Die Erfindung betrifft ein herbicides Mittel, das erfindungsgemäss als Wirkstoffkomponente mindestens ein 1,2,6trisubstituiertes lH-Imidazo(4,5-b)pyridin der Formel
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enthalt, worin R1 Wasserstoff, Chlor, Fluor, C1-C6-Perfluoralkyl oder ein Radikal der Formel
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bedeutet, in welcher die Substituenten Z unabhängig voneinander für Wasserstoff oder Halogen stehen und n 0 oder 1 ist, R2 Halogen, Nitro, -CF3, CF2CI, -CF2H oder C14-Alkyl- sulfonyl bedeutet und R3 für (1) Wasserstoff,
ein Alkalimetall oder das Äquivalent eines Erdalkalimetalls oder von einem organischen Amin mit einem Kb-Wert in der Grössenordnung von 104 oder mehr abgeleitetes Ammonium, (2) Cl-C8-Alkyl, (3) C2-C8-Alkenyl, (4) CC6-Cycloalkyl, (5) Benzyl, (6) Phenäthyl, (7) C2-C16-Alkanoyl, (8) C3-C,6-Alkenoyl, (9) Carbamoyl der-Formel
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worin X Sauerstoff oder Schwefel ist und der eine Substituent R4 Phenyl, C1-C4-Alkyl oder C2-C4-Alkenyl und der andere Substituent R4 Wasserstoff, C1-C4-Alkyl oder C2-C4-Alkenyl darstellt mit der Massgabe,
dass beide Reste R4 zusammen nicht mehr als 6 Kohlenstoffatome enthalten oder zusammengenommen ein geradkettiges C2-C6-Alkylen bilden, (10) ein Radikal der Formel
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worin X Schwefel oder Sauerstoff ist (11) ein Radikal der Formel
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worin R5 Methylen, Äthylen oder Vinylen ist und n 0 oder 1 bedeutet, (12) ein Radikal der Formel
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(substituiertes Phenyl) oder
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(substituiertes Phenyl worin das substituierte Phenyl ein Phenylradikal mit 1 bis 3 Substituenten ist, die voneinander unabhängig Amino, Nitro, Chlor, Methyl oder Methyoxy darstellen, und R C1-C4-Alkylen bedeutet, (13) -SO2-R7, worin R7 C1-C4-Alkyl wie oben definiert ist, oder C=C6-Cycloalkyl, Phenyl, ein substituiertes Phenyl wie oben definiert, oder Benzyl bedeutet,
oder (14) Tetrahydro-2-pyranyl steht.
Die Pyndin-Verbindungen der Formel I können dadurch hergestellt werden, dass man
1. ein 5-substituiertes-2-Amino-3-nitropyridin der Formel
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worin R2 wie oben definiert ist, entweder mit dem Difluoralkanoylhalogenid der Formel
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oder einem Difluoranhydrid der Formel
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worin X Halogen darstellt und Rl wie oben definiert ist, unter Bildung des 5-substituierten-3-Nitro-2-(1,1-difluor- alkylamido)-pyridins der Formel
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worin R1 und R2 wie oben definiert sind, umsetzt, die 5 substituierte-3 -Nitro-2-( 1,1 -difluoralkylamido)-pyridin- Verbindung zur gewünschten 6-substituierten-1-Hydroxy-2- (1,1-difluoralkyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin-Verbindung reduziert,
2.
die 6-substituierte 1-Hydroxy-2-(1,1-difluoralkyl)-lH- imidazo(4,5-b)pyridin-Verbindung der Stufe 1 in das Alkali Erdalkali- oder Aminsalz überführt, worin das Amin ein organisches Amin mit einem Kb-Wert in der Grössenordnung von 10-5 oder mehr ist,
3. die in Stufe 1 hergestellte Hydroxy-Verbindung mit einem Halogenid der Formel R3X umsetzt, worin X Halogen ist und R3 wie oben definiert ist,
4. die Hydroxy-Verbindung der Stufe 1 mit einem Iso- cyanat der Formel O=N=C-Niedrigalkyl oder Niedrigalkenyl unter Bildung der gewünschten Verbindung, worin R3
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oder Niedrigalkenyl ist, umsetzt,
5. die Hydroxy-Verbindung der Stufe 1 mit einer Carbonsäure oder deren Anhydrid unter Ausbildung der R3-Gruppe als der gewünschten Estergruppe umsetzt,
6.
die Hydroxy-Verbindung der Stufe 1 mit einem Olefin unter Bildung des gewünschten Äthers umsetzt,
7. die Hydroxy-Verbindung der Stufe 1 mit einem Alkin, einem N,N-Carbonyldiimidazol oder N,N-Dicyclohexyldicarbodiimid umsetzt.
Die so definierten Verbindungen sind als Herbicide verwendbar. Darüber hinaus können sie auch als Ausgangsmaterialien für ein Verfahren eingesetzt werden, welches, je nach den angewendeten Reaktionsbedingungen, eine Umlagerung oder eine Reduktion ergibt.
Hierin soll die verwendete Bezeichnung Halogen Brom, Chlor, Fluor und Jod bedeuten. Im Falle der Substituenten Niedrigalkyl, Niedrigalkenyl, Alkyl, Alkenyl, Alkanoyl, Alkenoyl und Niedrigalkylen können diese Gruppen verzweigt oder geradkettig sein.
Ein wichtiges und unterscheidendes Strukturmerkmal der Verbindungen der Formel list der Substituent in 2-Stellung (-CF2-Rt). Hierfür sind beispielsweise folgende Gruppen repräsentativ:
Difluormethyl
Trifluormethyl
Difluorchlormethyl
Pentafluoräthyl
Heptafluor-n-propyl 1, 1-Difluoräthyl
1,1 -Difluor-n-propyl
1, -Difluor-2-bromäthyl 1, 1-Difluor-2-chloräthyl
1, 1-Difluor-2,3-dichlor-n-propyl
1,1 -Difluor-3 -brom-n-propyl
1, 1,2-Trifluoräthyl
1, 1,2-Trifluor-n-propyl
1, 1,2,3-Tetrafluor-n-propyl 1, 1-Difluor-2-brom-3 -chlor-n-propyl
Perfluor-n-butyl
Perfiuor-n-pentyl
Perflug"-hexyl
Bevorzugt werden die Gruppen Trifluormethyl, Difluormethyl, Difluorchlormethyl und Pentafluoräthyl.
Die Verbindungen der Formel I sind im allgemeinen kristalline Feststoffe. Sie können nach den Standard-Methoden für die Substitution von Hydroxy-Gruppen hergestellt werden.
Somit können diejenigen Verbindungen, die Äther sind, z. B.
nach den in Kapitel 6 von Synthetic Organic Chemistry von Wagner und Zook (John Wiley & Sons, Inc., New York, 1965) beschriebenen Arbeitsweisen hergestellt werden. In dieser Monographie werden auch weitere Synthesewege beschrieben, die für die Herstellung der Carbonsäureester (Kapitel 14), Carbaminsäureester (Kapitel 23) und Sulfonsäureester (Kapitel 37) geeignet sind.
Im allgemeinen werden die Verbindungen der Formel I, für welche der Substituent R3 kein Wasserstoff ist, geeigneterweise durch Umsetzung der entsprechenden 1-Hydroxy-Verbindungen:
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mit einem Halogenid der Formel R3-X, worin X Halogen ist, in Gegenwart eines Alkalimetallcarbonats oder eines anderen Halogenwasserstoff-Akzeptors hergestellt. Man kann in einem inerten flüssigen Reaktionsmedium arbeiten. Die Reaktion schreitet in einem weiten Temperaturbereich fort, doch wird sie vorzugsweise bei Temperaturen von 200 C bis zur Rück flusstemperatur vorgenommen. Die Abtrennung und gewünschtenfalls die Reinigung erfolgt nach den allgemein üblichen Methoden.
Obgleich die vorstehend beschriebene Methode das allgemeinste Herstellungsverfahren die Verbindungen der Formel I darstellt, können auch für einige der genannten Verbindungen andere Methoden angewandt werden.
Somit werden diejenigen Carbamate mit der Formel
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in einfacherer Weise dadurch hergestellt, dass man das entsprechende 1-Hydroxy- 1H-imidazo(4,5-b)pyridin mit einem Isocyanat der Formel
O=N=C-Niedrigalkyl oder Niedrigalkylen umsetzt. Die Reaktion erfolgt auf die übliche Art und Weise.
In ähnlicher Weise wird es bei der Herstellung anderer Carbonsäureester gemäss Formel I als der Carbamatester oftmals bevorzugt die gewünschte Carbonsäure in Form ihres Anhydrids mit der entsprechenden 1-Hydroxy-lH-imidazo- (4,5 -b)pyridin-Ausgangsverbindung umzusetzen. Ferner erfolgt im Falle, dass die Verbindungen Äther sind, die Herstellung manchmal vorzugsweise durch Umsetzung des 1 Hydroxy-1H-imidazo(4,5-b)pyn.dins mit einem Olefin. Diese Arbeitsweise wird besonders im Falle des Tetrahydro-2pyranyläthers bevorzugt. Die Alkenyläther können vorzugsweise auch durch Addition an ein Alkin hergestellt werden.
Eine bevorzugte Unterart der Verbindungen der Formel I, worin R3 nicht Wasserstoff ist, werden durch die allgemeine Formel
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definiert, worin R3 Halogen oder -CF3 ist, R9 für Niedrigalkyl mit Ct-C4, Niedrigalkenyl mit C2-C4, Benzyl, Niedrigalkanoyl mit C2-C4, Niedrigalkenoyl mit C3-C4, Benzoyl, Niedrigalkylsulfonyl mit C1-C4 oder Carbamoyl mit der Formel
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worin X Sauerstoff oder Schwefel ist und der eine Substituent R4 Phenyl, Niedrigalkyl mit C1-C4 oder Niedrigalkenyl mit C2-C4 und der andere Substituent R4 Wasserstoff, Niedrigalkyl mit C,-C4 oder Niedrigalkenyl mit C2-C4 darstellt, mit der Massgabe,
dass beide R4-Teile zusammen nicht mehr als 6 Kohlenstoffatome enthalten oder zusammen genommen ein geradkettiges Alkylen mit C2C6 bilden und R90 Trifluormethyl oder Pentafluoräthyl bedeutet.
Zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, bei welchen R3 nicht Wasserstoff ist, können auch noch andere Syntheseweisen herangezogen werden. Beispiele hierfür sind die Verwendung von N,N'-Carbonyldiimidazol oder N,N' Dicyclohexyldicarbodiimid (vergleiche Reagents für Organic Synthesis, Fieser & Fieser (John Wiley & Sons, 1967), S. 114f.
bzw. 231f.).
Die Verbindungen der Formel II können nach dem folgenden Reaktionsschema hergestellt werden:
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Gemäss diesem Reaktionsschema wird die zu Beginn eingesetzte 5 -substituierte-2-Amino-3-nitropyridin-Verbindung zu dem entsprechenden 5-substituierten-2-( 1,1 -Difluoralkyl- amido)-2-nitropyridin acyliert. Letzteres wird dann unter Bildung des Endproduktes weiter umgesetzt.
Die Acylierung erfolgt mit einem Acylierungsmittel, dessen Identität nicht kritisch ist. Geeignet sind die Difluoralkanoylhalogenide:
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und die Difluoralkansäurenanhydride:
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obgleich Verbindungen der letzteren Art oftmals bevorzugt werden.
Im allgemeinen erfolgt die Reaktion durch Vermischen des Acylierungsmittels mit dem 5-substituierten-3-Nitro-2aminopyridin, und zwar vorzugsweise, im Falle eines Difluoralkanoylhalogenids, obligatorisch in Gegenwart eines organischen tertiären Amins, und durch Erhitzen des resultierenden Gemisches, z. B. auf Temperaturen auf 25 bis 100" C. Besonders geeignete tertiäre Amine umfassen Triäthylamin und Pyridin. Die Reaktion kann in einem inerten flüssigen Reaktionsmedium, z. B. in Benzol, durchgeführt werden. Als Reaktionsmedium kann auch ein Überschuss des organischen tertiären Amins dienen. Darüber hinaus sind die Difluoralkansäureanhydride im allgemeinen flüssig, so dass überschüssige Mengen davon eingesetzt werden, um die notwendige Fliessfähigkeit zu gewährleisten.
