Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Abfüllen von Verpackungen, in Form einer faltbaren Tüte mit einer äusseren Kartonverstärkung in Form eines Streifens, der mit den Seitenwänden der Tüte verbunden ist und Verschlusslappen aufweist, die zum Schliessen der gefüllten Tüte über diese gebogen werden, wobei ein Magazin mit einem Vorrat an gefalteten Verpackungen angeordnet ist, aus welchem die Verpackungen in eine Station zum Ausspreizen und zum Einführen einer Bodenverstärkung und von dort in eine Fördereinrichtung gelangen, mittels welcher sie Füll- und Verschlussstationen zugeführt werden.
Verpackungen die in gefaltetem Zustand angeliefert, vor dem Füllen geöffnet, dann gefüllt und anschliessend geschlossen werden. wobei die Verpackung angenähert eine Prismenform einnimmt, sind bereits bekannt, siehe Schweizer Patent Nr. 429 568.
Es ist weiter eine Füllmaschine bekannt, mit der es möglich ist, Verpackungen der vorerwähnten Art abzti- füllen und zu verschliessen, siehe Schweizer Patent Nr. 458 178.
Bei dieser bekannten Füllmaschine wird die Verpakkung mittels Sauggreifern aus einem Magazin gezogen und fällt in eine Ausspreizvorrichtung. Dort öffnen Sauggreifer die Verpackung und gleichzeitig wird im Boden der Verpackung ein Verstärkungsstreifen eingeschoben. Hierauf fällt die geöffnete Verpackung auf eine unterhalb der Ausspreizvorrichtung angeordnete Transportkette, von wo die Verpackung schrittweise zu den weiteren Stationen geschoben wird.
Diese Maschine ist zwar in der Lage, Verpackungen der erwähnten speziellen Art zu verarbeiten, weist aber erhebliche Nachteile auf, die einerseits die Kapazität der Maschine beschränken und andererseits eine ins Gewicht fallende Ausschussquote an zerquetschten und beschädigten Packungen aufweisen. Auch eine Erhöhung der Genauigkeit der Elemente für die Durchführung der einzelnen Operationsschritte führt zu keiner Verbesserung; vielmehr ist der Nachteil der bekannten Füllmaschine ein im Prinzip der Maschine liegender grundsätzlicher Mangel, der darin liegt, dass die Verpackung zwischen den einzelnen Stationen. insbesondere vom Magazin bis zur Abfüllstation im wesentlichen frei, d.h. nicht zwangsläufig verschoben wird. Vom Magazin zur Ausspreizvorrichtung fällt die aus dem Magazin herausgezogene Verpackung frei herab, ebenso von der Ausspreizvorrichtung zum Transportband.
Dementsprechend muss im Transportband die Führung für die einzelne Verpackung Spiel aufweisen, da sonst die Verpackung nicht an den ihr zugewiesenen Platz fällt, sondern hängen bleibt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Füllmaschine zu schaffen, die die erwähnten Nachteile nicht aufweist und trotz Steigerung der Kapazität eine stark verminderte Ausschussquote aufweist.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe durch eine Füllmaschine der eingangs beschriebenen Art gelöst, die sich dadurch kennzeichnet, dass die Verpackung zwischen dem Magazin und der Ausspreizvorrichtung.
zwischen dieser Vorrichtung und der Transportkette sowie auf der Transportkette durch Klemmittel ununterbrochen zwangsläufig geführt wird.
Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Füllmaschine,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Maschine nach Fig. 1.
Fig. 3 eine Teilansicht der Füllmaschine nach Fig. 1 mlt der Vorrichtung zum Öffnen bzw, Ausspreizen der Verpackung,
Fig. 4 eine weitere Teilansicht der Füllmaschine iiach Fig. 1 mit an einer Drehscheibe angeordneten Stösseln,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch einen der Stössel.
Fig. 6 eine Draufsicht, teilweise m Schnitt nach der Linie VI-VI auf ein Glied der Transportkette, und
Fig. 7 eine Seitenansicht. teilweise im Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6, des Gliedes nach Fig. 6.
