CH558712A - Vorrichtung zum kontinuierlichen herstellen von schaumstoffstraengen. - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen herstellen von schaumstoffstraengen.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von Schaumstoffsträngen mit im wesentlichen in einer Ebene liegender Oberhaut in einem oben offenen Kanal, wobei der Schaumstoffstrang in Berührung mit auf der Bodenfläche und seitlich geführten Bahnen vorwärts bewegt wird. Eine Vorrichtung dieser Art ist z. B. durch die deutsche Offenlegungsschrift Nr. 1 704 836 bekanntgeworden. Diese Vorrichtung weist einen aus drei Abschnitten bestehenden Kanal auf, wobei der 1. und 3. Abschnitt eine im wesentlichen waagrechte Bodenfläche aufweist, während die Bodenfläche des mittleren Abschnittes geneigt ist. Durch diese Massnahmen wird erreicht, dass die Seitenflächen des aufschäumenden Blockes durch die Kanalwandungen während des Schäumungsprozesses relativ nach oben bewegt werden, wodurch eine im wesentlichen ebene obere Fläche des Schaumstoffblockes erreicht wird. Durch die unterschiedliche Aufschäumgeschwindigkeit während des Schäumungsverlaufes bildet sich in dem Abschnitt des Kanales, in dem der Schäumungsprozess erfolgt, an der frei liegenden Schaumstoffoberfläche eine Wölbung, wie dies auch aus der Fig. 1 der zitierten Offenlegungsschrift ersichtlich ist. Durch diese Wölbung kann es insbesonders, wenn die geneigte Fläche des Kanals der Aufschäumlänge des Blockes entspricht, zu Faltenbildungen im Bereich der freiliegenden Fläche des Schaumstoffblockes kommen. Ausserdem werden die oberen Längskanten des Blocks zusätzlich in vertikaler Richtung durch die Seitenwände in beiden Richtungen abwechselnd beansprucht, was zu einer Rissbildung im Block führen kann. Diese genannten Nachteile werden durch die erfindungsgemässe Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellung von Schaumstoffsträngen vermieden, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Bodenfläche des Kanals im Aufschäumungsbereich eine Wölbung aufweist, wobei diese Wölbung nach unten ausgebildet ist und vorzugsweise der - in Transportrichtung gesehen - vor diesem Bereich liegende Abschnitt gegen den Aufschäumbereich gering geneigt ist. Ist die Wölbung zur Anpassung an die spiegelbildliche Form der Oberhaut, eines in einem ebenen Kanal aufschäumenden Schaumstoffstranges - in Transportrichtung betrachtet - verstellbar ausgebildet, so kann dadurch der Schaumstoffstrang entsprechend der Reaktionsgeschwindigkeit abgesenkt werden. Damit ist gewährleistet, dass die Oberhaut im wesentlichen ebener ausgebildet wird. Ist die Wölbung zur Anpassung an die spiegelbildliche Form der Oberhaut, eines in einem ebenen Kanal aufschäu menden Schaumstoffstranges - quer zur Transportrichtung be- trachtet - verstellbar ausgebildet, so kann ein Schaumstoffstrang von besonders ebener Oberhaut erhalten werden, da dadurch nicht nur die Reibungskräfte an den Seiten ihre besondere Berücksichtigung finden können, sondern auch die geringere Schaumhöhe bedingt durch die Wärmeverluste an den Seiten berücksichtigt werden kann. Um die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit beim Aufschäumen eines Kunststoffes bzw. einer kunststoffbildenden Mischung von der Umgebungstemperatur, dem Treibmittel, der Natur des Kunststoffes zu berücksichtigen, kann die Wölbung verstellbar ausgebildet sein. Diese Verstellung der Wölbung kann dadurch erreicht werden, dass der Wölbungsabschnitt aus einer Anzahl von Querlamellen besteht, die durch eine Unterstützungseinrichtung einzeln oder in Gruppen verstellbar sind. Die Unterstützungseinrichtung kann dabei aus einer Anzahl von Formstükken mit unterschiedlicher Oberflächengestalt bestehen, die abwechselnd gegen die Unterseite der Querlamellen bewegbar sind. Anderseits kann die Unterstützungseinrichtung aber auch ein expandierbarer Balg sein. Weiter besteht die Möglichkeit, den Wölbungsabschnitt aus einem Förderband zu bilden, bei welchem das lose Trum oben ist. Eine Verstellung des Durchhanges dieses losen Trummes kann man durch eine Abstandsänderung der beiden Förderbandrollen erreichen. Weiter besteht noch die Möglichkeit, insbesonders bei der Verwendung von elastischen Förderbändern, die Wölbungsänderung durch Änderung der Bremsung der ungetriebenen Rolle zu erreichen. Da der Durchhang des losen Trums des Förderbandes nicht immer der spiegelbildlichen Form des Aufschäumungsblockes entspricht, ist es zweckmässig, wenn dieses lose Trum zusätzlich durch eine vorzugsweise mit ihrer Wölbung verstellbare Fläche