CH553046A - Einrichtung zum waermen eines abschnittes eines kunststoffrohres. - Google Patents
Einrichtung zum waermen eines abschnittes eines kunststoffrohres.Info
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Description
Beim Verlegen von Kunststoffrohren, z. B. für Heizungsanlagen, Wasserleitungen oder elektrische Installationen, ist es notwendig, diese zu biegen. Für den Biegevorgang müssen die Kunststoffrohre derart erweicht werden, dass sie plastisch verformbar sind. Der Biegevorgang findet in der Regel an der Montagestelle statt und erfolgt meistens mittels eines Heissluftgebläses, dessen Heissluftstrahl direkt gegen die zu biegende Stelle gerichtet wird. Dabei wurde das Kunststoffrohr meistens zwischen zwei Haltern festgehalten. Bei Kunststoffrohren mit relativ niedriger Erweichungstemperatur kann die Arbeit in dieser Weise einigermassen wirtschaftlich durchgeführt werden. Mit zunehmenden Ansprüchen an die Wärmebeständigkeit der Kunststoffrohre hat sich aber die bisherige Arbeitsweise als wenig wirtschaftlich erwiesen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Anwärmezeit infolge des Wärmeabflusses und der hohen Erweichungstemperatur sehr lang ist. Überdies ermöglicht die freie Handhabung eines Heissluftgebläses keine exakte Erwärmung des Kunststoffrohres sowohl hinsichtlich der Temperaturgleichmässigkeit als auch hinsichtlich der zu erwärmenden Länge, so dass sich nur schwerlich genaue Bogen herstellen lassen. Zweck der Erfindung ist es somit, eine Einrichtung zum Wärmen eines Abschnittes eines Kunststoffrohres zu schaffen, welche ein schnelles und präzises Erwärmen von Kunststoffrohren ermöglicht. Die erfindungsgemässe Einrichtung zum Wärmen eines Abschnittes eines Kunststoffrohres ist dadurch gekennzeichnet, dass sie eine längliche Kammer sowie Halter zur angenähert koaxialen Halterung eines Kunststoffrohres in der Kammer und eine Heizvorrichtung zur Aufheizung der Kammer aufweist. Die Einrichtung ermöglicht eine schnelle, gleichmässige und in Längsrichtung des Rohres genau definierte Erwärmung des Kunststoffrohres. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist die Temperatur der Heizvorrichtung einstellbar. Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Einrichtung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schrägbildliche Darstellung der Einrichtung im geöffneten Zustand gemäss einer ersten Ausführungsform und Fig. 2 wie Fig. 1, jedoch gemäss einer zweiten Ausführungsform. In Fig. 1 und 2 ist eine auf einem Sockel 1 angeordnete mit kreisförmigem Querschnitt versehene Kammer 2 dargestellt, welche einen aufklappbaren Wandteil 3 aufweist. Ein zu biegendes Kunststoffrohr ist durch eine Achse 4 angedeutet. Der Wandteil 3 ist mittels eines Scharniers 5 schwenkbar angeordnet. Der Wandteil 3 ist ferner mit einem nichtwärmeleitenden Griff 8 versehen. Die beiden Enden der rohrartigen Kammer sind mittels Blenden 6 abgeschlossen, welche einen Ausschnitt 7 zur Aufnahme, Positionierung und Halterung des Kunststoffrohres aufweisen. Damit die erzeugte Wärme nicht allzu leicht abgeleitet wird, können die Kammer 2 und die Blenden 6 beispielsweise auf der Innenseite mit einem wärmebeständigen und isolierenden Belag versehen werden. Als Heizvorrichtung der Einrichtung nach Fig. 1 dient ein nicht gezeigtes Heissluftgebläse, welches die Heissluft durch einen Rohrstutzen 9 in die Kammer einbläst. Zur Verteilung der zugeführten Heissluft ist auf der Innenseite der Kammer im Abstand von der Heissluftmischung eine vorzugsweise parallel zur Kammerwandung angeordnete Verteilplatte 10 vorgesehen. Die einströmende Heissluft wird dadurch relativ rasch und gleichmässig in die Kammer 2 verteilt. Dies ist deshalb wichtig, weil für die meisten Verwendungen