Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Trageinrichtung mit einer Tragstange zum Aufhängen von mit einer Aufhängevorrichtung versehenen Waren.
In vielen Fällen der Produktion und des Verkaufs ist es notwendig, Waren zum vorübergehenden oder längeren Aufbewahren an Tragstangen aufzuhängen, wobei die Waren selbst mit Aufhängevorrichtungen versehen oder, wie z. B.
Kleider, auf solchen aufgelegt sind. Meistens ist es dabei erwünscht, die Waren bzw. deren Aufhängevorrichtungen längs der Tragstangen bequem verschieben zu können, um entweder Zwischenräume zwischen einzelnen aufgehängten Waren, z. B. zwecks leichterer Entnahme derselben, zu bilden, oder um diese Waren selbst von einer ursprünglichen oder ersten Aufhängestelle in eine zweite und/oder in eine Abnahmestelle zu bringen. Dort, wo die Aufhängevorrichtungen einfache Haken sind, die an der Tragstange eingehängt werden, erfordert das Verschieben einen gewissen Kraftaufwand zur Überwindung des Reibungswiderstandes, und es entsteht ein gewisser Materialabrieb sowohl an der Tragstange als auch am Haken.
Diese beiden Erscheinungen sind oft sehr nachteilig oder zumindest lästig, insbesondere dort, wo häufig Verschiebungsbewegungen erforderlich sind, und wo die aufgehängten Waren durch abgeriebenes Material der Tragstange und der Aufhängevorrichtung beschmutzt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung mit einer Tragstange vorzuschlagen, bei welcher die geannten Nachteile weitgehend eliminierbar sind, und die sich vorzugsweise zur Aufnahme von auf Kleiderbügeln aufgelegten Kleidungsstücken eignet. Die erfindungsgemässe Einrichtung ist gekennzeichnet durch einen mindestens die Oberseite der Tragstange bedeckenden Überzug, welcher mindestens im Auflage- oder Anliegebereich der Aufhängevorrichtung mit in Längsrichtung der Tragstange verlaufenden Wulsten versehen ist.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt:
Fig. I eine ovale Tragstange in perspektivischer Darstellung mit einer ersten Ausführungsform des Tragstangenüberzuges,
Fig. 2 im Schnitt eine runde Tragstange mit einem diese teilweise umgebenden Überzug mit aufgelegtem Aufhängehaken eines Kleiderbügels,
Fig. 3 im Schnitt eine ovale Tragstange mit einer weitern Ausführungsform des Überzuges, der zur Verstärkung des Anklemmeffektes auch auf der der Tragstangenoberfläche zugewandten Seite angebrachte Auflagewulste aufweist, und
Fig. 4 im Schnitt eine quadratische Tragstange mit einer weitern Ausführungsform des Überzuges.
In Fig. 1 ist eine ovale Tragstange 1 dargestellt, die mit einem Überzug 2 versehen ist, der auf seiner Oberseite mit drei praktisch rechteckigen Wulsten 3 versehen ist. Solche Überzüge bestehen aufgabegemäss aus einem relativ verschleissfesten Material und müssen wenigstens an den Auflagestellen der Aufhängevorrichtung eine Oberflächenbeschaffenheit aufweisen, die einen kleinen Gleitwiderstand sichert.
Die Überzüge können als einmalige Oberflächenbeschichtung der Tragstange angebracht oder als auswechselbare, und somit als aufschieb- oder aufsteckbare Profile gefertigt sein. Sie besitzen zweckmässigerweise bessere Gleiteigenschaften und eine höhere Abriebfestigkeit als das Tragstangenmaterial bzw. dessen Oberfläche. In jenen Fällen, wo die aufzuhängenden Waren leicht sind, wie z. B. Kleidungsstücke, werden vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Überzüge verwendet. Wo bereits die Tragstange eine dekorativ gestaltete Oberfläche besitzt, bestehen solche Überzüge zweckmässig aus transparentem Material. Andererseits können die Überzüge selbst durch geeignete Einfärbung den dekorativen Effekt bewirken.
