Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bauelementensatz zum Bau von Gebäuden mit Wandelelementen und Deckenelementen, welche unter Freilassung von öffnungen für Türen und Fenster zur Begrenzung von Raumeinheiten aneinanderbaubar und miteinander verbindbar sind.
Das heutige Bauwesen neigt in vermehrtem Masse dazu, anstelle der traditionellen. kleinformatigen, vorgefertigten Bauelemente (z.B. Backsteine, Ziegel) für die Erstellung von Gebäuden zu grösseren Elementen zu greifen, nämlich solchen. die im fertigen Gebäude ganze Raumwände bzw. Decken bilden, u. diese Wand- u. Dekkenelemente entweder zentralisiert oder am Bauplatz selbst vorzufertigen. Diese Entwicklung ist einerseits erst durch die heutigen leistungsfähigen Hebezeuge enmög- licht worden, andererseits ist sie durch das Bestreben verursacht, die Rohbaukosten niedrig zu halten.
Den bekannten Arten, mit solchen Bauelementen zu bauen, haftet jedoch u.a. der wesentliche Nachteil an, dass sie entweder auf einfache Herstellung, leichten Transport und praktische Handhabung auf Kosten des späteren Zusammenbaus der Bauelemente ausgelegt oder aber umgekehrt auf einfachen Zusammenbau auf Kosten der bei der Fabrikation auftretenden Probleme.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Schaffung eines Bauelementesatzes der eingangs genannten Art, der diese Nachteile weitgehend vermeidet und insbesondere, jedoch nicht ausschliesslich, besonders für die sog. Platzvorfabrikation geeignet ist.
Aufgabe der Erfindung ist es somit, den Bauelementsatz derart auszugestalten. dass sowohl bei der Herstellung. beim Transport, beim Heben und beim schliesslichen Zusammenbau ein Höchstmass an Zeitersparnis ohne besonderen technischen Aufwand erzielt werden kann.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis. dass die Zeitersparnis dann ein Höchstmass erreichen kann. wenn an den Bauelementen und insbesondere an den Wandelementen hei der Herstellung sowohl für das Transpor- tieren, als auch das Heben und schliesslich für das Zusammenhauen ein und dieselben eKraftangriffsDunkte ausgebildet werden und zwar derart. dass sie zugleich den Forderungen aller vorstehend erwähnten Handhabungen in gleicher Weise vorteilhaft gerecht werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der vorgeschlagene Banelementesatz erfindungsgemäss dadurch zJekennzeich- net. dass wenigstens die Wandelemente an ihren im Ge Gebäude horizontal zu liegen bestimmten Stirnseiten Bohrungen aufweisen, in denen je das eine Ende von Bolzen befestigt ist. wobei das andere Ende der Bolzen über die Stirnseite hinaus vorsteht und in die zugeord netze Bohrung des angrenzenden Wandelementes steckbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung, in der einige interessante Phasen der Herstellung, des Transportes und des Zu sammenhaus dargestellt sind. näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 und 2 einen Vertikalschnitt bzw. einen Schnitt längs der Linie 2-2 der Fig. 1 durch eine Rahmenscha- lung, in der Wandelemente stapelweise llergestellt werden.
Fig. 3 einen Schnitt durch das obere Ende eines Stapels Wandelemente beim Abheben des obersten lilemen- tes,
Fig. 4 eine Phase des Zusammenbaues, in der ein
Deckenelement an die obere Stirnseite eines Wandelementes herangebracht und darauf abgesetzt wird,
Fig. 5 eine weitere Phase des Zusammenbaues, in der ein oberes Wandelement auf die auf einem unteren Wandelement befestigten Deckenelemente aufgesetzt wird,
Fig. 6 die Halterung eines soeben aufgesetzten Wandelementes. bis die darauf zu liegen bestimmten Deckenelemente aufgesetzt sind und
Fig. 7-9 einige Details einer zum Anheben der horizontal liegenden Wandelemente vorzugsweise verwendeten Halteeinrichtung.
