Das Hauptpatent betrifft eine Schaltungsanordnung zur Distanzmessung in einem Radargerät, bei der ein Distanzdis- kriminator vorhanden ist, der durch ein Distanzfenster den Ziel-Echoimpuls ausblendet, bei der dieser Distanzdiskrimina- tor wahlweise mit einer ersten, zu einer Grobmessung dienen den und schnell reagierenden oder mit einer zweiten, mit einem Rechner verbundenen und zur Feinmessung dienenden Distanzmesseinrichtung zusammengeschaltet ist und mit der jeweils angeschalteten Distanzmesseinrichtung eine Folge schaltung bildet, die das Distanzfenster dem Zielecho nach führt.
Die Schaltungsanordnung gemäss dem Hauptpatent ist dadurch gekennzeichnet, dass jede Distanzmesseinrichtung einen Impuls abgibt, dessen zeitliche Lage dem in der betref fenden Distanzmesseinrichtung gespeicherten Distanzwert entspricht, und der auf einem Sichtgerät durch eine separate Leuchtmarke markiert ist, dass ein Impulsdiskriminator vor handen ist, der aus den beiden Impulssignalen eine der gegen seitigen Abweichung proportionale Fehlerspannung abgibt, welche den in der zweiten bzw. ersten Distanzmesseinrichtung gespeicherten Wert dem Distanzwert der Folgeschaltung nach führt, dass ferner wenigstens an einem Eingang des Impulsdis- kriminators ein einstellbares Verzögerungsglied einschaltbar ist.
um mit dessen Hilfe anhand der Sichtgerätleuchtmarke während der Zielverfolgung durch die zweite Distanzmessein- richtung die erste Distanzmesseinrichtung auf ein weiteres Ziel einstellen zu können, und dass Mittel zur wahlweisen Einschal tung der Verfolgung des Zieles durch die erste bzw. zweite Distanzmesseinrichtung vorgesehen sind, welche Mittel die Einschaltung der zweiten Distanzmesseinrichtung selbttätig auslösen, sobald die Impulsdiskriminator-Fehlerspannung einen Grenzwert unterschreitet.
Zur Einweisung der Distanzmesseinrichtung eines Radarge rätes auf einen von einem Einweiseradargerät ermittelten Distanzwert wurden bisher in den beiden Geräten zur Distanz proportionale Spannungen erzeugt und als Soll- und Istwert einer Nachlaufschaltung zugeführt, welche die Distanzmessein- richtung auf die Distanz des Einweiseradargerätes brachte. Sowohl aus der Erzeugung der proportionalen Spannungen als auch aus dem Nachlaufvorgang an sich resultieren Fehler, so dass die Distanzübermittelung von einem Radargerät zum anderen nur ungenau erfolgen konnte.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung einer Schaltungsanordnung, die eine genaue Distanzübertragung gewährleistet.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung dient zur Distanzmessung in einem Radargerät, wobei diesem Gerät eine Einweise-Radareinrichtung zugeordnet ist, und ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Einweisung der ersten, schnell reagierenden Distanzmesseinrichtung der mittels eines Umschalters an die zweite, mit dem Rechner verbundene Distanzmesseinrichtung anschaltbare Eingang des Impulsdis kriminators über einen weiteren Umschalter wahlweise an die Einweise-Radareinrichtung anschaltbar ist, die einen Ein weise-Impuls abgibt, dessen zeitliche Lage dem einzuweisen den Distanzwert entspricht, und die durch einen Einweisebe fehl den weiteren Umschalter sowie einen Kontakt zur Unter brechung der Impulsdiskriminatorausgangsspannung betätigt.
Die neue Schaltungsanordnung hat den Vorteil, dass die Übertragung der Distanzwerte von der Einweise-Radarein richtung unabhängig von absoluten Distanzfehlern erfolgt.
Anhand der Zeichnung wird im folgenden ein Ausführungs beispiel einer erfindungsgemässen Schaltungsanordnung näher erläutert.
