Chassiselement für einen Bandförderer
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Chassiselement für einen Bandförderer.
Das Chassis eines modernen Bandförderers besteht aus zwei oder mehr zusammenschraubbaren Elementen gleichen Querschnittes und gleicher oder verschiedener Länge; die Endelemente sind an ihren freien Enden meist in besonderer Weise ausgebildet, um daran beispielsweise ein Spannelement für das Förderband abnehmbar befestigen zu können.
Damit das Chassis eines Bandförderers den beim Betrieb auftretenden Belastungen sicher standhält, müssen die meist aus Stahlblech bestehenden Profile, aus denen die Chassiselemente hergestellt sind, eine genügend hohe Drillungssteifigkeit aufweisen. Dies kann einerseits durch die'Formgebung des Querschnittes der Profile erfolgen und andererseits durch besondere, mit den Profilen verschweisste Versteifungselemente, die gleichzeitig als Träger von Stützen für die Seitenführungen dienen.
Solche Versteifungselemente, wie sie beispielsweise in den Schweizer Patentschriften 508 536 und 511 992 beschrieben sind, gestatten zwar zwei Einsteckstellungen der Seitenführungsstützen, so dass die Seitenführungen eine Steillage und eine die Förderkapazität vergrössernde Flachlage einnehmen können. Diese zwei Extremlagen erweisen sich jedoch im praktischen Betrieb oft als nicht ausreichend. Darüber hinaus ist die Erhöhung der Drillungssteifigkeit durch derartige Versteifungselemente für manche Fälle nicht ausreichend.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Chassiselement zu schaffen, dessen Blechprofile durch ihre Form gebung und durch Versteifungselemente, die eine stufenlose seitliche Verstellung der Seitenführungen erlauben, eine wesentliche Erhöhung der Drillungssteifigkeit des Chassiselementes gewährleisten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zwei spiegelbildlich zu einer vertikalen Ebene angeordnete Blechprofile von im wesentlichen S-förmigem Querschnitt, deren jedes einen oberen waagrechten Flansch mit einer nach unten gerichteten Abbiegung an seinem äusseren Rand, einen aus einem oberen senkrechten Teil, einem mittleren waagrechten Teil und einem unteren senkrechten Teil bestehenden Steg und einen unteren waagrechten Flansch mit einer nach oben gerichteten Abbiegung an seinem inneren Rand aufweist, durch wenigstens zwei, in Längsrichtung des Chassiselementes im Abstand voneinander angeordnete, kreisrunde Distanzrohre miteinander verbunden sind, die im unteren Bereich der oberen senkrechten Stegteile an diesen befestigt sind, dass wenigstens zwei, in Längsrichtung des Chassiselementes im Abstand voneinander angeordnete,
im oberen Bereich der oberen senkrechten Stegteile an diesen befestigte Vierkantrohre sich nach aussen bis zu den an ihnen befestigten Abbiegungen der oberen waagrechten Flansche erstrecken sowie im Bereich ihrer äusseren Enden Feststellmittel für in die Vierkontrohre unter Formschluss eingeführte Stützen von Seitenführungen aufweisen, und dass ¯ wenigstens an einem Ende des Chassiselementes die Blechprofile durch Anschlussplatten stirnseitig geschlossen sind.
Durch diese erfindungsgemässe Ausbildung wird nicht nur die Drillungssteifigkeit des Chassiselementes wesentlich erhöht, sondern gleichzeitig auch noch die Möglichkeit geschaffen, die Seitenführungen stufenlos seitlich zu verstellen. Darüber hinaus ist das Chassiselement in seinem Aufbau sehr einfach.
Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben. In den letzteren zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Teilansicht des Chassiselementes,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1 und
Fig. 3 die Stirnansicht einer Anschlussplatte.
Das in den Figuren I und 2 der Zeichnung nur teilweise dargestellte Chassiselement besteht aus zwei spiegelbildlich zu einer vertikalen Ebene E-E angeordneten Blechprofilen 1 von im wesentlichen S-förmigem Querschnitt. Jedes dieser Blechprofile 1, die vorzugsweise aus Stahlblech bestehen, jedoch auch beispielsweise aus Leichtmetall gefertigt sein können, umfasst einen oberen waagrechten Flansch la mit einer nach unten gerichteten Abbiegung lb an seinem äusseren Rand, einen aus einem oberen senkrechten Teil lc" einem mittleren waagrechten Teil 1 c2 und einem unteren senkrechten Teil lc bestehenden Steg und einen unteren waagrech- ten Flansch 1 d mit einer nach oben gerichteten Abbie gung le.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht die nach unten gerichtete Abbiegung 1b aus einer schräg nach unten gerichteten Teilabbiegung lb1 und einer senkrecht nach unten gerichteten Teilabbiegung lb2. Auf dem oberen waagrechten Flansch la läuft das durch gestrichelte Linien angedeutete Förderband 6. Die beiden Blechprofile 1, von denen in Fig. 1 nur eines gezeigt ist, sind im unteren Bereich der oberen Stegteile 1c1 durch kreisrunde Distanzrohre 2 miteinander verbunden, beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch Verschweissen; es könnte jedoch auch jede andere geeignete Verbingsart gewählt werden, z.B. eine Verschraubung oder Vernie- tung.
