Die Erfindung betrifft ein Veredelungsverfahren für Textilmaterial, in welchem das Textilmaterial mit einer ein Veredelungsmittel und Wasser enthaltenden Veredelungsflüssigkeit getränkt wird und nachfolgend eine Erwärmung vorgenommen wird, in der die Temperatur des Textilmaterials auf eine vorbestimmte Veredelungstemperatur auge- hoben wird, wobei die Menge der Veredelungsflüssigkeit so gewählt wird, dass das Textilmaterial mindestens annähernd die gesamte verfügbare Flüssigkeit während des Tränkungsvorganges absorbiert
Das Textilmaterial kann die Form von Stückware, Garn usw. haben.
Die Veredelungsflüssigkeit kann eine Losung oder eine Emulsion des Veredelungsmittels in Wasser sein.
Als Veredelungsmittel kommen die bekannten, allgemein verwendeten Veredelungsmittel in Betracht, beispielsweise Farbstoffe, Reinigungsmittel, Weichmacher, Bleichmittel, optische Aufheller usw.
Bei zahlreichen üblichen Veredelungsverfahren erfolgt die Erwärmung durch Aufheizen eines Flüssigkeitsbades und damit des darin enthaltenen Textilmaterials. Dies ist bei Veredelungsverfahren mit niedrigem Flüssigkeitsverhältnis der eingangs angegebenen Art nicht möglich, da dort lediglich eine geringe Menge an freier Flüssigkeit oder keine freie Flüssigkeit vorliegt, wobei die Weiterleitung und Konvektion von Wärme durch das getränkte Textilmaterial durch die Diskontinuität der flüssigen Phase der Flüssigkeit behindert wird.
Ein besonderes bekanntes Veredelungsverfahren der betrachteten Art verwendet die Schaumbildungsfähigkeit eines Schaummittels als Zusatz zu der Flüssigkeit; der Tränkungsvorgang wird so durchgeführt, dass die Flüssigkeit in und an der Fläche des Textilmaterials eingeschäumt wird.
Bei diesem besonderen Verfahren entstehen weitere Schwierigkeiten beim Erwärmen, weil der Schaum wärmeisolierende Eigenschaften aufweist
Zusätzlich hat das getränkte Material ein Bestreben, beim Erwärmen zu trocknen, wobei ein vorzeitiges Trocknen zu einer ungleichförmigen Behandlung führt.
Durch die vorliegende Erfindung werden die vorangehend erwähnten Schwierigkeiten überwunden. Das erfindungsgemässe Veredelungsverfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das getränkte Textilmaterial auf die vorgegebene Veredelungstemperatur erwärmt wird, währenddem es in einer Atmosphäre bewegt wird, die annähernd oder vollständig mit Wasserdampf gesättigt ist
Diese Atmosphäre kann so als Heizfluid für das Textilmaterial und die darin aufgenommene Flüssigkeit dienen.
Dadurch werden die Probleme einer übermässigen Verdampfung nebst daraus folgender vorzeitiger Trocknung vermieden, so dass die Temperatur des getränkten Textilmaterials schnell erhöht werden kann, ohne dass Gefahren hinsichtlich ungleichmässiger Behandlung entstehen. Der Gehalt des Wasserdampfes in der Atmosphäre bzw. der Sättigungsgrad sollte vorzugsweise nicht so hoch sein, dass sich eine übermässige Kondensation auf dem Textilmaterial ergibt, was eine übermässige Verdünnung der Flüssigkeit nebst folgender Bildung einer übermässigen Menge an freiem Schaum hervorrufen könnte, wenn Schaumbildner verwendet werden, und/oder eine ungleichförmige Behandlung.
Das getränkte Textilmaterial wird während des Aufheizvorganges auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt. In dem Falle eines Färbevorgangs kann diese Temperatur die Fixiertemperatur sein. Das Textilmaterial kann danach unmittelbar gekühlt werden oder auf dieser Temperatur über eine bestimmte Zeitspanne gehalten werden, in welcher das Veredelungsmittel Wirkung zeigt. Im letzteren Fall kann die Feuchtigkeit der Atmosphäre reduziert werden, wenn einmal die vorangehend erwähnte Temperatur erreicht worden ist, so dass ein gewisser zulässiger Verdampfungsgrad des Wassers aus dem Textilmaterial die Konzentration des darin enthaltenen Veredelungsmittels so wirksam steigert, dass der Behandlungsgrad verbessert wird.
Bei der Durchführung des Veredelungsverfahrens kann die Wirkung der Flüssigkeit auf das Textilmaterial, in welches die Flüssigkeit durch Tränkung eingebracht wurde, gewünschtenfalls durch Zugabe eines oder mehrerer geeigneter chemischer Präparate in verdampfter oder zerstäubter Form zu der Atmosphäre, in welcher der Aufwärmevorgang durchgeführt wird, modifiziert werden.
