CH552068A - Elektrolysezelle zur herstellung von aluminium im schmelzfluss. - Google Patents

Elektrolysezelle zur herstellung von aluminium im schmelzfluss.

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CH552068A
CH552068A CH469870A CH469870A CH552068A CH 552068 A CH552068 A CH 552068A CH 469870 A CH469870 A CH 469870A CH 469870 A CH469870 A CH 469870A CH 552068 A CH552068 A CH 552068A
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bolt
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Magyar Aluminium
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
    • C25C3/08Cell construction, e.g. bottoms, walls, cathodes

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Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Elektrolysezelle zur Herstellung von Aluminium-im Schmelzfluss, welche eine oder mehrere Anoden mit vertikalen Stromzufuhrbolzen, eine Anodenträgervorrichtung, eine Anodenverschiebungsvorrichtung sowie einen Anodenmantel umfasst.



   Elektrolysezellen grosser Abmessungen werden wegen der ihnen anhaftenden Probleme der Stromzufuhr und der Temperaturverteilung ausschliesslich mit periodisch arbeitenden, vorgebrannten Blockanoden mit vertikaler Stromzufuhrung oder aber mit selbstbackenden Anoden versehen, welche letztere ebenfalls vertikale Stromzufuhr besitzen.



   Die zur Zeit verwendeten, selbstbackenden Anoden mit vertikaler Stromzufuhr bestehen im wesentlichen aus einem versteiften Anodenmantel, aus der Kohlenanode selbst, aus den während des Betriebes fortlaufend einbackenden Stromzufuhrbolzen, aus den Anodenschienen, aus einer Anodenverschiebungs- und aus einer Anodenträgervorrichtung. Jeder einzelne der Stromzufuhrbolzen wird dabei unmittelbar oder unter Verwendung von Zwischenstücken aus Aluminium mittels einer Klemmvorrichtung an der Anodenschiene befestigt.



   Während des Betriebes der Elektrolysezelle kommen die Stromzufuhrbolzen und die Anodenschiene infolge des Verschleisses der Kohlenanode immer näher an das untere Ende der Anode und an den Anodenmantel heran. Wenn diese sich dem oberen Teil des Anodenmantels auf ungefähr 30 - 60 cm genähert haben, oder wenn die Anodenverschiebungsvorrichtung ihren konstruktionsbedingten, unteren Totpunkt erreicht hat, wird es erforderlich, eine Verschiebeoperation der Anodenschiene durchzuführen. Zu diesem Zwecke werden die Stromzufuhrbolzen oder zumindest ein Teil derselben vor übergehend aufgehängt, worauf die starre Verbindung zwischen den Bolzen und der Anodenschiene durch Öffnen der Klemmvorrichtung gelöst wird, so dass die Anodenschiene mittels der Anodenverschiebungsvorrichtung in ihre oberste Lage gefahren werden kann.

  Schliesslich wird die starre Verbindung zwischen den bereits in der obersten Lage befindlichen Stromzufuhrbolzen und der Anodenschiene wieder hergestellt und die vorübergehende Befestigung der Bolzen wieder aufgehoben. Für die vorübergehende Befestigung der Bolzen sind bei den bekannten Zellen am oberen Teil derAnodenmantelkonstruktion zwischen den Bolzenreihen oder neben der äusseren Bolzenreihe unter der Anodenschiene zwei Tragbalken angeordnet, die auch mit dem Anodenmantel zusammengebaut sein können.



   Wenn sich die Spitzen der Stromzufuhrbolzen dem unteren Teil der Anode annähern, werden sie aus der Anode entfernt. Dieser Vorgang läuft folgendermassen ab:
Durch Öffnen der Klemmvorrichtung wird die Befestigung zwischen dem auszuziehenden Bolzen und der Anodenschiene gelockert. Nach dem Entfernen der alten Bolzen werden im voraus gereinigte, neue Bolzen auf ein höheres Niveau eingelegt und mittels der Klemmvorrichtung wieder an die Anodenschiene angeschlossen.



