CH558214A - Verfahren und vorrichtung zur wiedergewinnung koerniger bestandteile, insbesondere von granulierter aktivkohle, aus dem ausschuss von filtern fuer raucherwaren. - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur wiedergewinnung koerniger bestandteile, insbesondere von granulierter aktivkohle, aus dem ausschuss von filtern fuer raucherwaren.Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Wiedergewinnung körniger Bestandteile, insbesondere von granulierter Aktivkohle, aus dem Ausschuss von Filtern für Raucherwaren, wobei die Filter die körnigen Bestandteile in faserigen Bestandteilen eingebettet enthalten. Bei der Herstellung von Zigarettenfiltern, die aus faserigem Filtermaterial und granulierter Aktivkohle (charcoal) bestehen, bzw. bei der Herstellung von Zigaretten mit solchen Filtern, fallen öfters, z. B. wegen Betriebsstörungen oder beim Einstellen der Maschinen grössere Ausschussmengen von fertigen bzw. halbfertigen Zigarettenfiltern an. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Wiedergewinnung körniger Bestandteile, insbesondere von granulierter Aktivkohle, aus dem Ausschuss von Filtern für Raucherwaren zu schaffen. Dabei soll eine Zertrümmerung bzw. Zerkleinerung der körnigen Bestandteile, insbesondere der granulierten Aktivkohle weitgehend vermieden und gleichzeitig sowohl eine starke Erwärmung, als auch die Bildung von gefährlichen, explosionsfähigen Luft Staub-Mischungen ausgeschlossen werden. Demgegenüber ist Gegenstand der Erfindung: a) ein Verfahren zur Wiedergewinnung körniger Bestandteile, insbesondere von granulierter Aktivkohle, aus dem Ausschuss von Filtern für Raucherwaren, wobei die Filter die körnigen Bestandteile in faserigen Bestandteilen eingebettet enthalten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man die Filter in einem Luftstrom in einer Siebvorrichtung mit umlaufendem Rührwerk aufbricht und mindestens teilweise in seine Bestandteile zerlegt, und die körnigen Bestandteile absiebt und/oder sichtet; sowie b) eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, die gekennzeichnet ist durch eine mit einer Einlauföffnung für die Filter und einer Auslauföffnung für die von den körnigen Bestandteilen befreiten faserigen Bestandteile versehene, sowie zumindest im Bereich ihres Bodens durch eine Siebwand für den Durchgang der körnigen, von den faserigen Bestandteilen abgelösten Bestandteile begrenzte Abscheidekammer, in der ein umlaufend antreibbares Rührwerk angeordnet ist und die über ihre Siebwand mit einer anschliessenden Siebvorrichtung zur Trennung der körnigen Bestandteile von pulvrigen und von den mitgerissenen Teilchen der faserigen Bestandteile verbunden ist, wobei Mittel zur Erzeugung einer Luftströmung durch die Abscheidekammer und durch die Siebvorrichtung vorhanden sind. Die Bewegung der Filter ist vorzugsweise eine Umwälzbewegung um eine im wesentlichen waagrechte Achse. Zusätzlich können die Filter im Laufe ihrer Bewegung einer Schlag-, Schleuder-, Abrieb- und/oder Zerkleinerungswirkung unterworfen werden, um das Aufreissen der faserigen Bestandteile, sowie das Ablösen und Herausfallen der körnigen Bestandteile zu unterstützen. Die wiedergewonnenen körnigen Bestandteile, die davon getrennten faserigen Bestandteile und der anfallende Staub werden getrennt ausgetragen und gesammelt. Vorzugsweise ist die Luftströmung durch die Abscheidekammer zum Teil gegen die Auslauföffnung für die faserigen Bestandteile und zum Teil gegen die Siebwand der Abscheidekammer und die