Beispielsweise wird Textilware, die gefärbt werden soll, oftmals aus unterschiedlichen Fäden hergestellt, welche bevorzugt beispielsweise unter alkalischen, neutralen oder sauren Bedingungen gefärbt werden können. Die Flüssigkeit kann Farbstoffe enthalten, welche in alkalischem, neutralem und saurem Medium wirksam sind, wobei der pH-Wert der Flüssigkeit durch geeignete Zusätze zu der Atmosphäre eingestellt werden kann, um die Farbstoffe aufeinanderfolgend wirksam zu halten. Chemikalien, welche der Atmosphäre zugegeben werden können, um die Flüssigkeit für diesen Zweck zu verändern, sind z. B. Ammoniak, Essigsäure und Ameisensäure.
Es können der Atmosphäre auch Zusätze zugeführt werden, um einen Träger zu schaffen und die Wanderungsgeschwindigkeit dispergierter Farbstoffe in hydrophobe Textilien zu steigern; ein solcher Zusatz ist z. B. Benzylalkohol.
In ähnlicher Weise kann Formaldehyd gegen das Ende eines Veredelungsvorganges eingeführt werden, um die Fixierung beispielsweise von Direktfarbstoffen zu steigern.
Eine solche Zugabe ist einfach, wenn der betrachtete chemische Zusatz sich unterhalb des Siedepunktes von Wasser (d. h. unter etwa 100 C) verflüchtigt und der Vorgang bei Atmosphärendruck durchgeführt wird. Die Chemikalien können in zerstäubter Form eingespritzt werden, um eine schnelle Verdampfung sicherzustellen. Im Falle der Verwendung von Chemikalien wie Benzylalkohol erleichtert deren Verdampfungsflüchtigkeit die Verdampfung. Wenn sich die Chemiaklien beim Siedepunkt von Wasser nicht verflüchtigen, so kann die Zugabe unter Anwendung von Dochteinrichtungen erzielt werden.
Die gesättigte Atmosphäre kann auf verschiedene Arten erzeugt werden. Vorzugsweise wird das Wasser, welches die Atmosphäre in gewünschtem Mass sättigen soll, in einen Luftstrom in Form von dampfförmigem oder zerstäubtem Wasser eingespritzt, wobei die Luft durch eine Kammer zirkuliert werden kann, welche das Textilmaterial enthält. Diese Luft kann durch die Kammer während des Aufheizvorganges zirkuliert werden, wobei die Lufttemperatur von Einrichtungen ausserhalb der Kammer erhöht werden kann.
Der Heizvorgang kann in einer geschlossenen Kammer durchgeführt werden. Eine Wassermenge, welche zur Sicherstellung der annähernden oder vollständigen Sättigung der Atmosphäre in der Kammer (z. B. einem Kessel) ohne Trocknung der Textilien bei Temperaturerhöhung auf die Veredelungstemperatur ausreicht, kann dabei in der Verede lungsflüssigkeit enthalten sein, wobei also das Volumen dieser geschlossenen Kammer so gewählt sein kann, dass eine Sättigung der darin befindlichen Atmosphäre ohne Trocknung der Textilien erreicht werden kann. Das überschüssige Wasser kann verdampfen, wenn die Temperatur innerhalb der Kammer steigt, so dass dann die darin befindliche Atmosphäre gesättigt wird. Die Feuchtigkeit kann am Ende des Aufheizvorganges reduziert werden, indem die Kammer ge öffnet und die darin befindliche Atmosphäre ersetzt wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer geeigne ten Vorrichtung zur Umwälzung von Textilmaterial in einer horizontal gelagerten drehbaren Trommel, in perspektivischer und aufgebrochener Darstellung,
Fig. 2 die Vorrichtung gemäss Fig. 1 im Axialschnitt sowie in einem im wesentlichen auf eine Trommeleinfüllöffnung begrenzten Teilbereich,
Fig. 3 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Anwendung in Fällen, bei denen das Textilmaterial in Form eines Stranges vorliegt, in Ansicht von vorn bei weggelassener Frontabdeckung,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie BB von Fig. 3,
Fig. 5 ein gegenüber Fig.
4 abgewandeltes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Anwendung in den Fällen, wo das Textilmaterial in Form einer ebenen Bahn vorliegt, in Seitenansicht sowie in aufgebrochener Darstellung,
Fig. 68 abgewandelte Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen gemäss Fig. 3-5, jeweils in Seitenansicht sowie in Schnittdarstellung.
Die Vorrichtung gemäss Fig. 1, 2 umfasst eine drehbare Trommel 1, welche über ihre Zylinderwandung perforiert ist, sowie ein zylindrisches Gehäuse 2, in welchem die Trommel 1 gelagert ist. Das Gehäuse 2 bildet eine Behandlungskammer, in welcher Textilmaterial durch die Trommel 1 einem Bearbeitungsvorgang unterworfen wird. Die Trom mel 1 wird bei niedriger Geschwindigkeit durch einen (nicht veranschaulichten) Elektromotor zu gewünschten Zeiten angetrieben, um das Textilmaterial durch Umwälzwirkung zu bewegen. Die Trommel ist an der Innenseite ihrer Zylin derwandung mit axial verlaufenden Mitnehmern versehen.
Ein Zugang zu der Trommel 1 erfolgt durch eine Öffnung la, welche mit einer Öffnung 3a in dem Gehäuse 2 in Verbin dung steht, das durch eine Klappe 3 schliessbar ist, wobei die
Klappe 3 an das Gehäuse 2 mittels Scharnier angelenkt ist.
