CH543603A - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines Stapelfasergebildes mit gleichmässiger dichter Stapelung aus einem Fadenbündel aus synthetischem oder halbsynthetischem Material - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines Stapelfasergebildes mit gleichmässiger dichter Stapelung aus einem Fadenbündel aus synthetischem oder halbsynthetischem MaterialInfo
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Description
Es ist bekannt, Stapelfasergarne aus Bündeln aus endlosen Einzelfäden herzustellen, indem die kontinuierlich durchlaufenden Bündel periodisch angeschnitten oder in Reibungskontakt mit Schleifmitteln gebracht und die so gewonnenen Stapelfasern durch Drehungserteilung zu Garnen versponnen werden (vgl. die Patente FR 790 092, GB 633 115 und US 2 077 320). Auf diese Weise werden Stapelfasergarne mit relativ langen Stapeln erhalten,welche durch Aufschieben der einzelnen Fasern leicht zu einer Noppenbildung führen. Die Erfindung bezweckt, die Nachteile der bekannten Verfahren zu vermeiden und ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines Stapelfasergebildes mit gleichmässiger dichter Stapelung aus einem Fadenbündel aus synthetischem oder halbsynthetischem Material zu schaffen. Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass dem aus endlosen verstreckten Einzelfäden bestehenden Fadenbündel eine Ausgangsdrehung erteilt wird, worauf es mittels einer Falschdrallvorrichtung vorübergehend hochgedreht und im hochgedrehten Zustand ohne Hitzefixierung des Falschdralls zwecks Umwandlung in das Stapelfasergebilde in Reibungskontakt mit Schleif- bzw. Schneidmitteln gebracht wird. Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltene Stapelfasergebilde hat relativ kurze Stapeln und zeigt eine geringe Neigung zur Noppenbildung. Die Ausgangsdrehung kann bei Fadenbündeln mit einem Gesamttiter von über 150 dtex etwa 100-300 Drehungen/m betragen und bei Fadenbündeln mit einem Gesamttiter von weniger als 150 dtex etwa 200400 Drehungen/m. Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich zur Behandlung von verstreckten Fadenbündeln aus Polyamiden, Polyestern, Material auf Vinylbasis (Polyacrylnitril) oder Polyolefinen, sowie aus Celluloseacetat. Einige Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Verfahrens, zu dessen Durchführung die Vorrichtung gemäss Zeichnung benützt wird, sind nachfolgend beschrieben. Beispiel 1 Ein Fadenbündel aus Polyamid 66 (Poly-Hexamethylenadipamid) dtex 1 55f46 mit einer Vordrehung von 400 T/m s wird vorübergehend über den Nullpunkt auf 2000 T/m z gedreht. Auf dem Wege zwischen dem Förderwalzenpaar 3, 3/ und dem Drallgeber 7 wird das Fadenbündel im vorübergehend hochgedrehten Zustande durch die Schleifvorrichtung 10 geführt und vermittels der Fadenführer 5, 5' auf einer Länge von 25 mm auf die entgegengesetzt zur Fadenlaufrichtung mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 700 miMinute rotierenden Schleifscheibe 6 aufgedrückt. Das Fadenbündel passiert die Apparatur mit einer Geschwindigkeit von 50 mlMinute; die Garnspannung in der Falschdrallstrecke wird auf etwa 30 p eingestellt. Zwei so behandelte Fadenbündel werden abschliessend mit 100 Drehungen/m s zusammengedreht. Aus einem solchen Zwirne hergestellte Web- und Maschenwaren weisen ein gutes Deckvermögen, einen weichen und warmen Griff auf, sie sind relativ wenig elastisch. Beispiel 2 Ein Polypropylen-Fadenbündel dtex 220f40 mit einer Vordrehung von 500 T/m s wird vorübergehend über den Nullpunkt auf 1800 T/m z gedreht und im hochgedrehten Zustand mittels der Fadenführer 5, 5' auf einer Länge von 30 mm auf die Oberfläche der sich in der Laufrichtung des Fadenbündels drehenden Schleifscheibe 6 aufgedrückt. Die Umfangsgeschwindigkeit der Schleifscheibe beträgt 700 m/Minute, die Fadengeschwindigkeit 45 miMinute. Aus so behandelten Fadenbündeln hergestellte Gewebe und Gewirke haben einen merklich verbesserten Griff und ein erhöhtes Deckvermögen. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines Stapelfasergebildes mit gleichmässiger dichter Stapelung aus einem Fadenbündel aus synthetischem oder halbsynthetischem Material, dadurch gekennzeichnet, dass dem aus endlosen synthetischen Einzelfäden bestehenden Fadenbündel eine Ausgangsdrehung erteilt wird, worauf es mittels einer Falschdrallvorrichtung vorübergehend hochgedreht und im hochgedrehten Zustand ohne Hitzefixierung des Falschdralls zwecks Umwandlung in das Stapelfasergebilde in Reibungskontakt mit Schleif- bzw. Schneidmitteln gebracht wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass einem Fadenbündel mit einem Gesamttiter von über 150 dtex eine Ausgangsdrehung von 100-300 Drehungen/m erteilt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass einem Fadenbündel mit einem Gesamttiter von weniger als 150 dtex eine Ausgangsdrehung