CH532143A - Vorrichtung zur Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an Maschinen, sowie Verwendung der Vorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zur Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an Maschinen, sowie Verwendung der VorrichtungInfo
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Description
Vorrichtung zur Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an Maschinen, sowie Verwendung der
Vorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an Textilmaschinen, insbesondere an Webstühlen und Webmaschinen.
Für die Betriebsüberwachung in Unternehmungen der Textilindustrie, insbesondere in Webereien, wird die automatische Erfassung der von den Webmaschinen geleisteten Arbeit immer weitgehender berücksichtigt. Die Tendenz geht dahin, die Stuhstillstände auf das absolut nötige Minimum zu bringen und damit die Produktivität der Weberei auf einem Optimum zu halten. Da der Einsatz von Personal für diese Überwachung immer kostspieliger wird, müssen Mittel und Wege gefunden werden, um die Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an den zu überwachenden Webmaschinen automatisch vorzunehmen. Gleichzeitig soll angestrebt werden, die aus dieser Erfassung resultierende Information in einer Form zu erhalten, die die unmittelbare Weiterverarbeitung mittels Datenverarbeitung gestattet.
Die Erfassung der Lauf- und Stillstandszeiten soll auch gewährleisten, dass die resultierende Information nicht willkürlich verändert werden kann, indem beispielsweise die Bedienungsperson mehr Stillstände oder Wiederanläufe vortäuschen kann, als in Wirklichkeit erfolgt sind. Dies muss deshalb vermieden werden, weil bei bestimmten Arten der Leistungsentlöhnung die Zahl der erfolgten Stillstände bzw.
Wiederanläufe zur Festsetzung der Leistungszuschläge dienen.
Die dieser Erfassung dienende Vorrichtung soll auch geeignet sein, unter allen auftretenden Bedingungen an den Webmaschinen einfach eingebaut zu werden.
Die vorliegende Erfindung trägt diesen Anforderungen Rechnung und betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an Textilmaschinen, insbesondere an Webstühlen und Webmaschinen, und zeichnet sich dadurch aus, dass ein Sensor vorgesehen ist, der von einem bei Lauf der Maschine rotierenden und bei Stillstand der Maschine ruhenden Teil beeinflusst wird und ein Signal abgibt, während die Maschine in Betrieb steht, dagegen das Signal wegfällt, sobald die Maschine stillsteht.
Die Erfindung umfasst auch die Verwendung der Vorrichtung an einer Webmaschine.
Das am Ausgang des Sensors anstehende Signal steht dann für die weitere Auswertung zur Verfügung, die beispielsweise darin bestehen kann, dass in vorgegebenen Zeitintervallen abgefragt wird, ob das Signal vorhanden ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist den Vorteil auf, dass eine Einflussnahme auf das Ausgangssignal durch unberechtigte Eingriffe ausgeschlossen ist. Jede Störung des ordnungsgemässen Betriebs äussert sich dann in einer scheinbaren Vermehrung der Stillstandszeiten und damit in einer Benachteiligung der Bedienungsperson.
Anhand der Beschreibung und der Figuren wird ein Ausführungsbeispiel näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 das eigentliche Abtastorgan zur Steuerung des Sensors,
Fig. 2 schematisch den Aufbau eines Sensors,
Fig. 3-7 den zeitlichen Verlauf elektrischer Grössen an den aufeinanderfolgenden Schaltstufen des Sensors.
In Fig. 1 bedeutet 1 eine bei Betrieb der Webmaschine rotierende, bei Stillstand ruhende Welle der Webmaschine.
Auf dieser Welle ist eine Fahne 2 befestigt, die mit der Welle umläuft und dabei einen Schlitz 3 im Gehäuse 3 des Sensors durchläuft. In den beiden den Schlitz 3 begrenzenden Schenkeln des Gehäuses 3 sind nun Induktivitäten 5, 6 enthalten, die den Schwingungszustand eines Oszillators 4 beeinflussen (Fig. 2). Befindet sich die Fahne 2 im Schlitz, ist die Kopplung zwischen den Induktivitäten unterbrochen und der Oszillator schwingt nicht. Sobald die Fahne 2 den Schlitz 3 verlässt, facht die nun vorhandene Kopplung zwischen den Induktivitäten 5, 6 den Oszillator 4 zu Schwingungen an, die so lange anhalten, bis bei der nächsten Umdrehung die Fahne 2 wieder den Schlitz 3 durchläuft. Am Ausgang des Oszillators bildet sich also ein unterbrochener Schwingungszug U4 gemäss Fig. 3 mit der Dauer T1 und Lücken T2.
Diese Schwingungszüge - deren Frequenz beispielsweise 25 kHz betragen kann - werden in einem Gleichrichter 7 in Gleichstromsignale U7 umgeformt, deren Dauer ebenfalls T1 beträgt und von Lücken T2 gefolgt sind.
Diese Gleichstromsignale U7 sind weiter an ein Differenzierglied 8 gelegt, das jede Änderung derselben als einen in positiver oder negativer Richtung polarisierten Impuls U8 liefert. Durch diese Differenzierung ist nun das Kriterium geschaffen, das eine Information darüber gibt ob die Webmaschine läuft oder stillsteht.