anschliessende Siebvorrichtung gerichtet. Diese Luftströmung tritt also teilweise durch die Auslauföffnung für die faserigen Bestandteile und teilweise durch die Siebwand der Abscheidekammer aus und unterstützt einerseits die Austragung der faserigen Bestandteile durch die entsprechende Auslauföffnung und anderseits den Durchgang der körnigen Bestandteile durch die Siebwand der Abscheidekammer und durch die anschliessende Siebvorrichtung. Die Luftströmung durch die Abscheidekammer und durch die anschliessende Siebvorrichtung kann mit Hilfe von beliebigen Mitteln z. B. mit Hilfe von Gebläsen und/oder Sauglüftern erzeugt werden. Besonders zweckmässig ist eine Ausführungsform, in der das in der Abscheidekammer umlaufende Rührwerk als Gebläseläufer zum Ansaugen von Luft durch die Einlauföffnung für die Filter und zum Ausblasen dieser Luft durch die Auslauföffnung für die faserigen Bestandteile und durch die Siebwand der Abscheidekammer ausgebildet ist. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Abscheidekammer als ortsfeste, liegend in einem Gehäuse angeordnete Siebtrommel ausgebildet, die einerends eine kopfseitige Einlauföffnung für die Filter und anderends eine mantelseitige, im unteren Siebtrommelbereich vorgesehene Auslauföffnung für die faserigen Bestandteile aufweist und in der als Rührwerk eine käfigartige, mit längsgerichteten, schaufelförmig vorspringenden Rühr- und Schlagleisten versehene Drehtrommel umlaufend antreibbar gelagert ist, wobei das Gehäuse in bezug auf die Siebtrommel einen dem spiralförmigen Gehäuse eines Zentrifugalventilators ähnliche Querschnittsform und in seinem unteren Bereich eine mit der anschliessenden Siebvorrichtung verbundene Austrittsöffnung für die körnigen Bestandteile aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus nachstehender Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles zur Wiedergewinnung von granulierter Aktivkohle aus Zigarettenfilterausschuss. Es zeigen: Fig. 1 eine Trennvorrichtung in schaubildlicher Darstellung. Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt durch die Abscheidekammer der Trennvorrichtung nach Fig. 1. Fig. 3 und 4 zwei Querschnitte nach den Linien III-III und IV-IV der Fig. 2. Die dargestellte Trennvorrichtung nach Wiedergewinnung der granulierten Aktivkohle aus Zigarettenfilterausschuss besteht aus einer zylindrischen, waagrechten Abscheidekammer, die als ortsfest in einem Gehäuse 1 angeordnete Siebtrommel 2 ausgebildet ist. Die Siebtrommel 2 weist ein käfigartiges Gerüst aus Längsträgers 3 und Querringen 4 auf. Der aus einem vorzugsweise metallischen Drahtnetz 5 gebildete Mantel der Siebtrommel 2 ist im Innern des käfigartigen Trommelgerüstes angeordnet und an diesem befestigt. Die Maschenweite dieses Drahtnetzes 5 ist so gewählt, dass durch den Mantel der Siebtrommel 2 die granulierte Aktivkohle der Zigarettenfilter durchtreten kann. Im Einzelnen kann die Siebtrommel 2 aus zwei halbzylindrischen, lösbar bzw. aufklappbar untereinander verbundenen Trommelhälften bestehen. Die Siebtrommel ist kopfseitig beiderends offen und ihre eine Kopfseite steht mit einer in der anliegenden Seitenwand des Gehäuses 1 vorgesehenen Einlauföffnung 6 für die Zigarettenfilter in Verbindung, wie insbesondere in Fig. 2 darge stellt ist. Im Bereich dieser Einlauföffnung 6- ist seitlich am Gehäuse 1 ein Beschickungstrichter 7 für die Zigarettenfilter vorgesehen. Die Zigarettenfilter können diesem Beschik kungstrichter 7 in beliebiger Weise zugeführt werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Zigarettenfilter mit Hilfe eines Stetigförderers 8 z. B. eines Kastenbandförderers oder eines Umlaufförderers mit Mitnehmerleisten oder dergleichen einem Ladebehälter 9 entnommen und von oben in den Beschickungstrichter 7 fallen gelassen. Die entgegengesetzte Kopfseite der Siebtrommel 2 ist durch die betreffende Seitenwand des Gehäuses 1, vorzugsweise durch einen abnehmbaren Deckelteil 10 dieser Gehäuseseitenwand abgeschlossen. Ausserdem weist die Sieb trommel 2 in ihrem der Einlauföffnung 6 entgegengesetzten Endbereich eine mantelseitige Auslauföffnung 11 für das faserige, von der Aktivkohle getrennte Filtermaterial auf. Diese Auslauföffnung 11 ist in dem unteren Bereich der Sieb trommel 2 vorgesehen und etwa tangential gerichtet, wie insbesondere aus Fig. 4 hervorgeht. Die Auslauföffnung 11 ist mit einem nichtdargestellten Auffang- bzw. Sammelbehälter für das faserige Filtermaterial verbunden. Das Gehäuse 1 ist in bezug auf die darin angeordnete Siebtrommel 2 ähnlich wie das Gehäuse eines Zentrifugalventilators oder einer Kreiselpumpe angeordnet und ausgebildet, d. h. weist einen etwa spiralförmigen, kurvenlinigen oder eckigen, d. h. durch eine gekrümmte oder gebrochene Linie begrenzten Querschnitt auf. In seinem unteren Bereich ist dieses Gehäuse 1 mit einer Austrittsöffnung 12 für die granulierte Aktivkohle versehen. Diese Austrittsöffnung 12 mündet in eine anschliessende Siebvorrichtung 13, die weiter unten näher beschrieben ist. Das Gehäuse 1 kann mit abnehmbaren bzw. aufklappbaren Wandteilen versehen sein, um den Zugang zu der Siebtrommel 2 zu ermöglichen. In der ortsfesten Siebtrommel 2 ist eine käfigartige Drehtrommel 14 angeordnet. Diese Drehtrommel 14 besteht aus einer zu der Siebtrommel 2 koaxialen Welle 15, die sich über die ganze Länge der Siebtrommel 2 erstreckt und in äusseren Drehlagern 16, 17 gelagert ist. Auf der Welle 15 sind zumindest in den beiden Endbereichen und vorzugsweise auch im mittleren Bereich der Siebtrommel 2 kreisförmige Scheiben 18 befestigt, die untereinander umfangsseitig durch längsgerichtete, schaufelartig vorspringende und z. B. aus Winkelprofilen bestehende Rühr- und Schlagleisten 19 starr verbunden sind. Die Drehtrommel 14 wird von einem Getriebemotor 20 über einen Riementrieb 21 angetrieben. Zwischen dem Antriebsmotor 20 und der Drehtrommel 14 ist vorzugsweise ein insbesondere stufenloses Schaltgetriebe und/ oder eine aus- und einrückbare Kupplung, insbesondere eine Sicherheitskupplung z. B. eine Überlast-Rutschkupplung vorgesehen. Aussendem kann ein Drehzahlmesser bzw. -anzeiger vorgesehen sein. Vorteilhaft ist es auch, Mittel zur Schnellausschaltung und Abbremsung der Drehtrommel im Falle von Betriebsstörungen anzuordnen. Im Betrieb werden die durch den Beschickungstrichter 7 und die Einlauföffnung 6 in die Siebtrommel 2 eingeführten Zigarettenfilter von der umlaufend angetriebenen Drehtrommel 14 bzw. von deren Rühr- und Schlagleisten 19 in Umwälzbewegung mitgerissen, insbesondere angehoben, gegen den Siebtrommelmantel geschleudert und fallen gelassen. Gleichzeitig üben die Drehtrommelleisten 19 eine schlagende Wirkung auf die Zigarettenfilter aus. Ausserdem werden die Zigarettenfilter insbesondere im unteren Bereich der Siebtrommel 2 auf dem Siebtrommelmantel 5 geschleift und dadurch einer abreibenden Wirkung unterworfen. Infolge dieser mechanischen Behandlung werden die Zigarettenfilter aufgebrochen bzw. aufgerollt und aufgerissen, und die darin enthaltene