Gegenstand des Patentanspruches des Hauptpatentes ist ein Lehrautomat mit einem den Lehrstoff und Fragen wiedergebenden Tonbandgerät und einer Kontrollvorrichtung zur Prüfung der auf die gestellten Fragen gegebenen Antworten auf Richtigkeit, wobei für jede Frage eine Anzahl Antworten vorgegeben sind, die in Gruppen unterteilt auf einem Antwortträger angeordnet sind und wobei einer jeden Gruppe von Antworten je eine vom Lernenden zu betätigende Antworttaste zugeordnet ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des im Patentanspruch des Hauptpatentes definierten Lehrautomaten und bezweckt eine Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten dieses Lehrautomaten.
Dieser Zweck wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass ein zweites Tonbandgerät mit einem endlos umlaufenden Tonband, das den vom ersten Tonbandgerät wiedergegebenen Ton aufzeichnet, sowie eine Steuerschaltungsanordnung vorgesehen ist, die auf Grund von Steuerbefehlen, das erste Tonbandgerät stillsetzt und das zweite Tonbandgerät zur Wiedergabe des aufgezeichneten Tones umschaltet.
Im folgenden sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht eines Lehrautomaten mit einer Bild projektionsvorrichtung;
Fig. 2 eine Ansicht eines Lehrautomaten ohne Bildpro jektionsvorrichtung;
Fig. 3 eine Ansicht einer Vorrichtung, zum Programmieren der Lehrautomaten;
Fig. 4 ein Funktionsblockschema der Lehrautomaten nach den Fig. 1 und 2;
Fig. 5 eine Ansicht des Bedienungspultes des Lehrautomaten nach Fig. 1;
Fig. 6 eine weitere mögliche Anordnung von Antworttasten und deren Zuordnung zu einem Antwortheft, und
Fig. 7 ein Schaltungsblockschema eines Ausführungsbeispieles eines Lehrautomaten.
Anhand der Fig. 1 bis 6 wird vorerst der im Hauptpatent beschriebene Lehrautomat kurz erläutert.
In den Fig. 1 und 2 sind Ausführungsbeispiele eines Lehrautomaten dargestellt, wobei sich das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 nur durch das Fehlen einer Bildprojektionsvorrichtung und in der Anordnung der Tasten und Anzeigegeräte vom Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 unterscheidet. Bei diesen Ausführungsbeispielen ist ein Bedienungspult vorgesehen, das auf einem die gesamte elektronische Steuer- und Kontrolleinrichtung enthaltenden kastenförmigen Unterteil abgestützt ist. Das Pult weist einen Auflagetisch 2 für ei- nen Antwortträger in Form eines Heftes mit einer Anzahl Antworten auf. Oberhalb des Auflagetisches 2 sind den Antworten des Antwortheftes in noch zu beschreibender Weise zugeordnete Antworttasten 3 vorgesehen. Auf der Vorderseite des Auflagetisches ist eine Einschuböffnung 4 für eine Tonbandkassette angeordnet.
Im Inneren des Lehrautomaten ist eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen, die ein Entfernen der Kassette vor Beendigung des Lehrprogrammes verhindert.
Am Bedienungspult sind weiter Anzeigefelder 5 angeordnet, deren genaue Funktion später beschrieben werden wird.
Über Lautsprecher 6 wird dem Lernenden Unterrichtsstoff vermittelt sowie Fragen gestellt. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 erscheint auf einem Bildschirm 7 zusätzlich zum gesprochenen Text ein Bild, das von einem im Unterteil angeordneten, nicht sichtbaren Diaprojektor über einen Um, lenkspiegel auf den Bildschirm projiziert wird, wobei der Projektor synchron mit dem Tonbandgerät gesteuert wird, wobei der Projektor synchron mit dem Tonbandgerät gesteuert ist. Anstatt über Lautsprecher können der Unterrichtsstoff und die Fragen auch über Kopfhörer abgehört werden, die sich an einer Buchse 8 anschliessen lassen.
