CH542151A - Verfahren zur Herstellung von hochdispersem, absolut trockenem Siliciumdioxid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochdispersem, absolut trockenem Siliciumdioxid

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CH542151A
CH542151A CH1424769A CH1424769A CH542151A CH 542151 A CH542151 A CH 542151A CH 1424769 A CH1424769 A CH 1424769A CH 1424769 A CH1424769 A CH 1424769A CH 542151 A CH542151 A CH 542151A
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Laeufer Siegmar Dr Dipl-Chem
Roy Waldemar
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Degussa
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Description


  
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hochdispersem, absolut trockenem Siliciumdioxid durch Erhitzen von feinteiligem Siliciumdioxid, welches zu Produkten führt, die frei von adsorbiertem Wasser und von nahe   beieinanderstehenden    Silanolgruppen sind, wobei die typische lockere Struktur von beispielsweise pyrogen gewonnenen Kieselsäuren zumindest voll erhalten bleibt.



   Dem hauptsächlich auf der hydrolytischen Spaltung von Siliziumtetrachlorid in einer 1Flamme beruhenden Herstellungsprozess von Siliciumdioxid verdankt derartiges hochdisperses SiO2 seine spezifischen Eigenschaften, welche insbesondere in der kleinen Teilchengrösse der Primärpartikel, dem günstigen Teilchenverteilungsbild u.



  der Struktur seiner Oberfläche bestehen, gegenüber anderen, auf nasschemischem Wege hergestellten, feinteiligen Kieselsäuren. Die Art der Herstellung von pyrogenem   SiO    bedingt, dass seine Oberflächenstruktur im wesentlichen durch drei Arten von sogenannten Oberflächenhydroxylen, welche bei jedem SiO2-Aerogel gleiche zeitig auftreten, gebildet wird. Diese drei Hydroxylarten sind folgende:
1. Silanolgruppen an der Oberfläche, die innerhalb ihres Wirkungsbereiches wegen der räumlichen Entfernung zu anderen Silanolgruppen keine Möglichkeit zur Wechselwirkungsreaktion miteinander haben und deshalb als isolierte oder  freie Silanolgruppen  zu bezeichnen sind.



   2. Silanolgruppen an sich gleicher Art wie unter 1., jedoch so nahe benachbart, dass sie in Wechselwirkung über Wasserstoffbrücken treten können und deshalb als    gebundene    (Wasserstoffbrückenbindung) Silanolgrup   pein     zu bezeichnen sind, und
3. Hydroxylgruppen von an der Oberfläche des Kie   selsäu reaerosols    adsorbiertem Wasser.



   Für die Eigenschaften der SiO2-Aerogele sind nun weder die Gesamtheit aller Hydroxylgruppen, noch - wie sich zeigen   lässt - die    Gesamtheit aller Silanolgruppen verantwortlich, sondern jede dieser drei Hydroxylarten trägt in besonderem Masse zu den Eigenschaften bei.



   In der Praxis wird nun erfahrungsgemäss als Füllstoff im allgemeinen ein sehr reines und trockenes Siliciumdioxid bevorzugt, welches neben Silanolgruppen jedoch noch Hydroxylgruppen aufweist, während als Adsorptionsmittel oder auch als Füllmittel für besondere Zwecke ein   SiO    gefordert wird, welches möglichst frei von Hydroxylgruppen und von nahe beieinanderstehenden Silanolgruppen ist.



   Beim Herstellungsprozess von hochdispersem SiO2 nach dem Flammenhydrolyseverfahren wird die Abscheidung der feinverteilten Oxide bei solchen Temperaturen vorgenommen, dass unerwünschte Kondensationen der bei der Umsetzung entstandenen Produkte, wie z.B. von Wasser oder wässriger Salzsäure, vermieden werden. Die unter derartigen Bedingungen gewonnenen Produkte enthalten jedoch noch Beimengungen je nach Art der verwendeten Ausgangsprodukte und der thermischen Oxidation   bzw.    Hydrolyse. Benutzt man als Ausgangsmaterial z.B.