   Die Nachteile der oben erwähnten und nach dem derzeitigen Stand der Technik allgemein bekannten Elektrolysezellen mit selbstbackenden Anoden vertikaler Stromzuführung können wie folgt zusammengefasst werden:
Unter Berücksichtigung der Anodenabmessungen ist ihr elektrischer Widerstand und der dadurch entstehende Wärmeverlust relativ hoch, wobei auch eine beträchtliche Schlakkenbildung zu beobachten ist. Die geometrische Temperaturverteilung bei den Anoden der zurzeit bekannten Zellen ist alles andere als ideal, so dass eine weitere Erhöhung der Zellenabmessungen wirtschaftlich nicht mehr möglich ist. Die periodisch anfallenden Arbeiten beim Betrieb der Zelle, wie Entfernen der Bolzen, Verschieben der Anodenschiene, Beschickung mit Anodenbrei usw., erfordern einen beträchtlichen Aufwand an Zeit und Personal.

  Falls man diese schwere
Handarbeit unter gesundheitschädlichen Arbeitsbedingungen mechanisieren will, sind die dazu erforderlichen Konstruk tionen sehr aufwendig. Dies bedingt wiederum grosse finan zielle Investitionen bei der Errichtung der Anlage; Ausserdem ist der Verbrauch an elektrischer Energie infolge der relativ grossen Wärmeverluste hoch, so dass nicht nur das mit solchen
Zellen hergestellte Aluminium teuer wird, sondern auch die auf eine Einheitspruduktion bezogenen Aufwendungen für
Amortisation und Zinsen relativ gross sind.



   Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, die oben er wähnten Nachteile zu beseitigen. Insbesondere soll eine Elek trolysezelle vorgeschlagen werden, bei welcher mit gleichen
Zellenabmessungen eine Verminderung des elektrischen Wi derstandes und damit des Wärmeverlustes sowie der Investi tionskosten erreicht werden kann. Ferner soll ermöglicht wer den, dass die periodischen Arbeiten erleichtert und beschleunigt ausführbar sind, so dass entweder eine Ermässigung der spezifischen Produktionskosten oder eine Erhöhung der Produktion bei gleichem konstruktivem und personellen Aufwand erreicht werden kann.



   Dies wird gemäss der Erfindung bei einer Elektrolysezelle der eingangs erwähnten Art dadurch erreicht, dass - die Anodenträgervorrichtung eine Anodenschiene auf weist, die mehrere Stromkontaktflächen besitzt, welche als konkave Zylindermantelflächenteile mit im wesentlichen vertikalen Erzeugenden ausgebildet sind; - die oberen Teile der Stromzufuhrbolzen zum Zwecke des elektrischen Anschlusses an die Kontaktflächen der Ano denschiene mindestens eine Kontaktfläche entlang eines konvexen Zylindermantelflächenteiles mit im wesentli chen vertikalen Erzeugenden besitzen, wobei die Bolzen so ausgebildet sind, dass jeder beliebige Punkt ihrer Kon taktfläche weiter von der Achse des Bolzens entfernt ist als jeder andere Punkt auf der Oberfläche des Bolzens;

  ;   die    Anodenschiene ein oder mehrere Anodenbolzen
Klemmorgane aufweist, die für das Anpressen der Kon taktflächen auf den Bolzen an die Kontaktflächen auf den
Anodenschienen geeignet sind.



   Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf beiliegenden Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Skizze einer beispielsweisen Ausführung der erfindungsgemässen Elektrolysezelle in einem vertikalen Längsschnitt parallel zu den Zellen bzw. Zellenreihen;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Zelle gemäss Fig. 1,
Fig. 3 einen Teil eines horizontalen, ebenen Schnittes durch die Anodenschiene entlang der Linie B-B,
Fig. 4 einen Schnitt durch die Anodenschiene entlang der Linie A-A,
Fig. 5 eine schematische Darstellung der Anodenverschie   bungsvorrichtung    in Seitenansicht und
Fig. 6 in Draufsicht.



   Wie aus den Fig. 1 und 2 deutlich hervorgeht, sind über einer Kohlenanode mit quadratischem Querschnitt vier zueinander parallele Anodenschienenpaare 1 angeordnet, deren Querschnitt sich in Richtung des Stromflusses vermindert.

 

   Aus den Fig. 3 und 4 ist ersichtlich, dass die Anodenschienen mit   Stromkontaktflächen    2 versehen sind, die die Form eines vertikalen Kreiszylinder-Mantelflächenteiles besitzen, wobei die Achse des zugehörigen Kreiszylinders mit der Achse der Stromzufuhrbolzen 54 zusammenfällt. Diese Bolzen 54 besitzen einander gegenüberliegende Kontaktflächen 3, welche ebenfalls die Form eines vertikalen   Kreiszylinder-Mantel      flächenteiles    besitzen, wobei die Achse des zugehörigen Kreiszylinders mit der Achse des Bolzens 54 zusammenfällt.