Aktivkohle wird von dem faserigen Filtermaterial gelöst. Diese Wirkung kann noch durch eine zweckmässige Profilierung der äusseren Kanten der Rühr- und Schlagleisten 19 der Drehtrommel 14 begünstigt bzw. verstärkt werden. Insbesondere können die Aussenkanten der Rühr- und Schlagleisten 19 gezähnt oder als Schneidkanten ausgebildet sein. Das Aufreissen der Zigarettenfilter kann auch dadurch gefördert bzw. beschleunigt werden, dass auf der Innenfläche des Siebtrommelmantels 5, insbesondere im unteren Trommelbereich längsgerichtete, flache Aufreissleisten 22 mit rauher z. B. gezähnter Oberfläche befestigt sind, wie insbesondere aus Fig. 2 und 3 hervorgeht. Durch diese zusätzliche Massnahme kann die Drehgeschwindigkeit der Drehtrommel 14 und infolgedessen die davon abhängige Kohlenstaubbildung in der Siebtrommel 2 bzw. im Gehäuse 1 herabgesetzt werden. Die käfigartige Drehtrommel 14 wird in einem solchen Drehsinn angetrieben, dass sie mit ihren Rühr- und Schlagleisten 19 in bezug auf das Gehäuse 1 wie der Schaufelläufer eines Turbogebläses bzw. eines Zentrifugalventilators wirkt, d. h. Aussenluft in axialer Richtung durch den Be schickungstrichter 7 und die Einlauföffnung 6 für die Zigarettenfilter ansaugt und durch die mantelseitige Auslauföffnung der Siebtrommel 2 am entgegengesetzten Trommelende, sowie insbesondere durch den Bodenbereich der Siebtrommel 2 und die untere Austrittsöffnung 12 des Gehäuses 1 drückt. In der Siebtrommel 2 bilden sich also im wesentlichen zwei Teilluftströmungen aus, und zwar eine von der kopfseitigen Einlauföffnung 6 zu der mantelseitigen Auslauföffnung 11 der Siebtrommel 2 gerichtete, im wesentlichen axiale Luftströmung und eine von innen nach aussen durch den Siebtrommelmantel 5 zu der Austrittsöffnung 12 des Gehäuses 1 gerichtete, im wesentlichen radiale Luftströmung. Die vom faserigen Filtermaterial gelöste, durch den Siebtrommelmantel 5 durchfallende, granulierte Aktivkohle wird durch die radiale Luftströmung in diesem Sinn mitgerissen und durch die Austrittsöffnung 12 des Gehäuses 1 in die anschliessende Siebvorrichtung 13 gefördert. Die axiale Luftströmung in der Siebtrommel 2 übt eine Sichtwirkung zur Trennung der granulierten Aktivkohle von dem faserigen Filtermaterial aus, wobei sie das faserige Filtermaterial gegen die Auslauföffnung 11 fördert und durch diese hindurch aus der Siebtrommel 2 ausbläst. Der axiale Vorschub des faserigen Filterstoffes durch die Siebtrommel 2 in Richtung auf die Auslauföffnung 11 kann zusätzlich durch einen schraubenlinienförmigen Verlauf der Rühr- und Schlagleisten 19 der Drehtrommel 14 bewirkt bzw. gefördert werden. Die Drehtrommel 14 wirkt dabei als eine Art Schneckenförderer. Zu dem selben Zweck kann die Achse der Siebtrommel 2 und/oder der Drehtrommel 14 in Richtung von der Einlauföffnung 6 zu der Auslauföffnung 11 nach unten geneigt sein. Während seiner axialen Wanderung durch die Siebtrommel 2 in Richtung auf die Auslauföffnung 11 wird das faserige Filtermaterial zunehmend von der darin enthaltenen granulierten Aktivkohle befreit, so dass es die Siebtrommel 2 fast kohlenfrei verlässt. Besonders günstig für das Aufreissen der Zigarettenfilter und das Loslösen der granulierten Aktivkohle vom faserigen Filtermaterial ist die Anordnung der vollen Scheiben 18 in der Drehtrommel 14 als Trägerelemente für die umfangsseitigen, längsgerichteten Rühr- und Schlagleisten 19. Die vollen Scheiben 18 wirken nämlich als Stauwände und zwingen das ganze, in der Siebtrommel 2 in Richtung auf