CH558418A - Nicht staeubende, leicht-loesliche farbstoffpulver anionischer oder kationischer farbstoffe. - Google Patents

Nicht staeubende, leicht-loesliche farbstoffpulver anionischer oder kationischer farbstoffe.

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CH558418A
CH558418A CH888574A CH888574A CH558418A CH 558418 A CH558418 A CH 558418A CH 888574 A CH888574 A CH 888574A CH 888574 A CH888574 A CH 888574A CH 558418 A CH558418 A CH 558418A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0071Process features in the making of dyestuff preparations; Dehydrating agents; Dispersing agents; Dustfree compositions
    • C09B67/0092Dyes in solid form
    • C09B67/0094Treatment of powders, e.g. antidusting

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Description


  
 



   Die Erfindung betrifft nichtstäubende, leichtlösliche Farbstoffpulver anionischer oder kationischer Farbstoffe sowie deren Herstellung.



   Im Handel sind kationische oder anionische Farbstoffe in Form feingemahlener mehr oder weniger stark stäubender Pulver. Der Umfang mit stäubenden Farbstoffpulvern führt in der Regel zu einer Verunreinigung der Umgebung und des mit der Handhabung beschäftigten Personals. Besonders lästig ist das Stäuben von kationischen (basischen) Farbstoffen. Das Stäuben der Farbstoffe führt oft zu einem Beflekken oder Anfärben von anderen Materialien. Auf diese Weise können beispielsweise farblose oder einfarbig gefärbte Textilien unbrauchbar werden. Zudem neigen sehr fein gemahlene Farbstoffe bei der Lagerung in feuchter Atmosphäre leicht zur Bildung von Farbstoffklumpen.



   Man kennt seit langem Verfahren, die das Stäuben von Farbstoffpulvern vermindern. Man kennt vakuumverpackte Farbstoffe, die ein Abwiegen und Abfüllen der Farbstoffe ohne allzu grosse Staubbelästigung gestatten. Sind jedoch die Farbstoffgebinde geöffnet, so geht der staubmindernde   Ef-    fekt bald verloren. Auch durch Pressen oder Granulieren gelingt es, Farbstoffe in eine staubfreie Form zu bringen. Die Farbstoff-Granulate oder -Tabletten der zusammengepackten Pulver lösen sich meist schlecht. In der Praxis wird deshalb oft ein Zusatz von netzenden Ölen oder von grösseren Mengen hygroskopischer Flüssigkeiten, wie Glycerin, angewandt. Durch diese Massnahme wird die Vermeidung der Klumpenbildung der Farbstoffe meist schwierig. Das gleiche gilt auch für das blosse Befeuchten mit Wasser.

  Die ebenfalls bekannte Agglomeration der Farbstoffpulverteilchen durch Befeuchten mit Wasserdampf führt nur zu einer Verminderung, nicht aber zu einer Verhinderung des Stäubens.



   Bei der Anwendung der pulverförmigen anionischen oder kationischen Farbstoffe ist es oft schwierig, diese in Wasser aufzulösen, da sie sich schlecht benetzen lassen, und bei der Zugabe von Wasser zusammenballen. Die Herstellung der Färbeflotten wird erschwert und ist deshalb oft zeitraubend.



   Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, werden Farbstoffe in flüssiger Form in den Handel gebracht. Die flüssigen Handelsformen haben den Nachteil des Eintrocknens der nicht verschlossenen Gefässe und der meist mangelhaften Lagerfähigkeit der flüssigen Farbstoffpräparationen.



   Es ist auch bekannt, basische Farbstoffe in einer Harnstoffschmelze aufzulösen und in eine nicht stäubende Granulatform überzuführen; vergleiche DT-OS 1 619 375. In der DT-OS 2 322 308 wird die Herstellung von rieselfähigen Farbstoffgranulaten von anionischen Farbstoffen durch Behandeln in der Harnstoffschmelze beschrieben.



