Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Erzeugen von Farb- und Leuchtdichteinformation einer farbigen Szene darstellenden Signalen aus einer farbcodierten Hologrammaufzeichnung.
Unter einem Hologramm versteht man im Gegensatz zu einem gewöhnlichen photographischen Bild eine Aufzeichnung der gesamten Information, die in einer Wellenfront eines Lichtbündels enthalten ist, das von einem mit räumlich kohärentem monochromatischen Licht beleuchteten Objekt stammt. Genauer gesagt ist ein Hologramm die Aufzeichnung der Interferenzfigur in einem bestimmten räumlichen Bereich, welche durch Interferenz zwischen zwei Lichtkomponenten entsteht, von denen die erste Komponente, das sogenannte Referenzbündel, direkt von einer räumlich kohärente ten, monochromatischen Primärlichtquelle stammt und aus einer bestimmten Richtung auf den erwähnten Bereich fällt, während die zweite Komponente, das sogenannte Objektbün del, von dem holographisch aufzuzeichnenden Objekt stammt, das durch Licht beleuchtet wird,
welches von der gleichen Lichtquelle wie das Referenzbündel stammt und gleichzeitig mit diesem emittiert wird, wobei das Objektbündel mindestens zum Teil aus einer anderen Richtung als das Referenzbündel auf den genannten Bereich auffällt. Nähere Einzelheiten sind z. B. in der Veröffentlichung Photography by Laser von M. N. Leith und Juris Upatnicks in der Zeitschrift Scientific American , Juni1965, Seiten 24 ff. erläutert.
Unter dem Begriff Licht soll im folgenden elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge im infraroten, sichtbaren und ultravioletten Spektralbereich verstanden werden.
Mit monochromatisch wird Licht bezeichnet, das im wesentlichen nur eine einzige Wellenlänge umfasst.
Die das Hologramm bildende Interferenzfigur beruht auf den Unterschieden der in Wellenlängen gemessenen optischen Weglängen und damit der Phase zwischen den beiden Bündeln im Aufzeichnungsbereich. An bestimmten Punkten tritt daher eine Addition und an anderen Punkten eine Subtraktion der Lichtamplituden der beiden Bündel ein.
Ausserdem ändert sich die Amplitude im Informationsbün del von Punkt zu Punkt, was eine entsprechende Änderung des Kontrastes der resultierenden Interferenzstreifen ergibt.
Die aufgezeichneten Interferenzstreifen bilden daher ein Muster, das sowohl die Amplitude als auch die Phase des Informationsbündels in Form von Änderungen des Kontrastes und des Abstandes der aufgezeichneten Interferenzstreifen enthält. Dieses aufgezeichnete Interferenzmuster, das als Hologramm bezeichnet wird, enthält die gesamte Information, die in einem Lichtbündel enthalten ist, das ein Objekt durchsetzt hat oder von diesem reflektiert oder gestreut worden ist.
Eine Rekonstruktion der Wellenfront, die die Objektinformation enthält, kann dadurch erzeugt werden, dass man das Hologramm mit räumlich kohärentem monochromatischen Licht beleuchtet. Das Hologramm beugt dann das auffallende Licht, wobei zwei gebeugte Bündel erster Ordnung entstehen, die jeweils dem vom ursprünglichen Objekt ausgehen- den Bündel entsprechen. Das eine dieser beiden Bündel liefert ein virtuelles Bild des ursprünglichen Objekts, während das andere ein reelles Bild liefert, ohne dass hierfür eine Linse oder dergleichen erforderlich wäre.
Das virtuelle Bild entspricht dem ursprünglichen Objekt in jeder Hinsicht und wenn das ursprüngliche Objekt dreidimensional gewesen ist, zeigt auch das rekonstruierte virtuelle Bild Tiefe und zwischen näheren und ferneren Punkten treten, wie beim ursprünglichen Objekt, Parallaxeneffekte auf. Das reelle Bild ist jedoch pseudoskopisch, d. h. dass Krümmungen umgekehrt erscheinen als im ursprünglichen Objekt; konvexe Bereiche sehen also konkav aus und umgekehrt.
Ein Hologramm hat ausserdem die Eigenschaft, dass bei Belichtung eines beliebigen Teiles des Hologrammes, gleichgültig wie klein dieser Teil auch ist, das ganze Bild wiedergegeben wird. Wie bei einer Lochkamera wird jedoch mit abnehmender Fläche dieses beleuchteten Bereiches die Auflösung kleiner und die Schärfentiefe grösser, da diese Eigenschaften von der Apertur des Abbildungssystems abhängen.
Der Grund für diese Eigenschaft von Hologrammen besteht darin, dass jeder Punkt des Hologrammes von allen Teilen des ursprünglichen Objektes beleuchtet wird und daher auch das ganze Bild in codierter Form enthält.
Zur Aufzeichnung eines Hologrammes verwendet man gewöhnlich eine photographische Silberemulsionsplatte und das aufgezeichnete Hologramm besteht dann in den Dichteschwankungen der entwickelten Platte. Es ist jedoch auch bekannt, dass die Dicke der Emulsion einer entwickelten Hologrammplatte eine lineare Funktion der Dichte der Emulsion ist. Die Interferenzfigur manifestiert sich also auch als Reliefmuster bezüglich der Unterseite der Emulsion, die dementsprechend eine Vielzahl von Erhebungen aufweist, deren relative Lage und Grösse die Hologramminformation darstellen.
Ein solches Reliefmuster kann unabhängig von etwa vorhandenen Dichteunterschieden der photographischen Platte bei der Rekonstruktion der Hologramminformation verwendet werden.
Man kann insbesondere auch das Silber in der Emulsion ausbleichen und erhält dann eine transparente photographische Platte, in der die Hologramm information sowohl in Form des erwähnten Reliefmusters als auch in Form von Änderungen des Brechungsindex, die räumlich dem erwähnten Reliefmuster entsprechen, gespeichert ist. Betrachtet man nur das erwähnte Reliefmuster und lässt ein Bündel räumlich kohärenten monochromatischen Lichts durch eine solche Platte fallen, so wird das aus dem dickeren Teilen der Platte austretende Licht in der Phase bezüglich des aus den dünneren Teilen dieser Platte austretenden Lichtes um einen Betrag verzögert sein, der proportional der Dickendifferenz zwischen den beiden Teilen ist, da sich der Brechungsindex der Emulsion von dem der angrenzenden Luft unterscheidet.
