CH531193A - Lichtempfindliches flächenförmiges Material - Google Patents

Lichtempfindliches flächenförmiges Material

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CH531193A
CH531193A CH299469A CH299469A CH531193A CH 531193 A CH531193 A CH 531193A CH 299469 A CH299469 A CH 299469A CH 299469 A CH299469 A CH 299469A CH 531193 A CH531193 A CH 531193A
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CH
Switzerland
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sep
light
sensitive
curve
phthalazinone
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Application number
CH299469A
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English (en)
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D Lyons Thomas
Original Assignee
Minnesota Mining & Mfg
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/494Silver salt compositions other than silver halide emulsions; Photothermographic systems ; Thermographic systems using noble metal compounds
    • G03C1/498Photothermographic systems, e.g. dry silver

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description


      Lichtempfindliches        flächenförmiges    Material    Die Erfindung betrifft ein     lichtempfindliches,        flä-          chenförmiges    Material mit einer durch Wärme     entwik-          kelbaren    Schicht zur Aufzeichnung von Lichtbildern und  insbesondere direkten Herstellung von positiven Bildern,  bei welchen die relativen Dichten der Bild- und Unter  grundbereiche in der     Aufzeichnung    und im     .Original,    von  dem das Lichtbild stammt, dieselben sind.  



  Das Verfahren besitzt eine besondere Brauchbarkeit  für solche Arbeitsweisen, wie z. B. die     Herstellung    von  Duplikaten von Aufzeichnungen von Mikrofilmen oder       Röntgenfilmen        und    das Kopieren von gedruckten Doku  menten, Linienzeichnungen, kontinuierlich getönten  photographischen positiven Durchsichtbildern und ande  ren     graphischen        Originalen.    Nur eine begrenzte Belich  tung ist erforderlich.

   Die Blattmaterialien sind bei  längerer Lagerung stabil und ergeben stabile, dauerhafte  Aufzeichnungen.     :Die        erfindungsgemässen    Produkte  können als Überzüge auf jedem gewünschten Substrat  geliefert werden, sie werden jedoch normalerweise als  opake beschichtete Papiere oder als transparente be  schichtete Filme geliefert.  



  In der französischen Patentschrift 1441619 vom 2.  Mai 1966 wird ein lichtempfindliches, in der Wärme  entwickelbares Blattmaterial beschrieben, welches ein  photoempfindliches Silberhalogenid in katalytischer Nä  he mit einem Bildbildenden Oxydations-Reduktions  Umsetzungsgemisch aus einem organischen Silbersalz  und einem Reduktionsmittel enthält. Die Belichtung des  Blattes mit einem Lichtbild führt in den vom Licht  getroffenen Bereichen zur Bildung eines Katalysators,  der die Wärmereaktion des Silbersalzgemisches be  schleunigt, wobei das Letztere dann bei nachfolgender  Wärmeeinwirkung in den     katalysierten    Bereichen unter  Entwicklung eines entsprechenden sichtbaren Bildes  einer beschleunigten Reaktion unterliegt.

      Die Zugabe von Quecksilber und Phthalazinon zu  solchen lichtempfindlichen, in der Wärme entwickelba  ren Blattmaterialien wird im Hauptpatent beschrieben.  Dieses Patent beschreibt Verbesserungen     hinsichtlich     der     Stabilität    und photographischen     Geschwindigkeit,     jedoch ergeben die     beschriebenen    Zubereitungen und       Verfahrensweisen    die Bildung von Umkehrbildern, d. h.       Bildern,    bei denen bevorzugt an den vom Licht getroffe  nen Bereichen eine Schwärzung eintritt.  



  Die vorliegende Erfindung hat gleichfalls die Einfüh  rung von Phthalazinon und einer Quelle für     Quecksilber-          üonen    in die lichtempfindlichen      Trockensilber -Blatt-          überzüge    zum Gegenstand, jedoch in solchen speziell       definierten    Mengen und Anteilen     innerhalb    des Berei  ches der im Hauptpatent angegeben ist, dass die hier  beschriebenen besonderen Ergebnisse     erhalten    wer  den.  