die Auslauföffnung 11 wandernde Filtermaterial durch den umfangsseitigen Ringspalt zwischen dem Siebtrommelmantel 5 und der Drebtrommel 14 durchzutreten und dort eine entsprechende Zerkleinerung bzw. Zerstückelung insbesondere in Verbindung mit den längsgerichteten Aufreissleisten 22 bzw. mit den gezähnten Kanten der Rühr- und Schlagleisten 18 zu erfahren. Anderseits können die Scheiben 18 der Drehtrommel 14 auch mit beliebigen Durchbrüchen bzw. Durchtrittsöffnungen versehen sein, oder durch Speichel- bzw. Sternräder ersetzt werden. Die Wirkung der Drehtrommel 14 als Gebläseläufer zur Erzeugung der genannten Luftströmung durch die Siebtrommel 2 kann durch eine entsprechende exzentrische Anordnung der Drehtrommel 14 in der Siebtrommel 2 gefördert werden, wie insbesondere in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Diese Exzentrizität, d. h. die Lage der Drehtrommelachse zu der Siebtrommelachse ist vorzugsweise einstellbar, um die von der Drehtrommel 14 erzeugte Luftströmung begrenzt abändern zu können. Insbesondere kann dadurch auch die Breite des Ringspaltes zwischen der Siebtrommel 2 und der Drehtrommel 14 im unteren Trommelbereich eingestellt werden. Zu diesem Zweck ist die Siebtrommel 2 um eine exzentrische, achsparallele Drehachse 23 begrenzt schwenkbar im Gehäuse 1 gelagert und auf der diametral gegenüberliegenden Seite in sektorförmigen Schlitzführungen 24 der Gehäuse seitenwände geführt, sowie durch Festhaltemittel 25 in der jeweils eingestellten Lage festsetzbar, wie insbesondere aus Fig. 3 und 4 hervorgeht. Der in der Siebtrommel 2 entwickelte, aufgewirbelte Kohlenstaub wird durch die oben beschriebenen Luftströmungen zum Teil zusammen mit dem faserigen Filtermaterial durch die Auslauföffnung 11 und zum Teil zusammen mit der granulierten Aktivkohle durch den Siebtrommelmantel 5 und die Austrittsöffnung 12 des Gehäuses 1 abgezogen. Dadurch wird die Bildung von gefährlichen, explosionsfähigen Luft Kohlenstaub-Mischungen in der Siebtrommel 2 und im Gehäuse 1 verhindert. Ausserdem wird eine übermässige, ebenfalls gefährliche Erwärmung des Filtermaterials bei der Verarbeitung vermieden. In der nachgeschalteten, an die Austrittsöffnung 12 des Gehäuses 1 angeschlossene Siebvorrichtung 13 wird die aus den Zigarettenfiltern wiedergewonnene granulierte Aktivkohle von mitgerissenen Teilchen des faserigen Filtermaterials und vom ausgeblasenen Kohlenstaub getrennt. Gleichzeitig kann auch der für die Wiederverwendung gewünschte Korngrössenanteil der Aktivkohle abgetrennt werden. Zu diesem Zweck kann die Siebvorrichtung 13 in beliebiger, an sich bekannter Weise, z. B. als ein- oder mehrstufiges Durchfallsieb, oder als Windsichter ausgebildet sein. In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Siebvorrichtung 13 aus mehreren, übereinander liegenden Plansieben 26 mit darunter angeordnetem Austragförderband 27. Die Siebe 26 und das Förderband 27 sind in einem Gehäuse 28 unter gebracht, aus dem der Kohlenstaub mit Hilfe eines Sauglüf ters 29 abgesaugt wird. Dadurch wird auch in der Siebvor richtung 13 die Bildung von Luft-Kohlenstaub-Mischungen verhindert. Die Saugwirkung des mit dem Gehäuse 28 der Siebvorrichtung 13 verbundenen Sauglüfters 29 unterstützt die von der Drehtrommel 14 durch die Siebtrommel 2 er zeugte Luftströmung, da sie auch an die Austrittsöffnung 12 des Gehäuses 1 angelegt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEI. Verfahren zur Wiedergewinnung körniger Bestandteile, insbesondere von granulierter Aktivkohle, aus dem Ausschuss von Filtern für Raucherwaren, wobei die Filter die körnigen Bestandteile in faserigen Bestandteilen eingebettet enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man die Filter in einem Luftstrom in einer Siebvorrichtung mit umlaufendem Rührwerk aufbricht und mindestens teilweise in seine Bestandteile zerlegt, und die körnigen Bestandteile absiebt und/ oder sichtet.