CH540764A - Verfahren zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung weiterverarbeitbaren Folien aus polymerem Material - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung weiterverarbeitbaren Folien aus polymerem MaterialInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung weiterverarbeitbaren Folien aus polymerem Material, bei dem die Folien einer energiereichen Strahlung ausgesetzt werden.
Es sind Verfahren zum Texturieren von Fäden bekannt, bei denen das Texturieren beispielsweise durch Stauchen in Stauchkammern, durch Zahnräder mit anschliessendem Fixieren der aufgeprägten Form oder durch Verwirren der Elementarfäden einer Seite mittels eines Luftstromes erfolgt.
Nachteilig ist, dass die genannten Verfahren zur Texturierung klassischer Faserstoffe die spezifischen Eigenschaften der Spaltfasern nicht berücksichtigen.
Zur Texturierung von Fäden ist weiterhin ein Verfahren bekannt, nach dem durch Einsatz unterschiedlich schrumpfender Materialien in einem Faden Texturiereffekte erzeugt werden. Nachteilig ist die Verwendung mindestens zweier unterschiedlich schrumpfender Faserstoffkomponenten.
Bekannt ist auch, dass hochpolymere Werkstoffe durch Bestrahlen mit energiereicher Strahlung, beispielsweise Elektronenstrahlung, vernetzt oder abgebaut werden können, wodurch sich beispielsweise das Thermoschrumpfverhalten ändert.
Schliesslich ist bekannt, dass auf die durch eine Bestrahlung mit energiereichen Strahlen in Hochpolymeren gebildeten reaktionsfähigen Spezies Monomere, beispielsweise Vinylverbindungen, aufgepfropft werden können.
Es ist Zweck der Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, das die Nachteile der bekannten Verfahren zur Herstellung texturierter Fäden, insbesondere die Verwendung mindestens zweier unterschiedlich schrumpfender Faserstoffkomponenten, beseitigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zurunde, ein Verfahren zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung weiterverarbeitbaren Folien aus polymerem Material zu schaffen.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass zwischen den Oberflächen der Folien über den Querschnitt unterschiedlich vernetzt oder abgebaut oder gepfropft wird.
Vorteilhaft ist es, einaxial gereckte Folien zu verwenden.
Zweckmässig ist es, die Folien mit Elektronenstrahlen zu bestrahlen. Weiter ist von Vorteil, über den Querschnitt der Folie einen Temperaturgradienten zu erzeugen.
Die Erfindung soll nachstehend anband einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen die Fig. 1 einseitige Bestrahlung einer Polyäthylenfolie in einer Vakuumkammer, Fig. 2 die einseitige Bestrahlung einer Polyäthylenfolie in einer Vakuumkammer und zusätzliches einseitiges Pfropfen mit Akrylsäure und Fig. 3 die homogene Bestrahlung einer Polyäthylenfolie und unterschiedliche Temperierung der beiden Folienseiten vor, während und nach dem Bestrahlen.
Beispiel 1
Eine in Durchlaufrichtung einaxial gereckte Folie 1 aus Polyäthylen wird über eine Vakuumschleuse 2 in die mit dem Scanner 3 eines Elektronenbeschleunigers 4 verbundene Vakuumkammer 5 geführt und dort mit Elektronen 6 bestrahlt. Die Durchlaufgeschwindigkeit der Folie 1 und der Strahlstrom des Elektronenbeschleunigers 4 werden so aufeinander abgestimmt, dass die Folie 1 eine Dosis von 3.107 rad absorbiert. Die Energie der Elektronen 6 wird so gross gewählt, dass die maximale Reichweite der Elektronen 6 in Poly äthylen genau der Hälfte der Dicke der Folie 1 entspricht.
Durch diese besondere Bestrahlungsart wird die Polyäthylenfolie nur auf der dem Scanner 3 zugewandten Seite vernetzt.
Die Folie 1 tritt aus einer zweiten Vakuumschleuse 7 aus.
Diese Folie kann in einer Spaltvorrichtung in Einzelfasern aufgetrennt werden. Werden die daraus hergestellten Fäden Heissluft ausgesetzt, so schrumpfen die strahlenchemisch vernetzten Faserteile anders als die nicht behandelten, wodurch es zu einer Textwierung der Fäden kommt.
