Im Patentanspruch des Hauptpatentes ist eine Einrichtung zur Erfassung des Nutzeffektes von Arbeitsprozessen, insbesondere desjenigen von Verarbeitungsmaschinen der
Textilindustrie, offenbart, wobei die Informationen über Lauf oder Stillstand einer Anzahl von Arbeitsstellen in der Form von
Impulsketten ansteht und jede laufende Arbeitsstelle durch einen Impuls, jede stillstehende Arbeitsstelle durch eine Impulslücke dargestellt sind, welche sich dadurch auszeichnet, dass einerseits die Impulse der Impulsketten laufend auf einen ersten Zähler gegeben werden, andererseits in einen zweiten
Zähler dauernd Impulse entsprechend der total möglichen
Laufzeit summiert werden,
worauf die Ziihlwerle des ersten
Zählers durch den jeweiligen Zählwert des zweiten Zähler geteilt und der daraus resultierende Quotient nach Umformung in einen ablesbaren und/oder druckbaren Wert zur Anzeige gelangt.
Bei dieser reinen Bestimmung des Nutzeffektes interessie ren den Betriebsfachnna ln auch die Gründe fiir die zur Anzeige gelangenden Nutzeffekte, insbesondere ob alle an der Bildung des Nutzeffektes beteiligten Arbeitsstellen, beispielsweise alle 2
Spulspindeln bei Spulmaschinen, gleichmässig zu diesem
Nutzeffekt beigetragen haben, oder ob einzelne schlecht arbeitende Spindeln und andere normal arbeitende Spindeln den erhaltenen Nutzeffekt gebildet haben.
Die Aufgabe besteht somit darin, jeden Impuls der von den
Arbeitsstellen abgefragten Impulsketten auf einen dieser
Arbeitsstelle zugeordneten Speicher mit Anzeigeorgan zti leiten, wobei dafür zu sorgen ist@ dass immer derselbe
Impulsplatz durch dasselbe Anzeigeorgan charakterisiert wird.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erfassung des Nutzeffektes von Arbeitsprozessen, insbesondere desjenigen -on Verarbeitungsmasehinen der Textilindustrie. nach dem
Patentanspruch des Hauptpatentes. die dadurch gekenozeieh net ist, dass die Impulsketten über UND-Tore geführt werden, die von einer von einem Zähler gesteuerten Dekodierschaliung angesteuert werden, so dass jeder Einzelimpuls der Impulskette einem Speicher mit Anzeigeorgan zugeordnet wird, indem jede Impulskette spätestens beim Eintreffen ihres ersten Impulses mit der Ansteuerung des ersten Speichers synchronisiert wird.
Mit der Identifizierung jeder einzelnen Arbeitsstelle mit einem Anzeigeorgan wird weiter die Möglichkeit geboten, zusätzliche Informationen ebenfalls jedem dieser Anzeigeorgane und damit einer bestimmten Arbeitsstelle zuzuordnen.
Für die Ausrüstung mit der erfindungsgemässen Einrichtung sind vor allem Spulmaschinen geeignet. Solche Spulmaschinen weisen Zusatzaggregate auf, die die automatische Arbeitsweise erst ermöglichen. Solche Zusatzaggregate bilden beispielsweise Knotenvorrichtung, die die Fadenenden - sei es nach einem Reinigerschnitt oder bei einem Copswechsel- wieder verknüpfen, und ferner Copswechseleinrichtungen, die bei Auslauf des Fadenvorrates auf einer Copshülse diese ausstossen und eine volle Copshülse aufstecken.
Die Überwachung der Arbeitsweise der Spulmaschine legt nun auch Wert darauf, zu ermitteln, wie gross die Zahl der auf den einzelnen Spulstellen erfolgten Knotungen bzw.
Copswechseln in dem überwachten Zeitintervall gewesen ist.
Hierfür sind die Knotvorrichtungen und die Copswechselvorrichtungen je mit einem Kontakt versehen, der beim Ansprechen des betreffenden Aggregates einen kurzen Impuls an die Auswerteeinrichtung liefert. Dieser Impuls kann durch die erfindungsgemässe Synchronisierung einer bestimmten Arbeitsstelle zugeordnet werden.
