CH536259A - Verfahren zur Herstellung stabiler Dispersionen von pyrogen gewonnener Kieselsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung stabiler Dispersionen von pyrogen gewonnener Kieselsäure

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CH536259A
CH536259A CH1517870A CH1517870A CH536259A CH 536259 A CH536259 A CH 536259A CH 1517870 A CH1517870 A CH 1517870A CH 1517870 A CH1517870 A CH 1517870A CH 536259 A CH536259 A CH 536259A
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CH
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alkaline substance
silicon dioxide
stable
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aqs
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CH1517870A
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Diether Jean
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Degussa
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/113Silicon oxides; Hydrates thereof
    • C01B33/12Silica; Hydrates thereof, e.g. lepidoic silicic acid
    • C01B33/14Colloidal silica, e.g. dispersions, gels, sols
    • C01B33/141Preparation of hydrosols or aqueous dispersions
    • C01B33/1415Preparation of hydrosols or aqueous dispersions by suspending finely divided silica in water
    • C01B33/1417Preparation of hydrosols or aqueous dispersions by suspending finely divided silica in water an aqueous dispersion being obtained

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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)

Description


  
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung wässriger, stabiler Dispersionen von pyrogen gewonnener Kieselsäure, welches selbst bei Konzentrationen von 60 70   Gew.-%    an Siliziumdioxid noch zu einer dünnflüssigen,   sedimentationsstabilen    Dispersion führt.



   Es sind Verfahren bekannt, kolloidale Kieselsäurelösungen, die längere Zeit haltbar sind, aus löslichen Silikaten zu gewinnen, insbesondere die vielfach variierte Methode der Behandlung von Natriumsilikat mit Ionenaustauschern von H+-Typ bei pH 8 - 9. Man erhält dabei aber verhältnismässig dünne Sole, die erst durch Eindampfen, vorzugsweise im Vakuum, auf einen Gehalt von ca. 30 - 40%   SiOl    konzentriert werden müssen.



   Aus löslichen Silikaten lassen sich durch doppelte Umsetzung, unter Bildung schwer löslicher Salze ebenfalls Kieselsäuresole gewinnen; auch mit Schwefelsäure ist ein verhältnismässig reines Sol erhältlich, wenn man das Gemisch auf etwa   0 C    abkühlt und das sich abscheidende   Na SO4    10   HsO    abfiltriert. Durch Zusatz von mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln kann man wasserlösliche Salze auch ohne zusätzliche Kühlung entfernen. Auf diese Weise sind sehr stabile und konzentrierte Organo-aquasole zu erzeugen. Ferner erhält man Sole durch Peptisation von Kieselsäurehydrogel, indem man ein zerteiltes Gel unter hohem Druck (80 at) durch Ventile presst. Die Sole sind zwar sehr beständig, müssen aber eingedickt und durch Dialyse gereinigt werden.

  Man kann auch aus elementarem Silizium durch Einwirkung von schwachen Basen, wie z.B. Ammoniak oder Aminen ein   sio2 - Sol sich bilden lassen. Man gewinn so Sole mit etwa    11% SiO2, die ohne viscos zu werden, auf ca. 30%   Silo2    konzentriert werden können.



     Schliesslich    lassen ich auch durch Auflösung von SiO2-Aerosolen mit Wasser oder anderen Lösungsmitteln kolloide Lösungen herstellen. Leitet man   z.B.    das salzsäurehaltige Kieselsäure-Aerosol, das man durch Verbrennen von dampfförmigem   SiCl4    mit Sauerstoff und Wasserstoff in einer Flamme erhält, durch Wasser, so entsteht ein   Kieselsäureaquasol.    Nach einem älteren Vorschlag können derartige Sole lagerfähig und ohne Flokkung sowie Verdickung verarbeitbar gemacht werden, indem man sie mittels einer   Polyäthylenimin-Lösung    oder eines ganz oder zum   Teif    als saures Salz vorliegenden Polyäthylenimins herstellt.