In den Fig. 1 und 2 sind Teile eines unteren Schalungsrahmens 10 und eines oberen Schalungsrahmens 11 gezeigt. Jeder der unter sich gleichen Schalungsrahmen
10, 11 besteht aus miteinander mittels Bolzen 15 und Muttern 16 verschraubten C-Profile 12, 13, wobei am Profil 12 Lappen 14 angeschweisst bzw. Lücken 17 ausgespart sind, so dass sich die Rahmen 10, 11 aufeinander stapeln lassen und sich gleichzeitig gegen seitliche Verschiebung sichern lassen.
Diese Rahmen 10. 11 begrenzern je einen quaderförmigen Raum und sind beidseitig offen. Auf einer flachen Unterlage (nicht dargestellt) stellt somit der Rahmen 10 eine flache Schale dar, in die sich ein Wand (oder Decken-)-Element giessen lässt, wobei die C-Profile 12, 13 dann die Schalung für die Stirnwände des eingegossenen Bauelementes bilden.
In Fig. 1 und 2 ist die Schalung für ein Wandelement dargestellt und das Profil 12 bildet die Schalung für eine der horizontal zu liegen bestimmten Stirnseiten.
In diesem Profil 12 sind in einem vorbestimmten Abstand voneinander zwei Bohrungen 18 ausgebildet (nur eine Bohrung ist dargestellt). Durch diese Bohrung 18 greift ein Bolzen 19. mit dem eine Büchse 21 fest und zentriert an die Innenseite des Profils 12 gespannt ist.
Zu diesem Zweck trägt das rechts erscheinende Ende des Bolzens 19 ein Aussengewinde 20, das in einen Gewindeansatz 22 der Büchse 21 geschraubt ist. Andererseits ist an dem Bolzen 19 ein konisch abgesetzter Bund 23 ausgebildet. der in eine konische Ansenkung 24 der Büchse 21 passt. Das links erscheinende Ende des Bolzens 19 trägt ein Aussengewinde 25 und ist mittels einer Mutter 26 und einem Zwischenstück 28 festgezogen.
Damit ist Gewähr dafür geboten, dass die Büchse 21 samt ihrem Verankerungsbügel 27 von ausseil'alb des Schalungsrahmens 10 bzw. 11 vor dem Eingiessen des Mörtels in die Rahmen genau zentriert im Inneren der Schalungsrahmen befestigt werden können.
Diese Vorbereitungsarbeiten sind an der Rahmenschalung 11 dargestellt. Nun kann, nach dem Verlegen einer allfälligen Armierung im Inneren des Schalungsrahmens, mit dem Eingiessen des Betons begonnen werden, worauf ein Wandelement 29 mit eingegossenen Büchsen entsteht, wie in Fig. 1 in der Rahmenschalung 10 dargestellt. Nach der Aushärtung des Betons dieses Wandelementes 29 wird das Ganze mit einer Trennfolie 30.
z.B. aus Polyäthylen oder PVC abgedeckt, und auf analoge Weise ein weiteres Wandelement in die Rahmenschalung 11 vergossen. Danach wird die Rahmenschalung 10 demontiert und zwar durch Lösen der Bolzen 15, Muttern 16 sowie durch Ausschrauben der Bolzen 19 aus dem Gewindeansatz 22 der Büchsen 21. Anschliessend wird die Rahmenschalung 10 oberhalb der Schalung 11 wieder zusammengebaut, mit neuen Büch sen 21 versehen. so dass oberhalb der Schalung 11 wieder ein neues Wandelement gegossen werden kann.
Dieses Vorgehen, das mit Ausnahme des Eingiessens der Büchsen 21 etwa der herkömmlichen Platzfabrikation entspricht, wird so lange wiederholt, bis die erforderliche Anzahl der Wand- und Deckenelemente im gewünschten Format vorliegt. Im Ergebnis liegen auf dem Bauplatz Stapel von unter sich gleichen, jeweils von einer Trennfolie voneinander getrennten Bauelemente vor. Die Montage des Gebäudes kann beginnen.
