Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Mischen von stillem und imprägniertem Wasser für den Ausschank von Trinkflüssigkeiten, bestehend aus einem Gehäuse mit zwei, stilles und imprägniertes Wasser führenden Kanälen, die über ein Mischorgan mit einem gemeinsamen Kanal verbunden sind.
Es werden bereits Geräte zur Abgabe von aus mit Kohlensäure versetztem Wasser und Sirup gemischten Getränken angeboten, bei denen die Möglichkeit gegeben ist, das den Karbonisator verlassende imprägnierte Wasser, bevor es im
Mischhahn mit dem Sirup-Anteil vermischt wird, mit stillem Wasser zu verschneiden. Zu diesem Zweck ist die das imprägnierte Wasser enthaltende Leitung mit einer Abzweigung versehen, durch die stilles Wasser zugeführt wird, das jedoch vor der Vereinigung ein Durchflussregelventil passiert. Mit Hilfe dieses Ventils soll der Kohlensäuregehalt des fertigen Getränkes reduziert werden können, aber eine gute Durchmischung ist damit nicht möglich. Ferner lässt sich auf einfache Weise die das imprägnierte Wasser enthaltende Leitung nicht ausschalten, um stilles Wasser mit Sirup im Zapfhahn mischen zu können.
Diese Nachteile werden durch eine weiterhin bekanntgewordene Einrichtung zum Ausschenken von Mischgetränken beseitigt, bei der stilles und imprägniertes Wasser in 2 getrennten Leitungen einer sogenannten Mischweiche zugeführt werden.
Letztere besteht im wesentlichen aus einem mit zwei parallelen Kanälen durchsetzten Hahnküken, das in einem Gehäuse drehbar gelagert ist und bei dem die beiden einmündenden Leitungen für stilles und imprägniertes Wasser einerseits und eine gemeinsame Leitung für das gewünschte Gemisch andererseits sich diametral einander gegenüber liegen.
In der Grundstellung ist das Hahnküken so eingerichtet, dass die Verbindungen des einen Kanals mit der Leitung für stilles Wasser und der gemeinsamen Leitung einerseits und des anderen Kanals mit der Leitung für imprägniertes Wasser und der gemeinsamen Leitung andererseits hergestellt ist. Durch Drehen des Hahnkükens lassen sich die beiden Kanäle so verstellen, dass z.B. die Verbindung zwischen der Leitung für imprägniertes Wasser und der gemeinsamen Leitung hergestellt und der Zufluss von stillem Wasser unterbrochen ist, so dass bei der Vermischung mit Sirup ein hochimprägniertes Mischgetränk entsteht. Durch entgegengesetztes Verdrehen des Hahnkükens kann der Zufluss von imprägniertem Wasser gesperrt werden, so dass das fertige, den Zapfhahn verlassende Mischgetränk aus Sirup und stillem Wasser besteht.
Da durch dieses verdrehbare Hahnküken bereits bei einem Verstellwinkel von etwa 17 die Verbindung zu einer Leitung ganz hergestellt und zur anderen Leitung ganz unterbrochen ist, ergibt sich daraus, dass für eine feine Dosierung beim Verschneiden des imprägnierten Wassers nur ein sehr geringer Spielraum besteht.
Der Erfindung liegt unter Vermeidung der genannten Nachteile die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Mischen von stillem und imprägniertem Wasser für den Ausschank von Trinkflüssigkeiten so zu verbessern, dass wahlweise stilles oder imprägniertes Wasser mit Sirup in jeder beide blgen Zusammensetzung vermischt als auch jeder gewünschte Grad der Verschneidung ohne Schwierigkeit wiederholt werden kann.
Gemäss der Erfindung wird die Aufgabe durch einen Mischblock gelöst, der mit je einem Versorgungskanal für stilles und imprägniertes Wasser und einem die beiden Kanäle überbrückenden Verbindungskanal versehen ist, der seinerseits eine von aussen betätigbare und gleichzeitig auf beide Kanäle einwirkende Stellschraube aufweist, durch die bei Aufrechterhaltung einer konstanten Durchflussmenge der CO2
Anteil von 0 bis zur vollen Imprägnierung stufenlos einstellbar ist.
Im folgenden ist von einem < (Premix - und einem Post mix -Zapfhahn die Rede. Der Premix -Zapfhahn dient zur
Ausgabe einer fertig gemischten Trinkflüssigkeit. Im ePost- mix -Zapfhahn münden separate Leitungen, die die aus imprägniertem oder stillem Wasser und Sirup bestehende Trink- flüssigkeit heranführen. Die Trinkflüssigkeit wird also im Postmix -Zapfhahn gemischt und gelangt dort zur Ausgabe.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind durch zwei Aus führungsbeispiele auf der Zeichnung näher erläutert und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Mischblock mit Einlasskanälen für stilles und imprägniertes Wasser und ein Auslassmundstück im Längs schnitt,
Fig. 2 einem Mischblock und eine Sirup-Leitung mit An schluss an einem ( < Postmix -Zapfhahn in schematischer Dar stellung,
Fig. 3 einen Mischblock kombiniert mit einer Regelein richtung in Form eines kompakten Bausatzes und
Fig. 4 die in Fig. 3 gezeigte Kombination, jedoch für Was ser und Sirup in Verbindung mit einem das fertige Getränk ausgebenden Zapfhahn in schematischer Darstellung.