Die Reaktion schreitet ohne weiteres fort und ergibt das gewünschte 5-substituierte-3-Nitro 2-( 1,1 -Difluoralkylamido)-pyridin-Produkt. Die Abtrennung und gewünschtenfalls die Reinigung des Produkts erfolgt nach den üblichen Arbeitsweisen.
Es hat sich herausgestellt, dass im allgemeinen die Unterwerfung der 5-substituierten-3 -Nitro-2-(l,l -difluoralkyl- amido)-pyridin-Verbindungen sowie von anderen Verbindungen einer Vielzahl von Reduktionsbedingungen zur Bildung der letztlichen 6-substituierten- 1-Hydroxy-2-( 1,1 -di- fluoralkyl)- 1H -imidazo(4,5 -b)pyridin-Verbindungen der Erfindung führt.
Man nimmt an, dass die Reaktion über eine Zwischenverbindung in folgender Weise abläuft:
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Bis jetzt ist es jedoch noch nicht gelungen, diese Zwischenverbindung zu isolieren. Diese Zwischenverbindung könnte naturgemäss, wenn sie aus irgendeinem Syntheseablauf isolierbar wäre, selbst umgesetzt werden, um die Verbindungen der Formel I zu liefern.
Obgleich die Reaktion selbst unerwartet ist, sind dennoch die Reaktionsbedingungen nicht kritisch. Als Reduktionsmittel können z. B. alle gewöhnlicherweise für die Reduktion von Nitro-Verbindungen in Amino-Verbindungen eingesetzten Substanzen verwendet werden, wobei bei den üblichen Bedingungen gearbeitet werden kann. Als solche Reduktionsmittel können z. B. genannt werden: Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren, Zink oder Eisen in alkalischer Lösung, Sulfide in alkalischer Lösung, Hydrosulfite in alkalischer Lösung. Die Reaktionen v-erden in bekannter Weise durchgeführt (vergleiche z. B. Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, 2. Ausgabe, Band 2, 76-98 (John Wiley & BR< Sons, Inc., 1963, New York), In allen diesen Fällen erfolgt die cyclische Entwässerung der Zwischenverbindung spontan bei solchen reduzierenden Bedingungen.
Ein bevorzugtes Verfahren zur Vornahme der Reduktion ist jedoch die Verwendung von Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators. Im allgemeinen wird bei Anwendung dieses bevorzugten Vorgehens das 5-substituierte-3 -Nitro-2- (1,1-difluoralkylamido)-pyridin, geeigneterweise in einer inerten Flüssigkeit als Reaktionsmedium, in Gegenwart eines Katalysators hydriert. Letzterer ist typischerweise ein Edelmetall und besteht vorzugsweise aus Palladium oder Platin.
Der Katalysator kann für sich allein, oder insbesondere im Falle des Palladiums, in auf einen Träger, z. B. Kohlenstoff oder ein Alkalimetallsalz abgeschiedener Form verwendet werden. Geeigneterweise kann eine Parr- oder eine andere Druckvorrichtung herangezogen werden, um das Reaktionsgemisch während der Hydrierung aufzunehmen, wenn diese bei Überdrücken erfolgt. Die Reaktion schreitet aber auch bei Normaldruck fort. Die Reaktion wird weiterhin durch geringe Mengen einer Säure, z. B. einer Mineralsäure, wie Salzsäure oder einer Verträglichen organischen Säure, wie Trifluoressigsäure, katalysiert.
Die Mengen der verwendeten Ausgangsstoffe sind nicht kritisch. Im allgemeinen werden 2 Mol Wasserstoff pro Mol des als Ausgangsverbindung eingesetzten 5-substituierten 3 -Nitro-2-(1, 1-difluoralkylamido)-pyridins und katalytische Mengen des Edelmetalls, z. B. 1-10 g/kg der Ausgangsverbindung, bevorzugt. Temperaturen von 0-100 C sind geeignet, wobei bessere Ergebnisse typischerweise bei Temperaturen von 10-25" C erhalten werden.
Wenn die Wasserstoffaufnahme vervollständigt ist, dann wird das Produkt aus dem Reaktionsgemisch in herkömmlicher Weise abgetrennt. Das Reaktionsgemisch wird hierzu meistens gefiltert, um den zurückbleibenden Katalysator zu entfernen, worauf das Filtrat eingedampft und das Produkt als Rückstand gewonnen wird. Dieser Produktrückstand kann gereinigt werden, was ebenfalls nach den herkömmlichen Arbeitsweisen, z. B. durch eine Umkristallisierung oder Extraktion mit Natriumbicarbonatlösung und anschliessende Ausfällung mit einer Mineralsäure geschehen kann.
Die vorstehend beschriebenen synthetischen Arbeitsweisen führen zu den gewünschten 6-substituierten-1-Hydroxy-2 (1,1 -difluoralkyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin-Verbindungen der Formel I. Da das Proton der OH-Gruppe sauer wirkt, können diese Verbindungen mit Kationen Salze bilden. Repräsentative Salze sind z. B. die Salze mit Alkalimetallen, wie Natrium, Kalium, Lithium, Cäsium und Rubidium und diejenigen mit Erdalkalimetallen, wie Calcium, Strontium und Barium sowie die Salze mit organischen Aminen. Obgleich die Natur des organischen Amins nicht kritisch ist, werden doch solche Amine bevorzugt, die eine relativ starke Basizität aufweisen, wie sie z. B. einer Dissoziationskonstante (Kb) in der Gegend von 10-5 oder mehr entspricht.
Im allgemeinen sind die Alkylamine, Cycloalkylamine, Alkylenpolyamine und Aralkylamine Verbindungsklassen, die die angemessenen Basenstärken besitzen. Somit sind repräsentative Basen, z. B.
Methylamin, Dimethylamin, Trimethylamin, Methyldiäthylamin, Äthylamin, Diäthylamin, Triäthylamin, n-Propylamin, Di-n-propylamin, Tri-n-propylamin, n-Amylamin, Cyclohexylamin, Piperidin, Pyrrolidin, N-Methylpyrrolidin, Diisopropyl amin, Äthylendiamin, Tetramethylendiamin, Athanolamin, Benzylamin, Isobutylamin, Di-n-Butylamin und dergleichen.
Die vorstehend genannten Salze werden nach den herkömmlichen Arbeitsweisen durch Umsetzung des 6-substituierten-1 Hydroxy-2-(1,1-difluoralkyl)-imidazo(4,5-b)pyridins und des jeweiligen Amins oder eines Alkalimetalls oder Erdalkalimetalloxids, -Hydroxids oder Salzes hergestellt. Diese Salzbildung kann als eine Methode zur Formulierung der Verbindungen verwendet werden.
Die als Ausgangsmaterialien verwendeten 5-substituierten 3-Nitro-2-aminopyridin-Verbindungen
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werden im allgemeinen nach Standard-Verfahren durch Nitrierung von geeignet substituierten 2,5-disubstituierten Pyridinen hergestellt.
Es sind bereits bestimmte 5-substituierte-2-Aminopyridin- Verbindungen bekannt, bei denen der Substituent in 5-Stellung Halogen oder Nitro ist. Andere Verbindungen können nach den üblichen Methoden hergestellt werden. So wird z. B. bei der Herstellung solcher 5-substituierter-2-Aminopyridin-Verbindungen, bei denen der Substituent in 5 Stellung (R2) -CF2Cl ist, ein 2-Amino-5-formylpyridin:
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mit SF4 zu 5-(Difluormethyl)-2-aminopyridin umgesetzt.
Diese Verbindung kann dann ihrerseits zu dem entsprechenden 5 -(Difluorchlormethyl)-2-aminopyridin chloriert werden. Das 5-(Trifluormethyl)-2-aminopyridin wird durch Behandlung von 5-Carboxy-2-hydroxypyridin mit SF4 in Gegenwart von HF hergestellt, wobei zunächst das 5-(Trifluor methyl)-6-fiuor-5,6-dihydro-2-hydroxypyridin erhalten wird, welches nach Behandlung mit Natriumhydroxid das 5-(Tri fiuormethyl)-2-hydroxypyridin liefert. Der Hydroxyteil dieser Verbindung kann nach den Standard-Verfahren in eine Aminogruppe umgewandelt werden, wodurch die gewünschte 5-(Trifluormethyl)-2-aminopyridin-Verbindung erhalten wird.
Diese verschiedenen 5-substituierten-2-Aminopyridin-Verbindungen werden sodann zu den entsprechenden 5-substitu ierten-3 -Nitro-2-aminopyridin-Verbindungen nitriert.
Diejenigen 5-substituierten-3-Mtro-2-aminopyridin-Ver- bindungen, bei welchen der Substituent in 5-Stellung Alkylsulfonyl ist:
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worin R3 Niederigalkylsulfonyl mit C1-C4 bedeutet, werden nach dem folgenden Reaktionsschema erhalten:
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Somit werden sämtliche 5-substituierten-3 -Nitro-2-amino- pyridin-Verbindungen nach diesen verschiedenen synthetischen Arbeitsweisen hergestellt.
Die Verbindungen der Formel I sind Herbicide. Sie können zur Erzielung einer breiten herbiciden Wirkung eingesetzt werden, d. h. nach einem Verfahren, welches darin besteht, dass auf einen Teil der Pflanze, der ein Stengel, Blatt, Blüte, Frucht, Wurzel oder ein Samen bzw. eine andere ähnliche Reproduktionseinheit einer Pflanze sein kann, eine das Wachstum inhibierende Menge einer der Verbindungen der Formel I aufgebracht wird. Die Verbindungen können aber auch dazu eingesetzt werden, um eine selektive herbicide Wirkung zu erzielen.
Bei der Anwendung als Herbicid ist es nicht unbedingt nötig, dass eine vollständige Zerstörung der ungewünschten Vegetation erhalten wird, vielmehr reicht es auch, wenn das Wachstum der ungewünschten Vegetation lediglich inhibiert wird. Insbesondere beim Anstreben einer selektiven Wirkung reicht eine Inhibierung, die kein Abtöten erzielt, aus. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn die Anwendung des Herbicids mit anderen natürlich vorkommenden Bedingungen, z. B.
einer Flüssigkeitsbegrenzung und dergleichen kombiniert wird, die die Vegetation gegenüber der Nutzpflanze selektiv inhibieren.
Die Verbindungen der Formel I sind für eine weite Vielzahl von herbiciden Anwendungszwecken geeignet. So können z. B. die Verbindungen bei - unten näher definierten Mengen, die eine selektive Wirkung der Verbindungen hervorrufen, als selektive Herbicide für Nutzpflanzen, z. B. für Baumwolle, Mais, Sorghum, Sojabohnen und dergleichen, verwendet werden. In einem solchen Fall kann die Anwendung vor dem Auflaufen hinsichtlich sowohl der Nutzpflanzen als auch des Unkrauts oder vorzugsweise unter Verwendung einer direkten Sprühanwendungstechnik erfolgen, nach dem Auflaufen der Nutzpflanze aber sowohl vor als auch nach dem Auflaufen des Unkrauts.
Bei einer anderen Anwendungsweise können die Verbindungen zur Erzielung einer breiten herbiciden Wirkung auf einem nutzpflanzenfreien Land verwendet werden, mit Einschluss von abwechselnden nutzpflanzenfreien Streifen von bebautem Land. Für einen solchen Einsatz auf einem sogenannten Brachland kann die Anwendung im Frühling erfolgen, um das Pflanzenwachstum bis zu einer Herbst- oder nachfolgenden Frühlingsbepflanzung zu unterdrücken. Die Anwendung kann auch im Herbst geschehen, um das Pflanzenwachstum bis zu einer Frühlings- oder nachfolgenden Herbstbepflanzung zu unterdrücken. Ferner können bei einer weiteren Anwendungsweise die Verbindungen der Erfindung dazu verwendet werden, um die Unkräuter in Nutzbaum-Pflanzungen, z. B. der verschiedenen Citrusbäume, zu bekämpfen.