   Gegenstand der Erfindung sind nicht stäubende, leichtlösliche Farbstoffe, enthaltend zusätzlich zum anionischen oder kationischen Farbstoff Aminimide der allgemeinen Formel I
EMI1.1     
 in der A ein aromatischer, aliphatischer oder cycloaliphatischer Rest ist, die Reste R gleich oder verschieden sind und gegebenenfalls substituierte Alkyl- oder Hydroxyalkylreste darstellen und n 1 oder 2 ist.



   Erfindungsgemäss werden bevorzugt N,N-Dialkyl-N-2-hydroxyalkyl-N'-acylaminimide der allgemeinen Formel II
EMI1.2     
 verwendet, in der   Rl    und R2 niederes Alkyl, insbesondere Methyl, R3 Wasserstoff, Hydroxymethyl, einen Alkylrest mit 1 bis 16 Kohlenstoffatomen oder einen Alkyloxymethylrest mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, und R4 einen vorzugsweise geradkettigen, gegebenenfalls ungesättigten Alkylrest mit 1 bis 21, vorzugsweise 11 bis 21 Kohlenstoffatomen, einen 2-Alkylaminoäthylrest oder einen 2-Dialkylamino äthylrest mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen im Alkylrest bedeuten. Besonders bevorzugt sind erfindungsgemäss solche Aminimide, bei denen wenigstens einer der Reste R3 und R4 einen langkettigen Alkylrest mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen enthält. Die bevorzugt erfindungsgemäss verwendbaren Aminimide sind in der DT-OS 2 055 685 beschrieben.



   Die erfindungsgemäss verwendbaren Aminimide und deren Herstellung sind beschrieben in: R. C. Slagel, Journal of Organic Chemistry, 33, 1374 bis 1378 (1968), den DT-OSen 1 906 264 und 2 055 685 und den US-PSen 3 706 800 und 3 450 673.



   Kationische (basische) Farbstoffe, die sich erfindungsgemäss zur Herstellung von Farbstoffgranulaten mit Aminimiden eignen, sind beispielsweise die folgenden: Diphenylmethane (Ketonimine), wie Auramin, Triarylmethanfarbstoffe, wie C. I. Basischgrün 1 (C. I. 42 040), Fuchsin (C. I. 42 500), Resorcinviolett (C. I. 43 520), Victoriablau (C. I. 44 040), Basischviolett (C. I. 42 557), Rhodulinviolett (C. I. 44 520), die basischen Farbstoffe der DT-OS 1'921 277 und der US-PSen 3 021 344, 3 032 561 und 2 083 888, Xanthenfarbstoffe, wie Pyronin G (C. I. 45 005), Methylenrot (C. I. 45 006), Rhodamin S (C. I. 45 050), Rhodamin FG (C. I. 45 1o5), Rhodamin G (C.   l.   



  45 150), Rhodamin 6G (C. I. 45 160), Rhodamin 12GM (C. I.



  45 310), Acridine, wie Acridinorgane NO (C. I. 46 005), Diamantphosphon GG (C. I. 46 035), Rheonin AL (C. I. 46 075), Methinfarbstoffe, wie Basischrot (C. I. 48 015), Basischrot (C. I. 48 013), Basischviolett (C. I. 48 020), Basischorange (C.   l.   



  48 035), Basischgelb (C. I. 48 060), Basischgelb (C. I. 48 065), basische Farbstoffe, die aus   2-Methylen-1,3,3-trimethylindolin    (Fischersche Base) hergestellt sind, wie sie in der US-PS 2 734 901 und in  Synthetic Dyes  von Venkataraman, Academic Press Inc., New York, 1952, Band II, Seite 1174 beschrieben sind, basische Methinfarbstoffe (US-PSen, 2 155 459 und 2 164 793), basische Azatrimethincyaninfarbstoffe, Thiazolfarbstoffe, wie Thioflavin T (C. I. 49 005), basische Indaminfarbstoffe, wie Basischgrün (C. I. 49 4o5), Azinfarbstoffe, wie Mauve (C. I. 50 245), Safranin T (C. I. 50 240), Basischviolett (C. I. 50 055), Basischblau (C. I. 50 306), Indulin 6B Base (C. I.



  50 400), Oxazinfarbstoffe, wie Basischblau (C.I. 51 004), Mendolas Blau (C. I. 51 175), Basischschwarz (C. I. 51 215), Thiazinfarbstoffe, wie Methylenblau (C. I. 52 015), Basischgrün (C. I.



