CH538523A - Verfahren zur Herstellung von mit Schwefelhexafluorid geschäumten Kunststoffen und deren Verwendung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit Schwefelhexafluorid geschäumten Kunststoffen und deren Verwendung

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CH538523A
CH538523A CH71671A CH71671A CH538523A CH 538523 A CH538523 A CH 538523A CH 71671 A CH71671 A CH 71671A CH 71671 A CH71671 A CH 71671A CH 538523 A CH538523 A CH 538523A
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CH
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sulfur hexafluoride
molecular sieve
polyvinyl chloride
foam
plastic
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CH71671A
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H Reighter David
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Ite Imperial Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/04Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent
    • C08J9/12Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a physical blowing agent

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Description


  
 



     Die    vorliegende   Erfindung    betrifft   die    Herstellung von mit Shwefelhexafluorid aufgeschäumten Kunststoffen und deren   Verwendung    als Elektroisoliermaterialien.



   Geschäumte Kunststoffe verschiedener Art werden bereits als   Materialien    zur Wärmeisolierung, zur   Pol-      sterung,    als Bauteile und für andere Zwecke verwendet.



  Als Elektroisoliermaterialien   wurden    geschäumte Kunststoffe bisher jedoch kaum eingesetzt.



   Es ist bekannt, dass Schwefelhexafluorid von Mole   kularsieben    adsorbiert werden kann. Es wurde ferner bereits vorgeschlagen, Molekularsiebe, die   konventio-    nelle Treibmittel wie zum Beispiel gasförmige Fluorkohlenwasserstoffe oder Kohlendioxyd adsorbiert enthalten, als   Schäummittel    bei der Herstellung von Kunststoffschäumen zu verwenden. Die Verwendung von Schwefelhexafluorid als Mittel zum Aufshäumen von Kunststoffschäumen ist jedoch bisher nicht bekannt.



  Auch die Verwendung von Molekularsieben mit adsorbiertem Schwefelhexafluorid als Schäummittel für Kunststoffschäume wurde bisher nicht vorgeschlagen.



   Die vorliegende Erfindung ;beruht auf der Feststellung, dass verschiedene Kunststoffschäume unter Verwendung von an Molekularsieben adsorbiertem Schwefelhexafluorid als Schäummittel hergestellt werden kön   nen.    Die vorliegende   Erfindung      betrifft    daher ein Verfahren zur Herstellung von Kunststoffschäumen unter Verwendung von an   Molekularsieben    adsorbiertem Schwefel'hexafluorid.   Dabei    erhält man als Elektroisoliermaterial einsetzbare Produkte.



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren   ZUf    Herstellung geschäumter   Kunststoffe,    das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Gemisch aus (a)   einem    härtbaren, ein Kunstharz bildenden   Material    und (b) einem kristallinen zeolitischen Metallaluminosilikat in Form eines Molekularsiebes mit adsorbiertem   Sclhwefel-      hexafluo,rid    auf eine Temperatur   erhitzt,      Idie    ausreicht, um zu verursachen, dass (1) das härtbare, Kunstharz   bildende    Material in einen festen   Kunststoff    übergeht und (2) das Schwefelhexafluorid aus dem   Metalllalumi-    nosilikat desorbiert wird,

   so dass der feste   Kunststoff      Zellstruktur    erhält.



   Es wurde gefunden, dass   Schwefei'herafluorid    als   Treibmittel    nur in adsorbierter Form auf einem Molekularsieb eingesetzt   werden    kann. Versucht man, Schwefelhexafluorid als solches als gasförmiges Treibmittel einzusetzen, so sind sehr hohe Drucke   erforderlich,    um dieses Gas im Harzvorprodukt zu   lösen.    Wird der Druck   entspannt    so entweicht das Gas unkontrollierbar (in manchen Fällen explosionsartig), so dass   die      Anwen-    dung von Schwefelhexafluoridgas zur Herstellung von   Kun'ststoffschäumen    also unpraktisch bis unmöglich ist.



   Kristalline zeolitische   Metallalumlinosilikate    sind bekannte   Materialien.    Hierzu gehören die natürlich vorkommenden   Zeolithe    wie Erionit, Faujasit und Mordenit.



  Ferner gehören dazu synthetische Molekularsiebe, beispielsweise der in   folgenden    US-Patentschriften   beschrie-    benen Art:   2882243;      2962355;    2991151; 2882244; 3 130 007; 3 216 789;   3012852:2950952;      3030181    und 3374056.



   Die Molekularsiebe müssen eine solche Porengrösse besitzen. dass sie Schwefelhexafluorid adsorbieren können, das heisst   Idie    Porengrössen sollten mindestens etwa 10 angström betragen. Ein besonders bevorzugtes Molekularsieb ist der   #Zeolith    13X , welcher eine Poren- grösse von etwa 10 Angström aufweist.   Moleküle,    deren   Dimensionen    mehr als 10 angström betragen, werden abgewiesen, während kleinere Moleküle adsorbiert werden. Der Zeolith 13X ist in der US-Patentschrift Nummer   2882244    beschrieben.