       Gegenstand    der Erfindung ist daher ein lichtemp  findliches flächenförmiges Material     mit    einer durch  Wärme entwickelbaren Schicht zur Aufzeichnung von       Lichtbildern,    enthaltend eine wärmeempfindliche, bild  erzeugende Komponente aus einem organischen     Silber-          salz    und     einem    Reduktionsmittel, sowie ein lichtemp  findliches Silberhalogenid, dadurch gekennzeichnet, dass  ferner eine Quecksilberverbindung in einer solchen  Menge anwesend ist, dass die Kurve  D log E  der  Schicht, ermittelt     durdh        sensitometrische    Belichtung und  Entwicklung, eine negative Neigung zeigt.  



  Das erfindungsgemässe Material kann zur     direkten     Herstellung von positiven Kopien verwendet werden,  wobei es     bildmässig    belichtet und sodann der zur  Erzeugung der maximalen Dichte in den     unbelichteten     Bereichen     -erforderlichen    minimalen Wärme -ausgesetzt  wird.  



  Die     sensitometrischen    Eigenschaften von lichtemp  findlichen, bildbildenden     Materialien    werden üblicher-      weise als Kurve  D log E  angegeben, welche erhalten  worden ist durch Auftragen der optischen Dichte des  Bildes, das durch Entwicklung unter feststehenden Be  dingungen von Anteilen des Blattes, das sensitometrisch,  d. h. mit steigenden Mengen an Strahlungsenergie, be  lichtet wurde, entstanden ist.  



  Die Fähigkeit des lichtempfindlichen Blattes, ein  Lichtbild, mit dem es belichtet wird, aufzuzeichnen,  zeigt sich normalerweise durch eine positive Neigung der  Kurve  D log E  über den signifikanten Anteil des  belichteten Bereiches.  



       überraschenderweise    wurde nun gefunden, dass es  bei bestimmten Zubereitungen möglich ist, lichtempfind  liche Blätter     herzustellen,    :deren Kurve  D log E  eine  negative Neigung zeigt.     Derartige    Materialien können  durch Wärmeentwicklung nachdem Belichten mit einem  Lichtbild direkt positive Kopien erzeugen, wobei die  vom Licht :getroffenen Bereiche in der Kopie im  wesentlichen nicht     geschwärzt        werden.    Ein kritisches  Merkmal der     erfindungsgemässen    Massen besteht darin,  dass das molare Verhältnis von Phthalazinon zu Queck  silber nicht über etwa 8 hinausgehen darf.

   Mengenantei  le an Phthalazinon innerhalb dieses allgemeinen Berei  ches gestatten, während sie unter einigen Belichtungs  und Entwicklungsbedingungen zur Bildung von umge  kehrten Kopien führen, die Bildung von direkten Positi  ven unter anderen und unterschiedlichen Bedingungen,  Die Quelle für Quecksilberionen sollte in einer Menge  von etwa 0,0004 bis mindestens etwa 0,1 oder 0,15 Mol  Quecksilber pro Mol Silber vorhanden sein.

   Innerhalb  dieser allgemeinen Bereiche     muss    eine weitere Auswahl  getroffen werden,     und    zwar in Abhängigkeit von dem       speziellen    Reduktionsmittel und anderen Variablen,  wobei die Masse -in allen Fällen so ausgewählt     wind,        dass     die erforderliche negative Neigung in der Kurve      D    log  E  erhalten wird. Das Entwickeln geschieht durch  Erwärmung auf     die    geringste Höhe, die zur Erzeugung  der maximalen brauchbaren Dichte in den unbelichteten  Bereichen erforderlich ist.  



