CH558803A - Verfahren zur herstellung von neuen triazolo-benzodiazepinderivaten. - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen triazolo-benzodiazepinderivaten.

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CH558803A
CH558803A CH1206073A CH1206073A CH558803A CH 558803 A CH558803 A CH 558803A CH 1206073 A CH1206073 A CH 1206073A CH 1206073 A CH1206073 A CH 1206073A CH 558803 A CH558803 A CH 558803A
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains two hetero rings
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  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hertellung von neuen Triazolo-benzodiazepinderivaten der allgemeinen Formel I,
EMI1.1     
 in welcher
A eine Alkylengruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen,
R1 und R2 Wasserstoff, Halogen bis Atomnummer 35, Alkyl- oder Alkoxygruppen mit je 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, die   Trifluormethyl-    oder die Nitrogruppe und
R3 und R4 Wasserstoff, Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Arylalkylgruppen mit 7 bis 9 Kohlenstoffatomen bedeuten, oder    NR3      R4    einen Polymethyleniminorest mit 5 bis 7 Ringgliedern oder die Morpholinogruppe bedeutet, sowie der Additionssalze solcher Verbindungen mit anorganischen oder organischen Säuren.



   Die Triazolo-benzodiazepine der allgemeinen Formel I, wie z.B. das l-[(Dimethylamino)-methyl]- und das l-[(Methyl   amino)-methyl]-6-phenyl-8-chlor-4H-s-triazolo[4,3-a]    [1,4]benzodiazepin, sowie ihre Additionssalze mit anorganischen oder organischen Säuren besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften und einen hohen therapeutischen Index. Die neuen Verbindungen wirken antiaggressiv, antikonvulsiv und   muskelrelaxierend.    Diese   Wirkungsqualitaten,    welche durch ausgewählte Standardversuche [vgl. W. Theobald und A. Kunz,   Arzneimittelforsch.      13, 122    (1963) sowie W.

  Theobald et. al.,   Arzneimittelforsch.    17,   561 (1967)]    erfasst werden können, charakterisieren die Verbindungen der allgemeinen Formel I und ihre Additionssalze als Verbindungen, die zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen, der Epilepsie und von Muskelsteife verschiedener Genese geeignet sind.



   In den Verbindungen der allgemeinen Formel I ist A als Alkylengruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen z.B. die Methylen-, Äthyliden-, Äthylen-, Propylen- oder die Trimethylengruppe. R1, R2,   R3    und R4 sind als Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen beispielsweise die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, Sek.butyl-, Pentyl-, 2-Methyl-butyl-, Isopentyl-, Hexyl-, Isohexyl-,   1 -Methylpentyl-,      1 ,2,2-Trinaethyl-propyl-    oder die   l-Äthyl-2-methylpropylgrup-    pe und R1 sowie R2 als Alkoxygruppen z.B. die Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-,   Isopropoxy-,    Butoxy-, Isobutoxy-, Pentyloxy-, Hexyloxy- oder Isohexyloxygruppe. Weiter sind   R3    und R4 als Arylalkylgruppen mit 7 bis 9 Kohlenstoffatomen z.B.



  die Benzyl-,   o-,    m- oder p-Methyl-benzyl-, die   2,SDimethyl-    benzyl-, die   o-,    m- oder p-Äthyl-benzyl-, die Phenäthyl- oder die   o-,    m- oder p-Methyl-phenäthylgruppe.   NR3    - R4 ist als Polymethyleniminorest mit 5 bis 7 Ringgliedern die l-Pyrrolidinyi-, Piperidino- oder   Hexahydro-l H-azepin- 1 -ylgruppe.   