   Für die Zwecke   vorliegender    Erfindung können   zahl-    reiche Kunststoffe verwendet werden, zum Beispiel Epoxyde, Urethane, Polyester, Silikone, Polyvinylchlorid- Harze, Phenolharze, Polyäthylen,   Polypropylen,    Polystyrol und   andere    Kunststofftypen.



   Bevorzugt werden für   die    Zwecke vorliegender Erfindung Epoxyharze. Eine brauchbare Gruppe von Polyepoxyden umfasst die cycloaliphatischen Polyepoxyde.



  Dies sind Verbindungen mit mindestens einem cycloaliphatischen Ring mit Epoxygruppe, und vorzugsweise mit   zwei    derartigen Ringen. Zu diesen   cycloallphatischen    Polyepoxyden gehören zum Beispiel 3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexan carboxylat; 3,4-Epoxy-1-methylcyclohexylmethyl-3,4-epoxy-1-me    thylcyclohexan-carbioxylat; 3,4-Epoxy-6-methylcyclohexylmethyl-3,4-epoxy-6-me- thylcyclohexan- carboxylat    und andere   D;iepoxyde      mit    Estergruppierung, siehe zum Beispiel US-Patentschrift 2716 123.



   Eine weitere brauchbare Klasse   cycloaliphatischer    Polyepoxyde sind die Epoxycyclohexylester von   Pòly-    carbonsäuren. Als   Beispiele    für diese Klasse seien genannt: Bis-(3,4-epoxy-6-methylcyclohexylmethyl)-adipat, Bis-(3,4-epoxycyclohexylmethyl)-adipat, Bis-(3,4-epoxycyclohexylmethyl)-succinat, Bis-(3,4-epoxy-6-methylcyclohexylmethyl)- sebacat; Bis-(3,4-epoxycyclohexylmethyl)-terephthalat und weitere, siehe zum Beispiel   US-;Patentschrift    Nummern 2750395 und 2 863 88'1.



   Eine weitere brauchbare Klasse sind die Polyol-poly   (epoxycydohexancarbonsäureester)    wie zum Beispiel Äthylenglycol-bis-(3,4-epoxy-6-methylcyclohexan  -carboxylat), Äthylenglycol-bis-(3,4-epoxycyclohexan-carboxylat), 2-Äthyl-1,3-hexandiol-bis-(3,4-epoxycyclohexan-carb oxylat), Glycerin-tris-(3,4-epoxycyclohexan-carboxylat), Pentaerythrit-tetrakis-(3,4-epoxycyolohexan-carboxylat) und ähnliche, siehe beispielsweise die US-Patentschriften 2745 847 und 2 884 408
Weitere geeignete Polyepoxyde sind die   halogenier-    ten cycloaliphatischen Polyepoxyde wie zum Beispiel (1 -   13rom-3,4-epoxycyclohexyl)-methyl-1-brom-3,4-epoxy-    cyclohexancarboxylat und dergleichen, siehe US-Patentschrift 2 847 167.



     Weitere    bekannte und geeignete cycloaliphatische Polyepoxyde sind zum   Beispiel    Vinyl-cyclohexan-dioxyd, Bis-(2,3-epoxycyolopentyl)-äther und dergleichen.

 

   Andere Polyepoxyd-Typen können zusammen   mit    oder anstelle der bevorzugten cycloaliphatischen Polyepoxyde eingesetzt werden. Hierzu gehören Ider   Diglyci-    dyldiäther von 2,3-Bis-(p-hydroxyphenyl)-propan, der Diglycidyldiäther von   Bis- (phydroxyphenyl)-methan    und dergleichen.



   Das jeweilige Polyepoxyd kann unter Verwendung von Katalysatoren wie tertiären Aminen, Bortrifluorid Komplex oder dergleichen, durch Umsetzung mit   einem    Härter wie   beispielsweise    einer Polycarbonsäure oder deren Anhydrid, einem Amin mit   mindestens    2 Aminogruppen   entstarnmenden    Wasserstoffatomen, oder unter Verwendung von Katalysator und Härtungsmittel gehär  tet werden. Diese Art der Härtung von Polyepoxyden ist an sich bekannt.



   Auch   PolyurethanJKunststoffe    können für die Zwekke   vorliegender    Erfindung eingesetzt werden. Bekanntlich werden   Polyurethane    durch Umsetzung eines organischen Polyisocyanats mit einem Polyol gebildet.   'Fur    die Zwecke   vorliegender    Erfindung geeignete organische Polyisocyanate   s'ind    beispielsweise 2,4- und   2,6-Tolylen-    -diisocyanat und Gemische der beiden Isomeren, Bis-(4 -isocyanatophenyl)-methan und die durch Phosgeinerung von An in/Formaldehyd-Kondensationsprodukten erhältlichen höhermolekularen Produkte, Bis-(2-isocyanatoäthyl)-fumarat, 1,5-Naphthalin-diisocyanat, Xylylendiisocyanat und dergleichen.



