CH543882A - Packung für ein Haarfärbemittel - Google Patents

Packung für ein Haarfärbemittel

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CH543882A
CH543882A CH1307969A CH1307969A CH543882A CH 543882 A CH543882 A CH 543882A CH 1307969 A CH1307969 A CH 1307969A CH 1307969 A CH1307969 A CH 1307969A CH 543882 A CH543882 A CH 543882A
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pressure
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hair dye
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CH1307969A
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Benjamin Prussin Samuel
Soto Lozano David
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Dart Ind Inc
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Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Packung für ein Haarfärbemittel, das zwei Zusammensetzungen aufweist, wobei die erste Zusammensetzung eine Oxydationshaarfarbe und die zweite Zusammensetzung eine organische oder anorganische Peroxyverbindung enthält, welche gekennzeichnet ist durch einen Behälter, in dem die beiden Zusammensetzungen getrennt gehalten werden können, und in dem ein Steuerorgan vorgesehen ist, derart, dass durch Aufbringen eines Druckes auf die beiden Zusammensetzungen und Betätigung des Steuerorgans die Zusammensetzungen gemischt werden können und die Mischung aus der Packung in Form des fertigen Haarfärbemittels austreten kann.



   Chemische Verbindungen, welche unter Bildung gefärbter Oxydationsprodukte oxydiert werden können, wurden in der kosmetischen Industrie und bei der Entwicklung von Haarfärbemitteln viel benutzt und diese Verbindungen werden heute allgemein als oxydierende Haarfärbemittel bezeichnet.



  Die bekanntesten dieser Produkte beruhen auf aromatischen Verbindungen, welche in einem alkalischen Medium in Anwesenheit eines Oxydationsmittels, beispielsweise Wasserstoffperoxyd, schnell oxydieren und dabei farbige Nebenprodukte abgeben, deren Farbnuancen sich zum Färben des menschlichen Haares gut eignen. Bei den bekannten Produkten dieser Art werden der Farbstoff und das Wasserstoffperoxyd getrennt aufbewahrt und erst vor deren Anwendung gemischt. Dies ist aber für den Verbraucher relativ aufwendig und es besteht somit seit langem ein Bedarf an einer Packung, in welcher die einzelnen Bestandteile automatisch gemischt werden und die fertige Mischung direkt dem Haar zugeführt werden kann.



   In den letzten Jahren wurden auf dem Gebiet der Verpackung kosmetischer Artikel gewaltige Anstrengungen gemacht, um eine Verpackung zu entwickeln, in welcher mindestens zwei Verbindungen getrennt voneinander aufbewahrt werden können, so dass diese Verbindungen erst beim Verlassen der Packung zusammentreffen. Es wurden zahlreiche Lösungen vorgeschlagen, welche unter anderem die Verwendung wärmeabgebender schäumender Mittel, wie beispielsweise Schäume zum Rasieren, zum Reinigen, zum Haarfärben usw. umfassen. Beim Mischen der beiden Verbindungen ergibt sich eine chemische Reaktion, bei welcher Wärme frei wird. Bekannt sind Verbindungen wie Rasierseife, welche Schaum bilden, wenn sie geschüttelt werden.

  Die Packungen, welche solche Produkte enthalten, werden beim normalen Gebrauch allmählich geleert und durch das Schütteln der Packung vor deren Gebrauch wird ein ständig wachsender Anteil der Verbindung in Schaum umgesetzt, wobei die Dichte der flüssigen Phase ständig abnimmt. Hieraus ergibt sich aber eine ungenaue Bemessung und, infolgedessen, ein mangelhaftes Produkt. Seit langem besteht daher ein Bedarf an einer mehrere Medien enthaltenden Packung, wobei eines dieser Medien beim Schütteln Schaum bildet.



   Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Packung enthält zwei innerhalb der Packung getrennt voneinander untergebrachte Zusammensetzungen, wobei eine dieser Zusammensetzungen ein oxydierendes Haarfärbemittel und die andere eine organische oder anorganische Peroxyver bindung enthält; ferner ist zwischen den beiden Zusammensetzungen ein Steuerorgan angeordnet, so dass bei Zurührung von Druck zu den Zusammensetzungen und bei Betätigung des Steuerorgans Teile der genannten Zusammensetzungen miteinander vermischt werden können und die Mischung aus der Packung in einer Form austreten kann, welche sich für das direkte Auftragen auf das menschliche Haar eignet.

  Die das oxydierende Haarfärbemittel enthaltende Zusammensetzung kann ferner ein Reduktionsmittel oder einen Kataly sator enthalten, welcher mit der Peroxyverbindung reagiert bzw. deren Zersetzung hervorruft, wodurch Wärme frei wird und die Färbemischung aus der Packung im angewärmten Zustande austritt.



   Es liegt ferner im Rahmen der vorliegenden Erfindung, dass die Packung z. B. zwei Flüssigkeiten enthält, deren eine schäumbar ist und welche getrennt voneinander in der Pakkung untergebracht sind. Die Packung weist dabei zweckmässig einen druckdichten Behälter auf, innerhalb desselben eine von der Hauptkammer durch eine bewegbare Wand getrennte innere Kammer angeordnet ist. Die schäumbare Flüssigkeit ist zweckmässig innerhalb der inneren Kammer untergebracht und die andere Flüssigkeit im restlichen Teil des Behälters, während ferner zweckmässig Mittel vorgesehen sind, um dem Behälter ein Druckmedium zuzuführen und die Flüssigkeiten miteinander zu verbinden. Beim Mischen der Flüssigkeiten und beim Austritt der Mischung aus der Pakkung in Aerosolform bleiben die Mischungsverhältnisse während der gesamten Lebensdauer der Packung konstant.