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine mit einer Einlauföffnung (6) für die Filter und einer Auslauföffnung (11) für die von den körnigen Bestandteilen befreiten faserigen Bestandteile versehene, sowie zumindest im Bereich ihres Bodens durch eine Siebwand (5) für den Durchgang der körnigen, von den faserigen Bestandteilen abgelösten Bestandteile begrenzte Abscheidekammer (2), in der ein umlaufend antreibbares Rührwerk (14) angeordnet ist und die über ihre Siebwand (5) mit einer anschliessenden Siebvorrichtung (13) zur Trennung der körnigen Bestandteile von pulvrigen und von den mitgerissenen Teilchen der faserigen Bestandteile verbunden ist, wobei Mittel zur Erzeugung einer Luftströmung durch die Abscheidekammer (2) und durch die Siebvorrichtung (13) vorhanden sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter um eine im wesentlichen waagrechte Achse umgewälzt werden.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Filter im Laufe ihrer Bewegung einer Schlag-, Schleuder-, Abrieb- und/oder Zerkleinerungswirkung unterworfen werden.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den Luftstrom durch Gebläse und/oder Sauglüfter erzeugt.4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den Luftstrom durch die Bewegung der Agglomerate erzeugt.5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftströmung durch die Abscheidekammer (2) zum Teil gegen die Auslauföffnung (11) für die faseri gen Bestandteile und zum Teil gegen die Siebwand (5) der Abscheidekammer (2) und die anschliessende Siebvorrich tung (13) gerichtet ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass das in der Abscheidekammer (2) umlaufende Rührwerk (14) als Gebläseläufer zum Ansaugen von Luft durch die Einlauföffnung für die Filter und zum Ausblasen dieser Luft durch die Auslauföffnung (11) für die faserigen Bestandteile und durch die Siebwand (5) der Abscheidekam mer (2) ausgebildet ist.7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass die Abscheidkammer als ortsfeste, liegend in einem Gehäuse (1) angeordnete Siebtrommel (2) ausgebil det ist, die einerends eine kopfseitige Einlauföffnung (6) für die Filter und anderends eine mantelseitige, im unteren Sieb trommelbereich vorgesehene Auslauföffnung (11) für die faserigen Bestandteile aufweist und in der als Rührwerk eine käfigartige, mit längsgerichteten, schaufelförmig vorspringen den Rühr- und Schlagleisten (19) versehene Drehtrommel (14) umlaufend antreibbar gelagert ist, wobei das Gehäuse (1) in bezug auf die Siebtrommel (2) einen dem spiralför migen Gehäuse eines Zentrifugalventilators ähnliche Quer schnittsform und in seinem unteren Bereich eine mit der an schliessenden Siebvorrichtung (13) verbundene Austritts öffnung (12) für die körnigen Bestandteile aufweist.8. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehtrommel (14) koaxial zur Siebtrom mel (2) angeordnet ist.9. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Drehtrommel (14) exzentrisch zu der Sieb trommel (2) in Richtung auf deren untere Begrenzungswand angeordnet ist.10. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die relative Lage der Siebtromme]- und Dreh trommelachsen einstellbar ist.11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebtrommel (2) um eine achsparallele, exzentrische Drehachse (23) begrenzt schwenkbar in bezug auf die in ortsfesten Drehlagern (16, 17) gelagerte Drehtrommel (14) angeordnet ist.12. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Siebtrommel (2) und/oder der Drehtrommel (14) in Richtung auf die Auslauföffnung (11) für die faserigen Bestandteile nach unten geneigt ist.13. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rühr- und Schlagleisten (19) der Drehtrommel (14) parallel zu der Drehachse dieser Trommel gerichtet sind.14. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rühr- und Schlagleisten (19) der Drehtrommel (14) einen schraubenlinienförmigen Verlauf mit Förderwirkung in Richtung auf die Auslauföffnung (11) für die faserigen Bestandteile aufweisen.15. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten der Rühr- und Schlagleisten (19) der Drehtrommel (14) gezähnt oder als Schneiden ausgebildet sind.16. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehtrommel (14) zumindest in ihrem mittleren Bereich eine sich über den ganzen Querschnitt der Drehtrommel (14) erstreckende Trenn- und Stauwand (18) aufweist.17. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenfläche der Siebtrommel (2), insbesondere im unteren Trommelbereich, flache, längsgerichtete Aufreissleisten (22) mit rauher, insbesondere gezähnter Oberfläche befestigt sind.18. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die kopfseitige Einlauföffnung (6) für die Zigarettenfilter mit einem seitlich am Gehäuse (1) vorgesehenen Beschickungstrichter (7) in Verbindung steht.19. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebe (26) der Siebvorrichtung (13) mit einem einerseits mit der Austrittsöffnung (12) des Siebtrommelgehäuses (1) und anderseits mit einem Sauglüfter (29) verbundenen Gehäuse (28) angeordnet sind.20. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebvorrichtung als Windsichter ausgebildet ist.21. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehtrommel (14) über ein insbesondere stufenloses Schaltgetriebe und eine Sicherheitskupplung antreibbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT1285672A IT962618B (it) | 1972-08-22 | 1972-08-22 | Procedimento e dispositivo per se parare i componenti polverulenti granulari e fibrosi di un agglomera to in particolare per ricuperare il carbone attivo granulare dai filtri di scarto per sigarette |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH558214A true CH558214A (de) | 1975-01-31 |
Family
ID=11143566
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1739572A CH558214A (de) | 1972-08-22 | 1972-11-29 | Verfahren und vorrichtung zur wiedergewinnung koerniger bestandteile, insbesondere von granulierter aktivkohle, aus dem ausschuss von filtern fuer raucherwaren. |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH558214A (de) |
| IT (1) | IT962618B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN103934200A (zh) * | 2014-03-28 | 2014-07-23 | 威海出入境检验检疫局检验检疫技术中心 | 筛分器 |
-
1972
- 1972-08-22 IT IT1285672A patent/IT962618B/it active
- 1972-11-29 CH CH1739572A patent/CH558214A/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN103934200A (zh) * | 2014-03-28 | 2014-07-23 | 威海出入境检验检疫局检验检疫技术中心 | 筛分器 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT962618B (it) | 1973-12-31 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |