Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Haltern des einen Teiles eines Stanzwerkzeuges zum Feinstanzen.
Das Feinstanzen von Werkstücken ist ein häufig angewandtes Verfahren zum Herstellen von Teilen für viele Artikel. Es verringert die Handhabung und maschinelle Bearbeitung und schafft besser aussehende Teile. Es kann jedoch nur beschränkt angewandt werden. Dies beruht auf mehreren Faktoren, einschliesslich der folgenden:
1. Während das Feinstanzen Teile mit relativ weichen Schneidkanten produziert - im Gegensatz zu den gebrochenen schartigen Kanten bei der Anwendung von konventionellen Stanzausrüstungen und Verfahren - sind die erforderlichen Ausrüstungen und das Einrichten sehr teuer.
2. Das Werkzeugeinrichten verlangt einen beträchtlichen Zeitaufwand und ist sehr kostspielig. Für das Feinstanzen müssen darüberhinaus die Schneide- und Formwerkzeuge sehr oft geschärft werden, was einen zusätzlichen Zeitverlust zur Folge hat. Tatsache ist, dass die Werkzeuginstandhaltung für das Feinstanzen das zwei- bis dreifache der bei konventionellen Stanzvorgängen benötigten Zeit erfordert.
3. Bisher wurden keine Einrichtungen für das Standardisieren und Vereinfachen des für das Feinstanzen erforderlichen Einrichtens vorgeschlagen.
Die Erfindung ist auf das Beseitigen der oben angegebenen Probleme gerichtet, die bei der Verwendung von konventionellen Feinstanzvorrichtungen und -verfahren bestehen.
Die Vorrichtung, gemäss Erfindung, ist dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Grundplatte aufweist, dass Einrichtungen vorgesehen sind, mit deren Hilfe ein mit diesen Einrichtungen lösbar verbundenes Einsatzstück zur Werkzeugeinsatzseite der Grundplatte hin und von dieser weg bewegbar ist, dass das Stanzwerkzeugteil mittels der Einrichtungen und dem Einsatzstück auf der Werkzeugeinsatzseite an der Grundplatte befestigbar ist, und dass die Einrichtungen verschiebbar in der Grundplatte gelagert und bajonettverschlussartig mit dem Einsatzstück verbindbar sind, wobei die Verschiebung der Einrichtungen zum Festklemmen des Stanzwerkzeugteils an der Grundplatte dient.
Die Erfindung wird nachstehend unter Zugrundelegung der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben; in dieser zeigt:
Fig. 1 einen Aufriss im Schnitt, in welchem die gegenseitige Anordnung der beiden Vorrichtungen zum Haltern von Stanzwerkzeugmitteln ersichtlich ist,
Fig. 2 einen Schnitt, in welchem die gegenseitige Lage der Matrize, des Stempels und der Stechplatte ersichtlich ist,
Fig. 3 einen Schnitt durch den Stanzwerkzeugsatz entlang der in Fig. 6 und 7 angegebenen Linie 3-3,
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein Einsatzstück,
Fig. 5 einen Schnitt durch das Einsatzstück gemäss Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie 6-6 in Fig. 3,
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie 7-7 in Fig. 3,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie 8-8 in Fig. 7,
Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie 9-9 in Fig. 8,
Fig. 10 einen Schnitt längs der Linie 10-10 in Fig. 8 und
Fig.
11, in grösserem Massstabe, einen Ausschnitt aus dem in Fig. 10 dargestellten Schnitt längs der Linie 10-10 in Fig. 8.
In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet. Unter Bezugnahme auf die dargestellten, jedoch nicht einschränkenden Ausführungen in der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch einen typischen Stanzwerkzeugsatz. Dieser Stanzwerkzeugsatz besteht aus zwei Vorrichtungen 10, 12, die zum Haltern einer Matrize 44 bzw. eines Stempels 18 und einer Stechplatte 16 dienen. Diese Vorrichtungen 10, 12 sind ihrerseits an entsprechenden Elementen der Presse befestigt.
