen den Rippenreihen der Hoch-, bzw. Niederspannungswicklungen.
Es wird darauf hingewiesen, dass eine über die ganze Breite bandgewickelte Niederspannungswicklung kombiniert mit einer etwas kürzeren drahtgewickelten Hochspannungs wicklung starken Kurzschlussströmen ohne Schaden wider stehen kann, sogar wenn sie aus Aluminiumleiter gebaut sind, die normalerweise schlechtere mechanische Eigenschaf ten haben. Wie früher erwähnt, ist der Grund, weshalb star ken Kurzschlussströmen ohne Schaden widerstanden wer den kann, der, dass durch das Fehlen von Kühlkanälen im Spulengebilde das ganze Spulengebilde fest ist und kein un- abgestützter Teil belassen wird, welcher dem Biegen ausge setzt wäre.
Die Streckkraft, welche in dem bandgewickelten Niederspannungsteil des Spulengebildes der Fig. 5 auftritt, ist ganz innerhalb der mechanischen Leistungsfähigkeit der Bandwicklung. Der in der drahtgewickelten Spule erzeugten Druckkraft kann wegen dem soliden Aufbau der Spule, wel cher ein Biegen verhindert, leicht widerstanden werden.
Fig. 6 veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungs form eines mit einem geschlossenen Gehäuse versehenen, durch Konvektion gekühlten Transformators, der ein Paar Spulengebilde benutzt, wie sie in Fig. 17 gezeigt sind. Es ist nur ein Spulengebilde 131.1 ersichtlich, das am Kern 131.2 der Fig. 6 angeordnet ist. Das sichtbare Spulengebilde weist vertikale Wärmeableitschichten auf, die zwischen Wickel schichten eingesetzt sind und horizontal gerichtete Rippen 132 aufweisen, welche über das Spulengebilde vorstehen.
Der Transformator der Fig. 6 benutzt ein vertikales Wärme- ableitblech 133, das zwischen die Spulengebilde auf eine Weise eingesetzt wird, wie es besser in Fig. 17 dargestellt ist. Wie es ferner in Fig. 6 gezeigt ist, sind Wärmeableitkör- per 134 der in Verbindung mit Fig. 1 früher beschriebenen Art an den benachbarten Innen- und Aussenwänden des Ge häuses 135 in Form von einwärts, bzw. auswärts sich erstrek- kenden Rippen 134.1, 134.2 befestigt.
Die Trennwand 136 trennt den Transformator von der Gehäusewand und legt einen Konvektionsströmungsweg für das Kühlmedium fest. Der beim Betrieb des Transformators der Fig. 6 auftretende Kühlvorgang weist einen inneren und einen äusseren Kreis lauf auf. Der innere Kreislauf ist eine geschlossene Schleife. D. h., wenn sich der Transformator erwärmt, beginnt Kühl mittel längs der Pfeile 137 zu zirkulieren, verläuft längs der Ableitkörper 132,133 und erwärmt sich, während es Wärme entzieht. Der Strömungsweg geht weiter durch den Ableit- körper 134.1, wo der Wärmegehalt auf die äusseren Wärme- ableitkörper 134.2 durch die Wand 135 übertragen wird.
Das Kühlmittel kehrt hinter der Trennwand 136 längs der Pfeile 137.1 zum Transformator zurück. Der äussere Kühlkreislauf ist offen und ist durch die Strömung von Umgebungsluft durch die Ableitkörper 134.2 bestimmt, um den Wärmeinhalt daraus zu entziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass der vertikale Wärmeableitkörper 133 der Fig. 6 in gleicher Weise wie die Ableitkörper (z. B. 132, 134.1 usw.) ausgebildet sein kann, die im Innern des Spulengebildes benutzt werden, ausgenommen, dass der zwischen Spulengebilden benutzte Ableitkörper 133 vorteilhaft weniger Verwindung an den Rippen hat, um einen Winkel von annähernd 45 zur Vertika len darzubieten.
Eine noch weitere Rippenanordnung ist in Fig. 7 veranschaulicht, in welcher das vertikale Ableitblech auf seiner Aussenseite durch ein passendes Abscherwerk- zeug in vertikale Streifen 133.1 und 133.2 aufgetrennt ist.
