Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für wenigstens einen elektrischen, vorzugsweise medizinischen Apparat, mit mindestens einem mit einem magnetischen Aufzeichnungsträger versehenen Wiedergabegerät.
Tonbandgeräte sind in verschiedenen Variationen erhältlich, von grossen stationären Anlagen in Studios bis zum Taschengerät zu Diktier- und Notizzwecken, und finden heutzutage in Bereichen Anwendung, die von der Unterhaltung bis zur Datenverarbeitung reichen. Im medizinischen Bereich findet man sie jedoch erstaunlicherweise selten im Einsatz.
Bei medizinischen Untersuchungen und Behandlungen werden an die Patienten immer wieder die gleichen Befehle gerichtet und die gleichen elektrischen oder elektromagnetischen Geräte ein- und ausgeschaltet. Bei einer gewöhnlichen Röntgenuntersuchung beispielsweise gibt die Röntgenassistentin dem Patienten grundsätzlich Weisungen in bezug auf das von ihm envartete Verhalten während der Untersuchung.
Anschliessend verlässt sie den Raum und schaltet den Röntgenapparat für die erste Aufnahme ein. Zwischen aufeinanderfolgenden Aufnahmen gibt sie Befehle wie Einatmen Ausatmen - Ruhig liegen bleiben usw. Letztlich schaltet sie den Röntgenapparat aus.
In einer Röntgenabteilung eines grossen Spitals mit mehreren Röntgen apparaten ereignet sich der beschriebene Vorgang schätzungsweise zwei- bis dreihundertmal am Tag.
Dabei werden die genannten Befehle je nach Temperament der bedienenden Person oder nach der fortgeschritttenen Tageszeit verschiedenartig ausgesprochen, sie sind oft unverständlich und können den Patienten unter Umständen verwirren. Eine Automatisierung der genannten Vorgänge würde diese sowohl quantitativ wie auch qualitativ günstig beeinflussen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuereinrichtung für einen oder mehrere elektrische, vorzugsweise medizinische Apparate zu schaffen, die die letzteren nach Bedarf automatisch ein- und ausschaltet und im Lauf ihres Betriebszyklus an eine oder mehrere Personen vorbestimmte Befehle geben kann.
Diese Aufgabe wird mittels der eingangs genannten Steuereinrichtung gelöst, die gekennzeichnet ist durch Steuermittel, die mittels eines vom Aufzeichnungsträger abgelesenen Steuersignals eine Schalteinrichtung betätigen, die zur Einschaltung des elektrischen Apparates eine elektrische Zuleitung dessel ben mit einem elektrischen Speisenetz verbindet.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemässen Steuereinrichtung, die ein medizinisches Gerät frequenzgesteuert ein- und ausschaltet;
Fig. 2 ein endloses Tonband als Träger von Befehlen und niederfrequenten Steuersignalen;
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemässen Steuereinrichtung, die ein medizinisches Gerät fototransistorisch gesteuert ein- und ausschaltet;
Fig. 4 ein endloses Tonband als Träger von Befehlen und opto-elektronischen Steuersignalen;
Fig. 5 eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemässen Steuereinrichtung, die ein medizinisches Gerät frequenzgesteuert und eine Signallampe fototransistorisch gesteuert einund ausschaltet;
und
Fig. 6 ein endloses Band als Träger von Befehlen und von niederfrequenten und opto-elektronischen Steuersignalen.
In den verschiedenen Figuren sind gleiche Bestandteile durch gleiche Bezugsziffern bezeichnet.
In der Fig. 1 weist die Steuereinrichtung eine Kassette 1 mit einem endlosen Tonband 2 auf. Ein Abspielgerät 3 ist mit einem magnetischen Tonkopf 4. einem Verstärker 5 und einem Lautsprecher 6 ausgestattet. Die Teile 1 bis 6 sind im Handel erhältliche,konventionelle Tonbandgeräteteile. Das Verbrauchergerät, das ein- und ausgeschaltet werden soll, ist als
Röntgengerät 13 dargestellt und über die Zuleitung 11 und das
Schütz 10 an das Netz 12 angeschlossen. Ein an den Verstärker
5 angeschlossener Resonanz-Schwingkreis 7 ist mit dem Schütz
10 über das Relais 8 und die Steuerleitung 9 verbunden.