   Als Polyole kommen beispielsweise solche der fol   genden Klassen    in Frage: (a) Polyester und Polyäther mit endständigen Hydroxyl gruppen; (b)   Poiyhydroxyalkane    und   A'tkylenoxyd-Addukte    da von; (c) Trialkanolamine und Alkylenoxyd-Addukte davon; (d) durch Addition von Alkylenoxyden an Mono- und    Polyamine    erhältliche Alkohole; (e) nicht-reduzierende Zucker, Zuckerderivate und Al kylenoxyd-Addukte davon; (f) Alkylenoxyd-Addukte von   Kondensationsprodukten    aus aromatischen   Aminen/'Phenol /Aidehyd;    (g) Alkylenoxyd-Addukte von Phosphor- und Poly phosphorsäuren,   Phosphite    und   Phosphonate    mit    endständigen    Hydroxylgruppen; (h) Alkylenoxyd-Addukte von Polyphenolen ;

  ; (i) Polytetramethylenglycole ; (j)   funktionale    Glyceride wie Rizinusöl und   dergl'ei-    chen.



   Beispiel für Polester mit endständigen Hydroxylgruppen sind Verbindungen,   die      hergestellt    werden durch Polymerisation eines Lactons (vorzugsweise eines   #-Caprolatons)    in Gegenwart eines aktiven Wasserstoff enthaltenden Starters (siehe zum Beispiel die US-Patentschriften 2 914 556; 2 890 208; 2 878 236 und 2 977 385).



  Auch Polyester aus Adipinsäure und Diolen wie Äthyleglycol, Propylenglycol, Diäthylenglycol und dergleichen. Triolen wie 1,1,1-Trimethylolpropan, Glycerin und anderen sind verwendbar. Ferner können Copolymere aus Lactonen und Alkylenoxyden, siehe zum Beispiel US-Patentschrift 2 962 524, mit Erfolg eingesetzt wenden.



     Beispiele    für Polyhydroxyalkane sind unter anderen Äthylenglycol, Propylenglycol,   1,3 -Dihydroxybutan,      Gly-    cerin, 1,2,6-Trilhydroxyhexan, 1,1,1-Trimethylolpropan, Pentaerythrit, Sorbit und dergleichen. Auch die Alkylenoxyd-Addukte dieser Polyhydroxyalkane können verwendet werden, vorzugswiese die Addukte mit Äthylenoxyd, Propylenoxyd, Epoxybutan, Epichlorhydrin oder Gemischen davon.



   Eine weitere Klasse brauchbarer Polyole sind die Trialkanolamine und deren. Alkylenoxyd-Addukte. Als Beispiele für Trialkanolamine seien Triäthanolamin und   Triisopropanolamin    genannt. Die geeigneten   Alkylen-    oxyd-Addukte sind vorzugsweise solche, deren Oxyalkyleneinheiten 2 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen.



   Weiterhin brauchbare Polyole sind die Alkylenoxyd Addukte von Mono- und Polyaminen. Die Mono- und Polyamine werden vorzugsweise mit Alkylenoxyden mit 2 bis 4   Kohlenstoffatomen      umgesetzt,      beispielsweise    mit Äthylenoxyd, 1,2-Epoxypropan, den Epoxybutanen und Gemischen davon. Zu den zur Umsetzung mit dem Alkylenoxyd brauchbaren Mono- und Polyaminen zählen unter anderen Äthylamin, Benzylamin, Anilin, Äthylendiamin, Diäthylentriamin, 1,3-Butan-diamin, Phenylendiamin, Tolyendiamin und dergleichen. Besonders erwähnt seien auch die Alkylenoxyd-Addukte des Anilins oder substituierter Anilin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte.



     Binde    weitere Klasse geeigneter Polyole sind die nichtreduzierenden Zucker, die nicht-reduzierenden Zuckerderivate, und besonders bevorzugt die Alkylenoxyd-Andukte davon mit Oxyalkyleneinheiten mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen. Geeignete Zucker oder   Zu ekerderivate    sind Sucrose, Alkylglycoside wie Methylglucosid und dergleichen, Polyolglycoside wie Äthylenglycolglucosid,   Propylenglycolglucosid    und dergleichen.



     Weiterhin    brauchbar sind die   Aikylenoxyd-Addukte,      vorzugsweise    die Addukte m!it Äthylenoxyd, 1,2-Epoxypropan, Epoxybutan oder Gemischen davon, von ternären Kondensationsprodukten aus aromatischen Aminen/ Phenol/Aldehyd.   Besonders    erwähnt seien   die    Addukte von Propylenoxyd und Propylenoxyd-Äthylenoxyd an   Anilin/Phenol/iFormal'dehyd-Kolndensationsprodukte.   



   Eine weitere brauchbare   Polyol-Klasse      sind    die   Atl-      kylenoxyd-Äddukte    an   Phosphor-    und Polyphosphorsäuren.   Bevorzugte    Alkylenoxyde sind Athylenoxyd, 1,2 Epoxypropan, die Epoxybutane, 3-Chlor-1,2-epoxy-pro- pan und   dergleichen.    Brauchbar in diesem   Zusammen    hang sind Phosphorsäure. die   Polyphosphorsäuren      wie    Tripolyphosphorsäure und dergleichen. Ferner verwendbar sind Phosphite wie Tris-(dipropylenglycol)-phosphit und die Phosphonate, die daraus durch Erhitzen bei   spielsweise    in Gegenwart von Butylbromid herstellbar sind, ferner deren   Alkylenoxyd -Addukte.   



