Die vorliegende Erfindung betrifft eine Drosseleinrichtung an einem Luftauslass von Lüftungsanlagen, wobei der Luftauslass einen zwei annähernd parallel verlaufende Seitenwände aufweisenden spaltförmigen Strömungskanal und ein darin angeordnetes verstellbares Verschluss organ zur Einstellung der Richtung des austretenden Luftstromes aufweist und die Drosseleinrichtung zur Einstellung der Zuluftmenge und des Mündungsdruckes dem Luftauslass vorgeschaltet ist.
Die bei Belüftungseinrichtungen verwendeten Luftauslässe haben die Aufgabe, die Zuluft in einen Raum mit einer sol- chen Geschwindigkeit und in einer solchen Richtung austreten zu lassen, dass im betreffenden Raum günstige Lüftungsverhältnisse bestehen. Hierzu besteht die Notwendigkeit, die in den Zuluftkanälen zugeführte Luft, welche gewöhnlich einen Druck von etwa 12 bis 15 mm Wassersäule aufweist, so weit zu drosseln, dass die Ausströmgeschwindigkeit 3 bis 4 m pro Sekunde nicht überschreitet, was einem Druck von etwa 1 bis 1,5 mm Wassersäule entspricht. Um auf diese Verhältnisse zu kommen, ist es somit notwendig, entsprechende Drosseleinrichtungen vorzusehen.
Allgemein ist es bekannt, auf der Zulaufseite des Luftauslasses eine einstellbare Dros sel einrichtung vorzusehen, mit welcher der zulaufseitige Kanalquerschnitt gedrosselt wird. Da diese Drosseleinrichtung den Charakter einer Blende mit einer plötzlichen Verengung und einer ebenso plötzlichen Erweiterung aufweist, würde in derselben, wollte man das gesamte Gefälle zwischen Zuluftdruck und Mündungsdruck reduzieren, eine unzulässige Geräuschentwicklung auftreten. Aus diesem Grunde wird eine erste Drosselung bereits im Zuluftkanal vorgenommen, so dass im Luftauslass nur noch ein Teil des Druckgefälles reduziert werden muss. Die Anordnung zusätzlicher Drosseleinrichtungen vor der Drosseleinrichtung des Luftauslasses ist wegen des damit verbundenen zusätzlichen Aufwandes nachteilig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Drosseleinrichtung an einem Luftauslass zu schaffen, welche es erlaubt, das gesamte Druckgefälle zwischen Zuluft und Mündungsdruck zu reduzieren, ohne dass hierbei Geräusche entstehen.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung durch eine Drosseleinrichtung gelöst, welche auf dem Luftauslass aufgesetzt ist und mindestens einen Drosselkanal mit annähernd gleichem Durchströmquersclmitt aufweist, wobei die Länge des Kanales ein mehrfaches der Kanalbreite beträgt. Dadurch erreicht man, dass die Reduktion des Druckgefälles nicht in einer plötzlichen Querschnittsverengung auf der Zulaufseite des Luftauslasses, sondern kontinuierlich in einem verhältnismässig langen Drosselkanal erfolgt, in welchem das gesamte Druckgefälle ohne Geräuschentwicklung bewältigt werden kann.
Zweckmässig weist die Drosseleinrichtung zwei Drosselkanäle auf, welche durch zwei Aussenwände und einen Trennkörper gebildet sind, wobei die Kanäle gegenüber der Achse des Strömungskanales des Trennkörpers geneigt ist.
Hierbei können die Drosselkanäle einen zickzackförmigen Verlauf aufweisen. Dadurch erreicht man, dass die Länge der Drosselkanäle grösser als die Länge der Drosseleinrichtung wird. Der von der Achse des Strömungskanales des Luftauslasses abweichende Verlauf des Strömungskanales ermöglicht zudem eine einfache Einstellung des Durchströmquerschnittes der Drosselkanäle.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes kann ein Teil des Drosselkanales relativ zum übrigen Drosselkanal in Richtung der Achse des Luftauslasses verschiebbar sein.