     Rl    und R2 nehmen vorzugsweise die 8- bzw. 2'-Stellung ein.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der Triazolo-benzodiazepine der allgemeinen Formel I sowie der Additionssalze dieser Verbindungen mit anorganischen oder organischen Säuren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II,
EMI1.2     
 in welcher R1 und R2 die unter der Formel I angegebene Bedeutung haben und
X die Mercapto- oder die Aminogruppe, eine Niederalkylaminogruppe oder eine niedere Alkoxy- oder Alkylthiogruppe, welch beide letzteren Gruppen gegebenenfalls durch einen Substituenten aktiviert sind, bedeutet, mit einem Hydrazid der allgemeinen Formel   m,   
EMI1.3     
 in welcher A und   NR3      R4    oder R, und R4 die unter der Formel I angegebene Bedeutung haben,

   kondensiert und ein erhaltenes Reaktionsprodukt in Form der freien Base oder ihres Additionssalzes mit einer anorganischen oder organischen Säure isoliert.



   Als niedere Alkylthio- oder Alkoxygruppe ist X vorzugsweise die Methylthio- oder Äthylthiogruppe bzw. die Methoxy- oder Äthoxygruppe. Diese Gruppen können durch einen Substituenten aktiviert sein. Solche aktivierte Gruppen sind z.B. die   o-    oder p-Nitro-benzylthio- bzw. die   o-    oder p-Nitrobenzyloxygruppe. Ferner ist X als niedere Alkylaminogruppe vorzugsweise die Methylamino- oder Äthylaminogruppe.



   Die erfindungsgemässe Umsetzung wird vorzugsweise bei einer Reaktionstemperatur von ca. 80 bis   1600C    in einem inerten Lösungsmittel   vorgenomrnen.    Als inerte Lösungsmittel eignen sich beispielsweise Kohlenwasserstoffe, wie Toluol oder Xylol, Halogenkohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzol, ätherartige Flüssigkeiten, wie   Diäthylenglykoldimethyläther,    Diäthylenglykoldiäthyläther oder Dioxan, und Amide, insbesondere   N,N,N',N',N",N9'-Hexamethyl-phosphorsäuretriamid.   



  Die Reaktionszeiten liegen zwischen ca. einer und 24 Stunden,
Ausgangssubstanzen, die unter die allgemeine Formel   II    fallen, sind in der Literatur beschrieben, z.B. das 2-Methyl   thio-5-phenyl-7-chlor-3H-1,4-benzodiazepin    [vgl. G.A. Archer und L.H. Sternbach, J. Org. Chem   29,231(1964)]    und das   2-Methylamino-5-phenyl-7-chlor-3H-1,4-benzodiazepin      tvgl.    L. H. Sternbach und E. Reeder, J. Org. Chem. 26, 1111 (1961)]. Weitere Ausgangssubstanzen der allgemeinen Formel II können analog hergestellt werden. Von   den Hydraziden    der allgemeinen Formel III sind einzelne bekannt und weitere können analog zu den bekannten hergestellt werden.



   Die nach den erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I werden anschliessend gewünschtenfalls in üblicher Weise in ihre Additionssalze mit anorganischen und organischen Säuren übergeführt. Beispiels weise versetzt man eine Lösung einer Verbindung der allgemeinen Formel I in einem organischen Lösungsmittel mit der  als Salzkomponente gewünschten Säure. Vorzugsweise wählt man für die Umsetzung organische Lösungsmittel, in denen das entstehende Salz schwer löslich ist, damit es durch Filtration abgetrennt werden kann. Solche Lösungsmittel sind z.B.



  Methanol, Äther, Aceton, Methyläthylketon, Aceton-Äther, Aceton-Äthanol, Methanol-Äther oder Äthanol-Äther.



   Zur Verwendung als Arzneistoffe können anstelle freier Basen pharmazeutisch annehmbare Säureadditionssalze eingesetzt werden, d.h. Salze mit solchen Säuren, deren Anionen bei den in Frage kommenden Dosierungen nicht toxisch sind Ferner ist es von Vorteil, wenn die als Arzneistoffe zu verwendenden Salze gut kristallisierbar und nicht oder wenig hygroskopisch sind. Zur Salzbildung mit Verbindungen der allgemeinen Formel I können z.B. die Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Äthansulfonsäure, 2-Hydroxy-äthansulfonsäure oder Citronensäure verwendet werden.



