Die Erfindung bezieht sich auf eine münzbetätigte Parkuhr, wie sie normalerweise an Strassenrändern oder in Parkhäusern aufgestellt werden, und mit deren Hilfe nach einem Münzein wurf ein Zeiger in eine ablaufbereite Stellung gebracht wird, aus der heraus er in eine Ruhestellung zurücklauft. Nach dem der Zeiger die Ruhestellung erreicht hat, wird ein Park verbots- bzw. ein Überschreitungsschild zur Anzeige gebracht.
Da derartige Parkuhren insbesondere dann, wenn sie an Strassenrändern aufgestellt werden, den schwierigsten und unterschiedlichsten Witterungsbedingungen ausgesetzt sind und da beim Aufstellen solcher Parkuhren nicht immer Stromversorgungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, sind derartige Parkuhren im allgemeinen mechanischer Art, d.h. sie sind im allgemeinen mit einem mechanischen Uhrwerk ausgerüstet, und auch die Abfühlung der Münzen entsprechend ihrem Wert und die Einstellung des Zeigers entsprechend diesem Wert erfolgt auf mechanischem Wege.
Durch die bekannte Parkraumnot, insbesondere zu Spitzenzeiten des Verkehrs, ist schon verschiedentlich der Wunsch geäussert worden, die Parkuhren zu diesen Spitzenzei ten des Verkehrs nach einem anderen Tarif arbeiten zu lassen als zu weniger frequentierten Tageszeiten. Mit anderen Worten: Es ist der Vorschlag gemacht worden, dem Benutzer der Parkflächen während der Spitzenzeiten des Verkehrs eine höhere Parkgebühr aufzuerlegen als zu andern Tages- bzw. Nachtzeiten.
Bekannt ist eine Einrichtung, bei der von einer Hauptuhr eine Anzahl von Nebenuhren angetrieben werden. Diese Nebenuhren dienen dazu, in den einzelnen Parkboxen in einem Parkhaus aufgestellt zu werden und eine Schranke für das Öffnen und Schliessen der Parkboxen zu betätigen. Bei dieser Einrichtung sind die Schranken, die die Parkboxen verschlies- sen, dann geöffnet, wenn kein Fahrzeug in der Parkbox steht. Fährt ein Fahrzeug ein, dann wird die Schranke automatisch geschlossen. Der Fahrzeugbesitzer muss dann bei der Rückkehr zu seinem Fahrzeug Münzen in die Parkuhr einwerfen, um diese auf Null zu stellen, so dass die Schranke geöffnet werden kann.
Diese Parkhausanlage umfasst auch eine Einrichtung, mittels der von der Hauptuhr während der Nachtzeit die Nebenuhren mit einer niedrigeren elektrischen Impulsfrequenz angetrieben werden als dies während der Tageszeit der Fall ist. D. h. also bei dieser Parkhausanlage muss der Benutzer für Parken während der Nacht einen niedrigeren Tarif zahlen als für das Parken während des Tages. Die fragliche Einrichtung eignet sich aber eigentlich nur für die Aufstellung in Parkhäusern und nicht für die Aufstellung an Strassenrändern, da sie das Vorhandensein einer elektrischen Stromversorgungs- anlage und die Führung mehrerer Kabel von der Hauptuhr zu sämtlichen Nebenuhren erforderlich macht.
Diese Bedingun gen liegen bei am Strassenrand aufgestellten Parkuhren in aller Regel nicht vor, bzw. sie wären mit derartigen Kosten verbunden, dass sich eine solche Lösung der Probleme von selbst verbietet.
Andererseits sind aber auch schon Parkuhren bekannt, die für die Abendstunden beispielsweise (Theaterbesuche usw.) auf eine andere Parkzeit umstellbar sind. Bei dieser Parkuhr kann während des Tages nur eine einzige Münze eingeworfen werden, die dann die Uhr nur für einen ganz bestimmten Zeitraum in Gang setzt. Mittels eines durch einen Bediensteten zu betätigenden Schalthebels kann die Uhr aber auf sogenanntes Theaterparken umgestellt werden.
In diesem Falle wird der Münzeinwurf kanal vergrössert, so dass der Benutzer mehrere Münzen einwerfen kann, und diese Münzen werden von der Parkuhr nacheinander verarbeitet, d.h. der Benutzer bekommt dann statt der einmaligen kurzen Parkzeit von beispielsweise einer halben Stunde, dreimal eine Stunde zur Verfügung gestellt, indem die in die Parkuhr eingeworfenen Münzen gespeichert werden und nacheinander verarbeitet werden.