Anhand der Beschreibung und der Figuren wird ein
Ausführungsbeispiel näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Impulskette für einen bestimmten Betriebszu stand;
Fig. 2 ein Prinzipschaltbild für die Zuordnung der einzelnen Impulse zu den die Arbeitsstellen charakterisierenden Speichern;
Fig. 3 ein Prinzipschaltbild einer Gesamtauswertung, ohne Zuordnung der Knotungen und Copswechsel:
Fig. 4 ein Prinzipschaltbild einer Gesamtauswertung mit Zuordnung der Knotungen und Copswechsel.
In Fig. 1 ist eine Impulskette in Funktion der Zeit dargestellt, wie sie beispielsweise durch Ahfrage der Betriebszustände einzelner Arbeitsstellen von Verarbeitungs maschinen der Textilindustrie gewonnen wird. Diese Impulskette weist die Eigenschaft auf, dass immer nur ein Teil der möglichen Impulsplätze - zum Beispiel 10 von 30 - besetzt sind. Lücken in den Impulsplätzen 1 his 10 stellen entsprechen- de stillstehende Arbeitsstellen dar. Bei jedem Abfragezykltls- der sich beispielsweise alle 5 Sekunden wiederholt - kann die Zahl der besetzten und unbesetzten Impulsplätze 1-10 ändern, dagegen sind die Impulsplätze 11-30 immer unbesetzt.
Fig. 2 zeigt niin ein Prinzipschaltbild, wie die Impulskette gemäss Fig. 1 so aufgeschlüsselt werden kann, dass jedem Impulsplatz 1-10 ein entsprechender Speicher 151...160 zugeordnet wird.
Die SynchronisierurIgselllrichtung 40 besteht aus dem Zähler 44, Dekodierer 46 und UND-Tor 42. Am Zähler 44 wird zunächst ein Signal 43 mit der gleichen Frequenz wie die ankommenden Impulsketten angelegt, so dass an seinem Ausgang 45 entsprechende Zählimpulse auftreten. Diese Zählinipulse sind einerseits an eine Dekodierstufe 50 geführt.
die jeden Zählimpuls über einen ihrer Ausgänge 131...140 auf ein UND-Tor 51 schaltet. Die @etzteten sind mit individuellen Speichern 151...160 verbunden. Dekodierstufe 50 und UND Tor 51 bilden eine Zuordnungsschaltung 53. Der Ausgang 45 des Zählers 44 ist auf einen weiteren Dekodierer 46 geführt, der so aufgebautist, dass er nur während der 10 besetzten Impulsplätze 1...10 ein Signal abgibt, hingegen während der unbesetzten Impulsplätze 11...30 kein Signal abgibt. Es sperrt deshalb während der besetzten Impulsplätze das UND-Tor 42 und giht es während der unbesetzten Impulsplätze frei.
Die zu erfassende Impulskette liegt am Eingang 41 1 des UND-Tores -12, sowie an dem UND-Tor 51 einer Zuordnungs-schaltung 53. Falls nun die ankommende Impulskette zunächst nicht synchronisiert ist, so bedeutet dies, dass während der unbesetzten Impulsplätze 11...30 Impulse fälschlicherweise an den Eingang 41 gelangen. Da das UND-Tor 42 4 2 zu dieser Zeit geöffnet ist, entsteht an seinem Ausgaiig ein Rückstellimpuls, weicher den Zähler 44 in seine Ausgangsstellung bringt.
Dagegen wird jeder Impuls, der im Zeitraum der Impulsplätze 1... 10 eintrifft, infolge des dann gesperrten UND Tores 42 keinen Rückstellimpuls auslösen. Dagegen werden diese Impulse die UND-Tore 51 iiber einen deren Eingänge freigeben und entsprechend dem in der Dekodierschaltung 50 aus dem Zählerstand des Zählers 44 in jedem Impulsintervall ausgesteuerten UND-Tor 51 einem der Speicher 151...160 zugeordnet.
Unter der Voraussetzung. dass die erste Spindel läuft, d.h.
der erste der besetzten Impulsplätze 1. .10 also einen Impuls sendet, wird nach spätestens zwei Abläufen die Schaltung synchronisiert sein. In diesem Fall wird der erste Impuls 1 der Impulskette über die Zuordnungsschaltung 53 dem ersten Speicher 151 und damit der ersten Anzeigeeinheit zugeführt.
