Die vorliegende Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung des im Hauptpatent umschriebenen Verfahrens bzw.
der Vorrichtung zur Schlammentölung. Das Verfahren besteht gemäss dem P:tcntspruch I des Hauptpatentes darin. dass der in einen Behälter gefüllte ölschlamm erhitzt und durch ein Druckmedium durchgewirbelt wird, um den Zusammenhalt von Schlamm und öl zu lockern, dass dann die Zuführung des Druck mediums abgestellt wird, um den Schlamm während einer Ruheperiode absinken zu lassen, während welcher das öl nach oben steigt und der Wassergehalt sich zwischen öl und Schlamm abscheidet, und dass schliesslich zunächst das öl abgeleitet und dann das Wasser und zum Schluss der Schlamm aus dem Behälter entfernt wird.
Nach einer Ausführungsform dieses Verfahrens kann - wie im Hauptpatent dargelegt - das Heiz- und/oder Druckmedium dem ölschlamm von unten zugeführt werden, wobei für eine entsprechende Verteilung des Heiz- und/oder Druckmediums im 0 schlamm gesorgt werden muss.
Es hat sich nun gezeigt, dass die Zuführung des Heizund/oder Druckmediums von unten unzweckmässig ist, weil einerseits der absinkende Ölschlamm die Zuleitung verstopft und andererseits die Verteilung des von unten zuströmenden Heiz- und/oder Druckmediums nicht mit der gewünschten Gleichmässigkeit durchgeführt werden kann, so dass die angestrebte Durchwirbelung des ölschlammes nicht voll wirksam wird.
Dieser Nachteil kann in einer Weiterbildung des erfindungsgemässen Verfahrens gemäss Zusatzerfind ung dadurch behoben werden, dass die Heiz- und/oder Druckmedien durch den zu entölenden Schlamm hindurch von oben oder von der Seite bis nahe an das untere Ende des den ölschlamm enthaltenden Behälters geleitet und dort nach oben umgelenkt werden.
Die gemäss dem Patentanspruch II des Hauptpatentes ausgebildete Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens, die mindestens einen Behälter aufweist, der mit einer Heizeinrichtung zur Beheizung des Behälters oder des Behälterinhaltes und mit mindestens einer Zuleitung für die Zuführung von Heiz- undloder Druckmedien versehen ist, ist gemäss Zusatzerfind ung dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung für die Heiz- und/oder Druckmedien mindestens ein Zuleitungsrohr ist, das von oben in den Behälter eingeführt ist und nahe dem unteren Ende des Behälters endet und dass der Boden des Behälters oder ein über diesem angeordnetes Zwischenelement so ausgebildet ist, dass er eine Umlenkung der einströmenden Heiz- und/oder Druckmedien nach oben bewirkt.
Zweckmässig wird der Schlamm nach seiner Trennung von öl und Wasser durch Absaugen aus dem Behälter entfernt, wobei das oder die Zuführungsrohre für die Heiz- und/oder Druckmedien als Absaugrohr verwendet werden können, was beispielsweise durch Anbringung eines Zweigventils oder -schiebers möglich ist.
Um dieses Absaugen des entölten Schlammes zu er leichtem, kann eine zusätzliche, vorzugsweise parallel zum Zuleitungsrohr für die Heiz- und/oder Druckmedien geführte Hochdruckmediumsleitung vorgesehen werden, durch die Luft, Dampf oder Wasser oder eine entsprechende Mischung dieser Medien unter hohem Druck in den am Boden des Behälters festsitzenden Schlamm eingespritzt wird, um ihn zu lösen. Um die Umlenkung der einströmenden Heiz- und/oder Druckmedien nach oben zu bewirken, weist der Boden des Behälters oder das Zwischenelement vorteilhaft Kegelform auf, wobei jedem Zuleitungsrohr für die Heiz- und/oder Druckmedien ein Kegel zugeordnet ist, dessen Spitze nach oben in die Mündung des Zuleitungsrohres weist und dessen Rand nach oben umgebogen ist.
Weitere Einzelheiten gehen aus der Zeichnung hervor, in der ein Ausführungsbeispiel mit einem Vertikalschnitt durch einen Ölschlammbehälter dargestellt ist. In dieser Zeichnung ist 1 der mit einem Deckel 1' versehene Behälter, dessen unteres Ende 2 sich konisch bzw. trich terförmig nach unten verengt. In diesen Behälter I ragt von oben ein zentrales Zuführungsrohr 3 hinein, das, wenn der Behälter mit Ölschlamm gefüllt ist. den Ölschlamm durchragt.
Um den Abstand der unteren öff nung 4 des Rohres 3 vom Boden 5 des Behälters 1 ver ändern zu können. sind nahe dem unteren Ende 4 des Rohres 3 zwei Augen 6 befestigt, die eine Gewindebohrung aufweisen. in welche Gewindestangen 7 eingeschraubt sind. die an ihrem oberen Ende beispielsweise eine Vicrkant aufweisen und sich mit ihrem unteren Ende auf dem Boden 5 des Behälters 1 abstützen. Durch Drehen der Gewindestangen 7 kann das Rohr 3 gehoben oder gesenkt werden. Am oberen Ende des Rohres 3 ist ein Zweiwegventil 8 vorgesehen, das es ermöglicht, das Rohr 3 entweder mit dem Anschlussstück 9 oder mit dem Saugstutzen 10 in Verbindung zu bringen, je nachdem ob das Rohr 3 der Zuführung der Heiz- und/oder Druckmedien dient oder dem Absaugen des entölten Schlammes.