In Fig. 1 ist mit 1 das Bett und mit 2 der Ständer einer Füllmaschine für Verpackungen bezeichnet, wie sie beispielsweise in dem eingangs erwähnten Schweizer Patent Nr. 429 568 beschrieben sind. Mit 3 ist der Antriebsmotor der Füllmaschine bezeichnet, der über entsprechende, nicht dargestellte Getriebe alle Bewegungen an der Füllmaschine ausführt. So befindet sich auf der Unterseite des Ständers eine Drehscheibe 4. die schrittweise Drehbewegungen ausführt, beispielsweise mittels eines nicht dargestellten, im Ständer 2 untergebrachten Malteserkreuzantriebes. Die Drehscheibe 4 führt zudem Hubbewegungen aus. An der Drehscheibe 4 sind pris menförmige Stössel 5 schematisch dargestellt, die die Drehbewegungen der Drehscheibe 4 mitmachen. Die Stössel 5 sind richtungsfest, d.h. immer in derselben Richtung, beispielsweise parallel zur Maschinenlängsachse, gerichtet.
Damit die Stössel 5 unabhängig von ihrer jeweiligen Lage immer parallel zur Maschinenlängsachse gerichtet sind, müssen sie während der Drehbewegung der Drehscheibe 4 durch ein in der Drehscheibe angeordnetes Getriebe gedreht werden. Die Stössel 5 sind hierzu mit einer Welle 26 (Fig. 4 und 5) in der Drehscheibe 4 drehbar gelagert und verändern ihre Lage gegenüber der Drehscheibe, nicht jedoch ihre Richtung gegenüber der Maschinenlängsachse.
Mit 6 sind zwei Magazine zur Aufnahme der gefalteten Verpackungen bezeichnet, aus denen die Füllmaschine von zwei Seiten her beschickt wird.
In Fig. 2 ist mit 7 diejenige Stelle des Maschinenbettes 1 angegeben, in der eine nicht dargestellte Transportkette 7 läuft, die die geöffneten Verpackungen der Reihe nach an die Abfüllstation 8 und dann zur Siegelstation 9 transportiert, wo die Tüte der Verpackung gesiegelt wird. Das fertige Verpacken erfolgt anschliessend an die Siegelstation 9 in mehreren nicht dargestellten Stationen 10. Hierbei werden die Enden der Kartonverstärkung gefaltet, so dass die fertige Verpackung die Form eines Prismas aufweist. Die fertige Verpackung verlässt die Maschine bei der öffnung 11, von wo sie je nach Bedarf weitertransportiert wird.
Der Weg der Verpackung vom Magazin 6 bis zur Transportkette 7. die sich über die ganze Länge des Maschinenbettes erstreckt, wird anhand von Fig. 3 und 4 beschrieben.
In Fig. 3 ist ein Teil des Magazins 6 dargestellt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Anordnung der Elemente dieselbe, so dass nur eine Seite der Maschine beschrieben wird. Es sind also beidseitig zwei Zuführstationen zur Abgabe der geöffneten Packungen an die Transportkette angeordnet.
Die am Ende 23 des Magazins 6 befindliche Verpackung wird von einem vertikal hin un her beweglichen.
an zwei Vertikalstangen!12, 13 geführten Sauggreifer ergriffen nach abwärts bewegt und zwischen zwei Klemmschienen 14, 15 gesteckt, worauf der Sauggreifer die Verpackung loslässt. In dieser, durch die Klemmschienen 14, 15 fixierten Lage wird die Verpackung von einem Arm 16 ergriffen, der an einem hin und her bewegten Ständer 17 befestigt ist. An diesem Ständer 17 sind zwei, einander gegenüberliegende Sauggreifer 18, 19 schwenkbar gelagert.
Nachdem die Verpackung in der mit 20 bezeichneten Lage durch den Arm 16 in die Lage 21 geschoben wird, wird sie von den Sauggreifern 18, 19 ergriffen und in die Lage 22 gebracht. Die Sauggreifer 18, 19 ziehen die Verpackung auseinander, so dass der an der Drehscheibe be findliche Stössel 5 von oben in die Verpackung 22 gesenkt werden kann. Der Stössel 5 formt die Verpackung prismatisch u. hält sie fest, so dass sie beim Anheben des Stössels am Stössel verbleibt und mit demselben zur Transportkette 7 bewegt wird.
In Fig. 4 ist die Drehscheibe 4 mit den Stösseln 5 dargestellt. Unter den Stösseln läuft in Längsrichtung des Maschinenbettes 1 die Transportkette 7, die einzelne Glieder 25 aufweist.
