Die Erfindung betrifft einen Aussenrückblickspiegel für Fahrzeuge mit einem mit der Vordertür des Fahrzeuges verschraubten Sockel und einem mit diesem um eine Scharnier Achse an die Vordertür heranschwenkbar verbundenen und in Gebrauchsstellung federnd einrastenden Arm, der an seinem freien Ende einen gelenkig verstellbaren Spiegelkopf trägt.
Aussenspiegel dieser Bauweise sind international weit verbreitet und haben sich insofern als brauchbar bewährt, als sich dessen aus dem Sockel erhebendes, aus dem Arm und dem zu diesem verstellbaren Spiegelkopf bestehendes Oberteil bei einem Anstoss, dem dieses Spiegel-Oberteil beispielsweise beim Durchfahren eines engen Tores oder im Falle eines Zusammenstosses mit einem Fussgänger, einem Radfahrer oder dergleichen ausgesetzt sein kann, aus seiner seitlich über den Fahrzeugumriss vorstehenden Gebrauchsstellung ausweichen und relativ eng an die Karosserie-Seitenwand heranschwenker kann.
Im Zuge der internationalen Bestrebungen, die passive Sicherheit im Verkehr dadurch zu erhöhen, dass der Gesetzgeber nicht nur entsprechende technische Verbesserungen an den Fahrzeugen selbst, sondern auch an deren Ausrüstungs und Zubehörteilen vorschreibt, sind vor einiger Zeit und zunächst für den Bereich der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft auf dem Gebiet der Fahrzeug-Rückblickspiegel neue Richtlinien angenommen worden, die eine besonders strenge Zulassungsprüfung beispielsweise der Aussenspiegel durch die zuständigen technischen Behörden und - nach bestandener Zulassungsprüfung - die Erteilung eines besonderen Typprüfzeichens für den betreffenden Aussenspiegel vorschreiben.
Da diese EWG-Prüfbestimmungen für Rückblickspiegel bei den Herstellern und Konstrukteuren solcher Spiegel als bekannt vorausgesetzt werden können, wird im Hinblick auf den Gegenstand der vorliegenden Erfindung hier nur auf die sogenannten Pendelschlag > -Prüfungen für Aussenspiegel hingewiesen:
Im oberen, von zwei Ständern getragenen Querbalken eines Prüfgerüstes ist ein 1 Meter langes Schwingpendel gelagert, an dessen unteres Ende eine gummibezogene massive Kugel von etwa 165 mm Durchmesser und etwa 6 kg Eigengewicht befestigt ist. Der zu prüfende Spiegel ist in normaler Gebrauchsstellung fest auf den unteren Querbalken bzw.
Tisch des Prüfgerätes, und zwar in einer solchen Höhe aufgespannt, dass bei in vertikaler Ruhestellung hängendem Pendel der am weitesten zum Spiegel hin vorspringende Punkt auf der Pendelkugel den Kreuzungspunkt der vertikalen und horizontalen Mittellinien des Spiegelglases berührt. Dann wird der Schwingpendel um 60 zur Vertikalen angehoben und schlägt in freiem Fall gegen das Spiegelglas, wonach es gemäss den Prüfbestimmungen jenseits seiner Vertikalstellung noch um mindestens 20 weiterschwingen muss. Letztere Bestimmung ist nur mit einem Aussenspiegel zu erfüllen, der vor der schwingenden Kugel entsprechend weit ausweichen kann.
Bei zwei weiteren vorgeschriebenen Prüfungen mit gleichem Pendelausschlag von 600 + mindestens 20 wird der in gleicher Höhe und lediglich in der horizontalen Ebene entsprechend verschoben aufgespannte Aussenspiegel bzw. dessen Spiegelkopf von der Kugel einmal an seiner - dem Spiegel glas abgewandten - Rückseite getroffen, und ein anderes Mal trifft die Kugel im Winkel von 450 schräg zur Spiegelglasebene auf die vertikale Aussenkante des Spiegelkopfes.
Diese drei vorgeschriebenen Pendelschlag-Prüfungen, die in jedem Fall auf den geprüften Aussenspiegel erhebliche Schlagkräfte einwirken lassen, sind auch mit Aussenspiegeln der in der Einleitung beschriebenen bekannten Bauart zu bestehen, insofern, als die jeweilige Prüfbestimmung auch dann als erfüllt gilt, wenn sich unter dem jeweiligen Pendelschlag das aus Spiegelkopf und Arm bestehende Oberteil des Aussenspiegels gänzlich von seinem Sockel löst oder wenn das Spiegeloberteil in sich so weit verformt wird, dass das Pendel mindestens 20 über seine Vertikalstellung hinaus weiterschwingt. In beiden Fällen ist aber der Aussenspiegel nach der Pendelschlag-Prüfung nicht mehr zu gebrauchen und muss durch einen neuen ersetzt werden.