Die fragliche Einrichtung ist aber davon abhängig, dass von irgendeinem Bediensteten der Kommune eine Umschal tung der Uhren auf das sogenannte Theaterparken erfolgt, was sich selbsverständlich wegen des hohen Personalaufwandes in den miesten Fällen nicht durchführen lässt.
Demgegenüber hat es sich die Erfindung zur Aufgabe gemacht, eine normale, im wesentlichen mechanisch arbeitende Parkuhr, durch eine Zusatzeinrichtung so auszugestalten, dass sie sich selbsttätig während des Tages unter Umständen mehrmals von einem niedrigeren Normaltarif auf einen höheren Tarif oder umgekehrt schaltet.
Die Erfindung geht dabei aus von einer münzbetätigten Parkuhr, bei der durch Einwurf einer oder mehrerer Münzen gleichen oder verschiedenen Wertes ein Uhrwerk in Gang gesetzt und ein Zeitzeiger in eine der oder den eingeworfenen Münzen entsprechende ablaufbreite Stellung vor einer Anzeigeskala geführt wird, aus der heraus dieser Zeiger in die Ruhestellung zurückläuft, und dabei an einer Skala die jeweils noch verbleibende Restparkzeit anzeigt und ist dadurch gekenn zeichnet, dass das Uhrwerk ein Schaltaggregat mit relativ dazu einstellbaren Schaltnocken ständig antreibt, welche Schaltnok- ken durch Fühlmittel abgefühlt werden,
die ihrerseits mechanisch oder elektromagnetisch Begrenzungsmittel für das Zeigereinstellwerk zur Begrenzung des Zeigerausschlages in der Hochtarifperiode betätigen, welche Begrenzungsmittel und Schaltnocken in der Normaltarifperiode unwirksam sind.
Die Zeichnungen zeigen nun zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes verwirklicht an einer im wesentlichen mechanischen Parkuhr, Dabei zeigt: Fig. 1 den Münzabfühlmechanismus der normalen Parkuhr, Fig. 2, 3, 4 die wesentlichsten Teile des Zeigereinstellwer- kes, soweit sie zum Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
Fig. 5 eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes bei der dem Benutzer während der Normaltarifzeit für die gleiche Münze eine grössere Parkzeit zur Verfügung gestellt wird als während der Höhertarifzeit .
Fig. 6 eine etwas abgewandelte Ausführungsform der Anordnung gemäss Fig. 5 Die normale Funktion des Münzabfühl- und Zeigereinstell- mechanismus sei zunächst an Hand der Figuren 1 bis 4 erläutert, da dies erforderlich ist, um die speziellen Ausfüh rungsformen gemäss den Fig. 5 bis 6 zu verstehen. Die Parkuhr, an der die Verwirklichung der Erfindung gezeigt ist, besitzt ein Münztransportrad 1, welches aus einem Zahnrad 2 und einer darunter gleichachsig und mit einem gewissen Abstand dazu angeordneten Scheibe 3 besteht.
Das Zahnrad 2 wird über ein Zahnrad 4, welches auf einer Welle 5 gelagert ist, von einem Federantriebswerk angetrieben. Zwischen dem Zahnrad 2 des Münztransportrades 1 und der Scheibe 3 sind drei Münztrans portsegmente 6, 7 und 8 angeordnet. Das Münztransportrad 1 wird normalerweise arretiert durch einen Hebel 9, der auf einem Stift 10 gelagert ist und durch eine Feder 11 im Uhrzeigersinne beeinflusst wird.
Der Hebel 9 besitzt ein abgekröpftes Teil 12, mittels dem er sich an einer Nase 13, einer vorspringenden Kante 14 der Münztransportsegmente <B>6,7</B> und 8 verrastet. An seinem einen Ende besitzt der Hebel 9 eine Abkröpfung 15, mittels der der Abfühlhebel 9 mit einer Münze 16 zusammenwirkt.