  52 020) und Azofarbstoffe mit einer delokalisierten positiven Ladung, wie Azosafraninfarbstoffe (US-PSen 3 068 056 und 3 121 711), Chrysoidin (C. I.   11 270),    Basischbraun (C. I.



  21 010) und die basischen Farbstoffe der GB-PS 896 681, US-PSen 2 864 812, 2 864 813, 2 883 373,   2889315    und 2 906 747.



   Unter anionischen Farbstoffen sind sowohl saure Gruppen, wie Sulfonsäuregruppen, tragende Farbstoffe als auch Metall-Komplexfarbstoffe, wie   1:1- und 1:    2-Metall-Komplexe zu verstehen, die gegebenenfalls faserreaktive Gruppen enthalten können. Die wasserlöslichen anionischen Farbstoffe können den verschiedensten chemischen Klassen ange  hören. Beispielsweise handelt es sich um saure Phthalocyanin-, Nitro-, Di- oder Triphenylmethan-, Oxazin-, Thiazin-, Dioxazin-, Xanthen-, vor allem aber um Anthrachinonfarbstoffe, wie z. B. um Derivate des   l-Amino-2-sulfo4-aryl-aminoanthra-    chinons, und um Azofarbstoffe der Monoazo-, Disazo- oder Polyazoreihe.

  Diese Azofarbstoffe können auch komplexgebundenes Metall enthalten, wie die   1:1-Nickel-,    -Kobalt-, -Kupfer- oder -Chrom- und vor allem die symmetrischen oder asymmetrischen   1 : 2-Kobalt-    oder -Chrom-Komplexe von o-Carboxy-o'-hydroxy- oder insbesondere o,o'-Dihydroxyazofarbstoffen des   Benzol-azo-benzo-,    Naphthalin-azo-naphthalin-, Benzol-azo-naphthalin-, Benzol-azo-pyrazol- oder Benzolazo-acetessigsäureamid-Typs. Insbesondere sind für dieses Verfahren 1:   l-Metall-Komplexfarbstoffe    oder auch faserreaktive anionische Farbstoffe geeignet. Wichtige Vertreter dieser Reaktivgruppen enthaltenden Farbstoffe sind die Di- und Mono-chlortriazin-,   2,4,5-Trichlorpyrimidin-,    2,3-Dichlorchinoxalin-, 2-Chlorbenzthiazol- und die 4,5-Dichlorpyridazon-Reaktivfarbstoffe.

  Erfindungsgemäss geeignete Reaktivfarbstoffe sind auch solche, die die Gruppe -SO2-CH2-CH2-OSO3H,   -NH-CH2-CH2-CI    im Farbstoffmolekül enthalten.



   Die Aminimide werden im allgemeinen den Farbstoffen in Mengen von 0,1 bis 20 Geewichtsprozent, bezogen auf die anionischen oder kationischen Farbstoffe, zugesetzt. Das Vermischen der Aminimide mit den Farbstoffen kann nach der Herstellung der Farbstoffe vor deren Trocknung durch Einrühren oder Kneten erfolgen. Auch können die Aminimide gelöst in Wasser oder organischen Lösungsmitteln, z. B. Aceton oder Äthylalkohol, auf die trockenen Farbstoffe aufgesprüht oder eingeknetet werden. Das Aufbringen der Aminimide auf die Reaktivfarbstoffe, z. B.

  Reaktivfarbstoffe, die die Mono- oder Dichlortriazin-, die 2,4,5-Trichlorpyrimidin-, oder die 2,3-Dichlorchinoxalingruppe enthalten, erfolgt vorzugsweise dadurch, dass die Aminimide in Aceton gelöst mit dem trockenen Reaktivfarbstoffpulver vermischt werden und das Aceton nach dem gründlichen Vermischen mit dem Farbstoffpulver unter vermindertem Druck entfernt wird.



   Gegebenenfalls können den erfindungsgemässen Aminimid enthaltenden Farbstoffgranulaten weitere Hilfsmittel zugegeben werden. Beispielsweise können die anionischen oder kationischen Farbstoffe mit Harnstoff vermischt werden. Als Hilfsmittel lassen sich auch Wasser, Äthylenglycol oder Glycerin verwenden.