   Eine Verfahrensform, gemäss welcher die Medien eine schäumbare Flüssigkeit und eine Druckflüssigkeit umfassen, ist dadurch gekennzeichnet, dass die schäumbare Flüssigkeit innerhalb eines druckdichten Behälters in einer Kammer untergebracht wird, welche vom Hauptteil des Behälters durch eine mittels einer Druckdifferenz bewegbare Wand getrennt ist, dass die Druckflüssigkeit im Behälter ausserhalb der genannten Kammer angeordnet wird und der durch diese ausgeübte Druck durch die bewegbare Wand hindurch in der Kammer einen Flüssigkeitsdruck unter Vermeidung von Dampfräumen bewirkt, wobei die beiden Flüssigkeiten durch ein Steuerorgan im Behälter zusammengeführt werden und das Mischungsverhältnis der Flüssigkeiten konstant bleibt, bis die Flüssigkeiten aufgebraucht sind.



   Nachstehend wird nun ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes beschrieben.



   Eine gemäss der vorliegenden Erfindung hergestellte Packung besteht aus einem Behälter, in welchem zwei Zusammensetzungen getrennt voneinander aufbewahrt sind. Eine dieser Zusammensetzungen ist ein oxydierendes Haarfärbe mittel. Der in der nachfolgenden Beschreibung benützte Aus druck  oxydierendes Haarfärbemittel  bezieht sich ganz all gemein auf jedes chemische Produkt, welches in einem alka lischen Medium mit Wasserstoffperoxyd reagieren kann und damit eine gefärbte Substanz abgibt, welche sich zum Färben des menschlichen Haares eignet.

  Die typischen chemischen
Verbindungen, welche unter den Ausdruck  oxydierendes
Haarfärbemittel  fallen, sind aromatische Nitro- und/oder Aminoverbindungen, wie   o-    und p-Phenylendiamin, 2,4
Diaminoanisol, p- und m-Toluylendiamin, nitrosubstituiertes    o-,    m- und p-Phenylendiamin,   o-    und p-Aminophenol und Nitroderivate davon, p-Aminodiphenylamin, p-Aminodimethylanilin, p-Aminokresol und dergleichen. Der Ausdruck   oxydierendes Haarfärbemittel  umfasst ein Färbesystem, welches Gemische der bereits beschriebenen Verbindungen enthält, darunter auch Systeme, welche übliche Mittel, wie
Resorcin, Pyrogallol, Pyrocatechin, 2-Naphthol und dergleichen enthalten. 

  Das Gebiet der oxydierenden Haarfärbemittel ist in der Literatur ausführlich beschrieben worden, beispiels weise in einer Artikelreihe unter dem Titel  Technology of Modern Oxidation   Hair    Dyes , veröffentlicht in American Perfumer and Aromatics von Juli, August und September
1956, Seiten 25-28, 35-37 und 47-50.



   Wie bereits beschrieben, ist ein oxydierendes Haarfärbe mittel ein chemisches Produkt, welches in alkalischem Me dium mit Wasserstoffperoxyd unter Bildung eines gefärbten
Produktes reagieren kann, das auf menschlichem Haar zur
Abänderung dessen Farbe und/oder zur Aufrechterhaltung dessen jetziger Farbe angewendet werden kann. Dement sprechend enthält die in den erfindungsgemässen Packungen verwendete, Oxydationshaarfarben enthaltende Zusammen  setzung vorzugsweise eine alkalische Substanz, welche in dem von der Packung gelieferten fertigen Gemisch ein pH von etwa 8,5 bis etwa 10,0 erzeugen kann. Entsprechend den normalen, in der Haarfärbung verwendeten Verfahren kann diese alkalische Substanz Ammoniak oder Ammoniumhydroxyd sein; letzteres ist die Form, in welcher Ammoniak in wässrigen Systemen vorliegt.

  Vollwertige Äquivalente des Ammoniaks (oder des Ammoniumhydroxyds) gemäss der Erfindung sind durch niedere Alkyl- und niedere Alkanolgruppen substituierte Ammoniumhydroxyde, in welchen die niedere Alkyl- oder niedere   Alkanolgruppe    1 bis 2 Kohlenstoffatome enthält, beispielsweise Tetramethylammoniumhydroxyd, Tetraäthylammoniumhydroxyd und Tetraäthanolammoniumhydroxyd, und die entsprechend substituierten Sulfoniumhydroxyde, beispielsweise Trimethylsulfoniumhydroxyd.



   Die alkalische Substanz kann auch ein 2 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltendes niederes Alkanolamin sein, beispielsweise Monoisopropanolamin, Monoäthanolamin, Monobutanolamin und dergleichen:
Die andere Zusammensetzung, welche in der Packung von der Oxydationshaarfarbe-Zusammensetzung getrennt gehalten wird, enthält eine organische oder anorganische Peroxyverbindung. Bei Packungen, welche ihre Produkte bei Raumtemperatur liefern, ist die Menge Peroxyverbindung jene, welche mit dem in der Packung enthaltenen Oxydationshaarfarbe-Produkt reagieren kann. Gemäss anderen Merkmalen der Erfindung ist eine zusätzliche Menge Peroxyverbindung wie im folgenden beschrieben - enthalten, wenn die Herausgabe eines warmen Produktes gewünscht ist.



   Die eine Peroxyverbindung enthaltende Zusammensetzung kann auch übliche Stabilitätshilfsstoffe und Konservierungsmittel für die Peroxyverbindung sowie auch zusätzlich einen sauren Stoff, beispielsweise Phosphorsäure, enthalten; der saure Stoff ist dann in einer zur Erreichung eines für eine optimale Stabilität der Peroxyverbindung (z. B. Wasserstoffperoxyd) sauren pH des Systems ausreichenden Menge enthalten.



