CH544128A - Polyurethanbeschichtungsmassen - Google Patents

Polyurethanbeschichtungsmassen

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CH544128A
CH544128A CH1154570A CH1154570A CH544128A CH 544128 A CH544128 A CH 544128A CH 1154570 A CH1154570 A CH 1154570A CH 1154570 A CH1154570 A CH 1154570A CH 544128 A CH544128 A CH 544128A
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polyol
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CH1154570A
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Henry Diamond James
Edward Noponen George
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Minnesota Mining & Mfg
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Description


  
 



   Die Erfindung ,betrifft neue Beschichtungsmassen auf der Basis einer   IPolyisocyanatkormponente,    einer Polyolkomponente und eines Härtungskatalysators, die sich zur   Herstellung    von Oberflächenbelägen, insbesondere von Bodenbelägen, eignen.



   Polyurethane auf Basis von Polyäthern, die aus lösungsmittelfreien Reaktionsmischungen unter Verwendung eines Katalysators hergestellt werden, sind bekannt.



  Polyurethane auf Basis von Polyäthern sind in vielen Fällen   Polyurethanen    auf Basis von Polyestern überlegen, besitzen jedoch nicht die grosse Härte, die bei vielen Bodenbelägen erwünscht ist. Versuche, die Härte von Polyurethanen auf Polyätherbasis durch Einbau von   Polyaikylenätherpolyolen    mit relativ niedrigem Molekulargewicht und einem   llydroxyläquivalentgewicht    von
130 bis 400 zu erhöhen, führen zu unerwünschter Blasenbildung und sogar zum Schäumen, wenn das Reaktionsgemisch bei relativ hoher Luftfeuchte bei Raumtemperatur (z.;B. bei 40 bis   90kr,    relativer Luftfeuchte u.



  25 bis   350C)    gehärtet wird. Dies rührt von den hygro   sk opi schen    Eigenschaften der   niedermolekularen    Polyalkylenätherpolyole her, die aus der Luft oder vom Untergrund in ,beträchtlichem Ausmass Feuchtigkeit aufnehmen. Die Isocyanatkomponente reagiert dann mit der Feuchtigkeit unter Bildung von Harnstoffbindungen anstelle von Urethanbindungen, und das hierbei entstehende Kohlendioxid führt zur Blasenbildung an der   Ober-    fläche des gehärteten   Bodenbelags.    Dies kann selbst bei   grösster Sorgfaft    in der Wahl feuchtigkeitsempfindlicher Katalysatoren und wasserfreier Reaktionskomponenten nicht vermieden werden.



   Aufgabe der Erfindung war deshalb, die vorgenannten   Nachteile    zu überwinden und   Polyurethanbeschich-    tungsmassen zu entwickeln, die sich auch bei relativ ho   her Luftfeuchtigkeit    bei Raumtemperatur zu blasenfreien Oberflächenbelägen, insbesondere   Fussbodenbelägen,    mit insbesondere guter Härte, aushärten lassen. Diese   Auf    gabe wird durch die   IErfindung    gelöst.



   Somit betrifft die Erfindung im wesentlichen wasserfreie, weniger als 5 Gewichtsprozent flüchtige organische Lösungsmittel enthaltende flüssige Beschichtungsmassen auf der 'Basis einer Polyisocyanatkomponente, einer Po   lyolkomponente    und eines Härtungskatalysators, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die   tPolyolkomponente    ein Hydroxyläquivalentgewicht von 130 bis 400 besitzt, mindestens 10 Gewichtsprozent eines Polyalkylenäther   po]yols    und mindestens 5   Gewichtsprozent    eines Polyhydroxypolyesters einer IFettsäure enthält und bei 250C bei der Zugabe von weniger als 15 Gewichtsprozent Wasser, bezogen auf die Polyolkomponente, eine deutliche   Trübungsaunahme    erfährt.



   Die   erfind ungsgemässen    Beschichtungsmassen lassen sich innerhalb von 48 Stunden bei Temperaturen von 0 bis   70"C    auch bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von   iiber      40 O    blasenfrei zu harten, zähen, steifen, rückfedernden, nichtzelligen oder nichtporösen Oberflächenbelägen mit einer   Shore-D Härte    bei Raumtemperatur von etwa 30 bis 90, hoher Schneid- und   Kratzbeständigkeit,    sowie anderen, für   Fussbodenbeläge    vorteilhaften Eigenschaften aushärten.

  Die mit den 'Beschichtungsmassen der Erfindung hergestellten Oberflächen-   bzw.    Fussbodenbeläge sind hart und relativ steif, jedoch elastisch genug, um eine Expansion, Kontraktion oder ein Verschieben des Untergrundes rissfrei aufnehmen zu können. Die Oberflächenbeläge besitzen einen guten Glanz, sind abriebfest und schmutzabweisend. Sie sind chemikalienund   korrosionsbestänig    und unempfindlich gegenüber Temperaturänderungen. ;Die   erfindu ngsgemässen    IBeschichtungsmassen gehen beim Aushärten mit einer Vielzahl von Untergründen, wie Holz, Beton oder alten   Fuss-    bodenplatten, eine feste Verbindung ein.