   Gegebenenfalls lassen sich den erfindungsgemässen anionischen oder kationischen Farbstoffpulvern nicht ionigene oder anionaktive Verbindungen zusetzen. Geeignete nicht ionogene Tenside sind Polyglycoläther, Dialkylpolyglycol äther oder Alkylphenolpolyglycoläther. Anionaktive Tenside sind z. B. Alkylsulfonate, beispielsweise Laurylsulfonat, Cethylsulfonat, Stearylsulfonat, Mersolate, sulfatierte Alkylenoxyadukte, sulfatierte Fettsäureamide, Natriumdialkylsulfosuccinate und Mono- und Di-alkylnaphthalinsulfonate.



   Die erfindungsgemässen Aminimid enthaltenden Farbstoffpulver sind fest, stabil, staubfrei und rieselfähig. Sie lassen sich einfach und schnell auch in kaltem Wasser lösen. Gegenüber den üblichen Farbstoffgranulaten, besonders gegen über den in Harnstoff gelösten Farbstoffen, haben sie den Vorteil, dass sich die Aminimide auch bei niedrigeren Temperaturen aufbringen lassen und die Pulver wesentlich höhere Anteile der Farbstoffe enthalten. Die erfindungsgemässen Farbstoffpulver sind unbeschränkt haltbar, während die Harnstoff enthaltenden Farbstoffgranulate feucht werden oder in feuchter Atmosphäre oder in Gegenwart von Wasserdampf, der in Färbereien meist vorhanden ist, nicht unbeschränkt haltbar sind. Auch sehr empfindliche Farbstoffe, wie die Reaktivfarbstoffe, lassen sich ohne weiteres mit den Aminimiden vermischen und zu den erfindungsgemässen Farbstoffpulvern verarbeiten.



   Die neuen Farbstoffpulver sind besonders geeignet zur Herstellung von wässrigen Färbezubereitungen, welche zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Materialien verwendet werden können.



   Die Beispiele erläutern die Erfindung. Teile bedeuten Gewichtsteile und die Temperaturen sind in Celsius-Graden angegeben.



  Beispiel 1
Zu 250 Teilen eines wasserhaltigen Presskuchens eines grünen Azofarbstoffes (Siriuslichtgrün BB, hergestellt nach Ullmanns Encyclopädie der technischen Chemie, 3. Auflage, 1953, 4. Band, Seite 110, Verlag Urban  & Schwarzenberg; DT-PS 481 642, 1927) wird unter Kneten ein Gemisch von 7 Teilen Trimethylaminlauroylimid, 3 Teilen Trimethylamincaproylimid und 8 Teilen Trimethylaminbenzoylimid in 20 Teilen Wasser zugesetzt. Während des 10minütigen Knetens werden nach und nach 30 g Natriumsulfat zugesetzt und der mit den Aminimiden behandelte Presskuchen wird im Exsikkator über   CaCl2    und danach über konzentrierter Schwefelsäure unter vermindertem Druck getrocknet. Der trockene, Aminim-haltige Farbstoff wird pulverisiert.

  Das Farbstoffpulver stäubt auch beim Aufblasen eines Luftstromes, im Gegensatz zum unbehandelten Farbstoffpulver, nicht Beispiel 2
Auf 100 Teile eines roten, die Monochlortirazingruppe enthaltenden Reaktivfarbstoffes (Cibacron Brillantrot 3B) wird unter gelegentlichem Schütteln ein Gemisch aus 4 Teilen Trimethylaminmethylmyristylimid und 10 Teilen Aceton aufgesprüht. Der so behandelte Reaktivfarbstoff wird im Exsikkator über konzentrierter Schwefelsäure unter vermindertem Druck getrocknet. Das Amininid-haltige Reaktivfarbstoffpulver stäubt nicht, ist lagerstabil und in Wasser sehr leicht löslich.



