Die Erfindung betrifft eine Ablegevorrichtung mit einem kastenförmigen Behälter und einem schubladenartigen Einsatz, einer schwenkbaren Verschlussklappe und einem zum Hochschwenken und Halten der Verschlussklappe dienenden, längs einer Seitenwand des Behälters auf einer Gleitbahn geführten Flachschieber mit einer an der der Verschlussklappe zugewandten Seite des Flachschiebers angebrachten, schräg nach unten gerichteten, stets auf der Gleitbahn aufliegenden federnden Zunge und einer weiteren, an dem Flachschieber angeordneten Federzunge, die lösbar mit einem an dem Einsatz vorgesehenen Gegenstück zusammenwirkt und beim Herausziehen des Einsatzes durch Auftreffen auf einen ortsfest am Behälter angeordneten Anschlag entgegen ihrer Federkraft aus dem Schiebebereich des Gegenstückes bewegt wird.
Eine derartige Vorrichtung mit einem kastenförmigen Behälter ist aus der DT-PS 1 256 373 bekannt. Bei dieser Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Federzunge nach innen vorspringt und mit einem am Einsatz befestigten Stift eine lösbare, kraftschlüssige Verbindung des Schiebers mit dem Einsatz darstellt. Bei dem Herausziehen des Einsatzes gibt die Federzunge durch Auftreffen auf einem ortsfest am Behälter angeordneten Anschlag den vorgenannten Stift frei.
Bei dieser bekannten Vorrichtung haben sich einige Nachteile gezeigt. Als Stift auf dem Einsatz finden in der Regel Mechanikbügel Verwendung, die an sich zum Abheften von gelochten Schriftstücken auf dem Einsatz vorgesehen sind.
Die Federzunge war somit bei den bekannten Vorrichtungen auf die Bügel einer solchen Mechanik abgestimmt. Die Fertigungsgenauigkeit derartiger Bügel ist nicht besonders gut. Es kam somit oft vor, dass die nach oben ragenden Bügelfeder Mechanik auf dem Einsatz unterschiedlich gefertigt waren, dies hatte zur Folge, dass die Gleitfähigkeit bzw. Leichtgängigkeit bei dem Herausschieben des Einsatzes sehr zu wünschen übrig liess.
Die federnde Zunge sowie die Federzunge der bekannten Vorrichtung weisen m unterschiedliche Richtungen. Die federnde Zunge liegt in Richtung des Gleitstückes und die andere quer dazu. Dies ist herstellungstechnisch problematisch und führt ausserdem bei dem Gebrauch manchmal zum Verklemmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die konstruktiv einfacher und mehr betriebssicher als bekannte Vorrichtungen ist. Ausserdem soll erreicht werden, dass die Vorrichtung unabhängig von der auf dem Einsatz angeordneten Mechanik funktioniert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das an dem Einsatz vorgesehene Gegenstück ein Nocken ist, dessen der dicht verschlossenen Stirnseite des Behälters zugewandtes Ende bei eingeschobenem Einsatz gegen einen aus der Gleitschieberebene vorragenden, nocken artigen Vorsprung am Gleitschieber und dessen der Verschlussklappe zugewandtes Ende gegen einen nockenartigen,quer zur Gleitebene des Gleitschiebers weisenden Rundbolzen an der Federzunge anliegen und die Federzunge in der Ebene des Gleitschiebers liegt und ihr den Rundbolzen tragendes freies Ende schräg nach unten gerichtet ist und tiefer als die Gleitbahn liegt. Da die Federzunge in der Ebene des Gleitschiebers liegt, ist der Gleitschieber wesentlich einfacher herstellbar als bisher. Ausserdem kann es nicht mehr vorkommen, dass die Federzunge beim Hineinschieben des Einsatzes nach innen gebogen werden kann.
Dadurch, dass der bisher übliche Stift durch einen an dem Einsatz vorgesehenen Nocken ersetzt wird, ist es möglich, jede gewünschte Mechanik oder jedes gewünschte andere Aufbewahrungsmittel für Papier oder andere Gegenstände auf dem Einsatz anzubringen, ohne dass die Wirkung der selbsttätigen Verschlussklappe dadurch beeinflusst wird.
