CH575433A5 - Treatment of post-traumatic arthritis - with orgotein - Google Patents

Treatment of post-traumatic arthritis - with orgotein

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CH575433A5
CH575433A5 CH1447066A CH1447066A CH575433A5 CH 575433 A5 CH575433 A5 CH 575433A5 CH 1447066 A CH1447066 A CH 1447066A CH 1447066 A CH1447066 A CH 1447066A CH 575433 A5 CH575433 A5 CH 575433A5
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metal chelate
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Description


  
 



   Im Zuge von die Zusammensetzung von eiweisshaltigen Na    turstoffenlbetreffendenUntersuchungen    wurde festgestellt, dass die meisten dieser eiweisshaltigen   Naturstoffe    ein bei   dei   
Gelscheiben-Elektrophorese sowohl bei einem pH-Wert von
9,4 als auch bei einem pH-Wert von 3,8 in Form von knapp beieinander liegenden Banden langsamer als Albumin jedoch    schileller    als y-Globulin wanderndes Protein in sehr geringen und von der Jahreszeit und der   Ernihrung    (bei Tieren)   abhin-    gigen Mengen enthalten und dass dieses Protein, mit Ionen gewisser zweiwertiger Metalle chelatisiert, eine hervorragende antiinflammatorische Wirkung   besitrt.   



   Ziel der vorliegenden Erfindung war es, dieses Protein Metall-Chelat in möglichst reiner Form aus   natiirlichen   
Eiweissquellen zu isolieren.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von Protein-Metall-Chelaten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Protein aus einer   natirlichen    Eiweissquelle in einem wässrigen Medium mit zweiwertigen Metallionen zusammenbringt und das erhaltene Protein-Metall-Chelat aus dem Reaktionsmedium isoliert.



   Bevorzugte, nach dem   erflndungsgemiissen    Verfahren   herzu    stellende Protein-Metall-Chelate sind diejenigen, bei denen mindestens 65 Gew.-% des Metallgehaltes aus den Metallen Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kobalt und/oder Kupfer bestehen, wobei die entsprechenden Protein-Magnesium Chelate speziell bevorzugt sind. Diese bevorzugten Protein Metall-Chelate können entweder durch direkte Chelierung unter Verwendung der entsprechenden Metallionen oder auch durch Umchelierung von als Zwischenprodukt hergestellten anderen Metall-Chelaten erzeugt werden.

  Zwei speziell bevorzugte Arbeitsverfahren zur Herstellung dieser bevorzugten Protein-Metall-Chelate nach dem   erfindungsgemlssen    Verfahren werden wie folgt   durchgefiihrt:   
Eines der beiden bevorzugten Arbeitsverfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Protein-Metall-Chelates, in   welchez    dieses einen Metallgehalt von   0,1-1,0%    aufweist und mindestens 65   Gew.-%    dieses Metallgehaltes aus den Metallen Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kobalt und/oder Kupfer besteht und das Protein-Metall-Chelat antiinflammatorische Eigenschaften aufweist und bei der Gelscheiben-Elektrophorese sowohl bei einem pH-Wert von 9,4 als auch bei einem pH-Wert von 3,8 in Form von zwei oder drei Banden langsamer als Albumin, jedoch schneller als Globulin wandert,

   wird so   durchgefiihrt,    dass man ein Protein aus einer   natiirlichen    Eiweissquelle in einem   wiissrigen    System mit 2-wertigen   lonen    der Metalle Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kobalt und/ oder Kupfer zusammenbringt, wobei sich das Protein-Metall Chelat bildet und dieses Fraktionierschritten unterwirft, und eine kurzzeitige Erhitzung auf eine Temperatur bis etwa   75 C    durchfiihrt, um   wirmelabile    Proteine abzutrennen und schliesslich das   gewflnschte    Protein-Metall-Chelat aus dem Reaktionsmedium isoliert.



   Das andere bevorzugte Arbeitsverfahren ist das oben er   wihnte,    bei dem   wahrend    der   Verfahrensführung    eine Transchelierung   durchgefiihrt    wird. In diesem Fall arbeitet man   zweckmissigerweise    so, dass man ein Protein aus einer   natiir-    lichen Eiweissquelle in einem   wiissrigen    System mit zweiwertigen Metallionen, die jedoch keine Magnesium-, Calcium-, Eisen-, Zink-, Kobalt- und/oder Kupferionen sind, zusammenbringt, die das Protein-Metall-Chelat enthaltende Lösung Fraktionierschritten und einer kurzzeitigen Erhitzung auf eine Temperatur von bis zu   75 C    zwecks Abtrennung   wirmelabiler    Proteine unterwirft,

   und anschliessend das Protein-Metall Chelat durch Umsetzung mit Ionen der Metalle Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kobalt und/oder Kupfer in ein Metall Chelat dieser Metalle   iiberfiihrt,    dieses Material isoliert, wobei man ein Protein-Metall-Chelat mit einem Metallgehalt von 0,1-1,0% erhält, in dem mindestens 65% des Gesamtmetall gehaltes von den Metallen Magnesium, Calcium, Eisen, Zink,
Kobalt oder Kupfer gebildet werden.

  Speziell vorteilhaft ist es dabei, wenn man das Protein aus einer natiirlichen Eiweiss quelle mit einem   wlsrigen    System zusammenbringt, das Man ganionen   enthilt    und das als Zwischenprodukt erhaltene Protein-Mangan-Chelat durch Umsetzung mit entsprechenden
Metallionen in das Protein-Metall-Chelat umwandelt, in wel chem mindestens 65% des Metallgesamtgehaltes von den Metallen Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kobalt oder Kupfer gebildet werden.



   Wie bereits   erwähnt    wurde, ist ein bevorzugtes, nach dem    erfindungsgemässen    Verfahren hergestelltes Protein-Metall Chelat das entsprechende Protein-Magnesium-Chelat. Dieses kann beispielsweise erhalten werden, indem man durch direkte Umsetzung mit Magnesiumionen oder durch Transchelierung mit Magnesiumionen ein Protein-Magnesium-Chelat bildet, wobei dieses, falls es durch Transchelierung eines als Zwischenprodukt gewonnenen Protein-Mangan-Chelates erzeugt   wild,    einen Mangangehalt aufweist, der weniger als 10 Gew.  % des Gesamtmetallgehaltes des Protein-Metall-Chelates ausmacht.



   Das Protein, das dem   erfindungsgemässen    Verfahren unterworfen wird, und welches zu den Globulinen gehört, kann unter   Anwendungan    sich bekannter Arbeitsverfahren (vgl.



      Ullmann's      Enzyklopädie    der Technischen Chemie , 3. Auflage, Band 14, Seiten 409-412) aus verschiedensten   natiir-    lichen Proteinquellen isoliert werden.



   Bei den   Ausfiihrungsarten    des   erfindungsgemlssen    Verfahrens soll Sorge getragen werden, dass das erwünschte Protein Metall-Chelat in möglichst reiner Form erhalten wird. Es ist daher   zweckmässig,    im Zuge jedes Verfahrensschrittes diejenige Fraktion   auszuwählen    und der weiteren Behandlung zu unterwerfen, die dasjenige Protein-Metall-Chelat   enthilt,    das bei der Gelscheiben-Elektrophorese sowohl bei einem pH Wert von 9,4 als auch bei einem pH-Wert von 3,8 in Form von knapp beieinander liegenden Banden (in der Regel 2 oder 3 je nach   Auflösungsvermögen)    langsamer als Albumin jedoch schneller als y-Globulin wandert. Diese Substanz soll als Endprodukt in   möglichst    reiner Form erhalten werden.