   Die neuen Wirkstoffe werden, wie weiter vorne erwähnt, peroral, rektal oder parenteral verabreicht. Die Dosierung hängt von der Applikationsweise, der Spezies, dem Alter und von dem individuellen Zustand ab. Die täglichen Dosen der freien Basen oder von pharmazeutisch annehmbaren Salzen der freien Basen bewegen sich zwischen 1 mg/kg und 5   mg/    kg für Warmblüter. Geeignete Doseneinheitsformen, wie Dragees, Tabletten, Suppositorien oder Ampullen, enthalten vorzugsweise 5-25 mg eines erfindungsgemässen Wirkstoffes.



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I und von bisher nicht beschriebenen Zwischenprodukten näher, sollen jedoch den Umfang der Erfindung in keiner Weise beschränken.



  Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel I
Man erhitzt eine Lösung von 10,0 g (0,033 Mol) 2-(Me   thylthio)-5-phenyl-7-chlor-3H- 1,4-benzodiazepin    [vgl. G. A.



  Archer und L. H. Sternach, J. Org. Chem. 29,   231(1964)]    und 4,68 g (0,040 Mol) N,N-Dimethyl-glycinhydrazid [vgl.



  M. Viscontini und J. Meier, Helv. Chip. Acta 33, 1773 (1950) in 70   ml    Hexamethyl-phosphorsäuretriamid 7 Stunden auf   140".    Dann destilliert man das Lösungsmittel im Vakuum ab und verteilt den Rückstand zwischen Methylenchlorid und Wasser. Die organische Phase wird abgetrennt, mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Den Rückstand kristallisiert man aus Äthylacetat-Petroläther, wonach man das   1-[(Dimethylami-       no)-methyl]-6-phenyl-8-chlor-4H-s-triazolo(4,3-a] [1 ,4]benzo-    diazepin vom Smp. 165-1660 erhält.



   In analoger Weise erhält man durch Kondensation von 4,68 g N,N-Dimethyl-glycinhydrazid mit den unten angegebenen, stets 0,033 Mol entsprechenden Mengen verschiedener 2-Methylthio-verbindungen die entsprechenden Endstoffe, die aus Äthylacetat-Petroläther kristallisiert werden: Mit 10,62 g 2-(Methylthio)-5-(o-fluorphenyl)-7-chlor-3H-1,4benzodiazepin das   1 .[(Dimethylamino).methyl]-6-(o-fluor-      phenyl)-8-chlor-4H-s-triazolo[4,3-a3    [1 ,4]benzodiazepin vom Smp.   143-144,50;    mit 11,18 g   2-(Methylthio)-5-(o-chlorphenyl)-7-chlor-3H-1,4-    -benzodiazepin das   1-[(Dimethylamino)-methyl]-6-(o-chlor-      phenyl)-8-chlor-4H-s-triazolo[4,3.a]    [1 ,4]benzodiazepin vom Smp. 198-2000;

   mit 8,78 g   2-(Methylthio)-5-phenyl-7-methyl-3H-1 ,4-benzo-    diazepin das   1 -((Dimethylamino)-methyl] -6-phenyl-8-methyl-    -4H-s-triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin; mit 11,50 g   2-(Methylthio)-5-phenyl-7-brom-3H-1,4-benzodi-    azepin das   1 -[(Dimethylamino)-methyl] -6-phenyl-8-brom-4H-    -s-triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin; mit 11,0 g 2-(Methylthio)-5-(o-methoxyphenyl)-7-chlor-3H   -1,4-benzodiazepin    das   1-[(Dimethylamino)-methyl]-6-(o-      -methoxyphenyl)-8-chlor-4H-s-triazolo[4,3-a]    [1,4]benzodiaze pin;
Die als Ausgangsstoffe für die vorgenannten Endstoffe benötigten, substituierten 2-(Methylthio)-5-phenyl-3H- 1,4-benzodiazepine sind aus den entsprechenden, im J. Org. Chem.



  29, 231 (1964) beschriebenen, substituierten 1,3-Dihydro-5   -phenyl-2H- 1 ,4-benzodiazepin-2-thionen    analog zu dem dort für das   2-(Methylthio)-5-phenyl-7-chlor-3H-1,4-benzodiazepin    beschriebenen Verfahren herstellbar.



