CH538460A - Verfahren zur Herstellung eines neuen hochwirksamen Östratriols - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen hochwirksamen Östratriols

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CH538460A
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CH
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methyl
compound
hydroxyl group
solution
etherified
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Application number
CH310173A
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English (en)
Inventor
Georg Dr Anner
Jaroslav Dr Kalvoda
Original Assignee
Ciba Geigy Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  
 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung des neuen 7a-Methyl-3,16a,17a-trihydroxy   d      3ç5(10) Östratriens    der Formel
EMI1.1     

Diese Verbindung besitzt wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So wirkt sie vor allem östrogen, antigonadotrop, ovulationshemmend und/oder Blastocyten-implantationshemmend. So zeigt sie z. B. eine östrogene Wirkung im Allen-Doisy-Test an der weiblichen Ratte bei Dosen von 0,001 bis 0,01 mg/kg s. c. und von 0,02 bis 0,3 mg/kgp. o.



  und im Bülbring-Burn-Test an der weiblichen Ratte bei Dosen von 0,0003 bis 0,003 mg/kg s. c. und von 0,003 bis 0,03 mg/kg p. o. Ferner lässt sich die antigonadotrope Wirksamkeit im bekannten Parabiosistest mit Dosen von 0,0003 bis 0,003 mg/kg s. c. oder 0,004 bis 0,3 mg/kg p. o. an der Ratte zeigen. Bereits mit Dosen von 0,0001 bis 0,001   mg/    kg s. c. oder 0,003 bis 0,01 mg/kg p. o., normalen weiblichen Ratten gegeben, zeigt sich die ovulationshemmende Wirksamkeit. Die Blastocyten-implantationshemmende Wirksamkeit kann mit 0,003 bis 0,03 mg/kg s. c. oder 0,03 bis 0,1 mg/ kg p. o. an normalen Ratten nach Kopulation demonstriert werden. Sie kann somit als östrogenes Mittel und zur Hemmung der gonadotropen Funktion und der Ovulation sowie allgemein zur Steuerung der Fertilität verwendet werden.



   Die neue Verbindung der Formel I lässt sich erhalten, wenn man erfindungsgemäss eine Verbindung der Formel
EMI1.2     
 worin RO eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxygruppe und Acyl den Acylrest einer Carbonsäure, insbesondere einer niederaliphatischen Carbonsäure, wie der Essigsäure, darstellt, mit einem Dileichtmetallhydrid reduziert und aus dem Reaktionsgemisch die   16a,17a-Dihhydroxyver-    bindung isoliert, und, falls in der erhaltenen Verbindung die Hydroxylgruppe in 3-Stellung veräthert oder verestert ist, diese zur freien Hydroxygruppe spaltet. Als Dileichtmetallhydrid verwendet man vorzugsweise Lithiumaluminiumhydrid oder Natriumborhydrid; dabei erhält man neben dem gewünschten   1 6a,17a-Produkt    auch die   16a,17ss-Dihydroxy-    verbindung. Letztere lässt sich leicht aus dem Reaktionsgemisch z.

  B. durch fraktionierte Kristallisation oder Chromatographie abtrennen.



   Die verwendeten Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich nach an sich bekannten Methoden herstellen. So kann man die 16,17-Epoxy-17-acyloxyverbindung durch Uberführen des bekannten 7a-Methylöstrons in dessen 17-Enolacylat und Umsetzen mit einer Persäure, wie Metachlorperbenzoesäure, Perbenzoesäure oder Perphthalsäure, erhalten.



   Die neue Verbindung kann als Heilmittel in Form von pharmazeutischen Präparaten verwendet werden, welche diese Verbindung zusammen mit pharmazeutisch, organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägerstoffen, die für enterale, z. B. orale, oder parenterale Applikationen geeignet sind, enthalten. Für die Bildung derselben kommen solche Stoffe in Frage, die mit der neuen Verbindung nicht reagieren. Die pharmazeutischen Präparate können in fester oder in flüssiger Form vorliegen. Gegebenenfalls enthalten sie Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzoder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.



   Die Erfindung wird im nachfolgenden Beispiel näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel
Zu einer Suspension von 2,85 g Lithiumaluminiumhydrid in 285 ml Tetrahydrofuran gibt man bei etwa   10-15     C eine Lösung von 7,14 g 3,17ss-Diacetoxy-7a-methyl-16a,17a   oxido-d      tX3s5(l0)-östratrien    in 285 ml Tetrahydrofuran und kocht nach dem Nachspülen mit 140 ml Tetrahydrofuran 2 Stunden am Rückflusskühler. Man gibt etwa   10       C vorsich-    tig 30 ml Essigester, anschliessend 550   ml    2n Salzsäure und dann 1 Liter Chloroform zu, rührt 10 Minuten bei Zimmertemperatur und trennt die organische Schicht ab. Der Extrakt wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Wasserstrahlvakuum zur Trockne eingedampft.