des Kunststoffrohres sein Biegeradius nicht allzu klein sein darf. Wenn der Heissluftstrahl gegen einen sehr beschränkten Bereich des Kunststoffrohres gerichtet wird, ist ausserdem die Gefahr grösser, dass sich dieser Bereich zu stark erwärmt und dadurch schmilzt oder sich verfärbt. Wenn das Kunststoffrohr sichtbar verlegt wird, ist eine Farbveränderung selbstverständlich un annehmbar. In der Ausführung nach Fig. 2 erfolgt die Heizung mittels eines elektrischen Heizelementes 11, welches auf der Innenwandung der Kammer 2 angeordnet ist. Die Heizelemente, z. B. Widerstandsdrähte, erstrecken sich dabei vorzugsweise in der Längsrichtung der Kammer 2, damit eine möglichst gleichmässige Wärmeverteilung erfolgt. Zur Regulierung der erzeugten Wärmemenge ist ein regelbarer Transformator vorgesehen, dessen Stufenschalter 12 am Sockel 1 angeordnet ist. Zur Regulierung der Heizung entsprechend dem Material des zu behandelnden Kunststoffrohres kann die Heizung in mehrere Heizelemente aufgeteilt sein, die nach dem Wärmebedarf serie- und/oder parallel geschaltet werden. Auch andere Mittel zur Temperaturregelung können eingesetzt werden. Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist je ein als Klemme ausgebildeter Halter 13 an den beiden Enden der Kammer angeordnet, damit ein beispielsweise direkt von einer Vorratsrolle kommendes, leicht gebogenes Kunststoffrohr in der Einrichtung besser gehalten wird. Die Halter 13 können zu diesem Zweck z. B. auch als Rohrhalter ausgestattet sein. Obschon nicht dargestellt, kann auch die Ausführung nach Fig. 1 zu sätzlich mit solchen Haltern versehen sein. Je nach Bedarf kann die wirksame Kammerlänge auch vergrössert oder verkleinert werden. Hierzu kann bzw. können nach Fig. 1 eine oder beide Blenden gegen die Mitte der Kammer 2 zu oder von ihr weg verschoben werden. Zu diesem Zweck ist jede Blende 7 an einem Stab 14 angeordnet, welcher in einer Führung 15 verschiebbar und mittels einer Flügelschraube 16 arretierbar ist. Auf diese Weise sind das zu erwärmende Volumen und somit der Wärmebedarf und die Anwärmezeit sowie die zu erwärmende Länge des Kunststoffrohres den Erfordernissen optimal anpassbar. Bei geeigneter Ausbildung der Heizspirale ist es auch bei Fig. 2 möglich, die Blenden verschiebbar auszubilden. Zu Fig. 2 ist noch zu bemerken, dass die Heizelemente freiliegend oder in einer Auskleidung angeordnet werden können. Anstelle der vorgesehenen Widerstandsdrähte ist auch eine Induktionsheizung verwendbar. Zur Einstellung der Heizstufe kann ein regelbarer Transformator oder können einzeln einschaltbare Heizelemente vorgesehen werden. In Umfangsrichtung der Kammer verlegte, einzelne Heizelemente können einzeln zuschaltbar sein. Dadurch kann ebenfalls die erwärmbare Länge des zu erwärmenden Kunststoffrohres eingestellt werden. Ferner kann der aufklappbare Wandteil wegfallen, so dass die Kammer als geschlossenes Rohr ausgebildet ist. Es ist aber auch möglich, Kammern mit einem in Längsrichtung offenen Schlitz, d. h. die in den Figuren dargestellte Kammer jedoch ohne aufklappbaren Wandteil, zu verwenden, so dass das Kunststoffrohr während der Erwärmung beobachtet werden kann. Diese Ausführungsform dürfte aber lediglich bei Verwendung elektrischer Heizvorrichtungen in Frage kommen. Die Kammer kann auch mit einem durchsichtigen Wandteil versehen sein, welcher ebenfalls ein Beobachten des Kunststoffrohres ermöglicht. Die beschriebene Einrichtung ist preisgünstig und handlich und eignet sich somit insbesondere zur Verwendung an der Montagestelle, z. B. an einer Baustelle. Sie ermöglicht eine schnelle, gleichmässige und in der Länge genau definierte Erwärmung eines Kunststoffrohres und damit die schnelle Herstellung präziser