  Dabei Wird die aus der spezifischen BET-Oberfläche der Kieselsäurepartikel erreichenbare Polyäthylenimin-Menge, welche die Summe der freien und der an Säure gebundenen Base darstellt, in das Viscositätsminimum oder nahe an dasselbe gebracht. Nach einem weiteren Vorschlage   verwendet    man eine 1 -1,5%ige Polyäthyleniminlösung, setzt ihr vor der Dispergierung mit dem Aerogel organische Säuren, wie Ameisen Essig- oder Milchsäure zu,   stellt    die Dispersion auf einen pH-Wert von 5 - 6 ein, benützt zum Dispergieren   ein-Kie-    selsäureaerogel mit einer BET-Oberfläche von vorzugsweise 40 - 100 m2/g und stellt damit Dispersionen her, die auf 1000 Gewichtsteile 150 - 300 Gewichtsteile   SiQ.   



  und 10 - 20 Gew.Teile, vorzugsweise 10 - 15 Gewichtsteile Polyäthylenimin, enthalten.



   Die Verfahren gemäss dem Stande der Technik sind insofern aufwendig, als die erhaltenen dünnen Sole erst gereinigt und durch Eindampfen im Vakuum konzentriert werden müssen. Nach den älteren Vorschlägen kommt man zwar mittels der aus der Dampfphasenhydrolyse gewonnenen   SiO2-Aerosole    direkt bis zu 30%igen   SiO2-Dispersionen,^muss      aber'-      dafür grössere    Mengen des verhältnismässig teuren Polyäthylenimins (10 - 15    < 3ew.-    Teile für 150 - 300 Gew.Teile SiO2) einsetzen und kann ausserdem wegen des -Fliessverhaltens nur ein Kieselgel verwenden, dessen spezifische Oberfläche etwa 40 bis
100 m2/g, gemessen nach der BET-Methode, beträgt, wo durch der Anwendungsbereich dieser Dispersionen einge schränkt ist.



   Nach einem anderen Vorschlag gelangt man ebenfalls zu stabilen Siliziumdioxiddispersionen, indem eine im elektrischen Lichtbogen aus Quarz und   Kohle-erzeugte,    feinteilige Kieselsäure mit einer spezifischen nach der
BET-Methode gemessenen Oberfläche von etwa 150 bis
250, vorzugsweise von etwa   175    bis 250 m2/g, und einer mittleren Primär-Teilchengrösse von 5 bis 35   m,    vorzugs weise von 10 bis 20   mF,    unter Umrühren in alkalisch ein gestelltes Wasser eingetragen, die Suspension dann unter
Kühlung mit einem Turbinenrührer dispergiert wird, an schliessend-als   Stabilisatoren    einwertige,

   niederaliphati sche Alkohole oder primäre oder sekundäre Amine oder einfache Ketone zugesetzt werden und nach Absetzen des Siliziumcarbids durch Abgiessen der Kieselsäure
Suspension von diesem abgetrennt wird. Auf diese Weise hergestellte Dispersionen werden jedoch im pH-Bereich um 6 instabil, weil hier das Verdickungsverhalten ein Maximum durchläuft, so dass der Anwendung einer der artigen Dispersion gewisse Grenzen gesetzt sind.



   Die Erfindung ging von der Aufgabenstellung aus, ein Verfahren zur Herstellung wässriger sedimentations stabiler,   Siliziumdioxid-Dispersionen    mit Feststoffgehal ten im Bereich von 25 bis 75   Gew.-%    unter Verwendung von pyrogen gewonnenem Siliziumdioxid und eines die
Stabilisierung beeinflussenden Zusatzstoffes anzugeben.



   mit welchem sich das Dispergieren direkt in Wasser unter
Zusatz geringer Mengen wohlfeiler Stabilisatoren in einem weiten   pH-Bereich    in-einfacher Weise ermöglichen lässt.



   Das Kennzeichnende der Erfindung ist darin zu sehen, dass ein durch pyrogene Umsetzung in der   Dampfphase    aus Siliziumtetrachlorid und/oder einem Alkylchlorsilan gewonnenes, schwach agglomeriertes, aus kugelförmigen
Partikeln bestehendes Siliziumdioxid mit einer mittleren
Primärteilchengrösse von 40 bis 120   mp,    in Wasser unter
Zugabe eines alkalisch wirkenden Stoffes im pH-Bereich von pH 7 - 12, vorzugsweise 8 - 10, dispergiert wird.