  Beispiel 3
Auf 100 Teile eines gelben, die 2,3-Dichlorchinoxalingruppe enthaltenden Reaktivfarbstoffes werden unter Schütteln 3,1 g eines Aminimids, hergestellt nach der DT-OS 2 055 685, S. 18, aus 15 g (0,25 Mol) N,N-Dimethylhydrazin, 60,5 g (0,25 Mol) Dodecylglycidyläther und 60,5 g (0,25 Mol) Myristinsäuremethylester, gelöst in 7 Teilen Aceton, aufgesprüht. Der im Exsikkator getrocknete, rieselfähige Reaktivfarbstoff klumpt nicht zusammen und stäubt nicht.



  Beispiel 4
Zu 300 Teilen Methylenblau (C. I. 52 015) wird unter gelegentlichem Schütteln ein Gemisch von 2 Teilen Äthylenglycol, 3 Teilen Trimethylaminperfluorpropionylimid und 4 Teilen   Bis{Dimethyl-(2-hydroxypropyl)-amin]-azelainoylimid    in 25 Teilen Wasser in sehr feiner Verteilung eingesprüht. Man erhält nach dem Trocknen im Exsikkator ein nicht stäubendes und nicht zusammenklumpendes Methylenblau-Pulver, das unbeschränkt lagerfähig ist.

 

  Beispiel 5
Auf 50 Teilen Fuchsin (C. I. 42 500) wird unter gelegentlichem Schütteln (im geschlossenen Gefäss) nach und nach ein Gemisch aus 8 Teilen Aceton und 5 Teilen eines Aminimids, hergestellt entsprechend der DT-OS 2 055 685, S. 19, Tabelle I, Substanz 6a, gesprüht. Nach dem Trocknen des Farbstoffs wird ein nicht stäubendes Farbstoffpulver erhalten, das auch bei langem Lagern nicht zusammenklumpt.