  Durch die feste Haftung in Verbindung mit der Elastizität treten in weit geringerem   Masse iRisse    oder   Abhebungen    vom Untergrund auf, als z.B. bei den spröderen Epoxybelägen.



  Durch die Abriebfestigkeit in Verbindung mit der Wasserbeständigkeit sind die mit den erfindungsgemässen ,Beschichtungsmassen hergestellten Oberflächenbeläge für die Verwendung innen und aussen sogar in der nördlichen   Klimazone    geeignet. Die Anwendung erstreckt sich nicht nur auf den Wohnungsbau und auf Wirtschaftsgebäude sondern   z.B.    auch auf Sonnenterrassen, Innenhöfe oder Sockel. Die Beschichtungsmassen sind feuchtigkeitsunempfindlich. Zur leichten Verarbeitung mittels Spachtel oder Sprühen werden die   Beschichtungs-    massen auf Viskositäten von 100 bis 5000 cPs eingestellt. Die Oberflächenbeläge lassen sich aus den Beschichtungsmassen mit einmaligem Auftrag in der gewünschten Stärke, im allgemeinen etwa 0,5 bis 6 mm, herstellen.



     Die    erfindungsgemässen Beschichtungsmassen lassen sich auch als   Giessharze    zur Herstellung von harten, elastischen   IFormteilen,    wie Röhren, Lenkrädern oder Kraftfahrzeuggläsern, verwenden.



   Die Polyolkomponente in den erfindungsgemässen Beschichtungsmassen besitzt ein   Hydroxyläquivalentge-    wicht von   130    bis 400 (das bedeutet eine OH-Gruppe pro 130 bis 400 Atomgewichtseinheiten des Polyols). Die Polyolkomponente besitzt vorzugsweise ein mittleres Mo   lekulargewicht    von etwa 250 bis 3000. Die Polyolkomponente enthält mindestens 10 Gewichtsprozent eines   Polyalkylenätherpolyols.    Beispiele für Polyalkylenätherpolyole sind Addukte aus Propylenoxid bzw.

  Butylenoxid und niedermolekularen Polyolen, wie Pentaerythrit, Glycerin, Sorbit, Rohrzucker,   iMethylglycosid,      iPropylen-    glykol, Tri-, Tetra-, Penta- oder Hexamethylenglykol,   1,3^Butylenglykol, 2-Äthylhexandiol-1,3, 2,2,4-Trimethyl-      pentandiol-1,3,    Trimethylolpropan,   1,2,6-Hexantriol    oder   Phenyldiisopropanolamin.   



   Bevorzugt werden die Addukte aus   Trmmethylolpro-    pan und Propylenoxid bzw. Butylenoxid.



   Beispiele für   IPolyhydroxypolyester    von Fettsäuren sind   z.'B.    Rizinusöl, wie Rizinusöl für   Polyurethanzwecke,    oder   Rizinusöldervate,    wie Polyhydroxyrizinusöl, das durchschnittlich mehr als 4 Hydroxylgruppen pro Molekül besitzt,   z.B.       folycin      S?F .   



   Durch den iPolyhydroxypolyester, z.B. durch das bevorzugt verwendete 'Rizinusöl bzw. Polyhydroxyrizinus öl, der mindestens in einer Menge von 5 Gewichtsprozent in der   Ipolyolkomponente    enthalten ist, wird die feuchtigkeitsanziehende Eigenschaft   Iydrophilität)    des Poly   alkylenatherpolyols    wesentlich erniedrigt. Hieraus resultiert eine geringere Feuchtigkeitsempfindlichkeit der Po   lyurethan-Beschichtungsmasse.      Darüber    hinaus kann die Polyolkomponente auch einen Anteil an den vorgenannten niedermolekularen Polyolen enthalten. 

  Diese Ge   mische    müssen mindestens 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise mindestens 25   Çichtsprozent,    des   Polyalkylen-    ätherpolyols enthalten, um die guten Eigenschaften der ausgehärteten Beschichtungsmassen, insbesondere die physikalischen Eigenschaften bei niedrigen Temperaturen, zu gewährleisten.



     Überraschenderweise    hat sich gezeigt, dass bereits 5 Gewichtsprozent des Polyhydroxypolyesters der Fettsäure ausreichen, um die Hydrophilität der Polyalkylenäther  polyole so weit zu erniedrigen, dass sie als Hauptbestandteil der Polyolkomponente verwendet werden können.



  Die Polyolkomponente ist vorzugsweise eine niedrigviskose Flüssigkeit. Es können auch   Lösungen    aus festen Polyolen in flüssigen Polyolen verwendet werden, wenn die Viskosität der Beschichtungsmasse nach Zugabe der Polyisocyanatkomponente ausreichend niedrig ist.