Zu diesem Zweck müssen die Wandelemente in die lotrechte Lage verbracht werden. Ein zu diesem Zweck geeignetes Hebezeug wird noch im Zusammenhang mit den Fig. 7-9 zu beschreiben sein. In der Fig. 3 ist dargestellt, wie mittels eines einfachen Hilfsmittels ein Kantenbruch der beim Anheben des Wandelementes unten zu liegen kommenden Stirnseite des Wandelementes vermieden werden kann.
Man erkennt in Fig. 3 zwei aufeinanderliegende, von der Trennfolie 30 getrennte Wandelemente 29, und 290. in die die Büchsen 21 eingegossen sind.
In die Büchse 21 des Wandelementes ist ein Bolzen 31 eingeschraubt. Am abstehenden Ende 32 des Bolzens 31 ist mittels einer Mutter 34 der eine Arm eines Scharnierteils 33 festgespannt. dessen anderer Arm 36 als Steckzapfen ausgebildet ist und mit geringem Spiel in die Bohrung der Büchse 21 des oberen Wandelementes 290 greift. Dabei ist zu bemerken. dass der Mittenabstand zwischen Bolzen 31 und Drehzapfen 35 des Scharnierteils genau der Dicke der Wandelemente 29 bzw. 290 entspricht.
Wird nun das Wandelement 290 an der der dargestellten Stirnseite gegenüberliegenden Stirnseite angehoben, dann wälzt sich nicht die unten links erscheinende Kante des Wandelementes 290 auf dem darunter liegen den Element 29 ab. sondern sie bewegt sich auf einer mit dem Pfeil 37 angegebenen Bahn bis das Hebezeug das Wandelement 290 aus dem Steckzapfen 36 heraushebt, was mit dem Pfeil 38 angedeutet ist. Damit ergibt sich der erste praktische Nutzen der in die Stirnseiten der Wandelemente eingegossenen Büchsen. Ist das Element 290 abgehoben, wird der Scharnierteil 33 an das nächstuntere Paar Wandelemente des Stapels angesetzt, was ohne grossen Aufwand möglich ist.
In Fig. 4 ist das Aufsetzen eines Deckenelementes auf ein bereits stehendes Wandelement dargestellt.
Man erkennt in Fig. 4 das stehende Wandelement 29, mit einer in die nunmehr horizontal liegenden Stirnseite eingegossenen Büchse 21. In die Büchse ist ein Bolzen 40 eingeschraubt. Der Bolzen besitzt einen unteren Schaftabschnitt 41, der mit geringem Spiel in die Bohrung der Büchse 21 passt und an seinem unten erscheinenden Ende ein Aussengewinde 42 trägt,-das fest in den Gewindeansatz 22 der Büchse 21 eingeschraubt ist.
An den Schaftabschnitt 41 schliesst über einen konischen Übergangsabsehnitt 44 ein mittlerer Abschnitt 53 an, der einen grösseren Durchmesser als der Schaftabschnitt aufweist. Der Übergangsabschnitt 44 passt spielfrei in die konische Ansenkung 24 der Bohrung in der Büchse 21. Über einen weiteren konischen Übergangs- abschnitt 45 schliesst an den mittleren Abschnitt 53 ein weiterer Schaftabschnitt 43 an, der denselben Durchmesser wie der Schaftabschnitt 41 besitzt. aber als Steckbolzen ausgebildet ist und dementsprechend in eine konische Spitze 46 ausläuft.
Mit 50 bezeichnet und mit dick ausgezogenen Linien dargestellt, ist ein Deckenelement, das vom Baukran (nicht dargestellt) in Richtung des Pfeiles 54 abgesenkt und nun in Richtung des Pfeiles 55 gegen die vorstehenden Bolzen 40 (nur einer ist sichtbar) verschoben wird.
Diese Verschiebung ist so lange möglich, bis die Stirnseite 52 des Deckenelementes an den Bolzen 40 anstösst.
