Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wetterschutz an einer Toröffnung mit Verladerampe von Lagerhäusern, Kühlräumen und ähnlichen Bauten.
Bekanntlich stellen die Toröffnungen von Lagerhäusern und insbesondere von Kühlräumen ein Problem dar,weil die Tore bei jedem Ladevorgang für eine bestimmte Zeitdauer geöffnet werden müssen. Dabei geht nicht nur wertvolle Wärme- oder Kühlenergie verloren, sondern durch die plötzlichen Temperaturschwankungen und die entstehende Zugluft kann auch die Gesundheit des Personals gefährdet werden. Dies wirkt sich vor allem dann unangenehm und kostspielig aus, wenn die Differenz zwischen Innen- und Aussentemperatur gross ist, also z. B. bei Kühlhäusern im Sommer und bei geheizten Lagerräumen im Winter.
Es sind Einrichtungen bekannt geworden, die diesem Problem zu begegnen suchen. Sie umfassen oben und seitlich an einem Torrahmen angebrachte Dichtungselemente, die sich an den Aufbau eines zu bedienenden Lastwagens anschmiegen. In einer bekannten Ausführung sind im Torrahmen, der die Ladetüre umgibt, auf beiden Seiten waagrechte und oben senkrecht hängende elastische Lamellen angebracht, deren Grösse dem kleinsten zu bedienenden Lastwagen angepasst ist und die sich beim rückwärtigen Anfahren des Lastwagens automatisch den Seitenwänden und der Decke des Lastwagens anpassen. Damit die seitlichen Lamellen nicht herunterhängen, sind sie mit kräftigen Stahlcordeinlagen versehen, die im Gummi der Lamellen einvulkanisiert sind.
In einer andern bekannten Ausführung sind die seitlichen Lamellen nicht freitragend, sondern am inneren Ende, gegen den Lastwagen, mit einem elastischen Seil verbunden, so dass eine innere Ver stärkung der Lamellen nicht notwendig ist. In einer dritten bekannten Ausführung wird das Problem so gelöst, dass der Torrahmen auf beiden Seiten und oben mit einem Gummischlauch belegt wird, der im Ruhezustand flach anliegt und nach erfolgtem Einfahren des Lastwagens aufgeblasen wird, worauf sich der Schlauch der Form des Lastwagens anpasst und den Zwischenraum abdichtet.
Allen drei bekannten Ausführungen haften Nachteile an, die sich im Betrieb ungünstig auswirken. In der ersten Ausfüh rung mit den freitragenden Lamellen wird zwar eine gute
Anpassung an die Lastwagenform erreicht, doch ist die Ein richtung sehr störungsanfällig. Die Lamellen biegen sich zwar beim rückwärtigen Anfahren des Lastwagens ohne grossen
Widerstand zurück, doch reiben sie beim Vorwärts-Wegfahren des Lastwagens an den Seitenwänden und werden von der geringsten Unebenheit (Scharniere etc.) mitgenommen, wobei die Lamellen und damit die Stahlcordeinlagen in eine s-för mige Form gepresst werden. Dadurch kann es leicht gesche hen dass die Stahleinlagen verkrümmt werden und dass bei der Einspannung am Torrahmen bald Ermüdungsbrüche ent stehen. Zudem sind Beschädigungen an den Lastwagen nicht ausgeschlossen.
Bei der zweiten bekannten Ausführung sind die Verhält nisse etwas besser, doch streift auch hier das elastische Seil, umgeben vom Gewebematerial der Lamellen, bei jeder Bewe gung an den Seitenwänden des Lastwagens und ist dadurch grossem Abrieb ausgesetzt.
Beide der obigen bekannten Ausführungen weisen jedoch einen weiteren schwerwiegenden Nachteil auf. Sobald der
Wagen sich rückwärts dem Torrahmen nähert, ist dem Fahrer die Sicht nach hinten durch die Abdichtungseinrichtung ver sperrt. Er sieht weder den Abstand zur Laderampe im Rück spiegel, noch kann er den Wagen seitlich auf die meist vorhan dene bewegliche Verladerampe (Anpassrampe) einsteuern.
In der dritten bekannten Ausführung mit den aufblasbaren
Gummischläuchen bleibt zwar dem Fahrer die Sicht nach hinten erhalten. Da jedoch zwischen dem Torrahmen und den
Seitenwänden resp. der Decke des Lastwagens ein ziemlich grosser Zwischenraum besteht und da ja auch der kleinste verwendete Lastwagen abgedichtet werden soll, benötigt dieses System relativ grosse Schläuche und damit sehr bedeutende Luftmengen, die nach jedem Ladevorgang entweder ins Freie entweichen oder aber in ein Reservoir zurückgepumpt werden müssen. In beiden Fällen ist ein grosser und dementsprechend teurer Kompressor erforderlich.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wetterschutz, der alle oben genannten Nachteile vermeidet und der zu einem tragbaren Preis hergestellt und installiert werden kann.