     Siliziumtetrachlorid.    so erhält man ein Produkt, welches entsprechend dem hohen Adsorptionsvermögen des entstandenen Kieselsäure-Aerosols noch gewisse Mengen Chlorwasserstoff festhält. Nach bekannten Verfahren werden zur Entfernung des   Chiorwasserstoffes    die hochdispersen Oxide z.B. unmittelbar nach ihrer Abscheidung einer Wärmebehandlung bei Temperaturen von etwa   200-500 ,    jedenfalls unterhalb Rotglut, unterworfen, oder aber es wird bei ähnlichen oder niedrigeren Temperaturen im Gleich- oder Gegenstrom eine Entsäuerung der Oxide mittels   überhitztern    Wasserdampf vorgenommen, wodurch zwar eine gute Entsäurerung erzielt wird, jedoch eine gewisse Restfeuchte auf dem Aerogel nicht ausgeschaltet werden kann.



   Eine der wichtigsten Eigenschaften des SiO2-Aerogels ist bekanntlich seine verdickende Wirkung, wobei der Einfluss von Feuchtigkeit (adsorbiertes Wasser) eine Rolle spielt. Es lässt sich nämlich zeigen, dass in Tetrachlorkohlenstoff ein wasserfreies   SiO2-Aerogel    noch besser verdickt, als ein   SiO3Aerogel    mit einem Gehalt von 1 bis 2% Wasser. Im allgemeinen genügen diese Produkte den Anforderungen, jedoch stellt sich bei speziellen Anwendungsgebieten die Forderung nach absolut trockenen Produkten.



   Absolut trockenes SiO2-Aerogel kann durch Vakuumbehandlung unter besonderen Bedingungen (z.B. bei erhöhter Temperatur oder unter Zuhilfenahme isothermer Destillation) erhalten werden, wobei es aber immer noch mehr oder weniger grosse Mengen    gebundener    Silanolgruppen  behält.



     Es    ist ferner aus wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt, dass   Siliciumdioxid-Aerogel,    welches durch   pyrolytische    Zersetzung von z.B.   Siliciumtetrachlorid    zu einem   Siliciumdioxid-Aerosol    und anschliessender Koagulation zum Aerogel erhalten wurde, nach einer Druckformgebung in dünne Plättchen beim Erhitzen auf 800    10000C      huber    längere Zeit   z.iB.    8 Stunden, unter vermindertem Druck von   zlB.      13    Torr nicht nur das anhaftende Wasser verliert, sondern auch einen Teil seiner Silanolgruppen unter   Kondensation    zu Wasser abgibt.



  Diese Vorgänge lassen sich infrarotspektroskopisch verfolgen, indem sie sich durch Veränderungen an den, den einzelnen Hydroxyltypen zukommenden   Band en systemen    zu erkennen geben. Dabei ist bemerkenswert, dass die sogenannten  freien Silanolgruppen , die im Infrarotschwingungsspektrum als scharfe Bande sichtbar werden, bei dieser Temperatur wenigstens bis zu einem gewissen Grad erhalten bleiben. Bei weniger langen Erhitzungszeiten bleiben auch die  gebundenen Silanolgruppen  in erheblichem Umfange erhalten, da die Vollständigkeit der Kondensation dieser Gruppen sowohl von der Temperatur als auch von der Einwirkungszeit abhängig ist.



   Die zuvor beschriebenen bekannten Verfahren zur Herstellung absolut trockener Produkte haben den Nachteil, dass sie entweder nicht zu Produkten führen, welche frei von gebundenen Silanolgruppen sind, oder - wie bei den letztgenannten   fUntersuchungensich    nicht im grosstechnischen   Massstakbe    anwenden lassen und ausserdem Produkte ergeben, welche die lockere Struktur des Ausgangsproduktes nicht mehr aufweisen und damit technisch unbrauchbar sind.

 

   Der Erfindung lag nun die Aufgabenstellung zugrun   de, ein Verfahren    zur Herstellung von hochdispersem,   absolut    trockenem Siliciumdioxid durch Erhitzen von feinteiligem Siliciumdioxid anzugeben, welches zu Produkten führt, die völlig frei von adsorbiertem Wasser und von nahe beieinanderstehenden Silanolgruppen sind, wobei die verbleibenden freien Silanolgruppen sich jedoch nicht verändert haben und die lockere Struktur des Ausgangsproduktes zumindest voll erhalten bleibt.



   Das Kennzeichnende der Erfindung ist darin zu sehen, dass das feinteilige Siliziumdioxid im Wirbelbett mit einem trockenen Gasstrom bei Temperaturen im Bereich von 7000C bis   1000 C    und unter Normaldruck während  eines Zeitraumes von einer bis 60 Sekunden behandelt wird.



