Lichtempfindliches flächenförmiges Material Die Erfindung betrifft ein lichtempfindliches, flä- chenförmiges Material mit einer durch Wärme entwik- kelbaren Schicht zur Aufzeichnung von Lichtbildern und insbesondere direkten Herstellung von positiven Bildern, bei welchen die relativen Dichten der Bild- und Unter grundbereiche in der Aufzeichnung und im .Original, von dem das Lichtbild stammt, dieselben sind.
Das Verfahren besitzt eine besondere Brauchbarkeit für solche Arbeitsweisen, wie z. B. die Herstellung von Duplikaten von Aufzeichnungen von Mikrofilmen oder Röntgenfilmen und das Kopieren von gedruckten Doku menten, Linienzeichnungen, kontinuierlich getönten photographischen positiven Durchsichtbildern und ande ren graphischen Originalen. Nur eine begrenzte Belich tung ist erforderlich.
Die Blattmaterialien sind bei längerer Lagerung stabil und ergeben stabile, dauerhafte Aufzeichnungen. :Die erfindungsgemässen Produkte können als Überzüge auf jedem gewünschten Substrat geliefert werden, sie werden jedoch normalerweise als opake beschichtete Papiere oder als transparente be schichtete Filme geliefert.
In der französischen Patentschrift 1441619 vom 2. Mai 1966 wird ein lichtempfindliches, in der Wärme entwickelbares Blattmaterial beschrieben, welches ein photoempfindliches Silberhalogenid in katalytischer Nä he mit einem Bildbildenden Oxydations-Reduktions Umsetzungsgemisch aus einem organischen Silbersalz und einem Reduktionsmittel enthält. Die Belichtung des Blattes mit einem Lichtbild führt in den vom Licht getroffenen Bereichen zur Bildung eines Katalysators, der die Wärmereaktion des Silbersalzgemisches be schleunigt, wobei das Letztere dann bei nachfolgender Wärmeeinwirkung in den katalysierten Bereichen unter Entwicklung eines entsprechenden sichtbaren Bildes einer beschleunigten Reaktion unterliegt.
Die Zugabe von Quecksilber und Phthalazinon zu solchen lichtempfindlichen, in der Wärme entwickelba ren Blattmaterialien wird im Hauptpatent beschrieben. Dieses Patent beschreibt Verbesserungen hinsichtlich der Stabilität und photographischen Geschwindigkeit, jedoch ergeben die beschriebenen Zubereitungen und Verfahrensweisen die Bildung von Umkehrbildern, d. h. Bildern, bei denen bevorzugt an den vom Licht getroffe nen Bereichen eine Schwärzung eintritt.
Die vorliegende Erfindung hat gleichfalls die Einfüh rung von Phthalazinon und einer Quelle für Quecksilber- üonen in die lichtempfindlichen Trockensilber -Blatt- überzüge zum Gegenstand, jedoch in solchen speziell definierten Mengen und Anteilen innerhalb des Berei ches der im Hauptpatent angegeben ist, dass die hier beschriebenen besonderen Ergebnisse erhalten wer den.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein lichtemp findliches flächenförmiges Material mit einer durch Wärme entwickelbaren Schicht zur Aufzeichnung von Lichtbildern, enthaltend eine wärmeempfindliche, bild erzeugende Komponente aus einem organischen Silber- salz und einem Reduktionsmittel, sowie ein lichtemp findliches Silberhalogenid, dadurch gekennzeichnet, dass ferner eine Quecksilberverbindung in einer solchen Menge anwesend ist, dass die Kurve D log E der Schicht, ermittelt durdh sensitometrische Belichtung und Entwicklung, eine negative Neigung zeigt.
Das erfindungsgemässe Material kann zur direkten Herstellung von positiven Kopien verwendet werden, wobei es bildmässig belichtet und sodann der zur Erzeugung der maximalen Dichte in den unbelichteten Bereichen -erforderlichen minimalen Wärme -ausgesetzt wird.