   Wenn die Herausgabe warmer Zusammensetzungen erwünscht wird, kann Hitze eintweder durch chemische Reduktion der Peroxyverbindung (z. B. Wasserstoffperoxyd) mittels eines Reduktionsmittels oder durch katalytische Zersetzung mittels eines Zersetzungskatalysators erzeugt werden. In diesem Fall ist das Reduktionsmittel oder der Katalysator in der das Oxydationshaarfarbe-Produkt enthaltenden Zusammensetzung vorhanden. Brauchbare Reduktionsmittel umfassen Schwefeldioxyd und davon abgeleitete Salze, wie Alkalimetallsulfite und -bisulfite, Thioharnstoff, 1-Phenyl-2thiobarbitursäure und ihre Derivate - wie in der USA-Patentschrift Nr. 3   341 418    beschrieben, Alkalimetallsulfide, Alkalimetallthiosulfate und dergleichen.

  Es ist wesentlich, dass jedes bei der Herstellung der erfindungsgemässen Packung verwendete Reduktionsinittel mit dem Oxydationshaarfarbe Produkt verträglich und in dessen Gegenwart beständig ist.



  Anderseits kann Hitze durch katalytische Zersetzung des Wasserstoffperoxyds erzeugt werden, welche Reaktion Hitze unter gleichzeitiger Bildung von Wasser und Sauerstoffgas freisetzt. Zur Katalyse dieser Zersetzung sind verschiedene Produkte bekannt, beispielsweise Metalle wie Silber, Blei, Eisen,   chrom,    Wismut, Kupfer, Titan, Molybdän und Silicium, Oxyde und Salze derselben, Aktivkohle, enzymatische Systeme, wie Katalase, und dergleichen. Der verwendete Katalysator muss in Gegenwart des Oxydationshaarfarbe Produktes beständig sein, er soll zudem die Zersetzung dieses Produktes nicht katalysieren. Auch die kombinierte Verwendung beider Methoden zur Hitzeerzeugung ist möglich.



   Wenn die Herausgabe einer warmen Zusammensetzung erwünscht wird, muss das Mengenverhältnis von Wasserstoffperoxyd zum Oxydationshaarfarbe-Produkt in den erfindungsgemässen Packungen so berechnet werden, dass genug Wasserstoffperoxyd zur Reaktion mit dem Oxydationshaarfarbe-Produkt unter Zustandekommen der gewünschten Oxydation vorhanden ist und dass eine zusätzliche Menge Wasserstoffperoxyd vorhanden ist, welche bei Reduktion durch das Reduktionsmittel oder Zersetzung durch den Katalysator beim Betrieb der Packung die gewünschte Hitzemenge unter beträchtlicher Temperatursteigerung freisetzt.



   Wie bereits beschrieben, werden die beiden Zusammensetzungen voneinander innerhalb eines Gefässes getrennt gehalten. Ein solches Gefäss ist aus starrem oder biegsamem Material je nach dem zur Aufbringung des erforderlichen Drucks verwendeten Mittel. Wenn der Druck durch manuelles Drücken erzeugt wird, wird ein aus Kunststoff oder Metall gebildetes faltbares Gefäss verwendet. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Selbsterzeugung des Druckes im Gefäss mittels eines verflüssigten, gasförmigen Treibmittels in der oder in den beiden getrennten Zusammensetzungen; in diesem Fall wird ein druckfestes Gefäss mit genug starken Wänden verwendet, um dem durch das Treibmittel erzeugten Druck zu widerstehen. Das Gefäss kann aus einer weiten Gruppe von auf dem Gebiet der Aerosol-Packung verwendeten Materialien bestehen, wie Glas, starre Kunststoffe und Metall.

  Das Treibmittel soll zweckmässig von einer mit den Zusammensetzungen, in welchen es verwendet wird, verträglichen Natur sein; es soll zweckmässig einen Dampfdruck von ungefähr 0,84 bis 5,98 kg/cm2 bei   21,1     C haben. Es können dazu verwendet werden aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Propan, Butan, Isobutan und dergleichen, und/oder   Cjilorfluornlkane,    welche nicht mehr als 2 Kohlenstoffatome und mindestens 1 Fluoratom enthalten, sofern sie den gewünschten Dampfdruck besitzen.

  Auch Gase, wie Stickstoff, Kohlendioxyd oder Stickoxyd, oder verflüssigte Treibmittel, wie Dimethyläther, mit einer hohen Wasserlöslichkeit können als Treibmittel ver   wendetwerden.    Es können auch   gemischteTreibmittelsysteme    verwendet werden, beispielsweise ein Gemisch von Dimethyl äther und einem Chlorfluoralkan oder Kohlenwasserstoff, oder ein Kohlenwasserstoff oder Chlorfluoralkan zusammen mit einem Gas, wie Stickstoff, Kohlendioxyd oder Stickoxyd.



  Um die Löslichkeit und Flüchtigkeit des Treibmittels zu ver ändern, können noch Hilfsstoffe, wie Pentan, vorhanden sein.



  Es wurde gefunden, dass ein aus Pentan und einem verflüssigten Treibmittel, wie die Chlorfluorkohlenwasserstoffe, bestehendes Treibmittelsystem der herausgegebenen Haarfarbe ein verzögertes Schäumen verleiht. Das Produkt geht in flüssigem Zustand heraus - was zur Durchdringung nach allen Haaren des Kopfes ideal ist - und bildet nach mehreren Sekunden einen beständigen Schaum von beständigem Volu men, welche Form zur Erhaltung und Verteilung des Produktes im Haar vorzüglich geeignet ist. Andere niedere Kohlenwasserstoffe und zur Abänderung deren Eigenschaften geeignete Hilfsstoffe sind dem Pentan bei der erfindungsgemässen Verwendung restlos äquivalent.