Diese Phasenverzögerungen, die sich entsprechend dem das Hologramm darstellenden Reliefmuster von Punkt zu Punkt ändern, verursachen eine Beugung, die identisch mit der durch die Opazitätsänderungen der Platte erzeugten Beugung ist. Man erhält also auch hier eine rekonstruierte Wellenfront.
Anstatt das Silber aus der Emulsion durch Ausbleichen zu entfernen, kann auf die Emulsion auch eine dünne reflektierende Metallschicht aufgebracht werden, die die Kontur des Reliefmusters genau nachbildet. Wenn diese reflexionsfähige Schicht dann mit einem Bündel räumlich kohärenten monochromatischen Lichtes beleuchtet wird, treten im reflektierten Bündel Phasenunterschiede zwischen Strahlen auf, die von höheren bzw. tiefer liegenden Punkten des Reliefmusters reflektiert wurden. Auch in diesem Falle entsteht durch die resultierende Beugung eine rekonstruierte Wellenfront.
Ein Hologramm, in dem die gespeicherte Information nicht durch Opazitätsschwankungen, sondern durch ein die Interferenzfigur darstellendes Reliefmuster oder durch Schwankungen des Brechungsindex dargestellt ist, wird als Phasenhologramm bezeichnet.
Bei der Herstellung von Phasenhologrammen ist es nicht erforderlich, von einer Silberemulsionsplatte auszugehen, man kann vielmehr zu ihrer Herstellung z. B. auch Photolacke verwenden. Phasenhologramme können auch durch Aufzeichnungsverfahren hergestellt werden, die mit thermoplastischen Materialien arbeiten. Mit Photolacken und ther moplastischen Aufzeichnungsträgern lässt sich sogar eine höhere Auflösung erzielen als mit Silberemulsionen.
Es ist ferner bereits aus der deutschen Offenlegungsschrift 1 497 564 bekannt, Phasenhologramme, ähnlich wie bei der Schallplattenherstellung, als Pressformen oder Matrizen zur Massenfertigung von Hologrammduplikaten oder Ho logrammkopien zu verwenden. Man kann sich dabei der gleichen oder ähnlicher Verfahren bedienen, wie sie bei der Herstellung von Schallplatten bekannt sind. Das Mutter -Phasenhologramm kann dabei auf verschiedene Weise hergestellt werden, vorausgesetzt, dass der Aufzeichnungsträger formstabil ist und dass er mit einem Reliefmuster geprägt werden kann, um die Hologrammaufzeichnung zu bilden.
Nachdem die Mutter-Hologrammaufzeichnung in Form des Reliefmusters hergestellt worden ist, wird sie, z. B. durch Bedampfen, mit einer dünnen Metallschicht überzogen und es werden dann von dieser Mutter-Hologrammaufzeichnung Duplikatabdrücke oder Kopien in derselben Weise hergestellt, wie Schallplatten unter Verwendung einer Muttermatrize.
Es ist in diesem Zusammenhange ferner bekannt, die Mut.
terhologramme zum Pressen der Reliefmuster auf eine Scheibe aus klarem Vinylkunststoff zu verwenden, wobei die einzelnen Hologrammreliefmuster eine spiralförmige Aufzeichnung auf der Scheibe bilden. Eine Vinylharzscheibe ist jedoch nicht die einzige Form, die eine Phasenhologrammkopie haben kann.
An anderer Stelle ist bereits auch eine Hologrammkopie in Form eines Bandes beschrieben worden, das eine thermoplastische Vinylpolymerisatfolie mit einer Oberfläche ist, in die die holographische Information in Form eines Reliefmusters eingedrückt ist. Zur Herstellung eines Mutterphasenhologramms aus Metall kann man von einer photographischen Silberemulsion oder einem Photolack ausgehen und ähnlich verfahren, wie es bei der Herstellung von Mutterschallplatten bekannt ist. Das Metall-Mutterhologramm kann dann zur Herstellung von bandförmigen Kopien des holographischen Reliefmusters verwendet werden.
In der oben erwähnten Offenlegungsschrift ist ausserdem eine Vorrichtung beschrieben, die sich gut für die Herstellung von Hologrammkopien für eine Schwarz-Weiss-Laufbild- aufzeichnung entweder in Form der erwähnten Scheibe oder des vorgeschlagenen Bandes eignet. Solche Kopien sind billiger als entsprechende Kinofilmkopien.
In der erwähnten Offenlegungsschrift ist ausserdem ein Verfahren zur Herstellung von Hologrammkopien beschrieben, die Farbinformation enthalten. Um den Rot-, Grün- und Blauanteil der in einem Farbdia oder einem Einzelbild eines Kinofarbfilmes enthaltenen Farbinformation zur Verfügung zu haben, wird jede Grundfarbe in einem getrennten Hologramm auf dem scheibenförmigen Aufzeichnungsträger aufgezeichnet. Zur Aufzeichnung des Farbinhaltes eines farbigen Einzelbildes oder eines einzelnen Farbdias sind also drei Hologramme erforderlich.
Bei der bekannten Wiedergabeein richtung werden dementsprechend auch drei Bildaufnahmeröhren benötigt, wie sie in Fernsehkameras verwendet werden, um die getrennten Rot-, Grün- und Blauanteile von den drei getrennten Hologrammen abzutasten und simultane Farbsignale zu erzeugen, die einer Farbfernsehbildröhre zur Wiedergabe der ursprünglichen farbigen Szene zugeführt werden können.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Erzeugen von Farb- und Leuchtdichteinformation einer farbigen Szene darstellenden Signalen aus einer Anzahl aufeinanderfolgender farbcodierter Hologrammaufzeichnungen zu schaffen. Die erfindungsgemässe Einrichtung ist gekennzeichnet durch eine Quelle räumlich kohärenten, monochromatischen Lichtes zur Beleuchtung der Hologrammaufzeichnung;
eine Bildaufnahmevorrichtung mit einer photoempfindlichen Elektrode, eine Anordnung zum Bewegen der Hologrammaufzeichnung quer zum Aufnahmestrahlengang der Bildaufnahmevorrichtung, im Aufnahmestrahlengang angeordnete Abbildungsmittel, die praktisch in einem ihrer Brennweite entsprechenden Abstand von der photoempfindlichen Elektrode entfernt sind, das Ganze der art, dass Licht so von der Quelle durch die farbcodierte Hologrammaufzeichnung fällt, dass ein farbcodiertes Bild der Szene auf der photoempfindlichen Elektrode der Bildaufnahmevorrichtung erzeugt wird, und eine mit der Bildaufnahmevorrichtung gekoppelte Anordnung zur Gewinnung von Signalen, die der Farb- und Leuchtdichteinformation der farbigen Szene entsprechen, welche in der Hologrammaufzeichnung farbcodiert aufgezeichnet ist.
Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 ein vereinfachtes Blockschaltbild einer Einrichtung zur Aufzeichnung und Wiedergabe von farbcodierten Schwarz-Weiss-Hologrammen;
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Einrichtung zur elektronischen Codierung von Farb- und Leuchtdichtesignalen;
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Einrichtung zur optischen Codierung von Farb- und Leuchtdichtesignalen auf Schwarz-Weiss-Film;
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Einrichtung zum Herstellen einer holographischen Aufzeichnung eines farbcodierten Filmes;
Fig. 5 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Funktion einer Einrichtung zum Herstellen von farbcodierten Hologrammaufzeichnungen von Farbauszugsnegativen;
;
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Einrichtung zum Herstellen einer Hologrammaufzeichnung von farbcodiertem Film auf einem bandförmigen Aufzeichnungsträger;
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer Einrichtung zum Erzeugen von Farb- und Leuchtdichtesignalen mittels farbcodierter Hologrammaufzeichnungen und
Fig. 8 eine schematische Darstellung einer Einrichtung zum Erzeugen von Farb- und Leuchtdichtesignalen von einer Bandkopie einer farbcodierten Hologrammaufzeichnung.
In Fig. list ganz generell das Blockschaltbild einer Einrichtung zur Aufzeichnung bzw. Herstellung und zur Wiedergabe von farbcodierten Hologrammen dargestellt. Die Einrichtung enthält ein Farbbild oder eine Farbsignalquelle 10.
Die Farbbilder können durch Beleuchten von Farbdiapositiven oder eines Laufbild-Farbfilmes erzeugt werden. Die elektrischen Signale entsprechend den Farb- und Leuchtdichteanteilen einer Szene können z. B. von einer Farbfernsehkamera oder von einem Videobandgerät stammen, welche Farb- und Leuchtdichte-Videosignale liefern. Die Farbbilder oder die elektrischen Farbsignale von der Quelle 10 werden einer Farbcodieranordnung 11 zugeführt. Im Falle der Verwendung von Farbbildern werden diese in der Farbcodieranordnung 11 durch Farbcodierfilter codiert. Die codierten Bilder können dann auf Schwarz-Weiss-Film aufgezeichnet werden. Bei Verwendung elektrischer Farb- und Leuchtdichtesignale erfolgt die Codierung in der Anordnung 11 durch Aufmodulieren auf eine Trägerschwingung. Die modulierte Trägerschwingung kann dann auf Schwarz-Weiss-Film aufgezeichnet werden.
Beispiele von Anordnungen zur optischen und elektronischen Codierung von Farbinformation werden weiter unten noch beschrieben werden.
Die farbcodierte Information, die z. B. auf Schwarz-Weiss Film aufgezeichnet sein kann, wird in einer Hologrammerzeugungsanordnung 12 zur Bildung eines farbcodierten Hologrammes auf einem Aufzeichnungsmedium verwendet Mit dem aufgezeichneten Hologramm wird eine Metall-Mutteraufzeichnung hergestellt, mit der dann viele preiswerte Holo grammkopien hergestellt werden können. Zur Wiedergabe dieser farbcodierten Hologrammkopien dient eine Wiedergabeeinrichtung 13 für farbcodierte Hologramme, welche elektrische Signale liefert, die der Farbe und der Leuchtdichte der farbcodierten Szene entsprechen. Die elektrischen Signale werden zur Reproduktion der codierten Szene in den ursprünglichen Farben einer Bildwiedergabevorrichtung zugeführt, bei der es sich z. B. um eine Farbfernsehbildröhre handeln kann.
In Fig. 2 ist ein Blockschaltbild einer Einrichtung zur codierten Aufzeichnung von Leuchtdichte- und Farbsignalen auf Schwarz-Weiss-Film dargestellt. Die Einrichtung enthält eine Videosignalquelle 20, die ein Leuchtdichtesignal Y, ein
Rotsignal R und ein Blausignal B liefert. Die Quelle 20 kann z. B. eine Farbfernsehkamera oder ein Farb-Videobandgerät sein. Das Leuchtdichtesignal von der Quelle 20 wird einem Tiefpassfilter 21 zugeführt, das die Bandbreite des Leuchtdichtesignals auf drei MHz begrenzt. Das in seiner Bandbreite begrenzte Leuchtdichtesignal wird einer ersten Eingangsklemme einer Addierschaltung 22 zugeführt.
Das Rotsignal R wird von der Videosignalquelle 20 einer Eingangsklemme eines Modulators 24 zugeführt. Eine zweite Eingangsklemme dieses Modulators 24 wird mit einer 5-MHz-Trägerschwingung von einem Oszillator 23 gespeist.
Die 5-MHz-Trägerschwingung wird durch das Rotsignal in der Amplitude moduliert, wobei eine mit dem Rotsignal modulierte Trägerschwingung mit den zugehörigen Seitenbändern entsteht. Das Farbsignal am Ausgang des Modulators 24 wird in einem Bandfilter 25 auf einen Frequenzbereich von 4,5 bis 5,5 MHz begrenzt und einer zweiten Eingangsklemme der Addierschaltung 22 zugeführt.
Das Blausignal von der Quelle 20 wird der einen Eingangsklemme eines Modulators 27 zugeführt, an dessen anderer Eingangsklemme eine 3,5-MHz-Trägerschwingung von einem Oszillator 26 liegt. Die 3,5-MHz-Trägerschwingung wird durch das Blausignal in der Amplitude moduliert und die dabei entstehende blausignalmodulierte Trägerschwingung mit den zugehörigen Seitenbändern wird einem Bandfilter mit einem Durchlassbereich zwischen 3 und 4 MHz zugeführt. Das in der Bandbreite begrenzte Ausgangssignal des Bandfilters 28 wird einer dritten Eingangsklemme der Addierschaltung 22 zugeführt. Die Addierschaltung vereinigt das Leuchtdichtesignal, das trägerfrequente Rotsignal und das trägerfrequente Blausignal zu einem Signalgemisch, das die Farbe und die Leuchtdichte einer Szene darstellt.
Das Farb- und Leuchtdichte-Signalgemisch wird einer Steuerelektrode einer Kathodenstrahlröhre 29 zugeführt, um einen Elektronenstrahl in der Kathodenstrahlröhre 29 so zu modulieren, dass das Bild des Signalgemisches auf dem Leuchtschirm der Röhre 29 wiedergegeben wird, wenn der Elektronenstrahl ein Raster auf den Leuchtschirm schreibt.