Allgemeine konstruktive Einzelheiten der oben beschrie benen Teile sind bei Trommeltrocknern und sogenannten
Horizontalwaschmaschinen bekannt und werden daher hier nicht in Einzelheiten beschrieben.
Ein Dampfinjektor 4 dient zur Abgabe von Dampf in den unteren Teil des Gehäuses 2 ausserhalb der Trommel 1. Ein äusseres Luftzirkulationssystem dient zum Abziehen von Luft aus dem Inneren des Gehäuses 2 zwecks Aufheizung und Rückzirkulation in die Trommel 1 mittels der Zugangs öffnung la.
Das Zirkulationssystem umfasst einen vertikalen Kamin 5, welcher in das zylindrische Gehäuse 2 tangential eintritt. Der Kamin 5 ist mit Fühlern 21a, 21b versehen, welche in das Gehäuse 2 verlaufen, um die Temperatur bzw. den Druck in dem Gehäuse 1 abzufühlen; ferner sind ein durch eine Kolben/Zylinder-Einheit 7 zu betätigendes Drosselglied 6 sowie ein durch eine Kolben/Zylinder-Einheit 9 zu betätigendes Drosselglied 8 vorhanden. Das Drosselglied 8 steuert den Durchlass von Luft von dem Gehäuse 2 in einen Auslasskanal 10, während das Drosselglied 6 den Durchlass von Luft in einen weiteren Teil des Zirkulationssystems steuert.
Ein Einlass einer Filtereinheit 12 ist mit der Leitung 11 durch eine Schnellverbindung 13 verbunden, wobei der Auslass der Filtereinheit 12 eine Verbindung mit dem Einlass eines Zentrifugalventilators 14 mittels einer Leitung 15 herstellt, welche eine weitere Schnellverbindung 16 umfasst.
Das Filter 12 kann in irgendeiner geeigneten Weise aus geeignetem Material aufgebaut sein. Beispielsweise können zu diesem Zweck Schaumpolymete, Metallgaze, Sintermetalle, Metallwolle, Gewebe, Papier oder andere geeignet angeordnete Schirme verwendet werden. Gemäss den Zeichnungen ermöglichen die Schnellverbindungen 13, 16 eine Entfernung des Filters aus dem Zirkulationssystem zur Reinigung und zum Ersatz, wenn dies notwendig sein sollte.
Der Ventilator mündet auslassseitig in ein Heizgehäuse
17, welches Lamellenrohr-Dampfheizelemente 18 umgibt; das Heizgehäuse 17 ist wiederum mit dem Inneren der Trom mel 1 über eine Leitung 19 verbunden, welche an einer Vor derwandung des Gehäuses 2 vorgesehen ist, und mündet aus iassseitig in die Öffnung la über eine Öffnung 2a.
Die Auslassseite der Leitung 19 ist in Fig. 2 im Schnitt veranschaulicht. Demzufolge ist dieser Auslass mittels eines Drosselgliedes 20 zu schliessen, welches durch ein Paar Kol ben/Zylinder-Einheiten 20a gemäss Fig. 1 zu betätigen ist.
> Wenn das Drosselglied 20 offen ist, wird es gegen einen inne ren transparenten Teil 3a der Klappe 3 aufgenommen, wobei durch die Leitung 19 verlaufende Luft in das Innere der
Trommel 1 über die Öffnung la abgegeben wird, wie dies durch Pfeile veranschaulicht ist.
Das Heizgehäuse 17 ist mit einer Zugangsklappe 22 für
Reinigungszwecke versehen; eine Klappe 23 ist in dem Ka min 5 zum gleichen Zweck vorgesehen.
Die Vorrichtung ist auch mit einem Dampfrohrschlangen
Heizmantel 24 versehen. Um mit optimalem'Wirkungsgrad arbeiten zu können, sind die Heizelemente 18 so ausgelegt, dass die Temperatur des Textilmaterials mit hoher Geschwin digkeit zum Ansteigen gebracht wird, wobei es wichtig ist, dass eine ungleichmässige Erwärmung des Textilmaterials so wie eine Kondensation in der Vorrichtung verhindert wer den. Zu diesem Zweck ist der Heizmantel 24 zur Erwärmung des unteren Teiles des Gehäuses 2 ausgebildet, in welchem sich jegliches Kondensat sammelt. Der Heizmantel 24 dient zur Erwärmung dieses Teiles des Gehäuses und auch des ver bleibenden Teiles desselben durch Wärmeleitung mit einer
Geschwindigkeit, welche dicht der Geschwindigkeit angenä hert ist, bei welcher die Heizelemente 18 die Temperatur der Atmosphäre in dem Gehäuse 1 und damit des Textilma terials anheben.