Der Anschlag, durch dessen Wirkung die Federzunge entgegen Ihrer Federkraft aus dem Schiebebereich des Nockens bewegt wird, wird vorteilhaft durch die Gleitbahn gebildet. Da das freie Ende tiefer als die Gleitbahn liegt, wird das freie Ende beim Herausziehen des Einsatzes durch die Wirkung der Gleitbahn angehoben, wodurch sich der nockenartige Rundbolzen von dem an dem Einsatz vorgesehenen Nocken löst.
In zweckmässiger Ausgestattung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Federzunge lediglich im Bereich ihres freien Endes schräg nach unten abgebogen ist.
Damit wird erreicht, dass die Lage der Federzunge zunächst unverändert bleibt, wenn der Einsatz etwas herausgezogen wird. Zieht man jedoch weiter, wird das Ende der Federzunge infolge der schräg nach unten abgebogenen Gestaltung auf einem relativ kurzen Verschiebeweg des Einsatzes entgegen der Federwirkung nach oben geschwenkt, wodurch die gewünschte Funktion in einem kurzen Schiebeweg sichergestellt wird.
Die Fertigung der erfindungsgemässen Vorrichtung ist einfacher und preiswerter als der bisher bekannte kastenartige Behälter. Insbesondere wird eine automatische Produktion ermöglicht. Bisher war es üblich, die Gleitschienen in den Kasten einzukleben. Die neue Gestaltung ermöglicht es, die Gleitschienen einstückig sofort bei der Herstellung des kastenartigen Behälters anzuformen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der Gleitschieber etwa in seiner Mitte eine etwa V-förmige, sich nach unten hin öffnende Aussparung aufweist. Diese Aussparung erleichtert die Montage, indem der Gleitschieber beim Montieren gebogen werden kann.
Nach der Montage federt er dann in die gewünschte Stellung.
Weiterhin wird infolge dieser Gestaltung eine Montage des Gleitschiebers mit einer automatisch arbeitenden Maschine ermöglicht.
Das Blockieren des Gleitschiebers in der Endstellung (bei eingeschobenem Gleitschieber) ist beispielsweise bei der erfindungsgemässen Vorrichtung wesentlich einfacher zu lösen als bei bekannten Vorrichtung. Bei bekannten Vorrichtung ist es nämlich möglich, dass der Gleitschieber über die hintere Blockierungsstellung hinausgeht. Zur Behebung dieses Nachteils kann an der Seitenwand des Behälters ein Endanschlag für den Gleitschieber vorgesehen sein. Es ist ohne weiteres möglich, diesen Endanschlag schwer und stabil zu gestalten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht der Vorrichtung mit dem kastenförmigen Behälter von der die Verschlussklappe tragenden Stirnseite aus gesehen, wobei die Verschlussklappe in einem Teilbereich nicht dargestellt ist,
Fig. 2 einen Schnitt gemäss der Linie II-II in Fig. 1 bei eingeschobenem Einsatz und geschlossener Verschlussklappe,
Fig. 3 eine Darstellung gemäss Fig. 2 bei etwas herausgezogenem Einsatz,
Fig. 4 eine Darstellung gemäss Fig. 2 bei noch weiter herausgezogenem Einsatz.
Der kastenartige Behälter 1 von rechteckigem Querschnitt weist einen schubladenartigen, flachgestalteten Einsatz 2 auf, der zur Aufnahme von in dem Kasten aufzubewahrenden Gegenständen, beispielsweise Schriftstücken, dient. An der Vorderkante des Einsatzes 2 ist eine Grifflasche 3 zum Herausziehen und Einschieben des Einsatzes angeordnet. An der von vorne gesehen linken Seitenwand 1 a des Behälters 1 befindet sich ein plattenartiger Flachschieber bzw. Gleitschieber 4 aus Kunststoff, der nach vorne zu in schlanker Kurve in ein abgeschrägtes Ende 4a ausläuft. Der Flachschieber bzw.
Gleitschieber 4 dient zum Hochschwenken und Festhalten einer Verschlussklappe 5, die in üblicher Weise mit ihrer Oberkante am Vorderrand der Decke lb des kastenartigen Behälters an gebracht ist und unter dem Einfluss ihres Eigengewichtes eine senkrechte Lage einnimmt, so lange der Gleitschieber 4 nicht mit seinem vorderen Ende 4a aus dem Inneren des Behälters hervorsteht.