   Die relativ geringe Hydrophilität der den Polyhydroxypolyester einer   IFettsäure    enthaltenden 'Polyolkomponente gibt sich in einem niedrigen Trübungspunkt zu erkennen. Bei der 'Bestimmung des Trübungspunktes wird der Polyolkomponente allmählich so viel Wasser zugesetzt, bis sich dieses in der Polyolkomponente nicht mehr löst, was sich in einem bestimmten Anstieg der Trübung des Gemisches zu erkennen gibt Diese Zunahme der Trübung lässt sich im Fall von im allgemeinen klaren (durchsichtigen, gewöhnlich farblosen oder bernsteinfarbenen)   Polyol,komponenten,    die dann trüb oder durchscheinend werden, leicht bestimmen.

  Bei Polyolkomponenten, die von Anfang an nicht optisch klar sind, bedient man sich geeigneter Messgeräte, die dem Fachmann bekannt sind und die einen Wechsel   ,in    der Lichtdurchlässigkeit und in der Lichtstreuung der 'Flüssigkeit beim 1Auftreten einer getrennten wässrigen IPhase in Form von unlöslichen Tröpfchen in der   Flüssigkeit    erkennen lassen. Der   TriMbungspunkt    liefert also ein gutes Mass für die Wassermenge, die von der Polyolkomponente aufgenommen wird, wenn man sie der Luftfeuchtigkeit aussetzt oder auf einen Untergrund mit einem Restfeuchtegehalt aufbringt.

  Für die Funktionstüchtigkeit der erfindungsgemässen Beschichtungsmassen hat sich als wesentliches 'Merkmal herausgestellt, dass das Gemisch aus   lPolyolkomponente    und allen anderen Bestandteilen der ;Beschichtungsmassen, mit Ausnahme der   Polyiso-    cyanatkomponente und Voraddukten mit endständigen   rIsocyanatgruppen,    der Trübungspunkt bei 250C bei einer Zugabe von weniger als 3 Gewichtsteilen Wasser auf 20 Gewichtsteile der Polyolkomponente erreicht sein muss.



     Polyolkomponenten,    die   diese    Bedingung erfüllen, besitzen eine ausreichend geringe Hydrophilität, um eine blasenfreie Aushärtung der erfindungsgemässen Beschichtungsmassen zu ermöglichen. Durch die Bestimmung des Trübungspunktes lässt sich das geeignete Mischungsverhältnis von niedermolekularem Polyalkylen ätherpolyol zu Rizinusöl bzw.   Polyhydroxyrizinusöl    ermitteln, das notwendig ist, um eine blasenfreie Aushärtung zu erzielen.   IAuch Polyole,    die   die RPedingun-    gen des Trübungstests nicht erfüllen, lassen sich verwenden, wenn das   Gemisch    mit einem anderen Polyol den Trübungstest erfüllt.



   Die Polyisocyanatkomponente in den erfindungsgemässen Beschichtungsmassen besitzt vorzugsweise ein   mittleres Molekulargewicht von 1 110 bis 3000 und be-    steht insbesondere aus einem aromatischen, aliphatischen, cycloaliphatischen oder heterocyclischen Polyisocyanat, oder Gemischen der vorgenannten Polyisocyanate. Aromatische :Polyisocyanate, wie Toluylendiisocyanat, Diphenylmethandiisocyanat oder Xylylendiisocyanat, werden bevorzugt. Besonders bevorzugt ist Toluylendiisocyanat, insbesondere Gemische des 2,4- und 2,6-Isomeren, da dieses Gemisch schnell mit den bevorzugten Polyolen zu   produkten    mit den gewünschten Eigenschaften reagiert und preiswert im Handel erhältlich ist.

  Weiter geeignete   Diisocyanate    sind zlB. m- oder p-Phenylendiisocyanat,   1 ,5-Naphthylendiisocyanat,    4,4'-Methylen-bis   -l(cyclohexylisocyanat),    Hexamethylendiisocyanat,   3,3,-      -Dimethyl-4,4'iphenylendiisocyanat    oder Diisocyanate dimerer Säuren   (36 rC-Atome,    Molekulargewicht 600).



  Weitere   Beispiele    für geeignete   tPolyisocyanate    sind flüssige Polyisocyanatverbindungen, die durch Phosgenie   mag    der bei der IKondensation von Formaldehyd mit aromatischen Aminen entstehenden   tPolyam,ine    hergestellt werden. Beispiele für Polyisocyanate, die in dieser Weise hergestellt werden, sind   iPolymethylen-polyphenyl-    -isocyanate.



   Die Polyisocyanatkomponente kann auch einen Teil des Polyalkylenätherpolyols in   IForm    eines Isocyanat Voraddukts enthalten. Auf diese Weise kann das Mischungsverhältnis von Polyisocyanatkomponente zu Polyolkomponente derart verändert werden, dass gleiche oder nahezu gleiche Mengen der beiden   Komponenten    zusammen gemischt werden. Auf ,diese Weise ist eine bessere Durchmischung gewährleistet. Die Herstellung des Voraddukts kann bereits in der Fabrik unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen erfolgen.