Die Figur zeigt dabei ein Blockschaltbild einer erfindungs- gemässen Schaltungsanordnung.
Im Blockschaltbild ist ein Distanzdiskriminator 1 vorhan den. Dieser Distanzdiskriminator I blendet das an der Klemme Z zugeführte Zielecho durch ein Distanzfenster aus. Er ist wahlweise mit einer ersten, schnell reagierenden bzw. mit einer zweiten, mit einem Rechner verbundenen Distanz- messeinrichtung 2 bzw. 3 zusammenschaltbar. Er bildet auf diese Weise jeweils eine Folgeschaltung, die das Distanzfenster dem Zielecho nachführt. Zur wahlweisen Zusammenschaltung des Distanzdiskriminators 1 mit der ersten bzw. der zweiten Distanzmesseinrichtung 2 bzw. 3 ist dessen Eingang über einen Umschalter 9c mit einem Ausgang der ersten bzw. zweiten Distanzmesseinrichtung 2 bzw. 3 zusammenschaltbar.
Der Ausgang des Distanzdiskriminators 1 ist über einen Umschal ter 9b mit dem Eingang der ersten bzw. zweiten Distanzmess- einrichtung 2 bzw. 3 zusammenschaltbar. Die zweite Distanz- messeinrichtung 3 ist mittels einer mechanischen Welle 11 mit einem Rechner 5 verbunden. Der Ausgang der ersten Distanz- messeinrichtung 2 ist mit dem einen Eingang eines Impulsdis- kriminators 4 verbunden.
Der Ausgang der zweiten Distanz- messeinrichtung 3 ist über einen Umschalter 12 und die Ruh- seite eines Umschaltkontaktes 15a eines Relais 15 mit dem anderen Eingang des Impulsdiskriminators 4 verbunden. Ein zweiter Ausgang der zweiten Distanzmesseinrichtung 3 ist über ein veränderbares Verzögerungsglied 6, den Umschalter 12 und den Umschaltkontakt 15a ebenfalls mit dem anderen Eingang des Impulsdiskriminators 4 verbunden. Die Ausgänge der beiden Distanzmesseinrichtungen 2, 3 stehen zwecks Dar stellung je einer separaten Leuchtmarke mit dem Anzeigeteil 10 in Verbindung.
Der Ausgang A4 des Impulsdiskriminators 4 ist einerseits über einen Umschalter 9a mit dem Eingang der ersten bzw. zweiten Distanzmesseinrichtung 2 bzw. 3 verbun den, andererseits steht er über einen Trennverstärker 16 und einen weiteren Ruhekontakt 15b des Relais 15 mit einem Schwellenschalter 8 in Verbindung. Dieser Schwellenschalter 8 betätigt die Umschalter 9a, b, c. Er ist so ausgeführt, dass er bei der Unterschreitung der Ausgangsspannung U4 des lmpulsdiskriminators 4 unter den Wert einer Referenzspan nung US den Distanzdiskriminator 1 mittels der Umschalter 9a, b, c mit der zweiten Distanzmesseinrichtung 3 selbsttätig zusammenschaltet.
Bei der Überschreitung der Spannung U4 über den Schwellenwert US schaltet er den Distanzdiskrimina- tor 1 selbständig mit der ersten Distanzmesseinrichtung zusammen, in dem über einen Handschalter 14 eine Spannung <B>US</B> +U an den Eingang derselben gelegt wird. Zur Einweisung der ersten Distanzmesseinrichtung 2 durch ein Einweiseradar gerät 13 ist der mittels des Umschalters 12 an die zweite Distanzmesseinrichtung 3 ausschaltbare Eingang A3 des Impulsdiskriminators 4 über die Arbeitsseite des Umschalt kontaktes 15a des Relais 15 mit dem Einweiseradargerät 13 verbunden. Das Einweiseradargerät gibt einen Einweiseimpuls U13 ab, dessen zeitliche Lage dem einzuweisenden Distanz wert entspricht.