Die sensitometrischen Eigenschaften von lichtemp findlichen, bildbildenden Materialien werden üblicher- weise als Kurve D log E angegeben, welche erhalten worden ist durch Auftragen der optischen Dichte des Bildes, das durch Entwicklung unter feststehenden Be dingungen von Anteilen des Blattes, das sensitometrisch, d. h. mit steigenden Mengen an Strahlungsenergie, be lichtet wurde, entstanden ist.
Die Fähigkeit des lichtempfindlichen Blattes, ein Lichtbild, mit dem es belichtet wird, aufzuzeichnen, zeigt sich normalerweise durch eine positive Neigung der Kurve D log E über den signifikanten Anteil des belichteten Bereiches.
überraschenderweise wurde nun gefunden, dass es bei bestimmten Zubereitungen möglich ist, lichtempfind liche Blätter herzustellen, :deren Kurve D log E eine negative Neigung zeigt. Derartige Materialien können durch Wärmeentwicklung nachdem Belichten mit einem Lichtbild direkt positive Kopien erzeugen, wobei die vom Licht :getroffenen Bereiche in der Kopie im wesentlichen nicht geschwärzt werden. Ein kritisches Merkmal der erfindungsgemässen Massen besteht darin, dass das molare Verhältnis von Phthalazinon zu Queck silber nicht über etwa 8 hinausgehen darf.
Mengenantei le an Phthalazinon innerhalb dieses allgemeinen Berei ches gestatten, während sie unter einigen Belichtungs und Entwicklungsbedingungen zur Bildung von umge kehrten Kopien führen, die Bildung von direkten Positi ven unter anderen und unterschiedlichen Bedingungen, Die Quelle für Quecksilberionen sollte in einer Menge von etwa 0,0004 bis mindestens etwa 0,1 oder 0,15 Mol Quecksilber pro Mol Silber vorhanden sein.
Innerhalb dieser allgemeinen Bereiche muss eine weitere Auswahl getroffen werden, und zwar in Abhängigkeit von dem speziellen Reduktionsmittel und anderen Variablen, wobei die Masse -in allen Fällen so ausgewählt wind, dass die erforderliche negative Neigung in der Kurve D log E erhalten wird. Das Entwickeln geschieht durch Erwärmung auf die geringste Höhe, die zur Erzeugung der maximalen brauchbaren Dichte in den unbelichteten Bereichen erforderlich ist.
Ein weiteres überraschendes Merkmal der vorliegen den Erfindung besteht in der Verbesserung der Emp findlichkeit des direkt positiven Blattes durch Einverlei bung von spektralen Sensibilisierungs-Farbstoffen. Die Verminderung der erforderlichen Belichtungszeit um mehrere Grössenordnungen kann durch die Einverlei bung solcher Stoffe erzielt werden. Ein weiteres Merk mal besteht in der Fähigkeit des mit dem Bild belichte- ten, direkt positiv wirkenden Blattmaterials, die Bildung eines Bildduplikates auf einem weiteren Blatt des licht empfindlichen Materials während der Entwicklung her vorzurufen.
So können mit nur einer einzigen Belichtung zwei Kopien gleichzeitig hergestellt werden; dabei besitzt die zweite Kopie einen helleren Untergrund als das belichtete Blatt.
Die Quecksilberionen können auf jede gewünschte Weise eingeführt werden. Eine Quecksilberverbindung kann zu der Beschichtungsmasse hinzugegeben werden, die entweder das organische Silbersalz oder das Reduk tionsmittel oder beide enthält; oder sie kann als getrenn ter Überzug aufgetragen werden. Es hat sich als beson ders geeignet erwiesen, die Quecksilberionen in Form eines Ouecksilberhalogenids unter Bedingungen einzu führen, die die Umsetzung der Halogenidiomen mit einem kleinen Anteil des organischen Silbersalzes unter Bildung des erforderlichen photoempfindlichen Silberha logenids gestatten, wobei das Letztere in katalytischer Nähe des restlichen Silbersalzes verbleibt.