   An der inneren Seitenfläche der Anodenschienen 1 sind Versteifungselemente 24 angebracht, deren Höhe grösser als diejenige der Anodenschiene   list.    An den oberen und unteren   Kanten dieser Versteifungselemente 24 ist je ein plattenförmiges Bolzenführungsorgan 25 angeschweisst. Diese Bolzenführungsorgane 25 besitzen Ausschnitte 26, welch letztere von Kreisbögen begrenzt sind, deren Mittelpunkte mit den Achsen der Bolzen 54 zusammenfallen. Diese Ausschnitte 26 definieren beim Einlegen neuer Bolzen 54 deren Lage in der Anode und begünstigen einen sicheren Anschluss der Kontaktflächen 2 an die Kontaktflächen 3.



   Jedem Bolzen 54 ist ein elastisch deformierbares Befestigungselement 4 zugeordnet, welches im wesentlichen parallel zu den Anodenschienen 1 verläuft. Die beidseitig der Anodenschiene angeordneten Bolzen 54 sind in Richtung der Bolzenreihen um eine halbe Bolzenentfernung gegeneinander versetzt. An beiden Enden der Befestigungselemente 4 befindet sich je eine Öffnung 28, und die Anodenschiene 1 sowie die Versteifungselemente 24 sind mit korrespondierenden Öffnungen 30 versehen. Je eine dieser Öffnungen liegen im wesentlichen entlang einer senkrecht zu den Anodenschienen 1 verlaufenden Geraden und dienen zur Aufnahme eines Spannbolzens 5.



   Bei der in der Fig. 3 dargestellten, bevorzugten Ausführungsform verbindet je ein Spannbolzen 5 diejenigen zwei Klemmorgane 4, welche diagonal benachbart liegenden Bolzen 54 zugeordnet sind. Je die beiden äussersten Spannbolzen 5 einer Anodenschiene werden mit ihren freien Enden an dieser befestigt. Der Durchmesser der Spannbolzen   5    ist so gewählt, dass sie mit etwas Spiel in den Öffnungen 28 und 30 beweglich sind. An den beiden Enden der Spannbolzen 5 und an der Austrittsstelle aus der Anodenschiene 1 sind die Spannbolzen 5 mit einem Gewinde versehen. Muttern 31 dienen zur Befestigung der Spannbolzen 5 an der Anodenschiene 1 während die Befestigung der Klemmorgane 4 auf den Spannbolzen 5 mit Hilfe von Muttern 29 erfolgt. Letztere dienen auch zur Einstellung bzw. Regulierung des Anpressdruckes der Bolzen 54 auf die Kontaktflächen 2.

  In der Höhe der Kontaktfläche 3 der Bolzen 54 besitzt die senkrecht zur Bolzenachse verlaufende Schnittfläche die Form einer Kreisteilfläche mit zwei Symmetrieachsen oder einer ellipsenförmigen Fläche. Im Betriebszustand der Zelle sind die Kontaktflächen 2 und 3 miteinander in Berührung, wobei die elastisch deformierten Klemmelemente 4 für den nötigen Anpressdruck sorgen. Wird der Bolzen 54 um seine eigene Achse um   90"    gedreht, so kommt der abgeflachte Teil des Bolzenkopfes 55 in eine zum Klemmorgan 4 bzw. zur Anodenschiene 1 parallele Lage. Das Klemmorgan 4 gerät dadurch in einen gelockerten Zustand.



  Infolge der wechselseitigen Verbindung aller Klemmorgane 4 vermindert sich der Anpressdruck aller übrigen Bolzen um ein bestimmtes Mass welches durch die Einstellung der Muttern 31 reguliert werden kann. Der verdrehte Bolzen 54 kann nun in Richtung seiner eigenen Achse nach oben ausgezogen werden Die übrigen Bolzen 54 verbleiben weiterhin in Berührung mit der Anodenschiene 1 wobei diese Berührung jedoch nicht so fest ist, wie in gespannten Zustand der Klemmorgane 4. Die Lockerung genügt jedoch, um ein Verschieben   der    Anodenschiene durchführen zu können.