   Da bei dem Voraddukt die Hydroxylgruppen des Polyalkylenätherpolyols mit Isocyanatgruppen blockiert sind, ist es nicht unbedingt erforderlich, dass der in dem Voraddukt enthaltene Teil der Polyolkomponente den vorgenannten Wassertest erfüllt. So kann z.B. ein ausserordentlich hydrophiles Polypropylenäthertriol mit   einem'Molekulargewicht    von 400 in kleinen Mengen der Polyisocyanatkomponente der   wBeschichtungsmasse    zugegeben werden, Hierbei entsteht ein   Voraddukt    mit endständigen Isocyanatgruppen, das der Beschichtungsmasse keine Hydrophilität verleiht. IDie Menge der Polyolkomponente, die mit der 1Polyisocyanatkomponente zu einem Voraddukt umgesetzt wird, darf jedoch nicht zu hoch sein, da sonst die Viskosität der Beschichtungsmasse zu hoch wird.



   Die ausgehärteten   IBeschichtungsmassen    besitzen vorzugsweise eine   ShorewD-Härte    bei Raumtemperatur von 30 bis 90. Die bevorzugten Beschichtungsmassen behalten sowohl ihre Härte   Ibei    erhöhten Temperaturen, z.'B.



  bei   660C,    als auch ihre   elastischen Eigenschaften    bei niedrigen Temperaturen.   Um    diese Eigenschaften zu erreichen, müssen die ausgehärteten Beschichtungsmassen hochvernetzt sein, obwohl   die Bigenschaften    auch in gewissem Ausmass von der Konzentration ,der Urethanbindungen und von aromatischen Ringen oder cyclischen Strukturen mitbestimmt werden. Zu diesem Zweck enthält die Beschichtungsmasse durchschnittlich mindestens 2,1 reaktive Gruppen pro Molekül der   reaktiven IKom-    ponenten.

  Im Gegensatz zu den herkömmlichen Polyurethanbeschichtungsmassen, die einen grossen Isocyanat überschuss verwenden, beträgt das Verhältnis von INCO Gruppen zu   OH-!Gruppen    in den erfindungsgemässen Beschichtungsmassen bevorzugt   0,9 :    1 bis 1,3 : 1, insbesondere 1 : 1.   Abweichungen    von den vorgenannten Verhältnissen   sind    jedoch in bestimmten Fällen möglich.

 

  Das niedrige   NCO/OH-Verhältnis    dient dem Zweck, Reaktionen zwischen Isocyanatgruppen und Wasser soweit wie möglich auszuschliessen.



   Die erfindungsgemässen Beschichtungsmassen enthalten weniger als 5% flüchtige organische   ILösungsmittel    und besitzen vorzugsweise eine Viskosität von   100    bis 5000 cPs.



   Es hat sich gezeigt, dass Polyole, die den Beschichtungsmassen sowohl die erforderliche Vernetzungsdichte als auch die notwendigen Eigenschaften hinsichtlich der Hydrophilität verleihen, im allgemeinen ein Verhältnis von Kohlenstoffatomen zu Sauerstoffatomen von mindestens 3, vorzugsweise grösser als 4, besitzen. Einzelne   Bestandteile    der   folyolkomponente    können zwar ein Ver  hältnis von unter 3 aufweisen, jedoch darf bei der Summe der Bestandteile der   lPolyolkomponente    das Verhältnis von 3 nicht unterschritten werden.



   Die erfindungsgemässen 'Beschichtungsmassen müssen bei der Aushärtung in einem solchen Ausmass vernetzen, dass eine   iberechnete'Vernetzung,sdichte    von 3 bis 25 Vernetzungen, vorzugsweise 10 bis 20 Vernetzungen, pro 10000 Atomgewichtseinheiten gewährleistet ist (dies entspricht 3 bis 25   Garmmäquivalent    Vernetzungen pro 10000 g Polymerisat). 'Bei der Berechnung der Vernetzungsdichte werden Füllstoffe, Weichmacher und andere Zusatzstoffe nicht berücksichtigt. Ausserdem wird angenommen, dass die   'Polyurethan-bildende    Reaktion vollständig verläuft, d.h.,   10W0iger    Umsatz eintritt. Diese Annahme erscheint gerechtfertigt, da sowohl   di    Härte als auch andere 'Eigenschaften in direktem Verhältnis zur Konzentration der vernetzenden Gruppen im Reaktionsgemisch ansteigen.

  Es hat sich gezeigt, dass ausgehärtete Beschichtungsmassen mit einer berechneten Vernetzungsdichte von weniger als 3 Vernetzungsstellen pro 10000 Atomgewichtseinheiten für   Fussbodenbeläge    zu thermoplastisch sind, während solche Beläge mit einer Vernetzungsdichte von   huber    25 zu spröde sind und leicht abplatzen.