Unterhalb des Auflagetisches 2 ist eine Öffnung 10 für die Ausgabe von Prämienmarken in Form von Jetons sowie ein Reglerknopf 11 (nur Fig. 1) zum Einstellen der Helligkeit des projizierten Bildes angeordnet.
Am Bedienungspult ist ferner noch eine Öffnung 9 vorgesehen, an der ein Kontrollstreifen einer Aufzeichnungsvorrichtung vorbeibewegt wird.
Zur Programmierung der beschriebenen Lehrautomaten wird wie in Fig. 3 gezeigt, ein Programmiergerät 119 verwendet, das mit einem handelsüblichen Stereokassettentonbandgerät 114 mit Mikrophon 113 gekoppelt ist. Das Programmiergerät weist zwei Leuchtfelder 115 und 116, Drucktasten 117, 118, 120, 121, 122 und 124 sowie eine Wählscheibe 125 auf.
Im Programmiergerät sind zwei Tongeneratoren eingebaut und zwar je einer für die Steuer- und die Antwortkontrollimpulse.
Die Antwortkontrollimpulse werden durch die Wählscheibe 125, die Steuerimpulse durch die Drucktasten 118, 121 und 128 erzeugt. Im Programmiergerät ist auch ein Zähler 123 untergebracht, der die programmierten Impulse für die Weiterschaltung des Diaprojektors zählt, um dem Programmierer jeweils Anhaltspunkte zu geben, an welcher Stelle des Programmes er im Moment steht.
Das Blockschema nach Fig. 4 zeigt die Funktionsweise des Lehrautomaten. Dabei sind alle vom Lehrautomaten ausgeführten Funktionsschritte mit Aktion , die Antworten bzw. die Reaktionen des Lernenden mit Reaktion bezeichnet. Bei Lehrautomaten ohne Bildprojektion,svorrichtung fallen die mit der Aktion Bild zusammenhängenden Elemente weg.
Im Blockschema ist punktiert eine Lochkarte eingetragen, die zur Steuerung der Funktionen des Lehrautomaten schrittweise abgetastet wird, wobei im vorliegenden Beispiel die Abtastung der Lochkarte mit der Bildprojektion synchronisiert ist.
Die Fig. 5 zeigt die Ansicht des Bedienungspultes des in Fig. 1 dargestellten Lehrautomaten, wobei diese Anordnung auch analog für das Bedienungspult des Ausführungsbeispiels gemäss Fig. 2 gilt. In der oberen Hälfte des Bedienungs- pultes sind der Bildschirm 7 und seitlich davon die Lautsprecher 6 angeordnet. Unterhalb des linken Lautsprechers befinden sich zwei Schlüsselschalter 12 und 13, mit denen der automatische Ablauf des Lehrprogrammes beeinflusst werden kanne Unterhalb dieser Schlüsselschalter sind fünf Anzeigefelder vorgesehen. Im Anzeigefeld 21 kann die Zeit abgelesen werden, die der Lernende für die richtige Beantwortung einer gestellten Frage benötigt. Das Anzeigefeld 22 zeigt das Ende einer Lektion an, während im Feld 23 die Aufforderung zur Antwortabgabe erscheint.
Das Anzeigefeld 24 gibt an, wieviel Zeit zur Beantwortung einer gestellten Frage zur Verfügung steht, während das Anzeigefeld 30 bei einer richtig beantworteten Frage aufleuchtet.
Rechts vom Bildschirm 7 und unterhalb des Lautsprechers 6 sind zwei Drucktasten 25 und 26 angeordnet. Bei Betätigung der Drucktaste 25 beantwortet der Lehrautomat die gestellte Frage selbst, wobei das entsprechende der den Antworttasten zugeordneten Hinweisfelder 32 aufleuchtet. Wird die Drucktaste 26 betätigt, so wird die gestellte Frage wiederholt. Von den unterhalb dieser Drucktasten angeordneten An zeigefeldem zeigt im Feld 27 ein Zähler die Anzahl der falschen Antworten an. Das Anzeigefeld 28 hingegen leuchtet auf, sobald die Anzahl der falschen Antworten einen vorgegebenen Wert überschreitet. Das Anzeigefeld 29 zeigt eine falsche Antwort an. In der sich unterhalb des Anzeigefeldes 29 befindlichen Offnung 9 wird der Kontrollstreifen einer Aufzeichnungsvorrichtung sichtbar.
