Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine pneumatische Entstaubungsanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 6, 8, 9 und 11 des Hauptpatentes mit einem vom Druck in der Spülluftkammer betätigten Druckschalter mit einem verschieb- oder schwenkbaren Element.
Das Hauptpatent bezieht sich auf eine pneumatische Entstaubungsanlage mit einer Staubluftkammer, einer Sauber- luftkammer und einer Spülluftkammer mit mindestens einem in der Staubluftkammer angeordneten Filterschlauch, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die Staubluftkammer, die Spülluftkammer und die Sauberluftkammer in dieser Reihenfolge axial aneinandergrenzend angeordnet und durch Trennwände voneinander getrennt sind, wobei die Spülluftkammer gegen einen Austritt der Spülluft abschliessbar in das Innere der Filterschläuche einmündet, dass axial zum Filterschlauch ein Verbindungsrohr in diesen hineinragt, das von der Sauberluftkammer durch die Spülluftkammer hindurchgeführt ist, welches einen im Querschnitt ringförmigen Kanal zwischen dem Filterschlauch freilässt, und das axial von einer aufblasbaren, gummielastischen Ringmembrane umgeben ist,
die im aufgeblasenen, belüfteten Zustand den Kanal abschliesst und im entlüfteten Zustand freigibt, dass der Innenraum der Ringmembrane durch ein Rohrleitungssystem mit einer Druckluftquelle verbunden ist und dass Steuerorgane vorhanden sind, um die Ringmembrane wahlweise zu belüften bzw. zu entlüften, sowie Mittel zum Füllen der Spülluftkammer mit Spülluft bevor die Ringmembrane entlüftet wird.
Nach den Unteransprüchen 8 bis 11 und 15 und 16 ist vorgesehen, dass die Ringmembrane durch die Druckluftquelle belüftbar und durch die Steuerorgane entlüftbar ist, und dass die Steuerorgane Fluidikelemente aufweisen, wobei vorgesehen ist, dass der Schnellentlüfter durch ein Signal vom bevorzugten Ausgang eines monostabilen Fluidikelementes geschlossen wird, und dass ein in der Spülluftkammer auftretender Überdruck ein Signal auf den Steuereingang des monostabilen Elementes abgibt.
Weiter ist vorgesehen, dass ein Druckdifferenzschalter vorhanden ist, um die Speisestromleitung zwischen dem monostabilen Element und der Druckluftquelle oberhalb einer bestimmten Druckdifferenz zwischen der Staubluftkammer und der Sauberluftkammer zu öffnen und unterhalb der bestimmten Druckdifferenz zu schliessen.
Dabei ist vorgesehen, dass mehrere Schnellentlüfter mit zugeordneten Ventilen vorhanden sind, dass der Steuereingang des monostabilen Elementes eines jeden Schnellentlüfters mit dem Ausgang eines zugeordneten Und-Elementes verbunden ist, dass der Eingang des Und-Elementes mit dem Ausgang eines vorgeschalteten bistabilen Elementes verbunden ist, dass der Steuereingang jedes bistabilen Elementes mit dem Ausgang des dem zugeordneten monostabilen Element folgenden bistabilen Elementes verbunden ist, wobei dessen Steuereingang mit dem nicht bevorzugten Ausgang des vorangehenden monostabilen Elementes verbunden ist, dass die zweiten Eingänge der ungeraden Und-Elemente mit dem ersten Ausgang eines Impulsgebers verbunden sind, und dass die zweiten Eingänge der geraden Und-Elemente mit dem zweiten Ausgang des Impulsgebers verbunden sind,
der bei wiederholtem Erreichen des vorerwähnten Spülluftdrukkes in der Spülluftkammer wechselweise einen Impuls durch die Ausgänge erzeugt.
Die Unteransprüche 15 und 16 sehen nun weiter vor, dass der Impulsgeber zwei Eingänge aufweist von denen jeder mit dem Eingang eines zugeordneten Und-Elementes verbunden ist, deren Ausgänge je mit einem der Ausgänge des Impulsgebers verbunden sind, dass der Eingang jedes Und-Elementes je über ein Zeitverzögerungsglied mit dem Ausgang eines zugeordneten bistabilen Elementes verbunden ist, dass der Ausgang jedes Und-Elementes mit dem Eingang des dem anderen Und-Element zugeordneten bistabilen Elementes verbunden ist und dass der Ausgang der bistabilen Elemente je mit dem Eingang des anderen bistabilen Elementes verbunden ist.
Weiter zeigt das Ausführungsbeispiel nach diesen beiden Unteransprüchen, dass die zwei Eingänge des Impulsgebers mit dem Ausgang eines Or-Nor-Key-Elementes verbunden sind, dessen Eingang von einem durch den Druck im Spülluftbehälter steuerbaren Druckschalter verschliessbar ist, derart, dass der Eingang abgeschlossen wird, wenn der Druck einen bestimten Wert überschreitet.