Bei sämtlichen dieser verschiedenen Anwendungsweisen und bei weiteren, für welche die Verbindungen der Formel I geeignet sind, besteht ein weiterer Vorteil darin, dass die Verbindungen in den zu behandelnden Boden nicht mit der Egge hineingebracht werden zu brauchen, da es ausreicht, wenn eine dieser Verbindungen oder ein Mittel, welches eine solche Verbindung enthält, auf der Oberfläche lediglich ausgebreitet wird. Wenn es aber zweckmässig erscheint, dann können diese Verbindungen auch unter Verwendung einer Egge oder auf eine sonstige mechanische Weise mit dem Boden vermischt werden. Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung können auch als Wasser-Herbicide eingesetzt werden.
Die Verbindungen der Erfindung können in nichtmodifizierter Weise eingesetzt werden, zur Erzielung guter Ergebnisse wird es jedoch im allgemeinen bevorzugt, dass die Verbindungen in modifizierter Form verwendet werden, d. h. als eine Komponente eines Mittels, das so formuliert ist, dass wachstumsinhibierende Wirkungen für Pflanzen erzielt werden. Somit kann der Wirkstoff z. B. mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten vermischt werden, vorzugsweise unter Verwendung eines oberflächenaktiven Mittels. Der Wirkstoff kann auch in einen fein verteilten Feststoff, der z. B. eine ober flächenaktive Substanz sein kann, eingearbeitet werden, um ein benetzbares Pulver zu ergeben, das hierauf in Wasser oder einer anderen Flüssigkeit dispergiert wird. Der Wirkstoff kann auch als Teil eines Staubgemisches zugesetzt werden, das direkt angewandt werden kann.
Diese und andere Methoden zur Herstellung geeigneter Zubereitungen sind bekannt.
Die exakte Menge des verwendeten Wirkstoffs ist nicht kritisch und hängt von dem gewünschten wachstumshemmenden Effekt, der Art der in Betracht gezogenen Pflanzen, dem jeweiligen Wirkstoff, den Bewitterungsbedingungen und dergleichen ab. Im allgemeinen wird ein breiter wachstumshemmender Effekt erzielt, wenn Mengen von 3,4-5,6 kg/ha bis
10 kg/ha oder mehr des Wirkstoffs verwendet werden.
Solche Mengen sind für die Bekämpfung des Pflanzenwachstums auf Brachland geeignet und wirksam. Wenn eine selektive Wachstumsinhibierung von Unkräutern in Gegenden erzielt werden soll, die Nutzpflanzen, wie Mais, Sojabohnen und Baumwolle enthalten, dann geben Mengen von 0,28 oder darunter bis 5,6 kg/ha im allgemeinen gute Ergebnisse.
Wenn bei der typischen Anwendungsweise der Wirkstoff als ein Mittel eingesetzt wird, welches den Wirkstoff enthält, dann ist die exakte Konzentration des Wirkstoffs in dem Mittel nicht kritisch, mit der Ausnahme, dass die Konzentration und die Gesamtmenge des verwendeten Mittels angemessen sein sollte, um die geeignete Menge des Wirkstoffs pro Morgen zuzuführen. Im allgemeinen werden gute Ergebnisse erhalten, wenn Mittel verwendet werden, die den Wirkstoff im Falle einer flüssigen Zubereitung in einer Konzentration von 0,5-10% oder mehr im Falle einer staubartigen, pulverförmigen, kornförmigen und ähnlichen Zubereitung in einer Konzentration von 1,0-5,0 % oder mehr enthalten.
Es können auch konzentriertere Zubereitungen hergestellt werden, welche oftmals bevorzugt werden, da sie je nach dem jeweiligen Anwendungszweck und der jeweiligen Konzentration sowohl als konzentrierte Zubereitung für den Transport, die Lagerung und dergleichen, als auch als fertige Behandlungsmischung verwendet werden können. Somit enthalten z. B. die Zubereitungen oftmals ein oberflächenaktives Mittel und den vorliegenden Wirkstoff, wobei letzterer in einer Menge von 0,5-99,5 Gew. % vorliegt, oder sie enthalten einen inerten fein verteilten Feststoff und den vorliegenden Wirkstoff, wobei der letztere in einer Menge von 1,0-99,0 Gew. % vorliegt.
Solche Zubereitungen können, wie bereits zum Ausdruck gebracht, direkt für bestimmte Anwendungszwecke eingesetzt werden oder sie können verdünnt werden und hierauf für viele andere Anwendungszwecke eingesetzt werden.
Flüssige Mischungen, die die gewünschte Menge des Wirkstoffs enthalten, werden dadurch hergestellt, dass die Substanz in einer Flüssigkeit gegebenenfalls unter Zusatz eines oberflächenaktiven Dispergierungsmittels, z. B. eines ionogenen oder nichtionogenen Emulgators, aufgelöst werden.
Die Verbindungen werden am besten in Wasser oder in einer organischen Flüssigkeit unter Einsatz eines oberflächenaktiven Dispergierungsmittels aufgelöst. Geeignete organische Flüssigkeiten, die als Träger dienen, sind z. B. landwirtschaftliche Sprühöle und Petroleum-Destillate, wie Dieselöl, Kerosin, Heizöl-Naphtha und das Stoddard-Lösungsmittel. Die Auswahl des Dispergierungs- und Emulgierungsmittels sowie deren Mengen bestimmen sich aus der Natur der Mischung und dem Vermögen des jeweiligen Mittels, die Dispergierung des Wirkstoffs in den Träger zu gewünschten Mischung zu erleichtern. Dispergierungs- und Emulgierungsmittel, die für die Herstellung der Mischungen verwendet werden können, schliessen z.
B. die Kondensationsprodukte von Alkylenoxiden mit Phenolen und organischen Säuren, Alkylarylsulfonate, Polyoxyalkylen-Derivate sowie Sorbitester, komplexe Ätheralkohole und dergleichen ein. Repräsentative oberflächenaktive Mittel die zur Herstellung der Zubereitungen verwendet werden können, sind z. B. in den US-Patentschriften 3 095 299, 2 655 447 und 2 412 510 beschrieben.
Bei der Herstellung von Staubmischungen wird der Wirkstoff in und auf einem fein verteilten Feststoff, z. B. Ton, Talk, Kreide, Gips, Kalkstein, fein verteiltem Vermiculit, Perlit und dergleichen, innig dispergiert. Hierzu kann beispielsweise der fein verteilte Träger mit dem Wirkstoff mechanisch vermischt oder gemahlen werden.
In ähnlicher Weise können Staubmischungen, die die toxischen Verbindungen enthalten, unter Zusatz von festen oberflächenaktiven Dispergierungsmitteln, z. B. Bentonit, Fuller-Erde, Attapulgit und anderer Tone, hergestellt werden.
Je nach den verwendeten Mengenverhältnissen der Bestandteile können diese Staubmischungen als Konzentrate verwendet werden, die hiernach mit weiteren festen oberflächenaktiven Dispergierungsmitteln oder mit Kreide, Talk, Gips und dergleichen verdünnt werden, um zu Mitteln mit der gewünschten Konzentration des Wirkstoffs zu kommen. Ferner können solche Staubmischungen gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines Dispergierungsmittels in Wasser dispergiert werden, um Sprühmischungen herzustellen.
Zubereitungen, die die erfindungsgemässen Wirkstoffe enthalten, werden oftmals vorteilhafterweise weiter modifiziert, indem eine wirksame Menge eines Netzmittels eingearbeitet wird, die die Dispergierung und Ausbreitung der Zubereitung auf den Oberflächen der Pflanzenblätter und die Aufnahme der Zubereitung durch die Pflanze erleichtern.
Die Wirkstoffe können weiterhin in den Boden oder den anderen Wachstumsmedien auf jede zweckmässige Weise dispergiert werden. Die Anwendung kann in der Weise erfolgen, dass ein einfaches Vermischen mit den Medien vorgenommen wird, dass die Aufbringung auf die Oberfläche des Bodens und die anschliessende Hineinpflügung oder Hineineggung bis zur gewünschten Tiefe erfolgt oder dass ein flüssiger Träger zur Bewirkung der Durchdringung und der Imprägnierung verwendet wird. Die Aufbringung der Sprüh- und Staubmittel auf die Oberfläche des Bodens oder auf die Pflanzenteile oder auf die sich ausserhalb der Erde befindlichen Pflanzenoberflächen kann nach den herkömmlichen Methoden geschehen, z. B. unter Verwendung von Motorzerstäubern, Auslege- und Handsprühern sowie Sprüh-Zerstäubern, und zwar vom Boden oder von der Luft aus.
Obgleich solche herkömmlichen Anwendungsmethoden verwendet werden können, sind diese doch nicht erforderlich. Es ist nämlich, wie bereits zum Ausdruck gebracht, ein Vorteil der erfindungsgemässen Verbindungen, dass diese Stoffe bereits dann als Herbicide aktiv und wirksam sind, wenn sie lediglich auf die Oberfläche des Bodens aufgebracht werden, ohne dass eine weitere Stufe zur Erleichterung der Aufnahme vorgesehen ist. Somit besitzen die Verbindungen im wesentlichen die gleiche Wirksamkeit, ungeachtet ob sie lediglich auf die Oberfläche aufgebracht werden oder ob sie auf die Oberfläche und anschliessend in den Boden hineingearbeitet werden.
Nach einer weiteren Methode kann die Verteilung des Wirkstoffs in der Erde dadurch bewerkstelligt werden, dass das Mittel dem Wasser zugesetzt wird, welches zur Bewäs serung des Bodens verwendet wird. Bei diesen Arbeitsweisen wird die Wassermenge mit der Porosität und der Wasserbindungskapazität des Bodens variiert, um die gewünschte Verteilungstiefe des Mittels zu erhalten.
Darüber hinaus sieht die Erfindung auch die Verwendung von Aerosol-Zubereitungen vor, die als Wirkstoffe eine oder mehrere der Verbindungen der Erfindung enthalten.
Solche Zubereitungen werden nach den herkömmlichen Methoden hergestellt, wobei das Mittel in einem Lösungsmittel dispergiert und die erhaltene Dispergierung mit einem Treibmittel im flüssigen Zustand vermischt wird. Hierbei bestimmen solche Variablen, wie der zu verwendende Wirkstoff und die Art der zu behandelnden Vegetation, die Zweckmässigkeit des Lösungsmittels und die Konzentration des Wirkstoffs darin.
Zufriedenstellende Ergebnisse werden erhalten, wenn die erfindungsgemässen Wirkstoffe oder Mischungen, die solche Wirkstoffe enthalten, mit anderen landwirtschaftlichen Materialien kombiniert werden, die für die Verwendung bei Pflanzen, Pflanzenteilen oder ihren Standorten bestimmt sind.
Solche Materialien sind z. B. Düngemittel, Fungicide, Nematocide, Insekticide, andere Herbicide, Mittel zur Behandlung des Bodens und dergleichen.
Verschiedene der erfindungsgemässen Verbindungen wurden an verschiedenen Pflanzenarten vor dem Auflaufen untersucht. Für diese Untersuchungen wurde ein Boden hergestellt, der aus einem Teil Maurersand und einem Teil zerkleinerter Oberflächenerde bestand. Die einzelnen Bestandteile waren in einer Zementmischvorrichtung miteinander vermengt worden. Von diesem Boden wurden 3,79 1 auf ein galvanisiertes Blech mit den Abmessungen 25x35 cm gegeben. Der Boden wurde eingeebnet. Mit einem dreireihigen Rechen wurden 21/2 cm tiefe Furchen in etwa 2/5 des Bleches erzeugt. In diese Furchen wurden Nutzpflanzensamen, nämlich vier Maislerne, fünf Baumwollsamen und fünf Sojabohnensamen gegeben.