 

   Die beiden erwähnten Zusammensetzungen sind so in einem Behälter untergebracht, dass sie voneinander getrennt sind. Sie können durch ein Steuerorgan miteinander in Verbindung gebracht werden, derart, dass nach Betätigung dieses Steuerorgans bestimmte Mengen der Zusammensetzungen miteinander gemischt werden und die Mischung aus der Packung ausgestossen wird. Die Konzentration der entsprechenden Substanzen wird vorzugsweise in Abhängigkeit von dem am Steuerorgan vorgesehenen Mischungsverhältnis ge wählt werden, so dass die gewünschte Mischung erzielt wird.



   Die Packung kann in zahlreichen konstruktiven Varianten hergestellt werden, wobei die Wahl des Steuerorgans und die Wahl der Druckerzeugungsmittel von besonderer Bedeutung  sind. Einige dieser Konstruktionsvarianten werden nachstehend beschrieben.



   Die Packung kann in Form eines Zweikammerbehälters ausgebildet sein, wobei die beiden Kammern durch eine starre Wand voneinander getrennt sind und jede Kammer ein Ventil aufweist, das in eine gemeinsame   Abflussleitung    mündet. Eine derartige Packung ist im USA-Patent Nr.   2 941 696    beschrieben und bei dieser Ausführungsform stehen beide Verbindungen unter Druck. Es kann jedoch auch die Konstruktion nach dem   ÜSA-Patent    Nr. 3 295 727 gewählt werden, bei welcher nur eine der Zusammensetzungen unter Druck steht und im Hauptteil des Behälters untergebracht ist, während sich die zweite Zusammensetzung in der dort dargestellten, das Tauchrohr umgebenden Kammer befindet. Hierbei lastet der Dampfdruck der ersten Zusammensetzung auf der zweiten Zusammensetzung und beide können nach Betätigung des Ventils ausfliessen.

  Das USA-Patent Nr. 3 272 389 zeigt eine weitere, zweckmässige Ausführungsform. Bei dieser Konstruktion wirkt der Behälter als Venturirohr für die unter Druck stehende Zusammensetzung, woraus sich die Antriebskraft zur Verteilung der zweiten Zusammensetzung ergibt
Gemäss einer besonders zweckmässigen Ausführungsform ist die Packung in zwei Kammern unterteilt, während die beiden Zusammensetzungen in einem druckdichten Behälter untergebracht sind. Die Kammern sind durch eine bewegbare Wand voneinander getrennt, die sich durch Betätigung eines am Behälter angeordneten Ventils aufgrund des zwischen den beiden Kammern bestehenden Differenzdruckes verschieben lässt. Dabei steht die innerhalb des Behälters, aber ausserhalb der beweglichen Wand befindliche Zusammensetzung unter Druck.

  Bei dieser Anordnung kann die genannte Wand in Form eines Kolbens ausgebildet sein wie dies im USA Patent Nr. 3 217 936 dargestellt ist, oder in der Form eines zusammendrückbaren Beutels nach USA-Patent Nr. 2 973 883.



   Dies sind einige Beispiele der vielfachen Möglichkeiten, die beiden Zusammensetzungen innerhalb der Packung unterzubringen und deren Mischung und Abgabe nach aussen nach Betätigung eines Steuerorgans zu bewerkstelligen.



   Wie bereits erwähnt wurde, weist eine bevorzugte Ausführungsform der Packung zwei durch eine bewegbare Wand getrennte Kammern auf, wobei die Wand beispielsweise in Form eines Kolbens oder eines zusammendrückbaren Beutels ausgebildet sein kann. Während bei dieser Ausführungsform jede Zusammensetzung in einer beliebigen Kammer untergebracht sein kann, wurde herausgefunden, dass sich beim Aufbringen eines Haarfärbemittels ebenfalls ausgezeichnete Ergebnisse erzielen lassen, wenn das oxydierende Haarfärbemittel innerhalb der Behälterkammer angeordnet ist, die vom Hauptteil des Behälters durch die bewegliche Wand getrennt ist.

  Der Durchschnittsfachmann wird nämlich feststellen, dass eine innerhalb eines zusammendrückbaren Beutels oder innerhalb einer durch einen Kolben abgetrennten Kammer untergebrachte flüssige Zusammensetzung während der Lebensdauer der Packung keine Bildung von Dampfräumen zulässt, wenn der Beutel bzw. Kolben nach seiner Aussenseite unter Druck steht. Es wurde festgestellt, dass sich oxydierende Haarfärbemittel durch Schütteln sehr leicht zum Schäumen bringen lassen. Da nun die Verbraucher daran gewöhnt sind, Aerosolbehälter vor deren Verwendung zu schütteln, wird eine zur Schaumbildung neigende Zusammensetzung innerhalb einer mit einem Dampfraum versehenen Kammer auch Schaum erzeugen.

  Hieraus ergibt sich innerhalb der Flüssigkeit eine stabile Gasphase, während auf der Flüssigkeit ständig eine gewisse Schaummasse schwimmen wird, was beides zur Verringerung der Dichte der flüssigen Phase beiträgt. Mit zunehmender Grösse des Dampfraumes wächst auch der Einschluss der nachteiligen Wirkungen. Wenn zwei Flüssigkeiten durch ein Ventil in bestimmten Mengen angegeben werden sollen, so ist die genaue Bemessung und Einhaltung eines bestimmten Mischungsverhältnisses der beiden Flüssigkeiten im Hinblick auf die Erzielung einer brauchbaren Mischung erforderlich.