Wie schon erwähnt, werden Netztransformatoren vor teilhaft mit innen verlaufenden Wärmeableitkörpern und ohne innere Kühlkanäle gebaut. Die erhaltene feste Struktur ergibt an sich eine wesentliche Verbesserung der Wärmeei genschaften des Transformators. Es ist bekannt, dass Netz transformatoren oft einer stark veränderlichen Belastung ausgesetzt sind, welche eine Spitze hat, die jeden Tag meh rere Stunden dauert. Die meisten Transformatoren arbeiten meistens am Tag mit einem Bruchteil der Spitzenbelastung, so dass die Temperatur des Spulengebildes und Kerns weit unter ihren Grenzwerten gehalten wird. Wenn die Spitzenbe lastung auftritt, beginnt die Temperatur des Spulengebildes entsprechend dessen thermischen Zeitkonstanten anzustei gen.
Der Wert der Zeitkonstanten ist im wesentlichen pro portional zu der in den Wärmevorgang verwickelten Masse und im wesentlichen in umgekehrtem Verhältnis zu der spe zifischen Wärmeübertragung der aufzuwärmenden Masse. Daher haben Spulengebilde, die mit Kanälen zwischen den Spulenteilen und dem Kern gebaut sind, sehr kurze Zeitkon stanten, weil sie kleine Masse und grossen spezifischen Wärmeübergang haben. Die Temperatur des Spulengebildes bei üblichen Transformatoren folgt daher den Belastungsän derungen sehr schnell. Wenn somit die Spulengebilde bei üb lichen Transformatoren plötzlichen Überlastungen ausge setzt werden, sind sie geneigt, zu verbrennen.
Wenn das feste kanallose Spulengebilde so gebaut ist, dass es dicht auf den Kern passt, mit vernachlässigbarer Luftspalte dazwischen, die mit Imprägnierlack gefüllt wer den können, wird die Temperaturänderung des Spulengebil des bei gleicher Überlastung bedeutend langsamer als bei üb lichen Spulengebilden. Das mit Wärmeableitkörpern ge kühlte, feste Spulengebilde führt selbst dazu, sich thermisch mit dem Kern zu vereinigen, besonders wenn eine rechtek- kige Spulenform benutzt wird. In diesem Fall kann das Spu lengebilde in gute wärmeleitende Beziehung zu dem Kern gebracht werden, indem die Schnittflächen der Kernlamel len nahe an die Spule gebracht werden. Der Kern hat viel grössere Wärmeleitfähigkeit parallel zu den Lamellen als senkrecht dazu.
Wenn folglich das Spulengebilde den Kern an den Schnittflächen berührt, vereinigen sich der Kern und das Spulengebilde thermisch so, dass, wenn das Spulenge bilde anfängt, sich zu erwärmen, dessen Wärmeinhalt in den Kern entweicht, welcher eine spezifische Wärmespeicherka pazität hat, die vier bis sechs mal derjenigen des Spulenge bildes ist.
Um ein thermisch vereinigtes Kern- und Spulengebilde zu erhalten, sollte die Spule mit genauer Abmessung auf ihrer Innenfläche gewickelt werden. Fig. 8 zeigt eine einfa che Annäherung, um die erforderliche Genauigkeit zu errei chen. Zwei Backen, deren Breite gleich einem der Kern stahlbleche ist, sind in ein normales Drehbankfutter einge spannt, das auf der Spindel der Wickelmaschine befestigt ist. Beide Backen sind mittels einer Schraube einstellbar. Die Backen besitzen abgerundete Ecken und können mit einem flachen Stützglied 139 auf den Seitenbereichen des Spulen gebildes verlängert sein. Bei Beginn des Spulvorganges sollte der Abstand zwischen den äusseren Stirnflächen 140.1 und 140.2 der Backen etwas unter der vorgesehenen Stapel höhe des Kerns eingestellt werden.
Nach Aufbringen der notwendigen inneren Isolierlagen kann die erste Lage 141 der Wicklung aufgewunden werden. Dann sollten die Bak- ken 138.1 und 138.2 gemäss den Pfeilen 138.3, 138.4 auseinan- dergestossen werden, um die korrekte Stapelhöhe zu erhal ten, wobei die erste Lage gestreckt wird. Der Rest der Wick lung sollte mit angemessener Spannung gewickelt werden, um auch auf den Seiten ein dichtes Gebilde zu gewährleisten.