Wenn andere Quellen für Halogenidiomen vorgesehen sind, können die Quecksilberionen in Form von Verbindungen mit ande ren Anionen als dem Halogenid eingeführt werden, z. B. Acetat, Behenat, Benzoat, Bromat, Chromat, Citrat, Chloranilat, Jodat, Lactat, Nitrat, Oxalat, Phthalat, Salicylat, Succinat, Sulfat oder als Quecksilberverbin, dungen von Hexamethylentetramin, Pentachlorphenol oder Phthalazinon. Jede Verbindung, die in dem ver wendeten System Quecksilberionen zu liefern vermag, ist erfindungsgemäss anwendbar; jedoch wird man norma lerweise Verbindungen mit extrem .geringer Löslichkeit oder dunkler Farbe oder solche, deren Anionen einen nachteiligen Effekt besitzen, wie z. B. Quecksilbersulfid oder -thiocyanat, vermeiden.
Silberbehenat-Halbseife ist ein Gemisch aus äquimo- laren Mengen von Silberbehenat und Behensäure, das durch Ausfällung mit Silbernitrat und Salpetersäure aus dem Natriumsalz der handelsüblichen Behensäure erhal ten wird. Andere Mengenverhältnisse des Silbersalzes zur freien Säure können verwendet werden, oder die freie Säure kann gänzlich fortgelassen werden, was insbesondere dann der Fall ist, wenn Durchsichtigkeit erwünscht ist. Silbersalze von anderen langkettigen Fettsäuren, z. B. Silberstearat oder Silbermyristat, kön nen ebenfalls verwendet werden.
Das erfindungsgemässe Material enthält als Reduk tionsmittel für das Silberseifenmaterial ein oder mehrere sterisch gehinderte, normalerweise feste, ortho-substi- tuierte, und gewöhnlich ortho-alkyl-substituierte, pheno- lische Reduktionsmittel. Diese Stoffe reagieren in Abwe senheit von Phthalazinon oder dgl. nur schwierig mit Silberbehenat. Die beiden Materialien können beispiels weise zusammen in einem organischen Lösungsmittel suspendiert oder in Form von trockenen Pulvern ver mischt vorliegen, und zwar tagelang ohne jedes Anzei chen für eine Reaktion miteinander.
Wenn sie mit einem Bindemittel in einem dünnen Überzug auf einem Papier vermischt werden, reagieren die beiden Stoffe nur bei relativ hohen Temperaturen in der Grössenordnung von 150 C oder darüber, und selbst dann unter Bildung einer gelblichen Färbung mit niedriger Dichte anstelle des schwarzen dichten Aussehens, welches man norma lerweise dem durch Reduktion von Silberbehenat er zeugten Silberbildes zuschreibt. In Gegenwart von Phthalazinon jedoch erzeugt die Kombination von Sil- berbehenat mit dem Reduktionsmittel dichte schwarze Bildbereiche, z. B. beim Erhitzen auf etwa 140 C.
Beispiele für feste, wasserunlösliche, ortho-sub- stituierte Phenole, die sich in diesen Massen als brauchbar erwiesen haben, sind z. B. eine Reihe von im Handel als Antioxydationsmittel oder Konservie rungsmittel erhältliche Verbindungen, wie z.
