CH531040A - Verwendung eines Klarspülmittels für das maschinelle Spülen von Geschrirr in Geschirrspülmaschinen - Google Patents

Verwendung eines Klarspülmittels für das maschinelle Spülen von Geschrirr in Geschirrspülmaschinen

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CH531040A
CH531040A CH691768A CH691768A CH531040A CH 531040 A CH531040 A CH 531040A CH 691768 A CH691768 A CH 691768A CH 691768 A CH691768 A CH 691768A CH 531040 A CH531040 A CH 531040A
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Henkel & Cie Gmbh
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Description


  
 



  Verwendung eines   Klarspülmittels    fiir das maschinelle Spülen von Geschirr in Geschirrspülmaschinen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung eines   Klarspülmittels    zum maschinellen Spülen von Geschirr in   Geschirrspülmaschinen,    die mit einem Vorreinigungs- und einem   Klarspülgang    arbeiten.



   Die bisherigen Erfahrungen beim maschinellen Ge   schirrspülen    haben gezeigt, dass es für die Erzielung optimaler Ergebnisse zweckmässig ist zwei Spülmittel einzusetzen:
1. Reiniger, die im Reinigungsgang für eine   gründli-    che Säuberung der Geschirrteile von Speiseresten zu sorgen haben und
2.   Klarspüler,    die im letzten Spülang zugesetzt werden, um ein einwandfrei glanzklares und trockenes Geschirr zu erhalten.



     Klarspüler    auf Tensidbasis sind seit langem im   Ge    brauch. Durch ihren Gehalt an oberflächenaktiven Substanzen wird die   Oberflächenspannung    des Wassers im letzten Spülgang herabgesetzt und ein filmartiger Ablauf der Wasserreste vom Geschirr erzielt. Dieser Wasserfilm soll möglichst lange ohne   aufzureissen    ablaufen. Die verbleibenden geringen Wasserspuren verdampfen durch die in den Geschirrteilen aufgestaute Wärme oder durch zusätzliches Nachheizen,   Gebläsewirkung    usw. rasch. Das Geschirr kann der Maschine anschliessend in trockenem und glanzklarem Zustand entnommen werden.

  Allerdings hat es sich gezeigt, dass neutrale   Klarspüler    auf Tensidbasis Kalkablagerungen und Fleckenbildungen bei höherer   Wasserhärte    nicht mit Sicherheit verhindern   können.    Ausserdem kann es durch starke Schaumbildung zu Störungen im Reinigungsablauf kommen.



   Aus diesen Gründen ist man in neuerer Zeit dazu übergegangen, die   Klarspüler    sauer einzustellen. Neben anorganischen Säuren, wie z.B.   Phosphorsäure,    bedient man sich hierbei im wesentlichen organischer Säuren, wie Milch-, Wein- oder Zitronensäure. Diese sauren Zu   EätZe    beugen einer Kumulierung von   Kalkablagerungen    aus hartem Wasser vor und bewirken, dass das Spülgut nach dem   Klarspülgang    fleckenfrei ist und einen einwandfreien Klartrockeneffekt aufweist.



   Es hat sich jedoch herausgestellt, dass sich der Einsatz dieser sauer eingestellten Klarspüler auf die Stabilität von   Porzellanaufglasur-    und Glasdekors nachteilig auswirkt. Obwohl die sauren Mittel für sich alleine keinen merklichen Angriff hervorrufen, kann es bei kombiniertem Einsatz zusammen mit alkalischen Reinigern zu erheblichen Korrosionserscheinungen an Aufglasurdekors kommen. Die Ursache hierfür liegt in der wechselweisen alkalischen und sauren Belastung der Dekors, wobei die alkalischen Reiniger bevorzugt Silikationen, die sauren Klarspüler dagegen vornehmlich die Metalloxide aus der Glasur   herauslösen    dürften.



   Gegenstand der   Erfindungvist    die Verwendung eines   Klarspülmittels,    das   wasserlösliche,    nicht zuckerartige   Stärkeabbauprodukte    und/oder Zucker in Wasser oder einem   wässrig-alkoholischen      Lösungsmíttel      enthält.   



   Es wurde nämlich überraschenderweise gefunden, dass sich hierdurch sowohl Kalkablagerungen wie auch Korrosionserscheinungen und   Schaumbelästigungen    mit Sicherheit verhindern lassen. Man erhält ein Spülgut, dass eine   henorragende    Brillanz aufweist. Darüber hinaus besitzen die beanspruchten Klarspüler auch den   Vor-    zug der ausgezeichneten physiologischen   Verträglichkeit.   