Spulen, welche mit einer Innenöffnung gleich den Aus senabmessungen des Kerns gewickelt sind, können nicht über die Schenkel eines zusammengebauten Kerns in der üb lichen Weise aufgeschoben werden; daher werden neue Ver fahren benötigt, um die thermisch vereinigten Kern und Spule zusammenzubauen. Fig. 9 veranschaulicht ein Verfah ren, das schnell und billig ist. In die horizontal liegende Spule 142 werden nach Einführen des schmaleren Stapels 143 übliche kleinere Stapel 144.1 des Schenkels 144 in einer etwas geneigten Lage eingesetzt, bis die Öffnung mit dem Hauptstapel 144 bis dicht an die Grenzlinie 144.2 gefüllt ist. Die letzten Bleche des Hauptstapels können eingesetzt wer den, indem sie um einen Zapfen passender Grösse gebogen werden, der in der Mitte in Axialrichtung eingebracht ist.
Das letzt längs dem Pfeil 146.2 als Keil (Fig. 10) einzupres sende Blech ist die untere Hälfte 146.1 des oberen schmale ren Stapels 146, welchem mehrere zusätzliche Bleche hinzu gefügt werden können, um die erforderliche Dichte zu errei chen.
Durch Vermeiden der üblicherweise in Netztransforma toren vorhandenen Luftspalte zwischen Kern und Spulen kann eine Reduktion der mittleren Windungslänge erreicht werden, was eine Herabsetzung des Kupfergewichtes ermög licht. Eine weitere Herabsetzung kann durch Benutzung der optimalen Abmessungsverhältnisse der rechteckigen Kern querschnitte erreicht werden.
Bei Kernen, die aus Streifen mit zwei verschiedenen Breiten WLI und WL2 und einer Ab stufung an ihren Ecken aufgebaut sind, wie in Fig. 11 gezeigt ist, wird ein Minimum der Umfangslänge um den Kern erhal ten, wenn die Grösse der Abstufung ungefähr Y@o der Abmes sung WL, der breiteren Kernbreite ist, wobei angenommen ist, dass die Radien R an den Ecken gleich den Abstufungen sind. Die Breite WL2 des schmaleren Kernbleches ist in die sem Fall gleich 0,8 Wut. Die Länge des Umfanges ist 97,7% im Vergleich zu einem Rechteckkern von gleichem Quer schnittsbereich.
Bei Benutzung von drei verschiedenen Streifenbreiten und zwei Abstufungen im Kernschenkel, wie in Fig. 12, ist der optimale Radius R an der Ecke gleich 0,215 WLI, was eine Reduktion der Lange des Umfanges auf 95,25% im Ver gleich zu dem des Rechteckkerns zur Folge hat. Die Strei- fenbreiten für dieses Muster sind: WL2 = 0,874 WL1, WL3 = 0,57 WL,; dies bedeutet auch die Reduktion des Wärmeüber tragungsbereiches zwischen Kern und Spule auf 71% im Vergleich zu einem Kern mit einer Abstufung.
Bei Benutzung von vier verschiedenen Streifenbreiten, wie in Fig. 13 gezeigt ist, ist WL4 = 0,45 WL1 mit einer ver gleichbaren Reduktion der Wärmeübertragung. Der Umfang ist 93,8% desjenigen des Rechteckkerns mit dem gleichen Bereich mit einem Eckenradius von 0,275 WL,. Wenn der kleine Gewinn an Kupfergewichtsreduktion im Vergleich zu der Unannehmlichkeit der vielen verschiedenen Streifenbrei ten und der herabgesetzten Wärmeübertragung betrachtet wird, ist. es wahrscheinlich, dass bei den meisten Anwendun gen die Erhöhung der Anzahl Abstufungen der Kernbleche über zwei nicht gerechtfertigt ist. (Der kleinste Umfang ist 88,6% mit rundem Querschnitt).
Bei grösseren Dreiphasentransformatoren ergibt sich die Notwendigkeit, innere Wärmeableitkörper auf längeren Tei len des Umfanges der Spulen anzupassen. Diese Ausdeh nung des Wärmeableitbereiches kann erreicht werden, indem der Kernschenkelquerschnitt mit schmaleren Stapeln an beiden Endbereichen des Schenkels versehen wird, wie in Fig. 14 und 15 gezeigt ist. Der Hauptteil des Kerns 147 ist aus Streifen aufgebaut, die die Breite A haben und ist er gänzt mit Verlängerungsstapeln 148, 149 und 150 an beiden Enden mit Streifenbreiten B, C und D, wie in dem unteren Teil der Fig. 14 gezeigt ist.