Der Schaft 17 eines Stempels 18 ist hin und her beweglich in einer mittigen Durchbrechung in der Stechplatte 16 gelagert. An einem Ende weist der Stempel 18 einen Kopf 24 auf, der eine schlitzartige Vertiefung 26 zwecks Lagerung einer Ausstossplatte 28 hat. Eine Gabelplatte 32, ganz unten gezeigt, ist mittels Schrauben 30 am Kopf 24 gesichert. Diese Gabelplatte ist derart eingerichtet, um eine Verbindung zu dem in der Feinstanzpresse enthaltenen Ausstossbauteil herzustellen.
Im dargestellten Fall umfasst der Ausstosskörper einen vertikal angeordneten Durchgangskanal 34, der die Vertiefung 26 mit der Stechplattenfläche 22 verbindet. Der Kanal 34 nimmt einen Ejektorstift 36 auf, dessen eines Ende, unter dem Einfluss der Schwerkraft auf der oberen Fläche der Ausstossplatte 28 aufsitzt und der unter dem Einfluss der Ausstossplatte 28 in vertikaler Richtung verschoben werden kann.
Die Passstifte 38 dienen zur Fixierung der Matrize 44 bzw.
Stechplatte 16 und sind mittels eines Presssitzes in Bohrungen in der Matrize 44 bzw. Stechplatte 16 eingepasst und ragen aus diesen nach oben bzw. unten hinaus.
Besonders wird auf die konische Gestalt der Stechplatte 16 mit der Umfangsfläche 40 aufmerksam gemacht. Die Vorrichtung 10 des Stanzwerkzeugsatzes umfasst eine Matrize 44, die wie die Stechplatte 16 eine konische Gestalt aufweist. Die Matrize 44 und die Stechplatte 16 sind derart zueinander angeordnet, wie dies in Fig. 1 ersichtlich ist. Ferner weist die Matrize 44 ebenfalls Bohrungen auf, welche vorstehende Passstifte 38 aufnehmen.
Die Matrize 44 ist mit einer mittigen Öffnung 43 versehen (Fig. 2), die mit der mittigen Öffnung und dem Stempel 18 in der Stechplatte 16 fluchtet. Ein Trennelement 50 liegt in und an der Wand an, welche die Bohrung 48 begrenzt. Das Kopfoder obere Ende des Trennelementes 50 weist einen grösseren Durchmesser auf, so dass das Trennelement 50 in der Bohrung 48 begrenzt bewegbar ist. Die Bohrung 48 weist an ihrem oberen Ende eine Ansenkung auf, wodurch eine Schulter 54 entsteht, welche die Abwärtsbewegung des Trennelementes begrenzt. Der Betrag der so vorgesehenen Bewegung des Trennelementes ist gerade ausreichend, um einen Teil des Materials aufzunehmen und dessen Ausstoss aus der Matrize vorzusehen. Eine Anschlagplatte 58 ist oberhalb der Bohrung 48 angeordnet und liegt auf der Fläche 56 der Matrize 44 auf.
Mit der Anschlagplatte 58 ist eine Endplatte 60 verbunden.
Diese Platten 58 und 60 sind gemeinsam durch Imbus-Kopfschrauben 62 an der Matrize 44 befestigt und zusätzlich mittels Passstiften 64 mit der Matrize verbunden.
Das Trennelement 50 ist durch einen Betätigungsstift 66 abgestützt, der sich durch die Anschlagplatte 58 und die Endplatte 60 in lagernder Beziehung erstreckt.
Nur für Demonstrationszwecke ist in diesem Falle beim Beispiel gemäss Fig. 2 das Trennelement 50 mit einem Öl- dichtungs-Bremsstift 68 gezeigt und mit einem weiteren Stempel 70, der das Trennelement 50 durchsetzt, wobei der Kopf dieses Stempels 70 in der Rückhalteplatte 58 gelagert und durch die Endplatte 60 abgedeckt ist.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, in der die Herstellung eines Werkstückes 72 dargestellt ist, dient der Hauptstempel 18 zum Bestimmen der Konturen des Teils, während der Sekundärstempel, dazu dient, die gewünschten Ausschnitte im Teil zu erzeugen. Selbstverständlich kann die Anzahl und die Eigenschaft der Stempel variiert werden, um besonderen Ansprüchen zu entsprechen.