Das Einweiseradargerät 13 steht zur Über mittlung eines Einweisebefehls UE mit einer monostabilen Kippschaltung 17 in Verbindung. Der Ausgang derselben führt zu einem Relais, das die Kontakte 15a und 15b betätigt. Die Schaltungsanordnung funktioniert nun folgendermassen: Sobald das Einweiseradargerät 13 ein Ziel erfasst hat, gibt dieses einen Einweisebefehl ab. Dieser Einweisebefehl erfolgt durch Abgabe einer Spannung UE, welche die monostabile Kippschaltung 17 in die Arbeitslage kippt, so dass das Relais 15 aufzieht. Durch die Betätigung des entsprechenden Kon taktes 15a werden die Einweiseimpulse U13 an den Impulsdis- kriminator 4 durchgeschaltet.
Durch die Öffnung des Kontak tes 15b wird die Zuführung der Fehlerspannung U4 des Impulsdiskriminators 5 an den Schwellenschalter 8 unterbro chen. Auf diese Weise wird erreicht, dass wegen der Unter schreitung der Schwellenspannung US der Distanzdiskrimina- tor 1 mit der zweiten Distanzmesseinrichtung 3 zusammenge schaltet wird. Am einen Eingang A2 des Impulsdiskriminators 4 sind nun die Ausgangsimpulse der ersten Distanzmessein- richtung 2 und am andern Eingang A3 sind die Einweiseim pulse U13 vorhanden.
Durch Vergleich in der im Hauptpatent angegebenen Weise wird eine Fehlerspannung U4 gebildet, die so lange vorhanden ist bis die Lage der beiden Impulse über einstimmt. Diese Fehlerspannung U4 verschiebt den in der ersten Distanzmesseinrichtung 2 gespeicherten Distanzwert auf den einzuweisenden Wert.
Die Rückstellzeit der monostabilen Kippschaltung 17 ist so bemessen, dass sich während dieser Zeit der Einweisevorgang abspielen kann. Nach dem Ablauf der Rückstellzeit kippt die monostabile Kippschaltung 17 in die Ruhelage zurück, wodurch das Relais 15 abfällt. In diesem Moment ist der Distanzdiskriminator 1 mit der zweiten Distanzmesseinrich- tung 3 zusammengeschaltet und der Impulsdiskriminator 4 vergleicht die Distanzwerte der ersten und zweiten Distanz- messeinrichtungen, welche nicht übereinstimmen.
Aus dem Vergleich resultiert eine grosse Fehlerspannung U4, welche den Schwellenschalter 8 veranlasst die Kontakte 9a, b, c umzu schalten, so dass die schnell reagierende Distanzmesseinrich- tung 2 mit dem Distanzdiskriminator 1 zusammengeschaltet wird. Die erste Distanzmesseinrichtung 2 gibt entsprechend dem vom Einweiseradargerät 13 eingewiesenen und gespei cherten Distanzwert einen Distanzfenstermitteimpuls ab, so dass in dem vom Distanzdiskriminator 1 erzeugten Distanzfen ster das Zielecho erscheint, welches am Eingang Z eingegeben wird. Die Zielerfassung erfolgt nun in gleicher Weise, wie dies bereits im Hauptpatent beschrieben ist.
Während der Zielverfolgung durch die schnell reagierende Distanzmesseinrichtung 2 wird die zweite mit dem Rechner 5 verbundene Distanzmesseinrichtung 3 durch den Impulsdiskri- minator 4 nachgeführt. Sobald die Fehlerspannung U4 den Schaltschwellenwert US unterschreitet, d. h. sobald die Distanzdifferenz zwischen der ersten und zweiten Distanz- messeinrichtung kleiner ist als die halbe Distanzfensterscheibe, so spricht der Schwellenschalter 8 an und schaltet die zweite Distanzmesseinrichtung 3 mit dem Distanzdiskriminator 1 zusammen, welche dann die Zielverfolgung übernimmt.