Um die zu dem verlängerten Kern passende Spule zu wickeln, können Backen 151 mit Backen 152 und 153 (wie im oberen Teil der Fig. 14 gezeigt ist) auf dem gleichen, in Verbindung mit Fig. 8 beschriebe nen Drehbank-Spannfutter angebracht werden. Wärmeableit- schichten 154,155 und 156 können über die Spule in dem Fensterbereich angepasst werden, indem die schmaleren Jochblechstapel 148.1, 149.1 und 150.1 vom Fenster weg in Ausrichtung mit der äusseren Ober- oder Unterseite des Kerns gebracht werden, wie in Fig. 15 gezeigt ist. Wenn es nötig ist, kann der Stapel 148.1 sogar weiter verschoben werden, um mehr Spielraum in dem Fensterbereich für Ab- leitrippen vorzusehen.
Die Verschiebung des Stapels 148.1 erfordert natürlich eine entsprechende Verlängerung der Länge des Stapels 148 in dem Schenkel, bis der Wärmeab- leitkörper 154 den notwendigen Spielraum b' von dem Sta pel 148.1 im Fensterbereich hat, um die notwendige Zirkula tion des Kühlmittels zu erhalten.
Kerngebilde, die so gebaut sind, dass sie dicht in genau gewickelte Spulen passen, wie sie in Verbindung mit den Fig. 8, 9 und 10 beschrieben sind, eignen sich nicht für das übliche Zwischenschicht-Kernlamellierverfahren, das ab wechselnd die gleichen Schablonen benutzt, wie in Fig. 18 gezeigt ist. Ferner können wirtschaftliche und technische Vorteile durch Benutzung von Stossfugen-, oder Ausgleichs Stossfugen-Schichtkernen erreicht werden. Fig. 16, Teil A veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform. Zwi schen zwei Schenkelstapeln 157 von ganzer Breite sind zwei kurze Jochstapel 158 mit Stossfugen angeordnet. Schmalere Schenkelstapel 159 sind mit entsprechend bemessenen schmaleren Jochstapeln 160 verbunden.
Der Kern kann voll ständig mit Stossfugen gebaut sein, indem er am zweckmäs- sigsten mit horizontal liegenden Schenkeln zusammengebaut wird, wie es in Fig. 9 und 10 gezeigt ist. Nach Beendigung des Zusammenbaus ist das beste Verfahren zur Beseitigung der Spalte in den Stossfugen das Aggregat zu drehen, so dass die Schenkel horizontal, das Joch jedoch vertikal liegt, dann den Kern auf den höchsten Fluss zu erregen, dann die magnetischen Kräfte zu veranlassen, die Luftspalte durch Lösen der Träger und. Ausüben von mechanischen Schlägen mittels Hammer oder Vibrator zu schliessen. Wenn der Er regerstrom sein Minimum erreicht, zeigt dies an, dass die Luftspalte schon geschlossen ist und die Träger festge schraubt werden können.
Um die Schenkel in dieser Stel lung zu sichern, können Löcher 161 durch die Träger in den Kern gebohrt und dicht passende Stifte in die Löcher einge trieben werden. Eine andere Art, die Schenkel in Stellung zu sichern, besteht darin, die Träger mit beweglichen Druck platten 116.1 und festen Platten 116.2 zu versehen, wie es in Verbindung mit Fig. 4 beschrieben ist.
Eine andere Art, um die Schenkel an Ort und Stelle zu halten, besteht darin, Blechformen A mit Formen B in Fig. 16 zu schichten. Das Ineinanderschichten kann unsymme trisch sein, z. B. nach Anbringen von gleichförmigen Stapeln von 1,5 bis 2 cm der Form A, alle rund herum, können ein zelne Bleche oder mehrere Bleche gemäss Form B aufge bracht werden, usw. Gemäss einer anderen Ausführungsart können gleich grosse Stapel von Stossfugen-Kernteilen ab wechselnd von Form A und B wiederholt aufgebracht wer den.