B.: 2,5-Dihydroxyacetophenon; Bis-(2-hydroxy-3-tert.- butyl-5-methylphenyl)-methan; Bis-(2-hydroxy-3,5- di-t-butylphenyl)-methan; 2,4,4-Trimethylpentyl- bis-(2-hydroxy-3,5-dimethylphenyl)-methan; 4,4'-Me- thylen-bis-(3-methyl-5-t-butylphenol); Bis-(3- methyl-4-hydroxy-5-t-butylphenyl)-sulfid; 4,4'-Me- thylen-bis-(2,6-di-t-butylphenol); 2,2'-Methylen- bis-(2-t-butyl-4-äthylphenol);
3,5-Di-t-butyl-4- hydroxybenzyldimethylamin; 2,6-Methylen-bis-(2- hydroxy-3-t-butyl-5-methylphenyl)-4-methylphenol; α,α-(3,5-Di-t-butyl-4-hydroxyphenyl)-dimethyläther und 3.3'.5,5'-Tetra-t-butyl-4.,4'-dihydroxybi- phenyl. Die Zeichnung erläutert typische Kurven D log E , die mit den lichtempfindlichen Blattmaterialien der verschiedenen speziellen Beispiele gemäss den Angaben auf den verschiedenen Figuren erhalten wurden.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläu tern, jedoch nicht beschränken. <I>Beispiel Z</I>
EMI0003.0002
Masse <SEP> A
<tb> Silberbehenat-Vollseife <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Äthylacetat <SEP> 90 <SEP> g
<tb> Quecksilberbromid <SEP> 0,4 <SEP> g
<tb> 0,05 <SEP> 0/o <SEP> Farbstofflösung <SEP> 4 <SEP> ml
<tb> 20 <SEP> 0/o <SEP> Polyvinylbutyral-Lösung <SEP> 42 <SEP> g Der Farbstoff ist 3 -Allyl-5-[3-äthyl-(2-naphthox- azoyliden)-äthylidon] -1-phenyl-2-thiohydantoin, gelöst in Chloroform.
Das Polyvinylbutyral ist in dünnen Filmen bei 150 C nichtklebrig; es ist in Äthylacetat gelöst.
EMI0003.0005
Masse <SEP> B
<tb> Celluloseacetatbutyrat <SEP> (alkohollöslich) <SEP> 2,5 <SEP> g
<tb> Phthalazinon <SEP> 0,5 <SEP> g
<tb> α,α'-(3,5-Di-t-butyl-4-hydroxyphenyl) dimethyläther <SEP> 2 <SEP> g
<tb> Gemische <SEP> aus <SEP> Methylalkohol:Aceton, <SEP> 4:1 <SEP> (Vo lumen) <SEP> 22,5 <SEP> g Papier mit glatter Oberfläche wird durch Messerauf trag mit der Masse A beschichtet, und zwar durch eine Spaltöffnung von 0,10 mm, und dann getrocknet; eine weitere Schicht von 0,05 mm der Masse B wird in ähnlicher Weise aufgebracht und getrocknet. Anteile des Blattes werden, ohne belichtet zu werden, während eines geeigneten kurzen Zeitraumes, z.
B. 10 Sekunden lang auf verschiedene Temperaturen erhitzt, um die maxima le Temperatur zu bestimmen, bei der ein minimaler feststellbarer Anstieg der Dichte von nicht mehr als etwa 0,1 .hervorgerufen wird. Ein weiterer Anteil wird dann sensitometrisch belichtet, d. h. mit Licht von einem Wolframfaden durch einen Keil hindurch, und dann durch Erwärmen auf -diese Temperatur während 10 Sekunden entwickelt. Die erhaltene Kurve D log E zeigt eine positive Neigung.
Ein weiterer Anteil wird 10 Sekunden lang auf etwas höhere Temperaturen erwärmt, jedoch nicht auf eine Temperatur oberhalb derjenigen, bei der die ersten Anzeichen von Verschmoren, Blasenbildung, Aufspal tung oder eines ähnlichen Schädigungseffektes eintreten, und zwar, um die minimale Temperatur zu bestimmen, die zur Erzeugung der maximal geeigneten Dichte ,erforderlich ist; diese minimale Wärmezuführung wird angewendet, um einen weiteren sensitometrisch belichte ten Anteil zu entwickeln. Die für diesen zweiten Ab schnitt erhaltene Kurve D log E zeigt :eine negative Neigung, auf die fast unmittelbar eine ausgedehnte positive Neigung folgt, wie in Kurve 1 in Fig. 1 gezeigt ist.