  Bei den oben erwähnten Vorrichtungen wird das Mischungsverhältnis dadurch gewährleistet, dass jeder Flüssigkeitsstrom durch einen Kanal gleichen Querschnittes fliesst Unterschiede in den Durchflussmengen ergeben sich trotz gleicher Durchflussquerschnitte dann, wenn eine der Flüssigkeiten geschäumt ist und sich die andere in einer reinen flüssigen Phase befindet. Dieses Problem ist besonders ernst, wenn die Schaumbildung der einen Flüssigkeit mit fortschreitender Flüssigkeitsabgabe wächst, so dass das Mischungsverhältnis beträchtliche Schwankungen aufweist und die Flüssigkeitsmischung den für das Zustandekommen der chemischen Reaktion erforderlichen Bedingungen nicht entspricht.

  Es wurde festgestellt, dass die zur Schaumbildung neigende Zusammensetzung mit dem oxydierenden Haarfärbemittel keinerlei Schaum bildet und sich während der gesamten Lebensdauer der Packung gleichmässig dosieren lässt, wenn sie in einer Kammer ohne freien Dampfraum untergebracht ist. Daher kommt der mit einer bewegbaren Wand versehenen Zweikammeranordnung, bei welcher die das oxydierende Haarfärbemittel enthaltende Zusammensetzung in der inneren Kammer untergebracht ist, erhöhte Bedeutung zu.



   Der Zweikammerbehälter, welcher zwei durch eine bewegbare Wand voneinander getrennte Kammern aufweist, stellt somit eine für Haarfärbemittel besonders zweckmässige Packung dar. Neben oxydierenden Haarfärbemitteln kann die erste Zusammensetzung auch andere Produkte enthalten, die beispielsweise beim Zusammenströmen aufgrund einer Oxy dation bzw. Reduktion Wärme abgeben, beispielsweise Rasierschaum, Reinigungsschaum und sonstige Substanzen, die beim Schütteln zur Schaumbildung neigen. Die erfindungs    gernässe    Packung eignet sich zur gleichzeitigen Abgabe zweier Flüssigkeiten, worunter sich eine schäumende Flüssigkeit befindet, und weist einen Zweikammerbehälter auf, wobei die innere Kammer von der äusseren durch eine bewegbare Wanc getrennt ist.

  Die schäumende Flüssigkeit befindet sich in der inneren Kammer und die zweite, unter Druck stehende Flüs sigkeit, ist in der äusseren Kammer untergebracht. Der auf die bewegbare Wand wirkende Druck pflanzt sich innerhalb der Flüssigkeit der inneren Kammer fort und verhindert damit die Bildung eines freien Dampfraumes. Durch Schütteln einer solchen Packung kann während der ganzen Lebensdauer der Packung kein Schaum erzeugt werden und die Dichten der Flüssigkeiten bleiben konstant, wodurch auch ein gleichbleibendes Mischungsverhältnis gewährleistet ist.



   Derartige Packungen können mit bekannten Mitteln abgefüllt werden. Falls der erforderliche Druck durch eine Flüssigkeit erzielt wird, welche sich in einer oder beiden Zusammensetzungen befindet, so kann entweder Druckabfüllung oder auch   Kaltabfüllung    gewählt werden.

 

   Die Erfindung wurde insbesondere mit Referenz zu Wasserstoffperoxyd als den die Haarfarbe oxydierenden Mittel und - im Falle der Herausgabe einer warmen Zusammensetzung - der katalytischen Zersetzung oder der Reduktion unter Hitzefreisetzung unterworfenen Mittel beschrieben. Es ist klar, dass auch andere Substanzen mit gleichen Eigenschaften auch verwendet werden können, z. B. Harnstoff Wasserstoffperoxyd und andere organische und anorganische Peroxyde, sowie auch Perborate und Persulfate, welche alle in der Herstellung der erfindungsgemässen Packungen dem Wasserstoffperoxyd restlos äquivalent sind.



   Die beiden Zusammensetzungen können noch zusätzliche, in kosmetischen Produkten verwendete Produkte enthalten, beispielsweise Feuchthaltemittel, Duftstoffe, Netzmittel und Emulgatoren, damit das von der Packung herausgegebene   Produkt den für einen optimalen Reiz auf den Verbraucher gewünschten Grad kosmetischer Eleganz aufweist. Die eingesetzten Oxydationshaarfarbe-Produkte ermöglichen die Verwendung zusätzlicher Netzmittel der üblicherweise in Kopfwaschmitteln verwendeten Klasse die Schaffung von   Haarfarbe    vom  shampoo-in -Typus. Wenn unlösliche Treibmittel verwendet werden und eine leicht wiederherstellbare Emulsion erwünscht ist, können die Wasserstoffperoxyd Zusammensetzungen Emulgatoren enthalten.

  Anderseits kann die Wasserstoffperoxyd-Zusammensetzung lediglich aus einer wässrigen sauren Lösung von Wasserstoffperoxyd mit einem Antioxydationsmittel bestehen, wenn die Druckerzeugung mittels eines inerten Gases erfolgt oder bei Verwendung löslicher Treibmittel oder eines Systems von zwei flüssigen Phasen.



   Die beste Ausführungsform der Erfindung wird folgendermassen erläutert.



   Beispiel 1
Die folgenden Zusammensetzungen werden zur Herstellung einer der in der USA-Patentschrift Nr. 2 973 883 beschriebenen Form entsprechenden Packung verwendet:
A. Wasserstoffperoxyd-Zusammensetzung Gewichtsteile
Acetophenetidin 0,04
Polyoxyäthylen-(2)-stearyläther 2,02    Polyoxyäthylen-(20)-stearyläther    1,73
Cetylalkohol 1,00
Wasserstoffperoxyd   (35 %)    17,00
Phosphorsäure 0,20*
Entmineralisiertes Wasser q.s.