   Die Hydroxylzahl des Polyols oder Polyol-Gemischs kann innerhalb eines breiten Bereichs variieren. Im allgemeinen kann die Hydroxylzahl der Polyole zwischen etwa 20 und darunter bis etwa 1000 und   darüber betra-    gen. Die Hydroxylzahl ist definiert als die Anzahl Milligramm Kaliumhydroxyd, welche zur vollständigen Neu   tralisation    des Hydrolyseprodukts   des    vollständig acety   lierten    Derivats erforderlich sind, weiches aus   1 g lPoly-    ol erhalten wurde. Die Hydroxyzahl wird somit durch folgende Gleichung definiert:
56,1 X 1000 X f
OH =
Mol.gew.

 

   OH = Hydroxylzahl des Polyols f = mittlere Funktionalität, d.h. durchschnittl.



   Anzahl Hydroxylgruppen pro Polyolmo lekül Mol.gew. = mittleres   Molekulargewicht    des Polyols.



   Die Wahl des Polyols hängt vom Verwendungszweck des Polyurethanprodukts ab. Zur Herstellung von Schaumstoffen werden Funktionalität und   Hyd roxylzahl    so gewählt, dass man je   nachdem    einen flexiblen, einen   halbflexiblen    oder einen starren Schaum erhält. Zur Herstellung starrer Schäume verwendet man vorzugsweise Polyole mit Hydroxylzahlen von etwa 200 bis etwa 800, zur Herstellung halbflexibler Schäumle solche mit Hydroxylzahlen von etwa 50 bis etwa 250 und zur     Herstellung      Ilexibier    Schäume solche mit Hydroxylzah- len von etwa 20 bis etwa 70.



   Für die Zwecke vorliegender Erfindung werden die urethanbildenden Ausgangsmaterialien vorzugsweise derart gewählt, dass man einen starren Urethankunststoff erhält.



   Für die erfindungsgemässen Zwecke werden Polyisocyanat und Polyol häufig über das  <  < Quasi-Vorpolymer <  <  miteinander umgesetzt. Das heisst, dass ein Teil des Polyols mit dem Polyisocyanat umgesetzt wird unter Bildung eines Quasi-Vorpolymers, welches dann mit restlichem Polyol bei Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zur Reaktion gelangt.



   über Methoden zur Herstellung von Polyurethanen siehe Saunders und Frisch,  <  < Polyurethanes-Chemistry and Technology >  > , Interscience Publishers, New York (1963 and 1964),   Teil 1      und    II.



   Bei Verwendung härtbarer Epoxyde und Urethane im vorliegenden Verfahren empfiehlt   sich    häufig der Einsatz eines oberflächenaktiven Mittels oder eines Emulgiermittels zur Regulierung der Porengrösse des Schaumstoffs. So kann man geringe Mengen, zum Beispiel etwa 0,001 bis 5,0 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Reaktionsgemisch, eines Emulgiermittels wie eines Polysiloxan-Polyoxyalkylen-Blockpolymeren mit etwa 10 bis 80   Gew.-%    Siloxanpolymer und 90 bis 20 Gew.-% Alkylenoxyd-Polymer anwenden (beispielsweise Bockpolymere gemäss US-Patentschriften 2 834 784 und 2 917 480). Weitere brauchbare Emulgatoren sind die   #nicht-hydrolysierbaren# Polysiloxan-Polyoxyalkylen-    Blockpolymeren.

  Diese Verbindungen unterscheiden sich von den oben erwähnten Blockpolymeren darin, dass der Polysiloxananteil an den Polyoxyalkylenanteil über direkte Kohlenstoff-Silicium-Bindung gebunden ist und nicht über eine Kohlenstoff-Sauerstoff-Silicium-Bindung Die letztgenannten Polymeren enthalten im allgemeinen 5 bis 95 und vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-% Polysiloxanpolymer, Rest Polyoxyalkylenpolymer. Die Mischpolymeren können beispielsweise durch Erhitzen eines Ge   mischs    aus (a) einem Polysiloxanpolymer mit silicium- ständigen, halogensubstituierten einwertigen Kohlenwasserstoffresten und (b) einem Alkalimetallsalz eines Polyoxyalkylenpolymeren auf eine zur Bildung des Block Mischpolymeren ausreichende Temperatur hergestellt werden.

  Weitere geeignete Emulgatoren und oberflächenaktive Mittel sind zum Beispiel Dimethylsilikonöl, polyäthoxylierte Pflanzenöle, im Handel erhältlich unter den Handelsbezeichnungen  <  < Selectorofoam 6903 >  > ,  <  < Emulphor EL-720 >  >  und dergleichen. Obgleich der emulgator nützlich ist zur Einstellung der jeweiligen Schaumstruktur, können   erfindungsgemäss    brauchbare Schaumstoffe   gelegentlich    auch ohne Emulgatoren hergestellt   werden.   