Die letztere Ausführungsart ergibt einen besonderen Vorteil: Wenn im losen Kern Fluss erregt wird, können die Schenkelblechstapel 157 von der Form A sich nicht näher gegeneinander bewegen, da die Jochblechstapel 158 sie ent fernt halten. Ineinandergeschichtete abwechselnde Schenkel blechstapel 162 von der Form B können und werden sich unter dem Einfluss von magnetischen Kräften horizontal ge geneinander bewegen, wie in Fig. 17 gezeigt ist. Diese Bewe gung ist durch den Spielraum in der Öffnung der Spulen 163 begrenzt, was eine Lage zur Folge hat, bei welcher Schen kelblechstapel 157 von der Form A gegen die Aussenseiten der Spulen 163 gedrückt werden, während die Glieder 162 der Form B gegen die Fensterseiten der Spulen 163 ge drückt werden, wie die Pfeile andeuten.
Die gleiche Bewe gungsfreiheit besteht in vertikaler Richtung für die Joch- blechteile 158 und 160 der Form A; diese Teile der Jochble- che sind bestrebt, sich in den Fensterbereich zu bewegen und die Spule sowohl von oben als unten fest zu erfassen. Dieses Phänomen behebt selbsttätig irgend eine lose Berüh rung zwischen Spulen und Kern ohne dass Keile einge drückt werden müssen; die Dichtheit des Aggregates hat eine Dämpfungswirkung auf die durch den Fluss in dem Kern erzeugten magnetischen Vibrationen.
Wenn in einer vertikalen Ebene liegende Wärmeableit- körper 164 zwischen Spulen 163 benutzt werden (auch in Fig. 6 als Ableitkörper 133 benutzt und im einzelnen in Fig. 7 gezeigt), ist es notwendig, die Spulen zusammenzupressen, um einen guten Wärmeübergangsweg gegen den flachen Teil der Spulen 163 zu gewährleisten. Wenn die in üblicher Weise zugeschnittenen, in Fig. 18 gezeigten Kernformen 165.1, 165.2 abwechselnd in verhältnismässig grossen Stapeln gestapelt werden (z.
B. zuerst 1,5 bis 2 cm Stapel der Form A der Fig. 18, dann Stapeln von gleicher Grösse der Form B usw., alle mit Stossfugen innerhalb der Stapel) kann der Kern sich selbst gegen das Fenster 166 aus allen vier Rich tungen verdichten, wenn der lose gestapelte Kern 165.1, 165.2 nach Anlegen der nötigen Spannung an die Klemmen der Spulen den ganzen Fluss empfängt. Beide Teile A und B des Kerns haben die Freiheit, unter dem Einfluss des Flusses in den durch Pfeile angegebenen Richtungen zu gleiten, und ziehen dabei beide Fensterabmessungen zusammen bis die Spulen stark unter -Druck stehen, einschliesslich der Ableit- körper 164 zwischen ihnen.
Diese Lage kann aufrechterhal ten werden, indem die Kernbolzen zwischen den Trägern einfach festgeschraubt werden, während der Fluss noch ein geschaltet ist.
Fig. 19, 20 und 21 veranschaulichen eine Scheiben- oder Flachwicklung, die in grösseren Netztransformatoren be nutzt wird und mit einer Wärmeableiterkörper-Ausführungs- form ausgerüstet ist. Über einem festen Isolierrohr 168 sind die Windungen 169 einer Scheibenwicklung angeordnet. Zwischen zwei benachbarte Scheiben wird ein vorfabrizier ter Streifen eines Wärmeableitkörpers 170 gewickelt. Zwei Ausführungen sind dargestellt: Die erste ist in Fig. 19 und Fig. 20, die zweite in Fig. 19 und Fig. 21 gezeigt.
Beide Ausführungen des Ableitstreifens 170 sind in einer Stufenform vorfabriziert, in welcher ein kontinuierlicher Streifen 171 auf der Aussenseite aufgebogen wird, ein zulau fender schmaler Teil 172 des Aluminiumbleches ausgestanzt wird und Rippen 173 abgeschert und verwunden werden. Die keilförmigen Elemente des Ableitstreifens der zweiten Ausführung in Fig. 21 haben eine Doppelbiegung 174 zwi schen ihrem flachen Teil 175 und ihren Rippen 173. Beide Ausführungen der Ableitstreifen 170 sind vorteilhaft mit Iso- lierfilm überzogen. Ihre flachen Teile 175 sind schmal genug, um zu grosse Wirbelströme zu verhindern.
Der untere Teil 176 des Steifens 170 wird nachfolgend abgeschnitten, so dass keilförmige flache Teile 175 mit einer solchen radialen Abmessung verbleiben, welche zu der radialen Abmessung der Wicklung passt.