Das im Abspielgeriit 3 befindliche, in der Fig. 2 in vergrössertem
Massstab dargestellte Tonband 2 ist streckenweise mit verbalen
Befehlen 14. 15 und 17 beaufschlagt, von denen die Befehle 14 und 15 das Verhalten des Patienten während der Untersuchung vorschreiben, wogegen der Befehl 17 die Beendigung des ganzen Vorgangs anzeigt oder verkündet. Ausserdem enthält das Tonband 2 die niederfrequenten Steuersignale 16 und 18, von denen das Signal 16 den Schaltvorgang. d. h. das Ein- und
Ausschalten des Verbrauchergerätes 13. über den Resonanz
Schwingkreis 7, das Relais 8, die Steuerleitung 9 und das Schütz
10 auslöst, wogegen das Signal 18 das Laufwerk des Tonhandes
2 abstellt.
Der Betrieb der Einrichtung geht in der nachstehend beschriebenen Weise vor sich. Die Bedienungsperson (Rönt genassistentin) positioniert den zu untersuchenden Patienten oder Gegenstand und stellt das Röntgengerät 13 ein. Anschlies send verlässt sie den Raum und setzt die Steuereinrichtung in
Gang. Vom Lautsprecher 6 ertönen nun durch Ablauf des
Tonbandes 2 die Befehle 14, 15 zur Verhaltensweise des
Patienten. Sekunden später erfolgt das Auslösesignal 16, das das Einschalten des Röntgengerätes 13 und das unmittelbar nachher erfolgende Ausschalten desselben bewirkt. Synchron mit dem Ausschalten des Röntgengerätes 13 ertönt der Befehl
17 zur Entspannung und zum Wiederatmen. Anschliessend erfolgt das Steuersignal 18 und stellt das Laufwerk des Tonband des 2 ab.
Damit steht die Einrichtung bereit zu einer Wiederho- lung des Betriebszyklus, d. h. zu einer neuerlichen Ausgabe der
Befehle und Schaltvorgänge, da die zu ihrer Auslösung dienenden Signale auf der ganzen Länge des endlosen Tonban des 2 enthalten sind.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 lediglich darin, dass das endlose Tonband 2 nicht mit den niederfrequenten Signalen 16 und 18, sondern mit den opto elektronischen Signalimpulsen 16a und 18a beaufschlagt ist, von denen jeder eine Signalmarke in form eines Reflexbalkens oder einer Lochung, je nach Ausführung des Fototransistors 7a, sein kann. Dabei wird der Schaltvorgang. d. h. das Ein- und
Ausschalten des Verbrauchergerätes 13 nicht mit einem Reso nanz-Schwingkreis 7. sondern mit dem Fototransistor 7a bewerkstelligt und das Abstellen des Laufwerkes des Tonban des 2 ebenfalls auf fototransistorische Art durchgeführt. In bezug auf ihren Betrieb ist diese Ausführungsform der vorange hend beschriebenen ersten Ausführungsform gleich.
In den Fig. 5 und 6 ist eine dritte Ausführungsform der
Steuereinrichtung dargestellt, die zum Ein- und Ausschalten zweier Verbrauchergeräte, beispielsweise eines Röntgengerätes
13 und einer Signallampe 19, ausgebildet ist. Die Signalimpulse
1 6a, 1 8a, mit denen das Tonband 2 beaufschlagt ist, sind opto elektronische Signalimpulse, wobei der Signalimpuls 16a das
Röntgengerät 13 über den Fototransistor 7a, das Relais 8, die
Steuerleitung 9 und das Schütz 10 ein- und ausschaltet, wogegen der Signalimpuls 1 8a das Laufwerk des Tonbandes ebenfalls auf fototransistorische Art durchführt.
Das Tonband
2 enthält ferner ein niederfrequentes Steuersignal 18, das über einen Resonanz-Schwingkreis 7, ein zweites Relais 8, eine zweite Steuerleitung 9a und ein zweites Schütz 10a unmittelbar vor dem Abstellen des Laufwerks des Tonbandes 2 eine
Signallampe 19 anzündet und der Röntgenassistentin die
Bereitschaft der Einrichtung für einen neuen Betriebszyklus verkündet. Die dritte Ausführungsform der Steuereinrichtung funktioniert also sowohl mit niederfrequenten als auch mit opto-elektronischen Signalen und steuert die beiden Verbrau chergeräte 13 und 19 in voneinander unterschiedlicher Art.