Jeder auf den Leuchtschirm geschriebene Raster wird durch eine Filmkamera, die einen Schwarzweissfilm enthält, aufgenommen, um entsprechende farbcodierte Schwarz-Weiss-Bilder auf dem Film zu erzeugen.
Eine der Fig. 2 ähnliche Einrichtung zum codierten Aufzeichnen-von Farb- und Leuchtdichtesignalen auf Schwarz Weiss-Film ist in der US-Patentschrift 2 736 762 beschrieben.
Ein Film, der entsprechend der Erläuterung zu Fig. 2 und entsprechend der obengenannten Patentschrift hergestellt worden ist, eignet sich für die Verwendung in der Einrichtung gemäss Fig. I zur Herstellung von Hologrammaufzeichnungen.
In Fig. 3 ist schematisch eine Einrichtung zur optisch codierten Aufzeichnung von Farbinformation auf Schwarz Weiss-Film dargestellt. Die Einrichtung enthält eine Lichtquelle 31, die durch eine Batterie 32 gespeist wird. Das Licht der Lichtquelle 31 wird durch eine Kollimatorlinse 33 kollimiert und beleuchtet ein farbiges Transparentbild 34. Bei dem Transparentbild 34 kann es sich um ein einzelnes Farbdia oder ein Einzelbild eines Kinofarbfilmes handeln. Selbstverständlich wird der Kinofarbfilm durch eine übliche Transportvorrichtung so transportiert, dass die aufeinanderfolgenden Einzelbilder aufgezeichnet werden können. Bei dem Farbtransparentbild 34 ist eine optische Farbcodierfilteranordnung 36 angeordnet, um das durchfallende Licht räumlich zu codieren.
Das Transparentbild und das Farbcodierfilter werden durch ein Objektiv 37 auf einen Schwarz-Weiss Film in einer Filmkamera 38 abgebildet.
Bei der Farbcodierfilteranordnung 36 kann es sich um irgendeine geeignete Vorrichtung mit einer Rasteranordnung zum räumlichen Modulieren des von einer Szene stammenden Lichtes handeln.
Eine geeignete Vorrichtung ist zum Beispiel in der US-Patentschrift 2 733 291 beschrieben. Diese bekannte Anordnung enthält einen ersten Raster aus abwechselnden cyanfarbenen und transparenten Streifen zur Codierung des roten Lichtes durch die cyanfarbenen Streifen, die das rote Licht sperren und alle anderen Farben durchlassen, und einen dem ersten Raster überlagerten zweiten Raster aus abwechselnden gelben und transparenten Streifen zur Codierung des blauen Lichtes durch die gelben Streifen, die das blaue Licht sperren und alle anderen Farben durchlassen.
Die codierte rote und blaue Information wird räumlich dadurch getrennt, dass die Raster verschiedene Streifendichte haben. Das Leuchtdichtesignal ist in der mittleren Durchlässigkeit der überlagerten Raster enthalten. Die durch das farbige Licht modulierte Rasteranordnung wird auf eine photoempfindliche Fläche abgebildet, wo das codierte Bild als monochromatisches Muster gespeichert wird.
Es ist zweckmässig, überlagerte Codierraster zu verwenden, da dann die ganze Farb- und Leuchtdichteinformation durch einen einzigen Belichtungsvorgang auf dem Schwarz-Weiss-Film in der Kamera 38 aufgezeichnet werden kann, es ist jedoch auch möglich, jedes einzelne Transparentbild 34 mehrmals unter Verwendung getrennter Codierraster für die verschiedenen Farben zu belichten, falls es sich als zweckmässig erweisen sollte, mit verschiedenen Belichtungszeiten oder -intensitäten für die verschiedenen Farben zu arbeiten.
Fig. 4 zeigt schematisch eine Einrichtung. mittels welcher von einem farbcodierten Film eine Hologrammaufzeichnung hergestellt werden kann, bei der jedes einzelne Hologramm sowohl Farb- als auch Leuchtdichteinformation enthält. Die Einrichtung enthält einen Laser 40, der ein Bündel räumlich kohärenten monochromatischen Lichtes 41 liefert.
Im allgemeinen braucht die Quelle für das räumlich kohärente monochromatische Licht nicht unbedingt ein Laser zu sein, da anfänglich nicht räumlich kohärentes monochromatisches Licht von einer Lichtquelle, wie einer Gasentladungslampe, dadurch räumlich kohärent gemacht werden kann, dass man es durch eine Blende mit einer feinen Öffnung fallen lässt. Hierdurch wird die Intensität des Lichtes jedoch sehr stark verringert.
Das Lichtbündel fällt durch eine Öffnung 42 einer Maske 43, wenn die Öffnung 42 durch einen Verschluss 44 freigegeben wird. Der Verschluss 44 wird z. B. einmal pro Sekunde durch einen Antriebsmotor 66 betätigt, mit dem er mechanisch gekoppelt ist. Das durch die Öffnung 42 tretende Lichtbündel 41 fällt auf einen Bündelteilerspiegel 45, der es in ein durchgelassenes Bündel 46 und ein reflektiertes Bündel 47 teilt. Das reflektierte Bündel 47 wird von einem Spiegel 48 reflektiert und durch Linsen 49 und 52 zu einem Referenzbündel 47' verbreitert. Zwischen den Linsen 49 und 52 fällt das Bündel durch eine kleine Öffnung 50 in einer Blende 51, um eine räumliche Begrenzung zu erreichen und unerwünschte Beugungsfransen zu beseitigen.
Das Bündel 46 wird durch Linsen 55 und 58 zu einem Ob jektbündel 46' verbreitert. Zwischen den Linsen 55 und 58 fällt das Bündel 46 zur räumlichen Filterung durch eine kleine Öffnung 56 einer Blende 57.
Das Objektbündel 46' fällt dann auf ein Matt- oder Dif fuserglas 59, durch das das Objektbündel 46' redundant ge macht wird. Die Redundanz des Objektbündels gewährlei stet, dass dieselbe Information in vielen Bereichen des Holo grammes erscheint und dadurch die Wirkungen von Krat zern und dergleichen auf die Hologrammaufzeichnung stark verringert werden.
Es kann wünschenswert sein, das Diffuserglas 59 durch ein zweidimensionales Phasengitter zu ersetzen. Bei Verwen dung eines zweidimensionalen Phasengtters wird im reprodu zierten Bild des Hologramms das Auftreten von Störflecken verhindert, die vorhanden sind, wenn ein Hologramm klei ner Abmessungen mit einem diffusen Objektlichtbündel auf gezeichnet wird. Zweidimensionale Phasengitter und ihre
Vorteile sind z. B. in der deutschen Offenlegungsschrift
1 797 151 erläutert.
Das zweidimensionale Phasengitter ist so bemessen, dass sich die maximal mögliche Redundanz im Hologramm er gibt, die erreichbar ist, ohne dass im rekonstruierten Bild stö rende Gitterlinien erscheinen, die durch Schwebungen zwi schen dem zweidimensionalen Gitter und dem Muster der auf dem codierten Schwarz-Weiss-Film 60 vorhandenen Farb codierstreifen entstehen können. In dieser Hinsicht ist es wünschenswert, mit einer Farbcodierung zu arbeiten, bei der die Codestreifen alle in der gleichen Richtung verlaufen.
Dabei lässt sich dann ein Maximum an Redundanz erzielen, da zwischen den Codestreifen und einer orthogonalen Gruppe von Gitterlinien keine Schwebungen auftreten kön nen.
Ein anderer Grund für die Verwendung von nur in einer
Richtung verlaufenden Farbcodierstreifen besteht in der Ver meidung der Notwendigkeit einer genauen Deckung der auf einanderfolgenden Bildfelder in zwei Richtungen. In dieser
Hinsicht stellt das in der bereits erwähnten US-Patentschrift 2 733 291 beschriebene Farbcodierfilter eine ideale Lösung dar, da die Codestreifen dieses Filters in nur einer Richtung verlaufen.
Das aus dem Diffuserglas 59 austretende redundante Objektbündel 46" fällt auf einen farbcodierten Schwarz-Weiss
Film 60. Der Film 60 wird von einer Spule 61 abgewickelt und auf eine Spule 62 aufgewickelt. Der Antriebsmechanismus für den Transport des codierten Films 60 ist mit dem Antriebsmotor 66 gekoppelt. Bei dem farbcodierten Film 60 handelt es sich um einen Typ, wie ihn die in Verbindung mit den Fig. 2 und 3 beschriebenen Einrichtungen liefern.
Das Objektbündel 46', das den codierten Film 60 durchsetzt hat, fällt dann auf eine Linse 63, deren Brennpunkt in der Ebene des Films 60 liegt, so dass die aus der Linse 63 austretenden Lichtstrahlen ein paralleles Bündel bilden. Bei einer solchen Anordnung der Linse 63 entsteht ein sogenanntes Fraunhofer-Hologramm. Ein Phasenhologramm vom Fraunhofer-Typ hat den Vorteil, dass eine Kopie eines solchen Hologramms auch dann ein ruhendes Bild liefert, wenn die Hologrammkopie bei der Wiedergabe durch das Wiedergabelichtbündel bewegt wird.
Das Objektbündel 46" und das Referenzbündel 47' fallen dann durch eine Öffnung 43 in einer Blende 54, um auf einem Aufzeichnungsträger 64 ein Hologramm zu bilden.
Wie bereits erläutert, erzeugen das Objektbündel 46" und das Referenzbündel 47' eine Interferenzfigur entsprechend der Information, die in einem Einzelbild des farbcodierten Films 60 enthalten ist. Diese Interferenzfigur wird auf dem Aufzeichnungsträger 64 aufgezeichnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel hat der Aufzeichnungsträger 64 die Form einer Scheibe, wie es aus der oben erwähnten Offenlegungsschrift bekannt ist. Wie erwähnt, kann der Aufzeichnungsträger jedoch auch die Form eines Filmstreifens oder Bandes haben.
Die Scheibe 64 wird durch einen mit dem Antriebsmotor 66 gekuppelten Mechanismus 65 gedreht und gleichzeitig vertikal bewegt, so dass die den verschiedenen Einzelbildern des Filmes 60 entsprechenden farbcodierten Hologramme in einer Spirale auf der Scheibe 64 aufgezeichnet werden.
Nach der Verarbeitung sind also auf der Scheibe 64 Hologramme in Form von Reliefmustern aufgezeichnet, welche die farbcodierten Bilder auf dem Film 60 darstellen. Mit der Scheibe 64 kann dann eine Metallmuttermatrize zum Herstellen von Kopien der ursprünglichen Scheibe 64 hergestellt werden, wie es aus der oben erwähnten deutschen Offenlegungsschrift bekannt ist.
Fig. 5 zeigt schematisch eine Einrichtung zur Herstellung von farbcodierten Hologrammaufzeichnungen von Farbauszugnegativen. Zur Herstellung eines Farbauszugnegatives kann man ein farbiges Transparentbild durch ein Filter der speziellen Farbe, für die das Negativ herzustellen ist, beleuchten und mit dem gefilterten Licht einen Schwarz-Weiss-Film belichten. Diejenigen Teile der Einrichtung gemäss Fig. 5, die Teilen entsprechen oder Teilen wirkungsgleich sind, welche bereits in Verbindung mit Fig. 4 erläutert worden sind, tragen dieselben Bezugszeichen wie in Fig. 4.
Die Einrichtung gemäss Fig. 5 enthält wieder eine Laseranordnung 40, die ein Bündel 41 räumlich kohärenten monochromatischen Lichts liefert, das durch die Öffnung 42 der Maske 43 tritt, wenn der Verschluss 44 geöffnet ist. Das Bündel 41 wird durch den Spiegel 45 in ein Bündel 46 sowie ein Bündel 47 aufgeteilt. Das Bündel 47 wird durch einen Spiegel 48 in die zur Vergrösserung des Bündelquerschnittes dienende Anordnung aus den Linsen 49 und 52 und der zwischen diesen Linsen angeordneten, ein kleines Loch 50 aufweisenden Blende 51, die unerwünschte Randeffekte beseitigt, reflektiert. Das aus der Linse 52 austretende Bündel 47' ist das Referenzbündel, das zur Erzeugung eines Hologrammes durch die Öffnung 53 der Blende 54 auf den Aufzeichnungsträger 64 fällt.