Hierbei ist zweckmässig der Trennkörper gegenüber den Aussenwänden in Richtung seiner Achse verstellbar. Auf diese Weise erhält man eine einfache Einstellmöglichkeit des Drosselkanalquerschnittes.
Der Trennkörper kann mittels Führungen an Partien der Aussenwände geführt und durch eine von der Mündung des Luftauslasses her betätigbare Stellschraube gegenüber den Aussenwänden verstellbar sein. Diese Art der Verstellung ist auch dann möglich, wenn die Kanalwände in Kulissen heb- und senkbar geführt sind, wobei zweckmässig die Kanalwände mit den Luftauslasswänden durch bewegliche Wände verbunden sind.
Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung bei spielsweise dargestellt und nachfolgend beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen Luftauslass mit daran zulaufseitig befestigter Drosseleinrichtung und einen über der Drosseleinrichtung angeordneten Verteilkanal, in den der Zuluftkanal mündet,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt durch einen Luftauslass mit einer weiteren Ausführungsform einer Drosseleinrichtung und
Fig. 4 denselben Schnitt wie in Fig. 3, jedoch mit den Drosselkanälen mit stark gedrosseltem Durchströmquerschnitt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, weist der Luftauslass zwei Seitenwände 1, 2 auf, die an ihren Enden durch stirnseitige Wände 3 abgeschlossen sind, an welchen Lagerkörper 4 befestigt sind, in welchen die Achsen 5 von Führungslamellen 6, 7 des Verschlussorgans mittels einer Buchse 8 gelagert sind.
Die Wände 1, 2 des Luftauslasses weisen mündungsseitig eine Verengung auf, die dazu dient, zusammen mit den verstellbaren Führungslamellen 6, 7 den austretenden Luftstrom nach einer beliebigen Richtung ausströmen zu lassen.
Auf dem Luftauslass ist eine gesamthaft mit 10 bezeichnete Drosseleinrichtung aufgesetzt. Sie besteht aus den Aussenwänden 11, 12 welche einen Trennkörper 13 einschliessen und mit diesem zwei enge zickzackförmige Kanäle 14, 15 bilden. Durch die Zickzackform der Kanäle 14, 15 wird ein gegenüber der axialen Abmessung des Trennkörpers 13 längerer Verlauf der beiden Kanäle 14, 15 erreicht. Zudem erlaubt diese Ausbildung der Kanäle 14, 15 eine einfache Einstellmöglichkeit des Querschnittes der Kanäle 14, 15, wie noch gezeigt wird.
Der Trennkörper 13 ist mit Hilfe von Führungsbolzen 17 an Partien der Aussenwände 11, 12 geführt und stützt sich auf eine Schraube 18 ab, die in einem quer zur Längsmittel ebene des Trennkörpers 13 liegenden Steg 19 eingeschraubt ist. Mit Hilfe der Schraube 18, welche mittels eines zwischen den beiden Führungslamellen 6, 7 durchführbaren Schraubenziehers verstellt werden kann, kann die Relativlage des Trennkörpers 13 gegenüber den Aussenwänden 11, 12 verstellt werden, so dass dadurch die Drosselwirkung der Kanäle 14, 15 verändert werden kann. Zwei Blattfedern 20, von denen in den Figuren 1 und 2 nur eine ersichtlich ist, drücken von oben auf den Trennkörper 13 und bewirken so, dass der Trennkörper 13 immer an der Schraube 18 anliegt.
Mit 21 sind auf der Zulaufseite der Drosseleinrichtung
10 angeordnete Bleche bezeichnet, welche eine Gleichrichtung der Strömung der Luft bewirken. Über der Drosseleinrichtung 10 ist ein Verteilkanal 22 angeordnet, welcher sich über die gesamte Länge des Luftauslasses und der dazugehörigen Drosseleinrichtung erstreckt. In diesen Verteilkanal mündet eine Zuluftleitung 23.