D. h. sobald eine Münze 16 in den Münz einwurfschlitz eingeführt wird, wird der Hebel 9 entgegen der Kraft der Feder 11 im Gegenuhrzeigersinne verschwenkt, so dass seine Abkröpfung 12 von dem Vorsprung 13 der Kante 14 abrutscht, so dass damit das Münztransportrad 1 freigegeben wird, um unter dem Einfluss des Federwerkes, angetrieben durch das Zahnrad 4,
eine Teildrehung auszuführen bis der Abfühlhebel 9 sich an dem Vorsprung 13 des nächsten Transportsegmentes 7 wieder verrastet. Bei jedem Einwurf einer Münze führt also die Münztransportscheibe 1 eine Umdrehung um 120 aus. Für drei Münzen macht also das Münztransportsegment eine volle Umdrehung.
Auf einem ortsfesten Bolzen 17 ist ein Fühlhebel 18 angeordnet. Der Abfühlhebel 18 ist an seinem linken Ende mit einem Zahnsegment 20 versehen, welches mittels seiner Zahnung mit einem kleinen Ritzel 21 in Eingriff steht, welches auf einer Welle 22 gelagert ist. Das Ritzel 21 ist mit einer Scheibe 23 verbunden, die einen kreisförmigen Schlitz 24 sind Münzabfühlnockenelemente 25, 26 und 27 mittels Schrauben 28 befestigt. Eine Feder 29 ist an der Scheibe 23 in der Nähe des Ritzels 21 befestigt und andererseits an einer Platine.
Die Feder 29 hat die Aufgabe, das Ritzel 21 an einer Scheibe 23 normalerweise im Uhrzeigersinne zu beeinflussen, und zwar besitzt die Scheibe 23 hierfür eine Nase 30, mit einem Vorsprung 31, mit dem die Scheibe 23 in der Ruhelage durch einen Stift 32 an einem Fühlhebel 33, der später noch zu beschreiben sein wird, anliegt. Der Fühlhebel 18 mit dem Zahnsegment 20 besitzt einen Stift 34, der auf der Scheibe 3 des Münztransportrades 1 aufliegt.
Die Münzen 16 werden bei der Drehung des Münztransportrades 1, welches drehbar auf der Achse 35 gelagert ist, durch ein festangeordnetes Führungsteil 36 geführt, so dass sie mit ihrem Durchmesser über den Umfang der Scheibe 3 hinausragen. Eine solche Stellung einer Münze 16 ist in der Fig. 2 gezeigt. Beim Transport der Münze 16 wird also der Hebel 18 dadurch verschwenkt, dass dieser Hebel über einen Stift 34 mit der Münze 16 zusammenarbeitet und dabei den Münzdurchmesser abfühlt. Entsprechend dem Münzdurchmesser wird über das Zahnsegment 20 auch das Ritzel 21 und damit die Scheibe 23 verdreht.
Die Nockenelemente 25, 26 und 27 drehen sich mit der Scheibe 23, und je nach dem, welchen Durchmesser die Münze 16 hat, kommt einer der Nockenelemente 25, 26 oder 27 in eine solche Position, dass sie von einer Fangklaue 37 an einen Müzfanghebel 38 gefangen werden kann. Die Klaue 37 arbeitet dabei mit den Schrauben 28, die eine entsprechende Verlängerung haben, zusammen.
Der Fanghebel 38 ist ortsfest auf einem Stift 39 gelagert und besitzt ausser der Fangklaue 37 zwei Arme 40 und 41, mittels derer er eine Kurvenscheibe 42 abfühlt. Die Kurvenscheibe 42 ist auf einer Welle 43 gelagert. Diese Welle 43 wird über ein Zahnrad 44, Fig. 1, von dem Zahnrad 2 des Münztransportra- des 1 angetrieben. Die Untersetzung ist dabei so gewählt, dass das Zahnrad 44 bei jedem Münzeinwurf, d.h. also bei jeder Drehung des Münztransportrades um 120 eine volle Umdrehung um 360 'macht.
Bei jedem Münzeinwurf wird daher auch die Kurvenscheibe 42 einmal um 360 gedreht, derart, dass dabei die abgewinkelten Enden der beiden Hebelarme 40 und 41 nacheinander mit der Kurvenscheibe 42 zusammenwirken und einerseits die Verrastung der Fangklaue 37 des Fanghebels 38 an einer der Schrauben 28 der Nockenelemente 25 und 26 und 27 bewirkt, andererseits aber wiederum auch der Fanghebel 38 aus der in Fig. 2 gezeigten Fangstellung im Gegenuhrzeigersinn zurückschwenkt in die unwirksame Stellung, so dass dann die Scheibe 23 durch die Feder 29 in die in Fig. 1 gezeigte Ruhestellung zurückkehren kann.
