CH540115A - Verfahren zur Herstellung von Platten aus Spänen oder Fasern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Platten aus Spänen oder FasernInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Platten aus Spänen oder Fasern, wobei die Späne oder Fasern mit einem aushärtbaren Kunstharzbinder vermengt, zu einem losen Presskuchen aufgeschüttet und danach unter Wärmeeinwirkung bei Temperaturen über 100" C zum Aushärten des Kunstharzbinders gepresst werden. Ein derartiges Verfahren ist aus der Herstellung von Spanplatten bekannt, bei dem Holzspäne mit einem Kunstharzbinder vermengt und danach zu Platten verpresst wurden. Die Presstemperatur liegt bei etwa 200" C. Zur Herstellung von 19 mm dicken Pressplatten wird bei der erwähnten Presstemperatur eine Presszeit von etwa 220 Sek. benötigt. Zur Herstellung von 25 mm dicken Platten ist eine Presszeit von etwa 280 Sek. erforderlich. Weiter ist es aus dem Schweizer Patent 503 576 bekannt, von aus Haushaltmüll gewonnenem Fasergranulat Platten herzustellen. Dabei wird das Fasergranulat mit einem aushärtbaren Kunstharzbinder vermengt und unter Hitze zu Platten verpresst. Bei Presstemperaturen von etwa 200 0 C ist für die Herstellung von 19 mm dicken Platten eine Presszeit von etwa 450 Sek. erforderlich. Bei gleicher Presstemperatur wird für eine 25 mm dicke Platte eine Presszeit von etwa 570 Sek. benötigt. Da die Presszeiten weitgehend die Wirtschaftlichkeit einer Presse beeinflussen, stellt sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe, das bekannte Verfahren dahingehend zu verbessern, dass die Presszeiten wesentlich gekürzt werden können. Erfindungsgemäss wird dieser Zweck dadurch erreicht, dass der Presskuchen vorverdichtet, anschliessend während mindestens 30 Sek. auf 50 bis 100" C erhitzt und anschliessend unter der erwähnten Wärmeeinwirkung gepresst wird. Die Erfindung ermöglicht es, die Presszeit gegenüber den bekannten Verfahren bis zu 90 % zu senken. Bei der Herstellung von Spanplatten aus Holzspänen tritt während der Pressung ein sogenannter Randverlust auf, da während der Pressung ein seitlicher Ausdruck der Holzspäne erfolgt; seine Breite entspricht etwa der Plattendicke, wodurch in einer Randzone von etwa 5 cm Breite eine inhomogene Struktur entsteht. Bei der Verpressung von Fasergranulat ist die Breite des seitlichen Ausdruckes ungefähr gleich der zweifachen Plattendicke. Die Breite der Randzone in einer inhomogenen Plattenstruktur beträgt etwa 10 cm. Die Erfindung bewirkt nun überdies den Vorteil, dass die Randverluste um etwa 50% reduziert werden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Pressdruck für die Pressung bis etwa 60% verringert werden kann. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass keine fehlerhaften Platten wegen Dampfrissen entstehen. Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und Fig. 2 einen vertikalen Ausschnitt aus einem Schüttkuchen. In Fig. 1 bezeichnet die Hinweisziffer 1 eine Streueinrichtung. Auf einer Fördereinrichtung 2 werden Späne oder Fasern 3, die mit einem aushärtenden Kunstharzbinder vermengt oder benetzt sind, einem rotierenden Streurad 4 zugeführt, das die Späne oder Fasern auf ein Stahlblechband 5 aufstreut und darauf einen Presskuchen 6 mit der gleichmässigen Dicke a von 50 mm bildet. Auf dem Stahlblechband 5 wird der Presskuchen 6 in eine Vorpresse 7 gebracht, die aus zwei gegensinnig drehenden Pressbändem besteht. In der Vorpresse 7 wird der Presskuchen 6 auf eine Dicke b von 30 mm vorverdichtet. Danach wird der vorverdichtete Presskuchen auf ein Förderband 8 übergeben und zwischen zwei Hochfrequenzelektroden 9 hindurchgeführt. Die Durchlaufzeit ist so gewählt, dass der Presskuchen auf eine Temperatur von etwa 85" C erhitzt wird. Anschliessend wird der Presskuchen 6 in einer heizbaren Durchlaufpresse 10, bestehend aus zwei gegenläufig drehenden Pressbändern, bei einer Temperatur von etwa 200 C zu einer Platte mit einer Dicke von 19 mm verpresst. Die Durchlaufzeit in der Durchlaufpresse 10 beträgt etwa 45 Sek. und die Presstemperatur etwa 200 C. Auf einer anschliessenden Förderstrecke 11 werden die aus der Durchlaufpresse 10 austretenden Platten 6" der Weiterverarbeitung zugeführt, wobei die Oberflächen geschliffen und die fehlerhaften Randzonen abgetrennt werden. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Platten aus Spänen oder Fasern, wobei die Späne oder Fasern mit einem aushärtbaren Kunstharzbinder vermengt, zu einem losen Presskuchen aufgeschüttet und danach unter Wärmeeinwirkung bei Temperaturen über 1000 C bis zum Aushärten des Kunstharzbinders gepresst werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskuchen (5) vorverdichtet, anschliessend während mindestens 30 Sek. auf 50 bis 100" C erhitzt und anschliessend unter der erwähnten Wärmeeinwirkung gepresst wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Ververdichtung die Dicke (a) des Presskuchens (5) um 30 bis 70% der Differenz (a-c) zwischen Presskuchendicke (a) und der Dicke (c) der Platte (5") reduziert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskuchen (5") anschliessend an die Vorverdichtung während 45 Sek. auf etwa 200 C erhitzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung des vorverdichteten Presskuchens mittels Hochfrequenzelektroden erfolgt. **WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Platten aus Spänen oder Fasern, wobei die Späne oder Fasern mit einem aushärtbaren Kunstharzbinder vermengt, zu einem losen Presskuchen aufgeschüttet und danach unter Wärmeeinwirkung bei Temperaturen über 100" C zum Aushärten des Kunstharzbinders gepresst werden.Ein derartiges Verfahren ist aus der Herstellung von Spanplatten bekannt, bei dem Holzspäne mit einem Kunstharzbinder vermengt und danach zu Platten verpresst wurden. Die Presstemperatur liegt bei etwa 200" C. Zur Herstellung von 19 mm dicken Pressplatten wird bei der erwähnten Presstemperatur eine Presszeit von etwa 220 Sek. benötigt. Zur Herstellung von 25 mm dicken Platten ist eine Presszeit von etwa 280 Sek. erforderlich.Weiter ist es aus dem Schweizer Patent 503 576 bekannt, von aus Haushaltmüll gewonnenem Fasergranulat Platten herzustellen. Dabei wird das Fasergranulat mit einem aushärtbaren Kunstharzbinder vermengt und unter Hitze zu Platten verpresst. Bei Presstemperaturen von etwa 200 0 C ist für die Herstellung von 19 mm dicken Platten eine Presszeit von etwa 450 Sek. erforderlich. Bei gleicher Presstemperatur wird für eine 25 mm dicke Platte eine Presszeit von etwa 570 Sek.benötigt.Da die Presszeiten weitgehend die Wirtschaftlichkeit einer Presse beeinflussen, stellt sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe, das bekannte Verfahren dahingehend zu verbessern, dass die Presszeiten wesentlich gekürzt werden können.Erfindungsgemäss wird dieser Zweck dadurch erreicht, dass der Presskuchen vorverdichtet, anschliessend während mindestens 30 Sek. auf 50 bis 100" C erhitzt und anschliessend unter der erwähnten Wärmeeinwirkung gepresst wird.Die Erfindung ermöglicht es, die Presszeit gegenüber den bekannten Verfahren bis zu 90 % zu senken.Bei der Herstellung von Spanplatten aus Holzspänen tritt während der Pressung ein sogenannter Randverlust auf, da während der Pressung ein seitlicher Ausdruck der Holzspäne erfolgt; seine Breite entspricht etwa der Plattendicke, wodurch in einer Randzone von etwa 5 cm Breite eine inhomogene Struktur entsteht. Bei der Verpressung von Fasergranulat ist die Breite des seitlichen Ausdruckes ungefähr gleich der zweifachen Plattendicke. Die Breite der Randzone in einer inhomogenen Plattenstruktur beträgt etwa 10 cm. Die Erfindung bewirkt nun überdies den Vorteil, dass die Randverluste um etwa 50% reduziert werden.Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Pressdruck für die Pressung bis etwa 60% verringert werden kann. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass keine fehlerhaften Platten wegen Dampfrissen entstehen.Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und Fig. 2 einen vertikalen Ausschnitt aus einem Schüttkuchen.In Fig. 1 bezeichnet die Hinweisziffer 1 eine Streueinrichtung. Auf einer Fördereinrichtung 2 werden Späne oder Fasern 3, die mit einem aushärtenden Kunstharzbinder vermengt oder benetzt sind, einem rotierenden Streurad 4 zugeführt, das die Späne oder Fasern auf ein Stahlblechband 5 aufstreut und darauf einen Presskuchen 6 mit der gleichmässigen Dicke a von 50 mm bildet. Auf dem Stahlblechband 5 wird der Presskuchen 6 in eine Vorpresse 7 gebracht, die aus zwei gegensinnig drehenden Pressbändem besteht. In der Vorpresse 7 wird der Presskuchen 6 auf eine Dicke b von 30 mm vorverdichtet. Danach wird der vorverdichtete Presskuchen auf ein Förderband 8 übergeben und zwischen zwei Hochfrequenzelektroden 9 hindurchgeführt. Die Durchlaufzeit ist so gewählt, dass der Presskuchen auf eine Temperatur von etwa 85" C erhitzt wird.Anschliessend wird der Presskuchen 6 in einer heizbaren Durchlaufpresse 10, bestehend aus zwei gegenläufig drehenden Pressbändern, bei einer Temperatur von etwa 200 C zu einer Platte mit einer Dicke von 19 mm verpresst. 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Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Ververdichtung die Dicke (a) des Presskuchens (5) um 30 bis 70% der Differenz (a-c) zwischen Presskuchendicke (a) und der Dicke (c) der Platte (5") reduziert wird.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskuchen (5") anschliessend an die Vorverdichtung während 45 Sek. auf etwa 200 C erhitzt wird.3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung des vorverdichteten Presskuchens mittels Hochfrequenzelektroden erfolgt.
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| CH1064372A CH540115A (de) | 1972-07-14 | 1972-07-14 | Verfahren zur Herstellung von Platten aus Spänen oder Fasern |
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Family Applications (1)
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| CH1064372A CH540115A (de) | 1972-07-14 | 1972-07-14 | Verfahren zur Herstellung von Platten aus Spänen oder Fasern |
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| CH (1) | CH540115A (de) |
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1972
- 1972-07-14 CH CH1064372A patent/CH540115A/de not_active IP Right Cessation
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