   Bei der   Durchfuhrung    des   erfindungsgemässen      Verfalirens    kann das   erwiinschte    Protein-Metall-Chelat gewonnen werden, indem man eine   natiirliche    Eiweissquelle mit einem zweiwertigen Metallionen, vorzugsweise Manganionen enthaltenden Puffer extrahiert und die erhaltene Lösung entweder einer Gelscheiben-Elektrophorese unterwirft, und zwar sowohl bei einem pH-Wert von 9,4 als auch bei einem pH-Wert von 3,8, das in Form von knapp beieinander liegenden Banden langsamer als Albumin, jedoch schneller als y-Globulin wanderndes Material isoliert, oder durch Chromatographieren   tiber    ein Molekularsieb,

   das   erwunschte    Protein-Metall-Chelat in einer solchen Reinheit   erhilt,    dass seine antiinflammatorische Wirkung beeinträchtigende Begleitstoffe nur mehr in geringen Mengen vorhanden sind. Es erscheint jedoch angezeigt, der Gel-Elektrophorese oder dem Chromatographieren iiber ein Molekularsieb bereits eine Proteinfraktion   zuzuführen,    welche in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch fraktioniertes Flllen mittels Salzen und/oder Lösungsmitteln, von der Hauptmenge der das   erfindungsgemäss    zu isolierende Protein begleitenden Proteins befreit worden ist, um die bei der Gel-Elektrophorese bzw. beim Chromatographieren aufzuarbeitende Substanzmenge möglichst gering zu halten und damit eine   schirfere    Auflösung der Banden (Fraktionen) erzielen zu können. 

  Zwecks Isolierens des bei der Gelscheiben-Elektrophoreses mit typischer Geschwindigkeit relativ zu anderen Proteinen wandernden Protein-Metall-Chelats ist es   j edoch    nicht unbedingt erforderlich, eine Gel-Elektrophorese vorzunehmen oder zu chromatographieren, sondern es   können    auch, wenn auch in weniger vorteilhafter Weise, andere   für    das   Fraktionieren von Proteinen an sich bekannte   Fralttionier-    schritte aneinandergereiht werden, wobei es lediglich erforderlich ist, beim Aufsuchen neuer Kombinationen an sich bekannter Methoden bzw.

   beim Aufsuchen neuer Wege den Gehalt der erhaltenen Fraktionen an dem bei der Gelscheiben-Elektrophorese sowohl bei einem pH-Wert von 9,4 als auch bei einem pH-Wert von 3,8 in Form von knapp beieinander liegenden Banden langsamer als Albumin, jedoch schneller als y Globulin wandernden Protein-Metall-Chelat mittels Gelscheiben-Elektrophorese zu   iiberpriifen;    sobald mittels des Orientierungshilfsmittels  Gelscheiben-Elektrophorese  irgend eine Kombination von Fraktionierschritten als brauchbar erkannt worden ist, kann diese Kombination von Fraktionierschritten ohne weitere Kontrolle durch Gelscheiben-Elektrophorese, stets die gleiche Proteinquelle vorausgesetzt,   routinemässig    wiederholt werden.



   Unter   Ausniitzung    dieser Erkenntnis ist das erfindungsge   mässe    Verfahren zur Herstellung eines neuen wasserlöslichen Protein-Metall-Chelats mit antiinflammatorischen Eigenschaften, welches bei der Gelscheiben-Elektrophorese sowohl bei einem pH-Wert von 9,4 als auch bei einem pH-Wert von 3,8 in Form von zwei oder drei Banden langsamer als Albumin jedoch schneller als y-Globulin wandert, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer dieses Protein in Form eines Metallchelats enthaltenden und durch Extrahieren einer   natiirlichen    Eiweissquelle mit ein zweiwertiges Metallion enthaltendem Wasser oder mit ein zweiwertiges Metallion und einen Puffer enthaltendem Wasser erhaltenen Lösung von wasserlöslichen Proteinen im Zuge einer Anzahl von beliebig aneinandergereihten Fraktionierschritten,

   wobei einzelne Fraktionierschritte gleicher Art gegebenenfalls mehrfach   durchgeftihrt    werden, darunter ein kurzzeitiges Erhitzen einer das   erwunschte    Protein enthaltenden Lösung auf eine Temperatur bis etwa   75 C    zwecks Abtrennens der   wärmelabilsten    Proteine, in Form eines 0,1-1,0% Metall aufweisenden Chelats isoliert   wild,    in welchem zumindest 65 % des Metallgehalts von zumindest einem der Metalle Mg, Ca, Fe, Zn, Co und Cu gebildet ist.



   Jede unter Verwendung des Orientierungshilfsmittels  Gelscheiben-Elektrophorese  ermittelte spezielle Ausführungsform des   erfindungsgemässen    Verfahrens unterscheidet sich   zwangs-      lea'fig    von jedem anderen bekannten Verfahren zum Isolieren von einheitlichen Proteinen aus Proteingemischen trotzdem prinzipiell beim Isolieren von einheitlichen Proteinen aus Proteingemischen keine anderen als an sich bekannte Fraktionierschritte zur   Verfiigung    stehen, es also prinzipiell nur   mög-    lich ist, aus   Leo'sung    von Proteinen einzelne Proteine bzw.



  Proteingemische mittels Lösungsmitteln oder anorganischen Salzen oder mittels Pufferlösungen beim isoelektrischen Punkt fraktioniert zu fallen, aus erzeugten   Fällungen    bzw. auch aus den eingesetzten Ausgangsstoffen einzelne Proteine bzw.



  Proteinfraktionen selektiv unter Verwendung von organischen Lösungsmitteln und/oder anorganischen Salzen enthaltenden   wisserigen    Lösungen zu extrahieren, Lösungen von Proteinen auf chromatographischem Wege aufzuarbeiten und durch kurzzeitiges Erhitzen von   Ldsungen    von Proteinen auf bestimmte Temperaturen selektiv   Fällungen    zu erzeugen. So wird beispielsweise beim auf die Herstellung einer injizierbaren Arginase abzielenden Verfahren   remiss    der USA-PS Nr.



  2 663 668 ebenso wie beim   erfindungsgemässen    Verfahren eine   natiirliche    Eiweissquelle, beispielsweise Rinderleber, mit einem zweiwertigen Metallion, u.zw. Mn++ und/oder Co++, enthaltendem Wasser bei einem ebenfalls   fur    das erfindungs   gemässe    Verfahren in Frage kommenden pH-Wert von 7,09,5 extrahiert und anschliessend aus der erhaltenen Lösung durch fraktioniertes Fallen mittels Aceton als zweite Fällung eine arginasereiche Fraktion erhalten,

   worauf aus einer   wässe-    rigen   Lösung    dieser arginasereichen Fraktion zunächst durch Erhitzen auf   60-80"C    und dann durch Zusetzen von Salzen des zweiwertigen Bleis noch störende Fremdproteine   ausgefällt    werden und aus der erhaltenen klaren   Lösung    mittels Aceton Arginase ausgefällt wird, die sodann noch durch Zusatz von weiteren Cobaltsalzen   zusätzlich    aktiviert werden kann.

  Bei diesem bekannten, eine Weiterentwicklung bereits früher bekannter Verfahren zum Isolieren von Arginase aus   natur-    lichen Eiweissquellen darstellenden Verfahren wurde offensichtlich die Arginasewirkung der jeweils erhaltenen Proteinfraktionen als Orientierungshilfsmittel   dafür    herangezogen, ob es sich bei der in Betracht gezogenen Proteinfraktion um eine brauchbare oder unbrauchbare Fraktion handelt, wobei jedoch diese Entscheidung rein   routinemässig    im Hinblick auf die seit langem bekannte Wirkung der Arginase getroffen werden konnte.