Wenn der Ableitstreifen zwischen zwei Scheiben einge setzt wird, kann er der Krümmung der Scheibenwicklung bis zu einer maximalen Krümmung folgen, wie in Fig. 19 an den Teilen 177 gezeigt ist, wenn kein Spielraum zwischen den flachen Teilen 175 mehr vorhanden ist. Wenn stärker ge krümmte Scheiben auch. benutzt werden, sollten stärker zu laufende Teile 172 ausgestanzt werden. Mit zwei oder drei verschieden zulaufenden Ausschnitten 172 kann der ganze Bereich von benutzten Krümmungen belegt werden. Wenn Streifen von grösseren Ausschnitten 172 in weniger ge krümmten Scheiben benutzt werden, leidet der Wärmeüber gang des unteren Teiles der Scheiben etwas, indem dieser nur in teilweiser Berührung mit dem Wärmeableitkörper steht.
Das beste Vorgehen besteht darin, die überzogenen Wärmeableitkörper elektrisch mit der ersten Windung der Scheibe zu verbinden und einen genügenden Spalt zwischen den zwei Enden zu belassen, um keine Kurzschlusswindung zu erzeugen. Die notwendige elektrische Isolation 178, 178.1 kann aus festem Isoliermaterial ausgeschnitten werden, oder sie kann als genügend dicker Überzug auf den flachen Teil 175 des Ableitkörpers aufgebracht werden.
Bei der bei spielsweisen Ausführungsform nach Fig. 21, wo Doppelab- leitkörper zwischen zwei Scheiben benutzt werden, sollte die dicke Isolationslage 178.1 sich zwischen den zwei Wär- meableitkörpern befinden, was die Wärmeübertragung zwi schen der Scheibenwicklung 169 und den Ableitteilen 175 unbehindert lässt. Die Anfänge der zwei Streifen sollten mit der Anfangswindung der Scheibenwicklung verbunden wer den. Bei dieser Anordnung erhöht das Vorhandensein der angeschlossenen Wärmeableitstreifen die innere Kapazität zwischen Scheiben erheblich. Folglich findet irgend ein Hochspannungsstoss, der an den Klemmen der Spule auf tritt, ein leichter Durchgang durch die innere Kapazität.
Folglich hat die Spule infolge der starken durch die Ableit- körper bewirkten Stossabschirmung eine nicht schwingende Charakteristik.
Wenn eine grosse Anzahl von Windungen mit Ableitkör- pern längs des Schenkels aufgebracht werden, erwärmt sich das Kühlmittel und die oberen Bereiche der Wicklung haben einen höheren Temperaturanstieg. Um dies zu kompensie ren, bzw. die Temperatur auszugleichen, ist es gewöhnlich erwünscht, mehr Ableitkörper auf in höheren Bereichen lie genden Spulenabschnitten zu benutzen, wie es früher in Ver bindung mit Fig. 5 beschrieben wurde. Dieses Prinzip kann auf scheibenförmige Wicklungen angepasst werden, indem z.
B. die einfache in Fig. 20 veranschaulichte Anordnung in niedrigen Bereichen der Wicklung benutzt wird, während die Doppelableitkörper nach Fig. 21 in mittleren Bereichen und Dreifachableitkörper in höheren Bereichen benutzt wer den, bei welchen die Fig. 20 mit der Fig. 21 kombiniert sind.
Eine andere Art des Ausgleichs der Temperaturen zwi schen höheren und niedrigeren Bereichen besteht darin, eine wesentliche Aufwärmung des Kühlmittels durch dessen Auf teilung in Kanäle zu verhindern und frischem Kühlmittel zu höheren Bereichen Zutritt zu geben. Eine beispielsweise Aus führungsform von diesem Zweck dienenden Kanälen in Ver bindung mit scheibenförmigen Wicklungen ist in Fig. 22 dar gestellt, in welcher zwei Stapel von scheibenförmigen Wick lungen 181, 182 über ein Isolierrohr 180 aufgebracht sind. Ein unterer Stapel 181 und ein oberer Stapel 182 sind beide mit Zwischenschichten aus Ableitstreifen 183.1, bzw. 183.2 versehen.