unterstützt ist. Zusätzlich können die Förderbandrollen einzeln oder gemeinsam verstellbar sein. Vorteilhaft ist es weiter, wenn eine die Bodenfläche bedekkende Bahn vorgesehen ist, die entlang der Längskanten mit Dichtungsstreifen ausgestattet ist. Durch diese Dichtungsstreifen wird vermieden, dass das aufschäumende Material zwischen der genannten Bahn und den die Seitenflächen bedekkenden Bahnen austritt. Die Dichtungsstreifen können wenigstens teilweise eine poröse Struktur aufweisen. Durch diese Massnahme sind die Dichtungsstreifen bei geringem Gewicht sehr elastisch. Um ein Ankleben an den Schaumstoffstrang zu vermeiden, können die Dichtungsstreifen mit einer haftvermindernden Oberfläche ausgestattet sein. Dies kann entweder durch eine an den Dichtungsstreifen vorgesehene Schicht erreicht werden, oder es kann die Oberfläche der Dichtungsstreifen mit einem haftvermindernden Mittel eingestrichen sein. Die Erfindung wird nun anhand von in der Zeichnung dargestellten Beispielen beschrieben, ohne dass jedoch der Umfang der Erfindung durch diese Beispiele eingeschränkt werden soll. Es zeigt die Fig. 1 eine herkömmliche Vorrichtung, die Fig. 2 eine erfindungsgemässe Vorrichtung in schematischer Darstellung und die Fig. 3-10 verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung im Ausschnitt in schematischer Darstellung. Wie in Fig. 1 dargestellt ist, besteht die herkömmliche Ausführung aus einem Kanal 1, der oben offen ist und zueinander parallele Seitenwände 2 aufweist, und dessen Bodenfläche aus drei in Längsrichtung gesehen aufeinanderfolgenden Abschnitten 3, 4 und 5 besteht. Dabei sind die Abschnitte 3 und 5 im wesentlichen waagrecht, während der Mittelabschnitt 4 zu diesen Abschnitten in Transportrichtung des Pfeiles A abfallend geneigt ist. Nun ist aber bekannt, dass ein aufschäumendes Gemisch nicht mit kontinuierlicher Geschwindigkeit aufschäumt, sondern dass der Schäumungsprozess am Anfang rascher erfolgt, während diese Geschwindigkeit im Verlauf des Schäumungsprozesses in einem bestimmten, nicht kontinuierlichen Verhältnis abnimmt. Dadurch ergibt sich beim Aufschäumen eines Stranges in einem Kanal mit ebener Bodenflä- che im Schäumungsabschnitt die bekannt auch im Längsschnitt gewölbte Oberfläche. Die Wölbung ergibt sich selbstverständlich auch dann, wenn die Bodenfläche eben und in irgendeiner Richtung geneigt ist. So kann auch bei der bekannten Ausführung eine Aufwölbung 6 des Stranges 7 nicht vermieden werden. Hieraus ergibt sich, dass die Oberkanten 8 des Stranges 7 während des Schäumungsprozesses eine auf und ab gehende Bewegung entsprechend der Strecke a aus üben. Dadurch ergeben sich die bereits oben genannten Nachteile. Die Fig. 2 zeigt nun die erfindungsgemässe Vorrichtung, bei welcher der Kanal 9 bis auf den Mittelabschnitt 10 der bekannten Ausführung entspricht. Dieser Abschnitt 10 weist eine nach unten gerichtete Wölbung auf, die der spiegelbildlichen Form der freien Oberfläche des Schäumungsabschnittes eines in einem ebenen Kanal hergestellten Stranges entspricht. In den Fig. 3 und 4 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der der gewölbte Abschnitt 10 aus Querlamellen 11 besteht, die durch Formstücke 12 unterstützt werden. Durch Austausch der Formstücke mit solchen einer anderen Oberflä- chengestalt kann die Wölbung beliebig verändert werden. Die Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Querlamellen 11 durch einen expandierbaren Balg 13 unterstützt werden. Dieser Balg kann entsprechend vorgesehene Verstärkungselemente 14 in dem mit den Lamellen 11 zusammenwir- kenden Abschnitt aufweisen. Bei der in der Fig. 6 dargestellten Ausführungsform wird der gewölbte Abschnitt 11 durch ein Förderband 15 gebildet, das über zwei Rollen 16 und 17 läuft, und wobei das lose Trum 18 oben liegt. Der Durchhang dieses losen Trums 18 ergibt die Wölbung. Diese kann durch Verstellung der Rollen gegeneinander oder voneinander gemäss den Pfeilen B verstellt werden. Die Rolle 16 ist von einem Motor 19 angetrieben. Bei der Wahl eines elastischen Transportbandes 15 kann die Rolle 17 durch eine verstellbare Bremseinrichtung 20 mehr oder weniger stark abgebremst werden, wodurch auch eine Veränderung des Durchhangs des losen Trums 18 bewirkt wird. Zusätzlich kann noch das Förderband in seiner Höhe verstellt werden, wie dies in der Fig. 7 dargestellt ist. Hier sind die Rollen 16 und 17 auf Blöcken 21 und 22 gelagert, die gemäss der Pfeilrichtung C in vertikaler Richtung verschiebbar sind. Das lose Trum 18 ist, um eine exakte Wölbung zu erreichen, von