  Ein weiteres überraschendes Merkmal der vorliegen  den Erfindung besteht in der Verbesserung der Emp  findlichkeit des direkt positiven Blattes durch Einverlei  bung von spektralen Sensibilisierungs-Farbstoffen. Die  Verminderung der erforderlichen Belichtungszeit um  mehrere     Grössenordnungen    kann durch die Einverlei  bung solcher Stoffe erzielt werden. Ein weiteres Merk  mal besteht in der Fähigkeit des mit dem Bild     belichte-          ten,    direkt positiv wirkenden Blattmaterials, die Bildung  eines Bildduplikates auf einem weiteren Blatt des licht  empfindlichen Materials während der Entwicklung her  vorzurufen.

   So können mit nur einer einzigen Belichtung  zwei Kopien gleichzeitig hergestellt werden; dabei besitzt  die     zweite    Kopie einen helleren Untergrund als das  belichtete     Blatt.     



  Die Quecksilberionen können auf jede gewünschte  Weise     eingeführt    werden. Eine Quecksilberverbindung  kann zu der Beschichtungsmasse hinzugegeben werden,  die entweder das organische Silbersalz oder das Reduk  tionsmittel oder beide enthält; oder sie kann als getrenn  ter Überzug aufgetragen werden. Es hat     sich    als beson  ders geeignet erwiesen, die Quecksilberionen in Form  eines Ouecksilberhalogenids unter Bedingungen einzu  führen, die die Umsetzung der Halogenidiomen mit  einem kleinen Anteil des organischen Silbersalzes unter  Bildung des erforderlichen photoempfindlichen Silberha  logenids gestatten, wobei das Letztere in katalytischer    Nähe des restlichen Silbersalzes verbleibt.

   Wenn andere  Quellen für Halogenidiomen vorgesehen sind, können die  Quecksilberionen in Form von Verbindungen mit ande  ren Anionen als dem Halogenid eingeführt werden, z. B.  Acetat, Behenat, Benzoat, Bromat, Chromat, Citrat,  Chloranilat, Jodat, Lactat, Nitrat, Oxalat, Phthalat,  Salicylat, Succinat, Sulfat oder als Quecksilberverbin,  dungen von Hexamethylentetramin, Pentachlorphenol  oder Phthalazinon. Jede Verbindung, die in dem ver  wendeten System Quecksilberionen zu liefern vermag, ist       erfindungsgemäss    anwendbar; jedoch wird man norma  lerweise Verbindungen mit extrem .geringer Löslichkeit  oder dunkler Farbe oder solche, deren Anionen einen  nachteiligen Effekt besitzen, wie z. B. Quecksilbersulfid  oder -thiocyanat, vermeiden.  



  Silberbehenat-Halbseife ist ein Gemisch aus     äquimo-          laren    Mengen von Silberbehenat und Behensäure, das  durch Ausfällung mit Silbernitrat und Salpetersäure aus  dem Natriumsalz der handelsüblichen Behensäure erhal  ten wird. Andere Mengenverhältnisse des Silbersalzes  zur freien Säure können verwendet werden, oder die  freie Säure kann gänzlich fortgelassen werden, was  insbesondere dann der Fall ist, wenn     Durchsichtigkeit     erwünscht ist. Silbersalze von anderen langkettigen  Fettsäuren, z. B. Silberstearat oder Silbermyristat, kön  nen ebenfalls verwendet werden.  



  Das erfindungsgemässe Material enthält als Reduk  tionsmittel für das Silberseifenmaterial ein oder mehrere  sterisch gehinderte, normalerweise feste,     ortho-substi-          tuierte,    und gewöhnlich ortho-alkyl-substituierte,     pheno-          lische    Reduktionsmittel. Diese Stoffe reagieren in Abwe  senheit von Phthalazinon oder dgl. nur schwierig mit  Silberbehenat. Die beiden Materialien können beispiels  weise zusammen in einem organischen Lösungsmittel  suspendiert oder in Form von trockenen Pulvern ver  mischt vorliegen, und zwar tagelang ohne jedes Anzei  chen für eine Reaktion miteinander.