   Überraschenderweise liess sich zeigen, dass ein erfindungsgemäss hergestelltes   S,iO2HAerogel,    welches sowohl frei von adsorbiertem Wasser ist, als auch über keine gebundenen Silanolgruppen mehr verfügt, aber die gleiche oder sogar eine geringere Anzahl an  freien   Silanolgrup-      pein     aufweist, noch besser verdickt als ein in üblicher Weise gewonnenes wasserfreies Produkt.



   Diese Effekte an   ,SiO2-Aerogelen    und auch an bestimmten Typen nicht pyrogener   Kieselsäuren    lassen sich unerwarteter Weise auch ohne Anwendung verminderter Drucke und ohne längere Einwirkungszeit erzielen, indem man   SiOz-Aerogel    (bzw. die anderen genannten Kieselsäuren) in einer   kontinu,ierlichen    Apparatur bei den genannten Temperaturen kurzzeitig der Behandlung eines trockenen   Gasstroms    aussetzt. Zweckmässigerweise kann man im Gegenstrom von der einen Seite   das SiO2 Aero-    gel und von der anderen Seite das Gasgemisch zuführen.



  Man arbeitet   zweckmässi,gerweise    nach diesem Prinzip in einem senkrecht stehenden Fliessbett. Der Entzug des Wassers und die Kondensation des Teiles der Silanolgruppen von   SiO2-Aerogel,    die sich bei diesen Tempera   turen kondensieren    lassen, geht überraschenderweise erheblich schneller und auch vollständiger vor sich, als unter Vakuumbedingungen.



   Als besonderer Überraschungseffekt muss hervorgehoben werden, dass bei der kurzzeitigen Hochtemperaturbehandlung die Anzahl der sogenannten freien Silanolgruppen sich im Gegensatz zur Vakuum-Behandlung nicht verändert, sondern fast   1000/zig    erhalten bleibt, was sich durch die   Infrarotspektren    der Produkte einwandfrei nachweisen lässt. Diese Tatsache ist insofern von besonderer Bedeutung, als auf diesem Charakteristikum die besonderen technischen Vorteile des    < ,SiO2-Aerogels    gegen über gefällten Kieselsäuren beruhen, deren Silanolgruppen als sogenannte gebundene Silanolgruppen vornehmlich nahe   beieinanderstehen,    wobei etwaige freie Silanolgruppen demgegenüber mengenmässig überhaupt nicht ins Gewicht fallen.



   Weiter ist überraschend, dass bei der erfindungsgemässen Hochtemperaturbehandlung die volle Rehydratisierungsfähigkeit erhalten bleibt, das im Widerspruch zu dem steht, was bisher über, bei diesen hohen Temperaturen geglühte, Kieselsäuren in der Literatur berichtet worden ist. Als weitere Vorteile sind zu erwähnen, dass durch ein solches Verfahren auch sämtliche, gegebenenfalls vorhandenen, flüchtig werdende Verunreinigungen wie z.B. etwa noch vorhandener Chlorwasserstoff vom SiO2-Aerosol restlos entfernt werden.

  Die an sich bekannten Vorteile einer längeren Wärmebehandlung bei niedrigen Temperaturen bleiben also überraschenderweise bei der   erfindungsgemässen    kurzzeitigen Hochtemperaturbehandlung erhalten, wobei jedoch die einschlägig beschriebenen Nachteile hoher   Temperaturen - offenbar    infolge der äusserst kurzen   Verweilzeit - vermieden    werden.



   In Form einer nachgeschalteten Verfahrensstufe kann das vorliegende thermische Verfahren direkt in einen   SiO2-Aerogel-Herstellungsprozess    eingebaut werden, oder räumlich und zeitlich hiervon getrennt am Ort der Anwendung unmittelbar vor der Weiterverarbeitung eingeschaltet werden, wobei absolut trockenes   SiO2-Aerogel    bei gleichzeitiger Entsäuerung erhalten wird. Das Fehlen von gebundenen Silanolgruppen und von Wasser macht dieses Produkt in einer besonderen Weise hochaktiv.



   Die Erfindung betrifft demgemäss auch das nach dem beschriebenen Verfahren herstellbare hochdisperse, absolut trookene Siliciumdioxid. Dieses Produkt kann dadurch vollständig charakterisiert werden, dass es bei Erhaltung der freien Silanolgruppen keine Hydroxylgruppen von an der Oberfläche gebundenem Wasser und keine oder aber nur eine extrem niedrige Menge   solcherObefflächen-    hydroxylgruppen besitzt, die untereinander zur Bildung von Wasserstoffbrücken befähigt sind.