Auf den restlichen Boden wurde sodann eine vierreihige Schablone gegeben, worauf die nachstehenden Samen in den angegebenen ungefähren Zahlen, eine Art in jeder Zone, emgepflanzt wurden: Fuchsschwanzgras (Hirse) 80 bis 100 Samen, Malve (450 Samen), roher Fuchsschwanz (15 > 250 Samen) und grosses Fingergras (100-150 Samen).
Es wurde genügend Erde zugefügt, um das gesamte Blech zu bedecken. Auf diese Weise waren die Unkraut-Samen zu einer Tiefe von etwa 6 mm und die Nutzpflanzensamen zu einer Tiefe von etwa 3 cm bedeckt.
Zur Bewertung der Wirkungen der Zubereitungen als Vorauflauf-Herbicide wurde die obige Zusammenstellung am Tag des Einpflanzens oder am darauffolgenden Tag in eine Kammer gebracht, die mit einem Drehteller und einem Luftablass versehen war. Auf das Blech wurde unter Verwendung eines modifizierten DeVilbiss-Zerstäubers, der an eine Luftquelle angeschlossen war, die herbicide Zubereitung entweder als Sprüh-Emulsion oder als befeuchtbares Pulver aufgebracht. Auf das Blech wurde entweder am Tag des Einpflanzens oder am darauffolgenden Tag 121/2 ml der untersuchten Mischung aufgebracht. Die Bewertung der Schäden und die Beobachtung der Art der Schäden erfolgte 11-12 Tage nach der Behandlung.
Dabei wurde folgende Skala zur Bewertung der Schäden benutzt:
0 keine Schäden
1 leichte Schäden
2 mässige Schäden
3 schwere Schäden
4 Absterben
Wenn mit einem bestimmten Verhältnis mehr als eine Bestimmung durchgeführt wurde, dann wurde zur Berechnung der Schäden ein Durchschnittswert ermittelt. In den Versuchen gemäss den Tabellen I und II wurden die untersuchten Verbindungen nach den folgenden Methoden zu einer Sprühzubereitung formuliert. Bei einer Methode wurde die Verbindung durch Vermahlen in einen Mörser mit einem Teil Polyoxyäthylen-sorbit-monolaurat befeuchtet. Zu der erhaltenen cremigen Paste wurden 500 Teile Wasser gegeben, wodurch eine wässrige Dispersion mit einer Netzmittel-Konzentration von 0,2 t0 erhalten wurde. Diese Dispersion war für die Sprüh anwendung vollkommen zufriedenstellend.
Bei einer zweiten Arbeitsweise wurde die Verbindung in einem Volumen Aceton aufgelöst. Die Acetonlösung wurde mit 19 Volumina Wasser verdünnt, welches 0,1% Polyoxyäthylen-sorbitmonolaurat enthielt.
In den nachstehenden Tabellen wird in Spalte 1 der Name der untersuchten Verbindung, in Spalte 2 die auf das Blech aufgebrachte Menge in kg/Morgen angegeben. Die restlichen Spalten zeigen die Beschädigungen der jeweiligen Pflanzensamen, gemessen in dem vorstehend beschriebenen Massstab.
Tabelle I
Bewertung der Schäden bei der Vorauflauf-Behandlung Verbindungen kg/ Mais Baum- Soja- Finger- Fuchs- Fuchs- Malve
Morgen* wolle bohnen gras schwanz schwanz gras 6-Chlor-1-hydroxy-2 3,6 1 2 1 4 4 3 3 (trifluormethyl)-1H- 1,8 1 0 0 4 4 3 4 imidazo(4,5-b)pyndin 0,9 0 0 0 3 4 3 4
0,45 0 0 0 4 4 3 2 2,6-Bis(trifluormethyl)1 -hydroxy-lH-imidazo (4,5-b)pyridin 3,6 3 4 3 4 - 4 6-(Methylsulfonyl)- 1- hydroxy-2 - (trifluormethyl) 1H-imidazo(4,5-b)pyridin 0,9+ 0 0 2 2 3 2 2 + bei höheren Mengen nicht untersucht * 1 Morgen als 0,405 ha angesetzt
Repräsentative Verbindungen gemäss der Erfindung wurden hinsichtlich der Nachlauf-Anwendung auf Pflanzen mit Einschluss von Mais- und verschiedenen Unkraut-Arten
untersucht. Die Bewertung erfolgte auf die oben beschriebene Weise, mit der Ausnahme, dass die Untersuchungslosungen etwa 9 bis 12 Tage nach Herstellung und Bepflanzung der Bleche aufgebracht wurden. In der nachstehenden Tabelle sind die erhaltenen Ergebnisse zusammengestellt.
Tabelle II
Bewertung der Schäden bei der Nachauflauf-Behandlung Verbindungen kg/ Mais Baum- Soja- Finger- Fuchs- Fuchs- Malve
Morgen* wolle bohnen gras schwanz schwanz gras 2,6-Bis(trifluormethyl)-- 3,6 4 4 4 4 4 4 4 1-hydroxy-1H-imidazo- 1,8 4 4 4 4 4 4 4 (4,5-b)pyridin 0,9 4 4 4 4 4 4 4
0,45 1 4 4 4 4 4 4 6-Methylsulfonyl-1-hydroxy 0,9+ 2 4 4 2 4 4 2-trifluornethyl-1H- 0,45 1 3 3 2 3 4 imidazo(4,5-b)pyridin + bei höheren Mengen nicht untersucht * Vgl. Tabelle I
Bei Untersuchung der folgenden anderen repräsentativen Verbindungen der Erfindung werden im wesentlichen die gleichen Ergebnisse wie gemäss den Tabellen I und II erhalten.
6-Nitro-1-hydroxy-2-(difluormethyl)-1H-imidazo-(4,5-b) pyridin, 6-Brom- 1 hydroxy-2-(chlordifluormethyl) -1H-imidazo- (4,5-b)pyndin,
6-Äthylsulfonyl)- 1-hydroxy-2-(trifluormethyl)- iH- imidazo(4,5-b)pyridin,
6-Chlor- 1-hydroxy-2-(pentafluoräthyl) 1H-imidazo (4,5-b)pyridin,
6-(Chlordifluormethyl) -1 hydroxy-2-(hepta-fluor-n propyl)- lH-imidazo(4,5-b)pyridin,
6-(n-Butylsulfonyl)-1-hydroxy-2-(trifluormethyl)-lH- imidazo(4,5-b)pyridin,
2,6-Bis(difluormethyl)-1-hydroxy-1H-imidazo-(4,5 -b)pyridin,
6-Chlor-1-hydroxy-2-(heptafluor-n-propyl) 1H-imidazo (4,5-b)pyridin, 6-Chlor- 1 -hydroxy-2-(1, ,l-difluoräthyl)-1H-imidazo- (4,5-b)pyridin.
Bei den Versuchen der Tabelle III wurden verschiedene Verbindungen der Erfindung hinsichtlich der Vorauflauf-Anwendung auf verschiedene Nutzpflanzen- und Unkrautarten untersucht. Jede Verbindung wurde in einem 1:1-Gemisch aus Aceton und Äthanol aufgelöst, welches eine geringe Menge eines Gemisches von nichtionogenen Sulfonat-Emulgatoren enthielt. Sodann erfolgte die Auflösung in entionisiertem Wasser, das 1000 ppm des Emulgatorgemisches enthielt. Die erhaltenen Lösungen enthielten die Verbindungen in wechselnden Mengen. Das Emulgatorgemisch war in einer Konzentration von 0,1% enthalten. Die Konzentration des Acetons und des Äthanols betrug jeweils 4,0 %.
Tabelle III
Bewertung der Schäden bei der Vorauflauf-Behandlung
Verbindungen kg/ Mais Baum- Soja- Finger- Fuchs- Fuchs- Malve
Morgen* wolle bohnen gras schwanz schwanz gras
1-Methoxy-6-chlor-2- 3,6 2 4 3 3 3 4 3 (trifluormethyl)-1H- 1,8 2 2 1 4 4 4 4 imidazo(4,5-b)pyridin 0,9 1 1 1 4 3 4 4
0,45 0 1 0 3 3 3 4
1-Acetoxy-6-chlor-2- 3,6 1 - - 3 2 3 3 (trifluormethyl)-1H- 1,8 1 0 0 2 2 3 3 imidazo(4,5-b)pyridin 0,9 0 0 1 1 2 3 3 1-Äthoxy-6-chlor-2- 3,6 3 - - 3 4 4 (trifluormethyl)-1H 1,8 0 0 1 4 3 4 imidazo(4,5-b)pyridin 0,9 0 0 0 3 2 2
1-Allyloxy-6-chlor-2- 3,6 3 - - 4 4 4 (trifluormethyl)-1H- 1,8 1 0 0 4 3 4 imidazo(4,5-b)pyridin 0,9 0 0 0 3 1 3
1-Isopropoxy-6-chlor-2- 3,6 2 - - 4 4 4 (trifluormethyl)-lH- 1,8 1 0 1 4 2 4 imidazo(4,5-b)pyridin 0,9 0 0 0
2 1 3 1-Allylcarbamoyloxy-6- 3,6 2 - - 3 3 4 chlor-2-(trifluormethyl)- 1,8 0 1 1 3 3 2 lH-imidazo(4,5-b)pyridin 0,9 1 2 1 2 0 2
1-Octanoyloxy-6-chlor- 3,6 2 - - 3 4 4 2-(trifluormethyl)-1H- 1,8 1 4 1 4 2 4 imidazo(4,5-b)pyridin
1-(Methylcarbamoyloxy)-6- 3,6 1 - - 3 3 4 chlor-2-(trifluormethyl) 1,8 1 2 1 3 3 4 1H-imidazo(4,5-b)pyridin 0,9 0 1 1 1 3 4
Die Striche geben Arten an, die nicht untersucht wurden.
*Vgl. Tabelle I.
Repräsentative Verbindungen wurden hinsichtlich der Nachauflauf-Anwendung auf Pflanzen mit Einschluss von Mais- und verschiedenen Unkrautarten untersucht. Die Bewertung erfolgte entsprechend den Arbeitsweisen, die im Zusammenhang mit der Tabelle 3 erläutert wurden, mit der Ausnahme, dass die Untersuchungslösungen 9 bis 12 Tage nach der Herstellung und Bepflanzung der Bleche aufgebracht wurden.
Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle zusammenstellt.
Tabelle IV
Bewertung der Schäden bei der Nachauflauf-Behandlung Verbindungen kg/ Mais Finger- Fuchs- Fuchs- Malve
Morgen* gras schwanz schwanz gras 1-Acetoxy-6-chlor-2-(tri- 3,6 4 4 4 4 4 fluormethyl)-l H-imidazo- 1,8 4 4 4 4 * 4 (4,5-b)pyridin 0,9 4 4 4 4 4
0,45 2 4 4 4 4 1-Äthoxy-6-chlor-2-(tri- 1,35 4 4 4 4 4 fluormethyl)-lH-imidazo- 1,8 4 4 4 4 4 (4,5-b)pyridin 0,9 2 4 4 4 4
0,45 1 4 4 3 4
Tabelle IV (Fortsetzung) Verbindungen kg/ Mais Finger- Fuchs- Fuchs- Malve
Morgen* gras schwanz schwanz gras 1-(3,6-Dichior-2-methoxy- 3,6 1 4 4 3 3 benzoyloxy)-6-chlor-(tri- 1,8 0 3 2 3 3 fluormethyl) - 1H -imidazo- (4,5-b)pyridin
1-(Methylcarbamoyloxy)-6- 3,6 2 4 4 4 4 chlor-2-(trifluormethyl)- 1,8 2 4 4 4 3 1H-imidazo(4,5-b)pyridin 0,9 2 4 4 3 4
0,45 1 3,5 4 4 2,5
0,225 0 4 3 4 2
0,11 0
4 3 3 2 * Vgl. Tabelle I.
Bei Bewertung der anderen repräsentativen Verbindungen der Formel I wurden im wesentlichen die gleichen Ergebnisse erhalten.