   Wenn sie mit einem  Bindemittel in einem dünnen Überzug auf einem Papier  vermischt werden, reagieren die beiden Stoffe nur bei  relativ hohen Temperaturen in der     Grössenordnung    von  150  C oder darüber, und selbst dann unter Bildung  einer gelblichen Färbung mit niedriger Dichte anstelle  des schwarzen dichten Aussehens, welches man norma  lerweise dem durch Reduktion von Silberbehenat er  zeugten Silberbildes zuschreibt. In Gegenwart von  Phthalazinon jedoch erzeugt die Kombination von     Sil-          berbehenat    mit dem Reduktionsmittel dichte schwarze       Bildbereiche,    z. B. beim Erhitzen auf etwa 140  C.  



  Beispiele für feste, wasserunlösliche,     ortho-sub-          stituierte    Phenole, die sich in diesen Massen als  brauchbar erwiesen haben, sind z. B. eine Reihe von  im Handel als Antioxydationsmittel oder Konservie  rungsmittel     erhältliche    Verbindungen, wie z.

   B.:  2,5-Dihydroxyacetophenon;     Bis-(2-hydroxy-3-tert.-          butyl-5-methylphenyl)-methan;        Bis-(2-hydroxy-3,5-          di-t-butylphenyl)-methan;        2,4,4-Trimethylpentyl-          bis-(2-hydroxy-3,5-dimethylphenyl)-methan;        4,4'-Me-          thylen-bis-(3-methyl-5-t-butylphenol);        Bis-(3-          methyl-4-hydroxy-5-t-butylphenyl)-sulfid;        4,4'-Me-          thylen-bis-(2,6-di-t-butylphenol);        2,2'-Methylen-          bis-(2-t-butyl-4-äthylphenol);

          3,5-Di-t-butyl-4-          hydroxybenzyldimethylamin;        2,6-Methylen-bis-(2-          hydroxy-3-t-butyl-5-methylphenyl)-4-methylphenol;     α,α-(3,5-Di-t-butyl-4-hydroxyphenyl)-dimethyläther  und     3.3'.5,5'-Tetra-t-butyl-4.,4'-dihydroxybi-          phenyl.         Die Zeichnung erläutert typische Kurven  D log E ,  die mit den lichtempfindlichen Blattmaterialien der       verschiedenen    speziellen Beispiele     gemäss    den Angaben  auf den verschiedenen Figuren erhalten wurden.  



  Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläu  tern, jedoch nicht beschränken.    <I>Beispiel Z</I>  
EMI0003.0002     
  
    Masse <SEP> A
<tb>  Silberbehenat-Vollseife <SEP> 10 <SEP> g
<tb>  Äthylacetat <SEP> 90 <SEP> g
<tb>  Quecksilberbromid <SEP> 0,4 <SEP> g
<tb>  0,05 <SEP> 0/o <SEP> Farbstofflösung <SEP> 4 <SEP> ml
<tb>  20 <SEP> 0/o <SEP> Polyvinylbutyral-Lösung <SEP> 42 <SEP> g       Der Farbstoff ist 3     -Allyl-5-[3-äthyl-(2-naphthox-          azoyliden)-äthylidon]    -1-phenyl-2-thiohydantoin,  gelöst in Chloroform.  



  Das Polyvinylbutyral ist in dünnen Filmen bei  150  C nichtklebrig; es ist in Äthylacetat gelöst.  
EMI0003.0005     
  
    Masse <SEP> B
<tb>  Celluloseacetatbutyrat <SEP> (alkohollöslich) <SEP> 2,5 <SEP> g
<tb>  Phthalazinon <SEP> 0,5 <SEP> g
<tb>  &alpha;,&alpha;'-(3,5-Di-t-butyl-4-hydroxyphenyl)  dimethyläther <SEP> 2 <SEP> g
<tb>  Gemische <SEP> aus <SEP> Methylalkohol:Aceton, <SEP> 4:1 <SEP> (Vo  lumen) <SEP> 22,5 <SEP> g       Papier mit glatter Oberfläche wird durch Messerauf  trag mit der Masse A beschichtet, und zwar durch eine  Spaltöffnung von 0,10 mm, und dann getrocknet; eine  weitere Schicht von 0,05 mm der Masse B wird in  ähnlicher Weise aufgebracht und getrocknet. Anteile des  Blattes werden, ohne     belichtet    zu werden, während eines  geeigneten kurzen Zeitraumes, z.