   Die Vernetzung wird durch solche Verbindungen hervorgerufen, deren Funktionalität grösser als 2 ist, d.h., durch Polyisocyanate mit mehr als   2,Isocyanatgruppen    pro Molekül und/oder durch   Hydroxylgruppen-enthal-    tende Verbindungen mit mehr als 2 Hydroxylgruppen pro Molekül. Eine Funktionalität von 2 der Verbindungen bedingt eine Bildung von linearen Polymeren oder eine Kettenverlängerung, während die Anzahl der funktionellen Gruppen über 2 die reaktiven Zentren für die Vernetzung oder für die Verknüpfung zweier gegenüberliegender (Polymerketten liefert.   IBei    der Aushärtung der erfindungsgemässen Beschichtungsmassen finden Kettenverlängerung und Vernetzung gleichzeitig nach demselben   IReaktionsmechanismus    statt.



   'Im allgemeinen wird die Vernetzungszahl vorzugsweise auf 10000 g Polymerisat 'berechnet. Die durch die Polyolkomponente bedingte Vernetzungsdichte ist gegeben durch das Produkt aus der Molzahl Polyol pro 10000 g IPolyolkomponente plus Polyisocyanatkomponente und der Anzahl der in den   Polyolmolekälen    enthaltenen Hydroxylgruppen minus 2. In ähnlicher Weise ergibt das   produkt    der 'Molzahl Polyisocyanat pro 10000 g Polyolkomponente plus   ePolyisocyanatkompo-    nente und der Anzahl der in den   Polyisocyanatmolekülen    enthaltenen Isocyanatgruppen minus 2 die durch die   PolyisocyanatkomPponente    gegebene Vernetzungsdichte.



  Die Summe der aus allen reaktiven   eKomponenten    berechneten Vernetzungszahlen repräsentiert die Gesamtzahl der   Vernetnungsstellen.    Diese Berechnungen sind im einzelnen in Beispiel 1 ausgeführt. Um die   m.indesterfor-    derliche Vernetzungsdichte zu gewährleisten, besitzen die erfindungsgemässen Beschichtungsmassen vorzugsweise im Mittel mindestens 2,1 reaktive Gruppen pro Molekül.



   Die erfindungsgemässen Beschichtungsmassen enthalten weniger als 5 Gewichtsprozent flüchtige organische   tösungsmittel,    die als Trägermaterial für die   Zugabe    von Vernetzungskatalysatoren oder anderen Zusatzstoffen dienen.



   Als Vernetzungskatalysatoren zur Aushärtung der Beschichtungsmassen bei   tRaumtemperatur    werden vorzugsweise   Polyol -lösliche    organische Verbindungen bestimmter mehrwertiger Metalle, wie Zinn,    < Blei    oder Quecksilber, verwendet. In   derlPraxis    werden organische Quecksilberverbindungen allein oder in Kombination mit organischen Bleisalzen verwendet, da diese die Reaktion des Polyols mit dem ;Polyisocyanat selbst in Gegenwart geringer   Feuchtigkeitsmengen    katalysieren, ohne dass unzulässige Nebenreaktionen eintreten. Auf diese wird die Blasenbildung verhindert.



   'Beispiele für   gbevorzugte    Katalysatoren sind Phenylquecksilberoleat,   fhenylquecksilberacetat,    Quecksilberoctoat, -naphthenat oder -oleat, Bleioctoat, -oleat oder   -naphthenat.    Vorzugsweise werden die Katalysatoren in einer Menge von 0,01 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf die Reaktionsmischung, verwendet.



   Die katalytische Aktivität der vorgenannten Katalysatoren   lässt    sich noch steigern durch Verwendung kleiner Mengen basischer Verbindungen, wie Bleioxid oder Calciumoctoat, die für sich allein keine merkliche Katalyse der   Isocvanat-Hvdrnxyl-Reaktion    bewirken. Es   können    auch nichtmetallische Katalysatoren, wie tertiäre Amine, z.B. Triäthylendiamin, verwendet werden. In Gegenwart solcher Katalysatoren tritt nach demselben Reaktionsmechanismus gleichzeitig Kettenverlängerung u.



  Vernetzung des ,niedrigviskosen, relativ   niedermolekula-    ren   Reaktionsgemisches    ein.



     lEs    hat sich gezeigt, dass sich gleichzeitig mit der erwünschten Härte, die durch eine entsprechende Vernetzungsdichte und durch eine entsprechende   Konzentra-    tion an Urethanbindungen in der ausgehärteten   íBeschich-    tungsmasse erreicht wird, auch die Korrosions- und Ver   gilbungsbeständigkeit    erzielen   lässt,    wenn in der Be   schichtungsmasse    Amine als Ursache von Harnstoffbindungen vermieden werden.



     Die      Beschichtungsmassen    der Erfindung können verschiedene Füllstoffe, Pigmente, antischäumende Zusätze, wie oberflächenaktive Stoffe, oder Weichmacher. enthalten. Ein besonders bevorzugter Weichmacher ist Rohr   zuckeracetatisobutyrat,    der sowohl die Feuchtigkeitsempfindlichkeit des Reaktionsgemisches   heralbsetzt    als auch die Fliessfähigkeit der Mischung erhöht. Der vorgenannte Wassertest zur Feststellung der   Hydrophilität    der Polyolkomponente wird hierbei mit der Polyolkomponente durchgeführt, die bereits alle Polyol-löslichen Zusatzstoffe, z.'B. den Weichmacher, enthält.



   IBei der Beschichtung von feuchten Untergründen wird in manchen Fällen vorzugsweise zuerst ein Primer oder ein   Versieglungsmittel    aufgebracht, um bei dem nachfolgenden Aufbringen der Beschichtungsmassen das Eindringen von Feuchtigkeit vom Untergrund her zu vermeiden.   Hierzu    eignet sich ziB. eine dünne Schicht eines in der   USA2Patentschrift      3201136    beschriebenen elastomeren   Polyurethanmaterials.      fiAuf    diese Schicht werden dann die   erfindungsgemässen    Beschichtungsmassen aufgebracht.

 

     AttraktiveiFussbienbeläge    lassen sich durch Verwendung von Pigmenten oder'Füllstoffen herstellen. Zum Beispiel kann   Dman    grobes   ZiegelmehFI,      SteinsDlitt-    oder   Plastlkschnitzel    entweder den   Eieschichtungsmassen    einverleiben, oder auf bzw. in die Oberfläche der frischen Beschichtung auf- bzw. einbringen. Des weiteren lassen sich die Beläge z.B.   durch Eidbetten    von körnigem, fe   stem Material    in die Oberfläche rutschfest ausrüsten.



   Die Beispiele erläutern die Erfindung. Teile- und   Pro-      zentangaben    beziehen sich auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben.  



   Beispiel 1
Nach folgender Rezeptur wird eine   Polyolkomponente    (A) durch Vermischen der Komponenten und einstündiges Rühren bei 100 bis   105 0C    unter einem Druck von 8 bis 12 Torr zur Entfernung von Feuchtigkeit hergestellt: Komponente Teile Triol   aTiP      740     (Addukt aus Trimethylolpropan    und ?ropylenoxid,    Molekulargewicht 732) 40,8  Polycin   99F)y    (hydroxyliertes   Rizinusöl,    mitt lerer   tHydroxylgruppengehalt    5,1   OH-Grup-    pen pro Molekül,

   Molekulargewicht 1040,    OH-Zahl    290) 46,0 Pigmentpaste (40 Teile Triol  TP 740 ,
60 Teile Titandioxid 10,7    Wach    dem Abkühlen des Gemisches auf 400C werden 1 Teil eines oberflächenaktiven   Silicon    und 1,5 Teile einer   30%igen Lösung    aus Phenylquecksilberoleat in Petroläther vom Kp. 150 bis   1900C,    die 10,8% Quecksilber enthält, unter vermindertem Druck   eingemischt    Das so erhaltene Gemisch hat bei   25 C    eine Viskosität von 650 cPs und eine Dichte von 1,08. Das nichtpigmentierte Polyolgemisch (ohne das Silicon) besitzt einen   Trü,bungs-    punkt von 1,6 Teilen Wasser pro 20 Teile iPolyol (8%).



   Eine Polyisocyanatkomponente (B) wird durch Vermischen von 71,5 Teilen Toluylendiisocyanat (Gemisch aus 80% des 2,4- und 20% des   2,6-Isomeren)    mit 11,5 Teilen Triol    TP      440       (Addukt    aus Trimethylolpropan und Propylenoxid, Molekulargewicht 426) hergestellt.



   Die Vernetzungsdichte wird wie folgt berechnet: Hierbei wird die Temperatur durch Rühren und äusseres Kühlen unter 650C gehalten. Nach 30 Minuten werden nochmals 17,0 Teile Triol   eTP    440  >  >  zugegeben. Die Mischung wird 1 Stunde unter 8 bis 12 Torr bei 60 bis 650C gehalten und dann auf   50 C    abgekühlt. Das so erhaltene Gemisch besitzt bei 25 C eine Viskosität von 2600 aPs, eine Dichte von 1,20 und eine Isocyanatzahl von 163.



   40,5 Teile der   iPolyisocyanatkomponente      l(B)    werden mit 59,5 Teilen der Polyolkomponente   (A)    vermischt und auf einen hölzernen Fussbodenuntergrund unter Verwendung einer Schabkelle in einer Stärke von 3 mm aufgebracht. Die Beschichtungsmasse hat eine Viskosität von etwa 1200 cPs.Nach 6 Stunden ist der Belag so weit ausgehärtet, dass er begehbar ist. Nach 2wöchigem Aushärten unter gewöhnlichen Umweltbedingungen bei   250C    und 30 bis 50% relativer Luftfeuchtigkeit   besitzt    der Belag die in Tabelle I zusammengestellten Eigenschaften.



     TABELLE    I Shore D-Härte bei 240C 72 bei 660C 28 Zugfestigkeit (kg/cm2) bei   240C,    5 cm/min. 337 Dehnung (%) bei   24 C,    5 cm/min. 15 Gelzeit (min.),   100    g Ansatz 7 Vernetzungen pro 10000 Atomgewichtsein- heiten (ber.) 15,3 Urethanbindungen pro 10 000 Atomgewichtsein heiten (ber.) 35,0    Funktio- Vernetzungs- Molekular
Komponente nalität stellen gewicht g Mol Vernetzungen       TP    740  3,0 1,0 732 26,8 0,0366 0,0366    TP      440     3,0 1,0 426 11,5 0,0270 0,0270  Polycin 99 F  5,1 3,1 1040 27,4 0,0263 0,0815 Toluylendiisocyanate 2,0 0 175 29,0   0,1r660    0
94,7 0,1451 0,1451 ------- . 10000   = 15,3    Vernetzungsstellen pro 10000 Atomgewichtseinheiten.



   94,7
Beispiel 2
Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch werden der Polyisocyanatkomponente nach dem Abkühlen auf 500C 35 Teile einer   90%igen    Lösung aus   Rohrzuckeracetaüsobu-    tyrat in Toluol zugegeben. Dieses Gemisch wird dann unter 50 bis 75 Torr während 20 Minuten auf 400C abgekühlt. Das Gemisch ist leicht bernsteinfarben, besitzt bei 250C eine Viskosität von 1600 cPs, eine Dichte von   1,1'8    und eine Isocyanatzahl von 219.



   Durch Vermischen von 47,9 Teilen dieser   Polyiso-    cyanatkomponente mit 52,1 Teilen der Polyolkomponente  aus Beispiel 1 erhält man eine Beschichtungsmasse mit einer Viskosität von 800 cPs, die auf einen Untergrund aufgebracht wird.   Nach    etwa 6stündigem Aushärten ist die Oberfläche begehbar.   Nach    2wöchigem Aushärten unter normalen Umweltbedingungen besitzt der Belag die in Tabelle II zusammengestellten Eigenschaften:

  :
TABELLE   II    Shore D-Härte bei 240C 50 bei   66 C    23 Zugfestigkeit (kg/cm2) bei   240C,    5 cm/min 162 Dehnung   ( ,tO)    bei   240C,    5 cm/min 60 Gelzeit   (min),    100 g   ansatz    11 Vernetzungen pro '10 000 Atomgewichtsein heiten (ber.)   15,3    Urethanbindungen pro 10 000 Atomgewichtsein heiten (ber.) 35,0
Tabelle II zeigt, dass das Rohrzuckeracetatisobutyrat eine Weichmacherwirkung auf den Bodenbelag hat.



  Gleichzeitig wird die Viskosität der Isocyanatkomponente und damit auch die der Beschichtungsmasse erniedrigt.



   Beispiel 3
Gemäss Beispiel I werden folgende Komponenten hergestellt: Komponente A Teile Rizinusöl für   folyurethanzwecke    27,0   Tetrol  <  <  PeP 650 >  >  (Addukt aus Pentaerythrit und     'Propylenoxid, Molekulargewicht 600) 64,9 TiO2 6,6   Phenylquecksilberoleat    1,5 Komponente B Teile Toluylendiisocyanat 59,9 Tripropylenglykol 4,8   Polyoxypropylen'diol,    Molekulargewicht 400 25,2 Rizinusöl für 'Polyurethanzwecke 10,1
Die Komponente A besitzt bei   25' > C    eine Viskosität von 920   oP    und einen Trübungspunkt von 1 Teil Wasser pro 20 Teile Komponente A.

  Die Komponente B besitzt eine Viskosität von 3200   aPs.    Das erhaltene Gemisch aus 47,5 Teilen der Komponente A und 52,5 Teilen der Komponente B besitzt unmittelbar nach dem Zusammenmischen eine Viskosität von etwa 1800 cPs.



  Eine mit dieser Beschichtungsmasse hergestellte 3 mm starke Schicht besitzt nach dem Aushärten die in Tabelle III   zusammengestellten    Eigenschaften.



     TABELLE    III Shore D-Härte bei   24OC    76 bei   66 C    25 Zugfestigkeit (kg/cm2) bei 24 C, 5 cm/min 387 Dehnung (%) bei   24 C,    5 cm/min 10   Geheizt    (min), 100 g Ansatz 14 Vernetzungen pro 10000 Atomgewichtsein heiten (ber.) 12   Urethänbindungen    pro 10 000 Atomgewichtsein heiten (ber.) 37
PATENTANSPRUCH I
Im wesentlichen wasserfreie, weniger als 5 Gewichts   prozent    flüchtige organische Lösungsmittel enthaltende   flüssige    Beschichtungsmasse auf der Basis einer Polyisocyanatkomponente, einer   ìPolyolkomponente    und eines Härtungskatalysators, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyolkomponente ein   Hydroxyläqu ivalentgewicht    von 130 bis 400 besitzt,

   mindestens 10 Gewichtsprozent eines   Polyalkylenätherpolyols,und    mindestens 5   Gewichtspro-    zent eines Polyhydroxypolyesters einer Fettsäure enthält und bei 250C bei der Zugabe von weniger als 15 Gewichtsprozent Wasser, bezogen auf die   Polyolkompo    nente, eine deutliche   Trübungszunahme    erfährt.

 

   UNTERANSPRÜCHE
1. Beschichtungsmasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,9 bis 1,3 Isocyanatäquivalente pro Äquivalent an aktiven Wasserstoffatomen enthalten, eine Viskosität von 100 bis 5000 cPs ,besitzen und die reaktiven Komponenten im Mittel mindestens 2,1 reaktive Gruppen pro Molekül enthalten.



   2.   Beschichtungsmasse    nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der   ,Polyhydroxypolyester    der Fettsäure   Rizinusöl    oder ein Polyhydroxyrizinusöl ist.



   PATENTANSPRUCH   II   
Verwendung der   Beschichtungsmasse    nach Patentanspruch I zur Herstellung von   Oberflächenbelägen.   

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



  

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. aus Beispiel 1 erhält man eine Beschichtungsmasse mit einer Viskosität von 800 cPs, die auf einen Untergrund aufgebracht wird. Nach etwa 6stündigem Aushärten ist die Oberfläche begehbar. Nach 2wöchigem Aushärten unter normalen Umweltbedingungen besitzt der Belag die in Tabelle II zusammengestellten Eigenschaften:
    : TABELLE II Shore D-Härte bei 240C 50 bei 66 C 23 Zugfestigkeit (kg/cm2) bei 240C, 5 cm/min 162 Dehnung ( ,tO) bei 240C, 5 cm/min 60 Gelzeit (min), 100 g ansatz 11 Vernetzungen pro '10 000 Atomgewichtsein heiten (ber.) 15,3 Urethanbindungen pro 10 000 Atomgewichtsein heiten (ber.) 35,0 Tabelle II zeigt, dass das Rohrzuckeracetatisobutyrat eine Weichmacherwirkung auf den Bodenbelag hat.
    Gleichzeitig wird die Viskosität der Isocyanatkomponente und damit auch die der Beschichtungsmasse erniedrigt.
    Beispiel 3 Gemäss Beispiel I werden folgende Komponenten hergestellt: Komponente A Teile Rizinusöl für folyurethanzwecke 27,0 Tetrol < < PeP 650 > > (Addukt aus Pentaerythrit und 'Propylenoxid, Molekulargewicht 600) 64,9 TiO2 6,6 Phenylquecksilberoleat 1,5 Komponente B Teile Toluylendiisocyanat 59,9 Tripropylenglykol 4,8 Polyoxypropylen'diol, Molekulargewicht 400 25,2 Rizinusöl für 'Polyurethanzwecke 10,1 Die Komponente A besitzt bei 25' > C eine Viskosität von 920 oP und einen Trübungspunkt von 1 Teil Wasser pro 20 Teile Komponente A.
    Die Komponente B besitzt eine Viskosität von 3200 aPs. Das erhaltene Gemisch aus 47,5 Teilen der Komponente A und 52,5 Teilen der Komponente B besitzt unmittelbar nach dem Zusammenmischen eine Viskosität von etwa 1800 cPs.
    Eine mit dieser Beschichtungsmasse hergestellte 3 mm starke Schicht besitzt nach dem Aushärten die in Tabelle III zusammengestellten Eigenschaften.
    TABELLE III Shore D-Härte bei 24OC 76 bei 66 C 25 Zugfestigkeit (kg/cm2) bei 24 C, 5 cm/min 387 Dehnung (%) bei 24 C, 5 cm/min 10 Geheizt (min), 100 g Ansatz 14 Vernetzungen pro 10000 Atomgewichtsein heiten (ber.) 12 Urethänbindungen pro 10 000 Atomgewichtsein heiten (ber.) 37 PATENTANSPRUCH I Im wesentlichen wasserfreie, weniger als 5 Gewichts prozent flüchtige organische Lösungsmittel enthaltende flüssige Beschichtungsmasse auf der Basis einer Polyisocyanatkomponente, einer ìPolyolkomponente und eines Härtungskatalysators, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyolkomponente ein Hydroxyläqu ivalentgewicht von 130 bis 400 besitzt,
    mindestens 10 Gewichtsprozent eines Polyalkylenätherpolyols,und mindestens 5 Gewichtspro- zent eines Polyhydroxypolyesters einer Fettsäure enthält und bei 250C bei der Zugabe von weniger als 15 Gewichtsprozent Wasser, bezogen auf die Polyolkompo nente, eine deutliche Trübungszunahme erfährt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Beschichtungsmasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,9 bis 1,3 Isocyanatäquivalente pro Äquivalent an aktiven Wasserstoffatomen enthalten, eine Viskosität von 100 bis 5000 cPs ,besitzen und die reaktiven Komponenten im Mittel mindestens 2,1 reaktive Gruppen pro Molekül enthalten.
    2. Beschichtungsmasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der ,Polyhydroxypolyester der Fettsäure Rizinusöl oder ein Polyhydroxyrizinusöl ist.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der Beschichtungsmasse nach Patentanspruch I zur Herstellung von Oberflächenbelägen.
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