   Aus Fig. 4 ist die nähere Ausbildung der Bolzen 54 ersichtlich. Diese besitzen an ihrem oberen Ende einen Kontaktabschnitt 22, welcher grösseren Durchmesser aufweist als der anschliessende Stromleitungsabschnitt 21. Dadurch wird ermöglicht, dass nach dem Herausführen des Bolzens bei einer verhältnismässig geringen Hubhöhe in das Bolzenloch bzw. in den neu eingesetzten Bolzen plastische Anodenmasse fliesst, so dass eine gute elektrische Verbindung zustande kommt. Die Abschnitte 21 und 22 des Bolzens sind zylindrisch oder in Form eines umgekehrten Kegelstumpfes ausgebildet, wobei der Übergang zwischen den beiden Abschnitten stufenweise oder kontinuierlich erfolgen kann.



   Die Versteifungselemente 24 gewährleisten, dass die schwergewichtige Anode durch die Anodenschiene ohne Deformation der letzteren sicher gehalten wird.



   Das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel der Elektrolysezelle ist für einseitige Stromzuführung vorgesehen. Die Versteifungselemente 24 für die Anodenschiene 1 sind auf der, der Stromzuführungsseite abgewandten Seiten der Anodenschiene 1 über diese hinaus verlängert und nehmen auf diesem verlängertem Abschnitt eine Trägerplatte 27 für die Anodenverschiebungsvorrichtung auf. Auf dieser Trä   gerplatte    27 sind ein Antriebsmotor 56, ein Untersetzungsgetriebe 57 und ein Bewegungswandler angeordnet.



   Bei den Ausführungen gemäss Fig. 1 und 2 wird die Drehbewegung des Antriebsmotors 56 durch das Untersetzungsgetriebe 57 verlangsamt und die Drehbewegung des letzteren .mit Hilfe einer Kette 58 an eine Schnecke 16 übertragen. Die Schnecke 16 treibt das Schneckenrad 15 an, dessen Achse senkrecht zur Achse der Schnecke 16 steht. Am Schneckenrad 15 ist gleichachsig eine Gewindehülse 14 befestigt. Letztere nimmt eine Schraubspindel 13 auf, wobei durch eine Drehung des Schneckenrades 15 und damit der Gewindehülse 14 eine axiale Verschiebung der Schraubenspindel 13 bewirkt wird, da die Gewindehülse 14 in axialer Richtung unbeweglich geführt ist. Am Ende der Schraubenspindel 13 ist das eine Ende eines Drahtseiles 18 befestigt. Das andere Ende desselben ist mittels eines einstellbaren Befestigungsorganes 35 am Gestell 6 angebracht.

  Vom Befestigungspunkt des Drahtseiles 18 an der Schraubenspindel 13 aus verläuft das Drahtseil 18 zunächst in horizontaler Richtung bis zu einem Umlenkorgan 17, von wo aus es vertikal zum Befestigungspunkt am Gestell führt.



   Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform der Zelle besitzt eine Anodenverschiebungsvorrichtung, welche einen Antriebsmotor 56 und zwei von diesem angetriebene Bewegungswandler umfasst. Ausserdem sind vier Drahtseile 18 und entsprechenderweise vier Umlenkorgane 17 vorhanden. Die in Fig. 5 und 6 dargestellte Ausführungsform der Anodenverschiebungsvorrichtung umfasst hingegen neben dem Antriebsmotor 56 bloss einen einzigen Bewegungswandler. An dessen Schraubspindel 13 sind hier drei Drahtseile angeschlossen, von welchen eines über eine Umlenkrolle 17 und die übrigen zwei über Umlenkrollen 60 und Umlenkrollen 17 zum Gestell 6 führen. In dieser Weise ist die Anode an drei Punkten aufgehängt.



   Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform der Zelle sind die Umlenkrollen 17 zwischen den Versteifungselementen 24 angeordnet, wobei die Achsen der Rollen 17 an den Elementen 24 befestigt sind.



   Um eine Verschiebung der Anodenschiene überhaupt zu ermöglichen, ist für ein vorübergehendes Festhalten der Anoden eine Haltevorrichtung vorgesehen, die im Betriebszustand über der Reihe der Bolzen 54 angeordnet ist und sich auf das Gestell 6 abstützt. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, umfasst diese Haltevorrichtung Tragbalken 7, auf welchen in der Längsrichtung verschiebbare Halteelemente 8 vorhanden sind, welche im Bereiche von Tragrollen 9 angeordnet sind. Es hat sich dabei als vorteilhaft erwiesen, wenn zwei Tragbalken 7 vorgesehen werden, auf welchen je mindestens drei bis vier Halteelemente 8 befestigt sind.