   B. 10 Sekunden lang  auf verschiedene Temperaturen erhitzt, um die maxima  le Temperatur zu bestimmen, bei der ein minimaler  feststellbarer Anstieg der Dichte von nicht mehr     als    etwa  0,1 .hervorgerufen wird. Ein weiterer Anteil wird dann  sensitometrisch belichtet, d. h. mit Licht von einem  Wolframfaden durch einen Keil hindurch, und dann  durch Erwärmen auf -diese Temperatur während 10  Sekunden entwickelt. Die erhaltene Kurve  D log E   zeigt eine positive Neigung.  



  Ein weiterer Anteil wird 10 Sekunden lang auf etwas  höhere Temperaturen erwärmt, jedoch nicht auf eine  Temperatur     oberhalb    derjenigen, bei der die ersten  Anzeichen von Verschmoren, Blasenbildung, Aufspal  tung oder eines ähnlichen Schädigungseffektes eintreten,  und zwar, um     die    minimale Temperatur zu bestimmen,  die zur Erzeugung der maximal     geeigneten    Dichte       ,erforderlich    ist; diese minimale Wärmezuführung wird  angewendet, um einen weiteren sensitometrisch belichte  ten Anteil zu entwickeln. Die für diesen zweiten Ab  schnitt erhaltene Kurve  D log E  zeigt     :eine    negative  Neigung, auf die fast unmittelbar eine ausgedehnte  positive Neigung folgt, wie in Kurve 1 in Fig. 1 gezeigt  ist.

   Innerhalb der kritischen Belichtungszeit und unter  den kritischen Erwärmungsbedingungen, die zur Erzeu  gung einer solchen negativen Neigung     notwendig    sind,  kann ein direktes Positiv erhalten werden, wobei die    unbelichteten, an diesen Bereich des Keils angrenzenden  Anteile eine höhere Dichte als der     mit    dem Keil  belichteten     Anteil    zeigen.  



  Das Erwärmen wird vorzugsweise zwischen erwärm  ten, glatten, metallischen Pressplatten oder durch Berüh  rung mit einer erwärmten polierten Metalltrommel  durchgeführt.  
EMI0003.0016     
  
    <I>Beispiel <SEP> 2</I>
<tb>  Silberbehenat-Halbseife <SEP> 9,16 <SEP> g
<tb>  Aceton <SEP> 70 <SEP> ml
<tb>  Quecksilberbromid <SEP> 0,2 <SEP> g
<tb>  12 <SEP> 0/o <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> in <SEP> gleichen
<tb>  Volumenanteilen <SEP> von <SEP> Aceton <SEP> und <SEP> Methanol <SEP> 100 <SEP> g
<tb>  Phthalazinon <SEP> 0,55 <SEP> g
<tb>  2,6-Bis-(3'-t-butyl-2'-hydroxy-5'  methylbenzyl)-4-methylphenol <SEP> 4,5 <SEP> g
<tb>  0,05 <SEP> 0/o <SEP> Lösung, <SEP> von <SEP> 3-Allyl-5-((3-Äthyl-2  (3H)-benzoxazolydien)-äthylden]-1  methyl-2-thio-hydantoin <SEP> ,in <SEP> Chloroform <SEP> 2 <SEP> ml
<tb>  Tetrachlorphthal-säure-anhydrid <SEP> 0,

  015 <SEP> g       Die Halbseife wird zunächst durch     Vermahlen    in  einer Kugelmühle mit dem Aceton     vermischt.    Die  übrigen Komponenten werden in der angegebenen Rei  henfolge bei minimal vollständigem Mischen hinzugege  ben, und die Masse wird sofort durch eine     Öffnung    von  0,1 mm auf glattes Papier, das zuvor leicht mit     Poly-          vinylalkohol    geschlichtet worden ist, aufgeschichtet.  