Da die Impulse U8 selbst nicht ohne weiteres verwertbar sind, steuern sie einen an sich bekannten Schmitt-Trigger 9 an, der beim Auftreten eines positiven Impulses 81 umkippt und nach dessen Ende wieder in seine Ausgangslage zurückkippt.
Die negativen Impulse 82 bleiben unwirksam.
Es lassen sich jedoch auch bei entsprechender Auslegung des Schmitt-Triggers 9 die negativen Impulse 82 zur Steuerung des Schmitt-Triggers 9 bei Unterdrückung der positiven Impulse 81 heranziehen.
Die Impulse 90 des Schmitt-Triggers 9 werden nun in einem Zeitglied 10 gespeichert und ergeben eine Ladespannung 100, die während des Impulsintervalles 91 teilweise wieder abklingt, bis beim nächsten Impuls 90 wieder eine Neuaufladung erfolgt.
Diese Ladespannung 100-101 hält ein Relais 11 aufgezogen.
Unterbleiben nun die Impulse U8 am Differenzierglied 8 da bei Stillstand der Fahne 2 keine Unterbrechungen der Oszillatorspannung U4 auftreten - unterbleibt die Wiederaufladung des Zeitgliedes 10 und die Ladespannung 100 bzw.
Entladespannung 101 unterschreitet einen Grenzwert U11, wodurch das Relais 11 abfällt. Sofern der Kontakt 12 des Relais 11 als Ruhekontakt ausgebildet ist, wird somit ein Stromkreis 13 geöffnet, solange das Relais aufgezogen bleibt, und geschlossen. wenn das Relais abgefallen ist. Der Schaltzustand dieses Stromkreises ist somit das Kriterium für den Betriebszustand - Lauf oder Stillstand - der Webmaschine.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEI. Vorrichtung zur Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an Maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (3) vorgesehen ist, der von einem bei Lauf der Maschine rotierenden und bei Stillstand der Maschine ruhenden Teil (1) beeinflusst wird und ein Signal (U13) abgibt, während die Maschine in Betrieb steht, dagegen das Signal wegfällt, sobald die Maschine stillsteht.II. Verwendung der Vorrichtung nach Patentanspruch I an einer Webmaschine.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als den Sensor (3) beeinflussender Teil eine auf einer Maschinenwelle (1) angebrachte Fahne (2) vorgesehen ist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass der Sensor (3) einen Oszillator (4) aufweist, dessen Schwingungsverhalten durch zwei magnetisch gekoppelte Induktivitäten (5, 6) bestimmt wird.3. Vorrichtung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahne (2) die Kopplung der Induktivitäten (5, 6) bei ihrem Durchgang aufhebt und damit die Schwingungen unterbricht.4. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Oszillator (4) im Sensor (3) ein Gleichrichter (7) und ein Differenzierglied (8) folgt, dass die vom Differenzierglied (8) auftretenden Impulsspitzen (81) vorgegebener Polarität einen Schmitt-Trigger (9) zur Abgabe von Impulsen (90) ansteuern, und dass ferner diese Schmitt-Trigger-Impulse (90) in einem Zeitglied (10) gespeichert werden.5. Vorrichtung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitglied (10) eine kurze Ladezeitkonstante und eine mindestens um einen Faktor 10 grössere Entladezeitkonstante aufweist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ladezustand des Zeitgliedes (10) von einem Relais (11) ausgewertet wird, dessen Armatur bei einer Ladespannung (101) oberhalb eines Grenzwertes (U11) angezogen, bei einer Ladespannung (101) unterhalb dieses Grenzwertes (U11) abgefallen ist.Zellweger AG, Apparate- und Maschinenfabrik Uster
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH843871A CH532143A (de) | 1971-06-10 | 1971-06-10 | Vorrichtung zur Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an Maschinen, sowie Verwendung der Vorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH843871A CH532143A (de) | 1971-06-10 | 1971-06-10 | Vorrichtung zur Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an Maschinen, sowie Verwendung der Vorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH532143A true CH532143A (de) | 1972-12-31 |
Family
ID=4340347
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH843871A CH532143A (de) | 1971-06-10 | 1971-06-10 | Vorrichtung zur Erfassung von Lauf- und Stillstandszeiten an Maschinen, sowie Verwendung der Vorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH532143A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0053231A1 (de) * | 1980-11-28 | 1982-06-09 | Zeltron Istituto Zanussi Per L'elettronica S.P.A. | Geschirrspüler mit einer Vorrichtung zum Überwachen der Drehung der Sprüharme |
-
1971
- 1971-06-10 CH CH843871A patent/CH532143A/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0053231A1 (de) * | 1980-11-28 | 1982-06-09 | Zeltron Istituto Zanussi Per L'elettronica S.P.A. | Geschirrspüler mit einer Vorrichtung zum Überwachen der Drehung der Sprüharme |
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Legal Events
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| PL | Patent ceased |