Fig. 3 zeigt Einzelheiten der beiden Vorrichtungen 10, 12 des Stanzwerkzeugsatzes. Die Vorrichtung 12 umfasst eine relativ dicke allgemein rechtwinklige Grundplatte 76, die in geeigneter Weise mit Durchbrechungen für das Anschrauben und/oder Anspannen an dem Stempelteil einer Feinstanzpresse geeignet ist. Die Grundplatte 76 hat eine mittige Bohrung 78, die an ihrem Oberflächenabschnitt 80 eine Aussparung aufweist, wodurch eine ringförmige Schulter 82 gebildet wird. Die Wandfläche 84 der Aussparung ist derart geformt, dass sie sich konisch von der Schulter 82 zu der Plattenfläche 80 erweitert. Das eine Ende der Bohrung 78 ist durch eine Gegenbohrung geringfügig erweitert, um darin eine dünne manschettenartige Buchse 83 einzusetzen, deren Innendurchmesser geringfügig kleiner ist als der Durchmesser der Bohrung 78.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, bildet die Buchse 88 eine La gerfläche für die Peripherie des Kopfendes des Stempels 18 und seines nicht dargestellten hin und her bewegbaren Elementes. Dieses Element ist mit dem Stempel über das Zwischenelement der Gabelplatte 32 in einer einem Fachmann bekannten geeigneten Weise verbunden. Einzelheiten einer solchen Verbindung sind zum Verständnis der Erfindung nicht erforderlich und daher nicht weiter erläutert.
Wie in Fig. 3 ersichtlich ist, weist die Buchse 88 einen Schlitz auf, durch den ein Keil 90 geschoben ist, der, zwecks Führung des Stempels 18, in eine passende Aussparung des Stempelkopfs 24 hineinragt.
Am Umfang eines bezüglich der Bohrung 78 konzentrischen Kreises sind in der Grundplatte 76 eine Anzahl gleichmässig verteilte, zylindrisch geformte Aussparungen 92 in der Grundplatte 76 vorgesehen. Die Grundfläche 94 jeder zylindrischen Aussparung 92 weist eine mittige Öffnung auf, welche ein Ende einer bezüglich der Aussparung 92 koaxialen Bohrung 96 bildet. Die Aussparungen 92 sind an einem Ende durch zylinderförmige Platten 97 abgedeckt, die in entsprechenden Aussparungen in der Grundplatte 76 gelagert sind.
Eine Kolbeneinrichtung 98 ist in jeder zylindrischen Aussparung 92 verschiebbar gelagert. Diese Einrichtung umfasst eine Kolbenstange 100, die an einem Ende einen plattenartigen Kopf 102 trägt, der an seinem Umfang eine Nut aufweist, zwecks Aufnahme einer Ringdichtung 104. Wie in Fig. 3 ersichtlich ist, berühren der Kopf 102 und die Ringdichtung 104 die Wand der Aussparung 92. Mit Hilfe der Dichtung 104 und des Kopfes 102 wird die Aussparung 92 in zwei Kammern unterteilt. Die Kolbenstange 100 ist in der Bohrung 96 gelagert und ragt in die Aussparung 110 hinein und weist an einem Ende einen Abschnitt 106 mit relativ kleinerem Durchmesser und einen Abschlussteil 107 auf.
Wie in den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, ist das Einsatzstück
108 kreisringförmig. Das Einsatzstück 108 weist ein trapezförmiges Querschnittsprofil auf. Es ist zu bemerken, dass die Umfangsflächen 110, 112 des Einsatzstückes so ausgebildet sind, dass sie zu der Wandfläche 84 der Aussparung, bzw. der äusseren Umfangsfläche 84 der Stechplatte 16 komplementär sind.
Im Einsatzstück 108 sind gleichmässig am Umfang eines bezüglich dessen Öffnung konzentrischen Kreises eine Anzahl Bogenschlitze 118 vorgesehen. In dem der Fläche 114 benachbarten Abschnitt weisen die Bogenschlitze 118 eine U-förmige Schulter 120 auf. Die lichte Weite zwischen den Schenkeln der U-förmigen Schulter 120 ist etwas grösser als der Durchmesser des Abschnittes 106 der Kolbenstange 100, jedoch kleiner als derjenige des Abschlussteils 107 der Kolbenstange. Dadurch können das Einsatzstück 108 und die diesem zugeordneten Kolbeneinrichtungen 98 mittels eines Bajonettverschlusses miteinander verbunden werden.