  In Kenntnis der Eigenschaft des   erfindungsgemiss    herstellbaren Protein-Metall-Chelats bei der Gelscheiben Elektrophorese das oben genannte Wanderungsverhalten zu zeigen, kann zwar ebenfalls die Entscheidung   fiber    die auszu   wählende    und weiterzuverarbeitende Fraktion rein routine   mässig    getroffen werden, jedoch war es, um zur vorliegenden Erfindung zu gelangen, eben erst erforderlich zu erkennen,

   dass in   natiirlichen    Eiweissquellen   iiberhaupt    ein in Form des oben angegebenen Chelats isolierbares Protein vorliegt und trotz des   äusserst    geringen Gehaltes   natiirlicher    Eiweissquellen an diesem Protein aus diesen Eiweissquellen in Form des oben angegebenen Metallchelats nach an sich bekannten Methoden zum Fraktionieren von Proteinen isolierbar ist. Durch die USA-Patentschrift Nr. 2 663 668 und auch durch die iibrige bisher bekannte und das Fraktionieren von Eiweisstoffen betreffende Literatur wird weder die Existenz des in einem   erfindungsgemäss    herstellbaren Protein-Metall-Chelat enthaltenen Proteins noch die Möglichkeit dieses Protein-Metall Chelat aus   naturlichen    Eiweissquellen zu gewinnen, nahegelegt.



   Die Struktur des   erfindungsgemäss    in Form eines   Metaliche-    lats isolierbaren Proteins ist, ebenso wie   für    die weitaus meisten Proteine, nicht geklärt. Strukturuntersuchungen, welche sich in der Regel iiber mehrere Jahrzehnte erstrecken, sind im Gange. Die   fir    die Kennzeichnung der Struktur eines Proteins zumindest erforderliche   Aminosäurensequenz    ist unbekannt.



  Im folgenden werden die bisher vorliegenden Ergebnisse der Strukturuntersuchung des   erfindungsgemäss    isolierbaren Protein-Metall-Chelats angegeben.



   Die durchschnittliche Elementaranalyse des Protein-Metall Chelats lautet: 50,02% C, 7,92% H, 25,55% 0, 15,26% N, 0,00% P,  < 1% Asche. Der Stickstoffgehalt   gemäss    dieser Elementaranalyse liegt etwas niedriger als der typischer Proteine, was darauf hindeutet, dass im   erfindungsgemäss    isolierbaren Protein-Metall-Chelat auch Nicht-Proteine enthalten sind. Diese Tatsache wird durch unter Verwendung eines Jod Schiff-Indikators   durchgefflhrte    Gelscheiben-Elektrophorese   bestätigt.    Nach saurer Hydrolyse des Proteins   durchgefiihrte      Priifungen    mit Zuckerreagentien weisen auf die Anwesenheit einer geringen Menge an   Kohlehydrat    hin, welches wahrscheinlich covalent an das Protein gebunden ist.



   Der isoelektrische   Punlit    des   erfindungsgemäss    herstellbaren Protein-Metall-Chelats liegt etwa bei einem pH-Wert von   5,5+0,3.    Je nachdem, von welcher Seite her man sich an den isoelektrischen   Punlit    heranbewegt, wird das Protein-Metall Chelat bei pH-Werten von 4,0-6,0 teilweise oder vollständig unlöslich, weshalb Lösungen dieses Chelats pH-Werte von 1,0-4,0 oder 6,0-11,0, vorzugsweise 7,0-8,0 besitzen sollen, um durch   Fiillungserscheinungen    eine Verringerung der Ausbeute zu vermeiden; ein pH-Wert unterhalb 1,0 bzw. ein pH Wert oberhalb 11,0 soll vermieden werden, da dann die Gefahr einer Denaturierung des Protein-Metall-Chelats besteht.

 

   Das Infrarotspektrum des   erfindungsgemlss    isolierbaren Metall-Chelats eines Proteins ist, bei pH = 7 bestimmt, typisch   fiir    Proteine. In der untenstehenden Tabelle sind die   Ultraviolettabsorptionsspektren dieses Proteins bei pH = 1,5 in 0,05 n HCI, bei pH = 1,5 in 0,05 n HCI+ 0,10 m KCl bei pH = 7 in Wasser, bei pH = 7 in 0,05 m Phosphatpuffer und bei pH = 13 in 0,15 m KCI, wobei der pH-Wert mit 1 n KOH auf 13 eingestellt wurde, dargestellt.



   Ultraviolett-Absorptionsspektren des neuen   Protein-Metall helats   
Optische Dichte    pH1,5    pH7,0 pH7,0 pH13,0 mm y = 0,05 y = 0,15 H2O Puffer   KCl-KOH   
0,560   mglml    0,434 mg/ml 1,00 mg/ml 0,492 mg/ml 0,492 mg/ml 310 0,066 0,005 0,035 0,00 0,126 300 0,102 0,030 0,090 0,03 0,280 295 0,145 0,066 0,184 0,13 0,353 290 0,236 0,129 0,372 0,18 0,430 285 0,320 0,190 0,510 0,25 0,429 284 0,342 0,204 0,540 0,22 0,430 283 0,355 - 0,560 - 282 0,369 0,219 0,570 0,29 0,438 281 - - 0,580 - 280 0,377 0,244 0,585 0,30 0,430 279 - 0,226 0,590 - 278 0,384 0,227 0,592 0,30 0,420 277 - 0,228 0,590 - 276 0,385 0,226 0,588 0,30 0,411 275 0,385 0,225 0,580 - 0,410 270 0,364 0,206 0,538 0,27 0,422 265 0,330 0,179 0,475 0,23 0,471 260 0,284 0,144 0,400 0,19 0,592 255 0,247 0,117 0,337 0,15 0,845 250 0,226 0,104 0,315 

   0,13 1,150 245 0,263 0,134 0,402 0,18 -1,45 240 0,432 0,272 0,190 0,37 1,70 230 - - - 1,80 
Wie der Tabelle entnommen werden kann, sind die im sauren Milieu und im alkalischen Milieu ermittelten Absorptionsspektren des Protein-Metall-Chelats beträchtlich verschieden von dem bei pH = 7 erhaltenen Absorptionsspektrum.



   Bei der Gelscheiben-Elektrophorese auf Polyacrylamid gibt das   erfindungsgemls    isolierbare Metall-Chelat des Proteins ein typisches Bild mit drei nahe beieinander liegenden Banden sowohl bei einem pH-Wert von 9,4 als auch bei einem pH Wert von 3,8 (fliessendes Gel) [Diese Arbeitsweise beruht auf den Arbeiten von Ornstein und Davis, Ann. N.Y. Acad. Sci.



  121, 321 und 404 (1964) und von Williams und Reisfeld, Nature 195, 281 (1962)]. Typische Elektrophorogramme des Protein-Metall-Chelats   enthilt    die untenstehende Tabelle, in welcher   simtliche    Werte   Näherungswerte    darstellen.



     pH9,4    pH3,8    B    Abstand vom Relative Breite Abstand vom Relative    in mum Ursprung Intensität in mum Umprung Intensitlt inmml) in % iflmml) in%    oberes Band 1,0 11,5 100 1,2 16,5 100 mittleres Band 1,0 14,0 89-93 0,4 20,0   53-56    unteres Band 0,5 18,0 48-52 1,2 22,0 94-96   t)    oberer Rand,   Gesamtliinge    des fliessenden Geles:

   56 mm
Es wird angenommen, dass die sich bei der Gelscheiben Elektrophorese zeigenden typischen drei Banden auf eine Aufspaltung einer Bande   zuriickzufiihren    ist, welche Aufspaltung Pufferwirkungen im elektrischen Feld zugeschrieben werden kann und nicht auf die Anwesenheit dreier verschiedener Proteine im Metall-Chelat hinweist.   Ureter    Verwendung von Argarose   durchgefiihrte    Elektrophorogramme können zur   angentiherten    Bestimmung der Konzentration des   erwflnschten    Proteins in einem Proteingemisch herangezogen werden. Zu diesem Zwecke kann bei einer Konzentration der Probe von 10-100 mg/ml in 0,05 m [Tris-(hydroxymethyl)-aminomethan]-Glycin-Puffer bei pH 8,45 mit 5 mA und 188 V 30 Minuten gearbeitet werden.

