Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Spannen von Kettfäden in Webmaschinen mit wellenförmigen Fächern, die Schaftstützen mit Weblitzen zum Durchtritt von Kettfäden und eine Kompensatorwalze enthält, die parallel zu den Schaftstützen angeordnet ist und eine Oberfläche besitzt, die das Profil der Fachwelle imitiert und mit den Kettfäden zur Kompensation von Spannungsänderungen in Kontakt tritt.
Die Erfindung kann am wirksamsten in Webmaschinen mit wellenförmigen Fächern angewendet werden, die Gewebe verschiedener Artikel erzeugen.
Zur Zeit sind Einrichtungen zum Spannen von Kettfäden bekannt, die Schalistützen mit Weblitzen zum Durchtritt von Kettfäden und eine Kompensatorwalze enthalten, die parallel zu den Schaftstützen liegt und eine Oberfläche besitzt, welche das Profil der Fachwelle imitiert und mit den Kettfäden zur Kompensation der Spannungsänderungen in Kontakt tritt.
In dem erwähnten Mechanismus ist die Walze zerlegbar ausgeführt und besteht aus einer Achse, auf der exzentrische Scheiben mit Bünden versetzt aufgereiht sind (siehe das Patent der Schweiz Nr. 455 667).
In den erwähnten Mechanismen gestattet es die vorhandene Walze, die in Form einer Achse mit auf ihr aufgereihten exzentrischen Scheiben ausgeführt ist, die Spannungsregelung der Kettfäden nicht auszuführen, die beim Umstellen auf einen anderen Artikel der zu erzeugenden Gewebe notwendig ist; andernfalls ist das Auswechseln der zusammengesetzten Walze erforderlich. Ausserdem tragen die hierbei eingesetzten exzentrischen Scheiben zur Vergrösserung des Reibungswegs für die Kettfäden bei.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Beseitigung der oben erwähnten Nachteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Spannen von Kettfäden zu entwickeln, die es er laubt, ein breites Gewebesortiment mit der erforderlichen Spannung zu erzeugen, was durch Regelungsmöglichkeit der Kettfädenspannung gewährleistet wird und das Wechseln des Profils der Fachwelle ermöglicht, die von Kettfäden gebildet wird.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensatorwalze schraubenförmig ausgebildet ist und im Querschnitt eine rhombische Form mit abgerundeten, glatten Spitzen hat, die dazu bestimmt sind Kontakt mit den Kettfäden aufzunehmen, und dass beiderseits der Walze Führungsstäbe für Kettfäden angeordnet sind, die in bezug auf die erwähnte Walze derart orientiert sind, dass während des Fachumtritts zwischen den Stäben und der Walze eine Kompensationsschleife gebildet wird, die bei maximaler Öffnung des Webfachs eingeholt wird.
Die konstruktive Lösung gestattet es, ein breites Gewebesortiment dank Verschiebung der Stäbe in der Vertikalen in bezug auf die Walze zur Veränderung der Spannung in der Zone der Gewebeformierung zu erzeugen. Ausserdem wird es dadurch möglich, den Reibungsweg der Kettfäden über die Elemente des Kompensators zu kürzen und das erforderliche Profil der Fachwelle einzustellen.
Die Schraubform der Walze kann einen kontinuierlichen Verlauf haben. Diese Form der Walzenoberfläche muss bei stetig verlaufender Fachwelle verwendet werden, weil in diesem Fall ein Raum volumen aus Kettfäden für die freiere Unterbringung des Schützens in demselben gebildet wird.
Die Schraubform der Walze kann auch stufenartig verlaufen. Dies bietet die Möglichkeit, die Erzeugung der Gewebe unter Bedingung des frühen Geschehens des Fachumtritts zu gewährleisten, was bei der Erzeugung einer bestimmten Gewebegruppe erforderlich ist.
Die Führungsstäbe in der erwähnten Einrichtung können zur Spannungsänderung der Kettfäden in der Vertikalen verschiebbar angeordnet sein. Dies ist zum Wechseln der Spannung der Kettfäden beim eventuellen Umstellen auf ein anderes Sortiment der zu erzeugenden Gewebe erforderlich.
Zum besseren Verständnis werden nachstehend Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf beiliegende Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 technologisches Schema der Einstellung einer mehrfächrigen Webmaschine mit der erfindungsgemässen Einrichtung zum Spannen von Kettfäden;
Fig. 2 Einrichtung zum Spannen von Kettfäden mit stufenförmiger Walze;
Fig. 3 stufenförmige Walze im Schnitt, in vergrössertem Massstab;
Fig. 4 Schnitt nach IV-IV von Fig. 2;
Fig. 5 eine andere Ausführungsvariante der Einrichtung zum Spannen von Kettfäden;
Fig. 6 Schnitt nach VI-VI von Fig. 5.