Rohrbogen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHEinrichtung zum Wärmen eines Abschnittes eines Kunststoffrohres, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine längliche Kammer sowie Halter zur angenähert koaxialen Halterung eines Kunststoffrohres in der Kammer und eine Heizvorrichtung zur Aufheizung der Kammer aufweist.UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Heizvorrichtung einstellbar ist.2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung ein Heissluftgebläse ist, dessen Heissluftstutzen in die Kammer mündet.3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite der Kammer vor der Heissluftmündung eine Verteilerplatte angeordnet ist.4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung eine an der Kammer angeordnete elektrische Heizung ist.5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Heizung eine an der Kammerwandung angeordnete Induktionsheizung ist.6. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Heizung an der Kammerwandung angeordnete Widerstandsheizdrähte aufweist.7. Einrichtung nach Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung einen regelbaren Transformator aufweist.8. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer zylindrisch ist.9. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer einen aufklappbaren Wandteil zum Einlegen des Kunststoffrohres aufweist.10. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer einen durchsichtigen Wandungsteil aufweist.11. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Erwärmen des Kunststoffrohres wirksame Länge der Kammer einstellbar ist.12. Einrichtung nach Patentanspruch oder Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kammer beiderseits des heizbaren Teils der Kammerquerschnitt bis auf eine Aufnahmeöffnung für das Kunststoffrohr abschliessende Blenden angeordnet sind, die vorzugsweise in Kammerrichtung verschiebbar sind.13. Einrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Blenden als Halter für das Kunststoffrohr dienen.14. Einrichtung nach Unteransprüchen 4 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Heizung mehrere längs der Kammer angeordnete einzeln zuschaltbare Heizelemente aufweist.15. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter ausserhalb der Kammer angeordnet und vorzugsweise als Klemmen ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH881773A CH553046A (de) | 1973-06-18 | 1973-06-18 | Einrichtung zum waermen eines abschnittes eines kunststoffrohres. |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH881773A CH553046A (de) | 1973-06-18 | 1973-06-18 | Einrichtung zum waermen eines abschnittes eines kunststoffrohres. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH553046A true CH553046A (de) | 1974-08-30 |
Family
ID=4345072
Family Applications (1)
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| CH881773A CH553046A (de) | 1973-06-18 | 1973-06-18 | Einrichtung zum waermen eines abschnittes eines kunststoffrohres. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH553046A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2748231A1 (fr) * | 1996-05-03 | 1997-11-07 | Cougnaud | Appareil de rechauffage de barres extrudees en pvc |
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1973
- 1973-06-18 CH CH881773A patent/CH553046A/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6097002A (en) * | 1996-04-03 | 2000-08-01 | Technoplast Kunststofftechnik Gmbh | Device for heating plastics sections |
| FR2748231A1 (fr) * | 1996-05-03 | 1997-11-07 | Cougnaud | Appareil de rechauffage de barres extrudees en pvc |
| WO1997042014A1 (de) * | 1996-05-03 | 1997-11-13 | Technoplast Kunststofftechnik Gmbh | Vorrichtung zum erwärmen von kunststoffprofilen |
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