  Analytisch besitzt diese Methode   gegeniiber    der Gelscheiben-Elektrophorese den Vorteil, dass wegen der nahe dem Zentrum der Platte liegenden Probe die wandernden Proteine sowohl kathodisch als auch anodisch sichtbar gemacht werden   können.   



   Das   erfindungsgemiiss    herstellbare Protein-Metall-Chelat stellt im Hinblick auf das Verhalten bei der Gelscheiben Elektrophorese offensichtlich eine chemisch einheitliche Substanz dar, was auch durch das Verhalten dieses Chelats beim Chromatographieren iiber Ionenaustauschharzen aber auch durch das Verhalten beim Ultrazentrifugieren   bestätigt      wild,    wo das   erfindungsgemlss    herstellbare Protein-Metall-Chelat in Form eines einheitlichen, scharfen Bandes weiterwandert und der Sedimentationskoeffizient zu etwa   3,32+0,05    Svedberg Einheiten bestimmt wird.



   Das   erfindungsgemäss    herstellbare Protein-Metall-Chelat besitzt in pharmakologischer Hinsicht ein breites Wirkungsspektrum und ist in der Lage, durch Vireninfektionen bewirkte   Schädigungen zu lindern und kann in   Säugetieren    die Folgen von   Qberanstrengungen    beseitigen bzw. das   Immunitätsgleich-    gewicht wieder herstellen. Dieses Protein-Metall-Chelat besitzt auch ausgezeichnete antiinflammatorische Wirkung.

  Es ist   für    die Behandlung aller Krankheiten geeignet, an welchen ein inaktiviertes oder aus dem Gleichgewicht geratenes autoimmunes System beteiligt ist und kann allein und zusammen (gleichzeitig oder alternierend) mit   für    die Behandlung solcher Krankheiten dienenden Medikamenten, beispielsweise Steroiden, wie Cortison, Hydro-cortison, Prednison, Prednisolon, Dexamethason, Fluorcortison, Fluormethalon, Methylprednisolon, Triamoinolon und dessen   Acetonid, (3-Methason    und deren bekannte Ester und Derivate oder anderen bekannten Stoffen zur Behandlung von Bakterien- und Viren-Infektionen, verwendet werden, wobei diese Medikamente in geringeren Dosen verabreicht werden können und normalerweise vorkommende toxische Wirkungen und sonstige Nebeneffekte verringert werden.

  Das   erfindungsgemlss    herstellbare Protein Metall-Chelat erweist sich auch bei der Behandlung einer grossen Anzahl von Entzündungen geeignet, bei welchen   entziindungshemmende    Steroide nur beschränkt brauchbar sind, was daraus ersichtlich wird, dass dieses Chelat nach Erzeugung einer durch Antigene induzierten Entzündung nach der Methode von Unger et al., [Arch. Int. Pharmacodynam.



  123, 71 (1959)] eine etwa 50%-ige Inhibierung der Entziindung bei Dosen von 0,4 mg/kg bewirkt, wogegen die gleiche Inhibierung erst durch Verabreichung von 25 mg Butazolidin und etwa 15 mg Hydrocortison erreicht werden kann. Sowohl bei der Prüfung als auch bei der Verwendung des erfindungs   remiss    herstellbaren Protein-Metall-Chelats kann weder eine chronische noch eine akute   Toxizität    festgestellt werden.

  Bei intraperitoneal und/oder   intramuskular    verabreichten Einzeldosen des Chelats von 60 mg/kg, welche weit iiber der therapeutisch erforderlichen Dosierung liegt, kann in   Mäusen,    Ratten, Meerschweinchen oder   Eseln    weder vor der   Tötung    noch nach augenscheinlicher und mikroskopischer Prüfung der Milz, der Nieren, des Rückenmarks, des Hirns und der Injektionsstellen eine toxische Wirkung festgestellt werden. Die bei   Invention      körperfremder    Proteine auftretende typische Eosinophile bzw. Monocytosis bleibt aus. Bei der Verabreichung von dem Hundertfachen der wirksamen Dosis entsprechenden Dosen an Esel und Meerschweinchen konnten keine chronischen Vergiftungen festgestellt werden.

  Das   erfindungsgemäss    herstellbare Protein-Metall-Chelat ist somit zum grossen Teil frei von den Nachteilen synthetischer Drogen, welche   häufig    nur sehr spezifisch, stark verzögert und unzureichend wirken.



  Das   erfindungsgemäss    isolierbare Protein-Metall-Chelat wirkt nach Verabreichung stark und rasch. Dies mag darauf   zuriick-      zufiihren    sein, dass es in Anbetracht seiner Chelatstruktur rasch auf die Zellen verteilt wird. Diese Struktur macht dieses Protein-Metall-Chelat hervorragend geeignet zur selektiven Adsorption an und Speicherung in gewissen Zellen, und dies ist unter Umständen ein weiterer Grund für dessen   überra-    schend hohe Wirkung gegen Viren.



   Vorzugsweise hat das   erfindungsgemiss    erhältliche Protein Metall-Chelat einen Metallgehalt von 0,1-1,0%, wobei zumindest   65%    des Metallgehaltes von zumindest einem der Metalle Mg, Ca, Fe, Zn, Co und Cu gebildet ist, und ein solches Chelat die   gewiinschten    pharmakologischen Eigenschaften besitzt.



     Dartiber    hinaus ist ein ausreichender Metallgehalt des Chelats auch im Hinblick auf dessen Stabilität unbedingt erforderlich.



  Die pharmakologisch wirksamsten   erfindungsgemlss    herstellbaren Protein-Metall-Chelate besitzen einen Metallgehalt von etwa   0,25-0,75 %.    Das Ausmass der pharmakologischen Wirkung des Protein-Metall-Chelats scheint zumindest zum Teil von der Anwesenheit eines oder mehrerer physiologisch wesentlicher zweiwertiger Metallionen im Chelat   abzuhängen,    weshalb in das Chelat vorzugsweise mindestens   75 %    insbesondere   85%,    der Metalle in Form mindestens eines der Metalle Mg, Ca, Fe, Zn, Co und Cu eingebracht werden.

  Bei Herstellung von Protein-Metall-Chelaten   höchster    Wirksamkeit ist   dafür    zu sorgen, dass zumindest 40% des Metallgehaltes von einem zweiwertigen Metall mit einem   Ionenradius    von   0,65-0,79 ,    beispielsweise Magnesium, gebildet sind. Solche Metalle können beispielsweise dem Buch von Hall,  Chemistry and Physics,  44. Auflage, Seiten 3507-3508 (1962)   entnom-.   



  men werden. In den meisten solchen Chelaten ist eines dieser Metalle auch das vorwiegende Metall, also jenes chelatierende Metall, welches im Protein-Metall-Chelat mit dem höchsten Anteil enthalten ist. Obzwar in den die   stirkste    Wirkung zeigenden Chelaten der   grösste    Teil des Metallgehaltes auf physiologisch wesentliche zweiwertige Metalle   zurückzuführen    ist, enthalten typische Metallchelate auch andere Metalle, welche   häufig      während    der Fraktionierschritte vom Protein, insbesondere dann aus Anlagenteilen aufgenommen werden, wenn in den aufzuarbeitenden   Ldsungen    die Konzentration der   erwiinschten    physiologisch wesentlichen zweiwertigen Metallionen gering ist.