Der vom Spiegel 45 durchgelassene Teil 46 des Bündels 41 bildet das Informations- oder Objektbündel. Das Bündel 46 wird durch Linsen 55 und 58 im Querschnitt vergrössert und durch die Öffnung 56 der Blende 57 begrenzt. Es fällt dann durch ein Diffuserglas 59, um Redundanz in das Bündel einzuführen. Wie in Verbindung mit Fig. 4 erläutert wurde, kann anstelle des Diffuserglases 59 auch ein zweidimensionales Phasengitter verwendet werden, um das Auftreten unerwünschter Störflecken im Hologramm zu verringern. Das Objektbündel 46 wird durch die Spiegel 70 und 71 in drei Teile aufgeteilt. Der Spiegel 70 reflektiert einen Teil des Bündels zu einem Spiegel 72, von dem aus das betreffende Teilbündel durch ein Rot-Farbauszugnegativ 73 fällt, neben dem eine Gitter- oder Rasteranordnung 74 angeordnet ist.
Das Gitter kann ein Muster von undurchlässigen und transparenten Streifen enthalten und das das Gitter durchsetzende Licht ist dementsprechend mit der im Farbauszugnegativ 73 enthaltenen Information moduliert. Das Objektbündel, das nun die dem Rotanteil entsprechende Information enthält, wird durch Spiegel 75 und 76 in ein Objektiv 63 reflektiert.
Der Spiegel 41 reflektiert einen Teil des Bündels 46 zu einem Spiegel 78, von dem aus das betreffende Teilbündel durch ein Blau-Farbauszugnegativ 79 und eine neben diesem angeordnete Raster- oder Gitteranordnung 80 fällt. Die Gitteranordnung 80 hat eine andere Streifendichte als die Gitteranordnung 74, so dass die mit dem Blauanteil modulierte Information eine andere räumliche Frequenz hat als die mit dem Rotanteil modulierte Information und daher von dieser getrennt ist. Das blaue Objektbündel mit der Modulation, die der im Blau-Farbauszugnegativ enthaltenen Information entspricht, wird durch Spiegel 81 und 77 in das Objektiv 63 reflektiert. Ein dritter Teil des Objektbündels 46 wird von den Spiegeln 70 und 71 durchgelassen und fällt durch ein Grün-Farbauszugnegativ 82.
Beim Grün-Farbauszugnegativ braucht keine Gitteranordnung verwendet werden, da die Ro information und die Blauinformation auf Grund ihrer jeweiligen räumlichen Frequenzen abgetrennt werden können und die Grüninformation dann zurückbleibt. Das mit der Grüninformation modulierte Bündel fällt durch die Spiegel 76 und 77 in das Objektiv 63.
In das Objektiv 63 fallen also Teilbündel entsprechend der Rot-, Blau- und Grüninformation. Der Abstand des Objektives 63 von den Rot-, Blau- und Grün-Farbauszugnegativen 73, 79 bzw. 82 ist gleich der Brennweite des Objektivs. Die aus dem Objektiv 63 austretenden Lichtstrahlen verlaufen also im wesentlichen parallel zueinander und bilden bei der Interferenz des Objektbündels 46 mit dem Referenzbündel 47 ein Interferenzmuster in Form eines Fraunhofer-Hologrammes. Dieses Interferenzmuster, das ein Phasenhologramm ist, welches die codierte Farbinformation enthält, wird auf der als Aufzeichnungsträger dienenden Scheibe 64 aufgezeichnet, wie es in der erwähnten Offenlegungsschrift beschrieben ist.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist es nicht erforderlich, die Farben des Transparentbildes zuerst mit verschiedener Codierung auf Schwarz-Weiss-Film aufzuzeichnen. Diese Ausführungsform ist also besonders vorteilhaft, da der Schwarz-Weiss-Film bei Belichtung mit Licht verschiedener Intensität eine nichtlineare Schwärzungscharakteristik hat, die den dynamischen Bereich des Films beschränkt und Nichtlinearitäten in das System, in dem Nichtlinearitäten so klein wie möglich gehalten werden sollten, einführt. Es ist zwar erforderlich, Farbauszugnegative herzustellen, dies lässt sich jedoch einfach durchführen und wenn die Hologrammaufzeichnung zur Herstellung vieler Kopien bestimmt ist, sind auch die zusätzlichen Kosten der Aufteilung auf die Kosten der Kopien nur klein.
Es sei darauf hingewiesen, dass es nicht notwendig ist, das Objektbündel 46 in drei Teilbündel aufzuspalten, um alle drei Farbauszugnegative gleichzeitig zu beleuchten. Man kann vielmehr mit nur einem einzigen Objektbündelstrahlengang arbeiten und die verschiedenen Farbauszugnegative mit den zugehörigen Gittern getrennt im Strahlengang anordnen.
In Fig. 6 ist schematisch eine Einrichtung zum Herstellen einer holographischen Aufzeichnung eines farbcodierten Filmes dargestellt, bei der ein band- oder streifenförmiger Aufzeichnungsträger verwendet wird. In Fig. 6 sind für entsprechende Bauteile wieder die gleichen Bezugszeichen verwendet worden wie in den Fig. 4 und 5.
Die Einrichtung gemäss Fig. 6 enthält eine Laseranordnung 40, die ein Bündel 41 räumlich kohärenten monochromatischen Lichtes liefert. Das Lichtbündel 41 fällt bei geöffnetem Verschluss 44 durch die Öffnung 42 der Maske 43 auf einen Bündelteilerspiegel 45, der das einfallende Bündel in ein durchgelassenes Bündel 46 und ein reflektiertes Bündel 47 aufteilt. Das Bündel 47 wird durch den Spiegel 48 reflektiert, und zur Bildung des Referenzbündels 47' mittels der Linsen 49 und 52 geht das Bündel durch die feine Öffnung 50 in der Blende 51.
Das Objektbündel 46 wird durch die Linsen 55 und 58 zum Objektbündel 46' verbreitert. Zwischen den Linsen 55 und 58 geht das Bündel durch die feine Öffnung 56 der
Blende 57.
Das Objektbündel 46' fällt auf ein zweidimensionales Phasengitter 59'. Das zweidimensionale Phasengitter 59' dient anstelle einer Mattglasplatte zur Einführung von Redundanz in das Objektbündel 46'.
Das aus dem zweidimensionalen Phasengitter 59' austretende redundante Objektbündel 46' fällt dann auf einen farbcodierten Schwarz-Weiss-Film 60. Der Film 60 wird von einer Spule 61 abgewickelt und auf eine Spule 62 aufgewikkelt. Der den codierten Film 60 transportierende Antriebsmechanismus ist mit dem Antriebsmotor 66 gekoppelt. Bei dem farbcodierten Film 60 handelt es sich um einen Typ, wie ihn die in Verbindung mit Fig. 2 und 3 beschriebene Einrichtung liefert.