     Als-    alkalisch wirkende Stoffe seien Lösungen von   Wasserglas,    Alkalihydroxiden, insbes. Natriumhydroxid und   ferner¯Hydrazinhydrat    oder Hydroxylamin genannt.



   Die erfindungsgemäss hergestellten Dispersionen sind im Feststoffbereich bis 70   Gew.-%    dünnflüssig und erge ben bei 80 bis 90   Gew.-%    Feststoff noch streichfähige
Pasten. Sie sind über längere Zeit sowohl hinsichtlich der
Viskosität als auch der Sedimentation stabil und pump fähig, d.h. weder thixotrop noch rheopex.

 

   In den folgenden Beispielen wird die Erfindung näher    beschrieberi: ¯.   



   Beispiel I
Ein aus   SiCl4    pyrogen erzeugtes Siliziumdioxyd mit einer BET-Oberfläche von 40 bis 50 m2/g wird durch intensives Rühren in reinem Wasser unter Zusatz v. Was    serglaslösung im Gewichtsverhältnis v. SiO2 : HO: MQO  = 4000 -3000: 1 dispergiert, wofei eine dünnflüssige    sedimentationsstabile weisse Dispersion mit einer Visko sität von ca. 1,5 - 30 E, einem Feststoffgehalt von ca. 55
Gew.-% und einem pH-Wert von ca. 9        10 resultiert.

 

   Beispiel 2
Ein aus Alkylchlorsilan pyrogen erzeugtes- Silizium dioxid mit einer BET-Oberfläche von 20 - 30 m2/g wird in reinem Wasser unter Zusatz von Natriumwasserglas  lösung oder der entsprechenden Menge Natriumhydroxidlösung im Gewichtsverhältnis   SiO2: H20: Me2O    = 5000 : 2000   1    dispergiert, wobei eine noch fliessfähige sedimentationsstabile Dispersion mit einer Viskosität von 2 - 50 E, einem Feststoffgehalt von ca. 70 Gew.-% und einem pH-Wert von ca. 8 - 10 resultiert. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung wässriger, sedimentationsstabiler Siliziumdioxid-Dispersionen mit Feststoffgehalten iln Bereich von 25 bis 75 Gew.-% unter Verwendung pyrogen gewonnenen Siliziumdioxids und eines die Stabilisierung beeinflussenden Zusatzstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch pyrogene Umsetzung in der Dampfphase aus Siliziumtetrachlorid und/oder einem Alkylchlorsilan gewonnenes, schwach agglomeriertes, aus kugelförmigen Partikeln bestehendes Siliziumdioxid mit einer mittleren Primärteilchengrösse von 40 bis 120 Millimikron in Wasser unter Zugabe eines alkalisch wirkenden Stoffes dispergiert wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als alkalisch wirkender Stoff eine Wasserglaslösung verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als alkalisch wirkender Stoff eine Alkalihydroxidlösung, insbes. eine Natriumhydroxidlösung, verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als alkalisch wirkender Stoff Hydrazinhydrat oder Hydroxylamin verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und einem der Unteransprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der alkalisch wirkende Stoff in einer Menge verwendet wird, welche zu einem pH-Wert von etwa 7 bis 12, vorzugsweise 8 bis 10, in der Dispersion führt.
CH1517870A 1970-10-14 1970-10-14 Verfahren zur Herstellung stabiler Dispersionen von pyrogen gewonnener Kieselsäure CH536259A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1216958A3 (de) * 2000-12-23 2003-01-15 Degussa AG Wässrige Dispersion, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1216958A3 (de) * 2000-12-23 2003-01-15 Degussa AG Wässrige Dispersion, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung
US6676719B2 (en) 2000-12-23 2004-01-13 Degussa Ag Aqueous dispersion, a process for the preparation and the use thereof

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