Zwischen dem oberen und unteren Stapel ist ein Spalt 148 vorhanden, um eine besondere Trennwand unter zubringen, welche das warme Kühlmittel, das durch die unte ren Ableitkörper ansteigt, längs des Pfeiles 185 von der Spule wegleitet, während sie gestattet, dass das frische Kühlmittel 186 zwischen Kanäle 187 eintritt. Ähnliche Trennwände können auch mit anderen Anordnungen, z. B. zwischen den Wärmeableitkörpern 127.1 und 127.2 in Fig. 5 usw. benutzt werden.
Grössere Transformatoren haben starke Ströme in ihren Niederspannungswicklungen, und wenn der Endleiter einer solchen Wicklung am Endteil einer in üblicher Weise lagen gewickelten Wicklung herausgeführt wird, geht ein beträcht licher Teil des sonst nützlichen Rippenbereiches verloren. Um diese Schwierigkeit zu vermeiden, können Endleiter auf den Seiten des Fensters herausgeführt werden, wo keine Rippen vorhanden sind; ein solches Vorgehen ist besonders leicht, wenn ein Folienleiter auf der Niederspannungsseite benutzt wird, wie es in Fig. 23 gezeigt ist. Auf der Wicklung 188 ist der Anfangsfolienleiter 189 als eine auswärts gefal tete Verlängerung der ersten Schicht der Spule ausgebildet, die unter allen Wärmeableitkörpern 190 verläuft.
Der Endlei- ter 191 der gleichen Wicklung kann auf der Seite herausge führt werden, indem die Folie je nach Erfordernis abwärts oder aufwärts (192) gefaltet wird. Die Wicklung 188 kann die ganze Niederspannungswicklung, oder nur ein Teil der selben sein; andere Teile können auf dem gleichen Schenkel über oder unter der Wicklung 188 angeordnet und mit ihr im Fenster vor dem Stapeln der Schenkelbleche in die Wick lungen verbunden sein. Bei mehrschenkligen Entwürfen be finden sich die anderen Teile der Wicklung auf dem näch sten Schenkel, wie in Fig. 24 und 25 gezeigt ist.
Es sind ent weder Dreieck- und Sternanschlüsse bei Dreiphasenaggrega ten, oder Reihen- und Parallelanschlüsse bei Einphasenag gregaten in dem Fenster ohne Beeinflussung der Wärmeab- leitkörper an den Enden der Wicklungen ausführbar. Nach Fig. 24 beginnen drei Wicklungen A, B und C mit unter den Ableitkörpern 194 herausgeführten Anfangsleitern 193; der Endleiter 195 am Schenkel A ist in das Fenster herausge führt und mit der letzten Windung der Spule B verbunden, deren Endleiter 196 seinerseits mit der Spule C in dem ande ren Fenster verbunden ist; der Endleiter 197 der Spule C kann leicht als neutraler Leiter der Dreiphasensternverbin dung der Klemmleiste zugeführt werden.
In Einphasenaggre- gaten, die nur Schenkel A und B haben, führt der Anschluss zu einer Reihenverbindung mit der Mittelanzapfung 195, die nötigenfalls zugänglich ist. Nichtsdestoweniger ist auch ein Reihen-Parallel-Anschluss ausführbar, bei dem alle vier Lei ter zur Klemmleiste geführt sind.
In Fig. 25 ist ein Dreieckanschluss veranschaulicht. Die Anfangsleiter, wie 198 am Schenkel A sind über den Wärme ableiterkörpern 199 herausgeführt. Der Endleiter 200 der Spule A ist in das Fenster herausgeführt; in gleicher Weise ist ein Folienanzapfleiter 201 der ersten Windung der Spule B benachbart dem Leiter 200 herausgeführt; diese Leiter können zweckmässig im Fensterbereich miteinander verbun den werden. In gleicher Weise kann der Endleiter 202 der Spule B in das andere Fenster herausgeführt und zweckmäs- sig mit der Anzapfung 203 verbunden werden, die aus der ersten Windung der Spule C herausgeführt ist.
Der Endleiter 204 der Spule C kann mit einem äusseren Überbrückungslei ter 205 mit dem Anfangsleiter 198 der Spule A verbunden werden, wodurch die Dreieckschaltung vervollständigt ist, ohne dass eine Beeinflussung zwischen Leitern und Wärme- ableitkörpern stattfindet. In gleicher Weise kann in einem Einphasenaggregat mit nur den Spulen A und B, ein paralle ler Anschluss erstellt werden, welcher den Leiter 200 und 201 und 202 mit 198 verbindet.