Mit fortschreitender Zählung werden die weiteren Impulse 2...10 den entsprechenden Speichern bzw. Anzeigeeinheiten 152...160 zugeordnet.
Falls nun die Spindel 1 stehen bleibt und daher keinen Impuls mehr sendet, stört dies die weiterhin richtige Zuordnung der Impulse nicht mehr. Die statistische Stillstandhäufigkeit und Stillstandsdauer bestimmen also die Zeitdauer für die Einleitung der richtigen Synchronisation. Für Zwecke der Fehlersuche ist das jedoch ausreichend.
Die Rückstellung des Zählers 44 kann als erste Variante auch dadurch ausgelöst werden, dass unmittelbar vor dem Auftreten jeder Impulskette 1-1û ein Fremdimpuls auf die Leitung 43 auf gedrückt wird, und somit derZähler44 immer beim Beginn einer Impulskette startbereit ist.
Als weitere Variante kann auch die Rückstellung des Zählers 44 in seine Ausgangslage dadurch erfolgen, dass der erste Impuls 1 der Impulskette 1-10 ein Impuls mit umgekehr ter Polarität gegenübei den weiteren Impulsen 2-10 ist - sofern mit Gleichstromimpulsen gearbeitet wird. Hierzu wäre das Tor 51 entsprechend zu modifizieren.
Im Prinzipschaltbild einer teilweisen Gesamtauswertung aller die Arbeitsweise der Maschine charakterisierenden Parameter gemäss Fig. 3 stellt 60 schematisch die Maschine dar.
Sie enthält den Multiplexer 61 zur Bildung der Impulsketten 1-10, ferner einen ersten Impulsgeber 62 zur Abgabe eines Impulses bei jedem Knotvorgang und einen zweiten Impulsgeber 63 zur Abgabe eines Impulses bei jedem Copswechsel. Diese Informationen gelangen über Leitungen 64, 65, 66 in den Computer 70, wo sie einerseits an Speicher 71, 72, 73 geführt sind. Die Impulse des Multiplexers gelangen gleichzeitig an den Eingang 41 der Auswerteeinheit 80, in welcher die Synchronisiereinrichtung 40, die Zuordnungsschaltung 53 und der Speicher 52 von den Impulsen gemäss der in Fig. 2 beschriebenen Anordnung enthalten sind.
Die Zahl der Knotvorgänge und die Anzahl der Copswech- sel werden hier nicht in aufgeschlüsselter Form registriert.
Die Variante einer vollständigen Gesamtauswertung aller die Arbeitsweise der Maschine charakterisierenden Parameter stellt Fig. 4 dar. Die Maschine 60 enthält wiederum den Multiplexer 61 , von dessen Zählerausgang 68 jedoch auch die Multiplexer 111 und 112 angesteuert werden, welche somit synchron zum Multiplexer 61 laufen.
Die Impulsgeber der Knotvorrichtungen 62 und der Copswechselvorrichtung 63 werden hier zunächst an die Kippstufen 91, 92, 93 bzw. 101, 102, 103...geführt, welche die Information für die Abfrage durch die Multiplexer 111 bzw.
112 bereithalten. Nach jedem Abfragezyklus werden die Kippstufen 91, 92, 93 bzw. 101, 102, 103...durch den Reset Ausgang 67 des Steuerzählers im Multiplexer 61 wieder zurückgesetzt und sind für neue Impulseingabe bereit.
Die von den Multiplexern 111 und 112 abgegebenen Impulse werden über die Leitungen 65 und 66 an die Speicher 72 und 73 übertragen. Diese Impulse laufen synchron mit den Impulsen auf der Leitung 64 und können somit durch die zusätzlich in der Zentraleinheit befindlichen Auswerteeinheiten 82 und 83 bearbeitet werden. Dies geschieht entsprechend Fig.
2 und Fig. 3, indem diesen Auswerteeinheiten 82 und 83 ebenfalls Zuordnungsschaltungen 54, 56 und Speicher 55, 57 beigeordnet sind.