Die Drosseleinrichtung 10 arbeitet wie folgt: Der in der Zuluftleitung 23 und im Verteilkanal 22 strömende Zuluftdruck wird beim Durchströmen der beiden Kanäle 14, 15 kontinuierlich auf den Mündungsdruck reduziert, ohne dass geräuscherzeugende Querschnittsveränderungen notwendig wären. Eine Verstellung des Trennkörpers 13 bewirkt schon bei geringem Anheben eine starke Drosselung der Kanäle 14, 15, ohne jedoch damit scharfe Querschnittsübergänge zu schaffen, welche sich ungünstig auswirken könnten. Vorteilhaft ist auch, dass die Einstellung des Trennkörpers 13 von aussen, d. h. bei montiertem Luftauslass, vorgenommen werden kann, so dass damit eine Einstellmöglichkeit an Ort und Stelle besteht.
Es ist auch möglich, den Luftauslass mit der Drosseleinrichtung 10 in einen Zuluftkanal zu verlegen, wenn derselbe in der gleichen Richtung verläuft wie die Richtung des Luftauslasses. In diesem Falle braucht kein besonderer Verteilkanal vorgesehen zu werden. Der Verteilkanal kann auch breiter ausgeführt werden, so dass er sich auf den beiden Wänden 1, 2 des Luftauslasses abstützen kann. Die grundsätzliche Anordnung des Luftauslasses mit der darauf gesetzten Drosseleinrichtung bleibt dabei unverändert. Wesentlich ist, dass weder im Zuluftkanal 23 noch im Verteilkanal 22 zusätzliche Drosseleinrichtungen angeordnet werden müssen.
Das ganze Druckgefälle wird in der einzigen Drosseleinrichtung 10 reduziert. Durch die starke Drosselwirkung in den Kanälen 14, 15 erreicht man zusätzlich eine gleichrnässige Luftverteilung über die gesamte Länge des Luftauslasses, wodurch die Ausströmverhältnisse am Austritt des Luftauslasses verbessert werden.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine weitere Ausführungsform der Drosseleinrichtung. Der Luftauslass weist wie in Fig. 1 und 2 zwei Seitenwände 1, 2 auf, die an ihren Enden durch Stirnwände verbunden sind, an denen die Führungslamellen 6, 7 mit ihren Achsen 5 gelagert sind.
Die gesamthaft mit 25 bezeichnete Drosseleinrichtung weist einen aus Wänden 26, 27 bestehenden zickzackförmigen Kanal auf, dessen Kanalweite einstellbar ist. Hierzu werden in den endseitigen Wänden 29 Kulissen in Form von Führungsschlitzen 30 vorgesehen, in denen mit den Wänden 26, 27 verbundene Führungsachsen 31 geführt sind. Die Achsen 31 sind ein Teil schmaler Profilbänder 32, die sowohl zulaufseitig mit den Wänden 26, 27 verbunden sind als auch auf der Seite des Luftauslasses dazu dienen, eine bewegliche Wand 33 an den Wänden 26, 27 und 1, 2 mit Hilfe von Verbindungselementen 34, 35 beispielsweise Nieten, Schrauben o. dgl., zu halten, wodurch man einen geschlossenen Kanal 36 erhält, unabhängig davon, ob die Wände 26, 27 in weiter (Fig. 3) oder enger (Fig. 4) Lage zueinander stehen.
Die Einstellung der Weite des Kanales wird durch Anheben oder Absenken der Wände 26, 27 und der dazugehörigen Profilbänder 32 in den Schlitzen 30 erreicht. Hierzu dient eine mit einer Scheibe 38 versehene Schraube 39, die auf einen Steg 40 in einer Gewindebuchse 41 eingeschraubt ist. Die Schraube 39 kann mit Hilfe eines zwischen den Lamellen 6, 7 einführbaren Schraubenziehers verstellt werden, wodurch die Weite des Kanales einstellbar ist.
In Fig. 3 ist die Drosseleinrichtung 25 in einem teilweise angedeuteten Zuluftkanal 42 eingebaut, dessen Achse mit dem Luftauslass fluchtet. Liegt kein Fluchten des Zuluftkanales mit dem Luftauslass vor, dann kann eine Anordnung mit einem Verteilkanal wie in Fig. 1 gewählt werden.