  Anteile des beschichteten Blattes werden ohne vor  herige Belichtung auf verschiedene Temperaturen er  hitzt, um die     maximal        erhältliche    Dichte zu bestimmen.  Ein Anteil wird dann sensitometrisch, d. h. durch einen  Keil, belichtet und bei Bedingungen der für die maxima  le Dichte erforderlichen Zeit und Temperatur erhitzt.  Die erhaltene Kurve  D log F , als Kurve 2 in Fig. 1  gezeigt, zeigt eine negative Neigung von einer maxima  len Dichte von 1,2 bis zu einer minimalen von 0,16,  oder mehr als dem Dreifachen der in     Beispiel    1  erhaltenen Differenz.

    
EMI0003.0025     
  
    <I>Beispiel <SEP> 3</I>
<tb>  15 <SEP> 0/o <SEP> Suspension <SEP> von <SEP> Silberbehenat-Vollseife <SEP> 67 <SEP> g
<tb>  Quecksilberbromid <SEP> 0,4 <SEP> g
<tb>  15 <SEP> 0/o <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> 67 <SEP> g
<tb>  Phthalazinon <SEP> 0,5 <SEP> g
<tb>  2,2'-Methylen-bis(-4,6-di-t-butylphenyl) <SEP> 4 <SEP> g       Das Silberbehenat wird in einem Gemisch aus  gleichen Volumina von Toluol und Methyläthylketon  dispergiert und durch einen Homogenisator geführt, um  eine     nichtabsitzende,    gelatinöse Suspension zu erhalten.  Das polymere Material wird in Methyläthylketon ge  löst.  



  Die Masse wird auf einen 0,10 mm dicken, durch  sichtigen Polyäthylenterephthalat-Polyesterfilm bis zu  einer feuchten Dicke von 0,076 mm aufgetragen und an  der Luft getrocknet.  



  Anteile des Blattes werden     sensitometrisch        belichtet     und durch Erhitzen während 10 Sekunden     auf    112  C,  120  C, 1_27  C, bzw. 133  C entwickelt. Die ersten  beiden zeigen in der Kurve  D log     E     nur eine positive       Naigung,        während    die letzten beiden eine deutliche  negative Neigung in der Kurve  D log E , zeigen, und  zwar mit einem     Dichte-Differenzmaximum    von 1,0 bei      der 127  C-Kurve und von 0,9 bei der 133  C-Kurve,  wie in Fig. 3 gezeigt wird.  



  Ein etwas vermindertes, jedoch noch brauchbares  Dichte-Differential wird für die Kurve  D log E  mit  negativer Neigung bei Verwendung von     Polyvinylalko-          hol    anstelle von Polyvinylbutyral als Bindemittel erhal  ten.    <I>Beispiel 4</I>  
EMI0004.0002     
  
    Masse <SEP> A
<tb>  Silberseifen-Suspension <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 3 <SEP> 33,5 <SEP> g
<tb>  2 <SEP> % <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Quecksilberbromid <SEP> in <SEP> Metha  nol <SEP> 5 <SEP> ml
<tb>  10 <SEP> 0/o <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> in <SEP> 1:

  1 <SEP> Ace  ton-Methanol <SEP> 25 <SEP> g
<tb>  Phthalazinon <SEP> 0,25 <SEP> g
<tb>  Farbstoff-Lösung <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> ml
<tb>  Masse <SEP> B
<tb>  10 <SEP> % <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Celluloseacetat <SEP> in <SEP> Aceton <SEP> 25 <SEP> g
<tb>  2,2'-Methylen-bis(4-methyl-6-t-butyl  phenyl) <SEP> 1 <SEP> g
<tb>  1,1-Bis-(2-hydroxy-3,5-dimethylphenyl)
<tb>  -3,5,5-trimethylhexan <SEP> 1 <SEP> g       Ein durchsichtiger, 0,076 mm dicker Polyesterfilm  wird mit<B>0,10</B> mm der Masse A und nach dem Trocknen  mit 0,05 mm der Masse B beschichtet.