Innerhalb der kritischen Belichtungszeit und unter den kritischen Erwärmungsbedingungen, die zur Erzeu gung einer solchen negativen Neigung notwendig sind, kann ein direktes Positiv erhalten werden, wobei die unbelichteten, an diesen Bereich des Keils angrenzenden Anteile eine höhere Dichte als der mit dem Keil belichteten Anteil zeigen.
Das Erwärmen wird vorzugsweise zwischen erwärm ten, glatten, metallischen Pressplatten oder durch Berüh rung mit einer erwärmten polierten Metalltrommel durchgeführt.
EMI0003.0016
<I>Beispiel <SEP> 2</I>
<tb> Silberbehenat-Halbseife <SEP> 9,16 <SEP> g
<tb> Aceton <SEP> 70 <SEP> ml
<tb> Quecksilberbromid <SEP> 0,2 <SEP> g
<tb> 12 <SEP> 0/o <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> in <SEP> gleichen
<tb> Volumenanteilen <SEP> von <SEP> Aceton <SEP> und <SEP> Methanol <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Phthalazinon <SEP> 0,55 <SEP> g
<tb> 2,6-Bis-(3'-t-butyl-2'-hydroxy-5' methylbenzyl)-4-methylphenol <SEP> 4,5 <SEP> g
<tb> 0,05 <SEP> 0/o <SEP> Lösung, <SEP> von <SEP> 3-Allyl-5-((3-Äthyl-2 (3H)-benzoxazolydien)-äthylden]-1 methyl-2-thio-hydantoin <SEP> ,in <SEP> Chloroform <SEP> 2 <SEP> ml
<tb> Tetrachlorphthal-säure-anhydrid <SEP> 0,
015 <SEP> g Die Halbseife wird zunächst durch Vermahlen in einer Kugelmühle mit dem Aceton vermischt. Die übrigen Komponenten werden in der angegebenen Rei henfolge bei minimal vollständigem Mischen hinzugege ben, und die Masse wird sofort durch eine Öffnung von 0,1 mm auf glattes Papier, das zuvor leicht mit Poly- vinylalkohol geschlichtet worden ist, aufgeschichtet.
Anteile des beschichteten Blattes werden ohne vor herige Belichtung auf verschiedene Temperaturen er hitzt, um die maximal erhältliche Dichte zu bestimmen. Ein Anteil wird dann sensitometrisch, d. h. durch einen Keil, belichtet und bei Bedingungen der für die maxima le Dichte erforderlichen Zeit und Temperatur erhitzt. Die erhaltene Kurve D log F , als Kurve 2 in Fig. 1 gezeigt, zeigt eine negative Neigung von einer maxima len Dichte von 1,2 bis zu einer minimalen von 0,16, oder mehr als dem Dreifachen der in Beispiel 1 erhaltenen Differenz.
EMI0003.0025
<I>Beispiel <SEP> 3</I>
<tb> 15 <SEP> 0/o <SEP> Suspension <SEP> von <SEP> Silberbehenat-Vollseife <SEP> 67 <SEP> g
<tb> Quecksilberbromid <SEP> 0,4 <SEP> g
<tb> 15 <SEP> 0/o <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> 67 <SEP> g
<tb> Phthalazinon <SEP> 0,5 <SEP> g
<tb> 2,2'-Methylen-bis(-4,6-di-t-butylphenyl) <SEP> 4 <SEP> g Das Silberbehenat wird in einem Gemisch aus gleichen Volumina von Toluol und Methyläthylketon dispergiert und durch einen Homogenisator geführt, um eine nichtabsitzende, gelatinöse Suspension zu erhalten. Das polymere Material wird in Methyläthylketon ge löst.