einem Blech 23 unterstützt, wobei dieses Blech durch eine nicht gezeigte Einrichtung in der Wölbung verstellbar sein kann. Die Fig. 8 zeigt einen Kanal 9, bei welchem die Seitenwände 2 und die Abschnitte der Bodenflächen 3, 10 und 5 an der Kanalinnenseite mit Bahnen 24, 25 und 26 bedeckt sind. Der Abschnitt 3 kann, um ein Rückfliessen des Materials zu verhindern, um den Winkel cl geneigt sein. Während die Bahnen 24 und 26 (siehe auch Fig. 9) von Rollen 27 abgewickelt und auf Rollen 28 am Ende des Kanals wieder aufgewikkelt werden, läuft die Bahn 25 von einer Rolle 29 ab, wird anschliessend über die Abschnitte 3, 10 und 5 gezogen und auf der Rolle 30 aufgewickelt. Diese Bahn 25 weist an ihren Längskanten Dichtungsstreifen 31 auf, die, wie insbesondere aus der Fig. 10 hervorgeht, teilweise oder ganz aus einem geschäumten Material 32 bestehen. Die mit dem Strang 7 zusammenwirkende Oberfläche der Dichtungsstreifen 31 ist mit einer haftvermindernden Schicht ausgestattet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHVorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von Schaumstoffsträngen mit im wesentlichen in einer Ebene liegender Oberhaut in einem oben offenen Kanal, wobei der Schaumstoffstrang in Berührung mit auf der Bodenfläche und seitlich geführten Bahnen vorwärts bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenfläche des Kanals (1) im Aufschäumungsbereich eine Wölbung (10) aufweist, wobei diese Wölbung nach unten ausgebildet ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der - in Transportrichtung gesehen - vor der Wölbung (10) liegende Abschnitt (3) gegen den Aufschäumungsbereich gering geneigt ist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung (10) zur Anpassung an die spiegel- bildliche Form der Oberhaut eines in einem ebenen Kanal aufschäumenden Schaumstoffstranges - in Transportrichtung betrachtet - verstellbar ausgebildet ist.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung (10) zur Anpassung an die spiegel- bildliche Form der Oberhaut eines in einem ebenen Kanal aufschäumenden Schaumstoffstranges - quer zur Transportrichtung betrachtet - verstellbar ausgebildet ist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung (10) verstellbar ist.5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wölbungsabschnitt (10) aus einer Anzahl von Querlamellen (11) besteht, die durch eine Unterstützungseinrichtung verstellbar sind.6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterstützungseinrichtungen in Gruppen verstellbar sind.7. Vorrichtung nach Unteranspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterstützungseinrichtung aus einer Anzahl von Formstücken (12) mit unterschiedlicher Oberflächengestalt besteht, die abwechselnd gegen die Unterseite der Querlamellen (11) bewegbar sind.8. Vorrichtung nach Unteranspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterstützungseinrichtung ein expandierbarer Balg (13) ist.9. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wölbungsabschnitt (10) ein Förderband (15) ist, bei welchem das lose Trum (18) oben ist.10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbungsänderung durch Abstandsänderung der beiden Förderbandrollen (16, 17) erreichbar ist.11. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbungsänderung durch Änderung der Bremsung der ungetriebenen Rollen (17) erreichbar ist.12. Vorrichtung nach einem der Unteransprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das lose Trum (18) des Förderbandes (15) zusätzlich durch ein Blech (23) unterstützt ist.13. Vorrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech (23) in seiner Wölbung verstellbar ist.14. Vorrichtung nach einem der Unteransprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbandrollen (16, 17) verstellbar sind.15. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die die Bodenfläche bedeckende Bahn (25) entlang der Längskanten mit Dichtungsstreifen (31) ausgestattet ist.16. Vorrichtung nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsstreifen (31) eine poröse Struktur aufweisen.17. Vorrichtung nach Patentanspruch oder Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsstreifen (31) mit einer haftvermindernden Oberfläche (33) ausgestattet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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- 1973-05-03 SE SE7306213A patent/SE388811B/xx unknown
Also Published As
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| DK134146C (de) | 1977-02-21 |
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