   100,00  *Zur Einstellung des pH auf etwa 3,75 nötige Menge
B. Oxydationshaarfarbe-Zusammensetzung  (leicht kastanienbraune Tönung) o-Aminophenol 0,50
Pyrogallol 0,25
Resorcin 0,20    z-Nitro-p-phenylendiamin    0,70  Ölsäure 25,00
Propylenglykol 14,00
Butylhydroxyanisol 0,10
Isopropanol 10,00    Polyoxyäthylen- (4)4auryläther    5,00    Polyoxyäthylen-(23)-lauryläther    5,00  Äthoxylierter (25)-Lanolinalkoholäther 1,00
Lecithin 1,25    Dinatrium-äthylendiamin-tetraacetat    0,10
Ammoniumhydroxyd (28 %) 15,00
Parfüm Spur
Entmineralisiertes Wasser q.s.



   100,00
Man füllt 96 Gew.-Teile der Zusammensetzung A in ein druckfestes Gefäss ein. Man füllt 100 Gew.-Teile der Zusam mensetzung B in ein faltbares Gefäss, dessen Durchmesser kleiner als die Öffnung des druckfesten Gefässes ist. Man fügt das faltbare Gefäss in das andere ein und befestigt das Ventil system, so dass es einzeln mit jeder der beiden Zusammen setzungen in Verbindung steht; das Ventilsystem ist so gebaut, dass eine Betätigung den Austritt der Zusammensetzungen A und B im Mengenverhältnis 1:1 bewirkt. Man erzeugt den
Druck im Gefäss mittels 4 Gew.-Teilen eines Gemisches von    84 %    Isobutanund   16 %    Propan.

  Die Betätigung des Ventils hat die Mischung von Anteilen der beiden Zusammensetzungen und die Bildung einer Haarfarbe zur Folge, welche in einer zur Haarfärbung vorzüglich geeigneten Form bei Raumtemperatur herausgegeben wird.



   Die folgenden Beispiele erläutern die Herstellung von anderen Ausführungsformen der der Erfindung entsprechenden Packungen.



   Beispiel 2
Die folgenden Zusammensetzungen werden zur Herstellung einer der in der USA-Patentschrift Nr. 2 973 883 beschriebenen Form entsprechenden Packung verwendet: A. Wasserstoffperoxyd-Zusammensetzung
Die Zusammensetzung ist dieselbe wie in Beispiel 1 beschrieben, ausser, dass 30,00 Teile Wasserstoffperoxyd (35%) verwendet werden.



  B. Oxydationshaarfarbe-Zusammensetzung (leicht kastanienbraune Tönung)
Die Zusammensetzung ist dieselbe wie in Beispiel 1 beschrieben, ausser, dass die Menge Ammoniumhydroxyd auf 19,14 Teile erhöht und die folgenden zusätzlichen Produkte zugesetzt werden:
Natriumthiosulfat 4,06 Gew.-Teile
Natriummolybdat-dihydrat 0,05 Gew.-Teile
Die Zusammensetzungen werden in dieselbe Packung eingefüllt und in der Packung der Druck auf derselben Weise wie in Beispiel 1 beschrieben erzeugt. Die Betätigung des Ventilsystems hat die Mischung von Anteilen der beiden Zusammensetzungen und die Bildung einer Haarfarbe zur Folge, welche in heissem Zustand in einer zur Haarfärbung vorzüglich geeigneten Form herausgegeben wird.



   Beispiel 3
Die folgenden Zusammensetzungen werden zur Herstel lung einer der in der USA-Patentschrift Nr. 2 973 883 be schriebenen Form entsprechenden Packung verwendet:
A. Wasserstoffperoxyd-Zusammensetzung
Die Zusammensetzung ist dieselbe wie in Beispiel 1.



  B. Oxydationshaarfarb e-Zusammensetzung  (leicht kastanienbraune Tönung)
Die Zusammensetzung ist dieselbe wie in Beispiel 1 beschrieben, ausser, dass das Ammoniumhydroxyd durch 19,14 Gew.-Teile Monoisopropanolamin ersetzt wird.



   Die Zusammensetzungen werden in dieselbe Packung eingefüllt und in der Packung der Druck auf derselben Weise erzeugt wie in Beispiel 1 beschrieben. Die Betätigung des Ventilsystems hat die Mischung von Anteilen der beiden Zu sammensetzungen und die Bildung einer Haarfarbe zur Folge, welche bei Raumtemperatur in einer zur Haarfärbung vorzüglich geeigneten Form herausgegeben wird.



   Beispiel 4
Die folgenden Zusammensetzungen werden zur Herstellung einer der in der USA-Patentschrift Nr. 2 973 883 beschriebenen Form entsprechenden Packung verwendet: A. Wasserstoffperoxyd-Zusammensetzung
Die Zusammensetzung ist dieselbe wie in Beispiel 2.



  B.   Oxydationshaarfarbe-Zusammensetzung     (leicht kastanienbraune Tönung)
Die Zusammensetzung ist-dieselbe wie in Beispiel 2 beschrieben, ausser, dass das Ammoniumhydroxyd durch 22,00
Gew.-Teile Monoisopropanolamin ersetzt wird.



   Die Zusammensetzungen werden in dieselbe Packung eingefüllt und in der Packung der Druck auf derselben Weise erzeugt wie in Beispiel 1 beschrieben. Die Betätigung des Ventilsystems hat die Mischung von Anteilen der beiden Zusammensetzungen und die Bildung einer Haarfarbe zur Folge, welche im warmen Zustand in einer zur Haarfärbung vorzüglich geeigneten Form herausgegeben wird.  