   PATENTANSPRUCH 1
Nicht stäubendes, leicht lösliches Farbstoffpulver anionischer oder kationischer Farbstoffe, enthaltend zusätzlich 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. hören. Beispielsweise handelt es sich um saure Phthalocyanin-, Nitro-, Di- oder Triphenylmethan-, Oxazin-, Thiazin-, Dioxazin-, Xanthen-, vor allem aber um Anthrachinonfarbstoffe, wie z. B. um Derivate des l-Amino-2-sulfo4-aryl-aminoanthra- chinons, und um Azofarbstoffe der Monoazo-, Disazo- oder Polyazoreihe.
    Diese Azofarbstoffe können auch komplexgebundenes Metall enthalten, wie die 1:1-Nickel-, -Kobalt-, -Kupfer- oder -Chrom- und vor allem die symmetrischen oder asymmetrischen 1 : 2-Kobalt- oder -Chrom-Komplexe von o-Carboxy-o'-hydroxy- oder insbesondere o,o'-Dihydroxyazofarbstoffen des Benzol-azo-benzo-, Naphthalin-azo-naphthalin-, Benzol-azo-naphthalin-, Benzol-azo-pyrazol- oder Benzolazo-acetessigsäureamid-Typs. Insbesondere sind für dieses Verfahren 1: l-Metall-Komplexfarbstoffe oder auch faserreaktive anionische Farbstoffe geeignet. Wichtige Vertreter dieser Reaktivgruppen enthaltenden Farbstoffe sind die Di- und Mono-chlortriazin-, 2,4,5-Trichlorpyrimidin-, 2,3-Dichlorchinoxalin-, 2-Chlorbenzthiazol- und die 4,5-Dichlorpyridazon-Reaktivfarbstoffe.
    Erfindungsgemäss geeignete Reaktivfarbstoffe sind auch solche, die die Gruppe -SO2-CH2-CH2-OSO3H, -NH-CH2-CH2-CI im Farbstoffmolekül enthalten.
    Die Aminimide werden im allgemeinen den Farbstoffen in Mengen von 0,1 bis 20 Geewichtsprozent, bezogen auf die anionischen oder kationischen Farbstoffe, zugesetzt. Das Vermischen der Aminimide mit den Farbstoffen kann nach der Herstellung der Farbstoffe vor deren Trocknung durch Einrühren oder Kneten erfolgen. Auch können die Aminimide gelöst in Wasser oder organischen Lösungsmitteln, z. B. Aceton oder Äthylalkohol, auf die trockenen Farbstoffe aufgesprüht oder eingeknetet werden. Das Aufbringen der Aminimide auf die Reaktivfarbstoffe, z. B.
    Reaktivfarbstoffe, die die Mono- oder Dichlortriazin-, die 2,4,5-Trichlorpyrimidin-, oder die 2,3-Dichlorchinoxalingruppe enthalten, erfolgt vorzugsweise dadurch, dass die Aminimide in Aceton gelöst mit dem trockenen Reaktivfarbstoffpulver vermischt werden und das Aceton nach dem gründlichen Vermischen mit dem Farbstoffpulver unter vermindertem Druck entfernt wird.
    Gegebenenfalls können den erfindungsgemässen Aminimid enthaltenden Farbstoffgranulaten weitere Hilfsmittel zugegeben werden. Beispielsweise können die anionischen oder kationischen Farbstoffe mit Harnstoff vermischt werden. Als Hilfsmittel lassen sich auch Wasser, Äthylenglycol oder Glycerin verwenden.
    Gegebenenfalls lassen sich den erfindungsgemässen anionischen oder kationischen Farbstoffpulvern nicht ionigene oder anionaktive Verbindungen zusetzen. Geeignete nicht ionogene Tenside sind Polyglycoläther, Dialkylpolyglycol äther oder Alkylphenolpolyglycoläther. Anionaktive Tenside sind z. B. Alkylsulfonate, beispielsweise Laurylsulfonat, Cethylsulfonat, Stearylsulfonat, Mersolate, sulfatierte Alkylenoxyadukte, sulfatierte Fettsäureamide, Natriumdialkylsulfosuccinate und Mono- und Di-alkylnaphthalinsulfonate.
    Die erfindungsgemässen Aminimid enthaltenden Farbstoffpulver sind fest, stabil, staubfrei und rieselfähig. Sie lassen sich einfach und schnell auch in kaltem Wasser lösen. Gegenüber den üblichen Farbstoffgranulaten, besonders gegen über den in Harnstoff gelösten Farbstoffen, haben sie den Vorteil, dass sich die Aminimide auch bei niedrigeren Temperaturen aufbringen lassen und die Pulver wesentlich höhere Anteile der Farbstoffe enthalten. Die erfindungsgemässen Farbstoffpulver sind unbeschränkt haltbar, während die Harnstoff enthaltenden Farbstoffgranulate feucht werden oder in feuchter Atmosphäre oder in Gegenwart von Wasserdampf, der in Färbereien meist vorhanden ist, nicht unbeschränkt haltbar sind. Auch sehr empfindliche Farbstoffe, wie die Reaktivfarbstoffe, lassen sich ohne weiteres mit den Aminimiden vermischen und zu den erfindungsgemässen Farbstoffpulvern verarbeiten.
    Die neuen Farbstoffpulver sind besonders geeignet zur Herstellung von wässrigen Färbezubereitungen, welche zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Materialien verwendet werden können.