Der Heizmantel 24 vermindert somit eine Kondensation dadurch, dass die Durchschnittstemperatur des Gehäuses dicht bei der Temperatur der Atmosphäre innerhalb des Ge häuses gehalten wird; es wird auch sichergestellt, dass irgend ein Kondensat, welches auftritt, wiederverdampft wird, weil dessen Lage so eingestellt ist, dass derjenige Teil des Gehäu ses erwärmt wird, in welchem sich jegliches Kondensat sam melt, beispielsweise solches, das in dem Kamin 5 auftritt. Fer ner wird in wesentlichem Mass die Wärmemenge vermin dert, welche der Atmosphäre durch die Heizelemente 18 zu gefügt werden muss. Es sei beispielsweise eine Vorrichtung mit einem Gewicht von etwa 18 Tonnen aus rostfreiem Stahl mit einer Textilbeschickung von 27 kg aus Polyestergarn betrachtet, das bei einem Gewichtsverhältnis von Flüssigkeit/
Behandlungsgut von 1,5 :1 getränkt wird.
Wenn nunmehr das Polyestergarn von 16 auf 1000 C zu erwärmen ist, entspricht die Gesamtwärmemenge etwa
39,2 kg Dampf; hiervon ist lediglich das Äquivalent von
7,5 kg Dampf erforderlich, um das Behandlungsgut zu er wärmen, während die restliche Wärmemenge erforderlich ist, um die Vorrichtung zu heizen, wobei der Grossteil dieser
Wärmemenge durch den Heizmantel 24 zur Verfügung ge stellt werden kann.
Der Heizmantel 24 kann erforderlichenfalls mit Kaltwas ser beschickt werden, wenn die Vorrichtung an dem Ende eines Verfahrensvorganges abgekühlt werden soll.
Die Vorrichtung wird in vorteilhafter Weise verwendet, um sowohl den Tränkungsvorgang als auch den Aufheizungs vorgang bei der Behandlung von Textilgut mit niedrigem
Flüssigkeitsverhältnis durchzuführen. Zu diesem Zweck ist die Vorrichtung mit einem Sprühstab versehen, welcher sich in der Nähe der Zugangsöffnung 2a befindet, um eine Ein speisung in die Trommel 1 durch die Öffnung la zu erzielen.
Der Sprühstab 25 ist wahlweise mit einer eine Pump- und Zu messeinrichtung aufweisenden Flüssigkeitsquelle 26a oder mit einer Wasserquelle 26b zu verbinden. Wenn die letztgenannte Quelle wirksam ist, wird Wasser oder andere Spülflüssigkeit gesprüht, wobei eine Rückspülung in der Verbindung zwischen dem Sprühstab 25 sowie der Quelle 26a erfolgt, um eine Quermischungsverunreinigung zu verhindern.
Beim Betrieb der Vorrichtung zur Durchführung eines Veredelungsverfahrens mit niedrigem Flüssigkeitsverhältnis wird das Textilmaterial in die Trommel 1 eingebracht, wonach die Klappe abgeschlossen und abgedichtet wird.
Die Drosselglieder 6, 8, 20 werden geschlossen, so dass die durch das Gehäuse 2 gebildete Kammer von dem zirkulierenden System isoliert ist.
Ein Veredelungsschritt wird nunmehr durchgeführt, indem die Trommel 1 bei niedriger Drehzahl in der einen oder anderen Richtung gedreht wird, um das Textilmaterial umzuwälzen, während die bestimmte Menge einer geeigneten Veredelungsflüssigkeit auf das Textilmaterial mittels des Sprühstabes 25 gesprüht wird.
Wenn eine bestimmte Menge an Behandlungsflüssigkeit auf das Textilmaterial gesprüht wurde, erfolgt eine Schliessung des Sprühstabeinlasses. Die Umwälzung des Textilmaterials wird fortgesetzt, um das Textilmaterial mechanisch zu bearbeiten und eine gleichmässige Tränkung des Textilmaterials durch die Flüssigkeit sicherzustellen. Die Umwälzung erzeugt auch einen Schaum, wenn ein Schaumbildner verwendet wird. Während dieses Zeitraums bleibt die Trommel gegenüber dem Zirkulationssystems isoliert, so dass jegliche Flüssigkeit, insbesondere jeglicher Schaum, welcher sich von dem Textilmaterial absondert, am Verlassen der Kammer gehindert wird.
Wenn einmal die Tränkung erfolgt ist, wird mit der Aufheizung begonnen. Der Heizvorgang umfasst die Erwärmung des Textilmaterials, während dieses in einer Atmosphäre bewegt wird, die annähernd oder vollständig mit Wasserdampf gesättigt ist. Im Falle einer Färbung beginnt man mit der Erwärmung des Textilmaterials und setzt diese fort, bis die sogenannte Fixiertemperatur erreicht ist. Dieser letztgenannte Ausdruck wird aus Zweckmässigkeitsgründen verwendet, wenn von der Temperatur die Rede ist, auf welche das Textilmaterial erwärmt wird. Das Heizelement 18 wird in Betrieb gehalten, der Ventilator 14 wird eingeschaltet, und die Drosselglieder 8, 20 werden geöffnet.
Gleichzeitig wird das Heizelement 24 wirksam gehalten, um das Gehäuse 2 aufzuheizen, wobei Dampf durch den Injektor 4 eingeleitet wird, um die Feuchtigkeit in dem Gehäuse 2 und damit in der Trommel 1 auf einen bestimmten Wert zu bringen, bei welchem eine wesentliche oder vollständige Sättigung vorliegt.