  Falls zumindest im letzten Fraktionierschritt in den aufzuarbeitenden   Ldsungen    eine ausreichend hohe Konzentration an physiologisch wesentlichen zweiwertigen Metallionen aufrecht erhalten wird, gelingt es Protein-Metall Chelate herzustellen, in welchen von den insgesamt vorliegenden chelatisierenden Elementen nur 10% physiologisch unwesentliche Elemente, beispielsweise Al, Si oder B sind.



   Da das   erfindungsgemäss    in Form eines Metall-Chelats zu isolierende Protein ziemlich   wärmeempfindlich    ist, ist es   zweckmässig,    mit Ausnahme des kurzzeitigen Erhitzens alle Verfahrensschritte bei einer Temperatur unterhalb   SOC    durch   zuführen.    Das zwecks Abtrennens der   wärmelabilsten    Proteine vorzunehmende kurzzeitige Erhitzen einer das   erwiinschte    Protein enthaltenden Lösung erfolgt   zweckmässig    auf eine Temperatur von mindestens 500C, vorzugsweise auf eine Temperatur von   50-650C    bei einer Erhitzungsdauer von 105 min. Hiebei ist zu beachten, dass die Temperatur und die Dauer der Wärmebehandlung einander umgekehrt proportional sind.

  Das in Form eines Metall-Chelats zu isolierende Protein ist bei Temperaturen oberhalb 75OC nur kurze Zeit beständig. Sofern es nicht möglich ist, wie beispielsweise beim flash-Pasteurisieren, das Erhitzen und das Abkühlen in   kiirze-    ster Zeit vorzunehmen, soll das Gemisch nicht   tiber      750C    erhitzt werden. Blosses   Erwirmen    auf Temperaturen unterhalb 50OC zeitigt wenig zufriedenstellende Ergebnisse, da einige der   unerwiinschten      wärmelabilen    Proteine bei solchen niedrigen Temperaturen noch ziemlich beständig sind.

  Das   erwiinschte    Protein ist bei 55OC 15-30 min und bei   65OC    etwa 3-8 min beständig, womit es möglich ist, bei Zerstörung der   wärmelabilen    Proteine übliche Heiz- und   Kiihleinrichtungen    zu verwenden.



   Da, wie   erwähnt,    das   erfindungsgemäss    in Form eines Metall-Chelats zu isolierende Protein bei einem pH-Wert unter 1,0 bzw. bei einem pH-Wert oberhalb 11,0 instabil ist und in Nähe des isoelektrischen Punktes (pH-Wert = 5,5) nicht so   ldslich    ist, ist es   zweckmässig,    bei allen Fraktionisierschritten bei einem pH-Wert zwischen 1 und 4 oder zwischen 6 und 11, vorzugsweise 7-8, zu arbeiten, sofern es nicht bezweckt ist, aus einer Lösung dieses Proteins dieses Protein   auszufällen,    in welchem Falle der pH-Wert einer dieses Protein enthaltenden   Ldsung    auf einen Wert zwischen 4 und 6, insbesondere auf etwa 5,5, zu bringen ist.

 

   Da das erfindungsgemäss in Form eines Metall-Chelats zu isolierende Protein in Form eines Chelats wesentlich stabiler ist, ist es   zweckmässig,      sämtliche    Fraktionierschritte in Anwesenheit eines Ions eines zweiwertigen Metalls mit einem   Ioned    radius von 0,60-1,0   A    durchzuführen. Es ist hiebei   zweckmäs-    sig, die Konzentration der Lösungen an Ionen zweiwertiger Metalle auf mindestens   1,10-4    m, vorzugsweise 0,005-0,20 m,  insbesondere etwa 0,02 m, einzustellen.

  Die Ionen zweiwertiger Metalle können hiebei in Form der Sulfate, Chloride oder Acetate der oben angegebenen Metalle, z.B. in Form von Mg (CH3CO0)2,   MgS04,      MgCk,      CaCk    oder MnS04,   beigestellt    werden. Die Anwesenheit von Ionen zweiwertiger Metalle in Lösungen des erfindungsgemäss in Form eines Chelats zu isolierenden Proteins ist vor allem beim Abtrennen der wirmelabilsten Proteine durch kurzzeitiges Erhitzen einer das erwünschte Protein enthaltenden   Ldsung      zweckmässig,    da, wie   erwilhnt,    dieses Protein in Form eines Chelats am stabilsten ist und damit während des Erhitzens nur eine geringe Menge des   erwiinschten    Proteins zerstört wird.



   Da der in den einzelnen Fraktionierschritten, beispielsweise selektive   Fillungen    mittels Salzen oder   Lösungsmitteln,    erzielbare Trenneffekt stark   abhängig    ist vom pH-Wert der aufzuarbeitenden Lösungen, ist es   zweckmässig,    den pH-Wert der aufzuarbeitenden Lösungen durch Zusatz von Puffersubstanzen gegen   äussere    Einflüsse zu stabilisieren. Zu diesem Zwecke wird am bestend in an Puffersubstanz 0,01- bis 0,20molaren, vorzugsweise mindestens 0,05-molaren, insbesondere 0,1-molaren   Lösungen    gearbeitet. Als Puffer können hiebei partiell neutralisierte organische oder anorganische   Säuren,    z.B.

  Gemische aus Tris-(hydroxymethyl)-aminomethan (im folgenden kurz als Tris bezeichnet) einerseits und einer Dicar   bonsäure,    wie   Maleinsiiure    oder   Bernsteinsäure,    Phosphor   säure    oder einer Aminosäure, z.B. Glycin, anderseits, verwendet werden.



     Tm      erfindungsgemitssen    Verfahren wird   zweckmässig    die   natiirliche    Eiweissquelle, beispielsweise tierische Organe bzw.



  Gewebe, wie Leber, Niere, Hoden, Pankreas, Placenta, Darmschleimhaut, Thymus, Lunge oder Milz von Kaninchen, Schafen, Rindern, Schweinen oder Menschen, bzw. ein daraus in an sich bekannter Weise durch Behandeln mit organischen Lösungsmitteln, wie Toluol oder Aceton, erhaltenes Trockenpulver mit einer einen pH-Wert von 6-8 aufweisenden und   zwei ertige    Metallionen mit einem   Ionenradius    von 0,61,0 , vorzugsweise 0,6-0,8 A, enthaltenden Pufferlösung extrahiert, womit eine   Lösung    erhalten wird, aus welcher, wie bereits erwähnt, bereits durch Gel-Elektrophorese oder mittels Molekularsieben das erwünschte Protein-Metall-Chelat aufgrund seines Wanderungsverhaltens bei der Gel-Elektrophorese abgetrennt werden kann,

   wobei jedoch zwecks Erzielung eines ausreichenden Trenneffektes die Gel-Elektrophorese oder das Fraktionieren mittels eines Molekularsiebes mehrmals vorzunehmen ist, um schliesslich die einzelnen Fraktionen weit genug auseinanderziehen zu   können.   



   Um jedoch im Rahmen der Gel-Elektrophorese oder im Rahmen des Fraktionierens mittels Molekularsieben nicht zu grosse Substanzmengen aufarbeiten zu   miissen,    ist es zweck   mässig,    vor dem Fraktionieren durch Gel-Elektrophorese oder dem Fraktionieren mittels eines Molekularsiebes eine an   erwflnschtem    Protein angereicherte Fraktion durch fraktioniertes   Fillen    mittels Salzen, insbesondere Ammonsulfat, und/ oder mit mit Wasser mischbaren   Lösungsmitteln,    insbesondere Aceton, Dioxan, Tetrahydrofuran, Isopropanol und/oder Ethanol,

   herzustellen.   Naturgemäss    ist es im Zuge dieser Fällungen   zweckmässig,    stets in eine Puffersubstanz und ein Salz eines zweiwertigen Metalls enthaltenden   wiisserigen    Lösungen zu arbeiten.