  Nach Adsorption des anfallenden Schaumes an   50facher    Menge Silicagel und Eluieren mit einem Gemisch aus Toluol und Essigester (7:3) erhält man 7a-Methyl   3,16a,17a-trihydroxy-      3s5(10)-östratrien,    das nach Umkristallisieren aus Methylenchlorid-Methanol-Äther bei 214 bis   215"    schmilzt.



   Das in diesem Beispiel verwendete Ausgangsmaterial lässt sich z. B. wie folgt erhalten:
Man destilliert von einer Lösung aus 30 g 7a-Methyl östron, 300 ml Isopropenylacetat und 18,2 ml einer Lösung aus 40 ml Isopropenylacetat und 1,3 ml konzentrierter Schwefelsäure bei Normaldruck etwa 100 ml ab. Nach weiterer Zugabe von 300 ml Isopropenylacetat und 19,2 ml   einei    Lösung aus 40 ml Isopropenylacetat und 1,3 ml konzentrierter Schwefelsäure werden im Laufe von weiteren 3 Stunden bei Normaldruck etwa 400 ml abdestilliert, worauf nach dem Abkühlen auf   5"    C eine Lösung von 42 ml Pyndin in 300 ml Äther zugegeben wird.

  Nach dem Verdünnen mit Eis und Wasser extrahiert man das dunkle Gemisch 2mal mit einem Äther-Methylenchlorid-(4: 1)-Gemisch, wäscht die organischen Anteile mit Wasser, eiskalter verdünnter Schwefelsäure, Wasser, gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung und wieder mit Wasser neutral. Man trocknet über Natriumsulfat und dampft am Wasserstrahlvakuum zur Trockne ein.



  Man chromatographiert den anfallenden braunen Schaum an der 50fachen Menge Silikagel. Durch Eluieren mit einem   Toluol-Essigester-(95      :5)-Gemisch    erhält man rohes 3,17 Diacetoxy-7a-methyl-d   s3ç5(t0)st6-östratetraen,    das nach einmaligem Umlösen aus Äther-Petroläther bei   110-111     schmilzt; [a]D20 =   +77+20    (c = 0,639).



   Zu einer Lösung von 3,38 g von 3,17-Diacetoxy-7a   methyl      1'3'5(10)'160stratetraen    in 70 ml Methylenchlorid gibt man bei etwa   18"    C 2,3 g ungefähr 88 %iger m Chlorperbenzoesäure und rührt 30 Minuten bei Zimmertemperatur. Man verdünnt die Reaktionslösung mit Äther, wäscht mit Kaliumjodidlösung,   Natriumthiosulfatlösung,      Natriumhydrogencarbonatlösung und wieder mit Wasser neutral, extrahiert die Waschwasser mit Äther nach und trocknet die vereinigten organischen Phasen über Natriumsulfat. 

  Nach dem Eindampfen und Umlösen des Rückstandes aus Methylenchlorid/Äther/Petroläther erhält man das   3, 17ss-Di-      acetoxy-7a-methyl-16a,17a-oxido- 1,3,5(w)östratrien    vom Schmelzpunkt   156-157     C.   [a]D20    = + 31   +    2 (c = 0,635). 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung eines neuen pharmakologisch hochwirksamen Östratriols der Formel EMI2.1 dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI2.2 worin RO eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe und Acyl den Acylrest einer Carbonsäure darstellt, mit einem Dileichtmetallhydrid reduziert und aus dem Reaktionsgemisch die 16a,17a-Dihydroxyverbindung isoliert und, falls in der erhaltenen Verbindung die Hydroxylgruppe in 3 Stellung veräthert oder verestert ist, diese zur freien Hydroxygruppe spaltet.
CH310173A 1969-02-27 1969-02-27 Verfahren zur Herstellung eines neuen hochwirksamen Östratriols CH538460A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2000047603A3 (de) * 1999-02-09 2001-08-02 Schering Ag 16-hydroxyestratriene als selektiv wirksame estrogene
US7109360B1 (en) 1999-02-09 2006-09-19 Schering Ag 16-hydroxyestratrienes as selectively active estrogens

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WO2000047603A3 (de) * 1999-02-09 2001-08-02 Schering Ag 16-hydroxyestratriene als selektiv wirksame estrogene
JP2002536455A (ja) * 1999-02-09 2002-10-29 シエーリング アクチエンゲゼルシヤフト 選択的エストロゲンとしての16−ヒドロキシエストラトリエン
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