Die Atmosphäre innerhalb des Gehäuses 2, d. h. in der Kammer, wird im wesentlichen oder vollständig im Sättigungszustand gehalten, während die Temperatur durch die Zirkulation der Atmosphäre durch die Heizeinrichtung 18 angehoben wird. Die anfängliche Kondensation von Wasser aus der Atmosphäre auf dem Textilmaterial trägt zur Erwärmung des letzteren bei. Jegliche Veredelungsflüssigkeit, welche aus dem Raum in der Trommel 1 durch Einwirkung der erwärmten Luft verdrängt wird, ist einer Einschliessung innerhalb des Filters 12 zwecks nachfolgender Entfernung unterworfen. Das Textilmaterial wird während des gesamten Heizvorgangs umgewälzt.
Die aus der Atmosphäre durch das Textilmaterial entzogene Wärme wird durch das Heizelement 18 ersetzt; wenn jedoch die Temperatur innerhalb der Trommel 1 einen bestimmten Wert erreicht, welcher durch einen Temperaturfühler 21a festgelegt ist (diese Temperatur liegt unterhalb der Fixiertemperatur), so werden die Drosselglieder 6, 20 geschlossen, und das Ventil 14 sowie das Heizelement 18 werden abgeschaltet. Das Heizelement 24 wird jedoch in Betrieb gehalten, so dass die Temperatur innerhalb des Gehäuses 2, welche nunmehr wiederum gegenüber dem Zirkula tionssystem isoliert ist, fortgesetzt ansteigt, wenn auch mit einer geringeren Geschwindigkeit, weil der Wärmeaustausch über das Gehäuse stattfindet. Der Dampfinjektor 4 wird je nach Notwendigkeit ebenfalls betätigt, um die gewünschte Feuchtigkeit innerhalb des Gehäuses aufrechtzuerhalten.
Wenn die Fixiertemperatur gleich dem Siedepunkt des Wassergehaltes der Veredelungsflüssigkeit bei dem in der Trommel vorliegenden Druck ist, so wird die schnelle Druck zunahme, wenn das Wasser zu sieden beginnt, zur Betätigung des Druckfühlelementes 21b verwendet, welches zur Abschaltung des Heizelementes 24 dient. Das Textilmaterial in der Trommel kann somit auf der Fixiertemperatur innerhalb sehr präziser Grenzen über einen ausreichenden Zeitraum gehalten werden, um gerade eine Fixierung des Behandlungsmittels sicherzustellen. Wenn die Vorrichtung unter Druck gesetzt wird, wobei das Gehäuse 2 so ausgelegt wird, dass es einem Überdruck gut widersteht, so wird der Siedepunkt der Flüssigkeit angehoben; daher kann das Druckfühlelement 21b in Verbindung mit dem Ablassventil 2b verwendet werden, um die Temperatur auf irgendeinem gewünschten Wert zu halten.
Die Wirkung der Veredelungsflüssigkeit auf das Textilmaterial während des Fixiervorgangs kann auf Wunsch ver ändert werden, indem zerstäubte oder verdampfte Additive durch den Injektor 4 eingeführt werden. Derartige Additive können gemäss den vorangehenden Erläuterungen verwendet werden, um den pH-Wert der Veredelungsflüssigkeit einzustellen, und werden der letzteren durch Kondensation aus der Atmosphäre innerhalb der Trommel zugeführt.
An dem Ende des Heizvorgangs wird die Trommel 1 schnell in einer Richtung über eine bestimmte Zeitdauer gedreht, um durch Zentrifugalwirkung im wesentlichen die gesamte in der Stückware verbliebene Veredelungsflüssigkeit auszuschleudern. Diese ausgeschleuderte Flüssigkeit wird am Gehäuse 2 niedergeschlagen, von wo sie infolge der Schwerkraft ablaufen oder durch eine geeignete Pumpe (nicht veranschaulicht) entfernt werden kann. Dieses Ausschleudern kann entweder bei der Fixiertemperatur oder nach dem Abkühlen auf eine bestimmte geringere Temperatur erfolgen, je nach Erfordernis, worauf ein Spülvorgang durchgeführt werden kann.
Die Drosselglieder 6, 20 werden geöffnet, und der Ventilator 9 sowie die Heizelemente 18 werden wiederum eingeschaltet. Dadurch wird Luft in die Maschine eingezogen, durch das Heizelement 18 erwärmt, durch das Textilmaterial in der Trommel 1 gedrückt und durch die Leitung 10 abgegeben; dadurch wird das Textilmaterial in der Trommel schnell getrocknet. Das trockene Textilmaterial wird abkühlen gelassen und kann alsdann durch die geöffnete Klappe 3 entfernt werden.
Fig. 3, zeigen schematisch ein wahlweises Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung, in der Textilmaterial in Strangform in wirksamer Weise veredelt werden kann.
Die Vorrichtung umfasst ein Gehäuse 30, innerhalb dessen die Behandlung durchgeführt wird. Die Vorrichtung umfasst ferner eine drehbare Antriebstrommel 31, welche rund um ihren Umfang perforiert ist, um einen zusammenhängenden Längenabschnitt des Textilmaterials in Strangform umzuziehen, sowie eine Rolle 32, die gegen die Antriebstrommel 31 bzw. gegen das auf der Antriebstrommel aufliegende Textilmaterial pressbar und auf diese Weise friktionsantreibbar ist.