Die Masse wird auf einen 0,10 mm dicken, durch sichtigen Polyäthylenterephthalat-Polyesterfilm bis zu einer feuchten Dicke von 0,076 mm aufgetragen und an der Luft getrocknet.
Anteile des Blattes werden sensitometrisch belichtet und durch Erhitzen während 10 Sekunden auf 112 C, 120 C, 1_27 C, bzw. 133 C entwickelt. Die ersten beiden zeigen in der Kurve D log E nur eine positive Naigung, während die letzten beiden eine deutliche negative Neigung in der Kurve D log E , zeigen, und zwar mit einem Dichte-Differenzmaximum von 1,0 bei der 127 C-Kurve und von 0,9 bei der 133 C-Kurve, wie in Fig. 3 gezeigt wird.
Ein etwas vermindertes, jedoch noch brauchbares Dichte-Differential wird für die Kurve D log E mit negativer Neigung bei Verwendung von Polyvinylalko- hol anstelle von Polyvinylbutyral als Bindemittel erhal ten. <I>Beispiel 4</I>
EMI0004.0002
Masse <SEP> A
<tb> Silberseifen-Suspension <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 3 <SEP> 33,5 <SEP> g
<tb> 2 <SEP> % <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Quecksilberbromid <SEP> in <SEP> Metha nol <SEP> 5 <SEP> ml
<tb> 10 <SEP> 0/o <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> in <SEP> 1:
1 <SEP> Ace ton-Methanol <SEP> 25 <SEP> g
<tb> Phthalazinon <SEP> 0,25 <SEP> g
<tb> Farbstoff-Lösung <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> ml
<tb> Masse <SEP> B
<tb> 10 <SEP> % <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Celluloseacetat <SEP> in <SEP> Aceton <SEP> 25 <SEP> g
<tb> 2,2'-Methylen-bis(4-methyl-6-t-butyl phenyl) <SEP> 1 <SEP> g
<tb> 1,1-Bis-(2-hydroxy-3,5-dimethylphenyl)
<tb> -3,5,5-trimethylhexan <SEP> 1 <SEP> g Ein durchsichtiger, 0,076 mm dicker Polyesterfilm wird mit<B>0,10</B> mm der Masse A und nach dem Trocknen mit 0,05 mm der Masse B beschichtet.
Nach dem Belichten mit Licht von einer Wolframquelle und durch einen Keil sowie nach dem Entwickeln während 10 Sekunden bei 118 C wird eine Kurve D log E erhalten, die eine scharfe negative Neigung und eine anschliessende fast ebenso scharfe und etwas ausgedehn te positive Neigung zeigt, wobei die Kurve eine Dichte von nicht mehr als 0,2 zwischen Belichtungen von 20 und 56 Meter-Kerzen-Sekunden (mcs) anzeigt; vgl. Kurve 4 in Fig. 4.
Eine weitere Probe desselben Blattes wird mit einem Elektronenstrom aus einem Elektronenstrahlerzeuger mit einem Beschleunigungspotential von 20 KeV be strahlt. Der Streifen wird -in einem flüssigen Fluorkoh lenstoffbad bei 117 C während 25 Sekunden entwik- kelt. Eine klare transparente Spur auf einem schwarzen Untergrund wird erhalten.
<I>Beispiel 5</I>
EMI0004.0006
Masse <SEP> A
<tb> Silberbehenat-Vollseife <SEP> 100,
<tb> Methyläthylketon <SEP> 100 <SEP> ml
<tb> 2 <SEP> a/11 <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Quecksilberbromid <SEP> in <SEP> Metha nol <SEP> 10 <SEP> ml
<tb> 25 <SEP> a/11 <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> in <SEP> Methyl äthylketon <SEP> 20 <SEP> g
<tb> Masse <SEP> B
<tb> Aceton <SEP> 90 <SEP> g
<tb> Methanol <SEP> <B>log</B>
<tb> Celluloseacetat <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Phthalazinon <SEP> 1 <SEP> Q
<tb> 2-2'-Methylen-bis-(4,6-di-t-butyl-phenol) <SEP> 8 Die Masse A wird durch eine Spaltöffnung von 0,10 mm auf einen transparenten Polyesterfilm aufge bracht, worauf nach dem Trocknen der Auftrag von 0,076 mm der Masse B erfolgt. Das getrocknete Blatt wird sensitometrisch belichtet und während 10 Sekun den bei 127 C entwickelt.