   Für die Zwecke vorliegender Erfindung geeignete Kunststoffe sind ferner die Polyvinylchloridharze. insbesondere diejenigen vom Plastisol-Typ. Polyvinylchlorid-Plastisole sind Suspensionen aus Polyvinylchloridharz-Pulver in einem Weichmacher, welcher ein schlechtes Lösungsmittel für das Polyvinylchlorid bei niedriger Temperatur darstellt, in welchem sich das Harz jedoch bei höherer Temperatur leicht löst. Bei Lösung des Polyvinylchloridharzes im Weichmacher bei höheren Temperaturen entsteht ein fester, weichmacherhaltiger Polyvinylchlorid-Kunststoff.



   Das zur Herstellung des Schaumstoffs verwendete Molekularsieb wird in konventioneller Weise mit Schwefelhexafluorid beladen, beispielsweise indem man das Sieb in Abwesenheit anderer Stoffe (zum Beispiel Wasser). die bevorzugt durch das Molekularsieb adsorbiert werden, in Berührung bringt. Das   Sieb    kann bis zu etwa 35   Gew.-%    Schwefelhexafluorid adsorbieren. Vorzugsweise sollten mindestens etwa 20   Gew. -%    auf dem Sieb adsorbiert sein, damit genügend Schwefelhexafluoridgas zum Aufschäumen des Kunstostoffs bereitsteht.



   Das Gemisch aus beladenem Molekularsieb und härtbarem Kunstharz   wlird    gehärtet, wobei gleichzeitig das Schwefelhexafluorid freigesetzt und dadurch der Kunststoff geschäumt wird. Die erforderliche Temperatur hängt von der Art des Kunstharzes und anderen Faktoren, beispielsweise dem Schäumungsgrad, ab. Im allgemeinen muss das Gemisch   jedoch    auf Temperaturen von   mindestens    etwa 1000C und vorzugsweise von etwa   121 C    bis zu Temperaturen von etwa 1500C erhitzt werden, damit das Schwefelhexafluorid vom Molekularsieb desorbiert wird.



   Die Reaktionszeit hängt wiederum von Faktoren wie der Art des Kunststoffs, der angewandten   Temperatur    und dergleichen ab. Im allgemeinen werden Reaktions- zeiten bis zu etwa   t/2    Stunde benötigt.



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann auf verschiedene Arten erfolgen. Eine geeignete Ausführungsform besteht darin, dass man das härtbare Kunstharz und das beladene Molekularsieb bei Raumtemperatur (oder je nach Viskosität und/oder Löslichkeit bei schwach erhöhter Temperatur) mischt und dann das Gemisch in eine beheizte Form giesst. Nach einer   anfänglichen,    relativ kurzen Formgebungszeit kann der geschäumte und gehärtete Kuntstoffgegenstand dann in einem Ofen nachgeärtet werden, im welchem die endgültige Härtung stattfindet. Diese Arbeitsweise   empfiehlt    sich besonders für   Epoxy--,    Urethan- und anderer Kunststoffe, die durch chemische Reaktion   hergestellt    werden.



   Eine weitere Methode besteht darin, dass man einen   Gegenstand    in das Gemisch aus   härtbarem,      kunst;stoff-      bildendem    Material und beladenem   Molekularsieb    eintaucht, wobei der Gegenstand mit einem Überzug versehen wird. Dieser überzogene Gegenstand (der vor dem Beschichten erhitzt worden sein kann) wird   dann    erhitzt, wobei der Kunststoff gehärtet und geschäumt wird.



  Selbstverständlich kann man auch auf andere Weise beschichten, zum Beispiel durch Sprühen, Aufbürsten und dergleichen. Diese Methode ist insbesondere zum Beschichten mit geschäumtem Polyvinylchlorid-Plastisol geeignet.



   In den folgenden Beispielen bestand das beladene Molekularsieb jeweils auz  <  < Zeolite 13X >  >  (Hersteller Linde Division der Union Carbide Corporation)   mit    etwa 35 Gew.-% Schwefelhexafluorid (bezogen auf das Gewicht des Molekularsiebs). Das Sieb war wie folgt beladen worden:
Nur mit Luft   gefülltes    Molekularsieb 13X   (Poren-    grösse 10 Ängström) wird in einen Behälter beliebiger Grösse gegeben. Dieser wird mit einem locker sitzenden Deckel bedeckt, dann wird ein Rohr bis zum Boden der Zeolithschicht geführt. Durch dieses wird Schwefelhexafluorid mit einer Geschwindigkeit von etwa 10 Liter pro Stunde eingeführt. Der Behälter wird auf eine einfache Balkenwaage gestellt und die Gaszufuhr wird beendet, sobald das Gleichgewicht erreicht ist und keine Gewichtszunahme mehr erfolgt. 

  Das beladene Molekularsieb kann in verschlossenem Behälter bis zum Gebrauch aufbewahrt   werden.     