Dies ist mit dünn ausgezogenen Linien dargestellt. Die Bolzen 40 wirken nun als Anschlag und richten das Deckenelement 50 genau nach dem Wandelement 29 aus.
Daraufhin wird das Deckenelement 50 in Richtung des Pfeiles 56 abgesenkt. Dabei läuft die untere Kante der Stirnseite 52 gegen den konischen Übergangsabschnitt 45 auf und wird um ein geringes Mass zurückgeschoben, was Gewähr dafür bietet, dass das Deckenelement 50 satt an den Bolzen 40 anliegend zur Auflage auf das Wandelement 29 gelangt. (Punktiert eingezeichnet).
Auf der Höhe der Bolzen 40 ist in den Deckenelementen eine Aussparung 57 vorhanden, die von einem eingegossenen Rundstab 51 überbrückt ist. Dieser Rundstab 51 dient dazu, wie anhand der Fig. 5 zu erläutern sein wird, das Deckenelement 50 sowie das auf der gegenüberliegenden Seite an den Bolzen 40 anliegende Deckenelement an den Bolzen 40 zu befestigen.
In Fig. 5 erkennt man wieder das stehende Wandelement 29. Auf seiner oberen, waagrecht liegenden Stirnseite ruht das Deckenelement 50 und auf der linken Seite des Bolzens 40 ein weiteres Deckenelement 500.
Die Aussparungen 57 der Deckenelemente 50, 500 bilden nun eine Vertiefung, die vom Bolzen 40 durchragt ist. Auf den Bolzen 40, und zwar über dessen dickeren Mittelabsehnitt 53, ist nun eine durchbohrte Scheibe 58 gelegt, die auf den Rundstäben 51. 510 aufliegt und mit diesen verschweisst ist. Damit sind die Deckenelemente 50 und 500 gegen seitliche Verschiebungen in allen Richtungen gesichert.
Zum Aufsetzen eines weiteren Wandelementes 291 wird nun wie folgt vorgegangen. Auf den Bolzen 40 wird ein massiver Ring 59 aufgezogen. der mit seiner konisch angesenkten Bohrung satt auf dem Konus 45 des Bolzens 40 sitzt. Als Anschlag für das auf den Schaftabschnitt 43 aufzusteckende nächste Wandelement 291 wird nun an dem Ring 59 ein (oben in Fig. 5 im Aufriss dargestellter) Anschlagteil 60 festgespannt. Dieser Teil besteht aus zwei flachen, zangenartigen Backen 61, die dem Durchmesser des Ringes 59 angepasste Aussparungen 65 aufweisen und die mittels eines Hebelmechanismus 63 um den Zapfen 64 herum voneinander spreizbar und aufeinander zu bewegbar sind. An der einen Backe 61 ist ein lotrecht und hochkant nach oben abstehendes Flacheisen 62 angeschweisst.
Der Abstand der Seitenkante 66 dieses Flacheisens von der Achse des Bolzens 40, d.h. von der Achse der Aussparungen 65 ist derart gewählt. dass er der Hälfte der Dicke des aufzusteckenden Wandelementes 291 entspricht.
Dieses Wandelement 291 wird nun vom Baukran in Richtung des Pfeiles 67 abgesenkt, anschliessend in Richtung des Pfeiles 68 verschoben. bis er zum Anschlagen an die Seitenkante 66 kommt. Da im vorliegenden Beispiel an jeder horizontalen Stirnkante der Wandelemente 29, 290, 291 zwei Bohrungsbüchsen 21 und somit auch zwei Bolzen 40 sowie zwei Anschlagteile 60 vorhanden sind, ist schon beim Anschlagen an diese das Wandelement 291 nach dem Wandelement 29 koplanar ausgerichtet. Anschliessend braucht das Wandelement 291 lediglich noch nach den Bolzen 40 ausgerichtet zu werden und kann anschliessend in Richtung des Pfeiles 69 abgesenkt werden, bis es die in Fig. 5 punktiert angegebene Lage einnimmt. Dabei ist zu beachten, dass das Wandelement auf die obere Stirnseite des Ringes 59 zu liegen kommt, so dass genügend Spiel bleibt, um den Anschlagteil 60 zu entfernen.