Das Objektbündel 46' tritt, nachdem es durch den codierten Film 60 gefallen ist, in ein Objektiv 63 ein, dessen Brennebene mit der Ebene des Films 60 zusammenfällt. Aus dem Objektiv 63 tritt daher ein paralleles Lichtbündel 46" aus. Diese Anordnung des Objektivs 63 liefert ein Fraunhofer-Hologramm.
Das Objektbündel 46" und das Referenzbündel 47' fallen durch die Öffnung 53 in der Blende 54 und bilden auf einem Aufzeichnungsträger 110 ein Hologramm. Wie bereits erläutert wurde, entsteht durch die Wechselwirkung des Objektbündels 46" und des Referenzbündels 47' eine Interferenzfigur entsprechend der in einem Einzelbild des farbcodierten Films 60 enthaltenen Information. Diese Interferenzfigur wird durch den Aufzeichnungsträger 110 aufgezeichnet. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel hat der Aufzeichnungsträger 110 die Form eines Bandes oder Streifens, wie an anderer Stelle näher ausgeführt worden ist.
Das Band 110 wird von einer Spule 111 abgewickelt und auf eine Spule 112 aufgewickelt. Der Antrieb des Bandes erfolgt durch einen Transportmechanismus 113, der mechanisch derart mit dem Antriebsmotor 66 gekoppelt ist, dass sich das Verhältnis 3/2 bezüglich der Transportgeschwindigkeit des farbcodierten Films 32 ergibt. Diese Art des Filmtransportes ist ähnlich wie sie in der Kinofilmtechnik verwendet wird; ein Film mit 24 Einzelbildern pro Sekunde wird durch den Vorschubmechanismus mit einer Bildfrequenz von 60 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet, indem jeweils ein Einzelbild des farbcodierten Filmes 32 dreimal und das nächste Einzelbild zweimal aufgezeichnet werden, so dass das Band 110 dann in der Praxis mit einer Bildfrequenz von 60 Bildern pro Sekunde wiedergegeben werden kann.
Auf dem Band 110 werden also Hologramme, die die farbcodierten Bilder des Films 60 darstellen, in Form von Reliefmustern aufgezeichnet. Mit dem Hologrammband 110 kann man dann ein Mutterband zur Herstellung billiger Bandkopien der Phasen hologramme erzeugen.
Fig. 7 ist eine schematische Darstellung einer Einrichtung zum Erzeugen von Farb- und Leuchtdichte-Signalen von einer Kopie einer farbcodierten Hologrammaufzeichnung. Die Einrichtung enthält eine Quelle für räumlich kohärentes monochromatisches Licht mit einer Laseranordnung 85, die ein Lichtbündel 86 liefert, das durch eine scheibenförmige Kopie 87 der farbcodierten Hologrammaufzeichnung fällt, welche durch eine Einrichtung gemäss Fig. 2 bis 5 erzeugt worden ist.
Die scheibenförmige Hologrammkopie 87 wird durch einen Mechanismus 88 derart gedreht und vertikal bewegt, dass die Hologramme auf der Kopie 87 nacheinander in den Strahlengang des Wiedergabebündels 86 gelangen
Das Bündel 86 verläuft in einem solchen Winkel zur Ebene der scheibenförmigen Hologrammkopie 87, dass bei der Beugung des Bündels 86 durch die Hologrammkopie 87 ein Bündel 86a erster Ordnung in ein Abbildungsobjektiv 89 fällt. Das Bündel 86a enthält die farbcodierte Information und das Objektiv 89 bildet diese Information auf eine foto empfindliche Elektrode 90 einer Bildaufnahmeröhre 91 ab.
Die scheibenförmige Kopie 87, die ein Abbild des redundan ten Phasenhologramms vom Fraunhofer-Typ ist, welches durch eine der oben beschriebenen Einrichtungen aufgezeichnet worden ist, kann durch den Mechanismus 88 mit gleichbleibender Geschwindigkeit bewegt werden, ohne dass dadurch eine Störung des auf der photoempfindlichen Elektrode 90 der Bildaufnahmeröhre 91 entstehenden Bildes eintritt. Unerwünschte Schwankungen der Drehzahl der scheibenförmigen Kopie 87 können also das Bild auf der photoempfindlichen Elektrode 90 nicht beeinträchtigen. Die redundante Hologrammkopie kann ausserdem mit beliebiger Drehzahl und Drehrichtung (vorwärts oder rückwärts) abgespielt werden, da die Scheibendrehzahl nicht mit der Abtastfrequenz der Bildaufnahmeröhre synchronisiert zu sein braucht.
Das Bild auf der photoempfindlichen Elektrode 90 ist ein Abbild des im codierten Schwarz-Weiss-Film oder den Farbauszugnegativen mit den überlagerten Gittern enthaltenen Bildes, die oben erwähnt worden waren. Die codierte Information hat, wie beschrieben, die Form zweier farbmodulierter Trägerschwingungen mit den zugehörigen Seitenbändern und eines Helligkeits- oder Leuchtdichtesignales, welches in einem Frequenzband enthalten ist, das von den für die Farbsignale verwendeten Frequenzbändern verschieden ist. Dieses Signalgemisch tritt also beim Abtasten der photoempfindlichen Elektrode 90 durch den Elektronenstrahl an einer Ausgangsklemme 92 der Bildaufnahmeröhre 91 auf.
Von der Ausgangsklemme 92 wird das Signalgemisch einem Tiefpassfilter 93 zugeführt, um den Leuchtdichteanteil vom Signalgemisch abzutrennen. Das Leuchtdichtesignal Y, dessen Bandbreite 3 MHz beträgt, steht dementsprechend an einer Ausgangsklemme 94 des Tiefpassfilters 93 zur Verfügung.
Das Signalgemisch wird ferner einem Bandfilter 95 mit einem Durchlassband von 3 bis 4 MHz zugeführt, welches die mit dem Blausignal modulierte Trägerschwingung vom Signalgemisch abtrennt. Die mit dem Blausignal modulierte Trägerschwingung wird durch einen Amplitudendemodulator 96 demoduliert und das demodulierte Signal wird einer Subtrahierschaltung 97 zugeführt. Weiterhin wird das Signalgemisch einem Tiefpassfilter 98 zugeführt, an dessen Ausgang ein Leuchtdichtesignal zur Verfügung steht, dessen Bandbreite von 500 kHz gleich der Bandbreite der demodu lierten Farbsignale ist. Dieses schmalbandige Leuchtdichtesignal wird einer weiteren Eingangsklemme der Subtrahierschaltung 97 zugeführt, in der es vom Blausignal substrahiert wird, um ein B-Y-Farbdifferenzsignal zu erzeugen.