Die Trommel 31 ist an Zapfen 33a, 33b in dem oberen Teil des Gehäuses 30 angebracht; ein Einlass eines Zirkulations- und Heizsystems 34 ist mit einem der Zapfen 33a verbunden, welcher Rohrform aufweist, während ein Antriebs motor 35 unmittelbar mit dem anderen Zapfen 33b verbun den ist.
Das Zirkulations- und Heizsystem 34 umfasst einen Ven tilator 36 und einen Wärmetauscher 37 und ist zur Abgabe erwärmter Luft aufgebaut, welche aus dem Inneren der Trom mel durch den hoblen Zapfen 33a in den oberen Teil des Ge häuses 30 abgctogen wird,
Eine Leitung 38 (Fig.
3) an der Saugseite des Ventila tors 36 weist zur Atmosphäre verlaufende Abzweigungen auf, welche durch Drosselglieder 39 gesteuert sind, Zwischen diesen befindet sich in der Leitung 38 eine DroselUappe 40, welches im Schliesszustand bei geöneten Drssselgliedern
39 das Einziehen von Luft in die Maschine durcb den Ventila tor 36 an der Aussenseite ermöglicht und schliesslich eine
Abgabe aus der Maschine nach dem Durchlaufen des Ge häuses 30 zu bewirken vermag.
Ein nichtperforiertes Abdeckglied von gekrümmter Form ist durch die Zapfen 33 gelagert und hängt innerhalb der Trommel 31, so dass es die Perforationen in dem unteren Teil der Trommel abdeckt
Die Rolle 32 ist einstellbar und in Radialrichtung der Trommel 31 beweglich an einem Paar von Kolben/Zylinder
Einheiten 42 gelagert, welche in dem Gehäuse so angebracht sind, dass der Anpressdruck der Rolle einstellbar ist Die Rdle kann aus einem rolrrfönnigen Element aus elastischem undurchtäs9gcm Material, beispielsweise Synthetikgummi, bestehen,
welcher innerhalb lueiormiger Stirnwandungsteile angebracht ist Das elastische Material wird durch Druckbe aufsehlagung des Innenteiles der Rolle aufgeblasen, um einen leicht justierbaren Anpressruck über die Breite der Trommel 31 zu schaffen, wobei in diesem Fall die Kdben/Zylinder- Einheiten 42 nicht erfordeíiich sind. Die Rolle bewirkt einen Schaumbildungsvorgang, wenn ein Schaumbildner verwendet wird, leistet also mechanische Arbeit an dem unterhalb derselben vorbeigeführten Textilmaterial. Die Rolle sollte mit Schaumstoff oder Schwammaterial überdeckt sein oder kann durch eine Bürste ersetzt sein.
Ein Sprühstab 43 verläuft längs einer Wandung des Gehäuses 30 und ist mit dem Auslass einer Pumpe 44 verbunden, welche zum Aufsprühen von Veredelungsflüssigkeit in abgemessener Menge von einem Vorratsbehalter 45 dient.
Der Einlass der Pumpe 44 ist auch mit dem Inneren des Abdeckgliedes 41 zu verbinden, welches Wannenform aufweist (Fig.4).
Eine Ablenkplatte 46 ist innerhalb des Gehäuses 30 befestigt. Sie begrenzt einen Kanal oder eine sogenannte J-Box 46a innerhalb des unteren Gehäuseteils. Eine Kol bennylinder-Einheit 47 trägt eine Rdle 47a, welche sich in Querrichtung zu dem Einlass des Kanals 46a erstreckt Die Rolle 47a wird hin und her bewegt, wenn sich die Vorrichtung in Betrieb befindet, um das Textilmaterial beim Eintreten in den Kanal 46a in der normalen Betriebsrichtung gemäss der Zeichnung abzutafeln oder in Falten zu legen.
Der Strang des Textilmaterials wird durch die Rollen 47a in beiden Querrichtungen gegenüber dessen Bewegungsrichtung in Falten gelegt Dies bedeutet, dass sich die gebildeten Textilmaterialschlaufen von Wand zu Wand der d-Boxw 46 gemäss dem Pfeil L in Ktg. 4 erstrecken und auch den Kanal über die ganze Breite der d-Box > ausfüllen (Fig. 3).
Die Vorrichtung umfasst auch innere Strahlungsheizelemente 48, wobqder untere Teil des Gehäuses 30 dieser Vorrichtung mit einem Dampkohrschlangen-Heizelement 49 versehen ist, durch welches Heissaser oder Dampf zirkuliert werden kann, so dass der die d-Boxs bildende Kanal beheizbar ist.
Die Wirkung dieses Heizelementes ist gleich der jenigen des Heizelementes 24 bei der vorangehend anhand von Fig. 1 beschriebenen Vorrichtung. Die Temperatur wird durch einen Tertiltemperaturfilhler 50 gesteuert Ein Injektor 51 für Dampf oder zerstäubtes Wasser ist in dem Einlass zu dem Gehäuse 30 von dem Zirkulationssystem 34 her vorhanden. Die Vorrichtung wird in im wesentlichen ähnlicher Weise wie diejenige gemäss Fig. 1 bzw. 2 angewendet. Im vorliegenden Fall ist jedoch ein endloser Längenabschnitt aus Textilmaterial in zStrangform2 52 rund um die Trommel 31 gelegt, welche in Uhrzeigerrichtung gemäss der Zeichnung angetrieben wird, Die Einheit 47 wird in Betrieb gehalten, so dass das Textilmaterial innerhalb des Gehäuses in der Weise umgezogen wird, wie dies strichpunktiert in Fig.