   Für die   erfindungsgemässe      Verwendung    kommen   wasserlösliche      Stärkeabbauprodukte,    wie sie beispielsweise durch Einwirkung von Fermenten oder Säuren aus Stärke erhalten werden, sowie die verschiedenen Zuckerarten in Betracht. Bevorzugt werden lösliche Dextrine sowie leicht und billig erhältliche Zuckerarten, z.B. Glucose, Lactose und insbesondere Rohr- oder   Rübenzuk-    ker. Die Zucker oder Stärkeabbauprodukte können auch in roher Form oder als Sirup vorliegen, wie beispielsweise das unter der   Bezeichaung      aBacksirup     bekannte   Stärkeabbauprodukt.   



   Es hat sich gezeigt, dass es genügt,   in      Geschirrspül-    maschinen, die einen auf die   Klarspülung    folgenden Trocknungsgang besitzen, mit   Klarspüllösungen    nachzu   spülen,    die ausschliesslich Zucker oder Dextrine und dgl.



  enthalten. Man erzielt auf diese Weise bereits einen völ- lig befriedigenden Klartrockeneffekt.  



   In Maschinen, die ohne Trockengang arbeiten, verwendet man zweckmässigerweise solche Klarspüler, die ausser einem Zucker oder Stärkeabbauprodukt noch anionaktive oder nichtionogene Netzmittel enthalten.



  Vorzugsweise werden schwach schäumende nichtionogene Netzmittel, wie z.B.   Athylenoxidaddukte    an Fettalkohole oder Alkylphenole mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, oder Äthylenoxidaddukte an Polypropylenoxide der Molgewichte 500 bis 2000, Anlagerungsprodukte von Propylenoxid an   Fettalkoholäthylenoxid-    bzw. Alkylphenoläthylenoxidaddukte, sowie Zuckerester aus Fettsäuren mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen und Zuckern verwendet.



   In der Praxis verwendet man vorzugsweise wässrige   Klarspülkonzentrate    mit einem Gehalt von etwa 20 bis 50 Gewichtsprozent an Zucker, Zuckersirup, Dextrin oder dgl. bzw. deren Gemische, die gegebenenfalls noch 1 bis 20 Gewichtsprozent eines Tensides enthalten   kön-    nen. Zur Verbesserung der Löslichkeit können den Konzentraten wasserlösliche organische Lösungsmittel, insbesondere Äthanol, Propanol oder Isopropanol zugesetzt werden. Die Anwendungskonzentrationen in der Klarspülflotte betragen etwa 0,1 bis 2,0 g/l des Klarspülkonzentrates, wobei die Konzentrate entweder von Hand oder vorzugsweise mittels automatischer Dosiervorrichtungen in die   Klarspiilflotte    eindosiert werden.



   In den nachfolgenden Beispielen wurden verschiedene erfindungsgemäss zu verwendende Klarspüler-Gemische mit und ohne Netzmittelzusatz in Wasser unterschiedlicher   Härtegrade    eingesetzt. In allen   Fallen    wurden ausgezeichnete Klarspüleffekte erzielt. Kalkablagerungen auf dem Geschirr oder in den Maschinen bzw.



  Korrosionserscheinungen an Aufglasurdekors wurden nicht festgestellt. Störende Schaumbildung trat ebenfalls nicht auf.



   Beispiel 1
In einer gewerblichen Spülmaschine mit Trockengang wurde normal verschmutztes Geschirr mit einer 55 bis 70  C heissen alkalischen Reinigungslösung, die 1,4 g/l Natriumtripolyphosphat, 0,56 g/l Natriummetasilikat und 0,04 g/l Kaliumdichlorisocyanurat enthielt, gereinigt und mit klarem Wasser   nachgespült.   



   Im nachfolgenden Klarspülgang wurde eine Flotte verwendet, die   0,12 g/l    eines Gemisches aus Saccharose und Backsirup enthielt. Die Flottentemperatur betrug 60 bis 700 C. Das im   Kiarspulgang    verwendete Wasser war iiber einen Kationaustauscher enthärtet worden. Die Wasserhärte betrug 1  dH, der Trockenrückstand 0,56 g/l.



   Es wurde ein einwandfreier Klartrockeneffekt erhalten.



   Beispiel 2
Die Versuchtsbedingungen des Beispiels 1 wurden beibehalten. Es wurde lediglich eine   Klarspiilflotte    mit einem Gehalt an 0,1 g/l Backsirup und 0,01 g/l eines Gemisches aus einem Addukt von 20 Mol   Sithylenoxid    an Nonylphenol und einem Anlagerungsprodukt von 9 Mol Äthylenoxid und 10 Mol Propylenoxid an Nonylphenol im   Klarspiilgang    verwendet.