   Nach dem  Belichten mit Licht von einer Wolframquelle und durch  einen Keil sowie nach dem Entwickeln während 10  Sekunden bei 118  C wird eine Kurve  D log E   erhalten, die eine scharfe negative Neigung und eine  anschliessende fast ebenso scharfe und etwas ausgedehn  te positive Neigung zeigt, wobei die Kurve eine Dichte  von nicht mehr als 0,2 zwischen     Belichtungen    von 20  und 56 Meter-Kerzen-Sekunden (mcs) anzeigt; vgl.  Kurve 4 in Fig. 4.  



  Eine weitere Probe desselben Blattes wird mit einem  Elektronenstrom aus einem Elektronenstrahlerzeuger  mit einem Beschleunigungspotential von 20 KeV be  strahlt. Der Streifen wird -in einem flüssigen Fluorkoh  lenstoffbad bei 117  C während 25 Sekunden     entwik-          kelt.    Eine klare transparente Spur auf einem schwarzen  Untergrund wird erhalten.

      <I>Beispiel 5</I>  
EMI0004.0006     
  
    Masse <SEP> A
<tb>  Silberbehenat-Vollseife <SEP> 100,
<tb>  Methyläthylketon <SEP> 100 <SEP> ml
<tb>  2 <SEP> a/11 <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Quecksilberbromid <SEP> in <SEP> Metha  nol <SEP> 10 <SEP> ml
<tb>  25 <SEP> a/11 <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> in <SEP> Methyl  äthylketon <SEP> 20 <SEP> g
<tb>  Masse <SEP> B
<tb>  Aceton <SEP> 90 <SEP> g
<tb>  Methanol <SEP> <B>log</B>
<tb>  Celluloseacetat <SEP> 5 <SEP> g
<tb>  Phthalazinon <SEP> 1 <SEP> Q
<tb>  2-2'-Methylen-bis-(4,6-di-t-butyl-phenol) <SEP> 8       Die Masse A wird durch eine Spaltöffnung von  0,10 mm auf einen transparenten Polyesterfilm aufge  bracht, worauf nach dem Trocknen der Auftrag von  0,076 mm der Masse B erfolgt. Das getrocknete Blatt  wird sensitometrisch belichtet und während 10 Sekun  den bei 127  C entwickelt.

   Die Kurve  D log E  (Kurve  5 in Fig. 4) zeigt eine negative Neigung von einer  anfänglichen Dichte von fast 2 bis zu einer minimalen  Dichte von 0,2, und die minimale Dichte erstreckt sich  zwischen Belichtungen von 250 mcs und 2500 mcs.  



  Obgleich die Menge an Phthalazinon in diesem  Beispiel anhand der Konzentrationen und der Überzugs  gewichte etwas grösser als 8 Mol pro Mol Quecksilber  zu sein scheint, vermindert sein Auftrag in einer getrenn  ten Schicht die wirksame Konzentration auf einen Wert,  -der nicht über dem speziell angegebenen Mengenanteil  liegt, was durch die negative Neigung der Kurve  D log  E  bewiesen wird. Das erforderliche Mengenverhältnis  von Phthalazinon und Quecksilber wird anhand von  unter Gleichgewichtsbedingungen durchgeführten Mes  sungen festgestellt.  



  In jedem der vorstehenden Beispiele zeigt     -die    negati  ve     Neigungscharakteristik    der Kurve  D log E  an,     dass     das Blatt eine direkte     positive    Aufzeichnung zu bilden  vermag, wenn es mit einem Lichtbild belichtet und dann  unter minimalem Erhitzen unter Erzeugung der maxi  malen geeigneten Dichte in den unbelichteten Bereichen  entwickelt wird.

