Die vorliegende Erfindung betrifft einen Etikettenstreifen, bestehend aus einem ununterbrochenen Trägerstreifen mit einer Reihe von mit Klebstoff versehenen Etiketts zum Anbringen an Verkaufsartikel, und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Etikettenstreifens.
Um den Verkauf ihrer Produkte zu fördern, ist es ein weit verbreitetes Vorgehen der Handelsunternehmen, den Kunden gewisse Vorteile einzuräumen, entweder durch Herabsetzung des Preises für zukünftige Käufe oder durch andere Gegenstän de, die kostenlos gegeben oder zu vorteilhaften Preisen angeboten werden. Die Vergünstigungen erfordern den Nachweis des Kaufes eines Verkaufsartikels, der bei eingepackten Artikeln einfach, bei Gegenständen wie Flaschen oder Büchsen jedoch nicht so leicht zu führen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Etiketten streifen mit Etiketts zu schaffen, durch welche der Kaufnach weis in einfacher Art geführt werden kann.
Diese Aufgabe wird beim erfindungsgemässen Etiketten streifen dadurch gelöst, dass auf einer der Seiten ,jedes Etiketts mindestens ein Bereich mit einem ersten Klebstoff und mindestens ein anderer Bereich mit einem zweiten Klebstoff vorhanden ist, dass die beiden Klebstoffe so beschaffen sind, dass das Aktivieren des zweitgenannten Klebstoffes den erstgenannten Klebstoff nicht aktiviert, und dass jedes Etikett mit seinem zweitgenannten Klebstoff auf dem Trägerstreifen befestigt ist.
Die Etiketts können, vom Trägerstreifen abgelöst, derart an Verkaufsartikeln befestigt werden, dass sie sich nicht in zufälliger Weise entfernt oder lösen können und doch im Ganzen oder mit dem die Vergünstigung nachweisenden Teil erforderlichenfalls leicht abgenommen und in eine Sammelkar te oder auf einen Papierbogen geklebt werden können. Es ist wünschenswert, dass Etiketts geringe Kosten verursachen und mechanisch und automatisch mit hoher Geschwindigkeit und mit einfachen und leicht erhältlichen Apparaten auf die Verkaufsartikel aufgebracht werden können. Mit dem Etikettenstreifen gemäss der Erfindung ist dies 'möglich.
Bei vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung sind bei jedem Etikett zwei Bereiche mit dem zweiten Klebstoff beiderseits eines zwischen ihnen liegenden Bereichs mit dem ersten Klebstoff angeordnet. Dabei kann der erste Klebstoff feuchtigkeitsempfindlich und der zweite Klebstoff druck- empfindlich sein. Der Ausdruck druckempfindlich kennzeich net einen Klebstoff, z.B. einen Klebstoff auf Kautschukbasis, mit dem ein Etikett auf einer Oberfläche befestigbar ist, und zwar nur durch die Anwendung von Druck und in lösbarer Weise, so dass das Etikett von dieser Oberfläche jederzeit abgeschält werden kann.
Der Ausdruck feuchtigkeitsempfind lich kennzeichnet einen Klebstoff, z.B. einen wasserlöslichen Pflanzengummi, wie er auf Briefmarken benutzt wird und normalerweise trocken und nichtklebend ist, jedoch durch Befeuchtung klebend gemacht werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist weiter ein Verfahren zur Herstellung eines Etikettenstreifens nach der Erfindung. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Seite eines blattähnlichen Streifens mit dem ersten Klebstoff und zwei im Abstand zueinander längs den Streifenkanten angeordnete Bänder mit dem zweiten Klebstoff beschichtet werden, dass der Streifen an den inneren Kanten der vom zweiten Klebstoff beschichteten Bänder perforiert und der Trägerstreifen auf die klebstoffbeschichtete Seite des perforierten Streifens aufgebracht wird und der so zusammengesetzt gebildete Streifen durch eine Etikett-Schneidemaschine geführt wird, welche nur den perforierten Streifen durchschneidet und zur Bildung einzelner Etiketts die umgebenden Abschnitte des perforierten Streifens vom Trägerstreifen abschält.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert, deren einzige Figur in perspektivi- scher Ansicht eine bevorzugte Ausführungsform darstellt.