   Die hohe Aktivität   beieht    sich nicht nur auf Anlagerung bzw. Adsorption reaktiver Stoffe, sondern ebenso sowohl auf chemische Reaktionen an den Silanolgruppen, die mit einem   sol'chen    Produkt leichter und vollständiger vor sich gehen, als mit unbehandeltem oder vorher getrocknetem Aerogel, als auch auf chemische   Reäkilonen    mit den durch die erfindungsgemässe Behandlungsweise in erheblicher Menge entstandenen reaktiven Siloxangruppen, die einerseits ähnlich wie die Silanolgruppen zur Aufspaltung reaktiver Stoffe und daran anschliessender chemischer Reaktion, wie andererseits zur direkten Addition von z.B. polaren XH-Verbindungen, wie Alkoholen, Aminen usw., geeignet sind.



   Das erhaltene Produkt kann man unmittelbar in ein beliebiges organisches trockenes Lösungsmittel einarbeiten und kann auf diese Weise das absolut trockene   SiO2-    Aerogel zum Versand bringen, ohne dass auf dem Transport oder am Verarbeitungsort Feuchtigkeit in eine derartige Paste hineinkommt.



   Man kann auf die beschriebene Weise die verschiedensten Arten von z.B. pyrogenem   Siliciumdioxlid,    welches auch hydrophobiert oder mit einer dementsprechend anders wirksamen Oberflächenbehandlung versehen sein kann, in besonders hochaktive SiO2-Aerogele überführen.



   So erhielten z.B. als Ausgangsprodukte   SiO2-Aero-    gele mit Oberflächen zwischen 100 und 400   m2/g,    mit den verschiedensten Wassergehalten zwischen 0,2 und 5,0/, nach der Behandlung modifizierte Eigenschaften, die sich ausser einer Erhöhung ihres pH und ausser der Veränderung ihrer Oberflächen in einer erheblich höheren Verdickungswirkung und Thixotropie äusserten. Auch   SiO2mAerogele    mit organischen Verunreinigungen liefern überraschenderweise bei der nur wenige Sekunden dauernden Behandlung hochaktive, extrem reine Aerogele.



   Beispiel I
SiO2-Aerogel (1) (380 m2/g Oberfläche unbehandelt) wurde bei 1100C und 10-3 Torr   11 <     h getrocknet (2), ferner weniger als 1 Minute bei   950"C    und 3-4 Torr in einem Röhrenofen behandelt (3) und in einer weiteren Probe weniger als 1 Minute bei 9500C und Normaldruck im Gegenstrom mit einem auf ca. 150 bis 2000C vorgeheizten sauerstoffhaltigen Gasgemisch behandelt   (4).   

 

   Von allen 4 Proben, von denen die getrocknete Probe 2, und die thermisch bei 9500C behandelten Proben 3 und 4 sich vom gleichen SiO2-Aerogel (Probe 1) ableiten, wurden gleiche Mengen, in gleichviel   Tetrachlorkohllen-    stoff suspendiert und in Röhrchen eingeschmolzen. Sie liessen so auch über längere Zeit die stark unterschiedliche Verdickung deutlich erkennen. Nach 4 Monaten Lagerzeit in den verschlossenen Röhrchen waren die Unterschiede in der Verdickung noch voll erhalten.



   Beispiel 2
In einem Röhrenofen aus Quarz mit 1,20 m Länge, 25 mm Durchmesser und einer Heizzone von 1 mm Länge wurde frisches   iSiO2-Aerogel    (Oberfläche 300 m2/g) mit einem normalen Wassergehalt (adsorbiertes, physisorbiertes Wasser) von ca. 0,5% in absolut trockenes, von  gebundenen Silanolgruppen freies, reines   SiO2-Aerogel    übergeführt, wie durch   IR-Spektrum      vonXAusgangs-    und Endprodukt nachgewiesen wurde. Das erhaltene Produkt zeigt im Infrarotspektrum   -      in      CCl4      gemessen - zwl-    schen 4000 und 2000 cm-1 nur eine einzige, schmale intensive Bande bei ca.   3700cm-1.   