Im ersteren Fall, also wenn das Rohr 3 mit dem Kupplungsstück 9 in Verbindung gebracht wird, strömen durch die Zuführungsäste 11 und 12 die Heiz- und/oder Druckmedien zum Rohr 3, wobei durch Ventile 13 und 14 zweierlei Medien, z.B. Dampf und Druckluft, gemischt werden können, so dass die Temperatur und der Druck regelbar sind. Im anderen Fall, also für das Absaugen des entölten Schlammes. wird das Rohr 3 mit dem Saugstutzen 10 in Verbindung gebracht, der direkt oder indirekt mit einer Saugpumpe in Verbindung steht, die den entölten Schlamm zu einem Schlammbehälter oder direkt zu einem Transportfahrzeug fördert.
Parallel mit dem Rohr 3 verläuft die Hochdruckmediumsleitung 15, die ebenfalls nahe dem Boden 5 des Behälters 1 mündet. Sie kann sich, ebenso wie das Anschlussstück 9, oben gabeln, so dass durch zwei Rohrleitungen 16 und 17, die durch Ventile 18 und 19 regelbar sind, zweierlei Druckmedien einzeln oder in beliebiger Mischung an den Boden 5 des Behälters 1 herangebracht werden können.
Der vorzugsweise verstärkt ausgebildete Boden 5, der den konisch verengten Teil 2 des Behälters 1 abschliesst, ist kegelförmig ausgebildet. wobei der Kegel 20 eine nach oben weisende Spitze 21, die in der Verlängerung der Achse des Rohres 3 gelegen ist, aufweist. Der untere Rand des Kegels 20 ist nach oben umgebogen und schliesst an die Wandung des konischen Endes 2 des Behälters 1 an. Anstelle eines einzigen Zuleitungsrohres 3 können, wenn es die Grösse und Form des Behälters 1 zweckmässig erscheinen lassen, auch zwei oder mehrere solcher Zuleitungsrohre verwendet werden. Jedem dieser Zuleitungsrohre ist dann ein Kegel 20 mit einer in der Achse des betreffenden Zuleitungsrohres 3 gelegenen nach oben weisender Spitze 21 zugeordnet.
Ausserdem ist es auch möglich, das Zuleitungsrohr 3 nicht von oben in den Behälter 1 hineinragen zu lassen, sondern so zu führen. dass es die Seitenwand des Behälters 1 durchdringt und im Behälter nach unten umgebogen ist.
Mit der so ausgebildeten Vorrichtung wird eine besonders gleichmässige und wirksame Durchdringung des Ölschlammes mit den Heiz- und/oder Druckmedien erzielt. Diese treffen, wenn sie aus der unteren öffnung 4 des Rohres 3 ausströmen, auf den Kegel 20 des Behälterbodens 5 auf und werden durch dessen nach oben umge- bogenen Rand nach oben umgelenkt, so dass sie den Schlamm vom Boden her durchdringen und sowohl aufheizen als auch durchwirbeln können. Da das Absaugen des Schlammes ebenfalls durch das Rohr 3 bewerkstelligt wird, besteht keine Gefahr, dass dieses vom absinkenden Schlamm verstopft wird.
Wenn andererseits der entölte Schlamm sich am Boden festsetzt, so dass die Saugwirkung im Rohr 3 nicht genügen würde, um ihn vom Boden zu lösen, so kann dieses Loslösen durch die Zuführung eines durch die Rohrleitung 15 unter hohem Druck zugeführten Mediums erzielt werden.
PATENTANSPR ÜCHE
1. Verfahren zur Schlammentölung gemäss dem Patentanspruch 1 des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Heiz- und/oder Druckmedien durch den zu entölenden Schlamm hindurch von oben oder von der Seite bis nahe an das untere Ende des den ölschlamm enthaltenden Behälters geleitet und dort nach oben umgelenkt werden.
II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I und gemäss dem Patentanspruch II des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung für die Heiz- und/oder Druckmedien mindestens ein Zuleitungsrohr ist, das von oben in den Behälter hineinragt oder seitlich in den Behälter eingeführt ist, und nahe dem unteren Ende des Behälters endet, und dass der Boden des Behälters oder ein über diesem angeordnetes Zwischenelement so ausgebildet ist, dass er eine Umlenkung der einströmenden Heiz- und/oder Druckmedien nach oben bewirkt.
UNTERAN8PR ÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung des entölten Schlammes aus dem Behälter durch Absaugen erfolgt.
2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der am Boden angesetzte entölte Schlamm durch ein unter Hochdruck stehendes Medium gelockert wird.
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 11. dadurch gekennzeichnet, dass der Boden des Behälters oder das Zwischenelement unter jedem Zuleitungsrohr keaelför- mig ausgebildet ist, wobei die Spitze des Kegels nach oben gegen die Mündung des jeweiligen Zuleitungsrohres weist und sein Rand nach oben umgebogen ist.
A. Vorrichtung nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Zuleitungsrohr auch als Absaugrohr dient.
5. Vorrichtung nach Unteranspruch A, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Ventil oder Schieber vorgesehen ist, um den abwechslenden Durchfluss der Heiz- und/oder Druckmedien und des entölten Schlammes durch das oder die Zuleitungsrohre zu steuern.
6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Hochdruckmediumsleitung vorgesehen ist, die nahe dem Boden des Behälters endet.
7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckmediumsleitung parallel zum Zuleitungsrohr für die Heiz- und / oder Druckmedien verläuft.
8. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des Zuleitungsrohres für die Heiz- und/oder Druckmedien vom Boden des Behälters regelbar ist.
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