Danach ist das Wandelement 291 zu verankern bis auf dem Wandelement 291 weitere Deckenelemente aufgesetzt werden. In Fig. 6 ist eine zweckmässige Art der Verankerung dargestellt. In einem vorbestimmten Abstand von der Stossstelle zwischen Deckenelement 50 und Wandelement 291 sind in beiden Elementen schon bei der Vorfabrikation Bohrungen 76 ausgespart geblieben, die zur Verankerung einer Spannstange 70 dienen. Diese weist an beiden Enden bei 72 angelenkte Spreizzapfen 71 auf. Der mittlere Teil der Spannstange 70 weist eine Gewindespindel 73 auf, die in einen Rohrteil 77 greift.
daselbst und mittels einer Spannmutter 75 grob einstellbar und arretierbar ist, während die Feineinstellung mit einer bei 72 angelenkten Mutter 74 erfolgt.
Zum Verankern des Wandelementes 291 werden nun zuerst die Spreizzapfen 71 in die Bohrungen 76 eingeführt, darin festgespannt und anschliessend wird die Län- ge der Spannstange 70 verändert. bis die Libelle einer an das Wandelement 291 angelegten Wasserwaage 78 anzeigt, dass das Element lotrecht steht. Anschliessend wird die Spannungstange 70 arretiert und das Element 291 ist in lotrechter Stellung gesichert. In dem in Fig. 6 dargestellten Wandelement 291 sind bereits die Bolzen 40 in die Büchsen der oberen Stirnkante eingeschraubt. Das Wandelement 291 ist somit bereit, die nächsten Deckenelemente aufzunehmen.
Anhand der Fig. 7-9 soll nun ein zweckmässiges Hebezeug beschrieben werden, mit dem es möglich ist, mit einem Baukran die am Bauplatz stapelweise horizontal liegenden Wandelemente in einem Arbeitsgang zu heben und, ohne die Fahrt zu unterbrechen, bis an die Montagestelle zu verfahren und dort abzusenken.
Die Fig. 7 kann als rechtes Ende der Fig. 3 angesehen werden. Es sind da rechts liegende und somit anzuhebende Stirnkanten der Wandelemente 290 und 29 zu erkennen. In der Büchse 21 des Elementes 290 ist der Bolzen 40 bereits definitiv eingeschraubt, wie er z.B. in Fig. 5 dargestellt ist.
Das Hebezeug weist an jedem der Bolzen 40 angreifendes Klemmgeschirr 80 auf. Die beiden Klemmgeschurre 80 (Fig. 8) sind an einer Rohrtraverse 81 verschiebbar befestigt, welche ihrerseits mit einem Seildreieck 91 mit einem Ring 90 verbunden ist, in den der Kranhaken eingreift.
Die Längsverschiebbarkeit der Klemmgeschirre 80 längs der Rohrtraverse 81 gestattet das Hebezeug der Länge (und damit dem Abstand der Bolzen 40) der verschiedenen Grössen von Wandelementen anzupassen.
Jedes Klemmgeschirr 80 besitzt eine die Rohrtraverse 81 umgebende und daran mittels einer Stellschraube verdrehbar aber axial nicht verschiebbar gelagerte Rohrbüchse 82, von der zwei parallele Arme 83 radial abstehen. In Fig. 7 ist nur ein Arm sichtbar. Am freien Ende der Arme 83 und zwischen diesen ist eine Klemmplatte 85 um einen Scharnierzapfen 84 schwenkbar angelenkt. Im Inneren der Arme 83 ist eine Feder 87 untergebracht, welche einen im Arm hin und her verschiebbaren Arretierzapfen 88 gegen den Scharnierzapfen 84 bzw. gegen den Nabenteil der Klemmplatte 85 drückt. In diesem Nabenteil ist eine Aussparung 89 vorhanden, so dass die Klemmplatte 85 in bezug auf die Arme eine Ruhestellung aufweist, aus der sie nach beiden Seiten gegen die von der Feder 87 ausgehenden Kraft verschwenkbar ist.