Die Ausführung nach den Unteransprüchen 15 und 16 des Hauptpatentes bewirken, dass der Druck der Spülluft zu Beginn eines Spülluftstosses während eines Spülzyklus konstant ist. Der Druck der Spülluft am Ende eines Spülluftstosses ist indessen nicht definiert, da eine untere Druckgrenze im Spülluftbehälter nicht als Steuergrösse vorgesehen ist.
Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, eine Vorrichtung nach den Unteransprüchen 6, 8, 9 und 11 des Hauptpatentes derart zu verbessern, dass die Spülluft zu Beginn und am Ende eines Spülluftstosses einen genau definierten Druck aufweist.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das Element zwei Dichtungsorgane mit je einer Dich tungsfiäche aufweist, dass die Dichtungsflächen rechtwinklig zu ihrem Verschiebeweg orientiert und auf einander abgewendeten Seiten der Dichtungsorgane angeordnet sind, und dass flächenparallel jeder Dichtungsfläche zugewandt die Mündung eines Steuereinganges eines Fluidikelementes liegt, welches jedem Steuereingang zugeordnet einen Steuerausgang aufweist.
Die Erfindung bewirkt weiter den Vorteil, dass der im Aufbau komplizierte Impulsgeber durch einen einfachen Binärzähler ersetzt werden kann, wie dies im parallelen Zusatzpatent beschrieben ist.
Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Manostaten im Querschnitt,
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Manostaten in der Draufsicht und
Fig. 3 ein Detail aus Fig. 2 in vergrösserter Darstellung.
In Fig. 1 bezeichnet die Hinweisziffer 1 die Wandung einer Spülluftkammer in dem ein Medium M mit dem Druck P P enthalten ist. Die Behälterwandung 1 weist eine Öffnung 2 auf, die durch das Gehäuse 3 eines Druckschalters 4 abgeschlossen ist. Das Gehäuse 3 ist mittels Schrauben 5 an der Behälterwandung 1 befestigt. Die der Öffnung 2 zugewandte Seite des Gehäuses 3 weist eine Öffnung 6 auf, die durch eine Membrane 7 verschlossen ist. Die Membrane 7 ist mit dem Gehäuse 3 mittels Schrauben 8 dicht verbunden. Auf der Gehäuseinnenseite ist eine Querrippe 9 mit einem Lager 10 angeordnet, das mit einer zentralen Bohrung versehen ist.
Im Lager ist ein T-förmiges Element 11 axial verschiebbar gelagert, das an seinem Fussende mit einer Ringwulst 12 abgeschlossen ist. Zwischen dem Lager 10 und der Ringrippe 12 ist eine Schraubenfeder 13 axial um das Element 11 angeordnet. Unter der Wirkung der Schraubenfeder 13 wird das Element 11 gegen die Membrane 7 gepresst. Bei zunehmendem Druck P im Behälter 1 verschiebt sich das Element 11 in Richtung des Pfeiles A während es sich bei abnehmendem Druck P in Richtung des Pfeiles B verschiebt. An den Enden der beiden Querarme des Elementes 11 ist je eine Dichtung 14 bzw. 15 befestigt. Die Dichtungen 14 weisen zu ihrem Verschiebeweg senkrecht orientierte Dichtungsflächen 16 bzw. 17 auf. Innenseitig am Gehäuse ist weiter ein Lager 18 befestigt, an dem ein Hebel 19 schwenkbar gelagert ist.
Am Ende des Hebels 19 ist ein zum Verschiebeweg des Elemen tes 11 paralleles Röhrchen 20 angeordnet, mit einer zur Dichtungsfläche 16 parallelen Mündung 21. Weiter ist an der Gehäusewand ein Or-Nor-Key 22 mit einem Steuereingang X und den Steuerausgängen Y1 und Y2 befestigt. Der Steuereingang X ist mittels eines Schlauches 23 mit dem Röhrchen 20 verbunden. Der Steuergang Y1 ist mit einem das Gehäuse 3 durchdringenden Anschlussstutzen 24 verbunden.
Weiter ist auf der Innenseite des Gehäuses 3 ein Lager 25 mit einem daran angelenkten Hebel 26 befestigt, an dessen freiem Ende ein Röhrchen 27 angeordnet ist. Das Röhrchen 27 weist eine zur Dichtungsfläche 17 parallele Mündung 28 auf und ist durch einen Schlauch 29 mit dem Steuereingang X eines zweiten Or-Nor-Key 30 verbunden, der seinerseits am Gehäuse 3 befestigt ist. Der Steuerausgang Y1 des Or Nor-Key ist mit einem das Gehäuse 3 durchdringenden Anschlussstutzen 31 verbunden.