Die Kurve D log E (Kurve 5 in Fig. 4) zeigt eine negative Neigung von einer anfänglichen Dichte von fast 2 bis zu einer minimalen Dichte von 0,2, und die minimale Dichte erstreckt sich zwischen Belichtungen von 250 mcs und 2500 mcs.
Obgleich die Menge an Phthalazinon in diesem Beispiel anhand der Konzentrationen und der Überzugs gewichte etwas grösser als 8 Mol pro Mol Quecksilber zu sein scheint, vermindert sein Auftrag in einer getrenn ten Schicht die wirksame Konzentration auf einen Wert, -der nicht über dem speziell angegebenen Mengenanteil liegt, was durch die negative Neigung der Kurve D log E bewiesen wird. Das erforderliche Mengenverhältnis von Phthalazinon und Quecksilber wird anhand von unter Gleichgewichtsbedingungen durchgeführten Mes sungen festgestellt.
In jedem der vorstehenden Beispiele zeigt -die negati ve Neigungscharakteristik der Kurve D log E an, dass das Blatt eine direkte positive Aufzeichnung zu bilden vermag, wenn es mit einem Lichtbild belichtet und dann unter minimalem Erhitzen unter Erzeugung der maxi malen geeigneten Dichte in den unbelichteten Bereichen entwickelt wird.
Es ist daher möglich, mit diesen Materialien Duplikate von positiven Durchsichtbildern,, gedruckten Dokumenten und anderen Originalen herzu stellen, wobei das Original und die Kopie jeweils aus schwarz oder dunkel gefärbten Bildern auf weniger dichten, weissen oder durchsichtigen Untergrundberei chen bestehen. <I>Beispiel 6</I>
EMI0004.0012
Silberbehenat-Halbseife <SEP> 9,66 <SEP> g
<tb> Aceton <SEP> 70 <SEP> ml
<tb> Quecksilberbromid <SEP> 0,1466 <SEP> g
<tb> 11 <SEP> %ige <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> in <SEP> Met hanol <SEP> und <SEP> Aceton <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Phthalazinon <SEP> 0,6 <SEP> g
<tb> 2,6-Bis-(3'-t-butyl-2'-hydroxy-5' methylbenzyl)-4-methylphenol <SEP> 4,75 <SEP> g
<tb> 0,
05 <SEP> 1119 <SEP> Farbstoff-Lösung <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> ml
<tb> Tetrachlorphthalsäureanhydrid <SEP> 0,015 <SEP> g Die Masse wird in einer Dicke von 0,10 mm auf Papier mit glatter Oberfläche aufgetragen. Ein erster Anteil wird sensitometrisch belichtet und dann in Vor derseite-zu-Vorderseite-Berührung mit einem weiteren unbelichteten Anteil desselben Blattes angeordnet, wobei ein dünnes Sedensieb mit offenen Maschen zwischen die beschichteten Oberflächen gelegt worden ist. Das Ver bundgebilde wird 10 Sekunden lang auf 126 C er hitzt.
In jedem Fall bleibt ein grosser Anteil des belichte ten Bereiches weiss, während die unbelichteten und wenig belichteten Bereiche in ein dichtes Braunschwarz übergehen. Bei beiden Proben zeigt die Kurve D log E eine negative Neigung, wie aus Fi.g. 2 hervorgeht, in der die Kurven. 6E und 6U die Ergebnisse für die belichteten bzw. die unbelichteten Anteile erkennen lassen.