   Weiter erhält man ebenfalls analog zu obigem Beispiel mit 10,45 g 2-(Methylthio)-3-methyl-5-phenyl-7-chlor-3H-1,4benzodiazepin das   1 -[(Dimethylamino)-methyl]-4-methyl-6-      -phenyl-8 -chlor-4H-s-triazolo[4,3 -a]    [1,4]benzodiazepin vom Smp.   200-202";    mit 9,38 g   2-(Methylthio)-5-phenyl-7-fluor-3H-1 4-benzodiaze-    pin das   l-[(Dimethylamino)-methyl]-6-phenyl-8-fluor-4H-s-    -triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin; mit 10,45 g   2-(Methylthio)-5-(o-tolyl)-7-chlor-3H- 1 ,4-benzo-    diazepin das   l-[(Dimethylamino)-methyl]-6-(o-tolyl)-8-chlor-      -4H-s-triazolo[4,3 -a]    [1,4]benzodiazepin;

   mit 9,77 g   2-(Methylthio)-5-phenyl-7-methoxy-3H- 1 ,4-benzo-    diazepin das   l-[(Dimethylamino)-methyl]-6-phenyl-8-methoxy-    -4H-s-triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin; mit 11,14 g 2-(Methylthio)-5-phenyl-7-(trifluormethyl)-3H   - 1 4-benzodiazepin    das   1-[(Dimethylamino)-methyl]-6-phenyl-      -8-(trifluormethyl)-4H-s-triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin;    mit 11,14 g   2-(Methylthio)-5-( ,z,x4nfluor-o-toly -3H-1,4-    -benzodiazepin das   l-[(Dimethylamino)-methyl]-6-(cc,cc,4c-tri-    fluor-o-tolyl)-4H-s-triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin;

   mit 13,40 g   2-(Methylthio)-5-(0c,a4C-trifluor-o-tolyl)-7-(tri-    fluormethyl)-3H-1,4-benzodiazepin das   l-[(Dimethylamino)-      -methyl]-6-(oc,0c,ec-trifluor-o-tolyl)-8-(trifluormethyl)-4H-s-    -triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin, und mit 12,30 g   2-(Methylthio)-5-(0c,oc,,-trifluor-o-tolyl)-7-chlor-      -3H-1,4-benzodiazepin    das   1 -[(Dimethylamino)-methyl]-6-       - ( ,z-trifluor-o-tolyl)-8-chlor-4H-s-tnazolo[4,3-a] [1 ,4]benzo-    diazepin.



   Zu den als Ausgangsstoffe benötigten, substituierten 2   -(Methylthio)-5-phenyl-3H-1,4-benzodiazepinen    gelangt man ausgehend von den entsprechend substituierten 1,3-Dihydro -5-phenyl-2H-1,4-benzodiazepin-2-onen, von denen die eine Trifluormethylgruppe enthaltenden Verbindungen in der   ame-    rikanischen Patentschrift 3 341 392 und teilweise auch in Helv. Chim. Acta 45, 2226 (1962), und die übrigen vier Verbindungen in J. Org. Chem. 27, 3788 (1962) beschrieben sind, durch Umwandlung in die entsprechenden 2-Thione und Umsetzung der letzteren mit Dimethylsulfat in methanolischer Natronlauge analog zu dem in J. Org. Chem. 29, 231 (1964) beschriebenen Verfahren.



   Ebenfalls in analoger Weise erhält man durch Kondensation von 10,0 g (0,033 Mol, wie oben) 2-(Methylthio)-5-phenyl-7-chlor-3H-1,4-benzodiazepin mit den unten angegebenen, stets 0,04 Mol entsprechenden Mengen verschiedener Hydrazide die entsprechenden Endstoffe, die aus Äthylacetat Petroläther kristallisiert werden: Mit 5,80 g   N,N-Diäthyl-glycinhydrazid    das   l-[(Diäthylami-       no)-methyl]-6-phenyl-8-chlor-4H-s-triazolo[4,3-a] [1,4]benzo-    diazepin vom Smp.   126-128";    mit 5,72 g l-Pyrrolidinessigsäure-hydrazid das l-[(l-Pyrroli   dinyl)-methyl]-6-phenyl-8-chlor-4H-s-triazolo[4,3-a]    [1,4]benzodiazepin vom Smp. 178-1790; 