Die Distanzrohre 2, von denen wenigstens zwei benötigt werden, sind in Längsrichtung des Chassiselementes in geeignetem Abstand voneinander angeordnet; in Fig. 1 ist nur ein solches Distanzrohr gezeigt. Zur Erhöhung der Drillungssteifigkeit des Chassiselementes sind zwischen den Blechprofilen 1 im oberen Bereich der oberen senkrechten Stegteile ici Vierkantrohre 3 vorgesehen. Diese Vierkantrohre 3, die an den Stegteilen ici beispielsweise durch Verschweissen befestigt sind, erstrecken sich nach aussen bis zur Abbiegung lb, im vorliegenden Falle bis zur Teilabbiegung lb2, an der sie beispielsweise durch Verschweissen befestigt sind.
Gleichzeitig dienen die Vierkantrohre 3 zur Aufnahme der Stützen 4a von Seitenführungen 4, deren eine in Fig. 2 durch gestrichelte Linien angedeutet ist; zu diesem Zweck sind an den Vierkantrohren 3 im Bereich ihrer äusseren Enden Feststellmittel 5 angeordnet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel bestehen diese Feststellmittel 5 aus angeschweissten Gewindehülsen, in deren die Vierkantrohre durchsetzende Gewinde (nicht dargestellte) Kopfschrauben einschraubbar sind, durch welche die von aussen in die Vierkantrohre 3 formschlüssig eingeführten Stützen 4a der Seitenführungen 4 in Stellung gehalten werden. Nach Lösen dieser Schrauben können die Stützen 4a und damit die Seitenführungen 4 stufenlos seitlich verstellt werden.
Für ein Chassiselement werden ebenfalls wenigstens zwei Vierkantrohre 3 benötigt; sie sind in Längsrichtung des Chassiselementes im Abstand voneinander angeordnet, und zwar vorzugsweise über den Distanzrohren 2.
An dem aus Fig. 1 nicht ersichtlichen (linken) Ende des Chassiselementes ist jedes Blechprofil 1 durch eine in Fig. 3 dargestellte Anschlussplatte 7 stirnseitig geschlossen. Diese Anschlussplatten 7 sind mit Bohrungen 8 zur Aufnahme von Schraubenbolzen versehen, durch welche zwei benachbarte Chassiselemente mit Hilfe von Muttern zusammengeschraubt werden können, so dass sie eine Einheit bilden.
Normalerweise sind bei einem Chassiselement an beiden Enden die Blechprofile 1 durch Anschlussplatten 7 stirnseitig geschlossen. Wenn es sich jedoch - wie bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Chassiselement - um ein Endelement handelt, sind an seinem einen Ende (in Fig. 1 am rechten Enden) die Blechprofile 1 stirnseitig nicht durch Anschlussplatten 7 geschlossen. In diesem Falle ist vielmehr die Abbiegung lb - oder genauer gesagt, die senkrecht nach unten gerichtete Teilabbiegung 1b2 - des oberen Flansches la jedes Blechprofils 1 mit dem unteren senkrechten Stegteil lc3 durch eine - beispielsweise angeschweisste - Ver- stärkungsplatte 9 verbunden.
Eine Gewindeplatte 10 mit einer Gewindebohrung 11 ist - vorzugsweise durch Ver schweissen - einerseits an dem oberen Stegteil lci des Blechprofils 1 und andererseits an der Verstärkungsplatte 9 so befestigt, dass die Achse der Gewindebohrung 11 parallel zur Längsrichtung des Chassiselementes verläuft. Aufgrund dieser Ausbildung kann an dieses Ende des Chassiselementes ein an sich bekanntes Spannelement so angesetzt und befestigt werden, dass keinerlei Teile über den Umriss der Blechprofile hinausragen.
In besonders vorteilhafter Weise sind die Blechprofile so geformt, dass die Breite des oberen waagrechten Flansches wenigstens annähernd 38% der Profilbreite B, die Breite des unteren waagrechten Flansches ld we wenigstens annähernd 46% der Profilbreite B, die Höhe des oberen senkrechten Stegteiles lcj wenigstens annä hernd 70% der Profilhöhe H, die Höhe der Abbiegung Id des oberen waagrechten Flansches la wenigstens annähernd 15% der Profilhöhe H und die Höhe der Abbiegung le des unteren waagrechten Flansches ld wenigstens annähernd 10% der Profilhöhe H beträgt; da durch ergibt sich bei geringstem Materialaufwand die grösstmögliche Formsteifigkeit der Blechprofile.