Bei jedem Münzeinwurf wird also zunächst das Münztrans portrad 1 dadurch freigegeben, dass der Hebel 9 entgegen dem Uhrzeigersinne verschwenkt wird. Dadurch wird die Münze 16 durch das Münztransportsegment 6 erfasst, weil das Münztranportrad 1 nunmehr durch das Zahnrad 4 vom Federwerk her im Gegenuhrzeigersinn angetrieben wird. Die Münze wird dabei weiterbefördert und wird durch das feststehende Teil 36 in ihrer Lage in bezug auf den Durchmes ser der Scheibe 3 des Münztransportrades 1 fixiert.
Da sie über den Durchmesser der Scheibe 3 hinausragt, verschwenkt sie über den Stift 34 das Zahnsegment 20 und damit auch das Ritzel 21. Die Scheibe 23 wird entgegen dem Uhrzeigersinne gedreht, so dass eines der Nockenelemente 25, 26 oder 27 in die Verrastungslage relativ zum Fanghebel 38 mit der Fangklaue 37 gebracht wird. Welches der Nockenelemente 25, 26 und 27 in die Abfühllage gebracht wird, hängt ausschliess- lich vom Durchmesser der Münze ab.
Die Nockenelemente 25, 26 und 27 werden also auf der Scheibe 23 so eingestellt, dass die Verstellung der Scheibe 23 dem Solldurchmesser der echten Münze entspricht. Sobald die Münze abgefühlt ist, wird das entsprechende Nockenelemente 25, 26 oder 27 durch den Fanghebel 38, welcher seinerseits durch die Steuerkurve 42 in die Fangposition gebracht wird, arretiert, so dass die Scheibe 23 jedenfalls vorübergehend nicht dem Zug der Feder 29 in die Nullage folgen kann.
Sobald nun die Arretierung der Scheibe 23 an einem der Nockenelemente 25, 26 und 27 erfolgt ist, ist der Münzabfühl- vorgang angeschlossen, und es kann nun der Zeigereinstellvor- gang beginnen. Dieser Zeigereinstellvorgang wird gesteuert durch den bereits erwähnten Fühlhebel 33, der auf einem ortsfesten Zapfen 45 gelagert ist und dessen Stift 32 Abkröpfungen der Nockenelemente 25, 26 und 27 abfühlt.
Die Nockenelemente 25, 26 und 27 sind mit ihren Abkröfpungen so auf der Scheibe 23 befestigt, dass die radiale Lage der Ankröpfungen in bezug auf den Drehpunkt Punkt 22 der Scheibe 23 ein Mass für die Zeit sind, welche durch die betreffende Münze dem Benutzer der Parkuhr als Parkzeit zur Verfügung gestellt werden soll.
Der Abfühlhebel 33 wird zu diesem Abfühlvorgang gesteuert durch eine Kruvenscheibe 46 (Fig. 1), die zusammen mit der Kurvenscheibe 42 auf der Welle 43 befestigt ist und ebenso wie die Kurvenscheibe 42 durch das Zahnrad 44 für jeden Münzeinwurf- und Abfühlvorgang einmal um 360 gedreht wird. Der Abfühlhebel 33 besitzt hierfür einen Stift 47, der auf dem Umfang der Kurvenscheibe 46 gleitet.
Die Kurvenscheibe 46 dreht sich im Uhrzeigersinne, so dass während der ersten Hälfte der Umdrehung der Kurvenscheibe 46, während der der Radius der Kurvenscheibe 46 annähernd gleichbleibend ist, eine Bewegung des Fühlhebels 33 nicht stattfindet.
Erst wenn der Hebel 33 mit seinem Stift 47 am abfallenden Teil 46' der Kruvenscheibe 46 angelangt ist und nachdem der Fanghebel 38 eines der Nockenelemente 25, 26, 27 gefangen hat, wird der Hebel 33 um seinen Drehpunkt 45 im Gegenuhrzeigersinne verschwenkt, bis der Stift 32 auf die Abkröpfung des gefangenen Nockenelementes 25, 26 oder 27 auftrifft. Durch diese Bewegung des Abfühlhebels 33 wird nun die eigentliche Zeigereinstellung bewirkt. Wie dies geschieht, ergibt sich insbesondere aus den Fig. 3 und 4.