   mit 6,36 g 4-Morpholinessigsäure-hydrazid das l-(Morpholi   nomethyl)-6-phenyl-8-chlor-4H-s-triazolo[4,3-a]    [1,4]benzodiazepin vom Smp. 212-2130; mit 6,28 g   l-Piperidinessigsäure-hydrazid    das   l-(Piperidino-       methyl).6-phenyl-8-chlor-4H-s-triazolo[4,3 -a] [1 ,4]benzodiaze-    pin.  



   Die als Ausgangsstoffe verwendeten Hydrazide werden analog zu der in Helv. Chip. Acta 33, 1773 (1950) für das N,N-Dimethyl-glycinhydrazid angegebenen Herstellungsmethode durch Umsetzung von Chloressigsäure-äthylester oder -methylester mit dem entsprechenden sekundären Amin in Benzol zum entsprechenden Tertiäramino-essigsäure-äthylester oder -methylester und Kochen derselben mit Hydrazinhydrat in Äthanol hergestellt.



   Beispiel 2
Eine Lösung von 10,0 g (0,033 Mol) 7-Chlor-2--methyl   thio-5-phenyl-3H-1,4-benzodiazepin    und 5,15 g (0,05 Mol) N-Methyl-glycinhydrazid in 80 ml Hexamethyl-phosphorsäuretriamid wird 9 Stunden auf   140     erhitzt. Dann de   Fstilliert    man das Lösungsmittel im Vakuum ab und verteilt den Rückstand zwischen Methylenchlorid und Wasser. Die organische Phase wird abgetrennt, mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Man kristallisiert den Rückstand aus Äthylacetat-Äther-Petroläther und kristallisiert die erhaltenen Kristalle aus demselben Lösungsmittelgemisch um, wonach man das   l-[(Methylamino)-methyl]-6-phenyl-8-chlor-4H-s-triazolo-      [4,3-a]    [1,4]benzodiazepin vom Smp. 145-1470 erhält.



   In analoger Weise erhält man unter Verwendung von 5,85 g (0,05 Mol) N-Äthyl-glycinhydrazid das   l-[(Athylami-       no)-methyl]-6-phenyl-8-chlor-4H-s-triazolo[4,3-a] [1 ,4]benzo-    diazepin vom Smp. 153-1540.



   Das als Ausgangsstoff verwendete N-Methyl-glycinhydra   zld    stellt man wie folgt her: a) Der aus 100 g Hydrochlorid mit 35,2 g Natriummethylat in 600   ml    Äthanol freigesetzte Sarcosin-äthylester [vgl.



  E. Fischer, Chem. Ber. 34, 452   (1901)]    wird unter Eiskühlung und Rühren mit 64,7 g Hydrazinhydrat versetzt. Man lässt das Reaktionsgemisch 20 Stunden bei   25     stehen und dampft es im Vakuum ein. Nach Destillation des Rückstandes beim Kp.   1500/0,001    Torr wird das N-Methyl-glycinhydrazid als farbloser Sirup erhalten, der teilweise erstarrt.



   Analog erhält man das N-Äthyl-glycinhydrazid ausgehend von dem von H. Hanke, Pharm. Zentralhalle 99, 318-322 (1960), vgl.   C.A.    63, 14970 h (1965), beschriebenen N-Äthyl -glycin-äthylester.



   Beispiel 3
Eine Lösung von 1,35 g (0,005 Mol) 2-Amino-5-phenyl-7 -chlor-3H-1,4-benzodiazepin [vgl. S. C. Bell et al., J. Med.