Beispiel 2
Eine in Durchlaufrichtung einaxial gereckte Folie 1 aus Polyäthylen wird in gleicher Weise wie im Beispiel 1 bestrahlt. Nach dem Bestrahlen werden die in der Folie 1 durch das Bestrahlen gebildeten und noch nicht rekombinierten freien Radikale zur Auslösung einer Pfropf-Kopolymerisation von Akrylsäure im Pfropfgefäss 13 verwendet.
Die aus dieser Folie herstellbaren texturierten Fäden haben den besonderen Vorteil, dass sie sich auf Grund der aufgepfropften Akrylsäure lokal gut anfärben lassen, wodurch besondere Farbeffekte erreicht werden.
Beispiel 3
Eine in Durchlaufrichtung einaxial gereckte Folie 1 aus Polyäthylen wird unter dem Scanner 3 eines Elektronenbeschleunigers 4 vorbeigeführt und in Luft mit Elektronen 6 bestrahlt. Die Durchlaufgeschwindigkeit der Folie 1 und der Strahlstrom des Elektronenbeschleunigers 4 werden so aufeinander abgestimmt, dass die Folie 1 eine Dosis von 2.107 rad absorbiert. Im Gegensatz zu den Beispielen 1 und 2 wird die Elektronenenergie hier so hoch gewählt, dass die Folie 1 etwa homogen bestrahlt wird. Eine unterschiedliche Modifizierung über den Querschnitt ergibt sich dadurch, dass die Folie 1 vor, während und nach der Bestrahlung von unten mit einem Kühlgasstrom 14 und von oben mit einem Heissgasstrom 15 beblasen wird, wodurch durch das Bestrahlen auf der dem Scanner 3 zugewandten Seite der Folie 1 eine andersartige Struktur ausgebildet wird als auf der dem Scanner 3 abgewandten.
PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung weiterverarbeitbaren Folien aus polymerem Material, wobei die Folien einer energiereichen Strahlung ausgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Oberflächen der Folie über den Querschnitt unterschiedlich vernetzt oder abgebaut oder gepfropft wird.
UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine einaxial gereckte Folie verwendet wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie mittels Elektronenstrahlen bestrahlt wird.
3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass über den Querschnitt der Folie ein Temperatur gradient erzeugt wird.
4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass mittels energiereicher Strahlen über den Quer schnitt der Folie ein Vernetzungsgradient erzeugt wird.
PATENTANSPRUCH II
Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung wei- terverarbeitbaren Folien aus Polyolefinen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung weiterverarbeitbaren Folien aus polymerem Material, bei dem die Folien einer energiereichen Strahlung ausgesetzt werden.Es sind Verfahren zum Texturieren von Fäden bekannt, bei denen das Texturieren beispielsweise durch Stauchen in Stauchkammern, durch Zahnräder mit anschliessendem Fixieren der aufgeprägten Form oder durch Verwirren der Elementarfäden einer Seite mittels eines Luftstromes erfolgt.Nachteilig ist, dass die genannten Verfahren zur Texturierung klassischer Faserstoffe die spezifischen Eigenschaften der Spaltfasern nicht berücksichtigen.Zur Texturierung von Fäden ist weiterhin ein Verfahren bekannt, nach dem durch Einsatz unterschiedlich schrumpfender Materialien in einem Faden Texturiereffekte erzeugt werden. Nachteilig ist die Verwendung mindestens zweier unterschiedlich schrumpfender Faserstoffkomponenten.Bekannt ist auch, dass hochpolymere Werkstoffe durch Bestrahlen mit energiereicher Strahlung, beispielsweise Elektronenstrahlung, vernetzt oder abgebaut werden können, wodurch sich beispielsweise das Thermoschrumpfverhalten ändert.Schliesslich ist bekannt, dass auf die durch eine Bestrahlung mit energiereichen Strahlen in Hochpolymeren gebildeten reaktionsfähigen Spezies Monomere, beispielsweise Vinylverbindungen, aufgepfropft werden können.Es ist Zweck der Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, das die Nachteile der bekannten Verfahren zur Herstellung texturierter Fäden, insbesondere die Verwendung mindestens zweier unterschiedlich schrumpfender Faserstoffkomponenten, beseitigt.Der Erfindung liegt die Aufgabe zurunde, ein Verfahren zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung weiterverarbeitbaren Folien aus polymerem Material zu schaffen.Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass zwischen den Oberflächen der Folien über den Querschnitt unterschiedlich vernetzt oder abgebaut oder gepfropft wird.Vorteilhaft ist es, einaxial gereckte Folien zu verwenden.Zweckmässig ist es, die Folien mit Elektronenstrahlen zu bestrahlen. Weiter ist von Vorteil, über den Querschnitt der Folie einen Temperaturgradienten zu erzeugen.Die Erfindung soll nachstehend anband einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen die Fig. 1 einseitige Bestrahlung einer Polyäthylenfolie in einer Vakuumkammer, Fig. 2 die einseitige Bestrahlung einer Polyäthylenfolie in einer Vakuumkammer und zusätzliches einseitiges Pfropfen mit Akrylsäure und Fig. 3 die homogene Bestrahlung einer Polyäthylenfolie und unterschiedliche Temperierung der beiden Folienseiten vor, während und nach dem Bestrahlen.Beispiel 1 Eine in Durchlaufrichtung einaxial gereckte Folie 1 aus Polyäthylen wird über eine Vakuumschleuse 2 in die mit dem Scanner 3 eines Elektronenbeschleunigers 4 verbundene Vakuumkammer 5 geführt und dort mit Elektronen 6 bestrahlt. Die Durchlaufgeschwindigkeit der Folie 1 und der Strahlstrom des Elektronenbeschleunigers 4 werden so aufeinander abgestimmt, dass die Folie 1 eine Dosis von 3.107 rad absorbiert. Die Energie der Elektronen 6 wird so gross gewählt, dass die maximale Reichweite der Elektronen 6 in Poly äthylen genau der Hälfte der Dicke der Folie 1 entspricht.Durch diese besondere Bestrahlungsart wird die Polyäthylenfolie nur auf der dem Scanner 3 zugewandten Seite vernetzt.Die Folie 1 tritt aus einer zweiten Vakuumschleuse 7 aus.Diese Folie kann in einer Spaltvorrichtung in Einzelfasern aufgetrennt werden. Werden die daraus hergestellten Fäden Heissluft ausgesetzt, so schrumpfen die strahlenchemisch vernetzten Faserteile anders als die nicht behandelten, wodurch es zu einer Textwierung der Fäden kommt.Beispiel 2 Eine in Durchlaufrichtung einaxial gereckte Folie 1 aus Polyäthylen wird in gleicher Weise wie im Beispiel 1 bestrahlt. Nach dem Bestrahlen werden die in der Folie 1 durch das Bestrahlen gebildeten und noch nicht rekombinierten freien Radikale zur Auslösung einer Pfropf-Kopolymerisation von Akrylsäure im Pfropfgefäss 13 verwendet.Die aus dieser Folie herstellbaren texturierten Fäden haben den besonderen Vorteil, dass sie sich auf Grund der aufgepfropften Akrylsäure lokal gut anfärben lassen, wodurch besondere Farbeffekte erreicht werden.Beispiel 3 Eine in Durchlaufrichtung einaxial gereckte Folie 1 aus Polyäthylen wird unter dem Scanner 3 eines Elektronenbeschleunigers 4 vorbeigeführt und in Luft mit Elektronen 6 bestrahlt. Die Durchlaufgeschwindigkeit der Folie 1 und der Strahlstrom des Elektronenbeschleunigers 4 werden so aufeinander abgestimmt, dass die Folie 1 eine Dosis von 2.107 rad absorbiert. Im Gegensatz zu den Beispielen 1 und 2 wird die Elektronenenergie hier so hoch gewählt, dass die Folie 1 etwa homogen bestrahlt wird. Eine unterschiedliche Modifizierung über den Querschnitt ergibt sich dadurch, dass die Folie 1 vor, während und nach der Bestrahlung von unten mit einem Kühlgasstrom 14 und von oben mit einem Heissgasstrom 15 beblasen wird, wodurch durch das Bestrahlen auf der dem Scanner 3 zugewandten Seite der Folie 1 eine andersartige Struktur ausgebildet wird als auf der dem Scanner 3 abgewandten.PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung weiterverarbeitbaren Folien aus polymerem Material, wobei die Folien einer energiereichen Strahlung ausgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Oberflächen der Folie über den Querschnitt unterschiedlich vernetzt oder abgebaut oder gepfropft wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine einaxial gereckte Folie verwendet wird.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie mittels Elektronenstrahlen bestrahlt wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass über den Querschnitt der Folie ein Temperatur gradient erzeugt wird.4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass mittels energiereicher Strahlen über den Quer schnitt der Folie ein Vernetzungsgradient erzeugt wird.PATENTANSPRUCH II Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zur Herstellung von zu Spaltfasern mit latenter Kräuselung wei- terverarbeitbaren Folien aus Polyolefinen.
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