     Naturgemäss    ist aus den hiebei erhaltenen Fraktionen das   erwiinschte    Protein um so leichter mittels Gel-Elektrophorese oder Molekularsieben abzutrennen, je weitergehender uner   wiinschte    Begleitstoffe entfernt worden sind, jedoch kann jede der in Frage kommenden Fraktionen im Prinzip durch die Gel Elektrophorese oder   mitfels    Molekularsieben aufgearbeitet werden.



   Eine   Mdglichkeit    zu einer an erwünschtem Protein angereicherten Fraktion zu kommen, besteht darin, dass die durch Extraktion der Eiweissquelle bzw. des hieraus erhaltenen Trockenpulvers erhaltene wässerige Lösung zwecks   Ausfillens    von weniger als das in Form eines Chelats zu isolierende Protein löslichen Stoffen zu 40-45 % mit Ammonsulfat   gesättigt    oder mit etwa 1,5 Vol.-Teilen Aceton oder Ethanol versetzt wind, wobei zwecks   Ausfillens    allenfalls vorhandener Pigmente vor oder nach dem   Fillen    der weniger löslichen Stoffe die jweils vorliegende   Lösung    mit, vorzugsweise 10% ihres Volumens, eines heterocyclischen Amins, z.B.

  Pyridin oder Piperidin, oder mit etwa 15% ihres Volumens eines Gemisches aus ethanol und Chloroform (etwa 2:1) versetzt wird. Hiebei kann zwecks Abtrennens der   wirmelabilen    Proteine die erhaltene Lösung rasch, z.B. unter   kriiftigem    Rühren, auf   590C    erhitzt, etwa 15 min auf dieser Temperatur gehalten und dann rasch, z.B.

   mittels einer   Kiltemischung,    auf etwa 30C abgekühlt werden, wobei vor oder nach dem Abtrennen der wirmelabilen Proteine ein das   erwflnschte    Protein enthaltender Niederschlag dadurch hergestellt werden kann, dass die erhaltene   Lösung    entweder zu   58-76%    mit Ammonsulfat   gesättigt    oder mit der zwei- bis vier-fachen Menge der zum Fallen der weniger löslichen Proteine erforderlichen Menge an   Lösungs-    mittel (vorzugsweise Aceton oder Athanol) versetzt wird. Der das erwiinschte Protein enthaltende Niederschlag wird zwecks Weiterverarbeitung zweckmässig in einem ein zweiwertiges Metallion enthaltenden Puffer   gelds.   



   Eine weitere Möglichkeit zu einer an   erwunschtem    Protein angereicherten Fraktion zu gelangen, besteht darin, dass die durch Extraktion der Eiweissquelle bzw. des hieraus erhaltenen Trockenpulvers erhaltene   wiisserige    Lösung zwecks Abtrennens von leichter als das in Form eines Chelats zu isolierende Protein loslichen Stoffen mit dem gleichen Volumen an kaltem Aceton versetzt und der erhaltene Niederschlag in ein zweiwertiges Metallion, vorzugsweise Mn++, enthaltendem Puffer (pH-Wert etwa 7,6)   gelöst    wird.

  Im Anschluss daran kann so vorgegangen werden, dass zwecks Abtrennens der   wirmelabilen    Proteine die erhaltene Lösung rasch auf 60OC erhitzt, bis etwa 20 min nach Beginn des Erhitzens auf dieser Temperatur gehalten und dann rasch auf   50C    abgekühlt wird, worauf aus der erhaltenen Lösung eine das   erwiinschte    Protein enthaltende Fraktion durch Zusetzen von etwa 0,9 Vol-Teilen Ethanol ausgefüllt wird und sodann der erhaltene Niederschlag in einem ein zweiwertiges Metallion enthaltenden Puffer gelöst wird.

  Schliesslich kann die erhaltene Lösung zwecks Abtrennens der leichter als das in Form eines Chelats zu isolierende Protein löslichen Stoffe einer fraktionierten   Fillung    mit Ammoniumsulfat unterworfen werden, wobei die bei einer   60-75 %    der Sättigungskonzentration des Ammoniumsulfats betragenden Konzentration am Ammonsulfat anfallenden Niederschläge in einem ein zweiwertiges Metallion enthaltenden Puffer suspendiert werden und aus der erhaltenen Suspension Unlösliches entfernt wird.



   Die so erhaltene Lösung des   erfindungsgemäss    in Form eines Metall-Chelats zu isolierenden Proteins, insbesondere die von den   wirmelabilen    Proteinen, den leichter löslichen und den schwerer   l5slichen    Stoffen befreiten   Lösungen,    können der Feinreinigung durch Gegenstromextraktion, Gel-Elektrophorese oder Chromatographieren, z.B. Papierchromatographie,   Diinnschichtchromatographie    oder Chromatographieren in mit Ionenaustauschharzen oder Gelen wie Silikagel oder vernetztes Detran (Molekülsieb)   gefiillten    Kolonnen, unterworfen werden. 

  Bei der Feinreinigung   geniigt    es im allgemeinen, eine Absorptionsbande bei 280 mm zeigenden Fraktionen aufzufangen, da nur solche Fraktionen das   erfindungsgemiiss    in Form eines Metall-Chelats zu isolierende Protein enthalten.



  Bei dieser Feinreinigung wird das erfindungsgemäss in Form eines Metall-Chelats zu isolierende Protein von allenfalls vorhandenen Resten an Albuminen oder y-Globulinen abgetrennt; insbesondere das weitgehende Abtrennen der Albu  mine vom   erfindungsgemlss    zu isolierenden Protein ist wesentlich, da die Albumine die pharmakologische Wirksamkeit des   erfindungsgemliss    in Form eines Metall-Chelats zu isolierenden Proteins wesentlich starker   beeintrÅachtigen    als y-Globuline.



   Da   voraussetzungsgemäss    ein 0,1-1,0% Metalle aufweisendes Chelat zu isolieren ist, in welchem zumindest   65%    des Metallgehalts von zumindest einem der Metalle Mg, Ca, Fe, Zn, Co und Cu gebildet ist, ist es zweckmässig, zumindest im letzten Fraktionierschritt in Anwesenheit eines zweiwertigen Metallions mit einem   Ionenradius    von 0,60-0,79   A    insbesondere in Anwesenheit von Magnesiumionen zu arbeiten oder erhaltenes Protein-Metall-Chelat erforderlichenfalls zu einem Chelat zu transchelatieren, in welchem zumindest 40% des Metallgehaltes von einem zweiwertigen Metall mit einem   Ionenradius    von 0,65-0,79   A,    insbesondere Magnesium, gebildet sind.



   Da die im   letaten    Fraktionierschritt anfallenden   Losungen    des   erwflnschten    Protein-Metall-Chelats noch ziemliche Mengen an Puffersubstanz und Salzen zweiwertiger Metalle   gelds    enthalten, ist es zweckmässig, aus diesen   LÏsungen    die Puffersubstanz und die Salze zweiwertiger Metalle durch Dialyse zu entfernen, wobei   zweckmlssig    zuerst durch Dialyse gegen eine etwa 0,001 molare Lösung eines Salzes eines zweiwertigen Metalls, insbesondere Mg, in entsalztem Wasser die Konzentration der Lösung an Puffersubstanz auf weniger als 10-6 m gebracht wird und dann durch Dialyse gegen entsalztes Wasser die Konzentration der Lösung an dem Salz eines zweiwertigen Metalls auf weniger als 10-7 gebracht wird.