  Chem. 5, 63 (1962)] und 1,17 g (0,010 Mol) N,N-Dimethylglycinhydrazid in 10   ml    abs. Hexamethyl-phosphorsäuretriamid wird 24 Stunden auf   1600    und noch 4 Stunden auf 1700 erhitzt. Dann dampft man das Reaktionsgemisch im Vakuum ein und verteilt den Rückstand zwischen Methylenchlorid und Wasser. Die organische Phase wird abgetrennt, mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Durch Kristallisation des Rückstandes aus Äthylacetat-Äther-Petroläther erhält man das 1    -[(Dimethylamino)-methyl] -6-phenyl-8 -chlor-4H-s-triazolo-    -[4,3-a] [1,4]benzodiazepin vom Smp. 165-1660.



   Den gleichen Endstoff erhält man in analoger Weise auch unter Verwendung folgender Ausgangsstoffe anstelle des 2 -Amino-5 -phenyl-7-chlor-3H- 1,4-benzodiazepins: 1,42 g (0,005 Mol)   2-(Methylamino)-5-phenyl-7-chlor-3H-1,4-    -benzodiazepin [vgl. L. H.   Sternbach    et al., J. Org. Chem. 26,   1111(1961)]    oder 1,80 g (0,005 Mol)   2-(Benzylamino)-5-phenyl-7-chlor-3H-l,4-    -benzodiazepin [gemäss britischer Patentschrift 1 023 793 oder aus dem von S. C. Bell et al., loc. cit. beschriebenen 4-Oxid analog L. H. Sternbach et al., loc. cit. herstellbar].



   Beispiel 4
10,0 g   1 - [(Dimethylamino)-methyl]-6-phenyl-8-chior-4H-s-    -triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin werden in 100 ml Methanol gelöst, 2,73 g Methansulfonsäure zugesetzt und das Gemisch 15 Minuten bei   20     gerührt. Anschliessend wird das Gemisch eingeengt und mit Äther versetzt. Das dabei ausgefallene Salz wird abfiltriert und dreimal aus Methanol-Äther umkristallisiert. Man erhält das   l-[(Dimethylamino)-methyl]-6-phenyl-8-       -chlor-4H-s-triazolo[4,3-a] [1 ,4]benzodiazepin-methansulfo-    nat vom Smp.   230-244".   

 

   Die Methansulfonate der weiteren, in den vorangehenden Beispielen beschriebenen Verbindungen der allgemeinen Formel I können analog hergestellt werden, wobei gegebenenfalls die Mengen des am Anfang und nach dem Einengen vorhandenen Methanols sowie des   Äthers    zu variieren sind. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von neuen Triazolobenzodiazepinderivaten der allgemeinen Formel 1, EMI3.1 in welcher A eine Alkylengruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, R1 und R2 Wasserstoff, Halogen bis Atomnummer 35, Alkyl- oder Alkoxygruppen mit je 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, die Trifluormethyl- oder die Nitrogruppe und R3 und R4 Wasserstoff, Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Arylalkylgruppen mit 7 bis 9 Kohlenstoffatomen bedeuten, oder NRa - R4 einen Polymethyleniminorest mit 5 bis 7 Ringgliedern oder die Morpholinogruppe bedeutet, sowie der Additionssalze solcher Verbindungen mit anorganischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet,
    dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II, EMI3.2 in welcher Rl und R2 die unter der Formel I angegebene Bedeutung haben und X die Mercapto- oder die Aminogruppe, eine Niederalkylaminogruppe oder eine niedere Alkoxy- oder Alkylthiogruppe, welch beide letzteren Gruppen gegebenenfalls durch einen Substituenten aktiviert sind, bedeutet, mit einem Hydrazid der allgemeinen Formel III, EMI4.1 in welcher A und NR3 R4 oder R3 und R4 die unter der Formel I angegebene Bedeutung haben, kondensiert und ein erhaltenes Reaktionsprodukt in Form der freien Base oder ihres Additoinssalzes mit einer anorganischen oder organischen Säure isoliert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das l-[(Dimethylamino)-methyl]-6-phenyl-8- -chlor-4H-s-triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin herstellt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das l-[(Methylamino)-methyl]-6-phenyl-8-chlor -4H-s-triazolo[4,3-a] [1,4]benzodiazepin herstellt.
    Anmerkung des Eidg. Amtes für geistiges Eigentum: Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
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