Deshalb kann das Einsatzstück 108 leicht angebracht, entfernt und ersetzt werden. Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist an der Fläche 116 des Einsatzstückes 108 eine ringförmige Platte 124 befestigt. Das mit den Kolbenein richtungen 98 verbundene Einsatzstück 108 kann mit Hilfe derselben in die Aussparung hinein und aus dieser heraus bewegt werden.
Wie in Fig. 3 schematisch gezeigt ist, sind hydraulische Leitungen 126 in geeigneter Weise je mit einer Kammer der Bohrung 92 verbunden. Diese Leitungen 126 sind in ein hydraulisches Steuersystem einbezogen und bilden einen Teil desselben, wodurch bei Betätigung einer geeigneten Steuerflüssigkeit, zu und von den Kammern, der Kolben bewegt werden kann. Bezüglich des hydraulischen Steuersystems sind die Einzelheiten desselben dem Fachmann bekannt und bedürfen daher keiner weiteren Erläuterung.
Fig. 3 zeigt, dass die Vorrichtung 10 in Form und Aufbau fast identisch mit der Vorrichtung 12 ist und ebenfalls Kolbeneinrichtungen 98' enthält, die mit den Kolbeneinrichtungen 98 identisch sind und wie diese arbeiten. Die Vorrichtung 10 weist eine rechteckige Grundplatte 130 auf, die mit derjenigen der Vorrichtung 12 bezüglich der Form identisch ist.
Die Grundplatte 130 hat eine mittige Bohrung 132, die an ihrem Oberflächenabschnitt 134 eine Aussparung aufweist.
Durch diese Aussparung entsteht in der Grundplatte 130 eine Schulter 82' und eine Wandfläche 84', die wie die Wandfläche 84 konisch konvergiert, jedoch in umgekehrtem Sinne. Der Durchgang 132 über der Schulter 82' weist eine weitere Schulter 136 auf. Die Aussparungen 92' werden durch ringförmige Platten 97' abgedeckt.
In den Fig. 6 und 7 ist ersichtlich, dass die Platte 130 mit vier Bohrungen 140' versehen ist, die mit relativ grösseren Bohrungen 140 in der Platte 76 fluchten. In den letzteren sind Buchsen 144 angebracht, die bezüglich des Oberflächenabschnittes 80 vorstehen; in die Buchsen 144 ragen Führungsstäbe 146 hinein, die durch Presssitz oder eine andere Befestigungsform in den Bohrungen 140' der Platte 130 verankert sind. Wie in Fig. 3 zu erkennen ist, ist eine Lagereinrichtung 150 zwischen der Buchse 144 und dem entsprechenden Abschnitt des Führungsstabes vorgesehen, welcher Abschnitt verschiebbar in der Bohrung 140 gelagert ist. Aus Fig. 3 geht ferner hervor, dass die Verbindung der Kolbeneinheiten 98' mit dem Einsatzstück 108' mit derjenigen zwischen den Kolbeneinheiten 98 und dem Einsatzstück 108 identisch ist.
Aus den Fig. 1, 2 und 3 geht ferner hervor, dass bei fehlendem Einsatzstück 108' die Matrize 44 und die Platten 58, 60 als Einheit in der Vorrichtung 10 eingesetzt werden können. Die Matrize 44 liegt auf dem inneren peripheren Teil der Schulter 82' auf und die Anschlagplatte 58 und die Endplatte 60 sind dabei in der Bohrung 132 angeordnet, wobei die Endplatte 60 auf der Schulter 136 aufliegt. Bei der Verwendung des Einsatzstückes 108' ist dieses mit den Kolbeneinrichtungen 98' verbunden und unter dem Einfluss dieser Einrichtungen ist das Einsatzstück 108' in die Aussparung hinein bewegbar um die Matrize, die Anschlagplatte 58 und die Endplatte 60 in der in Fig. 1 ersichtlichen Stellung festzuhalten.