    Die Beispiele erläutern die Erfindung. Teile bedeuten Gewichtsteile und die Temperaturen sind in Celsius-Graden angegeben.
    Beispiel 1 Zu 250 Teilen eines wasserhaltigen Presskuchens eines grünen Azofarbstoffes (Siriuslichtgrün BB, hergestellt nach Ullmanns Encyclopädie der technischen Chemie, 3. Auflage, 1953, 4. Band, Seite 110, Verlag Urban & Schwarzenberg; DT-PS 481 642, 1927) wird unter Kneten ein Gemisch von 7 Teilen Trimethylaminlauroylimid, 3 Teilen Trimethylamincaproylimid und 8 Teilen Trimethylaminbenzoylimid in 20 Teilen Wasser zugesetzt. Während des 10minütigen Knetens werden nach und nach 30 g Natriumsulfat zugesetzt und der mit den Aminimiden behandelte Presskuchen wird im Exsikkator über CaCl2 und danach über konzentrierter Schwefelsäure unter vermindertem Druck getrocknet. Der trockene, Aminim-haltige Farbstoff wird pulverisiert.
    Das Farbstoffpulver stäubt auch beim Aufblasen eines Luftstromes, im Gegensatz zum unbehandelten Farbstoffpulver, nicht Beispiel 2 Auf 100 Teile eines roten, die Monochlortirazingruppe enthaltenden Reaktivfarbstoffes (Cibacron Brillantrot 3B) wird unter gelegentlichem Schütteln ein Gemisch aus 4 Teilen Trimethylaminmethylmyristylimid und 10 Teilen Aceton aufgesprüht. Der so behandelte Reaktivfarbstoff wird im Exsikkator über konzentrierter Schwefelsäure unter vermindertem Druck getrocknet. Das Amininid-haltige Reaktivfarbstoffpulver stäubt nicht, ist lagerstabil und in Wasser sehr leicht löslich.
    Beispiel 3 Auf 100 Teile eines gelben, die 2,3-Dichlorchinoxalingruppe enthaltenden Reaktivfarbstoffes werden unter Schütteln 3,1 g eines Aminimids, hergestellt nach der DT-OS 2 055 685, S. 18, aus 15 g (0,25 Mol) N,N-Dimethylhydrazin, 60,5 g (0,25 Mol) Dodecylglycidyläther und 60,5 g (0,25 Mol) Myristinsäuremethylester, gelöst in 7 Teilen Aceton, aufgesprüht. Der im Exsikkator getrocknete, rieselfähige Reaktivfarbstoff klumpt nicht zusammen und stäubt nicht.
    Beispiel 4 Zu 300 Teilen Methylenblau (C. I. 52 015) wird unter gelegentlichem Schütteln ein Gemisch von 2 Teilen Äthylenglycol, 3 Teilen Trimethylaminperfluorpropionylimid und 4 Teilen Bis{Dimethyl-(2-hydroxypropyl)-amin]-azelainoylimid in 25 Teilen Wasser in sehr feiner Verteilung eingesprüht. Man erhält nach dem Trocknen im Exsikkator ein nicht stäubendes und nicht zusammenklumpendes Methylenblau-Pulver, das unbeschränkt lagerfähig ist.
    Beispiel 5 Auf 50 Teilen Fuchsin (C. I. 42 500) wird unter gelegentlichem Schütteln (im geschlossenen Gefäss) nach und nach ein Gemisch aus 8 Teilen Aceton und 5 Teilen eines Aminimids, hergestellt entsprechend der DT-OS 2 055 685, S. 19, Tabelle I, Substanz 6a, gesprüht. Nach dem Trocknen des Farbstoffs wird ein nicht stäubendes Farbstoffpulver erhalten, das auch bei langem Lagern nicht zusammenklumpt.
    PATENTANSPRUCH 1 Nicht stäubendes, leicht lösliches Farbstoffpulver anionischer oder kationischer Farbstoffe, enthaltend zusätzlich
    zum anionischen oder kationischen Farbstoff Aminimide der allgemeinen Formel I, EMI3.1 in der A ein aromatischer, aliphatischer oder cycloaliphatischer Rest ist, die Reste R gleich oder verschieden sind und gegebenenfalls substituierte Alkyl- oder Hydroxyalkylreste darstellen und n 1 oder 2 ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Nicht stäubendes, leicht lösliches Farbstoffpulver gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die anionischen oder kationischen Farbstoffe zusätzlich zu den Aminimiden der allgemeinen Formel I Tenside und/oder weitere Hilfsmittel enthalten.
    2. Nicht stäubendes, leicht lösliches Farbstoffpulver gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,1 bis 20 Gewichtsprozent Aminimide der Formel 1, bezogen auf anionischen oder kationischen Farbstoff, enthält.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines nicht stäubenden, leicht löslichen Farbstoffpulvers gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf anionische oder kationische Farbstoffe Aminimide der allgemeinen Formel I aufbringt.
    UNTERANSPRUCH 3. Verfahren zur Herstellung von nicht stäubenden, leicht löslichen Farbstoffpulvern gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Reaktivfarbstoffe gegebenenfalls mit weiteren Hilfsmitteln, Aminimide der allgemeinen Formel I aufbringt.
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