Unterhalb dem Bildschirm 7 sind in einer Zeile die erwähnten Antworttasten 3 mit den zugeordneten Hinweisfeldern 32 angeordnet, wobei seitlich davon die Buchsen 8 für den Kopfhöreranschluss eingebaut sind.
Auf dem Auflagetisch ist ein Antwortträger in Gestalt eines Antwortheftes 31 aufgelegt. In diesem Heft ist eine Anzahl Antworten notiert, die in Zeilen und Kolonnen angeordnet sind. Das Antwortheft wird derart auf dem Auflagetisch festgehalten, dass jede Antwortkolonne mit einer der Antworttasten 3 ausgerichtet ist. Das Antwortheft kann ausgewechselt werden, so dass die Antworten jeweils den Fragen der verschiedenen Lehrprogramme angepasst werden können.
In Fig. 6 ist eine weitere mögliche Anordnung von Antworttasten und Antwortheft auf dem Bedienungspult dargestellt. Das auf den Auflagetisch aufgelegte Antwortheft ist unten und seitlich durch Anlegeschlenen 60 in seiner Lage festgehalten. Die Antworten sind wie in Fig. 5 in Zeilen und Kolonnen angeordnet, wobei jede Kolonne mit einer der in einer Zeile angeordneten Antworttasten 41 ausgerichtet ist, während die zwei mittleren Antwortzeilen mit je einer der eine Kolonne bildenden Antworttasten 49 ausgerichtet sind.
Jeder der Antworttasten 41 bzw. 49 ist eine Lampe 51 bzw.
59 zugeordnet.
Jeder der in Zeilen und Kolonnen angeordneten Antworten muss mindestens eine Antworttaste zugeordnet sein, wobei es aber erwünscht sein kann, gewisse Antworten, wie in Fig. 6 gezeigt, räumlich zwei verschiedene Antworttasten zuzuordnen.
Es ist möglich, die Antworttasten statt wie in Fig. 5 gezeigt in einer Zeile auch in einer Kolonne anzuordnen, wobei dann jede Antworttaste der Kolonne mit einer Zeile von Antworten im Antwortheft ausgerichtet ist.
Für die Erläuterung der Arbeitsweise des beschriebenen Lehrautomaten wird auf das Hauptpatent verwiesen.
Im Lehrautomaten ist neben dem Tonbandgerät für die Wiedergabe des Lehrstoffes und die Fragestellung ein zweites, nicht sichtbares Tonbandgerät eingebaut. Dieses zweite Tonbandgerät weist ein endlos umlaufendes Tonband auf. Mit dem zweiten Tonbandgerät wird der vom ersten Tonbandgerät wiedergegebene Text auf das synchron mitlaufende Endlostonband aufgenommen,, wobei der Text fortlaufend gelöscht und wieder neu aufgenommen wird. Je nach Länge des Endlostonbandes ist jeweils ein mehr oder weniger grosses Stück des vom ersten Tonbandgerät wiedergegebenen Textes auf dem Endlostonband aufgenommen. So kann z. B. ein Endlostonband verwendet werdens auf dem jeweils der in den letzten 20 Sekunden wiedergegebene Text aufgezeichnet ist.
Mittels einer im Lehrautomaten eingebauten Steuerschaltung, z. B. einer Relaisschaltung, kann durch einen Steuerbefehl das erste Tonbandgerät an irgend einer beliebigen Stelle angehalten und gleichzeitig das zweite Tonbandgerät auf Wiedergabe umgeschaltet werden. Das Endlostonband wird durch zugeordnete Tonköpfe abgetastet und der aufgenommene Text wird über die Lautsprecher oder die Kopfhörer abgespielt. Ist das Endlostonband fertig abgespielt, so wird das zweite Tonbandgerät angehalten. Durch einen erneuten Steuerbefehl kann dieses zweite Tonbandgerät nochmals eingeschaltet werden und derselbe Text wird erneut wiedergegeben.
Wird das erste Tonbandgerät durch einen entsprechenden Steuerimpuls wieder eingeschaltet und damit das Lehrprogramm fortgesetzt, so wird gleichzeitig das zweite Tonbandgerät wieder auf Aufnahme umgeschaltet, um den vom ersten Tonbandgerät abgespielten Text wieder aufnehmen zu können.
Am Bedienungspult des Lehrautomaten lassen sich die nötigen Drucktasten vorsehen, mit denen die das Umschalten der Tonbandgeräte bewirkenden Steuerbefehle erteilt werden können.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 5 kann der Lernende durch Betätigen der Drucktaste 26 z. B. eine gestellte Frage nochmals anhören. Sobald die besagte Taste gedrückt wird, wird, wie oben beschrieben, das erste Tonbandgerät angehalten, das zweite Tonbandgerät auf Abspielen umgeschaltet und die Frage wiedergegeben. Nach beendigter Fragestellung wird auch das zweite Tonbandgerät gestoppt. Wünscht der Lernende die Frage nochmals zu hören, muss er die Taste 26 erneut drücken. Hat der Ler n,ende die Frage richtig beantwortet, so wird das Lehrprogramm durch Inbetriebnahme des ersten Tonbandgerätes fortgesetzt, wobei der Text durch das zweite Tonbandgerät, wie erwähnt, auf das Endlostonband aufgenommen wird.
Die beiden Tonbandgeräte werden durch die Steuerschal tung derart gesteuert, dass bei abspielendem erstem Tonbandgerät das zweite Tonbandgerät aufnimmt, während letzteres bei stillgesetztem erstem Tonbandgerät auf einen entsprechenden Befehl den aufgenommenen Text wiedergibt.
Durch die Verwendung eines zweiten Tonbandgerätes in Verbindung mit einer Steuerschaltung wird erreicht, dass ein Teil des Lehrstoffes oder die Fragen ein oder mehrere Male angehört werden können, ohne dass das erste Tonbandgerät mechanisch zurückgespult werden muss.
Zum fortlaufenden Aufzeichnen der Leistungen des Lernenden wird im Lehrautomaten eine Aufzeichnungsvorrich- tung eingebaut, welche einen mittels einer Transportvorrichtung an der Öffnung 9 am Bedienungspult vorbeibewegbaren beidseitig beschriftbaren Kontrollstreifen, z. B. aus Papier, aufweist. Die Vorderseite dieses Kontrolistreifens kann zur Aufzeichnung einer Antwort benützt werden. Der Lernende wird in diesem Fall bei der Fragestellung aufgefordert, seine Antwort auf den in der Öffnung 9 erscheinenden Kontrollstreifen aufzuschreiben oder aufzuzeichnen. Die Transportvorrichtung des Kontrollstreifens wird während der Schreibbzw. Zeichenperiode entweder durch einen vorprogrammierten Impuls oder z.
B. durch den auf eine hinter dem Papierstreifen angeordnete Unterlage einen Druck ausübenden Zeichenstift gestoppt. Gleichzeitig wird die Hinterseite des Kontrollstreifens mittels einer mehrere Stempel umfassenden Druckvorrichtung bedruckt. Diese z. B. elektromagnetisch betätigbaren Stempel sind mit einzelnen Kontroll- und Bewertungsvorrichtungen für die Antwortabgabe verbunden, wodurch sich die Reaktionen des Lernenden auf die verschiedenen gestellten Fragen festhalten lässt.
Wird der Kontrollstreifen jeweils nach einer gestellten Frage und nach deren Beantwortung mit einem Zeichen bedruckt, so lässt sich bei konstanter und bekannter Vorschubgeschwindigkeit des Kontrollstreifens aus dem räumlichen Abstand der beiden Zeichen die vom Lernenden zur Beantwortung benötigte Zeit herauslesen. Daneben lässt sich durch entsprechende Stempel aufdrucken, ob eine Frage richtig oder falsch beantwortet worden ist, und ob der Lernende durch Drücken der entsprechenden Taste am Bedienungspult eine Wiederholung der Frage oder eine Beantwortung einer Frage durch den Lehrautomaten verlangt hat.
Der Lehrautomat kann zusätzlich zum Hauptlehrprogramm mit einem Zweigprogramm ausgestattet werden, das jeweils bei falscher Beantwortung einer Frage eingeschaltet wird und dem Lernenden zusätzlichen Lehrstoff vermittelt.
Hat der Lernende diesen zusätzlichen Lehrstoff erfolgreich verarbeitet, was durch entsprechende Fragen kontrolliert werden kann, so wird das Hauptlehrprogramm weitergeführt und das Zweigprogramm bis zur nächsten falschen Antwort abgeschaltet.
Der Lehrstoff des Zweigprogrammes wird von einem zusätzlichen dritten Tonbandgerät abgespielt, das mit einem zweiten Projektor synchron gesteuert wird. Die vom zweiten Projektor, der mit Lehrautomaten eingebaut ist, projizierten Bilder erscheinen auf demselben Bildschirm, auf dem auch die Bilder des Hauptprogrammes erscheinen. Da die Projektionsachse des zweiten Projektors verschoben ist, müssen zur Kompensation der durch diese Verschiebung verursachten nichtlinearen Verzerrungen die Bilder des Zweig programmes mit einer entsprechenden entgegengesetzten Verzerrung aufgenommen werden.
Wird nun eine vom Tonbandgerät des Hauptlehrprogram- mes wiedergegebene Frage falsch beantwortet, so wird das Tonbandgerät und der Projektor des Hauptlehrprogrammes gestoppt und das Tonbandgerät und der Projektor des Zweigprogrammes eingeschaltet. Am Ende des Zweigprogrammes wird durch Fragen geprüft, ob der Lernende den Lehrstoff des Zweigprogrammes richtig verstanden hat. Ist das der Fall, so wird Tonbandgerät und Projektor des Zweiprogrammes abgeschaltet und Tonbandgerät und Projektor des Hauptprogrammes wieder in Betrieb gesetzt. Bei falscher Beantwortung der nächsten Frage wird entsprechend erneut auf das Zweigprogramm umgeschaltet.
Im folgenden wird anhand der Fig. 3 die Programmie rung für einen Lehrautomaten mit einem Hauptlehrprogramrr und einem Zweigprogramm beschrieben. Dabei müssen zwei Tonbandgeräte 114 nach Fig. 3 benützt werden, wobei das Mikrophon 113 jeweils auf das entsprechende Tonbandgerät umgeschaltet wird.
Durch Betätigen der Starttaste 122 wird das Programmier gerät 119 in Betrieb gesetzt. Soll das Hauptlehrprogramm programmiert werden, so muss die Drucktaste 117 gedrückt werden, wobei das Leuchtfeld 115 aufleuchtet. Der ins Mikro- phon 113 gesprochene Text wird vom ersten Tonbandgerät aufgenommen. Die Impulse für das Weiterschalten des Projektors werden durch die Drucktaste 124 erzeugt, wobei jeweils der diese Impulse zählende Zähler 123 um eine Zahl weiterschaltet. Wird der den Lernenden zur Antwortabgabe auffordernde Steuerimpuls auf dem Tonbandgerät aufgezeichnet, so wird das Tonband gestoppt. Die Programmier rung der Kontrollvorrichtung für die Antwort erfolgt über die Wählscheibe 125 und die Drucktasten 118 und 121.
Um mit dem Programmieren weiterfahren zu können, muss das Tonbandgerät durch erneutes Betätigen der Starttaste 122 wieder eingeschaltet werden. Will man das Zweigprogramm programmieren, so muss die Drucktaste 120 gedrückt werden. Dabei leuchtet das Leuchtfeld 116 auf. Dadurch wird auf das zweite Tonbandgerät umgeschaltet, das gleich wie oben beschrieben programmiert wird.
Mit den Drucktasten 118 und 121 in Zusammenhang mit der Wählscheibe 125 werden zusätzlich die Impulse erzeugt, welche die früher erwähnten mit der Antwortabgabe zusammenhängenden Funktionen des Lehrautomaten ein- und ausschalten, wie z. B. Beschränkung der Antwortzeit, Stoppen der Antriebsvorrichtung für den Kontrollstreifen, Ausgabe von Prämienmarken usw.
Anaand des in Fig. 7 dargestellten Blockschemas der Schaltung eines Ausführungsbeispiels des Lehrautomaten wird im folgenden die Fanktionsweise der einzelnen Schaltkreise genauer beschrieben.
Durch Betätigen der Start -Taste 150 wird die Steuerschaltung 151 und die Zähl- und Auswertevorrichtung 152 eingeschaltet. Die Steuerschaltung 151 beträgt über den Schalter 153 zum Einschalten der Tonbandgeräte und den Tonbandgeräteumschalter 154 den Motorschalter 155, der den Motor des ersten Tonbandgerätes für das Hauptprogramm 156 einschaltet. Das erste Tonbandgerät 156 gibt den auf der einen Tonbandspur H1 aufgenommenen Lehrtext- wieder, der einerseits von einem zweiten Tonbandgerät 157 mit einem Endlostonband aufgenommen und andererseits über den Lautsprecher 158 oder Kopfhörer ausgestrahlt wird.
Durch Betätigen der Wiederholtaste 159 kann der Lernende das zweite Tonbandgerät 157 einschalten und den auf dem Endlostonband aufgenommenen Text anhören. Gleichzeitig wird der Motor des ersten Tonbandgerätes 156 durch Betätigung des Schalters 163 gestoppt. Das erste Tonbandgerät 156 kann auch ohne Einschalten des zweiten Tonband gerätes 157 durch Betätigen der < Stop > -Taste 160 angehalten werden.
Die zweite Spur H2 des ersten Tonbandgerätes 156 weist die Steuer- und Programmimpulse auf, die der Fre quenzrelaisschaltung 161 zugeführt werden. Von der Frequenzrelaisschaltung 161 wird über die Leitung 162 der Schal tung 163 zum Vorwärtsschalten der beiden Projektionsvorrichtungen 164 bzw. 165 ein 50 Hz-Steuerimpuls zugeführt, der je nach Stellung des Umschalters 166 entweder zur Projektionsvorrichtung 164 für das Hauptprogramm oder zur Projektionsvorrichtung 165 für das Zweigprogramm geleitet wird. Die angesteuerte Projektionsvorrichtung projiziert jeweils ein Bild auf den gemeinsamen Projektionsschirm 167.
Werden dem Lernenden über das Tonbandgerät Fragen gestellt, so wird gleichzeitig mit dem Signal zur Antwortabgabe die Speichermatrix 168, die eine Schrittschaltrelaiseinrichtung oder ein Ringkernspeicher sein kann, angesteuert.
Zudem wird der Motor des sich im Betrieb befindlichen Tonbandgerätes abgeschaltet. Die Erteilung der Antwort auf die gestellte Frage erfolgt durch Betätigen der entsprechenden der horizontal angeordneten Antworttasten 169 und der vertikal angeordneten Antworttasten 170. Jede Antworttaste ist, wie schon früher beschrieben, räumlich einer Kolonne bzw. einer Zeile eines die Antworten aufweisenden Antwortträgers 171 zugeordnet.
Die für eine gestellte Frage zu betätigende Antworttaste in der horizontalen Tastenreihe 169 wird durch die Speichermatrix 168, diejenige in der vertikalen Tastenreihe 170 durch die Frequenzrelaisschaltung 161 über Vergleichsglieder 173 angesteuert.
Die durch Drücken der Antworttasten in Form von Impulsen abgegebene Antwort wird einer Vergleichsschaltung 172 zugeführt. Ist die Antwort richtig abgegeben worden, so sendet die Vergleichsschaltung 172 einen Richtig -Impuls über die Leitung 174 zur Zähl- und Auswertevorrichtung 152 und zum Schalter 153, der den Motor des Tonbandgerätes 156 des Hauptprogrammes wieder einschaltet, was eine Fortsetzung des tehrprogrammes zur Folge hat.
Bei falscher Antwort wird über die Leitung 175 der Zähl .und Auswertevorrichtung 152 und dem Tonbandgerätumschalter 154 ein Falsch -Impuls zugeführt. Der Umschalter 154 bewirkt über den Motorschalter 176 ein Umschalten auf ein drittes Tonbandgerät 177 für das Zweigprogramm, wäh- rend der Umschalter 166 die Projektionsvorrichtung 165 für das Zweigprogramm einschaltet. Durch ein entsprechendes Steuersignal von der Steuerschaltung 181 kann diese automatische Umschaltung auf das Zweigprogamm unterbunden werden. Die einzelnen Tonbandspuren Z1 bzw. Z2 des dritten Tonbandgerätes 177 übernehmen nun die vorher beschriebenen Funktionen der Tonbandspuren H1 bzw. H2 des ersten Tonbandgerätes 156, zu denen sie parallel geschaltet sind.
Am Ende des Zweigprogrammes schaltet ein spezieller Impuls die Steuerschaltung 181 und die Umschalter 154 und 166 wieder auf das Hauptprogramm um.
Die Synchronisation zwischen den Tonbandgeräten 156 und 177 und zwischen diesen Tonbandgeräten und den ihnen zugeordneten Projektionsvorrichtungen 151 und 165 bringt keine Schwierigkeiten mit sich, da die Tonbandgeräte 156 und 177 nie rückwärts laufend betrieben werden müssen.
Die Synchronisation zwischen den beiden Umschaltern 154 und 166 wird dadurch gewährleistet, dass sie auf demselben Relaisanker angeordnet sind.
Durch Betätigen der Anzeigetaste 178 wird die Antwortanzeigevorrichtung 179 betätigt, die die für eine gestellte Frage richtige Antwort anzeigt. Durch die Antwortanzeigevorrichtung 179 werden Glinunlämpchen eingeschaltet, die die der richtigen Antwort zugeordneten Antworttasten beleuchten.
Durch die von der Frequenzrelaisschaltung 161 der Steuerschaltung 151 über die Leitung 180 zugeführten Impulse werden neben den schon erwähnten Steuerfunktionen weitere Steuerfunktionen ausgelöst. So werden über die Leitung 181 der Schaltung 163 Impulse zugeführt, die eine Korrektur allfälliger Schaltfehler der Projektionsvorrichtun gen bewirken. Weiter werden von der Steuerschaltung 151 Signale an die verschiedenen Anzeigefelder 182 geliefert, welche den Lernenden zur Abgabe der Antwort auffordern oder ihm einzelne Programmschritte anzeigen, wie z. B.
Zweigprogramm , Antwortzeit beschränkt . Weiter wird von der Steuerschaltung 151 ein Zeitzähler 183 angesteuert, der die zur Antwortabgabe benötigte Zeit misst.
In der Zähl- und Auswertevorrichtung 152 werden die falschen Antworten gezählt und mit einer vorprogrammierten Bewertungsskala verglichen, worauf in einem Anzeigefeld 184 eine Anzeige der Leistung des Lernenden erfolgt und eventuell eine Ausgabeeinrichtung 185 zur Ausgabe von Prämienmarken betätigt wird. Eine Rückmeldung von der Zähl- und Auswertevorrichtung 152 an die Steuerschaltung 151 kann bei entsprechender Programmierung entsprechende weitere Funktionen auslösen.
Alle der Steuerschaltung 151 und der Zähl- und Auswertevorrichtung 152 zugeführten Informationen werden an eine Aufzeichnungsvorrichtung 186 weitergeleitet, die mittels elek tromagnetisch betätigter Stempeln die verschiedenen, die Leistung des Lernenden bestimmenden Ergebnisse auf einen Papierstreifen aufdruckt.
Aus dem vorstehend beschriebenen Schaltungsblockschema für einen viele Anwendungsmöglichkeiten bietenden Lehrautomaten lassen sich entsprechend auch die Schemen für einfacher aufgebaute Lehrautomaten herleiten.