CH555230A - Kunstharzform. - Google Patents
Kunstharzform.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Form aus Kunstharz, z. B. Schuhsohlenform, mit einem von einer Metallwandung begrenzten Hohlraum zur Führung eines Kühl- oder Heizmediums. Es sind temperierbare Kunstharzformen bekannt geworden, wobei in das Kunstharz ein Kupferrohr eingebettet ist. Dadurch wird zwar das Problem des Wärmeübergangs vom Kühl- bzw. Heizmedium auf den Formhohlraum zufolge des hohen Temperaturleitvermögens von Kupfer gelöst, derartige Kunstharzformen sind aber aufwendig und vor allem teuer herzustellen. Nachteilig ist auch, dass beim Biegen eines Kupferrohres um enge Radien eine erhebliche Querschnittsverengung eintritt, so dass an diesen Stellen die Strömungsgeschwindigkeit des Kühl- bzw. Heizmediums wesentlich von den übrigen Stellen abweicht, wodurch wiederum eine nur ungleichmässige Temperierung der Form bewirkt werden kann. Ziel der vorliegenden Erfindung ist eine temperierbare Kunstharzform, bei der die oben erwähnten Nachteile vermieden sind und die gleichzeitig einfach und billig herzustellen ist. Die erfindungsgemässe Kunstharzform mit einem von einer Metallwandung begrenzten Hohlraum zur Führung eines Kühl- oder Heizmediums ist dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum von einem flexiblen Metallschlauch gebildet ist. Dadurch ergeben sich einige Vorteile. So können z. B. flexible Metallschläuche sehr leicht und ohne wesentliche Querschnittsverengung um enge Radien gekrümmt werden, so dass eine gleichmässige Temperierung des Formhohlraumes gewährleistet ist. Auch die Gefahr des Einreissens und damit des Eindringens von flüssigem Kunstharz in den Hohlraum ist bei Verwendung eines flexiblen Metallschlauches nicht gegeben. Vorteilhaft ist auch, dass derartige Metallschläuche wesentlich dünnwandiger und leichter ausgebildet sein können, so dass einerseits der Wärmeübergang von vornherein begünstigt ist und anderseits die Handhabung des Metallschlauches beim Einbau äusserst einfach ist. Die besonders einfache Handhabung ist vor allem auch dann gegeben, wenn der flexible Metallschlauch ein schraubenförmig gewickeltes Metallblechprofil annähernd S-förmigen Querschnittes ist, wobei im gewickelten Zustand die äusseren Schenkel des S kettenartig ineinandergreifen. Ein derartiger Metallschlauch hat sich besonders gut bewährt, da er einfach und mit relativ grosser Massgenauigkeit hergestellt werden kann, wobei der Zwischenraum zwischen den Wicklungen nur äusserst schmal ist, so dass eine hervorragende Abdichtung des im Kunstharz eingebetteten Metallschlauches gewährleistet ist. Aufgrund seiner gerippten Oberfläche ist überdies die Verankerung eines derartigen Metallschlauches im Kunstharz besonders gut. Ein besonders geringes Gewicht und eine besonders gute Wärmeleitfähigkeit besitzt der flexible Metallschlauch dann, wenn er aus Aluminium besteht. Aluminium besitzt auch den Vorteil, dass es, ohne selbst angegriffen zu werden, mit sauren Agentien gereinigt werden kann, was vor allem bei Verwendung von Wasser als Kühlmittel von Bedeutung ist. Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch eine Schlauchwandung, eingebettet in eine Form aus Kunstharz, und Fig. 2 einen Metallschlauch in Ansicht. Die in Fig. 1 im Schnitt dargestellte Schlauchwandung list aus einem Metallprofil 2 aufgebaut, das schraubenförmig einem Zylindermantel folgend gewickelt ist. Das Metallprofil 2 besitzt einen annähernd S-förmigen Querschnitt mit einer Profilbasis 3, einer Profiloberseite 4, einem inneren Schenkel 5 sowie zwei äusseren Schenkeln 6 und 6'. Die äusseren Schenkel zweier benachbarter Windungen greifen kettenartig ineinander, wodurch das in Fig. 2 dargestellte Bild des Metallschlauches 7 entsteht. Durch die Profiloberseite 4 wird eine Rippe gebildet, die von der durch die Profilbasis 3 gebildeten Rille flankiert wird. Der Spalt 8, der zwischen den äusseren Schenkeln 6, 6' zweier benachbarter Windungen frei bleibt, wird durch das umgebende Kunstharz dicht verschlossen, so dass das Kühl- oder Heizmedium nicht austreten kann. Der Metallschlauch 7 ist in Kunstharz 10 eingebettet, das die innere Formwandung 9 bildet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHForm aus Kunstharz, insbesondere Schuhsohlenform, mit einem von einer Metallwandung begrenzten Hohlraum zur Führung eines Kühl- oder Heizmediums, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum von einem flexiblen Metallschlauch (7) gebildet ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Kunstharzform nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Metallschlauch (7) ein schraubenförmig gewickeltes Metallblechprofil von annähernd S-förmigem Querschnitt ist, wobei in gewickeltem Zustand die äusseren Schenkel (6, 6') des S kettenartig ineinandergreifen.2. Kunstharzform nach Patentanspruch oder Unteranspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Metallschlauch (7) aus Aluminium besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH111673A CH555230A (de) | 1973-01-26 | 1973-01-26 | Kunstharzform. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH111673A CH555230A (de) | 1973-01-26 | 1973-01-26 | Kunstharzform. |
Publications (1)
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| CH555230A true CH555230A (de) | 1974-10-31 |
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ID=4202856
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH111673A CH555230A (de) | 1973-01-26 | 1973-01-26 | Kunstharzform. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH555230A (de) |
-
1973
- 1973-01-26 CH CH111673A patent/CH555230A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
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| PL | Patent ceased |