   Beispiel 5
Die folgenden Zusammensetzungen werden zur Herstellung einer der in der USA-Patentschrift Nr. 2 973 883 beschriebenen Form entsprechenden Packung verwendet, um eine Haarfarbe vom  shampoo-in -Typus in warmem Zustand herauszugeben.



   A. Wasserstoffperoxyd-Zusammensetzung Gewichtsteile    Polyoxyäthylen-(2)-stearylcetyläther    2,20
Cetylalkohol 3,00
Acetophenetidin 0,04    Tetranatrium-äthylendiamin-tetraacetat    0,10
Polyoxyäthylen-(20)-stearylalkohol-äther 1,50
Natrium-lauryläther-sulfat   (27%)    10,00    H2O2 (30%) 33,00   
10% Lösung von H3PO4 (85%) 0,57   ml   
Entmineralisiertes Wasser q.s.    ¯¯¯¯¯¯   
100,00
B. Oxydationshaarfarbe-Zusammensetzung
1. Ammoniumlaurat-Stammlösung
Laurinsäure 35,00
Isopropanol (99%) 14,70
Natrium-hydrosulfit 0,25    Tetranatrium-äthylendiamin-tetraacetat    0,25
Konz. wässriges Ammoniak   (28%)    12,80
Entmineralisiertes Wasser q.s.    ¯¯¯¯¯¯   
100,00
2.

  Kopfwaschmittel-Grundlage
Ammoniumlaurat-Stammlösung  (siehe 1, oben) 18,00
Substituiertes Oxazolin 3,00    Dicoco-dimethylammoniumchlorid    0,50
N-Lauryl-myristyl-ss-aminopropionsäure 0,50    Laurinsäureamid    5,00
Triäthanolamin-sulfonat 8,00
Triäthanolaminsalz der Fettsäuren von Kokosnussöl 9,00
Natrium-laurylsulfat   (30%)    9,00    Ölsäurederivat    von    Laurocydimidinium-1 -äthoxyäthion-    säure-2-äthionsäure, Dinatriumsalz 5,00
Acetyliertes Polyoxyäthylenderivat von Lanolin 1,00
Propylenglykol 2,00
Natrium-thiosulfat 4,00
Natrium-molybdat 0,02
Glycerin (99%) 4,00
Kaliumchlorid 0,40
Entmineralisiertes Wasser q.s.    ¯¯¯¯¯¯   
100,00
Der pH-Wert wird auf 10,3 mittels   28 %    wässriges Ammoniak eingestellt.



   3. Endzusammensetzung    Kopf-Heisswaschmittel-Grundlage     (siehe 2, oben) 100,00 p-Phenylendiamin 0,072    pNitro-o-phenylendiamin    0,032 o-Aminophenol (Eisen-reduziert) 0,032
Pyrogallol 0,24
Resorcin 0,20 o-Nitro-p-phenylendiamin 0,48 o-Nitro-p-aminophenol 0,16 p-Aminophenol 0,32
Man füllt 92 Gew.-Teile der Zusammensetzung A in ein druckfestes Gefäss ein. Man füllt 100 Gew.-Teile der Zusammensetzung B in ein faltbares Gefäss ein, dessen Durchmesser kleiner als die Öffnung des druckfesten Gefässes ist. Man fügt das faltbare Gefäss in das andere ein und befestigt das Ventilsystem, so dass es einzeln mit jeder der beiden Zusammensetzungen in Verbindung steht; das Ventilsystem ist so gebaut, dass seine Betätigung den Austritt der Zusammensetzungen A und B im Mengenverhältnis   1:1    erzeugt.

  Man erzeugt den Druck im Gefäss mittels 8 Gew.-Teilen eines Gemisches von 50% Dichlordifluormethan und 50% 1,2 Dichlor-1,1,2,2-tetrafluoräthan. Die Betätigung des Ventilsystems hat die Mischung von Anteilen der beiden Zusammensetzungen und die Bildung einer Haarfarbe zur Folge, welche in warmem Zustand in einer zur Haarfärbung vorzüglich geeigneten Form herausgegeben wird.



   Das folgende Beispiel erläutert die Verbindung eines Treibmittelsystems, welches infolge eines Pentanzusatzes der Haarfarbe-Zusammensetzung nach deren Anwendung auf das Haar ein verzögertes Schäumen verleiht.



   Beispiel 6
Die folgenden Zusammensetzungen werden zur Herstellung einer der in der USA-Patentschrift Nr. 2 973 883 beschriebenen Form entsprechenden Packung zur Herausgabe einer Haarfarbe verwendet:
A. Wasserstoffperoxyd-Zusammensetzung Gewichtsteile
Acetophenetidin 0,04    Polyoxyäthylen-(2)-stearyläther    2,02
Polyoxyäthylen-(20)-stearyläther 1,73
Cetylalkohol 1,00
Wasserstoffperoxyd (35%) 30,00
H3PO4 (10%) 0,20
Entmineralisiertes Wasser q.s.    ¯¯¯¯¯   
100,00
B.

  Oxydationshaarfarbe-Zusammensetzung  Ölsäure 25,00
Polyoxyäthylen-(4)-lauryläther 5,00
Polyoxyäthylen-(23)-lauryläther 5,00  Äthoxylierter (25)-Lanolinalkohol 1,00
Lecithin 1,25
Isopropanol (99%) 10,00
Dinatrium-äthylendiamin-tetraacetat 0,10
Wasserfreies Natriumsulfit 0,40
Natrium-thiosulfat   5H2O    4,06    Natrium-molybdat.      2H2O    0,029
Pyrogallol 0,25
Resorcin 0,20 o-Aminophenol 0,05 p-Aminophenol 0,40 p-Phenylendiamin 0,10
2,4-Diaminoanisol 0,60 p-Nitro-o-phenylendiamin 0,30 o-Nitro-p-phenylendiamin 0,70 o-Nitro-p-aminophenol 0,30
Propylenglykol 4,00
NH40H   (28%)    17,14
Parfüm 0,25
Kaliumchlorid 0,40
Entmineralisiertes Wasser
100,00
Man füllt 100 Gew.-Teile der Zusammensetzung A in ein druckfestes Gefäss ein. 