Die Flächen 110' und 84' sind zueinander komplementär, wodurch ein weiches Aufsitzen des Einsatzstückes 108' gewährleistet ist, während durch die zueinander komplementären Flächen
112', 46 die Matrize 44 in der Aussparung zentriert wird, wenn das Einsatzstück 108' in die Aussparung hinein bewegt wird.
Die Grundplatten 130 und 76 sind mittels Führungsmitteln miteinander verbunden, wie dies aus den Fig. 1 und 3 hervorgeht.
Mit Hilfe der beschriebenen Konstruktion wird ein einfaches und schnelles Anordnen der Matrize bzw. der Stechplatte an den entsprechenden Vorrichtungen ermöglicht. Darüberhinaus kann der so in einer Feinstanzpresse enthaltene Stanzwerkzeugsatz schnell justiert und mit diesem präzis gestanzte Teile erzeugt werden. Die Darstellung in Fig. 2 ist nur ein Beispiel und nicht als einschränkend zu betrachten. Die verwendeten Stempel 18, 36 richten sich nach den Erfordernissen bezüglich der Form des herzustellenden Teiles.
Von Bedeutung ist, dass die Konstruktion des Stempels
18, der Matrize 44 und der Stechplatte 16 sowie die Einrichtung derselben derart vereinfacht sind, dass die Einrichtzeit gegenüber derjenigen der bekannten Stanzmaschinen wesent lich geringer ist. Die im Stanzwerkzeugsatz verwendete Matrize 44 und Stechplatte 16 können beliebige Dimensionen aufweisen. Wichtig ist dabei, dass die Form der Einsatzstücke 108, 108' derjenigen der Matrize 44 bzw. der Stechplatte 16 angepasst wird. Die Matrize 44 und die Stechplatte 16 können genormt werden, wobei diese so ausgebildet sind, dass die gleiche Matrize bzw. Stechplatte für verschiedene Operationen verwendbar ist. Auch können mehrere Matrizen - Stechplatten - Sätze vorhanden sein, die alle mit demselben Einsatzstück 108 bzw. 108' an der entsprechenden Vorrichtung 10 bzw. 12 befestigbar sind.
Durch die Verwendung von einfach zu betätigenden Einsatzstücken 108, 108' zum Einspannen und Zentrieren der Matrize 44 bzw. der Stechplatte 16 wird ein präzises Einrichten dieser Elemente, das für das Feinstanzen von Werkstükken notwendig ist, ermöglicht. Durch die Verwendung des beschriebenen Stanzwerkzeugsatzes können die Einrichtkosten in bezug auf die bei bekannten Feinstanzmaschinen entfallenden Einrichtkosten um etwa 40% gesenkt werden. Durch die kurze Einrichtzeit ist die Verwendung dieses Stanzwerkzeugsatzes besonders bei der Herstellung von Werkstückserien mit niedrigen Stückzahlen vorteilhaft. Dies ist von extremer Bedeutung im Hinblick auf das häufige Auftreten von Serien niedriger Stückzahlen für hochkomplizierte Stanzteile. Für das Einrichten des beschriebenen Stanzwerkzeugsatzes sind normalerweise weniger als fünf Minuten erforderlich.
Die damit erreichte Wirtschaftlichkeit kann die Produktionskosten niedriger Stückzahlen bis zu 50% senken. Bei einer Produktion mit hohen Stückzahlen ist die Senkung der Produktionskosten ebenfalls bemerkenswert, weil das Feinstanzen eine Werkzeuginstandhaltung erfordert, die das Zwei- bis Dreifache der Rate beim konventionellen Stanzen beträgt, wobei jedes Schärfen ein neues Einrichten erfordert.
Nachdem der Primär-Aspekt der Erfindung beschrieben worden ist, werden nunmehr Verbesserungen erläutert, die durch direktes Hinzufügen und Befestigen einer einfachen, jedoch präzisen Führungseinrichtung für das zu bearbeitende Material am Stanzwerkzeugsatz geschaffen wurden.
Eine Führungseinrichtung für das zu bearbeitende Material ist fest an der Materialeingangsseite und der Materialausgangsseite der Grundplatte 130 angebracht. Diesbezüglich wird auf die Fig. 3, 7 und 8 der Zeichnung Bezug genommen.