Der Transport der Verpackung 21 bis in die Glieder 25 der Transportkette 7 verläuft wie folgt:
Die Sauggreifer 18, 19 (in Fig. 4 nur ein Sauggreifer 18 sichtbar) ergreifen die in der Lage der Verpackung 21 befindliche Verpackung und bewegen die Verpackung in die Lage 22, wo sie geöffnet wird. Nun wird der über der Verpackung 22 befindliche Stössel 5 abgesenkt. Der Stössel 5 (Fig. 5) ist, wie bereits erwähnt, mittels einer Welle 26 in der Drehscheibe 4 drehbar gelagert und weist zwei Schienen 27, 28 auf, zwischen denen ein längsbeweglicher Keil 29 mittels einer Stange 29' eingeführt ist, der bei seiner Aufwärtsbewegung die Schienen 27, 28 gegen die Kraft einer Feder 27a parallel nach aussen bewegt.
Wird nun der Stössel in die Verpackung 22 eingeführt, so werden, wenn der Keil 29 am Boden der Verpackung 22 auffährt, die beiden Schienen 27, 28 auseinandergetrieben, wodurch die Verpackung von innen geklemmt und in eine prismatische Form gebracht wird.
Beim Einführen in die Verbackung hat der Stössel 5 dagegen seine geringste Breite und der Keil 29 befindet sich in der Lage 29", in die er durch die Kraft der Feder 27a gedrückt wird.
Dreht die Drehscheibe 4 in Richtung des Pfeiles 30, so wird nach Anheben des Stössels 5 mit der Verpackung 22 dieselbe in die Lage 31 gebracht und befindet sich dann über einem Glied 25 der Transportkette 7. Bei der folgenden Abwärtsbewegung des Stössels wird die Verpackung 31 dem Glied 25 der Transportkette übergeben, wo sie durch Klemmbacken des Gliedes, die in den Rand des Verstärkungskartons eingreifen, festgehalten wird. In gleicher Weise erfolgt gleichzeitig der Transport der Verpackung 32 in die Lage der Verpackung 33. Zwischen den Gliedern 25 der Transportkette 7, denen Verpackungen übergeben werden, befinden sich zwei Glieder, so dass abwechlungsweise eine Verpackung 33 neben einer Verpackung 31 liegt.
In Fig. 6 und 7 ist das Glied 25 der Transportkette 7 näher dargestellt. Es besteht im wesentlichen aus einem Chassis 40 mit daran drehbar angeordneten vier Rollen 41. Auf dem Chassis 40 sind Rahmenteile 42 auf Stangen 43 geführt und mit Laschen 44 mit einem vertikal bewegbaren Kopf 45 gelenkig verbunden. Beim Niederdrücken des Kopfes 45 werden die horizontal liegenden Laschen 44 in eine Schräglage gebracht, wodurch der Rahmenteil 42 mit dem daran befestigten Klemmkörper 46 sich der Verpackung 50 nähert und diese zusammen mit an Hebeln 52 befindlichen Seitenbacken 51 festhält. In Fig. 6 ist auf der linken Seite die Festhaltestellung, und auf der rechten Seite die Freigabestellung dargestellt, in welcher der Rahmenteil 42 und damit der Haltekörper 46 und die Backen 51 von der Verpackung 50 entfernt sind. Die Rolle 53 dient dazu, den Kopf 45 in die abgesenkte bzw.
in die angehobene Lage (siehe Fig. 7) zu steuern.
Die Transportkette 7 führt die Verpackungen zu den nachfolgenden, nicht näher beschriebenen Stationen 8, 9, 10 zum Abfüllen, Siegeln und Fertigverpacken.
Es ist für das gute Funktionieren der Füllmaschine wesentlich, dass die Verpackungen vom Moment an, wo sie an der Stelle 23 vom ersten Sauggreifer gefasst werden, ununterbrochen zwangsläufig geführt sind, bis die einzelnen Verpackungen an das Glied 25 der Kette 7 übergeben und dort festgehalten werden. Zunächst sorgt die Klemmeinrichtung 14, 15 dafür, dass die Verpackung zwangsläufig vom ersten zum zweiten Sauggreifer 18, 19 bewegt wird, während nach dem Öffnen der Verpackung durch den zweiten Sauggreifer 18, 19 der Stössel 5 unmittelbar die Verpackung übernimmt, sie in die richtige Form bringt und zwangsläufig an die Transportglieder 25 der Kette 7 übergibt. Damit erreicht man, dass die auf dem Wege vom Magazin 6 zur Transportkette 7 befindliche Verpackung keine ungewollten Bewegungen macht, die zur Beschädigung der Verpackung führen können.
Auch kann die Verarbeitungsgeschwindigkeit durch die zwangsläufige Führung der Verpackungen gesteigert werden.