Die Einrichtung enthält Systeme von Schaftstützen 1 (Fig.
1) mit Weblitzen 2 zum Durchtritt von Kettfäden 3, eine Kompensatorwelle 4 und Führungsstäbe 5, die beiderseits der Walze 4 in der Vertikalen verschiebbar angeordnet sind.
Baugruppen der Einrichtung
Die Kompensatorwalze 4 ist parallel zu den Schaftstützen 1 angeordnet und in Gestalt einer stufenförmigen Schnecke 6 (Fig. 2 und 3) ausgeführt, die im Querschnitt eine rhombische Form mit abgerundeten Spitzen a besitzt, deren Halbmesser auf solche Weise gewählt werden, dass der Kontakt der Schneckenoberfläche mit den Kettfäden bei minimaler Reibkraft gewährleistet ist. Die Schneckenoberfläche imitiert das Profil der Fachwelle und tritt mit den Kettfäden zur Kompensation der Spannungsänderung dieser Fäden in Kontakt.
Die stufenförmige Schnecke ist von Sektionen 7 rhombischer Form gebildet, die durch Zwischenwände 8 miteinander verbunden sind, zwischen denen die Kettfäden 3 gezogen sind.
Jede Sektion 7 ist um einen Winkel phasenverschoben, wie es in Fig. 3 dargestellt ist, derart, dass die Spitzen a1, a2, a3...a6 jeder Sektion 7 die Fachwelle bilden, die in Fig. 2 bedingterweise dargestellt ist. Die stufenförmige Schnecke 6 ist in Lagern 9 und 10 gelagert, die in Kragstücken 11, 12 untergebracht sind. Die vertikale Verschiebung der Führungsstäbe 5 (Fig. 4) erfolgt mit Hilfe von Schrauben 13 mit Bünden 14, die an Leisten 15 anliegen. Diese Leisten werden an den Gehäusen der Lager 9 und 10 befestigt. Die Stäbe 5 sind in bezug auf die Walze 4 so orientiert, dass während des Fachumtritts, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, zwischen diesen Stäben und der Walze 4 eine Kompensationsschleife gebildet wird.
Bei maximaler Öffnung des Fachs wird die Schleife eingeholt.
In Fig. 5 und 6 ist eine andere Ausführungsvariante der Kompensationswalze 4 dargestellt.
In diesem Falle stellt diese Walze eine Schnecke 16 dar, die im Querschnitt eine rhombische Form und eine schraubenförmige Oberfläche besitzt, wie es in Fig. 5 dargestellt ist.
Wirkungsweise der Einrichtung zum Spannen von Kettfäden
Vor dem Ingangsetzen der Einrichtung erfolgt die Einstellung der mehrfächrigen Webmaschine. Die Kettfäden 3 werden in die Weblitzen 2 eingezogen, wobei sie um einen Streichbaum 17 (Fig. 1) laufen. In Abhängigkeit vom Artikel des zu erzeugenden Gewebes wird die erforderliche Fachwelle eingestellt, während die Kompensatorwalze in der Gegenphase zu der Fachwelle eingestellt wird.
Die erforderliche Spannung der Kettfäden 3 wird beim Einstellen der Webmaschine mittels Verschiebung der Führungsstäbe 5 bezüglich der Kompensatorwalze 4 durch Dreher von Schraaben 13 mit Bünden 14 vorgegeben.
Während der Arbeit der Fachbildungsvorrichtung liefern bei maximaler Öffnung des Webfachs die Kompensations schleifen, die durch die Führungsstäbe 5 und die im Querschnitt rhombische Walze 4 gebildet sind, die erforderliche Länge der Kettfäden in die Fachbildungszone, und während des Fachumtritts holt der Führungsstab 5 die überschüssige Länge der Kettfäden, die für den Fachbildungsprozess erforderlich sind, ein, wobei in der ganzen Einstellungszone die Spannung der Kettfäden unverändert bleibt. Die vorhandene Walze rhombischen Querschnitts schafft die Möglichkeit, den Reibweg der Kettfäden unter Bedingungen einer minimalen Reibkraft zu gewährleisten, und hält die gleichbleibende Spannung der Kettfäden in der Einstellung der mehrfächrigen Webmaschine in vollstem Masse aufrecht.