Durch diese Pendelschlag Prüfungen soll sichergestellt werden, dass der später am Fahrzeug befestigte Aussenspiegel einem bei einem Unfall darauf geschleuderten Menschen keine gefährlichen Verletzungen zufügen kann.
Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, einen Aussenspiegel für Fahrzeuge zu schaffen,
1. der die drei vorgeschriebenen Pendelschlag-Prüfungen übersteht, ohne beschädigt und damit unbrauchbar zu werden,
2. der im praktischen Gebrauch, nämlich fest an der Karosserie bzw. der Vordertür des Fahrzeuges angeschraubt, auch bei höchster Geschwindigkeit vibrationsfrei in der vom Fahrer gewählten Einstellung stehenbleibt,
3. der im praktischen Gebrauch bei einem Anstoss von rückwärts, schräg von der Seite oder von vorne ausweichen und sich so eng wie möglich an die Seitenwand der Karosserie heran bzw. in die von dem Seitenfenster und der seitlichen Auswölbung der Vordertür gebildete Hohlkehle hineinschwenken kann, anderseits aber bei Zurückbewegung genau wieder in der ursprünglichen Einstellung anschlägt,
4.
der zwecks Erzielung eines möglichst geringen Luftwiderstandsbeiwertes mit einem möglichst langgestreckten Spiegelglasträger bzw. Gehäuse versehen werden kann, und der dennoch im Falle einer Verdrehung infolge eines Anstosses innerhalb der seitlichen Kontur der Fahrzeug-Karosserie verschwinden kann,
5. der - in einer besonderen Ausführungsform - an möglichst vielen voneinander verschiedenen Karosserien bzw.
Vordertüren gleichermassen vorteilhaft zu verwenden ist.
Erfindungsgemäss wird diese der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe dadurch gelöst, dass die Mittelachse der Bohrung des mit der Vordertür verschraubten Sockels und somit der in dieser Bohrung drehbar gelagerten Scharnierachse des Armes nach innen zur Vordertür geneigt ist und mit der durch das Gelenk zwischen Spiegelkopf und dem oberen Ende des Armes gehenden Vertikalen einen spitzen Winkel einschliesst.
Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand einer Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Die beifolgende Zeichnung zeigt:
Fig. 1 in teilweise geschnittener Stirn ansicht vom vorderen Ende des Fahrzeuges her einen Aussenspiegel, der in Gebrauchsstellung stehend an der linken Seitenwand bzw. linken Vordertür der Karosserie befestigt ist, wobei letztere lediglich als Kontur angedeutet ist,
Fig. 2 in gleicher Stirnansicht und Darstellung eine weitere Ausführungsform eines Aussenspiegels, wobei dessen Spiegelkopf weggelassen ist,
Fig. 3 in gleicher Stirnansicht und Darstellung eine dritte Ausführungsform eines Aussenspiegels, und zwar ebenfalls ohne Spiegelkopf,
Fig. 4 in sinngemäss gleicher Stirnansicht und Darstellung eine weitere Ausführungsform eines Aussenspiegels, wobei in Fig. 4 ausser dem Spiegelkopf auch die als Seitenumriss angedeutete Karosserie-Seitenwand bzw.
Vordertür weggelassen ist,
Fig. 5 als Einzelheit einen aus zwei zueinander um eine besondere Scharnierachse verstellbaren Teilen bestehenden Arm,
Fig. 6 in teilweise geschnittener Draufsicht als weitere Ausführungsform einen an der linken Vordertür eines Fahrzeuges befestigten Aussenspiegel mit einem besonders strömungsgünstigen Gehäuse, das aus mehreren Teilen gebildet ist,
Fig. 7 in gleicher Draufsicht den gleichen Aussenspiegel wie in Fig. 6, wobei jedoch dessen Oberteil im Uhrzeigersinne verdreht ist und sich die einzelnen Teile des Gehäuses in einandergeschoben haben.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist die Karosserie Seitenwand dargestellt als eine nach der Aussenseite vorgewölbte linke Vordertür 1, auf deren oberem Längsrand mittels eines Einfassprofils 20 das Seitenfenster 2 aufliegt. Nahe dem Oberrand der Tür 1 ist der Sockel 3 des neuen Aussenspiegels mittels der üblichen Schraubelemente 4 befestigt.