   In einer Stunde wurden je nach Durchsatz 500 - 800 g des beschriebenen trockenen Produktes erhalten. Im Gegenstrom wurden 50-100 l/h auf 100-2000C vorgeheizte Luft gefahren.



   3. SiO2-Aerogel mit einem pH 2,55 wurde in der oben beschriebenen Apparatur nach 1 Sekunde Verweilzeit auf pH 3,30 und nach einer weiteren Sekunde Verweilzeit auf pH 3,85 entsäuert.



   Beispiel 4
SiO2-Aerosol (Oberfläche 170 m2/g) mit einem pH von 2,50 wurde einer Verweilzeit von 2-5 Sekunden in der oben erwähnten Apparatur ausgesetzt. Danach hatte es einen pH von 3,50.



   Vom entstandenen Produkt wurde eine 5%ige Suspension in reinem, trocknen Kohlenstofftetrachlorid hergestellt. 20 Minuten nach Herstellung der Suspension wurde mit dem Rheometer (Stufe I) eine Viskosität von über 480 cp gemessen, während für die Viskosität des entsprechend gemessenen Ausgangsproduktes 384 cP gefunden wurden.



   Beispiel 5
In der unter Beispiel 2 beschriebenen Apparatur wurde ein hydrophobiertes SiO2-Aerogel behandelt. Im erhaltenen Produkt war - bei einem stündlichen Durch Satz von 500   g - kein    Kohlenstoff mehr nachweisbar.



   Beispiel 6 a) Ein nach Beispiel 2 hergestelltes höchstaktives Siliciumdioxid wurde bei 200C mit Methanoldampf beladen, indem man es unter Ausschluss anderer Gase 4 Stunden unter dem Sättigungsdampfdruck von Methanol bei   20oC    stehen liess. Danach wurde das erhaltene Produkt eine halbe Stunde bei einer Temperatur von 1000C einem Vakuum von 10-3 Torr ausgesetzt. Die Analyse ergab danach einen C-Gehalt von 0,4   Gew- 21O       'b)    Das gleiche, jedoch nicht der kurzzeitigen Hitzebehandlung unterworfene   Siliciumdioxid    ergab dagegen nach dem Abtrocknen des adsorbierten Wassers bei   100 C    und in der unter a) beschriebenen Weise behandelt, einen C-Gehalt von nur 0,02 Gew.-%.



   Beispiel 7
In einem auf   9000-11000C    beheizten Röhrenofen aus Quarz mit einer Länge von 1200 mm und einer wirksamen Heizzone von 1000 mm Länge bei einem Innendurchmesser von 150   rnm    wurde ein etwa 2 Jahre gelagertes    Aerosil     (Oberfläche 200 m2/g) mit einem Feuchtigkeitsgehalt   (adsorbiertes,    physisorbiertes Wasser) von ca. 2% in absolut trockenes, von gebundenen Silanolgruppen freies, reines SiO2-Aerogel übergeführt, wie durch   l!R-Spektren    von Ausgangs- und Endprodukt nachgewiesen wurde. Das erhaltene Produkt zeigte im IR-Spektrum zwischen 4000 cm-1 und 2000 cm-1 nur eine einzige, schmale intensive Bande bei ca. 3700   cm-l.   

 

   In einer Stunde wurden 10 kg des beschriebenen trokkenen Produktes erhalten. Im Gegenstrom wurden ca.



  4 m3/h auf 3000C vorgeheizte trockene Luft gefahren. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Verfahren zur Herstellung von hochdispersem, absolut trockenem, von adsorbiertem Wasser und gebundenen Silanolgruppen freiem Siliciulmdioxid, durch Erhitzen von feinteiligem Siliciumdioxid, dadurch gekennzeichnet, dass das feinteilige Siliciumdioxid im Wirbelbett mit einem trockenen Gasstrom bei Temperaturen im Bereich von 700 - 10000C und unter Normaldruck während eines Zeitraums von 1-60 is behandelt wird.
    II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestelltes, hochdisperses, absolut trockenes Siliciumdioxid, dadurch gekennzeichnet, dass es neben freien Silanolgruppen keine Hydroxylgruppen von an der Oberfläche gebundenem Wasser und keine oder aber nur eine extrem niedrige Menge gebundener Silanolgruppen besitzt.
CH1424769A 1969-09-22 1969-09-22 Verfahren zur Herstellung von hochdispersem, absolut trockenem Siliciumdioxid CH542151A (de)

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