Es wurden weitere Untersuchungen durchgeführt, um die verschiedenen Verbindungen der Erfindung für die Vorauflauf-Anwendung zu untersuchen. Diese Untersuchungen wurden mit einer gras'erden Vielzahl von Pflanzenarten bei niedri geren Anwendungsmengen durchgeführt. Die Zubereitung der Verbindungen erfolgte jedoch in der gleichen Weise wie es im Hinblick auf die Versuche der Tabellen III und IV beschrieben wurde. Die Bewertung der herbiciden Wirkungen erfolgte mit einer von 0 bis 10 gehenden Skala, wobei 0 keinen herbiciden Effekt bedeutet und 10 das Nichtauftauchen bzw.
das Absterben anzeigt. Darüber hinaus wurde die Art der herbiciden Effekte beobachtet und nach folgendem Schema festgehalten: A = Abbrechen der Blätter B = verbrannt C = Chlorosis D = Absterben E = Epinastie F = Andere Formausbildungen als Epinastie G = Dunkelgrün I = Gesteigertes Pflanzenwachstum L = Lokale Necrose N = Keine Keimbildung P = Purpurfarbene Pigmentierung R = Verminderte Keimbildung S = Verkümmerung U = Nicht klassifizierte Schäden Tabelle V
EMI10.1
<tb> Verbindungen <SEP> kg/
<tb> <SEP> Morgen*
<tb> <SEP> o <SEP> C,
<tb> <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 8 <SEP> u <SEP> N
<tb> <SEP> v, <SEP> E <SEP> Pm <SEP> u:
:
<tb> <SEP> ü <SEP> t <SEP> ¯ <SEP> g <SEP> i <SEP> 4 <SEP> m <SEP> 2
<tb> <SEP> F4 <SEP> P
<tb> 1-Methoxy-6-chlor-2- <SEP> 0,23 <SEP> 2SC <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> 4BC <SEP> 3BC <SEP> 5BC <SEP> 8BC <SEP> 8BC
<tb> (trifluormethyl)-1H- <SEP> 0,45 <SEP> 4SC <SEP> 3B <SEP> 5BC <SEP> 4BC <SEP> 0 <SEP> 2SC <SEP> 3CB <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 7BC <SEP> 9BC <SEP> 10D <SEP> 9BC
<tb> imidazo(4,5-b)pyridin <SEP> 0,90 <SEP> 5SC <SEP> 7BC <SEP> 9BC <SEP> 6BC <SEP> 3C <SEP> 4SC <SEP> 8CB <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 9,5BC
<tb> 1-Acetoxy-6-chlor-2- <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> - <SEP> 4BC <SEP> 4BC <SEP> 8BC <SEP> 2BC
<tb> (trifluormethyl)-1H- <SEP> 0,45 <SEP> 4SC <SEP> 6BC <SEP> 5BC <SEP> 4BC <SEP> 0 <SEP> 3SC <SEP> 6BC <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 8BC <SEP> 5BC <SEP> 10D <SEP>
4BC
<tb> imidazo(4,5-b)pyridin <SEP> 0,90 <SEP> 5SC <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 7BC <SEP> 3C <SEP> 6SC <SEP> 9BC <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 9BC <SEP> 9,5BC <SEP> 10D <SEP> 8,5BC
<tb> 1-Äthoxy-6-chlor-2- <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 2BC <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 8BC <SEP> 0
<tb> (trifluormethyl)-1H- <SEP> 0,45 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> 0 <SEP> 7BC <SEP> 8BC <SEP> 10D <SEP> 8BC
<tb> imidazo(4,5-b)pyridin <SEP> 0,90 <SEP> 2SC <SEP> 0 <SEP> 6BC <SEP> 5BC <SEP> 0 <SEP> 3SC <SEP> 9BC <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 9BC <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 9BC
<tb> 1-Benzoyloxy-6-chlor-2- <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 4BC <SEP> 0
<tb> (trifluormethyl)-1H- <SEP> 0,45 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 2SC <SEP> - <SEP> -
<SEP> 5SC <SEP> 3BC <SEP> 4BC
<tb> imidazo(4,5-b)pyridin <SEP> 0,90 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 5BC <SEP> 0 <SEP> 3SC <SEP> 3SB <SEP> 3BC <SEP> 4BC
<tb> 1-Allyloxy-6-chlor-2- <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 9BC <SEP> 0 <SEP> 4BC <SEP> 0 <SEP> 6BC <SEP> 3BC
<tb> (trifluormethyl)-1H- <SEP> 0,45 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> 0 <SEP> 8BC <SEP> 7BC <SEP> 9BC <SEP> 8BC
<tb> imidazo(4,5-b)pyridin <SEP> 0,90 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 3BC <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 4BC <SEP> 10D <SEP> 5BC <SEP> 8,5BC <SEP> 9,5BC <SEP> 9BC <SEP> 9BC
<tb> Tabelle V (Fortsetzung)
EMI11.1
<tb> Verbindungen <SEP> kg/
<tb> <SEP> Morgen* <SEP> = <SEP> i <SEP> ¯ <SEP> w <SEP> zu0 <SEP> 3
<tb> <SEP> a <SEP> PmQ <SEP> o <SEP> N <SEP> "
<tb> <SEP> 0 <SEP> 4 <SEP> N
<tb> <SEP> ,,,:, <SEP> .
<SEP> . <SEP>
<tb>
1-Isopropoxy-6-chlor-2 <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 8BC <SEP> 2C <SEP> 2BC <SEP> 0 <SEP> 6BC <SEP> 0
<tb> (trifluormethyl)-lH- <SEP> 0,45 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> 2C <SEP> 2BC <SEP> 2S <SEP> 9BC <SEP> 4BC
<tb> imidazo(4,5-b)pyridin <SEP> 0,90 <SEP> 2SC <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> - <SEP> 6BC <SEP> 8,5BC <SEP> 9,5BC <SEP> 9BC
<tb> 1-Allylcarbamoyloxy-6- <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 8BC <SEP> 4BC <SEP> 0 <SEP> 2S <SEP> 6BC <SEP> 0
<tb> chlor-2-(trifluormethyl)- <SEP> 0,45 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 2BC <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 2BC <SEP> 4BC <SEP> 8BC <SEP> 6BC
<tb> lH-imidazo(4,5-b)pyridin <SEP> 0,90 <SEP> 0 <SEP> 5BC <SEP> 5BC <SEP> 6BC <SEP> 2C <SEP> 2SC <SEP> 5BC <SEP> 10D <SEP> lOD <SEP>
5BC <SEP> 8BC <SEP> 10D <SEP> 8BC
<tb> 1-Octanoyloxy-6-chlor- <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 7BC <SEP> - <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 5BC <SEP> 0
<tb> 2-(trifluormethyl)-lH- <SEP> 0,45 <SEP> 0 <SEP> 3C <SEP> 5BC <SEP> 3SB <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 2C <SEP> 10D <SEP> - <SEP> 4BC <SEP> 4BS <SEP> 9BC <SEP> 6BC
<tb> imidazo(4,5-b)pyridin <SEP> 0,90 <SEP> 3SC <SEP> 7BC <SEP> 7BC <SEP> 5BC <SEP> 0 <SEP> 4SC <SEP> 7BC <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 9BC <SEP> 8BC <SEP> 9,5BC <SEP> 7BC
<tb> 1-(2-Methoxy-3,6-dichlor- <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 3F <SEP> 7F <SEP> 6F <SEP> 6F <SEP> 0 <SEP> 8F <SEP> 7F <SEP> 10D <SEP> 2F <SEP> 2S <SEP> 8F <SEP> 5FS
<tb> benzoyloxy)-6-chlor-2- <SEP> 0,45 <SEP> 2S <SEP> 5F <SEP> 10D <SEP> 8F <SEP> 10D <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> 8F <SEP> - <SEP> 8F <SEP> 3SF <SEP> 10D <SEP> 4FS
<tb> (trifluormethyl)-1H- <SEP> 0,90 <SEP> 4S <SEP> 9F <SEP> 10D <SEP>
9F <SEP> 9F <SEP> 1S <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 4SF <SEP> 10D <SEP> 5FS
<tb> imidazo(4,5-b)pyridin
<tb> 1-(Methylcarbamoyloxy)- <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> - <SEP> 4BC <SEP> 2BC <SEP> 9BC <SEP> 5BC
<tb> 6-chlor-2-(trifluor- <SEP> 0,45 <SEP> 2SC <SEP> 3SC <SEP> 4BC <SEP> 4BC <SEP> 0 <SEP> 1SC <SEP> 3BC <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 7BC <SEP> 8BC <SEP> 10D <SEP> 4BC
<tb> methyl)-1H-imidazo- <SEP> 0,90 <SEP> 4SC <SEP> 8BC <SEP> 10D <SEP> 6BC <SEP> 0 <SEP> 5SC <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 10D
<tb> (4,5-b)pyridin
<tb> 1-Äthoxy-2,6-bis(tri- <SEP> 0,23 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 7BC <SEP> - <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> fluormethyl)-lH-imidazo- <SEP> 0,45 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 10D <SEP> - <SEP> 2BC <SEP> 0
<SEP> 7BC <SEP> 2S
<tb> (4,5-b)pyridin <SEP> 0,90 <SEP> 3SC <SEP> 2SC <SEP> 4BC <SEP> 2BC <SEP> 0 <SEP> 5SC <SEP> 8BC <SEP> 10D <SEP> 10D <SEP> 4BC <SEP> 9BC <SEP> 9BC <SEP> 3S
<tb> Kontrollversuch <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Kontrollversuch <SEP> O <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> * Vgl. Tabelle I.
1 -Methoxy-6-chlor-2-(trifluonmethyl)- 1H -imidazo (4,5-b)pytidin wurde auch bei Feldbedingungen untersucht.
Diese Verbindung wurde auf die herkömmliche Weise formuliert und als Bodenoberfläche-Spray auf Beeten aufgebracht, die mit Mais- und ausgewählten Unkrautarten bepflanzt waren. Die Untersuchungen wurden in einem subtropischen Klima durchgeführt, wobei in den ersten sieben Tagen nach der Aufbringung kein Regen fiel. Mit einer Sprühvorrichtung wurde etwa 1,27 cm bewässert. Das Auflaufen, die Beschädigung des Maises und die Kontrolle des Unkrauts wurden periodisch beobachtet. Die Ergebnisse sind in der nachstehen den Tabelle zusammengestellt, wobei das Beobachtungsdatum, ausgedrückt in der Anzahl der Tage, von dem Bepflanzungstag und der Aufbringung der Verbindung angegeben ist.
Tabelle VI
EMI11.2
<tb> Verbindungen/ <SEP> Auflaufena <SEP> Beschädigung <SEP> Prozentuale <SEP> Unkrautkontrolle
<tb> <SEP> Mor- <SEP> der <SEP> Nutzpflanzen <SEP> sämtliche <SEP> Beobachtungen <SEP> am <SEP> 17. <SEP> Tag
<tb> <SEP> gen* <SEP> x <SEP> c <SEP> 9 <SEP> -4 > <SEP> g <SEP> -4 > <SEP> ca <SEP> 4 >
<tb> <SEP> 0 <SEP> 4 > <SEP> .