 

   Wie aus Fig. 4 deutlich zu sehen ist, besitzen die Bolzen 54 am oberen Ende eine Bohrung 23, in welche der abgewinkelte untere Teil der Halteelemente 8 eingeführt wird, um die Anode festzuhalten.



   Der Krümmungsradius sowohl der Kontaktflächen 2 an der Anodenschiene 1 als auch der Kontaktflächen 3 an den Bolzen 54 beträgt 2,5 - 15 cm, vorteilhaft 4 - 10 cm.



   Der Zentriwinkel   x,    über den sich die Kontaktflächen 3 erstrecken, beträgt 15 -   90 ,    vorteilhafterweise 50 -   70 ,      hnd    der Radius des   Kontaktflächenteiles    3 unter dem Bolzen 54 beträgt 24 - 14,9 cm, vorteilhafterweise 3,9 - 9,9 cm.  



   Die Klemmorgane 4 und die Spannbolzen 5 sind aus Federstahl hergestellt und die Bolzen 54 sind auf beiden Seiten der Anodenschiene 1 in einer Reihe mit gleichen Abständen angeordnet, wobei die beiden Reihen um einen halben Bolzenabstand gegeneinander versetzt sind. Die Achsen von je drei einander benachbart liegenden Bolzen 54 verlaufen dabei durch die Ecken eines gleichseitigen Dreieckes, wobei jeweils eine Seite dieser Dreiecke parallel zur Anodenschiene verläuft. Diese drei Bolzen tauchen unterschiedlich tief in die Anode ein, so dass an keiner Stelle der Anode zwei benachbarte Bolzen vorhanden sind, die auf gleichem Niveau liegen.



   Die Vorteile der vorstehend beschriebenen Elektrolysezelle können wie folgt zusammengefasst werden: Mit einer solchen Zelle kann Aluminium im Vergleich zu den bekannten Zellen mit 10 - 20 % kleinerem Verbrauch an elektrischer Energie hergestellt werden bzw. ist es möglich, die Stromstärke bei gleicher Zellengrundfläche um 10 - 20 % zu -erhöhen und damit die Produktion entsprechend zu steigern.



  Die Investitionskosten und der zeitliche und personelle Aufwand für die Unterhaltarbeiten während des Betriebes sind wesentlich geringer. Eine weitgehende Mechanisierung der periodisch anfallenden Arbeiten, wie z.B. das Ziehen der Bolzen, das Beschicken mit Anodenmasse, die Verschiebung der Anodenschiene usw., wird mit wirtschaftlich tragbarem Aufwand ermöglicht.

 