   Da das   erfindungsgemlss    herstellbare Protein-Metall-Chelat im trockenen Zustand und bei tiefer Temperatur gelagert am   bestiindigsten    ist, ist es das Protein-Metall-Chelat enthaltende Lösungen, insbesondere erhaltene   Lösungen    des reinen Chelats, gefrierzutrocknen.



   Beispiel 1
1 kg frischer, vom Bindegewebe befreiter Ochsenleber wurde in   fiinf    oder sechs   Stiicke    zerteilt, anschliessend mit Leitungswasser   gespfflt    und zerkleinert. Kleinere Mengen der zerkleinerten Ochsenleber (200 g) wurden in einem Schneidmischer mit 200 ml kalter isoosmotischer   KCl-Lösung    innerhalb 20 sec homogenisiert, worauf unmittelbar anschliessend im Mischer das Homogenisat innerhalb 20 sec bei   -10oC    mit 200 ml Aceton vermischt wurde. Das mit Aceton behandelte Homogenisat wurde sodann unter Riihren in ein 2,5   l    auf  - 10oC   gekiihlten    Acetons enthaltendes 10 l-Becherglas gegossen.

  Sobald der letzte Anteil der zerkleinerten Ochsenleber in der angegebenen Weise behandelt worden war, wurde der Inhalt des   Becherglases    mit kaltem Aceton auf 10 1   aufgefiillt    und durchgemischt. Die Temperatur wurde anschliessend einige Minuten auf 4OC gehalten. Die klare   iiberstehende      Fliissigkeit    wurde nun abdekantiert, worauf der Inhalt des Becherglases mit Aceton auf 10 1   aufgefiillt    wurde. Nach dem Abgiessen der klaren   iiberstehenden    Flüssigkeit wurde die Suspension rasch auf einem Buchner-Trichter filtriert, welcher oben abgedeckt ist, um den Zutritt von Luft so weitgehend als   möglich    auszuschalten.

  Noch bevor der am Trichter befindliche Filterkuchen völlig trocken war, wurde mit 2 1 kaltem Aceton gewaschen. Das Waschen wurde solange fortgesetzt, bis die Teilchen   vollständig    trocken waren. Der   Filterriickstand    wurde zerkleinert, auf einem Filterpapier ausgebreitet und unter Stickstoff getrocknet. Das erhaltene Pulver wird noch kalt fein gemahlen und bei 4OC im Vakuum gelagert. Die Ausbeute an pulverförmigem Material betrug etwa 52 g.



   100 g des in der oben angegebenen Weise hergestellten trockenen Pulvers wurden einem Liter 1,0 m Tris-Maleat Puffer eingerührt, worauf dem erhaltenen Gemisch nach Ablauf einiger Minuten 6,5 g   MgS04.7      H20    in Anteilen zugegeben und der pH-Wert mit NaOH auf 7,4 eingestellt wurde.



  Anschliessend wurden weitere 600 ml Tris-Maleat-Puffer und weitere 6,5 g   MgS04.    7 H20 zugegeben, worauf der pH-Wert erneut auf 7,4 eingestellt wurde. Nun wurden weitere 400 ml Wasser zugesetzt, worauf in einem kalten Raum weitergerührt wurde bis, gerechnet vom Arbeitsbeginn, 6 Stunden verstrichen waren. Die Mischung wurde sodann absitzen gelassen, worauf filtriert und zentrifugiert wurde. Der pH-Wert des Filtrates wurde auf 7,8 eingestellt, worauf das Filtrat in der Kilte stehengelassen wurde, bis die Abscheidung   vollstindig    war. Die überstehende   Fltissigkeit    wurde nach dem Abzentrifugieren filtriert. Zwecks Lagerung wurde das Filtrat gefriergetrocknet.



   100 g des durch Extraktion des Trockenpulvers erhaltenen Pulvers wurden unter   Rflhren    in 400 ml kaltem, 0, im Tris Maleat-Mg++ -Puffer bei pH 7,2 suspendiert, worauf in einem kalten Raum bis zum Absetzen des Niederschlages stehengelassen, bei   1-20C    zentrifugiert und schliesslich abdekantiert wurde. Zwecks Abtrennung der Pigmente wurde die abdekantierte   Fliissigkeit    in 5 gleiche Teile geteilt und jeder Teil unter   Riihren    langsam mit 8 ml gekühltem Pyridin (chemisch rein) versetzt, worauf noch jedem Teil 40 ml 0,1 m Tris-Maleat Mg++-Puffer zugesetzt wurden. Die erhaltenen   Gemische,wur-    den sodann bei einer Temperatur von   1-2 C      während    15 min bei 13 000 U/min zentrifugiert.

  Die überstehenden klaren   Fliissigkeiten    wurden abdekantiert und miteinander vereinigt, wogegen der Niederschlag verworfen wurde.



   Die von Pigmenten befreite kalte Lösung von Proteinen in Tris-Maleat-Mg++-Puffer wurde auf einen pH-Wert von 7,5 eingestellt und sodann mit Ammonsulfat zu 40-45 %   gesättigt,    in dem das Ammoniumsulfat unter Riihren in Anteilen in Form einer gesättigten   wiisserigen    Lösung zugegeben wurde und die Temperatur des Gemisches auf   0-5 C    gehalten wurde.



  Das erhaltene Gemisch wurde in der   Kälte    30 min stehen gelassen,   urn    den entstandenen Niederschlag vollständig absetzen zu lassen. Der entstandene Niederschlag, welcher die weniger als das   erfindungsgemiiss    zu isolierende Protein   lös-    lichen Stoffe   enthlilt,    wurde bei 12 000 U/min abzentrifugiert und verworfen.



   Um aus der erhaltenen   Ldsung    die   wirmelabilen    Proteine auszufällen, wurde die Lösung in einen 1 Liter-Rundkolben   iibergefiihrt    und darin mittels eines auf   6570OC    gehaltenen Wasserbades unter   kriiftigem      Rflhren    auf   59OC    erhitzt, 5 min auf dieser Temperatur gehalten und unmittelbar anschliessend durch Eintauchen des Rundkolbens in ein Gemisch aus Trokkeneis und Aceton rasch auf eine Temperatur von 2-30C gekühlt. Der hiebei entstandene flockige Niederschlag wurde in der Kälte abzentrifugiert und sodann verworfen.



   Die von den   wärmelabilen    Proteinen befreite Lösung wurde auf einen pH-Wert von 6,0 eingestellt, dann zu 76% mit Ammonsulfat gesättigt und dann bis zur   vollstiindigen      Ausfiil-    lung 2 Stunden kalt gestellt. Der hiebei entstandene, nahezu weisse Niederschlag wurde im 10-15-fachen seines Gewichts an 0,10 m Tris-Maleat-Mg++-Puffer aufgenommen und   l/2    Stunde kalt stehengelassen, worauf ein allenfalls verbliebener   Rflckstand    abzentrifugiert und verworfen wurde.



   Die nunmehr vorliegende   L5sung    des   erfindungsgemäss    in Form eines Chelats zu isolierenden Proteins (befreit vom Hauptteil der leichter löslichen und der schwerer   lichen    Stoffe) wurde nun einer Feinreinigung durch Gel-Elektrophorese unter Verwendung von quervernetztem Polyacrylamid als Gel unterworfen. 

  Hiebei wurde ein   fit.r    Produktionszwecke entwickeltes   Geriit    verwendet, in welchem ein 32 cm langer, 10 cm breiter und 1 cm starker Block aus einem 5-7 Gew.-% quervernetztes Polyacrylamid enthaltendem Gel in der Elektrophoresekammer untergebracht war, die ihrerseits mit den   Seitenfllchen      grösster    Abmessungen vertikal angeordnet war und im Bereiche dieser Seitenflächen mittels eines laufend   umgewiilzten    und   gekühlten    Gemisches aus   Athylenglykol    und   Wasser   gekehlt    werden konnte, so dass es   möglich    war, bei einer Spannung von 600-1000 V und mit einer   Stromstärke    von 200-500 mA zu arbeiten.