<SEP> N
<tb> <SEP> X <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 4 > <SEP> 4 > <SEP> --4 > <SEP> 3 <SEP> Oca <SEP> g <SEP> w <SEP> c <SEP> =
<tb> <SEP> 5 <SEP> mp <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP> Ii
<tb> <SEP> ca <SEP> ca <SEP> ca <SEP> ca <SEP> ca <SEP> ca <SEP> 4 > <SEP> ca <SEP> 4 > <SEP> 0 <SEP> ca
<tb> <SEP> 1= <SEP> t- <SEP> 1= <SEP> 1- <SEP> 1= <SEP> O4 > t,0ca4 > <SEP> it <SEP> 0
<tb> 1-Methoxy-6- <SEP> 0,45 <SEP> 97 <SEP> 90 <SEP> 89 <SEP> 0,0 <SEP> 0,0 <SEP> 0,0 <SEP> 98 <SEP> 90 <SEP> 100 <SEP> 89 <SEP> 98 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> chlor-2-(tri- <SEP> 0,68 <SEP> 97 <SEP> 89 <SEP> 87 <SEP> 0,0 <SEP> 0,3 <SEP> 0,0 <SEP> 99 <SEP> 97 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 99 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> fluormethyl)- <SEP> 0,9 <SEP> 72 <SEP> 94 <SEP> 95 <SEP> 0,0 <SEP> 0,7 <SEP> 0,0 <SEP> 99 <SEP> 96 <SEP> 100 <SEP> 91 <SEP> 99 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> lH-imidazo- <SEP> 1,35 <SEP> 100+
<SEP> 100 <SEP> 98 <SEP> 0,3 <SEP> 2,3 <SEP> 1,7 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 96 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> (4,5-b)pyridin <SEP> 1,8 <SEP> 96 <SEP> 85 <SEP> 83 <SEP> 2,0 <SEP> 3,7 <SEP> 4,3 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> Kontroll- <SEP> 0 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 0,0 <SEP> 0,0 <SEP> 0,0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> versuch <SEP> (72)b <SEP> (108) <SEP> (109) <SEP> (14,6)d <SEP> (5,6) <SEP> (3,8) <SEP> (5) <SEP> (24,5) <SEP> (2,6) <SEP> (4,1)
<tb> Auflaufen, ausgedrückt in Prozent des Kontrollversuchs.
b Anzahl der aufgelaufenen Maiskeimlinge pro 4,57 m.
Beschädigung der Nutzpflanzen in einer 0 bis 10-Skala mit folgender Bedeutung: O = keine Beschädigung, 13 = geringe Beschädigung, 46 = mässige Beschädigung, 7-9 = starke Beschädigung und 10 = Absterben sämtlicher Pflanzen.
d Unkrautpnanzen/0,09 m2, bezogen auf 5 Zählungen pro 0,09 m2.
* Vergleiche Tabelle I.
Die Herstellung der Wirkstoffe und Ausgangsprodukte wird in den Beispielen erläutert.
Beispiel 1 5-Chlor-3-nitro-2-(trifluoracetamido)-pyridin
5,0 g 5-Chlor-3-nitro-2-aminopyridin und überschüssiges Trifluoressigsäureanhydrid wurden zusammen 24 Stunden am Rückfluss erhitzt. Dünnschichtchromatographische Untersuchungen zeigten, dass keine Reaktion stattgefunden hatte.
Sodann wurden 2,0 ml Pyridin zugegeben. Nach 15 Minuten verfestigte sich die Lösung. Das Produkt wurde in Chloroform aufgelöst und zweimal mit Wasser gewaschen. Das
Chloroform wurde hierauf im Vakuum abgedampft. Das erhaltene Produkt wurde aus einem Gemisch aus Benzol und aliphatischem Naphtha umkristallisiert. Fp 104-105 C, Ausbeute 6,0 g.
Analyse: berechnet: C 31,20 H 1,12 N 15,59 gefunden: C 32,20 H 1,44 N 15,83
Beispiel 2 5 -Chlor-3 -nitro-2-(trifluoracetamido) -pyridin
Die Verbindung des Beispiels 1 wurde auch in der Weise synthetisiert, dass 5,0 g 5-Chlor-3-nitro-2-aminopyridin in einer minimalen Menge warmer Trifluoressigsäure aufgelöst wurden. Hierauf wurden 1,5 Äquivalente von Trifluoressigsäureanhydrid und 0,5 ml Pyridin zugesetzt. Es wurde ungefähr 1 Stunde am Rückfluss gekocht. Das Reaktionsgemisch wurde sodann auf Eis gegossen, um die 5-Chlor-3-nitro-2 (trifluoracetamido)-pyridin-Verbindung auszufällen. Diese wurde abgetrennt, in Chloroform aufgelöst und zweimal mit Wasser gewaschen. Hierauf wurde die Lösung mit Aktivkohle geschüttelt und filtriert Das Chloroform wurde im Vakuum entfernt, wodurch ein gereinigtes Produkt erhalten wurde.
Dieses wurde aus Petroläther mit niedrigem Siedepunkt (40 bis 50 C) umkristallisiert. Fp 104-105 C.
Beispiel 3 5-(Trifluormethyl)-3 -nitro-2-(Trifluoracetamido)-pyridin
2,0 g 5 -(Trifluormethyl)-3 nitro-2-aminopyridin wurden mit 10 mi Pyridin vermischt. Unter Kühlen wurde 1 ml Trifluoressigsäureanhydrid zugesetzt. Nach 30 Minuten wurde das Reaktionsgemisch auf 100" C erhitzt und bei dieser Temperatur etwa 10 Minuten gehalten. Das Reaktionsgemisch wurde sodann auf ein Gemisch aus Eis und Salzsäure (mit einer Konzentration von 50 g Eis/10 ml Salzsäure) gegossen.
Das Reaktionsgemisch wurde abfiltriert. Der erhaltene Rückstand, nämlich das gewünschte 5-(Trifluormethyl)-3-nitro-2 (trifluoracetamido)-pyridin, wurde in Chloroform aufgenommen und getrocknet. Das Lösungsmittel wurde abgedampft, wodurch ein gereinigtes Produkt erhalten wurde. Dieses wurde aus Benzol weiter umkristallisiert. Fp 68-70 C.
Beispiel 4 5-(Methylsulfonyl)-3 -nitro-2-(trifluoracetamido)-pyridin
2,0 g 5 -(Methylsulfonyl) -3 -nitro-2-aminopyridin wurden mit 15 ml Trifluoressigsäureanhydrid und 4 ml Pyridin vermischt. Das erhaltene Gemisch wurde unter Rückfluss gerührt, bis das Reaktionsgemisch sich von Grau nach Dunkelbraun verfärbte und sich zu verfestigen begann. Hierauf wurden weitere 10 ml Trifluoressigsäureanhydrid zugesetzt und das Reaktionsgemisch wurde eine weitere Stunde am Rückfluss gekocht. Das überschüssige Anhydrid wurde hierdurch durch Abdampfen entfernt, wodurch das gewünschte 5-Methylsulfonyl)-3-nitro-2-(trifluoracetamido)-pyridin erhalten wurde. Dieses wurde in Chloroform aufgelöst, einmal mit Wasser gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet.
Das Chloroform wurde hierauf durch Abdampfen entfernt und das erhaltene Produkt wurde aus Benzol/Aceton um kristallisiert. Fp 159-161"C.
Analyse: berechnet: C 30,67 H 1,93 N 13,42 gefunden: C 30,73 H 2,00 N 13,58
Beispiel 5 1-Hydroxy-2,6-bis(Trifluormethyl) - 1H-imidazo(4 ,5-b)- pyridin
10,0 g 5-(Trifluormethyl)-3-nitro-2-aminopyridin in 10 ml Trifluoressigsäureanhydrid und 20 ml Pyridin wurden in einem Dampfbad 2 Stunden erhitzt. Die Lösungsmittel wur den sodann in einem Drehverdampfer bei 1000 C über einen
Zeitraum von 1 Stunde abgedampft. Der Rückstand wurde in Äthylacetat aufgenommen und über 2,0 g von 5 %igem Palla dium auf Kohlenstoff hydriert. Das Reaktionsgemisch wurde sodann gefiltert, verdampftundin Äthanol aufgenommen. Da nach wurde das Gemisch mit 10 %iger Salzsäure gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und verdampft.
Das resul tierende 1-Hydroxy-2,6-bis(trifluormethyl)-lH-imidazo- (4,5-b)pyridin-Produkt wurde aus Aceton umkristallisiert.
Fp 239-240 C.
Analyse: berechnet: C 34,44 H 1,15 N 15,50 F 42,05 gefunden: C 35,40 H 1,43 N 15,28 F 42,32
Beispiel 6 6-Chlor- 1 -Hydroxy-2 -(trifluormethyl) -lH-imidazo(4,5-b) 5-b)-
Pyridin
2,0 g 5-Chlor-3 -nitro-2-(trifluoracetamido)-pyridin wur den mit 2 Mol Wasserstoff in Äthanol, das 0,5 g 5 XOiges Palla dium auf Kohlenstoff enthielt, hydriert. Das erhaltene Reak tionsgemisch wurde abfiltriert und eingedampft, wodurch sich die gewünschte 6-Chlor- 1 -hydroxy-2-trifluormethyl-1H imidazo(4,5-b)pyridin-Verbindung abschied, die nach Um kristallisation aus Benzol bei 268-270 C schmolz.
Analyse: berechnet: C 35,39 H 1,27 N 17,69 gefunden: C 35,59 H 1,45 N 17,77
Beispiel 7 6-Chlor-1 hydroxy-2-(trifluormethyl) 1H-imidazo(4,5-b)- pyridin
2,7 g 5-Chlor3 -nitro-2-(trifluoracetamido) -pyridin,
3,8 g wasserfreies Zinn-II-chlorid und 4,0 ml konzentrierte
Salzsäure wurden mit 20 ml Essigsäure vermischt. Das Ge misch wurde auf Temperaturen von 0-10 C abgekühlt und bei dieser Temperatur 15 Minuten gehalten. Zu dem Reak tionsgemisch wurden 50 ml gegeben, worauf das gewünschte 6-Chlor-1-hydroxy-2-trifluormethyl)-lH-imidazo(4,5-b)- pyridin-Produkt ausfiel. Dieses wurde abgetrennt und getrock net. Die Ausbeute betrug 1,3 g, was 55 % entspricht. Das er haltene Produkt schmolz bei 264-266 C.
Beispiel 8 6-Chlor-1-hydroxy-2-(trifluormethyl)- 1H-imidazo(4,5-b) - pyridin-triäthylaminsalz
1 g 6-Chlor-1-hydroxy-2-(trifluormethyl)-lH-imidazo- (4,5-b)pyridin wurde mit 15 ml Tetrahydrofuran gemischt.
Hierzu wurden 0,7 ml Triäthylamin gegeben. Das Reaktions gemisch wurde eingedampft und in einem Vakuum-Exsikkator über Nacht gehalten, wodurch das gewünschte 6-Chlor-1-hy- droxy-2-(trifluormethyl) -1H-imidazo(4,5-b)pyridin-triäthyl aminsalz erhalten wurde. Die Verbindung wurde einer NMR
Analyse (in deuterium oxid) unterworfen. Die Analyse ergab ein Triplett, zentriert bei 82 cps (9H), ein Quartett, zentriert bei 196 cps (6H), ein meta-gekuppeltes Dublett bei 400 cps (1H) und ein sekundäres meta-gekuppeltes Dublett, zentriert bei 503 cps (1H).
Beispiel 9 6-Chlor- 1 -hydroxy-2-(trifluormethyl)- 1H -imidazo(4,5-b)pyridinbenzylaminsalz
1,4 g 6-Chlor-1 -hydroxy-2-(trifluormethyl) 1H-imidazo (4,5-b)pyridin wurden mit 15 ml Äthylacetat gemischt.
Das Gemisch wurde am Rückfluss erhitzt und mit 0,6 ml Benzylamin tropfenweise versetzt. Das Gemisch wurde hierauf weitere 30 Minuten am Rückfluss gekocht, abgekühlt und filtriert, wodurch das gewünschte 6-Chlor-1-hydroxy-2 (trifluormethyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin-benzylaminsalz, Fp 2002020 C, erhalten wurde. Die NMR-Analyse in Hexadeuterodimethylsulfoxid zeigte eine Peak bei 236 cps (2H), einen Peak bei 437 cps (5H), zwei meta-gekuppelte Dublette bei 462 cps(lH), wobei der andere bei 500 cps war (1H) sowie einen breiten Peak bei 474 cps (3H).
Analyse: berechnet: C 48,75 H 3,51 N 16,25 gefunden: C 48,52 H 3,72 N 16,07
Beispiele 10 bis 29
Nach der hierin angegebenen Arbeitsweise wurden weitere erfindungsgemässe Produkte hergestellt. Unter den repräsentativen weiteren Produkten können folgende Verbindungen genannt werden:
3,5-Dinitro-2-aminopyridin wird mit Difluoressigsäureanhydrid umgesetzt, wodurch 3,5-Dinitro-2-(difluoracetamido)-pyridin erhalten wird, welches seinerseits in Gegenwart von Platin zu 6-Nitro- 1 -hydroxy-2-(difluormethyl)- 1H- imidazo(4,5-b)pyridin hydriert wird.