Wenn der Überzug als die Tragstange vollständig umgebendes Profil gefertigt ist, wird seine Form zweckmässig so gewählt, dass Partien seiner Innen wand von der Aussenkontur der Tragstange abweichend nach innen vorstehen und im montierten Zustand eine Klemmkraft auf die Tragstange ausüben. Diese nach innen vorstehenden Partien besitzen in nicht dargestellter Weise vorzugsweise die gleichen Wandstärken wie die übrigen Abschnitte des Profils, und werden beim Aufschieben auf die Tragstange nach aussen gedrängt. wobei eine Aussenfläche am Überzug erzielbar ist, die praktisch parallel zu derjenigen der Tragstange verläuft.
Fig. 2 zeigt im Schnitt eine runde Tragstange 6 mit einem auf der Tragstangenunterseite offenen Überzug 7, und einem darübergelegten Haken 8 eines Kleiderbügels.
Der Überzug weist zwei obere Wulste 9 und je einen seitlichen Wulst 10 auf. Die oberen Wulste erfüllen die gleiche Aufgabe wie die Wulste 3 gemäss Fig. 1 und dienen als Auflagestellen für die Haken 8 von Aufhängevorrichtungen. An dieser Stelle sei erwähnt. dass die Form der Wulste nicht kritisch ist und je nach Material mehr oder weniger scharfkantig oder auch gerundet sein kann. Die Wulste 10 sind vorgesehen, um beim Verschieben der Aufhängevorrichtungen ein Anliegen der Haken 8 an der Seitenwand 11 des Überzugprofils zu vermeiden.
Die Breite der Öffnung zwischen den Profilbacken 12, 12' ist unter Berücksichtigung der Elastizität des Profilmaterials so gewählt. dass sich das Überzugsprofil unter Anwendung einer angemessenen Druckkraft auf die Tragstange aufsetzen lässt. Die Profilbacken 12, 12' weisen zweckmässig eine Anrundung auf, die das Aufsetzen des Profils auf der Tragstange erleichtert. und das Profil weist im Herstellzustand unter Berücksichtigung, dass es nach der Montage festklemmend satt auf der Tragstange aufliegen muss, wenigstens teilweise etwas engere Radien auf als das Tragrohr.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsvariante eines aufsteckbaren Überzuges 15 für ein Ovalrohr 16 gezeigt. bei welchem Profil einerseits zur Vergrösserung des Tragbereiches, und andererseits zwecks Erzielens einer grösseren Anpresskraft oder einer besseren Zentrierung. auf der Innenseite Wulste 17 angebracht sind, welche das Profil über den grössten Teil seines Überdeckungsbereiches um ein bestimmtes Mass von der Tragstange 16 distanzieren. Die Enden 18. 18' drücken federnd gegen die Tragstange und halten das Profil darauf fest. Die Wulste 19, 19' sind in einer weitern Anordnungsvariante gezeigt, wobei die mit 19 bezeichneten für die normale Aufnahme von Haken dienen, und die mit 19' bezeichneten zur Vermeidung der Berührung der Profilseitenwand vorgesehen sind.
In Fig. 4 ist eine Variante der Erfindung mit einer quadratischen oder Vierkant-Tragstange 21 gezeigt. wobei der Überzug 24 wiederum auf der Unterseite offen gezeigt ist. Im Bereich der vier Tragstangenkanten sind Aufwerfungen 23 am Überzugsprofil 24 vorgesehen, um ein einwandfreies Anliegen der Profilseitenwände 25 über einen möglichst grossen Bereich an den bezüglichen Tragstangenwänden sicherzustellen. Vier Wulste, zwei obere mit 26 und zwei untere mit 27 bezeichnet, sind vorgesehen, um möglichst schmale, genau definierte Auflagestellen für den Haken einer Aufhängevorrichtung zu schaffen. Die Enden 28, 28' drücken federnd gegen die untern Tragstangenkanten und halten das Profil auf der Stange fest.
Die Ausführungsvariante nach Fig. 4 steht stellvertretend auch für andere Polygonstangen. indem das Überzugsprofil im Bereich der (längs laufenden) Tragstangenkanten mit Aufwerfungen versehen ist, welche bessere Federungseigenschaften vermitteln als scharfe Eckformen, und ausserdem Platz für allfällige Beschädigungsstellen oder andere Un regelmässigkeiten längs den Tragstangenkanten schaffen.