Der Mischblock 1 besteht im wesentlichen aus einem qua derförmigen Gehäuse und ist zweckmässigerweise aus schlag festem, transparenten Kunststoff hergestellt. Zwei von unten in den Mischblock 1 führende Blindbohrungen dienen als Ver zögerungskanäle 2 und 3 für stilles und imprägniertes Wasser, wobei das stille Wasser über Filter mittels einer biegsamen
Leitung in den Kanal 2 und das aus einem Karbonisator kom mende hochimprägnierte Wasser in den Kanal 3 geleitet wird.
Das Ende der beiden Kanäle 2 und 3 ist durch einen waage rechten Mischkanal 4 überbrückt, der von aussen durch einen
Stopfen 5 verschlossen ist. Unterhalb des Mischkanals ist ebenfalls durch eine Querbohrung ein Verbindungskanal 6 zwischen den Kanälen 2 und 3 geschaffen, der durch eine von aussen zu betätigende Stellschraube 7 den Durchlass durch die beiden Kanäle 2 und 3 regelt. Zu diesem Zweck ist die Stell schraube 7 mit einem zylindrischen Schaftteil 7 a versehen, dessen durch eine Ringnut 7 b unterbrochene Länge so bemes sen ist, dass in jeder beliebigen Stellung des Schaftteiles 7 a die
Durchflussmenge insgesamt konstant gehalten wird.
Gemäss der in Fig. 1 gezeigten Stellung des Schaftteiles 7 a ist der Kanal 3 ganz geschlossen, der Kanal 2 dagegen ganz geöffnet. Es kann also nur stilles Wasser durch den Kanal in den Mischkanal 4 und von dort in den Auslassstutzen 18 ein treten. Beim Eindrehen der Stellschraube 7 in das Gehäuse verringert sich jedoch der Öffnungsquerschnitt des Kanals 2 im gleichen Masse, wie sich der des Kanals 3 vergrössert, und zwar dadurch, dass die Ringnut 7 b mehr und mehr in den
Kanal 3 eintritt. Durch teilweises Öffnen beider Kanäle 2 und
3 lässt sich der Anteil an stillem Wasser sehr fein dosieren, so dass jeder Grad der Verschneidung des imprägnierten Wassers stufenlos eingestellt und in kürzester Zeit auch wiederholt wer den kann.
Der Mischblock 1 kann einem an sich bekannten Postmix
Zapfhahn 9 vorgeschaltet sein, und zwar ausgehend vom Aus lassstutzen 8 führt eine biegsame Leitung 10 über ein an sich bekanntes, die Durchflussmenge konstant haltendes Regelventil 11 in den Zapfhahn 9, in dessen Auslauftülle 9 a sich der Anteil an stillem und/oder imprägniertem Wasser mit dem durch die Leitung 12 über ebenfalls ein Regelventil 11 herangeführten Sirup-Anteil vermischt und zur Ausgabe ge langt. Das Prinzip dieser Verbindung des Mischblocks 1 mit einem Postmix-Zapfhahn 9 ist in Fig. 2 dargestellt.
Eine andere Anwendungsmöglichkeit des Mischblocks 1 in
Verbindung mit einem < (Premix-Zapfhahn zeigen Fig. 3 und 4, und zwar sind der Mischblock und eine Regeleinrichtung zu einem blockartigen Bausatz 14 zusammengefasst. Innerhalb des Bausatzes sind gemäss Fig. 3 je ein Regelventil 11 für Wasser und Sirup untergebracht, das sich von aussen mittels einer Stellschraube 11 a nachregeln lässt.
Die Aufgabe des Regelventils 11 besteht darin, die Durch flussmenge von Wasser und Sirup unabhängig von Druck,
Temperatur und bei Sirup auch von Viskosität konstant zu halten. Dies geschieht bekanntlich durch einen fehlerbeeinflussten Kolben 11 b, der entsprechend dem Druck des gegen ihn anströmenden Mediums mehr oder weniger gegen die Kraft seiner Feder 11 c in den Ventilkörper 11 d eingedrückt wird und dadurch eine mehr oder weniger grosse Öffnung im Ventilkörper 11 d freigibt, durch die das Wasser über ein Rückschlagventil 13 in einen Mischkanal 15 eintreten kann.
Der Sirup gelangt über einen separaten Kanal 12 a in ein Regelventil 11, ein Rückschlagventil 13 und von dort ebenfalls in den Mischkanal 15, indem durch das Zusammenströmen von Wasser und Sirup eine innige Vermischung stattfindet. Vom Mischkanal 15 führt ein Kanal 16 das fertige Getränk einem Premix-Zapfhahn 17 zu. Selbstverständlich kann im Rahmen der Erfindung der Mischblock 1 als Baueinheit erhalten bleiben, die bei der Kombination mit einer Regeleinrichtung 11 auch auf andere Weise als durch einen gemeinsamen Bausatz 14 zu einer Funktionseinheit verschmelzen kann.