Der Abfühlhebel 33 besitzt einen Arm 48 mit einem Zahnsegment 49. Das Zahnsegment 49 steht in Eingriff mit einem Zahnrad 50, welches drehbar auf einer Welle 51 gelagert ist. Der Abfühlhebel 33 treibt also bei seiner Bewegung gesteuert durch die Kurve 46 über das Zahnsegment 49 das Zahnrad 50 an. Mit dem Zahnrad 50 ist ein Hebelarm 52 fest verbunden, der an einem Stift 53 eine Klinke 54 trägt, die mit einem abgekröpften Ende in ein Zahnsegment 55 eingreift. Das Zahnsegment 55 trägt den Zeiger 56.
Die Abfühlbewegung des Fühlhebels 33 wird damit über dessen Zahnsegment 49 auf das Zahnrad 50 von dort auf den Hebel 52 über eine Klinke 54 auf das Zahnsegment 55 und damit auf den Zeiger 56 übertragen. Der Zeiger wird dadurch je nach der radialen Lage der abgekröpf- ten Enden der Nockenelemente 25, 26, 27 um ein grösseres oder kleineres Mass aus der Nullage in die Einstellage verschwenkt. Über in den Fig. 1 bis 4 nicht dargestellte Teile wird nun der Zeiger angetrieben von dem Federwerk und gesteuert durch einen Gangregler in die Ruhelage zurückge führt, bis er auf der Skalenscheibe 57 Null anzeigt.
An Hand der Fig. 5 sei nun ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, bei der ein ständig zeitabhängig angetriebenes Schaltaggregat 200 mit Schaltnocken über Fühlmittel Begrenzungsmittel betätigt, die im Falle des höheren Tarifs den Zeigereinstellmechanismus derart beeinflussen, dass anstelle des beim Normaltarif durch eine Münze bestimmten Wertes zur Verfügung gestellten Parkzeitraumes von beispielsweise 60 Min. beim höheren Tarif nur beispielsweise 30 Min. zur Verfügung gestellt werden bei Einwurf der gleichen Münze.
Das Schaltaggregat 200 besteht aus dem Zahnrad 67 und einer Nockenscheibe 100, welche Erhöhungen 101, die dem Normaltarif entsprechen, und Vertiefungen 102, die dem höheren Tarif entsprechen, besitzt. Diese Scheibe wird mittels einer weiteren Scheibe 103 und eines Ringschlitzes 105 sowie einer Schraube 105' auf dem Zahnrad 67 befestigt. Die Vertiefungen 102 können entsprechend den gewünschten Höhertarifzeiten natürlich in einer anderen Anordnung vorgesehen sein, als dies in der Fig. 5 gezeigt ist.
Auf jeden Fall lässt sich die Nockenscheibe 100 auf dem Zahnrad 67 verstellen, so dass die Nockenscheibe 100 entsprechend der Tageszeit einstellbar ist. Das Zahnrad 67 wird vom Federan- triebswerk leer gesteuert durch einen Gangregler so angetrieben, dass es in 24 Stunden eine Umdrehung macht. Anstelle der Nockenscheibe 100, 101, 102 können auch einzeln einstellbare Nockenelemente auf einer Nockenscheibe vorgesehen werden. Das Schaltaggregat 200 arbeitet im Falle der Fig. 5 mit einem Fühlhebel 104 zusammen.
Dieser Hebel ist auf einem Stift 105 gelagert und besitzt an seinem linken Ende die Fühlnase 106 und an seinem rechten Ende einen abgewinkelten Lappen 107. Der Hebel 104 besitzt in diesem Falle gleichzeitig Fühlmittel in Form der Fühlnase 106 und Begrenzungsmittel für das Zeigereinstellwerk in Form des Lappens 107. Durch eine Feder 108 wird er in Anlage mit der Nockenscheibe 100 gehalten.
An dem Fühlhebel 33 ist in diesem Falle ein Stössel 109 angelenkt, der andererseits mittels eines Langschlitzes auf einem ortsfesten Bolzen 110 geführt ist. Das rechte Ende des Stössels 109 liegt unterhalb des Lappens 107 des Hebels 104, wenn dieser in der Normaltarifstellung ist.