     Bespiel    1 Mit Schwefelhexafluorid geschäumter Epoxyschaumstoff   
Komponente Oew.- Gew
Teile    1. 3,4-Epoxycyclohexylmethyl- 100 34,5  -3,4-epoxycyclohexan-carboxylat 2. EMPOL 1040(1) 80 27,6 3.   Hydratis. Tonerde    75 25,7 4. Emulgator   A < 2 >     0,4 0,1 5. ZZL 0334(3) 11 3,8
6. SF6-beladenes Molekularsieb 20 6,9 7. Zinn(II)-oxalat 4 1,4 (1) Trimere Säure hergestellt durch Trimerisieren ungesättigter
C18-Fettsäuren; Gernisch aus etwa 90% trimerer Säure. 5% dimerer Säure und 5% einbasischen Säuren, Hersteller Eme ry   lndustries.   



  (2) Silikon L520, Hersteller Union Carbide Corporation.



     (3)    Flüssiges Carbonsäureanhydrid, Äquivalentgewicht 168 (Her steller Union Carbide Corporation).



   Mischverfahren
Die Komponenten 1, 2, 3 und 4 werden sorgfältig unter Verwendung eines Mischers mit   hoher    Scherkraft   vermischt.    Die Mischtemperatur darf 660C   nicht    übersteigen. Dann werden die Komponenten 5 und 7 und schliesslich die Komponente 6 beigemischt, wobei die Temperatur wiederum 660 nicht übersteigen   darf.   



   Das Gemisch wird dann mit einer   Temperatur    von 66 C in die Form von 93 C eingegossen. Dann wird in einem Ofen von 135 C verfestigt, die Masse verbleibt dort eine halbe Stunde lang, wird aus der Form entnommen und dann in einem Umluftofen 16 Stunden lang bei   121 0C    gehärtet. Die Angaben entsprechen einer typischen Verfahrensweise, das heisst Abweichungen von + 10% besitzen keinen kritischen Einfluss auf den herzustellenden Schaumstoff. Man erhält auf obige   Wei-    se ein Produkt mit   poreufreier    Oberfläche.



  Zu   erzielende    Eigenschaften: spez. Gew. 0,78 Durchschlagsfestigkeit 350   V.P.M.   



  Kriechstromfestigkeit a.  > 10 000 Minuten b. 2,5 kV geneigter Fläche   Druckdehnung    141 kg/cm2 Zugfestigkeit 109 kg/cm2 Druckfestigkeit 295 kg/cm2 Schlagfestigkeit 0,018 kg.m/2,5 cm Kerbe Wärmestörung 660C Therm. Ausdehnungs- 9,4 X   10-5      cm/cm C    koeffizient   Coronar-Einsatzniveau       > 50    kV bei 12,5   mm Dicke   
Beispiel 2
Mit Schwefelhexafluorid geschäumter
Epoxy-Schaumstoff
Ein Schaumstoff wurde mit folgender   IFormulierung    hergestellt:   
Komponente Teile Gew.-
Teile Gew.-%   
1. 3,4-Epoxycyclohexylmethyl- 70 25,1  -3,4-epoxycyclohexan-carboxylat 2. ERRA-4090(1) 30 10,7 3. Hexahydrophthalsäureanhydrid 80 28,6 4. Äthylenglycol 1,5 0,6 5.

  Emulgator A 0,4 0,2 6.   Hydrats.    Tonerde 75 26,9 7. Benzyldimethylamin 2 0,7 8. SF6-beladenes Molekularsieb 20 7,2  (1) In der Struktur der Komponente 1 ähnlich, entbält jedoch einen Kettenverlängerer zur Erhöhung der Elastizität (Her steller Union Carbide Corporation).



   Die Komponenten 1 bis 6 werden unter Verwendung eines Mischers mit hoher Scherkraft sorgfältig vermischt.   Die    Mischtemperatur darf 660C nicht übersteigen. Dann werden die Komponenten 7 und 8 beigegeben, wobei die Temperatur ebenfalls nicht über 660C ansteigen darf.



   Die Formgebung erfolgt dann nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise.



  Zu erzielende Eigenschaften spez.   lGew.    0,87 Durchschlagsfestigkeit 250 V.P.M.



  Kriechstromfestigkeit a.



  geneigter Fläche  > 4000 Minuten b. 2,5 kV Druckdehnung 196 kg/cm2 Zugfestigkeit 87 kg/cm2 Druckfestigkeit 464 kg/cm2 Schlagfestigkeit 0,0196 kg.m/2,5 cm Kerbe Wärmestörung   1 060C    Therm. Ausdehnungs- 5,2 X   10-2    cm/cm C koeffizient Coronar-Einsatzniveau    > 50    kV bei 12,5 mm Dicke
Beispiel 3
Mit Schwefelhxafluorid geschäumter    Urethanschaumstoff   
Ein Urethanschaumstoff wurde aus folgenden Komponenten hergestellt:  
Komponente Gew.-Teile 1. Quasi-Vorpolymer(1) 50 2. Polyol < 2 >  50 3. SF6-beladenes Molekularsieb(3) (1) Isofoam PE-2  <  < A >  >  (Hersteller Isocyanate Products, Inc.), hergestellt durch Umsetzung eines Polyätherpolyols mit
Tolylendiisocyanat.