  Man füllt 100 Gew.-Teile der Zusammensetzung B in ein faltbares Gefäss ein, dessen Durchmesser kleiner als die Öffnung des druckfesten Gefässes ist. Man fügt das faltbare Gefäss in das andere ein und befestigt das Ventilsystem, so dass es einzeln mit jeder der beiden Zusammensetzungen in Verbindung steht; das Ventilsystem ist so gebaut, dass seine Betätigung den Austritt der Zusammensetzungen A und B im Mengenverhältnis 1:1 erzeugt. Man erzeugt den Druck im Gefäss mittels 16 Gew.-Teilen eines Gemisches von 50% Pentan und 50% 1,2-Dichlor-1,1,2,2tetrafluoräthan. Die Betätigung des Ventilsystems hat die   Mischung von Anteilen der beiden Verbindungen und die Bildung einer Haarfarbe zur Folge, welche in einer zur Haarfärbung vorzüglich geeigneten Form herausgegeben wird. 

  Bei der Herausgabe ist die Mischung in Form einer dicken, dichten Flüssigkeit, welche sich nach einer Zeitspanne von 4 Sekunden zu einem Schaum ausbreitet. Der anfänglich flüssige Zustand ermöglicht das Durchdringen der Zusammensetzung nach allen Haaren des Kopfes und der nachfolgende Schaum hat eine gute Volumenbeständigkeit, was die Zusammensetzung zu einer einheitlichen Färbung befähigt.



   Die vorstehenden Beispiele erläutern Produkte, welche der ersten und der zweiten Produktevariante der Erfindung entsprechen. In allen diesen Beispielen bleibt während der ganzen Lebensdauer der Packung das Mengenverhältnis der beiden Zusammensetzungen konstant, auch wenn die Pakkung vor der Verwendung geschüttelt wird. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Packung für ein Haarfärbemittel, das zwei Zusammensetzungen aufweist, wobei die erste Zusammensetzung eine Oxydationshaarfarbe und die zweite Zusammensetzung eine organische oder anorganische Peroxyverbindung enthält, gekennzeichnet durch einen Behälter, in dem die beiden Zusammensetzungen getrennt gehalten werden können, und in dem ein Steuerorgan vorgesehen ist, derart, dass durch Aufbringen eines Druckes auf die beiden Zusammensetzungen und Betätigung des Steuerorgans die Zusammensetzungen gemischt werden können und die Mischung aus der Packung in Form des fertigen Haarfärbemittels austreten kann.
    II. Verfahren zum Betrieb einer Packung nach Patentanspruch I, zwecks Abgabe des Haarfärbemittels in Aerosolform, wobei das Haarfärbemittel eine schäumbare Flüssigkeit und eine Druckflüssigkeit umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die schäumbare Flüssigkeit innerhalb eines druckdichten Behälters in einer Kammer untergebracht wird, welche vom Hauptteil des Behälters durch eine mittels einer Druckdifferenz bewegbaren Wand getrennt ist, dass die Druckflüssigkeit im Behälter ausserhalb der genannten Kammer angeordnet wird, wobei der durch diese ausgeübte Druck durch die bewegbare Wand hindurch in der Kammer einen Flüssigkeitsdruck unter Vermeidung freier Dampfräume bewirkt, dass die beiden Flüssigkeiten durch das Betätigen des Steuerorgans im Behälter zusammengeführt werden, wobei das Mischungsverhältnis der Flüssigkeiten konstant bleibt, bis die Flüssigkeiten aufgebraucht sind.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Packung nach Patentanspruch I zur Abgabe des Haarfärbemittels in Aerosolform, gekennzeichnet durch einen druckdichten Behälter.
    2. Packung nach Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch einen druckdichten Behälter mit einer Innenkammer, welche vom Hauptteil des Behälters durch eine mittels Druckdifferenz betätigbare Wand getrennt ist 3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte erste Zusammensetzung Ammoniak oder ein niederes Alkanolamin mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen in solcher Menge enthält, dass der pH-Wert der aus der Packung austretenden Mischung zwischen 8,5 und 10,0 liegt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckflüssigkeit ein verflüssigtes Gas mit einem Dampfdruck bei 21" C zwischen 0,8 und 6 atü ist.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckflüssigkeit ausser dem verflüssigten Gas auch Pentan enthält.
    6. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass beiden Flüssigkeiten ein verflüssigter Zusatzstoff beigegeben ist, dessen Dampfdruck bei 21 C zwischen 0,8 und 6 atü liegt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch II zur Abgabe eines Haarfärbemittels im warmen Zustand, dadurch gekennzeichnet, dass die schäumbare Flüssigkeit eine Oxydationshaarfarbe und einen Wasserstoffperoxyd-Zersetzungskatalysator oder ein Reduktionsmittel enthält und die Druckflüssigkeit einen zusätzlichen Anteil an einem organischen Peroxyd, einem anorganischen Peroxyd, einem Perborat oder einem Persulfat aufweist.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die schäumbare Flüssigkeit Ammoniak oder ein niederes Alkanolamin mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen in solcher Menge enthält, dass der pH-Wert der aus der Packung austretenden Mischung zwischen 8,5 und 10,0 liegt.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsmittel ein Alkalimetallthiosulfat ist.
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