3 dargestellt ist. Auch wird der Ventilator 37 durchwegs eingeschaltet, um Luft rund um das Zirkulationssystem 34 in das Gehäuse 30 durch die Perforationen in die Trommel 31 und von dort durch das Textilmaterial zu treiben, um sicherzustellen, dass das letztere ohne Schlupf angetrieben wird.
Alle Flüssigkeit, welche aus dem Textilmaterial während des Tränkungsvorganges durch die durchlaufende Luft verdrängt wird, gelangt in die Kammer 41 und wird durch die Pumpe 44 dem Sprühstab 43 erneut zugeführt.
Die Geschwindigkeit, bei welcher das Textilmaterial zirkuliert wird, ändert sich mit dem Zustand und dem besonderen verwendeten Material, jedoch ist Vorsorge getroffen, dass dieses mit einer relativ hohen Geschwindigkeit bewegt wird, beispielsweise mit einer Geschwindigkeit von 100 bis 300 m pro Minute oder noch schneller. Dies bewirkt eine gleichmässige Temperaturverteilung bei hohen Heizungsgeschwindigkeiten.
Wenn es notwendig sein sollte, können dampfförmige oder zerstäubte Zusätze durch den Injektor 51 zu gewünschten Zeitpunkten injiziert werden. Der Zusatz verändert die Atmosphäre in dem Gehäuse 30 und wirkt demnach auf das Textilmaterial in der nachfolgend zu beschreibenden Weise ein.
An dem Ende des Aufheizungsvorgangs ist es notwendig, die von dem Textilmaterial abgeführte Veredelungsflüssigkeit zu entfernen. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen.
Vorzugsweise wird jedoch der Anpressdruck der Rolle 32 mittels der Kdben/Zylinder-Einheiten 42 so erhöht, dass Behandlungsflüssigkeit aus dem Textilmaterial ausgedrückt wird, die dann durch das Abdeckglied 41 zur Entfernung aus dem Gehäuse durch die Pumpe 44 abgeführt werden kann.
Die Entfernung der Behandlungsfiüssigkeit gemäss der obigen Beschreibung wird erst dann ausgeführt, wenn das Textilmaterial auf eine angemessene Temperatur gebracht worden ist Dies kann durch Abkühlung der Vorrichtung geschehen, indem beispielsweise Kühlluft durchzirkuliert wird, nachdem das Ventil 40 geschlossen und die Drosselglieder 39 geöffnet wurden. In vorteilhafter Weise wird diese Kühlung bei einer gesteuerten Geschwindigkeit durchgeführt, welche auf die besonderen Kennwerte des in Rede stehenden Materials abgestimmt ist.
Auf Wunsch kann das Textilmaterial in der Vorrichtung abgespült werden, um jegliche Restbehandlungsflüssigkeit zu entfernen. Ein Abspülvorgang kann durchgeführt werden, indem ein Spülmittel in ähnlicher Weise wie vorangehend beschrieben verwendet wird.
Es versteht sich, dass eine Anzahl von Vorrichtungen ähnlich der beschriebenen Vorrichtung in Tandemanordnung aufgebaut sein können, so dass mehrere Stränge aus Textilmaterial gleichzeitig veredelt werden können. Die strichpunktierten Linien 30a von Fig. 4 zeigen die Gehäuse zweier solcher Vorrichtungen, welche unmittelbar mit der beschriebenen Vorrichtung gekoppelt sein könnten, um durch einen einzigen Motor 35 angetrieben zu werden.
Fig. 6 zeigt eine Vorrichtung zum Behandeln einer ebenen Bahn aus gewebtem oder gestricktem Textilmaterial oder einem Längenabschnitt eines Teppichs. Diese VorrichtungeP unterscheiden sich von derjenigen gemäss Fig. 3,4 hinsicht' lich der Axiallänge der Trommel 31, auf welche die Textil bahn zum Zwecke des Umziehens in flachem Zustand auflegen soll. Auch ist ein Spiralbreithalter 53 unterhalb der Trommel 31 angeordnet, um das Textilmaterial auf seine volle Breite auszubreiten, wenn es an der Aufnahmeseite der Trommel angelangt ist. Die Stellung dieses Spiralbreithalters ist gestrichelt in Fig. 3 angegeben und kann gegenüber der Linie des Textilmaterials einstellbar sein, um die Wirkung auf das Textilmaterial zu justieren.
Die abgewandelten Vorrichtungen, welche teilweise in Fig. 6-8 veranschaulicht sind, umfassen jeweils ein Förderorgan am Boden des J-förmigen Gehäuses 46a, wobei die Vorrichtungen gemäss Fig. 6, 7 sonst gleich den vorangehend beschriebenen Vorrichtungen gemäss Fig. 3-5 sind.