  (2) Isofoan PE-2    B ,    ein handelsübliches Polyätherpolyol, welches   Fluorkohlenwasserstoff-Treibmittel    enthielt, das vor
Verwendung durch Vakuumdestillation entfernt wurde.



  (3) Mit 30 Gew.-% Schwefelhexafluorid.



   Die Komponenten 1 bis 3 wurden bis zur Erzielung einer   kremigen    Konsistenz vermischt. Diese Mischung wurde dann in eine Form mit einer Temperatur von 49 bis 660C gegossen, worin   man    unter der exothermen Wärmetönung aufschäumen, gelieren und verfestigen liess. Dabei erhielt man einen mit Schwefelhexafluorid geschäumten Urethanschaum.



  Zu   erzielende    Eigenschaften: spez. Gewicht 0,42 Durchschlagsfestigkeit 264 V.P.M.



  Coronar-Einsatzniveau 50 kV bei 12,5 mm Dicke
Beispiel 4
Mit Schwefelhexafluorid geschäumter
Polyvinylchlorid-Schaumstoff
Ein   Polyvinylchlorid-Schaumstoff    wurde gemäss folgender Formulierung hergestellt:   
Komponente Gew.- Gew.-%.



   Teile    1. Polyvinylchloridharz   A < 1    48 25,1 2.   Polyvinylchloridharz      B(2'    12 6,3 3. Polyvinylchloridharz C(3) 35 18,4 4. Diisooctylphthalat 65 34,0 5. Tri-Base  <  < E >  > (4) 6 3,1 6. Antimontrioxyd 5 2,6 7. SF6-beladenes Molekularsieb 20 10,5 (1)   QYNV-2 (Union Carbide)    (2)   W0-2 (Goodyear)    (3) M-90 (Goodyear) (4) Tri-Base    Es,    basische Bleiverbindung, die als Stabilisator gegen das Auswerfen von Vinylverbindungen verwendet wird; Hersteller National Lead Corp.



   Die Komponenten 1 bis 6 werden sorgfältig unter Verwendung eines Mischers   m'it    hoher Scherkraft vermischt, wobei Temperaturen oberhalb 430C   vermieden    werden. Nachdem das Gemisch auf Raumtemperatur (21,1 bis 29,4 C) abgekühlt wurde, wird das Molekularsieb sorgfältig beigemischt. Dieses Gemisch kann längere   Zelt    gelagert werden (1 Monat bis 1 Jahr, je nach Lagertemperatur).



   Jeder beliebige   Gegenstand,    der auf 190 + 250C erhitzt werden kann, kann   dann    in diese Formulierung eingetaucht werden. Dabei erhält   man    einen geschäumten Polyvinylchlorid-Kunststoff, dessen Zellen mit gasförmigem Schwefelhexafluorid gefüllt sind. Dieser Schaum muss dann mindestens 30 Minuten lang bei 1900C gehärtet werden.



  Typische Eigenschaften: spezif. Gewicht 0,67 Durchschlagsfestigkeit 250 V.P.M.



   Coronar-Einsatzniveau sauber bis max. Widerstand
Das   erfindungsgemäss    erhältliche Material ist überraschenderweise als Elektroisolationsmaterial   anwend-    bar und zeigt hier gegenüber bekannten   Materialfien      zahl-    reiche Vorteile.



   PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Herstellung von Kunststoffschäumen unter Erhitzen eines Gemisches, weiches ein härtbares, Kunstharz bildendes   Mateitial    und eine ein Gas   frei set-    zende Komponente   enthält    dadurch gekennzeichnet, dass man   das    härtbare Material und ein kristallines, zeolithisches Metallaluminosilikat im Form eines Molekularsiebs mit adsorbiertem Schwefelhexafluorid auf eine Temperatur erhitzt, die ausreicht, um zu verursachen, dass (1) das härtbare, Kunstharz bildende Material in einen festen Kunststoff übergeht und (2) das Schwefelhexafluorid aus dem zeolithischen, Molekularsieb   ,desor-    biert wird, so dass der feste Kunststoff   Zelistruktur    erhält.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das härtbare Material ein Polyepoxyd   umfasst.   



   2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das   Polyepoxid    ein cycloaliphatisches Polyepoxyd   umfasst.   



   3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das cycloaliphatische Polyepoxyd
3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexan-carboxylat ist.



   4. Verfahren nach Patentanspruch   I,    dadurch gekennzeichnet, dass das härtbare Material ein organisches Polyisocyanat und ein Polyol   umfasst.   

 

   5. Verfahren nach Patentanspruch   1,    dadurch gekennzeichnet, dass das härtbare Material ein Polyvinyl-   chlorid-Plastisol    umfasst.



   6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als zeolithisches   Metalialumino'-      silikat    in   Form    eines   Molekuiarsiebs    einen Zeolith X verwendet.



     PATENTANSPRUCH    II
Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltener, Schwefelhexafluorid einschliessender Kunststoff schaum.



   PATENTANSPRUCH   m       Verwendung    des nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I erhaltenen Kunststoffschaums als Elektro isoliermaterial.