von 200-400 Drehungen/m erteilt wird. PATENTANSPRUCH II Stapelfasergebilde mit gleichmässiger dichter Stapelung, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. **WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.Es ist bekannt, Stapelfasergarne aus Bündeln aus endlosen Einzelfäden herzustellen, indem die kontinuierlich durchlaufenden Bündel periodisch angeschnitten oder in Reibungskontakt mit Schleifmitteln gebracht und die so gewonnenen Stapelfasern durch Drehungserteilung zu Garnen versponnen werden (vgl. die Patente FR 790 092, GB 633 115 und US 2 077 320).Auf diese Weise werden Stapelfasergarne mit relativ langen Stapeln erhalten,welche durch Aufschieben der einzelnen Fasern leicht zu einer Noppenbildung führen.Die Erfindung bezweckt, die Nachteile der bekannten Verfahren zu vermeiden und ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines Stapelfasergebildes mit gleichmässiger dichter Stapelung aus einem Fadenbündel aus synthetischem oder halbsynthetischem Material zu schaffen.Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass dem aus endlosen verstreckten Einzelfäden bestehenden Fadenbündel eine Ausgangsdrehung erteilt wird, worauf es mittels einer Falschdrallvorrichtung vorübergehend hochgedreht und im hochgedrehten Zustand ohne Hitzefixierung des Falschdralls zwecks Umwandlung in das Stapelfasergebilde in Reibungskontakt mit Schleif- bzw. Schneidmitteln gebracht wird.Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltene Stapelfasergebilde hat relativ kurze Stapeln und zeigt eine geringe Neigung zur Noppenbildung.Die Ausgangsdrehung kann bei Fadenbündeln mit einem Gesamttiter von über 150 dtex etwa 100-300 Drehungen/m betragen und bei Fadenbündeln mit einem Gesamttiter von weniger als 150 dtex etwa 200400 Drehungen/m.Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich zur Behandlung von verstreckten Fadenbündeln aus Polyamiden, Polyestern, Material auf Vinylbasis (Polyacrylnitril) oder Polyolefinen, sowie aus Celluloseacetat.Einige Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Verfahrens, zu dessen Durchführung die Vorrichtung gemäss Zeichnung benützt wird, sind nachfolgend beschrieben.Beispiel 1 Ein Fadenbündel aus Polyamid 66 (Poly-Hexamethylenadipamid) dtex 1 55f46 mit einer Vordrehung von 400 T/m s wird vorübergehend über den Nullpunkt auf 2000 T/m z gedreht.Auf dem Wege zwischen dem Förderwalzenpaar 3, 3/ und dem Drallgeber 7 wird das Fadenbündel im vorübergehend hochgedrehten Zustande durch die Schleifvorrichtung 10 geführt und vermittels der Fadenführer 5, 5' auf einer Länge von 25 mm auf die entgegengesetzt zur Fadenlaufrichtung mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 700 miMinute rotierenden Schleifscheibe 6 aufgedrückt. Das Fadenbündel passiert die Apparatur mit einer Geschwindigkeit von 50 mlMinute; die Garnspannung in der Falschdrallstrecke wird auf etwa 30 p eingestellt. Zwei so behandelte Fadenbündel werden abschliessend mit 100 Drehungen/m s zusammengedreht. Aus einem solchen Zwirne hergestellte Web- und Maschenwaren weisen ein gutes Deckvermögen, einen weichen und warmen Griff auf, sie sind relativ wenig elastisch.Beispiel 2 Ein Polypropylen-Fadenbündel dtex 220f40 mit einer Vordrehung von 500 T/m s wird vorübergehend über den Nullpunkt auf 1800 T/m z gedreht und im hochgedrehten Zustand mittels der Fadenführer 5, 5' auf einer Länge von 30 mm auf die Oberfläche der sich in der Laufrichtung des Fadenbündels drehenden Schleifscheibe 6 aufgedrückt. Die Umfangsgeschwindigkeit der Schleifscheibe beträgt 700 m/Minute, die Fadengeschwindigkeit 45 miMinute. Aus so behandelten Fadenbündeln hergestellte Gewebe und Gewirke haben einen merklich verbesserten Griff und ein erhöhtes Deckvermögen.PATENTANSPRUCH I Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines Stapelfasergebildes mit gleichmässiger dichter Stapelung aus einem Fadenbündel aus synthetischem oder halbsynthetischem Material, dadurch gekennzeichnet, dass dem aus endlosen synthetischen Einzelfäden bestehenden Fadenbündel eine Ausgangsdrehung erteilt wird, worauf es mittels einer Falschdrallvorrichtung vorübergehend hochgedreht und im hochgedrehten Zustand ohne Hitzefixierung des Falschdralls zwecks Umwandlung in das Stapelfasergebilde in Reibungskontakt mit Schleif- bzw. Schneidmitteln gebracht wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass einem Fadenbündel mit einem Gesamttiter von über 150 dtex eine Ausgangsdrehung von 100-300 Drehungen/m erteilt wird.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass einem Fadenbündel mit einem Gesamttiter von weniger als 150 dtex eine Ausgangsdrehung von 200-400 Drehungen/m erteilt wird.PATENTANSPRUCH II Stapelfasergebilde mit gleichmässiger dichter Stapelung, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
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