In der Klemmplatte 85 ist eine Bohrung 86 vorhanden, deren Innendurchmesser etwas grösser ist als der Durchmesser des Mittelabschnittes 53 des Bolzens 40 ist.
Dieses Klemmgeschirr 80 besitzt nun, wenn es unbelastet vom Kran abgesenkt wird, etwa die in Fig. 7 dargestellte Lage. In dieser Lage wird es nun auf die Bolzen 40 aufgezogen, so dass die Klemmplatte 85 dem zu hebenden Wandelement 290 zugekehrt ist, der Bolzen 40 durch die Bohrung 86 greift, der Scharnierzapfen 84 unterhalb und die Rohrtraverse 81 oberhalb des Bolzens 40 liegt. Dieser Zustand ist in Fig. 7 dargestellt.
Beginnt nun der Kran in Richtung des Pfeiles 92 zu heben, so wird die Klemmplatte 85 sofort um einen geringen Betrag im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, die Bohrung 86 klemmt den Bolzen 40 fest, das Wandelement 290 wird an der dargestellten Stirnkante angehoben (vgl, hierzu auch Fig. 3). Mit zunehmendem Hub verschwenkt sich das Wandelement 290 im Gegenuhrzeigersinn und das von den Armen 83 und der Klemmplatte 85 gebildete Gelenk hat das Bestreben, sich zu strecken. Dies kann aber nur so weit geschehen, bis die Rohrbüchse 82 an den fest im Wandelement sitzenden Bolzen 40 anschlägt. Dadurch wird die Klemmvorrichtung der Bohrung 86 auf dem Bolzen 40 ohne weiteres bis auf ein Mass vergrössert, das genügt, um das ganze Gewicht des Wandelementes 290 aufzunehmen.
In Fig. 9 ist der Zustand dargestellt, der bei vollständig an- u. abgehobenem Wandelement 290 herrscht.
Man ersieht daraus, dass die Angriffspunkte für die Hubkraft entgegen der herkömmlichen Vorstellung ausgerechnet an den von der Last lotrecht nach oben abstehenden Bolzen gewählt wurden.
Das beschriebene Klemmgeschirr 80 ist auch selbstlösend.
Solange die Rohrtraverse 81 mit dem Wandelement 290 belastet ist, bleibt der in Fig. 9 dargestellte Zustand erhalten. Wird nun das Wandelement mit dem Kran abgesenkt und aufgesetzt, und wird ferner die Absenkbewegung noch um einen geringen Betrag fortgeführt, dann knickt das Gelenk: Arm 83-Platte 85 ein, die Platte 85 gelangt in ihre Ruhestellung, die Bohrung 86 verliert ihre Klemmwirkung auf den Bolzen 40 und die Rohrbüchse 82 wird nicht mehr an den Bolzen 40 gepresst.
Wird nun das gesamte Klemmgeschirr 80 wieder angehoben, so wird - weil unbelastet - das Gelenk Arm 83-Platte 85 nicht mehr gestreckt, die Platte 85 bleibt in Ruhestellung und das Klemmgeschirr 80 gibt somit den Bolzen 40 frei.
Aus deg Gesagten geht hervor, dass die Ausbildung der Elemente, insbesondere der Wandelemente eine erhebliche Vereinfachung der Handhabe und der Montage mit sich bringen.
Man hat festgestellt, dass die Elemente des beschrie bene Beispiels sich besonders für zwei- bis fünfgeschossige Gebäude eignen. Während die Fundamente, Kanalisation und Kellerräume nach den herkömmlichen Baumethoden und dem zur Verfügung stehenden Gelände ausgeführt werden, wird gleichzeitig die Vorfabrikation der Hochbauelemente an Ort durchgeführt, und dazu dieselben Installationen benützt.