Wie dort zu sehen ist, sind Material-Führungseinheiten an einander gegenüberliegenden Seitenflächen der Grundplatte 130 angeordnet, welche Einheiten je einen länglichen, quaderförmigen Körper 150, mit einer Länge entsprechend der Länge der Seitenkante der Grundplatte 130, aufweisen. Der Körper 150 umfasst zueinander parallele Endflächen 152 und 154.
Ein weiterer quaderförmiger Körper 162 ist an der Fläche 152 des Körpers 150 angebracht und bildet eine Fortsetzung desselben. Es ist zu bemerken, dass in Fig. 8 der Körper 162 einen Teil hat, welcher sich von der Fläche 156 des Körpers 150 nach unten erstreckt. Der Körper 162 weist in vertikalem Abstand angeordnete Bohrungen 158 und 160 auf. Durch die Bohrung 160 steht eine längliche zylindrische Schraube 164 vor, die sich durch einen fluchtenden Schlitz 168 erstreckt, der einwärts des Bodens des Körpers 150 eingearbeitet ist. Die Schraube 164 liegt mit ihrem Kopf an einer Scheibe an, die zwischen dem Kopf und der benachbarten Fläche des Körpers 162 angeordnet ist. Gleicherweise ist eine Schraube 166 in der Bohrung 158 im Körper 162 gelagert und ragt in den Schlitz 168 hinein, der vertikal unter der Schraube 164 vorgesehen ist.
Der Teil 172 ist an einem Ende des Körpers 150 und von der Fläche 152 entfernt angeordnet und weist an seinem oberen Ende eine Gewindebohrung auf, die mit der Bohrung 160 fluchtet und in welche die Schraube 164 eingeschraubt ist. Die Backe 174 weist eine mit der Bohrung 158 fluchtende Gewindebohrung auf, in welche die Schraube 166 eingeschraubt ist.
An ihrem oberen Ende weist die Backe 174 eine weitere Bohrung auf, durch welche sich die Schraube 164 erstreckt. Mit Hilfe der Schrauben 164, 166 kann die gegenseitige Lage der Backen 172, 174 zueinander eingestellt werden.
Es ist zu bemerken, dass die einander gegenüberliegenden Flächen der Backen 172 und 174 zueinander parallel sind.
Geeignete Lagereinsätze können in bekannter Weise an den Materialführungsflächen der Backen 172 und 174 angeordnet sein.
Wie aus Fig. 8, 9 und 10 zu erkennen ist, weist der Körper 162 zwei Bohrungen 176 auf. Wie in Fig. 10 zu erkennen ist, ist in der unteren Bohrung 176 ein stiftartiges Element 178 angeordnet, welches an seiner Oberfläche eine Vertiefung 169 aufweist. An einem Ende weist der Stift 178 eine Gegenbohrung auf, die eine zylindrische Vertiefung 179 bildet, deren Wand mit Gewinde versehen ist, um einen Gewindezapfen
182 eines Handgriffes 184 aufzunehmen. Der Handgriff 184 weist eine Schulter 188 auf. Zwischen der Schulter 188 und der dem Handgriff 184 zugekehrten Fläche des Körpers 150 ist eineUnterlagsscheibe angeordnet. Mit Hilfe derHandgriffe 184 und der Stifte 178 können die Schrauben 164, 166 verriegelt werden.
Beim Drehen des Handgriffes 184, im Uhrzeigeroder Gegenuhrzeigersinn, wird der Stift 178 in der Bohrung verschoben, wodurch die Schraube 164 bzw. 166 unter dem Einfluss der Vertiefung 169 festgeklemmt wird. Wie besonders in Fig. 11 zu sehen ist, braucht, wenn das Festklemmen der Schraube in einer bestimmten Stellung gewünscht wird, nur der Handgriff 184 gedreht zu werden, um den Stift 178 in eine Stellung zu bringen, bei der ein Abschnitt der Oberfläche der Vertiefung 169 gegen die Schraube 166 gepresst wird.
Durch diese Einrichtung wird eine einfache Verriegelung der Schraube ermöglicht, wenn diese einmal justiert ist.