Der parallel zur Seitenwand la des Behälters 1 bewegliche Gleitschieber 4 führt sich mit seiner Unterkante auf einer an der Seitenwand la angebrachten Gleitbahn 6. Gegenüberliegend von der Gleitbahn 6 ist an der Decke lb eine Führungsbahn 7 angeordnet, die zur Führung des Gleitschiebers 4 an seiner Oberseite vorgesehen ist. An der der Verschlussklappe 5 zugewandten Seite des Flachschiebers 4 ist eine schräg nach unten gerichtete, stets auf der Gleitbahn 6 aufliegende federnde Zunge 8 vorgesehen, die die Aufgabe hat, bei dem Herausziehen bzw. nach dem Herausziehen des Einsatzes 2 infolge ihrer Federwirkung das durch das Spiel in der Führung des Flachschiebers 4 verursachte Absenken seines Vorderteiles aufzuheben.
Der Vorderteil 4a des Flachschiebers ist so ausgebildet, dass seine nach vorne abgeschrägte oder abgerundete Oberkante in ihrem zur Kastendecke parallelen Teilstück etwas höher liegt als die übrige Oberkante. Die auf dem Vorderteil des Flachschiebers 4 aufliegende Verschlussklappe (vergleiche Fig. 4) befindet sich infolgedessen mit Sicherheit in einer solchen Lage, in der sie nach unten für ein bequemes Wiedereinführen des herausgenommenen Einsatzes genügend Raum gibt.
An dem Einsatz 2 ist an seinem linken, oberen Rand (Fig.
1) ein höckerartiger Nocken 9 angeformt. Der Gleitschieber bzw. Flachschieber 4 weist eine Federzunge 10 auf, die einen vorderen Teil 10a mit ebener Unterseite aufweist und im Bereich ihres freien Endes 10b schräg nach unten abgebogen ist, derart, dass das Ende tiefer liegt als die Gleitbahn 6. Der Bereich 10a liegt dagegen in der Richtung bzw. etwas oberhalb der Gleitbahn 6. Die Federzunge 10 weist an ihrem Ende einen nockenartigen Rundbolzen 11 auf, der sich quer zu der Ebene des Gleitschiebers bzw. Flachschiebers 4 erstreckt, derart, dass der Rundbolzen 11 bei eingeschobenem Zustand des Einsatzes 2 (vergleiche Fig. 2) gegen den Nocken 9 anliegt.
Weiterhin ist an dem Gleitschieber ein ähnlich dem Rundbolzen 11 gestalteter, ebenfalls aus der Gleitschieberebene hervorragender Vorsprung 12 angebracht. An der Seitenwand la ist ausserdem ein Endanschlag 13 für den Gleitschieber 4 vorgesehen. Der Gleitschieber 4 weist etwa in seiner Mitte eine etwa V-förmig gestaltete, sich nach unten hin öffnende Aussparung 14 auf. Auf der Verschlussklappe 5 ist ausserdem ein Schriftfeld 15 vorgesehen.
Zieht man den Einsatz 2 an der Grifflasche 3 heraus, so wird der Gleitschieber 4 durch Einwirkung des Nockens 9 auf den nockenartigen Rundbolzen 11 mitgenommen. Das vordere, gebogene Ende 4a stösst gegen die Innenseite der Verschlussklappe an, wodurch die Verschlussklappe geöffnet und auch selbsttätig in Öffnungsstellung gehalten wird (Fig. 3 und Fig. 4). Erreicht der nach unten abgebogene Teil 10b der Federzunge 10 die Gleitbahn 6, so wird die Federzunge entgegen ihrer Federwirkung nach oben gebogen (Fig. 4) so dass der Rundbolzen 11 aus dem Schiebebereich des Nockens 9 herausbewegt wird. Diese Stellung ist in Fig. 4 dargestellt.
Zieht man nun den Einsatz 2 weiter heraus, bleibt der Gleitschieber 4 in der in Fig. 4 gezeigten Stellung. Der Einsatz 2 lässt sich nun vollständig herausnehmen.
Bei dem Wiedereinschieben des Einsatzes 2 wird der Gleitschieber 4 mitgenommen, sobald der Nocken 9 den Vorsprung 12 erfasst. Der Gleitschieber 4 kann so weit hereingeschoben werden, bis er mit seinem rückwärtigen Ende gegen den Endanschlag 13 anliegt.