Am Hebel 19 ist eine Hülse 32 mit Innengewinde angelenkt, in die eine Stellschraube 33 geschraubt ist. Durch eine Drehung der Stellschraube 33 wird der Hebel 19 und damit die relative Lage der Mündung 21 zur Dichtungsfläche 16 verschoben. Am Hebel 26 ist eine Hülse 34 mit einem Innengewinde angelenkt, in das eine Stellschraube 35 eingeschraubt ist. Durch ein Drehen der Stellschraube 35 wird der Hebel 26 und damit die relative Lage der Mündung 28 zur Dichtungsfläche 17 verschoben.
Die Vorrichtung funktioniert wie folgt: Bei einer Änderung des Druckes P in der Spülluftkammer 1 verschiebt sich das Element 11 in axialer Richtung. Fällt der Druck ab, so verschiebt sich das Element 11 in Richtung des Pfeiles B, bis die Dichtungsfläche 16 gegen die Mündung 21 anliegt. In diesem Augenblick schliesst sie den Steuereingang X des Or Nor-Key 22 worauf dieser am Ausgang Y1 ein Signal abgibt, und den Spülluftstoss beendet. Nach diesem Signal steigt der Druck P in der Spülluftkammer 1 wieder an und das Element 11 verschiebt sich in Richtung des Pfeiles A. Diese Verschiebebewegung erfolgt so lange, bis die Dichtungsfläche 17 gegen die Mündung 20 anliegt und den Steuereingang X des Or-Nor-Key 30 schliesst, worauf dieser ein Signal an seinem Ausgang Y1 abgibt, und erneut einen Spülluftstoss auslöst.
Fig. 2 zeigt ein Manometer 40 bekannter Art mit einem Zeiger 41. Am Zeiger 41 sind zwei Dichtungen 42 und 43 befestigt, deren Dichtungsflächen 44 und 45 unter einem rechten Winkel zum Verschiebeweg stehen und voneinander abgewandt sind. Auf der Achse 46 des Zeigers 41 sind zwei Stellzeiger 47 und 48 mit Reibungssitz schwenkbar aufgesetzt Am Ende des Stellzeigers 47 ist eine Düse 49 mit einer Mündung 50 befestigt. Weiter ist im Manometer 40 ein bistabiles Element 51 befestigt, das über eine Leitung 52 mit einer Speisestromquelle verbunden ist. Die Düse 49 ist über eine flexible Leitung 53 und über eine Drossel 54 mit der Leitung 52 verbunden. Der Steuereingang X2 des bistabilen Elementes 51 ist zwischen der Drossel 54 und der Düse 49 mit der flexiblen Leitung 53 verbunden.
Am Ende des Stellzeigers 48 ist eine Düse 56 mit einer Mündung 57 befestigt, die über eine flexible Leitung 58 mit der Leitung 52 verbunden ist. In der Leitung 58 ist eine Drossel 59 angeordnet. Der Steuereingang X1 des bistabilen Elementes ist zwischen der Drossel 59 und der Düse 56 mit der Leitung 58 verbunden. Die beiden Steuerausgänge Y1 und Y2 des bistabilen Elementes 51 sind mit am Gehäuse des Manometers 40 angeordneten nicht dargestellten Anschlussstutzen verbunden und bilden die Steuergänge des Manostates.
Die Vorrichtung funktioniert wie folgt: Der Manostat ist über einen Anschlussstutzen 60 mit dem Innenraum eines in der Fig. 1 mit der Hinweisziffer 1 angedeuteten Behälters verbunden, wobei der Zeiger 41 den Druck P der Spülluft im Spülluftbehälter anzeigt. Die Stellzeiger 47 und 48 werden auf die gewünschten oberen und unteren Grenzwerte des
Druckes P der Spülluft eingestellt. Steigt nun der Druck P, so dreht sich der Zeiger 41 im Uhrzeigersinn, bis er mit seiner
Dichtungsfläche 44 die Mündung 50 der Düse 49 abschliesst.
Hierdurch steigt der Druck in der Leitung 53, wodurch ein
Impuls auf den Steuereingang X2 des bistabilen Elementes
51 entsteht, das ein Signal durch seinen Steuerausgang Y2 abgibt. Sinkt hierauf der Druck P des Druckmediums ab, so dreht sich der Zeiger 41 im Gegenuhrzeigersinn, bis er mit der Dichtungsfläche 45 der Dichtung 43 die Mündung 57 der
Düse 56 abschliesst. Hierdurch entsteht ein Druckanstieg in der flexiblen Leitung 58, was ein Signal auf den Steuereingang Xl des bistabilen Elementes 51 erzeugt, das hierauf ein Signal am Steuerausgang Y2 abgibt.