   Es ist daher möglich, mit diesen  Materialien Duplikate von positiven Durchsichtbildern,,  gedruckten Dokumenten und anderen Originalen herzu  stellen, wobei das Original und die Kopie jeweils aus  schwarz oder dunkel gefärbten Bildern auf weniger  dichten, weissen oder durchsichtigen Untergrundberei  chen     bestehen.       <I>Beispiel 6</I>  
EMI0004.0012     
  
    Silberbehenat-Halbseife <SEP> 9,66 <SEP> g
<tb>  Aceton <SEP> 70 <SEP> ml
<tb>  Quecksilberbromid <SEP> 0,1466 <SEP> g
<tb>  11 <SEP> %ige <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyvinylbutyral <SEP> in <SEP> Met  hanol <SEP> und <SEP> Aceton <SEP> 100 <SEP> g
<tb>  Phthalazinon <SEP> 0,6 <SEP> g
<tb>  2,6-Bis-(3'-t-butyl-2'-hydroxy-5'  methylbenzyl)-4-methylphenol <SEP> 4,75 <SEP> g
<tb>  0,

  05 <SEP> 1119 <SEP> Farbstoff-Lösung <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> ml
<tb>  Tetrachlorphthalsäureanhydrid <SEP> 0,015 <SEP> g       Die Masse wird in einer Dicke von 0,10 mm auf  Papier mit glatter Oberfläche aufgetragen. Ein erster  Anteil wird     sensitometrisch    belichtet und dann in Vor  derseite-zu-Vorderseite-Berührung mit einem weiteren  unbelichteten Anteil     desselben    Blattes     angeordnet,    wobei  ein dünnes     Sedensieb    mit offenen Maschen zwischen die  beschichteten Oberflächen gelegt worden ist. Das Ver  bundgebilde wird 10     Sekunden    lang auf 126  C er  hitzt.  



  In jedem Fall bleibt ein grosser Anteil des belichte  ten Bereiches weiss, während die unbelichteten und  wenig belichteten Bereiche in ein dichtes Braunschwarz  übergehen. Bei beiden Proben zeigt die Kurve  D log E   eine negative     Neigung,    wie aus     Fi.g.    2 hervorgeht, in der  die Kurven. 6E und 6U die Ergebnisse für die belichteten  bzw. die unbelichteten Anteile erkennen lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Lichtempfindliches, flächenförmiges Material mit einer .durch Wärme entwickelbaren Schicht zur Auf zeichnung von Lichtbildern, enthaltend eine wärmeemp- findliche,bilderzeugende Komponente aus einem orga nischen Silbersalz und einem Reduktionsmittel, sowie ein lichtempfindliches Silberhalogenid, dadurch gekenn zeichnet, dass ferner eine Quecksilberverbindung in einer solchen Menge .anwesend ist, dass die Kurve D log E .der Schicht, ermittelt durch sensitometrische Belichtung und Entwicklung, eine negative Neigung zeigt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Lichtempfindliche Schicht nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht 0,5 bis 10 Gew.-% Phthalazinon enthält. 2. Lichtempfindliche Schicht nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das reduzierende Mittel ein festes, wasserunlösliches, o-Alkyl-substituiertes Phe nol .ist. 3. Lichtempfindliche Schicht gemäss Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, .dass die Quecksilber verbindung in einer Menge von bis zu 0,15 Mol pro Mol der Silberverbindung anwesend ist.
    4. Lichtempfindliche Schicht gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Phthalazinon in einer Menge von nicht mehr als 8 Molen pro Mol der Quecksilberverbindung anwesend ist. <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges</I> Eigenturm: Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang ste hen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbe reich des Patentes massgebend ist.
CH299469A 1968-02-28 1969-02-27 Lichtempfindliches flächenförmiges Material CH531193A (de)

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