   Bei der erfindungsgemässen Zelle kann das Ziehender Bolzen und das Verschieben der Anodenschiene wie folgt erfolgen: Zum Ziehen der Bolzen wird durch Verdrehen eines Bolzens um seine eigene Achse um 900 der Anschluss zwischen Anodenschiene und Bolzen gelöst. Darauf wird der Bolzen herausgezogen, der neu einzusetzende Bolzen hineingesteckt und schliesslich wieder um   90"    gedreht, um ihn an die Anodenschiene 1 anzuschliessen. Zum Verschieben der Anodenschiene wird die Anode zunächst vorübergehend an den Halteelementen 8 aufgehängt. Durch Verdrehen eines einzelnen Bolzen um   90"    pro Reihe, wird die Verbindung aller Bolzen soweit gelockert, dass die Anodenschiene verschoben werden kann. Nach erfolgter Verschiebung werden die verdrehten Bolzen wieder zurückgedreht und die Anode von den Halteelementen 8 gelöst. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Elektrolysezelle zur Herstellung von Aluminium im Schmelzfluss, welche eine oder mehrere Anoden mit vertikalen Stromzufuhrbolzen, eine Anodenträgervorrichtung, eine Anodenverschiebungsvorrichtung sowie einen Anodenmantel umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass - die Anodenträgervorrichtung eine Anodenschiene (1) auf weist, die mehrere Stromkpntaktflächen (2) besitzt, wel che als konkave Zylindermantelflächenteile mit im we sentlichen vertikalen Erzeugenden ausgebildet sind;
    dass - die oberen Teile der Stromzufuhrbolzen (54) zum Zwecke des elektrischen Anschlusses an die Kontaktflächen (2) der Anodenschiene (1) mindestens eine Kontaktfläche (3) entlang eines konvexen Zylindermantel-Flächenteiles mit im wesentlichen vertikalen Erzeugenden besitzen, wobei die Bolzen (54) so ausgebildet sind, dass jeder beliebige Punkt dieser Kontaktfläche (3) weiter von der Achse des Bolzens entfernt ist als andere Punkte auf der Oberfläche des Bolzens; - die Anodenschiene (1) ein oder mehrere Anodenbolzen Klemmorgane (4) aufweist, die für das Anpressen der Kontaktflächen (3) auf den Bolzen (54) an die Kontakt flächen (2) auf den Anodenschienen (1) geeignet sind.
    UNTERANSPRUCHE 1. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Anodenschiene (1) bzw. am Anodenbolzen (54) ausgebildeten, zylindermantelteilförmigen Kontaktflächen (3 bzw. 2) gleichachsig zu den Bolzen (54) angeordnet sind.
    2. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anodenverschiebungsvorrichtung wenigstens ein Bewegungswandlerorgan für die Umwandlung einer Drehbewegung in eine geradlinige Transversalbewegung besitzt, welche eine die Transversalbewegung ausführende, starre Schraubspindel (13) umfasst, deren Achse horizontal verläuft oder mit einer Horizontalebene einen Winkel von höchstens 45" einschliesst.
    3. Zelle nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anodenträgervorrichtung mindestens drei Umlenkrollen (17) und die Anodenverschiebungsvorrichtung mindestens drei biegsame Kraftübertragungselemente (18) in Form von Drahtseilen oder Gall'schen Ketten umfasst, deren eines Ende unmittelbar mit der Schraubspindel (13) verbunden ist, während deren anderes Ende überje eine der Umlenkrollen (17) geführt und an einem Anoden-Hilfstragwerk (6) befestigt ist.
    4. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Quotient gebildet aus der horizontalen Querschnittsfläche der Bolzen und der Gesamtzahl der gleichzeitig eingesetzten Anodenbolzen höchstens 0,23 m2 beträgt.
    5. Zelle nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Quotient 0,05 - 0,15 m2 beträgt.
    6. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei miteinander parallel geschaltete Anodenschienen (1) vorgesehen sind, an welche beidseitig mindestens je sechs Anodenbolzen angeschlossen sind.
    7. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungshalbmesser der Kontaktfläche (2) der stromführenden Schienen (1) und der Kontaktflächen (3) der Bolzen (54) 0,04- 0,1 m beträgt.
    8. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Bolzen (54) symmetrisch zu seiner Achse zwei Kontaktflächen (3) ausgebildet sind, und dass in der Höhe der Kontaktfläche (3) des Bolzens, der auf die Achse des Bolzens senkrechte ebene Schnitt eine Kreisteilfläche oder eine ellipsenförmige Fläche ist.
    9. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen (3) über einen Zentriwinkel (ohr) von 50 - 70" erstrecken und dass der maximale Halbmesser des Kontaktflächenteiles (3) unter dem Anodendorn 0,039 - 0,099 m beträgt.
    10. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzen (54) eilen zylindrischen oder kegeligen Stromleitungsabschnitt (21) und darüber einen Stromkontakt abschnitt (22) besitzen, der sich mit einer Stufe oder mit kontinuierlichem Übergang anschliesst.