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. Komponente Gew.-Teile 1. Quasi-Vorpolymer(1) 50 2. Polyol < 2 > 50 3. SF6-beladenes Molekularsieb(3) (1) Isofoam PE-2 < < A > > (Hersteller Isocyanate Products, Inc.), hergestellt durch Umsetzung eines Polyätherpolyols mit Tolylendiisocyanat.
    (2) Isofoan PE-2 B , ein handelsübliches Polyätherpolyol, welches Fluorkohlenwasserstoff-Treibmittel enthielt, das vor Verwendung durch Vakuumdestillation entfernt wurde.
    (3) Mit 30 Gew.-% Schwefelhexafluorid.
    Die Komponenten 1 bis 3 wurden bis zur Erzielung einer kremigen Konsistenz vermischt. Diese Mischung wurde dann in eine Form mit einer Temperatur von 49 bis 660C gegossen, worin man unter der exothermen Wärmetönung aufschäumen, gelieren und verfestigen liess. Dabei erhielt man einen mit Schwefelhexafluorid geschäumten Urethanschaum.
    Zu erzielende Eigenschaften: spez. Gewicht 0,42 Durchschlagsfestigkeit 264 V.P.M.
    Coronar-Einsatzniveau 50 kV bei 12,5 mm Dicke Beispiel 4 Mit Schwefelhexafluorid geschäumter Polyvinylchlorid-Schaumstoff Ein Polyvinylchlorid-Schaumstoff wurde gemäss folgender Formulierung hergestellt: Komponente Gew.- Gew.-%.
    Teile 1. Polyvinylchloridharz A < 1 48 25,1 2. Polyvinylchloridharz B(2' 12 6,3 3. Polyvinylchloridharz C(3) 35 18,4 4. Diisooctylphthalat 65 34,0 5. Tri-Base < < E > > (4) 6 3,1 6. Antimontrioxyd 5 2,6 7. SF6-beladenes Molekularsieb 20 10,5 (1) QYNV-2 (Union Carbide) (2) W0-2 (Goodyear) (3) M-90 (Goodyear) (4) Tri-Base Es, basische Bleiverbindung, die als Stabilisator gegen das Auswerfen von Vinylverbindungen verwendet wird; Hersteller National Lead Corp.
    Die Komponenten 1 bis 6 werden sorgfältig unter Verwendung eines Mischers m'it hoher Scherkraft vermischt, wobei Temperaturen oberhalb 430C vermieden werden. Nachdem das Gemisch auf Raumtemperatur (21,1 bis 29,4 C) abgekühlt wurde, wird das Molekularsieb sorgfältig beigemischt. Dieses Gemisch kann längere Zelt gelagert werden (1 Monat bis 1 Jahr, je nach Lagertemperatur).
    Jeder beliebige Gegenstand, der auf 190 + 250C erhitzt werden kann, kann dann in diese Formulierung eingetaucht werden. Dabei erhält man einen geschäumten Polyvinylchlorid-Kunststoff, dessen Zellen mit gasförmigem Schwefelhexafluorid gefüllt sind. Dieser Schaum muss dann mindestens 30 Minuten lang bei 1900C gehärtet werden.
    Typische Eigenschaften: spezif. Gewicht 0,67 Durchschlagsfestigkeit 250 V.P.M.
    Coronar-Einsatzniveau sauber bis max. Widerstand Das erfindungsgemäss erhältliche Material ist überraschenderweise als Elektroisolationsmaterial anwend- bar und zeigt hier gegenüber bekannten Materialfien zahl- reiche Vorteile.
    PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von Kunststoffschäumen unter Erhitzen eines Gemisches, weiches ein härtbares, Kunstharz bildendes Mateitial und eine ein Gas frei set- zende Komponente enthält dadurch gekennzeichnet, dass man das härtbare Material und ein kristallines, zeolithisches Metallaluminosilikat im Form eines Molekularsiebs mit adsorbiertem Schwefelhexafluorid auf eine Temperatur erhitzt, die ausreicht, um zu verursachen, dass (1) das härtbare, Kunstharz bildende Material in einen festen Kunststoff übergeht und (2) das Schwefelhexafluorid aus dem zeolithischen, Molekularsieb ,desor- biert wird, so dass der feste Kunststoff Zelistruktur erhält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das härtbare Material ein Polyepoxyd umfasst.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyepoxid ein cycloaliphatisches Polyepoxyd umfasst.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das cycloaliphatische Polyepoxyd 3,4-Epoxycyclohexylmethyl-3,4-epoxycyclohexan-carboxylat ist.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das härtbare Material ein organisches Polyisocyanat und ein Polyol umfasst.
    5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das härtbare Material ein Polyvinyl- chlorid-Plastisol umfasst.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als zeolithisches Metalialumino'- silikat in Form eines Molekuiarsiebs einen Zeolith X verwendet.
    PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltener, Schwefelhexafluorid einschliessender Kunststoff schaum.
    PATENTANSPRUCH m Verwendung des nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I erhaltenen Kunststoffschaums als Elektro isoliermaterial.
CH71671A 1970-04-24 1971-01-18 Verfahren zur Herstellung von mit Schwefelhexafluorid geschäumten Kunststoffen und deren Verwendung CH538523A (de)

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