5-Brom-3 -nitro-2-aminopyridin wird mit Chlordifluoressigsäureanhydrid behandelt, wodurch 5-Brom-3-nitro-2 (chlordifluoracetamido)-pyridin erhalten wird, welches seinerseits durch Hydrierung in Gegenwart von Palladium auf Bariumsulfat 6-Brom- 1 -hydroxy-2-(chlordifluormethyl)- 1H imidazo(4,5-b)pyridin liefert.
5-Äthylsulfonyl-3 -nitro-2-aminopyridin wird mit Trifluor- essigsäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-Äthylsulfonyl-3 nitro-2-(trifluoracetamido) -pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung in Gegenwart von Palladium auf Kohlenstoff 6-Äthylsulfonyl-1-hydroxy-2-(Trifluormethyl)-lHimidazo(4,5-b)pyridin liefert.
5 -Chlor-3 -nitro-2-aminopyridin wird mit Pentafluorpropionsäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-Chlor-3-nitro-2 (pentafluorpropionamid)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung in Gegenwart von Palladium auf Kohlenstoff 6-Chlor-1-hydroxy-2-(pentafluoräthyl)-1H-imidazo (4,5-b)pyridin, Fp 240-242" C liefert.
5-(Chlordifluormethyl)-3-nitro-2-aminopyridin wird mit Heptafluorbuttersäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-(Chlor difluormethyl)-3-nitro-2-(heptafluorbutyramido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung in Gegenwart von Palladium auf Caldumsulfat 6-(Chlordifluormethyl) - 1 -hy- droxy-2-(heptafluorpropyl)- 1H-imidazo(4,5-b)pyridin liefert.
5-(n-Butylsulfonyl)-3-nitro-2-aminopyridin wird mit Trifluoressigsäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-(n-Butylsulfonyl)-3-nitro-2-(trifluoracetamido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung in Gegenwart von Platin 6-(n-Bu tylsulfonyl)-1 -hydroxy-2-(trifluormethyl)-lH-imidazo- (4,5-b)pyridin liefert.
5-(Difluormethyl)-3 -nitro-2-aminopyridin wird mit Difluoressigsäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-(Difluor methyl) -3 -nitro-2-(difluoracetamido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung in Gegenwart von Palladium auf Bariumsulfat 2,6-Bis(difluormethyl)-1-hydroxy-111-imidazo (4,5-b)pyridin liefert.
5-(Methylsulfonyl)-3-nitro-2-aminopyridin wird mit Tri fluoressigsäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5 -(Methyl- sulfonyl)-3-nitro-2-(trifluoracetamido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung 6-(Methylsulfonyl)-1-hydroxy-2- (trifluormethyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin, Fp 265-268" liefert.
Analyse: berechnet: C 34,17 H 2,15 N 14,94 gefunden: C 34,27 H 2,37 N 15,07
5-Chlor-3-nitro-2-aminopyridin wird mit Heptafluorbut tersäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-Chlor-3-nitro-2 (heptafluorbutyramido)-pyrldin erhalten wird, welches durch Hydrierung 6-Chlor- 1 -hydroxy-2-(heptafluor-n-propyl)- lH-imidazo(4,5 -b)pyridin liefert.
5-Chlor-3 -nitro-2-aminopyridin wird mit 2,2-Difluorpro pionsäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-Chlor-3-nitro-2 (2,2-difiuorpropionamido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung in Gegenwart von Palladium auf Calciumsulfat 6-Chlor-1-hydroxy-2-(1,1-difluoräthyl)-lH-imidazo- (4,5-b)pyridin liefert.
5 -(Trifluormethyl)-3 -nitro-2-aminopyridin wird mit 2,2 Difluor-3 -brompropionsäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5 (Trifluormethyl)-3-nitro-2-(2,2-difluor-3-brompropionamido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung in Gegenwart von Platin 6-(Trifluormethyl)-1-hydroxy-2-(1,1- difluor-2-bromäthyl)- 1H-imidazo(4 ,5-b)pyridin liefert.
5-Jod-3-nitro-2-aminopyridin wird mit 2,2-Difluorbuttersäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-Jod-3-nitro-2-(2,2-difluorbutyramido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung in Gegenwart von Palladium auf Bariumsulfat 6-Jod 1-hydroxy-2-(1,1-difluor-n-propyl)- 1H-imidazo(4,5-b)pyridin liefert.
5-(Methylsulfonyl)-3-nitro-2-aminopyridin wird mit 2,2 Difluor-3,4 -dichlorbuttersäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-(Methylsulfonyl)3-nitro-2-(2,2-difluor-3 4-dichlorbutyr- amido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung 6 (Methylsulfonyl)- 1-hydroxy-2-(1,1-difluor-2,3-dichlor-npropyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin liefert.
5-Fluor-3-nitro-2-aminopyridin wird mit 2,2,3-Trifluorpropionsäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-Fluor-3-nitro 2-(2,2,3-trifluorpropionamido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung über Palladium auf Kohlenstoff 6-Fluor-1 hydroxy-2-(1 1 ,2-trifluoräthyl)- 1H-imidazo(4,5-b)pyridin liefert.
5-(Trifluormethyl)-3 -nitro-2-aminopyridin wird mit 2,2 Difluor-4-jodbuttersäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5 (Trifluormethyl)-3 -nitro-2 -(2,2-difluor4-jodbutyramido)- pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung 6-(Trifluormethyl)-1-hydroxy-2-(1,1-difluor-3-jod-n-propyl)-1Himidazo(4,5-b)pyridin liefert.
5-Chlor-3-nitro-2-aminopyridin wird mit Perfluoroctansäureanhydrid umgesetzt, wodurch 5-Chlor-3-nitro-2 (2,2,3 ,4,5,5,6,6,7,7,8 ,8,8 -pentanuoroctanamido)-per- fluor-n-heptyl)- 1H -imidazo(4 ,5-b)pyridin erhalten wird.
Diese Verbindung wird mit Dimethylamin umgesetzt, wodurch das Dimethylaminsalz erhalten wird.
5-(Trifluormethyl-3-nitro-2-aminopyridin wird mit Perfluorbutyrylchlorid umgesetzt, wodurch 5-(Trifluormethyl)3-nitro-2-(2,2,3,3,4,4,4-heptafluorbutyramido)-pyridin erhalten wird, welches durch Hydrierung 6-(Trifluormethyl)-1hydroxy-2-(perfluor-n-propyl)- 1H-imidazo(4,5-b)pyridin liefert.
6-(Chlordifluormethyl)- 1 -hydroxy-2-(trifluormethyl) 1H-imidazo(4,5-b)pyridin wird mit Pyridin umgesetzt, wodurch das Pyridinsalz erhalten wird.
6-(Methylsulfonyl)-1-hydroxy-2-(trifluormethyl)- 1Himidazo(4,5-b)pyridin bildet in verdünnter wässriger Na triumhydroxidlösung das gelöste Natriumsalz.
6-Nitro-1 -hydroxy-2-(trifluormethyl)-lH-imidazo(4,5 -b)pyridin wird mit einer wässrigen Lösung von Calciumcarbonat umgesetzt, wodurch das Calciumsalz erhalten wird.
Beispiel 30 1 -Methoxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin
5 g 1-Hydroxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-lH-imidazo- (4,5-b)pyridin, 80 ml Aceton, 5 ml Methyljodid und 10 g wasserfreies Kaliumcarbonat wurden vermischt, erhitzt und 12 Stunden unter Rühren am Rückfluss gekocht. Das Reaktionsgemisch wurde sodann abfiltriert, eingedampft und von einer Siliciumdioxid-Kolonne mit Diäthyläther eluiert. Hierdurch wurde das gewünschte 1-Methoxy-6-chlor-2-(trifluor methyl)- 1H-imidazo(4,5-b)pyridin-Produkt erhalten. Dieses wurde aus Petroläther (Siedepunkt 60800 C) umkristallisiert. Das so erhaltene Produkt schmolz bei 91-92 C.
Analyse: berechnet: C 38,20 H 1,99 N 16,70 gefunden: C 37,92 H 2,32 N 16,75
Beispiel 31 1-Benzyloxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-lH-imidazo(4,5-b)- pyridin
5 g 1-Hydroxy-6 -chlor-2-(trifluormethyl)- 1H-imidazo- (4,5-b)pyridin, 10 ml Benzylbromid, 20 g wasserfreies Kaliumcarbonat und 100 ml Äthanol wurden vermischt, zum Rückfluss erhitzt und eine Stunde am Rückfluss gekocht. Das Reaktionsgemisch wurde sodann abfiltriert, im Vakuum eingedampft und mit Diäthyläther extrahiert. Der Extrakt wurde abfiltriert und im Vakuum eingedampft, wodurch ein dunkles Öl erhalten wurde, welches beim Stehenlassen zu dem gewünschten 1-Benzyloxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-lH- imidazo(4,5-b)pyridin kristallisierte.
Es wurde aus einem Gemisch aus Aceton und Petroläther mit einem Siedepunkt von 60-80"C umkristallisiert. Fp 107-109" C.
Analyse: berechnet: C 51,31 H 2,77 N 12,82 gefunden: C 51,54 H 2,62 N 13,12
Beispiel 32 1-Acetoxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)- 1H-imidazo(4,5-b)pyridin 5 g 1 -Hydroxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-1H-imidazo- (4,5-b)pyridin, 25 ml Essigsäureanhydrid und 0,1 ml Schwefelsäure wurden unter Rühren bei 25 C 15 Minuten vermischt. Das Reaktionsgemisch wurde sodann zum Rückfluss erhitzt und eine Stunde am Rückfluss gekocht, unter Rühren auf Eis gegossen, 10 Minuten gerührt und abfiltriert. Die Filtration ergab das gewünschte 1-Acetoxy-6-chlor-2-(trifluor methyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin-Produkt als Feststoff. Der Feststoff wurde in Äther aufgenommen, über Magnesiumsulfat getrocknet und der Äther wurde abgedampft. Das erhaltene Produkt schmolz bei 103-104" C.
Analyse: berechnet: C 38,65 H 1,80 N 15,02 gefunden: C 38,88 H 1,92 N 15,02
Beispiel 33 1-Octanoyloxy-6-chlor-2-(Trifluormethyl)-lH-imidazo- (4,5-b)pyridin
Zu 2,37 g 1-Hydroxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-lH- imidazo(4,5-b)pyridin in 5 ml Pyridin wurden 1,63 g Oc tanoylchlorid gegeben. Die Zugabe erfolgte portionsweise unter Rühren, wodurch die Ausfällung eines weissen Fest stoffs bewirkt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde 20 Minuten auf einem Dampfbad erhitzt und dann über eiskalte Salzsäure gegossen. Dabei schied sich ein Öl ab, welches nach heftigem Rühren kristallisierte. Der Niederschlag wurde durch Filtration abgetrennt, in Äther aufgelöst, über Magnesiumsulfat getrocknet, abfiltriert, worauf der Äther im Vakuum durch Abdampfen entfernt wurde. Die Substanz wurde durch Destillation gereinigt.
Fp 33,5-35,5 C.
Analyse: berechnet: C 49,52 H 4,71 N 11,55 gefunden C 49,81 H 4,93 N 11,29
Beispiel 34 1 -(Allylcarbamoyloxy)-6-chlor-2-(trifluormethyl)-lH- imidazo(4,5-b)pyridin
4,6 g 1-Hydroxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)- lH-imidazo- (4,5-b)pyridin wurden in 10 ml Diäthyläther aufgelöst. Es wurden 2,4 ml Allylisocyanat zugefügt und das Reaktionsgemisch wurde 36 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde sodann filtriert, wodurch 4,75 g des gewünschten 1 -(Allylcarbamoyloxy) -6-chlor-2-(trifluor- methyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin in Form eines weissen Pulvers erhalten wurden. Ein weiterer Teil des Produkts wurde durch Abdampfen des Filtrats erhalten.