Er zeichnet sich dadurch aus, dass die seitlichen Dichtungsorgane aus zwei im oberen Bereich des Torrahmens aufgehängten Vorhängen bestehen, deren äusserer Rand an die Seitenwand des Torrahmens anschliesst, und dass diese Vorhänge so miteinander gekoppelt sind, dass sie gleichzeitig entweder gegen den zu bedienenden Lastwagen hin- oder von demselben wegbewegt werden können.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielsweise erläutert.
In Figur 1, in perspektivischer Darstellung, ist zur Veranschaulichung des Problems eine typische Toröffnung dargestellt, die seitlich und oben vom Torrahmen 1 umgeben ist. In der Laderampe 2 ist in der Regel ein Ladeblech angebracht, sofern die Laderampe nicht als verstellbare Verladerampe 3 (Anpassrampe) ausgebildet ist. Die Toröffnung ist durch ein Tor 4 verschlossen, das entweder als Rolladen, als Schiebetor oder als Klapptor ausgeführt sein kann.
In den Figuren 2 bis 6 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In der Figur 2 wird im Aufriss gezeigt, wie die hängenden Lamellen 5 und die beidseitigen beweglichen Vorhänge 6 im Torrahmen 1 angeordnet sind. In der Figur 3 ist ein Vertikalschnitt nach der Linie A-A der Figur 2 wiedergegeben, in welchem die Lamellen 5 und einer der Vorhänge 6 nochmals gezeigt sind, wobei die gestrichelte Stellung der
Lamellen 5 zeigt, wie diese durch die Decke eines rückwärts einfahrenden Lastwagens 14 mitgenommen und nach hinten gebogen werden. In den Figuren 4 und 5 sind zwei Horizontalschnitte nach der Linie B-B der Figur 2 dargestellt, darin wird gezeigt, wie sich die Lamellen 5 überlappen, wobei die Vorhänge 6 zuerst in geschlossener und dann in geöffneter Stel lung eingezeichnet sind.
In Figur 6 ist eine der möglichen Vorhangbetätigungen dargestellt. Das Betätigungsaggregat 7. das ein langsames
Drehen in beiden Richtungen gestattet, kann sowohl ein Über setzungsgetriebe mit mechanischer Fernbetätigung sein, es kann aber auch als Elektromotor oder ölhydraulischer Motor ausgeführt sein. Dieses Betätigungsaggregat 7 ist mit einer der beiden Rollen 8 gekuppelt. Über die beiden Rollen 8 ist ein
Zugseil 9, nötigenfalls unter Verwendung einer Umlenkrolle
10, kreuzweise so gelegt, dass eine gegenläufige Bewegung entsteht. In diesem Beispiel sind die nur teilweise gezeigten
Vorhänge 6 an ihren inneren oberen Enden durch die Mitneh merklammern 11 mit dem Zugseil 9 verbunden, während die äusseren oberen Enden links und rechts fest mit dem Torrah men 1 verankert sind.
Das Gewicht der Vorhänge 6 wird getragen durch die Ringe 12, die sich auf der Gleitstange 13 frei bewegen können.
Die obenerwähnte Fernbedienung macht es möglich, das Öffnen und Schliessen der Vorhänge mit dem Anfahren und
Wegfahren des Lastwagens zu synchronisieren und vollauto matisch auszuführen. In einer Variante wird diese Fernbetäti gung so ausgelöst, indem der Lastwagen 14 beim rückwärtigen
Anfahren an die Gebäuderampe 2 einen Endschalter 15 betä tigt, der über das Betätigungsaggrgat 7 das Schliessen der
Vorhänge 6 auslöst und beim Wegfahren die Vorhänge 6 wieder öffnet. In einer zweiten Variante, die vor allem dann von Vorteil ist, wenn in der Gebäuderampe 2 eine bewegliche
Verladerampe 3 (Anpassrampe) angebracht ist, wird die Fern betätigung durch das Ausfahren der Verladerampe 3 aus der Grundstellung ausgelöst und bei der Rückkehr in die Grundstellung, also nach erfolgtem Verladeprozess, wieder im umgekehrten Sinne betätigt.
In beiden Varianten bleibt dem Fahrer die Sicht im Rückspiegel bis zum Schluss des Anfahrens erhal ten.