Befindet sich der Hebel 104 in der Höhertarifstellung, die in der Fig. 5 gezeigt ist, dann ist der Lappen 107 dieses Hebels 104 in der Bahn des Stössels 109 des Fühlhebels 33. Wenn nun während des Einstellvorganges für den Zeiger 56 der Fühlhebel 33 um seinen Schwenkpunkt 45 verschwenkt wird, bewegt sich der Stössel 109 mit und stösst bereits nach einem kurzen Weg an den abgewinkelten Lappen 107 des Hebels 104 an. Es wird daher nur eine verhältnismässig geringe Bewegung des Fühlhebels 33 über das Zahnsegment 49 auf den Zeiger 56 übertragen.
Wird dagegen der Hebel 104 um seinen Drehpunkt 105 verschwenkt, indem die Nockenscheibe 100 sich weitergedreht hat, so dass die Nase 106 nunmehr auf einer der Erhöhungen 101 aufliegt, dann wird der Lappen 107 des Hebels 104 aus der Bahn des Stössels 109 weggeschwenkt. In diesem Falle kann der Fühlhebel 33 bei seiner Münzabfühlbewegung den doppelten Weg machen, bis er an dem Nockenelement 25 der Scheibe 23 anstösst.
Der Zeiger wird also in diesem Falle über das Zahnsegment 49 um einen sehr viel weiteren Weg mitgenommen, d.h. es wird ein grösserer Zeigerausschlag bewirkt, als wenn der höhere Tarif in Kraft ist.
Die Fig. 6 zeigt nun eine gegenüber der Fig. 5 abgewandelte Ausführungsform, wobei davon ausgegangen wird, dass die Parkuhr, in der diese Einrichtung verwirklicht ist, entweder mit einer Batterie und anstelle des Federkraftspeichers mit einem drehzahlgeregelten Gleichstrommotor oder dergleichen ausgerüstet ist oder dass eine Fremdversorgung mit Strom beispielsweise in einem Parkhaus oder dergleichen möglich ist. Anstelle des Hebels 104 gemäss Fig. 5 ist hier als Fühlmittel ein Mikroschalter 110 und ein weiterer Mikroschalter 111 vorgesehen, die ausser dem Magneten 112 im Stromkreis einer Batterie 113 liegen.
Die beiden Mikroschalter 110 und 111 liegen in Reihe zueinander. Der Schalter 110 ist in der in Fig. 6' gezeigten Stellung geschlossen. Es handelt sich um einen höheren Tarif. Der Schalter 111 ist auch in der höheren Tarifstellung normalerweise offen. Nur in dem Augenblick, in dem das hier verwendete Nockenelement 25 seine Einstellposi tion erhalten hat, wirkt ein Stift 114 an der Scheibe 23 auf den Schalter 111 ein und schliesst diesen. In diesem Augenblick wird dann also der Magnet 112 erregt.
Er zieht seinen Tauchanker 115 an, so dass dessen äusserste Ende 116 aus dem Magnetspulenkörper 112 heraussteht und damit als Begrenzungsmittel für den Stössel 109 wirkt, der den Ausschlag des Fühlhebels 33 beschränkt, so dass lediglich eine kürzere Zeit an der Parkuhr eingestellt wird. Um wieviel kürzer diese Zeit gegenüber der Normalparkzeit sein soll, lässt sich durch Verstellen der Schraube 117 am Stössel 109 noch zusätzlich regulieren.
In der Normaltarifstellung, d.h. also, wenn der Mikroschal ter 110 durch den Nocken 101 umgeschaltet worden ist, d.h. also, wenn der Schalter 110 geöffnet ist, bleibt der Magnet stromlos, auch wenn der Schalter 111 durch den Stift 114 ge schlossen wird, so dass der Anker 116 sich nicht im Arbeitsweg des Stössels 109 befindet. In dieser Position bildet also das Nockenelement 25 wie üblich das Anschlagglied für den Fühlhebel 33 bei der Zeiteinstellung.
Da der Weg, den der Stift 32 in der Normaltarifstellung bis zum Anschlag an der Abkröpfung des Nockenelementes 25 zurückzulegen hat, etwa der doppelte ist wie der Weg, den der Stössel 109 bis zum Anschlag am Anker 116 zurückzulegen hat, wird also in der Normaltarifstellung etwa der doppelte Zeigerausschalg für die gleiche Münze bewirkt.