Zur Montage des Gebäudes werden dann die Wandelemente und die Deckenelemente in einer vom Grundriss abhängigen Reihenfolge einzeln von den am Bauplatz liegenden Stapeln abgehoben. Es ist ferner festgestellt worden, dass die Montagezeit eines Elementes an dem im Werden begriffenen Gebäude grössenordnungsmässig etwa dem Zeitbedarf entspricht, den der Bau kran benötigt, um ein neues Element herbeizuschaffen.
Es ist somit möglich 10 bis 20 oder gar mehr Elemente pro Stunde zu montieren.
Dies ergibt umgerechnet auf das Beispiel eines dreistöckigen Zwölffamilienhauses, dessen Hochbau nach herkömmlicher Art mindestens sechs Wochen bedarf, eine Montagezeit von etwa zwei Tagen.
PATENTANSPRUCH I
Bauelementensatz zum Bau von Gebäuden mit Wandelementen und Deckenelementen, welche unter Freilassung von Öffnungen für Türen und Fenster zur Begrenzung von Raumeinheiten aneinander baubar und miteinander verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Wandelemente (29) an ihren im Gebäude de horizontal zu liegen bestimmten Stirnseiten Bohrungen aufweisen, in denen je das eine Ende von Bolzen (40) befestigt ist, wobei das andere Ende der Bolzen über die Stirnseite hinaus vorsteht und in die zugeordnete Bohrung des angrenzenden Wandelementes steckbar ist.
UNTERANSPRÜCHE
1. Bauelementensatz nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in den Wandelementen in ihre horizontal zu liegen bestimmten Stirnseiten ausmündende Bohrungsbüchsen (21) eingegossen sind, welche eine zylindrische, an ihrem äusseren Ende konisch angesenkte Bohrung (24) aufweisen, welche an ihrem inneren Ende in ein Muttergewinde (22) kleineren Durchmessers übergeht.
2. Bauelementensatz nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzen < 40) in die Muttergewinde (22) der Bohrungsbüchsen (21) in den oberen horizontal zu liegen bestimmten Stirnseiten der Wandelemente eingeschraubt und in die angesenkte Bohrung (24) der Bohrungsbüchsen in den unteren horizontal zu liegen bestimmten Stirnseiten steckbar sind.
3. Bauelementensatz nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzen (40) zwei Endabschnitte (41, 43) sowie einen mittleren Abschnitt (53) aufweisen, dass einer der Endabschnitte (41) mit einem in das Muttergewinde (22) der Bohrungsbüchse (21) passenden Aussengewinde (42) versehen ist, während der andere Endabschnitt (43) in eine konische Spitze (46) ausläuft, wobei der mittlere Abschnitt (53) einen grösseren Durchmesser als die Endabschnitte (41, 43) aufweist.
4. Bauelementensatz nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergänge (45) zwischen dem mittleren Abschnitt (53) der Bolzen (40) und den Endabschnitten (41, 43) konisch mit derselben Konizität wie die Ansenkung (24) der Bohrung in den Bohrungsbüchsen (21) ausgebildet ist.
5. Bauelementensatz nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Abschnitt (53) der Bolzen (40) als seitlicher Anschlag für die auf der oberen horizontal zu liegen bestimmten Stirnseite der Wandelemente (29, 290) abgestützten Deckenelemente (50, 500) ausgebildet ist.
6. Bauelementensatz nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem mit einer Spitze (46) versehenen Endabschnitt (43) der Bolzen (40) ein Ring (59) aufziehbar ist, welcher einerseits zur Auflage auf dem konischen Übergang (45) bestimmt ist und andererseits als Anschlag für das nächstfolgende Wandelement (291) dient.
PATENTANSPRUCH II
Verwendung des Bauelementesatzes nach Patentanspruch I zum Bau von zwei bis fünfgeschossigen Wohnhäusern.
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.