Schliesslich wird das Signalgemisch von der Klemme 92 noch einem Bandfilter 100 zugeführt, das die mit dem Rotsignal modulierte Trägerschwingung und ihre Seitenbänder vom Signalgemisch abtrennt. Das abgetrennte Signal wird einem Amplitudendemodulator 101 zugeführt und das von diesem erzeugte Rotsignal wird auf die eine Eingangsklemme einer Subtrahierschaltung 102 gekoppelt. An der anderen Eingangsklemme der Subtrahierschaltung 102 liegt das schmalbandige Leuchtdichtesignal vom Tiefpassfilter 98.
Dieses schmalbandige Leuchtdichtesignal wird vom demodulierten Rotsignal subtrahiert, wobei man ein (R-Y)-Farbdifferenzsignal erhält, das an einer Ausgangsklemme 103 der Subtrahierschaltung 102 zur Verfügung steht.
Das Leuchtdichtesignal Y und die Farbdifferenzsignale B-Y und R-Y können den entsprechenden Videoverstärkern in einem Farbfernsehempfänger zugeführt werden, um auf der Farbbildröhre des Empfängers ein Bild zu erzeugen, das der Szene entspricht, die in der Hologrammaufzeichnung codiert aufgezeichnet worden war.
Fig. 8 zeigt in schematischer Darstellung einen Teil einer Einrichtung zum Erzeugen von Farb- und Leuchtdichtesignalen von einer Bandkopie einer farbcodierten Hologrammaufzeichnung. In den Fig. 7 und 8 sind für entsprechende Bauele.
mente die gleichen Bezugszeichen verwendet worden. Die Einrichtung gemäss Fig. 8 ist ausserdem nur bis zur Ausgangsklemme 92 der Bildaufnahmeröhre 91 dargestellt, da die folgenden Teile mit denjenigen übereinstimmen, die in Fig. 7 dargestellt sind.
Die Einrichtung gemäss Fig. 8 enthält eine Laseranordnung 85 zum Erzeugen eines Bündels 86 räumlich kohärenten monochromatischen Lichtes. Das Bündel 86 fällt durch eine Bandkopie 120 einer farbcodierten Hologrammaufzeichnung, die mit der Einrichtung gemäss Fig. 6 hergestellt worden ist.
Die Bandkopie 120 wird durch Bandrollen 121 geführt, von einer Spule 122 abgewickelt und auf eine Spule 123 aufgewickelt. Wenn das Lichtbündel 86 durch die Reliefmusterhologramme auf der Bandkopie 120 fällt, entsteht durch Beugung ein Bündel 86 erster Ordnung. Das Bündel 86 enthält ein Informationsmuster, das durch das Abbildungsobjektiv 89 auf die photoempfindliche Elektrode 90 der Bildaufnahmeröhre 91 abgebildet wird. Die soweit beschriebene Laserabbil dungsanordnung kann so ausgebildet sein, dass die Wellenlänge des aus der Laseranordnung 85 austretenden Lichtes von der Wellenlänge des Laserlichtes, das bei der Herstellung der Hologrammaufzeichnung in der Einrichtung gemäss Fig. 6 verwendet wird, verschieden ist.
Wenn die Wellenlänge des von der Laseranordnung 86 er zeugten Lichtes grösser ist als die Wellenlänge des Lichtes, das bei der Herstellung der Mutter-Hologrammaufzeichnung verwendet wurde, ist das auf der photoempfindlichen Elektrode 90 erzeugte Bild um einen Faktor grösser als das ursprüngliche, durch die Einrichtung gemäss Fig. 6 erzeugte Hologramm, welcher gleich dem Verhältnis der Wellenlänge des bei der Wiedergabe verwendeten Laserlichtes zur Wellenlänge des bei der Aufzeichnung verwendeten Laserlichtes ist.
Da es sich bei der Bandkopie 120 um ein redundantes Phasenhologramm vom Fraunhofer-Typ handelt, das mit der Einrichtung gemäss Fig. 6 aufgezeichnet wurde, kann es vom Bandtransportmechanismus mit gleichbleibender Geschwindigkeit transportiert werden, ohne dass dabei irgendwelche Störungen oder Verzerrungen des auf der photoempfindlichen Elektrode 90 der Bildaufnahmeröhre 91 entstehenden Bildes auftreten. Ungewollte Schwankungen der Transportgeschwindigkeit der Bandkopie 120, die durch den Bandtransportmechanismus läuft, führen daher nicht zu unbrauchbaren Bildern auf der photoempfindlichen Elektrode 90. Die redundante Hologrammbandkopie kann ausserdem mit beliebiger Geschwindigkeit vorwärts oder rückwärts abgespielt werden, da keine Synchronisation der Bandgeschwindigkeit mit der Abtastfrequenz der Bildwiedergaberöhre erforderlich ist.
Das auf der photoempfindlichen Elektrode 72 erzeugte Bild ist ein Abbild des Bildes, das in dem in Fig. 6 dargestellten codierten Schwarz-Weiss-Film 60 enthalten ist. Wie in Verbindung mit Fig. 2 erläutert wurde, hat die codierte Information die Form zweier mit Farbinformation modulierter Trägerschwingungen mit den zugehörigen Seitenbändern und eines Leuchtdichtesignals, das in einem Frequenzband liegt, welches sich von den für die Farbsignale verwendeten Frequenzbändern unterscheidet. Dieses Signalgemisch tritt dementsprechend an der Ausgangsklemme 92 der Bildaufnahmeröhre 91 auf, wenn der Elektronenstrahl die photoempfind liche Elektrode 90 abtastet.
Das Signalgemisch von der Klemme 92 wird der in Fig.
7 dargestellten Filteranordnung zugeführt und ebenso verarbeitet, wie in Verbindung mit dieser Figur erläutert worden ist, um das Leuchtdichtesignal sowie die Farbdifferenzsignale B-Y und R-Y zu erzeugen. Diese Signale können nun den entsprechenden Videoverstärkern in einem Farbfernsehempfänger zugeführt werden, um auf der Farbbildröhre des Empfängers ein Bild zu erzeugen, das der Szene entspricht, die zuerst auf dem Schwarz-Weiss-Film und dann auf der Hologrammbandkopie codiert aufgezeichnet worden war.