Die Förderorgane 54 sollen eine unzulässige Pressung des Textilmaterials verhindern, wenn dieses durch die J-förmigen Gehäuse läuft. In jedem Fall soll der Förderer 54 eine untere Wandung des J-förmigen Gehäuses 46a bilden, welches durch Rollen 55 in der normalen Durchlaufrichtung des Textilmaterials durch das J-förmige Gehäuse angetrieben ist.
Gemäss Fig. 6 ist die Antriebstrommel (nicht veranschaulicht) in Uhrzeigerrichtung angetrieben, wobei das obere Trum des Förderorgans 54 von rechts nach links (in Blickrichtung der Zeichnung) angetrieben ist. Demgemäss werden die unteren Schichten des abgetafelten Textilmaterials stetig gegen den Austritt des J-förmigen Gehäuses 46a transportiert, wodurch ein Herausziehen des Textilmaterials durch die Antriebstrommel 31 erleichtert wird.
Bei der teilweise in Fig. 6 veranschaulichten Vorrichtung.
verläuft die Bewegungsrichtung des Textilmaterials entgegengesetzt zu derjenigen, welche bei der Vorrichtung nach Fig. 5 veranschaulicht ist. In diesem Fall hängt das obere Trum des Förderorgans 54 zwischen den Antriebsrollen 55a, 55b und steigt in seiner normalen Bewegungsrichtung gemäss den Pfeilen an. Die Wirkung dieses Förderorgans liegt nicht lediglich im stetigen Antrieb der unteren Schichten des abgetafelten Textilmaterials gegen den Austritt des J-förmigen Gehäuses 46a, sondern auch in einer Begradigung des Textilmaterials in wesentlichem Ausmass, bevor es das J-förmige Gehäuse verlässt.
Die Förderorgane 54 werden nicht mit einer Geschwindigkeit angetrieben, welche derjenigen der Trommel 31 entspricht, sondern bei einer niedrigeren Geschwindigkeit, welche durch das Mass bestimmt ist, in welchem das Textilmaterial in dem J-förmigen Gehäuse abgetafelt wird.
Die Vorrichtung gemäss Fig. 8 ähnelt im wesentlichen den vorangehend beschriebenen Vorrichtungen. Sie ist jedoch mit einem Paar Trommeln versehen, mittels welcher das Textilmaterial umgezogen werden kann. Eine der Trommeln 56 wirkt in identischer Weise wie die Trommel 31 gemäss den vorangehend beschriebenen Vorrichtungen, während die andere Trommel 57 auch von der gleichen Form sein kann; vorzugsweise ist jedoch diese Trommel unperforiert und wird mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Trommel 36 angetrieben, um Textilmaterial über ihre Fläche zu der Trommel 56 zu transportieren. Diese kann mit einer Spaltrolle ähnlich der Rolle 32 versehen sein. Dieser Aufbau ermöglicht eine Reduzierung der Gesamthöhe der Vorrichtung auf ein Minimum.
Eine Abtafelung des Textilmaterials ist dabei nicht erforderlich.
Es kann Wasserdampf zu der Atmosphäre innerhalb der Gehäuse jeder der Vorrichtungen durch andere Elemente als durch Injektoren zugegeben werden. Beispielsweise ermöglicht die Anbringung von Docht -Einrichtungen in dem Ziel! llations- und Heizsystem, dass Wasserdampf und auch ar e Zusätze gemäss den Erfordernissen durch die Luft aufgenommen werden, welche innerhalb des Systems zirkuliert wird, ohne dass Pumpen oder Strahldüsen erforderlich sind.
Auf Wunsch kann eine Vorrichtung gemäss Fig. 1 bzw. 2 verwendet werden, um Textilmaterial in Bahn- oder Strangform zu behandeln. Zu diesem Zweck kann die Trommel 1 dieser Vorrichtung mit einem hohlen perforierten Drucklager versehen sein. Im Betrieb befindet sich dieses Drucklager in Axialausrichtung zu der Trommel 1, wobei deren Innenraum mit der Klappenöffnung verbunden ist, um Luft aufzunehmen, die von dem Kanal 13 abgegeben wird. Eine Bahn oder ein Strang aus zu behandelndem Textilmaterial ist in einem oder mehreren Umläufen rund um das Drucklager geführt, bevor dieses in die Trommel eingesetzt wird, wobei die Länge des Umlaufes oder jedes der Umläufe so gewählt ist, dass das Drucklager die Umläufe innerhalb der Trommel antreibt, wenn die letztere gedreht wird.
Das Flottenverhältnis bei jedem Veredelungsverfahren mit niedrigem Flüssigkeitsverhältnis hängt von dem Absorptionsvermögen des zu behandelnden Textilmaterials ab.
Wenn beispielsweise eine formgestrickte Flachstrickware aus fadenverdichtetem Polyester behandelt werden soll, so liegt das Flottenverhältnis, d. h. das Gewichtsverhältnis von Flüssigkeit zu Textilmaterial etwa zwischen 1,0 und 1,5:1. Ein synthetisches, Pelzmaterial imitierendes Textilmaterial konnte anderseits bei weitem mehr Flüssigkeit absorbieren, so dass das Flüssigkeitsverhältnis in einem solchen Fall auf einem Wert von etwa 6:1 läge.