Ein Streifen 10 aus Trägerpapier besitzt eine zur Aufnahme von Etiketts bestimmte Oberfläche, die z.B. mit einem Kunststoff-Werkstoff behandelt ist, um sie sowohl zur Aufnahme als auch zur Abgabe eines druckempfindlichen Klebstoffes geeignet zu machen. Eine Vielzahl von Etiketts 11. z.B. aus Papier, ist in regelmässigen Abständen längs des Trägerstreifens 1O auf diesem angeordnet. Jedes Etikett 11 ist durch parallel in Streifenlängsrichtung verlaufende Perfora tionslinien 12 unterteilt, die so mit Abstand zueinander angeordnet sind, dass sie das Etikett in einen grösseren Mittelbereich 13 und zwei einander gegenüberliegende kleinere Seitenbereiche 14 unterteilen. Die Etiketts 11 besitzen abgerundete Ecken 15.
Sie sind von rechteckiger Grundform und die Seitenbereiche 1.1 erstrecken sich längs den kürzeren Seiten der Rechtecke. Das garantiert, dass die Ecken 15 und diejenigen Kanten der Etiketts 11, die in der Transportrichtung des Etikettenstreifens 10 liegen, nach Auftragen eines abtrennbaren, druckempfindlichen Klebstoffes auf den Rückseiten der Seitenbereiche 14 der Etiketts dicht auf dem Trägerstreifen 10 anliegen. Die Rückseiten der Mittelbereiche 13 sind mit einem feuchtigkeitsempfindlichen Klebstoff beschichtet.
Der dargestellte Etikettenstreifen kann durch folgende Ver fahrensschritte leicht hergestellt werden: Ein Streifen aus Papier oder anderem Werkstoff wird auf einer Seite mit einem feuchtigkeitsempfindlichen Klebstoff beschichtet, der dann getrocknet wird. Daraufhin wird ein druckempfindlicher Klebstoff über den trockenen, feuchtig keitsempfindlichen Klebstoff in zwei mit Abstand zueinander angeordneten parallelen Bändern längs den Kanten des Papierstreifens aufgebracht.
Der Papierstreifen wird anschliessend in Längsrichtung an den inneren Kanten der Bänder des druckempfindlichen Klebstoffes perforiert.
Der Papierstreifen wird danach rückwärtig belegt durch Aufbringen eines ununterbrochenen und z.B. papierenen Trägerstreifen mit einer kunststoffbeschichteten Seite. Der so zusammengesetzte Streifen läuft durch eine Etikett- Schneidemaschine, welche nur den perforierten Streifen durchschneidet worauf das sich ergebende Skelett vom Trägerstreifen abgeschält wird, so dass der in der Zeichnung dargestellte Etikettenstreifen entsteht.
Erforderlichenfalls durchläuft der Etikettenstreifen eine Druck- und/oder Überdruckeinrichtung, um z.B. Einzelheiten der Vergünstigung auf den Etiketts zu vermerken.
Ein Hersteller, der eine Förderungskampagne zu betreiben wünscht, z.B. ein Supermarkt-Lieferant, kann leicht die notwendigen Zeichen durch Aufdrucken der Einzelheiten auf den Mittelbereich 13 der Etiketts 11 auf dem Etikettenstreifen der dargestellten Art vorbereiten. Die einzelnen Etiketts werden dann von Hand oder von einer Etikettiermaschine auf die in Frage kommenden Güter aufgebracht, z.B. auf ausgewählte Büchsen und; oder Flaschen mit zubereitetet Nahrung. Die einzelnen Etiketts sind mit ihren druckempfindli chen Bereichen entfernbar auf den Büchsen und/oder Flaschen angebracht.
Wenn der Kunde eine derart etikettierte Büchse und/oder Flasche kauft, kann der den Wert ausweisende Mittelbereich 13 durch Abtrennen erhalten werden. Der feuchtigkeitsempfindliche Klebstoff wird dann dazu benutzt, diesen Bereich nach Art einer Briefmarke auf einer Sammel karte oder in einem Buch mit einem vorgedruckten Schema aufzukleben.