   Beispiel 3
Für den folgenden Spülversuch wurde Wasser von 160 dH eingesetzt. Zur Vorreinigung wurde eine 55 bis 700 C warme Reinigerlösung eingesetzt, die   2,1 g/l    Natriumtripolyphosphat, 0,84 g/l Natriummetasilikat und 0,66 g/l Kaliumdichlorisocyanurat enthielt.



   Nach einem Zwischenspülgang mit klarem Wasser wurde mit einer Klarspülerlösung mit einem Gehalt von   0,18 g/l    eines Saccharose-Backsirup-Gemisches klarge   spoilt,    wobei die Flottentemperatur 60 bis 700 C betrug.



   Nach 150 Spülprogrammen waren keine Kalkablagerungen auf dem   Spiilgut    oder in der Maschine festzustellen. Der erzielte Klartrockeneffekt war einwandfrei.



  Korrosionserscheinungen an Porzellan-Aufglasurdekors waren nicht zu erkennen.



   Beispiel 4
Unter den gleichen Versuchsbedingungen wie in Beispiel 3 wurde mit einer Lösung   klargespült,    die 0,15 g/l Backsirup und 0,05 g/l eines Adduktes von 10 Gewichtsprozent Äthylenoxid an ein Polypropylenglykol des Molgewichtes 1750 enthielt. Bei einwandfreiem Klartrockeneffekt waren auch nach 150   Spiilprogrammen    keine Ablagerungen auf dem Spülgut oder in der Maschine sowie Korrosionserscheinungen festzustellen.



   Beispiel 5
Für den folgenden Spülversuch wurde Wasser mit 16  dH eingesetzt, das mit Calciumchlorid auf 30  dH aufgehärtet worden war. Von diesem Wasser wurde für jeden Spülgang die jeweils notwendige Menge vorgelegt.



  Gespült wurde mit einer alkalischen Reinigerlösung, die 3,5 g/l Natriumtripolyphosphat, 1,4 g/l Natriummetasilikat und 0,1 g/l Kaliumdichlorisocyanurat enthielt.



   Im   Klarsptilgang    wurde eine Flotte, die 0,27 g/l eines Gemisches aus Saccharose und Backsirup enthielt, eingesetzt. Es wurde ein guter Klartrockeneffekt erzielt. Auch nach 150 Spülprogrammen konnten weder Kalkablagerungen noch Korrosionserscheinungen an der Maschine bzw. an dem Spiilgut festgestellt werden.

 

   Beispiel 6
Es wurden die- Versuchsbedingungen des Beispiels 5 eingehalten. Im Klarspülgang wurde jedoch eine Lösung verwendet, die ausser 0,31 g/l Backsirup, 0,08 g/l eines Gemisches aus gleichen Teilen eines Adduktes von 20 Mol   Athylenoxid    an Nonylphenol und eines Adduktes von 5 Mol Athylenoxid und 13 Mol Propylenoxid an ein Kokosfettalkoholgemisch der Kettenlängen C12 bis C18 enthielt. Bei guten Klartrockeneffekten waren nach 150   Spülprogrammen    keine Kalkablagerungen auf dem Geschirr und in der Maschine sowie keine Korrosionserscheinungen an Porzellan-Aufglasurdekors festzustellen.



  Störende Schaumbildung trat nicht ein. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verwendung eines Klarspülmittels, das wasserlösliche, nicht zuckerartige Stärkeabbaubrodukte und/oder Zucker in Wasser oder einem wässrig-alkoholischen Lö- sungsmittel enthält, zum maschinellen Spiilen von Geschirr in Geschirrspülmaschinen, die mit einem Vorreinigungs- und einem Klarspülgang arbeiten.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verwendung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Klarspülmittel Rohr- oder Rübenzucker oder lösliche Dextrine enthält.
    2. Verwendung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Klarspülmittel in Form eines wässrigen oder wässrig-alkoholischen Konzentrates vorliegt und 20 bis 50 Gewichtsprozent wasserlösliche Stär- keabbauprodukte und/oder Zucker enthält.
    3. Verwendung gemäss Patentanspruch oder Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Klarspül- mittel zusätzlich Netzmittel enthält.
    4. Verwendung gemäss Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Klarspülmittel als Netzmittel schaumarme Alkylenoxidpolymerisate und/oder Zucker Fettsäureester enthält.
CH691768A 1967-05-11 1968-05-09 Verwendung eines Klarspülmittels für das maschinelle Spülen von Geschrirr in Geschirrspülmaschinen CH531040A (de)

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