    11. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzenklemmorganeje zwei nebeneinander befindliche Spannbolzen (5) und mindestens ein plattenförmiges oder stabförmiges, im wesentlichen mit der Anodenschiene (1) paralleles und auf der der Stromübergabefläche gegenüberliegenden Seite des Bolzens angeordnetes Abstützelement (4) umfasst.
    12. Zelle nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannbolzen (5) starr oder gelenkig an der Anodenschiene (1) befestigt sind.
    13. Zelle nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Bolzen je ein Abstützelement (4) zugeordnet ist und dass die auf der gegenüberliegenden Seite der Anodenschiene (1) angeordneten, zu zwei diagonal benachbarten Bolzen gehörenden Abstützelemente (4) mit dem ihnen gemein sam gegenüberliegenden Abstützelement gelenkig oder mit Spiel verbunden sind, wobei zur Verbindung stabähnliche, gegenüber der Anodenschiene (1) in der Querrichtung ver schiebbare Spannbolzen (5) vorgesehen sind, und dass das erste und das letzte Abstützelement (4) oder der erste und der letzte Spannbolzen (5) gelenkig oder starr an der Anoden schiene befestigt ist.
    14. Zelle nach Unteransprüchen 11-13, dadurch gekenn zeichnet, dass das Abstützelement (4) oder der Spannbolzen (5) aus einem elastisch verformbaren Material hergestellt ist.
    15. Zelle nach Unteransprüchen 11-13, dadurch gekenn zeichnet, dass das Abstützelement (4) eine elastisch deformier bare Stahlplatte ist, an dessen beiden Enden für das Anschlies sen der Spannbolzen (5) kreisförmigen Querschnittes geeigne te Öffnungen (28) ausgebildet sind, und dass an den Enden der Spannbolzen (5) ein Schraubengewinde und ein Span nungsregler (29) mit Schraubenmutter ausgebildet ist, wobei die Enden der Spannbolzen (5) in den Öffnungen (28) der Abstützelemente (4) mit Spiel beweglich sind.
    16. Zelle nach Unteransprüchen 13-15, dadurch gekenn zeichnet, dass die Anodenschiene (1) für das Durchführen der Spannbolzen (5) geeignete Öffnungen (30) besitzen, wobei die Spannbolzen (5) mittels Befestigungsorgane (31) an der Ano denschiene angebracht sind.
    17. Zelle nach Unteransprüchen 13-16, dadurch gekenn zeichnet, dass die Bolzen (54) auf beiden Seiten der Anoden schiene (1) oder des Anodenschienenpaares zueinander symmetrisch angeordnet sind, und dass zwei voneinan der unabhängige Gruppen von miteinander gekoppelten Aus pressorganen (4, 5) ausgebildet sind, von welchen die eine Gruppe die diagonal benachbarte andere Anodenbolzengrup pe an die stromzuführende Schiene (1) anpresst.
    18. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzen so angeordnet sind, dass ihre Mittellinien in Draufsicht zumindest annähernd mit den Eckpunkten je eines regelmässigen Dreieckes zusammenfallen, wobei eine Seite dieses Dreieckes mit einer Seite der im Querschnitt rechtecki gen Anode parallel verläuft, und dass die Bolzen in drei Ni veauhöhen derart angeordnet sind, dass jeweils drei benachbarte Bolzen in verschiedenen Niveauhöhen angeordnet sind.
    19. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anodenschiene im wesentlichen vertikal angeordnete, plattenähnliche Schienenversteifungselemente (24) besitzt, und dass auf beiden Seiten der, in der Stromflussrichtung im Querschnitt abnehmenden Anodenschiene (1) unter und über derselben an die Schienenversteifungselemente (24) ange schlossene Bolzenführungsorgane (25) vorgesehen sind, wobei die Höhe der Anodenschiene (1) kleiner als die Höhe der Schienenversteifungselemente (24) ist, und dass sich die stromführenden Schienen dicht an die Schienenversteifungs elemente (24) anpassen.
    20. Zelle nach Unteranspruch 3 und 19, dadurch gekenn zeichnet, dass das Bewegungsumwandlungsorgan im wesentli chen parallel zu den Anodenschienen (1) angeordnet ist, wäh- rend die Achsen der Umlenkrollen (17) im Bereiche der Ende der Schienenversteifungselemente (24) angeordnet ist.
    21. Zelle nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die biegsamen Kraftübertragungselemente (18) einen Aufhängeregler (35) besitzen.
    22. Zelle nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Anodenverschiebungsvorrichtung (13, 14, 15, 16, 56, 57) in der Umgebung des über dem Anodenumfang befindlichen Raumes, ausserhalb des Raumes der vertikalen Projektion der Kohlenanode auf die Anodentragvorrichtung oder auf den Anodenschienen angeordnet ist.
    23. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zelle über der oberen Ebene der Anodenschienen (1) und an einer Anodentragvorrichtung (6) der Zelle befestigt, eine zeitweilige Anodenbefestigungsvorrichtung besitzt, die im wesentlichen aus einem Tragebalken (7), und aus mindestens drei auf dieser befestigten, Aufhängeelementen (8) zum Festhalten der Bolzen besteht.
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