Die vereinigten Produkte wurden aus einem Gemisch von Diäthyläther und Petroläther mit einem Siedepunkt von 60-80 C umkristallisiert. Fp etwa 210 C.
Analyse: berechnet: C 41,20 H 2,51 N 17,47 gefunden: C 41,42 H 2,51 N 17,25
Beispiel 35 1 -(Methylsulfonyloxy)-6-chlor-2-(trifluormethyl)-lH- imidazo(4,5 -b)pyridin
5 g 1-Hydroxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-lH-imidazo- (4,5-b)pyridin in 15 ml Pyridin wurden unter Rühren auf 5 C abgekühlt. In 1-ml-Portionen wurden 5 ml Methylsulfonylchlorid zugesetzt, wobei die Temperatur bei etwa 5 C gehalten wurde. Nach beendigter Zugabe wurde das Reaktionsgemisch 2 Stunden bei 5-10 C gerührt und sodann zu 30 g Eis und 20 ml konzentrierter Salzsäure gegossen. Das gewünschte 1-(Methylsulfonyloxy)-6-chlor-2-(trifluormethyl)1H-imidazo(4,5-b)pyridin-Produkt fiel aus und wurde durch Filtration abgetrennt und mit Wasser gewaschen.
Das gewaschehe Produkt wurde in Diäthyläther mit einer Spur Aceton aufgenommen, über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel wurde im Vakuum abgedampft. Das so erhaltene Produkt schmolz bei 136,7" C.
Analyse: berechnet: C 30,44 H 1,60 N 13,31 gefunden: C 30,48 H 1,83 N 13,00
Beispiele 36 bis 70
Es wurden weitere repräsentative Verbindungen, bei welchen R3 nicht Wasserstoff ist, hergestellt, welche die folgenden Verbindungen einschliessen: 1-Allyloxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-lH-imidazo(4,5-b)pyridin, und23,5 1.5204.
1-lsopropoxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-1H-imidazo(4,5 pyridin, Fp 49-51 C.
1-Äthoxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-1H-imidazo(4,5-b) pyridin, nd25 1.5082.
1-Methylcarbamoyloxy)-6-chlor-2-(trifluormethyl)-1H imidazo(4,5-b)pyridin, Fp 267 C.
1-(2-Methoxy-3 ,6-dichlorbenzoyloxy) -6 -chlor-2-(trifluor- methyl)-lH-imidazo(4,5-b)pyridin, Fp 148-149 C.
1-Äthoxy-2,6-bix(trifluormethyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin, nD25 1.5100.
1-Methyoxy-6-nitro-2-(trifluormethyl)-1H-imidazo(4,5-b) pyridin.
1-n-Octyloxy-6-(methylsulfonyl)-2-(heptafluor-n-propyl)
1H-imidazo(4,5-b)pyridin.
1-n-Butoxy-6-fluor-2-(1,1-difluoräthyl)-1H-imidazo(4,5-b) pyridin.
1-Phenäthoxy-2,6-bis(chlordifluormethyl)-1H-imidazo (4,5-b)pyridin.
1-Vinyloxy-2,6-bis(difluormethyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin 1-(Dimethylcarbamoyloxy)-6-brom-2-(perfluor-n-hexyl) 1 H-imidazo(4 ,5 -b)pyridin .
1-Methacryloyloxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-1H-imidazo (4,5-b)pyridin.
1-Lauroyloxy-2,6-bis(trifluormethyl)-1H-imidazo(4 pyridin.
1-(2,4-Dichlorphenoxyacetoxy)-6-chlor-2-(trifl 1H -imidazo(4,5 -b)pyridin .
1-Benzoyloxy-2,6-bis(trifluormethyl)-1H-imidazo(4,5-b) pyridin.
1-(Phenylacetoxy)-6-chlor-2-(trifluormethyl)-1H-imidazo (4,5-b)pyridin.
1-(3-Phenylpropionyloxy)-6-(methylsulfonyl)-1H-imidaz (4,5-b)pyridin.
1 -Cinnamoyloxy-6 -chlor-2-(trifluormethyl)- 1H -imidazo (4,5-b)pyridin.
1-(3 -(2,4,5 -Tnchlorphenoxy) -propionyl oxy) - (trifluormethyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin.
1-Cyclohexyloxy-6-chlor-2-(trifluormethyl)-1H-imidazo (4,5-b)pyridin.
1-Phenylsulfonyloxy)-2,6-bis(difluormethyl)-1H-i (4,5-b)pyridin.
1-(Benzylsuflonyloxy)-6-chlor-2-(difluormethyl)-1H imidazo(4,5-b)pyridin.
1-(Cyclohexylsulfonyloxy)-6-nitro-2-(trifluormethyl imidazo(4,5-b)pyridin.
1-(p-Chlorphenyl)-sulfonyloxy)-6-chlor-2-(trifluormethyl
1H-imidazo(4,5-b)pyridin.
1-(2-Butenyloxy)-6-(isopropylsulfonyl)-2-(1,1-difluor-3 chlorpropyl)-1H-imidazo(4,5-b)pyridin.
1-(6-Octenyloxy)-6-chlor-2-(trifluormethyl)-1H-imidazo (4,5 -b)pyridin.
1-(9-Hexadecenoyloxy)-6-chlor-2-(trifluor imidazo(4,5-b)pyridin.
1-(Isopropylthiocarbamoyloxy)-6-chlor-2
1H-imidazo(4,5-b)pyridin.
1-(3 -Amino-2,5 -dichlorbenzoyloxy)-6 -chlor-2-(trifluor- methyl)- lH-imidazo(4,5-b)pyridin.
1-(2,5-Dichlor-3-nitrobenzoyloxy)-6-chlor-2-(trifluor methyl)- 1H -imidazo(4,5-b)pyridin.
1-(2-(4-Chlor-o-tolyloxy)-acetoxy)-2,6-bis(tri
1H-imidazo(4,5-b)pyridin.
1-(Tetrahydro-2-pyranyloxy)-6-chlor-2-(triflu
1H-imidazo(4,5-b)pyridin.
1-Methoxy-2,6-bis(trifluormethyl)-1H-imidaz pyridin.
1-(Methylcarbamoyloxy)-2,6-bis(trifluorme imidazo(4,5-b)pyridin.
Das nachfolgende Beispiel beschreibt die Herstellung der 5-(Alkysulfonyl)-3-nitro-2-aminopyridin-Ver
Beispiel 71 5-(Methylsulfonyl)-3-nitro-2-aminopyridin
8,0 g 5-Chlor-2-nitropyndin wurden zu einer Lösung von 2,5 g Natrium-Methanthiolat in 100 ml Äthanol von einer Temperatur von 0 C gegeben. Zu dieser Lösung wurde über- schüssiges Natrium-Methanthiolat portionsweise gegeben. Das erhaltene Reaktionsgemisch wurde sodann am Rückfluss erhitzt und 15 Stunden unter konstantem Rühren am Rückfluss gekocht.
Am Ende der 15 Stunden wurde das Reaktionsgemisch abfiltriert und zu 75 ml konzentriert. Das Reaktionsgemisch wurde dann abkühlen gelassen und erneut filtriert, wodurch das gewünschte 5-(Methylthio)-2-nitro-pyridin erhalten wurde. Dies wurde aus Äthanol umkristallisiert.
Fp 100,5102,5 C.
Zu 3,4 g 5-(Methylthio)-2-nitro-pyridin in 50 ml Eis- essig wurden 23,8 g 30%iges Hydroperoxid gegeben. Das erhaltene Reaktionsgemisch wurde 60 Stunden bei 25 C gerührt, sodann auf Eis gegossen und abfiltriert, wodurch das gewünschte 5-(Methylsulfonyl)-2-nitropyridin-Produkt abgetrennt wurde. Dieses schmolz nach Umkristallisierung aus Äthanol/Acetonbei 165-167 C.
Die gesamte Ausbeute von 5-(Methylsulfonyl)2-nitro- pyridin (3,2 g) wurde in etwa 100 ml Aceton aufgelöst. Hierzu wurde 1 Teelöffel Raney-Nickel-Aufschlämmung in Äthanol zugegeben. Das Gemisch wurde sodann in einer Pan-Hy- driereinrichtung 15 Stunden bei einem Druck von 4,2 kg/cm2 geschüttelt. Danach wurde das Gemisch abfiltriert und das Lösungsmittel wurde abgedampft, wodurch das gewünschte 5-(Methylsulfonyl)-2-aminopyridin-Produkt erhalten wurde.
Dieses wurde mit heissem Wasser vermischt, das etwas Aktivkohle enthielt, abfiltriert und das Gemisch wurde hierauf auf 25 C abgekühlt Der erhaltene feste Stoff wurde aus Benzol/ Aceton umkristallisiert. Fp 132-134 C.
1,0 g 5-(Methylsulfonyl)-2-aminopyridin wurden in 10 ml konzentrierter Schwefelsäure aufgelöst. Unter Rühren wurden 2,0 ml rauchende Salpetersäure tropfenweise zugesetzt. Das erhaltene Reaktionsgemisch wurde weitere 10 Minuten ge rührt,10 Minuten auf einem Dampfbad erhitzt und 15 Stunden bei 25 C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde sodann unter Rühren auf Eis gegossen. Es fand eine Ausfällung statt.
Das erhaltene Gemisch wurde abfiltriert, wodurch das 5 (Methylsulfonyl)-3-nitro-2-hydroxypyridin abgetrennt wurde.
Dieses wurde mit Wasser gewaschen und aus Äthanol/Aceton umkristallisiert. Fp 229-232 C.
Zu 2,0 g 5-(Methylsulfonyl)-3-nitro-2-hydroxypyridin wurden mit 25 ml Thionylchlor und 1 ml Dimethylformamid vermischt. Das Gemisch wurde 2 Stunden am Rückfluss ge kocht. Das Reaktionsgemisch wurde sodann eingedampft, um das 5-(Methylsulfonyl)-3-nitro-2-chlorpyridin abzutrenen.
Es wurde mit Wasser geschüttelt, um Spuren von Thionylchlorid zu entfernen. Darauf wurde es abfiltriert und mit 50 ml Ammoniumhydroxid vermischt. Das Gemisch wurde 15 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, hierauf in Eiswasser gegossen und abfiltriert, wodurch sich das 5-(Methylsulfonyl)- 3-nitro-2-aminopyridin abtrennte. Es wurde aus Äthanol/ Aceton umkristallisiert. Fp 239-241 C.
Analyse: berechnet: C 33,19 H 3,25 N 19,35 gefunden: C 33,32 H 3,31 N 19,18
In gleicher Weisw wurden die anderen 5-(Alkylsulfonyl)3-nitro-2-aminopyridin-Verbindungen hergestellt:
5-(Äthylsulfonyl)-3-nitro-2-aminopyridin,
5-(Isopropylsulfonyl)-3-nitro-2-aminopyri 5-(n-Propylsulfonyl)-3-nitro-2-aminopyridin, 5 -(n-Butylsulfonyl) -3 -nitro-2-aminopyridin, 5-(isobutylsulfonyl)-3 -nitro-2-aminopyridin, 5-(sec.-Butylsulfonyl)-3 -nitro-2-aminopyridin und 5-(tert.-Butylsulfonyl)-3-nitro-2-aminopyridin.
Die bei der Herstellung dieser Verbindung auftretenden Zwischenverbindungen umfassen die folgendenVerbindungen:
5 -(Äthylthio) -2-nitropyridin, 5-(n-Butylthio)-2-nitropyridin, 5-(n-Propylsulfonyl) -2-nitropyridin, 5-(Isobutylsulfonyl)-2-aminopyridin, 5 -(Isopropylsulfonyl) -3 -nitro -2 -hydroxypyridin, 5-(sec. -Butylsulfonyl) -3 -nitro-2-chlorpyridin, 5-(Äthylsulfonyl)-3 -nitro-2-chlorpyridin, 5-(tert. -Butylsulfonyl) -3 -nitro-2 -aminopyridin, 5-(Äthylsulfonyl)-3 -nitro-2 -aminopyridin .