Auf der schrägen Oberfläche des Sockels 3 ist der Arm 6 mittels einer als Scharnierachse D-D1 dienenden und durch die Bohrung des Sockels 3 greifenden Schraube 5, mindestens einer Federscheibe 11 und einer von aussen zugänglichen Einstellmutter 12 in beiden Richtungen verdrehbar befestigt, wobei der Arm 6 in seiner gezeigten Normalstellung in an sich bekannter Weise durch mindestens eine, hier beispielsweise als Kugel ausgebildete und durch eine Feder 10 belastete, Raste 9 gesichert ist, die in eine entsprechende flache Ausnehmung auf der Oberfläche des Sockels 3 einschnappt.
Das freie Ende des Armes 6 ist als Auge 13 ausgebildet, in dessen Bohrung mittels einer Schraube 14 das hier beispielsweise als Kugelzapfen ausgebildete Gelenk 7 abnehmbar befestigt ist. Dieses Gelenk 7 verbindet den Spiegelkopf 8 allseitig gegen einen gewissen Reibungswiderstand verstellbar mit dem Arm 6. Der Kreuzpunkt der vertikalen und der horizontalen Mittellinie des Spiegelkopfes ist mit M bezeichnet und fällt zusammen mit dem Mittelpunkt der - hier nur als Kreis in Strichlinie angedeuteten - Kugel B am unteren Ende des Pendels der in der Einleitung beschriebenen Schlagprüfvorrichtung.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist angenommen, dass das Schlagpendel noch in seiner vertikalen Ruhestellung steht und dass der am weitesten vorstehende Punkt auf der Aussenseite der Pendelkugel B die dem Spiegelglas gegenüberliegende Stirnseite des Spiegelkopfes 8 im Punkt M gerade leicht berührt.
Kennzeichnend für den Aussenspiegel ist nun das Merkmal, dass die Mittelachse D-D1 der den Arm 6 drehbar mit dem Sockel 3 verbindenden Scharnierachse 5 nach innen in Richtung auf die Karosserie bzw. Vordertür 1 und deren Seitenfenster 2 geneigt ist und mit der durch das Gelenk 7 zwischen dem Spiegelkopf 8 und dem oberen Ende 13 des Armes 6 gehenden Vertikalen V-V1 einen spitzen Winkel a einschliesst. Diese Schrägstellung der Mittelachse D-D1 bzw.
der der Scharnierachse 5 bewirkt erfindungsgemäss, dass das aus dem Arm 6 und dem Spiegelkopf 6 bestehende Oberteil des Aussenspiegels sich beispielsweise bei einem Anstoss von vorne gegen die Stirnseite des Spiegelkopfes 8 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht und sich im Laufe dieser Drehbewegung gleichzeitig nach innen gegen das Seitenfenster 2 neigt, also praktisch in der von der Vordertür 1 und dem Seitenfenster 2 gebildeten Einbuchtung des Seitenumrisses der Karosserie verschwindet.
Zur Verdeutlichung dieses vorteilhaften Prinzipes ist in Fig. 1 in Punktlinie der Spiegelkopf 8' auch noch in derjenigen Stellung angedeutet, die er beispielsweise im Falle eines solchen Anstosses von vorne und einer daraus resultierenden Verdrehung des ganzen Spiegeloberteiles um beispielsweise 90" nach rückwärts einnehmen würde.
Die erfindungsgemässe Neigung der Scharnierachse 5 bzw.
D-D1 nach innen um einen Winkel a zur Vertikalen V-V1 wirkt sich jedoch nicht nur in der Gebrauchspraxis, das heisst beim fest an der Karosserie angebrachten Aussenspiegel, in der vorbeschriebenen Weise vorteilhaft aus, sondern diese Neigung im Winkel a wirkt sich mindestens ebenso vorteilhaft auch dann aus, wenn ein Aussenspiegel nach der Erfindung den drei verschiedenen Pendelschlag-Prüfungen ausgesetzt werden soll, die bereits in der Einleitung beschrieben sind:
Zwecks leichterem Verständnis ist in Fig. 1 in Strichlinie der Spiegelkopf 8" auch noch in derjenigen Stellung angedeutet, die er wiederum im Falle eines Anstosses von vorne und nach einer daraus resultierenden Verdrehung des ganzen Spiegeloberteiles um z. B. 1800 nach rückwärts, das heisst entgegen dem Uhrzeigersinn, einnehmen würde.
Wie ersichtlich, stehen dann der Arm 6" und der von ihm getragene Spiegelkopf 8" in sicherem Abstand zu der frei an ihnen vorbeischwingenden Pendelkugel B.
Zugleich wird die Kraft, mit der die Pendelkugel B wäh, rend jeder der drei vorgeschriebenen Schlagprüfungen gegen das Spiegeloberteil schlägt, in besonders günstiger Weise schon durch die dem Aussen spiegel nach der Erfindung eigene Kinematik weitgehend absorbiert, insofern, als die schwingende Kugel B des seine vertikale Stellung überschreitenden Schlagpendels eine aufsteigende Kreisbahn beschreibt, während das Oberteil des Aussenspiegels, das durch die anstossende Kugel B um seine im Sinne der Erfindung nach innen geneigte Mittelachse D-D1 zum Sockel 3 verdreht wird, eine entgegengesetzte, nämlich abfallende Kreisbahn beschreibt.
Diese durch die Erfindung erreichte günstige Kinematik erlaubt deshalb auch, die den Arm 6 in seiner Gebrauchsstellung zum Sockel 3 sichernden Rasten 9 durch eine relativ kräftige Feder 10 zu belasten und/oder die Reibung zwischen dem Sockel 3 und dem Arm 6 an der Mutter 12 so stramm einzustellen, dass sich das Spiegeloberteil auch bei Geschwindigkeiten von 200 km/h und mehr nicht von alleine verdreht und stets frei von Vibrationen bleibt.
Die weitere Ausführungsform nach Fig. 2 stellt einen Aussenspiegel dar, der sich dank verminderten konstruktiven Aufwandes besonders zur Verwendung bei Serien-Fahrzeugen der unteren und mittleren Preisklassen eignet:
Anstelle eines besonderes Sockels 3 für den Arm 6 (wie er in Fig. 1 vorgesehen ist), ist hier auf den oberen Längsrand der Vordertür 1 eine zur Horizontalen schräge Fläche 15 aufgepresst, die mit einer Bohrung für die Scharnierachse 5 des Armes 6 sowie mit einer radialen Kerbe oder anderen Ausnehmung als Gegenraste für die aus der Scharnierachse 5 vorstehende Raste 9 versehen ist. Zur Schonung der Lackierung der Vordertür 1 ist zwischen dieser und der abgesetzten Basisfläche des Armes 6 ein weiter Dichtring 26 angeordnet.
An die Innenseite der schrägen Fläche 15 wird eine weite Topfscheibe 18 durch eine Druckfeder 10 angepresst, deren Spannung sich mittels einer Mutter 12 einstellen lässt. Die Mutter 12 ist gegen Lösen gesichert durch eine Flächenscheibe 19, die über das entsprechend angeflächte Gewindeende der Scharnierachse 5 greift. Durch die Neigung der Fläche 15 der Vordertür 1 nach innen schliesst auch bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Fig. 2 die Mittelachse D-D1 der Scharnierachse 5 mit der Vertikalen V-V1 durch das Spiegelkopfgelenk 7 einen spitzen Winkel ein, woraus sich die gleiche prinzipielle Funktion wie bei dem Aussenspiegel nach Fig. 1 ergibt.
Während die Aussenspiegel nach den in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform individuell auf eine ganz bestimmte Karosserie bzw. Vordertür 1 eines einzelnen Fahrzeugmodelles zugeschnitten sind, zeigt die Fig. 3 einen Aussenspiegel, der z. B. zur serienmässigen Ausrüstung mehrerer Modelle einer bestimmten Fahrzeugfabrik geeignet ist:
Voraussetzung für diese Verwendbarkeit ein und desselben Aussenspiegels nach Fig. 3 für mehrere Fahrzeugmodelle ist lediglich, dass in die Karosserie bzw.
Vordertür 1 aller untereinander ähnlichen Modelle der betreffenden Fahr zeugfabrik eine konkave Hohlkehle 16 mit einem quer zu deren Längsachse verlaufenden Langloch eingepresst wird, in welcher der unterzeitig entsprechend konvex ausgebildete Sockel 3 mittels mindestens eines Sclrraubelementes 4 und einer konkaven Beilage 17 so befestigt ist,
dass sich der Sockel 3 in der Hohlkehle 16 der Karosserie oder Vordertür 1 in beiden Richtungen um einen weiteren Winkel B verschwenken und so ausrichten lässt, dass die Mittelachse des Gelenkes 7 und der Bohrung des Auges 13 des Armes mit der Vertikalen V-V1 zusarniflenfillt. Durch festes Anziehen der Schraubelemente 4 wird dann der ganze Aussenspiegel in seiner im Sinne der Erfindung korrekten Anbaustellung unverrückbar gesichert. Um die Ausrichtung des Aussenspiegels während der Serienmontage zu vereinfachen, kann an geeigneter Stelle auf dem Arm 6, beispielsweise auf dessen Auge 13, eine Richtmarke 27 angebracht werden, an die der Monteur eine Wasserwaage oder eine andere Lehre anlegen kann.
Statt einer konkaven Hohlkehle 16 kann aus der Vordertür 1 umgekehrt auch eine konvexe Rippe herausgezogen und dann der Sockel 3 unterseitig mit einer entsprechend konkaven Hohlkehle versehen werden.
Schliesslich zeigt die Fig. 4 als weitere Ausführungsform einen Aussenspiegel, der sich zur universellen und daher insbesondere zur nachträglichen Anbringung an voneinander wesentlich verschiedenen Karosserien bzw. Vordertüren 1 eignet:
Einfachheitshalber ist auch hier der Aussenspiegel ohne den vom Gelenk 7 verstellbar getragenen Spiegelkopf 8 gezeigt und ferner die Karosserie bzw. Vordertür 1 des Fahrzeuges nicht mit eingezeichnet.
Der Arm 6 weist an seinem unteren Ende eine konkave Halbrundnut 23 auf, in die einerseits der konvexe Rücken des Sockels 3 und anderseits die konvexe Innenseite einer zusätzlichen Klemmschelle 22 eingreifen. Die Klemmschelle 22 ist mit dem Sockel 3 um einen weiteren Spitzen Winkel ss verschwenkbar verbunden durch zwei Ansatzschrauben, die diesseits und jenseits an der Halbrundnut 23 des Armes 6 annähernd spielfrei vorbeigeführt sind und die durch radiale Langlöcher im Sockel 3 hindurch in eine konvexe Gewindeplatte 25 eingeschraubt werden, bis die Schraubern 24 mit ihrem Ansatz auf dem konvexen Rücken des Sockels 3 aufsitzen. Zwischen ihren Bohrungen für die beiden Ansatzschrauben 24 weist die Klemmschelle 22 eine weitere Zack.
bohrung für eine Druckfeder 10 und eine Raste 9 in Form einer Kugel auf, die in ein flaches, als Gegenraste dienendes Sackloch in der Halbrundnut 23 des Armes 6 einschnappt und dadurch den Arm 6 in seiner normalen, das heisst rechtwinklig abstehenden Gebrauchsstellung zum Sockel 3 sichert.
Um stets einen ausreichenden Reibungswiderstand und eine spielfreie Führung der Halbrundnut 23 des Armes zwischen dem Sockel 3 und der Klemmschelle 22 zu gewährleisten, wenn der Arm 6 sowohl um seine Mittelachse OD, auf dem Sockel 3 verdreht wird wie im Winkel ss relativ zum Sockel 3 verschwenkt wird, steht die Klemmschelle 22 ständig unter dem Druck von Feder- oder Gummiringen 21, die einerseits am Kopf der Ansatzschrauben 24 und anderseits in der kammerartig erweiterten Schraubenbohrung der Klemmschelle 22 anliegen. Die Druckkraft der beiden Feder- oder Gummi ringe 21 sollte zweckmässig diejenige der Rastenfeder 10 übersteigen.
Um fener jegliche unerwünschte Verkantung des Armes 6 gegenüber dem Sockel 3 und der Klemmschelle 2 während einer Verdrehung des Armes 6 um seine Mittel achse D-DI unmöglich zu machen, ist zweckmässig die innen seitig konvexe Klemmschelle 22 in U-Form, das heisst so aus zubilden, dass sie mit ihrer konvexen Innenseite die Hohlnut
23 des Armes 6 mindestens im Bereich eines Halbkreises um fasst, wobei die Klemmschelle 22 zugleich die Schäfte der
Ansatzschrauben 24 von aussen unsichtbar in sich aufnimmt.
Eine zusätzliche Führung des zum Sockel 3 verdrehbaren Armes 6 kann durch zwei radial verlaufende Rippen oder Wülste erreicht werden, die sich aus dem konvexen Rücken des Sockels 3 erheben und die Hohlnut 23 des Armes 6 zwischen sich aufnehmen. Zwecks möglichst universeller Verwendbarkeit ein und desselben Sockels 3 für die verschiedensten Karosserie- oder Vordertürprofile kann ferner die Unterseite des Sockels 3 in bekannter Weise mit einer prismatischen Längsnut versehen werden.
Der Aussenspiegel nach Fig. 4 lässt sich, nachdem sein Sockel 3 mittels der Schraubelemente 4 an der am besten geeigneten Stelle auf der Karosserie oder der Vordertür 1 befestigt ist, mit Hilfe der Marke 27 am Auge 13 des Armes 6 leicht so ausrichten, dass die Mittelachse des Gelenkes 7 wie bereits beschrieben mit der Vertikalen V-V1 zusammenfällt.
In dieser richtigen Stellung wird der Aussenspiegel dann durch vollkommen festes Anziehen der Ansatzschrauben 24 unverrückbar gesichert, und sein aus dem Arm 6 und dem Spiegelkopf 8 bestehendes Oberteil lässt sich dann aus seiner durch die Raste 9, 10 festgelegten Gebrauchsstellung durch einen Anstoss in beiden Richtungen verdrehen wie bereits bei den anderen Ausführungsbeispielen beschrieben.
Bei allen in Fig. 1, 2, 3 und 4 der Zeichung gezeigten Ausführungsform des Aussenspiegels ist einfachheitshalber der von der Scharnier- bzw. Mittelachse D-D1 und von der Vertikalen V-V1 eingeschlossene spitze Winkel a stets der gleiche.
In Wirklichkeit kann dieser Winkel a jedoch unbedenklich auch kleiner oder grösser bemessen werden, wobei im übrigen die Grösse dieses Winkels a im wesentlichen von der Grösse und Form des Spiegelkopfes 8 sowie dessen Stellung und Höhenlage zum Arm 6 abhängig ist.
Zwecks noch besserer Anpassung des Aussenspiegels an verschiedene bauliche Verhältnisse kann der Winkel a ver änderlich sein. So zeigt die Fig. 5 als Einzelheit in etwa ver kleinerter Darstellung einen Arm, der aus einem unteren, die
Scharnierachse 5 tragenden Armteil 6a und aus einem oberen, das Gelenk 7 tragenden Armteil 6b zusammengesetzt ist. Die
Armteile 6a und 6b lassen sich um eine weitere, rechtwinklig zur Scharnierachse 5 angeordnete Scharnierachse 39 zueinan der nach Art eines Zirkels verstellen und damit lässt sich der von der Mittelachse D-D, der Scharnierachse 5 und der durch das Gelenk 7 gehenden Vertikalen V-V1 eingeschlossene spitze Winkel a in erwünschter Weise verändern.
Die weitere Scharnierachse 39 ist zweckmässig als Schraub element auszubilden, das durch festes Anziehen die Armteile
6a und 6b unverrückbar in der gewünschten Winkelstellung zueinander sichert.
Die in Fig. 1 als Ausführungsform gezeigte komplette Aussenspiegel ist mit einem Spiegelkopf 8 ausgerüstet, der als relativ billig herstellbares Zieh- oder Spritzteil von relativ geringer Tiefe ausgebildet ist. Wird das aus diesem Spiegel kopf 8 und dem Arm 6 gebildete Oberteil dieses Aussen spiegels zu dessen Sockel 3 um die Mittelachse D-D1 bei spielsweise entgegen dem Uhrzeigersinn um etwa 90" in eine Stellung verdreht, die in Fig. 1 durch Darstellung des Armes
6', 13' und des Spiegelkopfes 8' in Punktlinien charakterisiert ist, so verschwindet wie ersichtlich ein solcher relativ flacher Spiegelkopf 8' fast ganz in der von der nach aussen gewölbten Vordertür 1 und dem schräg nach innen geneigten Seitenfenster 2 gebildeten Einbuchtung des Seitenumrisses der Karosserie.
Für besonders schnelle und sportliche Fahrzeuge, bei denen es auf niedrigsten Luftwiderstands-Beiwert sowohl der Karos serie als auch des daran befestigten Aussenspiegels ankommt, ist anderseits die Ausbildung des vom Arm 6 getragenen
Spiegelkopfes 8 als möglichst langgestrecktes und, in Fahrt richtung zugespitztes, also etwa torpedoförmiges Gehäuse aerodynamisch am günstigsten.
Ein solches besonders tiefes Gehäuse, das in seiner rückwärtigen Öffnung das Spiegelglas aufnimmt und mit dem Arm 6 verstellbar durch ein möglichst mit einer Feststelleinrichtung versehenes Gelenk 7 zu verbinden ist, würde jedoch bei einer Verdrehung des ganzen Spiegeloberteiles zum Sockel 3 um etwa 90" im oder entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn zu weit aus dem Seitenumriss der Karosserie vorstehen.
Um diese sich diametral gegenüberstehenden Erfordernisse der Aerodynamik einerseits und der Sicherheit anderseits und nicht zuletzt auch der drei vorgeschriebenen Pendelschlag-Prüfungen zu erfüllen, sieht die Erfindung vor, ein solches an die Stelle eines relativ flachen Spiegelkopfes tretendes, besonders tiefes Stromlinien-Gehäuse aus mehreren etwa sektorförmigen Teilen auszubilden, die durch eine gemeinsame Scharnierachse so verbunden sind, dass sie sich gegen den Widerstand eines in ihrem Inneren angeordneten Federelementes nach Art eines Fächers flach ineinanderlegen können.
Fig. 6 und 7 der Zeichhung zeigen in Draufsicht als eine weitere Ausführungsform einen Aussenspiegel mit einem solchen mehrteiligen, in sich verkürzbaren Gehäuse.
Auf die Karosserie, hier beispielsweise auf deren linke Vordertür 1 ist ein Sockel 3 aufgeschraubt, in dem wie bereits beschrieben der Arm 6 um eine im Winkel a nach innen geneigte Scharnierachse 5 in beiden Richtungen verdrehbar gelagert ist. Mit dem freien Ende des Armes 6 ist mittels eines vorzugsweise feststellbaren Gelenkes 7 ein etwa sektorförmiges Gehäuseteil 8a verbunden, in dessen mit einem inneren Auflagerand 28 versehener rückwärtiger Öffnung eine Blechplatte 29 und das Spiegelglas 30 mittels eines elastischen Sprengringes 37 gehalten sind.
Mittels einer gemeinsamen Scharnierachse M, die hier beispielsweise an der etwa vertikalen Innenkante des hintersten Gehäuseteiles 8a angeordnet ist, ist letzteres mit weiteren Gehäuseteilen 8b und 8c nach Art eines Fächers so verbunden, dass sich das in Fahrtrichtung mit seiner Spitze 38 vorstehende vorderste Gehäuseteil 8c über das nach rückwärts anschliessende Gehäuseteil 8b und dieses sich über das hinterste Gehäuseteil 8a legen kann, bis alle drei Gehäuseteile vollständig ineinandergefaltet liegen (Fig. 7). Die Gehäuseteile 8a, 8b und 8c werden in ihrer entfalteten Gebrauchsstellung (Fig. 6) gesichert durch eine in ihrem Inneren angeordnete Druckfeder, die hier beispielsweise als Füllstück 36 aus hochelastischem Schaumstoff ausgebildet ist.
Das Füllstück 36 übt eine ständige Spannung auf ein hier beispielsweise als hochflexibler Kunststoff-Faden ausgebildetes Zugelement 33, dessen eines Ende mit der Spitze 38 des vordersten Gehäuseteiles 8c bzw. mit einem darin gelagerten Gummipuffer 34 verbunden ist, während das andere Ende dieses Zugelementes 33 mittels einer Klemmschraube 32 längenverstellbar mit der Vertiefung 31 der Blechplatte 29 verbunden ist.
Die Länge des Zugelementes 33 ist so bemessen, dass beim zur Gebrauchsstellung entfalteten Gehäuse das vorderste Gehäuseteil 8c mit seinem rückwärtigen Öffnungsrand 35 das nach rückwärts anschliessende, in seiner Lage durch Mitnehmer 40 fixierte Gehäuseteil 8b und dieses das hinterste Gehäuseteil 8a mit seinem Öffnungsrand 35' etwas überlappt, wodurch alle drei Gehäuseteile in jedem Fall sicher ineinander geführt sind und zugleich der Fahrtwind glatt nach rückwärts abstreichen kann.
Die Darstellung des Aussenspiegels in Fig. 7 geht davon aus, dass von rückwärts in Richtung des schwarzen Pfeiles S ein Stoss auf das aus dem Gehäuse 8a, 8b, 8c und dem Arm 6 bestehende Oberteil dieses Aussenspiegels ausgeübt wurde, durch welchen dieses Oberteil im Uhrzeigersinne um die Scharnierachse 5 verdreht wird, bis der Gummipuffer 34 in einem Punkt P an dem Seitenfenster 2 der Vordertür 1 anschlägt. Gegen den elastischen Widerstand des Füllstückes 36 legt sich dann das Gehäuseteil 8a in das Gehäuseteil 8b und dieses in das Gehäuseteil 8c, bis die in Fig. 7 gezeigte flachestmögliche Form des ganzen Gehäuses erreicht ist.
Seine gleiche flachestmögliche Form kann das Gehäuse auch in dem Falle annehmen, dass auf die Spitze 38 des vordersten Gehäuseteiles 8c von vorne, also aus einer dem Pfeil S entgegengesetzten Richtung, ein Stoss ausgeübt wird, der das Spiegeloberteil um die Scharnierachse 5 entgegen dem Uhrzeigersinn zum Sockel 3 verdrehen würde, bis das hinterste Gehäuseteil 8a mit seinem aus diesem vorstehenden elastischen Sprungring 37 am Seitenfenster 2 anschlägt. In jedem Fall lässt sich also ein besonders tiefes, mehrteiliges Gehäuse nach Fig. 6 und 7 so flach zusammenfalten, dass es wie der flache Spiegelkopf 8 in der von der Vordertür 1 und dem Seitenfenster 2 gebildeten Einbuchtung des Seitenumrisses des Fahrzeuges verschwinden kann.
Ein solches zusammenfaltbares Gehäuse eines Aussenspiegels kann statt aus drei Gehäuseteilen - wie in Fig. 6 und 7 gezeigt - auch aus mehr als drei, mindestens aber aus zwei Gehäuseteilen gebildet werden. Im letzteren Fall würden das hinterste Gehäuseteil 8a mit dem Spiegelglas 30 wie auch das vorderste Gehäuseteil 8c mit der Spitze 38 und dem Gummipuffer 34 beide etwas tiefer auszubilden sein. Ferner kann ohne Beeinträchtigung der prinzipiellen Funktion eines solchen zusammenfaltbaren zweiteiligen Gehäuses das Gelenk 7 entweder am hinteren Gehäuseteil 8a oder aber am vorderen Gehäuseteil 8c, jedoch in jedem Fall so befestigt sein, dass es das Ineinanderlegen der Gehäuseteile gegen den Widerstand des Federelementes 36 nicht behindert.
Ferner kann die den einzelnen Gehäuseteilen gemeinsame Scharnierachse M statt an der inneren Vertikalkante - wie in Fig. 6 und 7 gezeigt - auch an der äusseren Vertikalkante der Gehäuseteile oder, bei entsprechender Gestaltung der Gehäuseteile, sogar auch an deren unterer oder oberer Horizontalkante angeordnet werden.
Schliesslich kann bei einem beispielsweise dreiteiligen Gehäuse das mittlere Gehäuseteil 8b mittels des Gelenkes 7 auf dem Arm 6 abgestützt werden und das Federelement 36 nur zwischen diesem mittleren Gehäuseteil 8b und dem vordersten Gehäuseteil 8c wirksam sein, während das hinterste Gehäuseteil 8a sich nach Art eines unabhängig gegen Reibungswiderstand verstellbaren Spiegelglasträgers um die gemeinsame Scharnierachse M entsprechend dem gewünschten Blickwinkel aus dem mittleren Gehäuseteil 8b herausschwenken lässt, im Falle eines Anstosses aber wieder im mittleren Gehäuseteil 8b verschwinden kann.
Bei den in der Zeichnung gezeigten Ausführungsform ist angenommen, dass der Aussenspiegel an der linken Vordertür 1 einer Fahrzeugkarosserie, also an der heute für serienmässige Aussenspiegel fast allgemein üblichen Stelle, montiert ist.
Aussenspiegel nach der Erfindung lassen sich jedoch gleich vorteilhaft auch an anderen geeigneten Stellen der Karosserie wie beispielsweise auf den linken oder rechten Vorderkotflügel und natürlich auch auf der rechten Vordertür montieren, ohne dass ihre prinzipielle Funktion im Sinne der Erfindung irgendwie beeinträchtigt wird. Während ferner die in der Zeichnung gezeigten Sockel 3 und Arme 6 als in sich symmetrisch ausgebildete Teile sowohl für die linke wie für die rechte Seite des Fahrzeuges verwendbar sind, wären ein Spiegelkopf 8 nach Fig. 1 und ein mehrteiliges Gehäuse nach Fig. 6 und 7 nur für die linke Seite verwendbar, während sie für rechtsseitige Montage spiegelbildlich auszubilden wären.
Sofern an dem Spiegelkopf 8 nach Fig. 1 das Gelenk 7 mittig, das heisst so angeordnet wird, dass die Mittelachse V-V1 des Gelenkes 7 durch den Mittelpunkt M des Spiegelkopfes 8 verläuft, und sofern die Seitenauslage des Armes 6 um das entsprechende Mass verlängert wird, kann der so ausgebildete Aussenspiegel einheitlich sowohl für die linke wie die rechte Fahrzeugseite verwendet werden, ohne dass sich an seiner Funktion im Sinne der Erfindung irgendetwas ändert.