  Der Gel-Block wurde in der Elektrophorese-Kammer dieses   Gerätes    durch Polymerisieren eines im Vakuum entgasten und blasenfrei in die Elektrophorese-Kammer eingebrachten Gemisches aus wässerigen   Lösun-    gen von Acrylamid, N,N'-Methylenbisacrylamid und Hilfsstoffen hergestellt, wobei folgende   Lösungen    verwendet wurden: a)   lnHCI    480 ml
Tris-(hydroxymethyl)-aminomethan 363 g
Tetramethyläthylendiamin 4,6 ml
H20 auf 1000 ml b) Acrylamid 280 g
N,N/-Methylenbisacrylamid 7,36 g
H20 auf 1000 ml c) Ammoniumpersulfat 1,00 g
H20 1000 ml
Das in die Elektrophorese-Kammer eingebrachte Gemisch bestand aus einem Volumteil eines Gemisches aus 1 Vol-tl der Lösung a), 2 Vol.-tln der Lösung b) und 1 Vol.-tl Wasser einerseits und 1 Vol.-tl der Lösung c) anderseits.

  Mit diesem Gemisch wurde die Elektrophorese-Kammer bis 16 mm unterhalb ihres oberen Randes   gefflllt,    worauf das Gel in der Elektrophorese-Kammer mit einer 0,001%igen wässerigen   Ldsung    von als Markierungsfarbe dienendem Bromphenolblau vorsichtig überschichtet wurde und nach abgeschlossener Polymerisation der   Überschuss    an wässeriger Lösung des Bromphenolbiaues sorgfältig entfernt wurde. Nun wurde die in der oben angegebenen Weise hergestellte wässerige Lösung des erfin   dungsgemäss    zu isolierenden Proteins in 0,10 m Tris-Maleat Mg++-Puffer mit einem zu einem Gel polymerisierbaren Gemisch vermischt und das erhaltene Gemisch auf das in der Elektrophorese-Kammer befindliche Gel aufgebracht und dort unter Lichteinwirkung auspolymerisiert.

  Das zu einem Gel polymerisierbare Gemisch wurde unter Verwendung folgender Lösungen hergestellt: d)   1n H3PO4    256 ml
Tris-(hydroxymethyl)- aminomethan 57 g    H20 auf 100 ml    (pH 6,9) e) Acrylamid 100 g    N,N/-Methylenbisacrylamid    25 g    H20    auf 1000 ml c) Ammoniumpersulfat 1,00 g
H20 1000 ml
Hiebei wurde 1 Vol.-tl eines aus 1 Vol.-tl der Lösung d), 2 Vol.-tln der   Ldsung    e) und 1 Vol.-tl Wasser hergestelltes Gemisch mit einem Vol.-tl der Lösung c) vermischt.

  Nach dem das in die Elektrophorese-Kammer eingebrachte Proben-Gel auspolymerisiert war, wurde die Elektrophorese-Kammer in den   Pufferbehilter    eingebracht, welcher mit einer aus 60 g Tris-(hydroxymethyl)-aminomethan, 288 g Glycin und der   fiir    20 Liter erforderlichen Menge an Wasser hergestellten und auf einen pH-Wert von 8,45 eingestellten Pufferlösung   gefdllt    war, und unter Kiihlen die Elektrophorese bei   5 C    und einer   Stromstiirke    von 200 mA   durchgefflhrt,    bis nach 3 Stunden die Markierungsfarbe das Gel nahezu zur   Gänze    durchquert hatte.

  Zu diesem Zeitpunkt befand sich das erfindungs   gemäss    zu isolierende Protein-Metall-Chelat in einem Bereich, welcher etwa um 30% des von der Markierungsfarbe   zurtick-    gelegten Wanderungsweges vom   Ursprungspurkt    entfernt war.



  Das   erfindungsgemäss    zu isolierende Protein-Metall-Chelat war gut getrennt von den   beträchtlich    rascher wandernden
Albuminen und ebenfalls gut getrennt von den wesentlich langsamer wandernden y-Globulinen. Nach abgeschlossener Elektrophorese wurde das erwünschte Protein-Metall-Chelat aus dem Gel mittels eines Querstromes an 0,1 m Tris-Maleat Puffer, welcher an Mg++ 0,001 molar war, ausgewaschen, wobei das Fortschreiten des Isolierens durch Bestimmung der UV-Absorption bei 280 mm verfolgt wurde. Die Einheitlichkeit des so erhaltenen Protein-Metall-Chelats wurde durch analytisch   durchgefiihrte    Gelscheiben-Elektrophorese noch überprüft.



   Aus dem erhaltenen Eluat wurde das zu isolierende Protein Metall-Chelat dadurch gewonnen, dass dieses Eluat zunächst   erschöpfend    gegen 0,001 m Tris-Maleat-Mg++-Puffer und dann gegen entsalztes Wasser dialysiert und dann das erhaltene Dialysat gefriergetrocknet wurde Hiebei wurde ein weisses, flaumiges Pulver in einer Menge erhalten, die etwa   16%    des durch Ammoniumsulfat ausgefällten Produktes ausmachte.



  Die Ausbeute an Protein-Metall-Chelat betrug, bezogen auf Trockengewicht der eingesetzten Ochsenleber,   0,02 %.   



   Beispiel 2
Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden alle Arbeits   grange    in einem kalten Raum   (2-50C)    vorgenommen.



   Frische Rinderleber wurde vermahlen und in einen Kunst   stoffbehilter      eingefullt,    worauf kaltes destilliertes Wasser in einer Menge von 2 1 pro kg Leber unter Riihren zugegeben und der pH-Wert des erhaltenen Gemisches mit 0, in-NaOH auf 7,5-7,6 eingestellt wurde. Dem Gemisch wurde nun so viel an   2m-MnSO4-Lösung    zugegeben, dass das Gemisch an Mangan 0,05 molar wurde. Der pH-Wert wurde sodann auf 7,6 eingestellt, worauf so viel frisches kaltes Wasser zugegeben wurde, dass auf 1 kg Leber insgesamt 3 1 Wasser kamen. Nun wurden pro kg Leber 50 ml Toluol zugesetzt, worauf die Mischung iiber Nacht im   kühlgehaltenen    Raum gerührt wurde.



   Am darauffolgenden Morgen wurde die Suspension durch Gaze aus Kunststoffäden filtriert, worauf das Filtrat mit dem   1l/2-fachen    Volumen an kaltem Aceton (-10oC) unter gelindem Riihren versetzt wurde. Die Zugabe des Acetons erfolgte iiber ein Glasrohr, welches weit genug unter die Oberfläche des Gemisches ragte. Der entstandene Niederschlag wurde   numittelbar    darauf durch Abzentrifugieren isoliert und sogleich in etwa 25   Vol.-%    an 0,05 m Maleat-Mn++-Puffer, bezogen auf das Volumen des Filtrats vor Zugabe des Acetons, suspendiert. Die Mischung wurde in der   Kiilte    mehrere Stunden   gerdhrt,    iiber Gaze aus Kunststoffäden filtriert und durch Zentrifugieren   gehilirt.   



   Die erhaltene   nberstehende      Fliissigkeit    wurde in einem Kessel aus rostfreiem Stahl unter Rühren rasch auf   60OC    erhitzt und bis 20 min nach Beginn des Erhitzens auf dieser Temperatur gehalten. Die Mischung wurde sodann so rasch als möglich auf 5 C gekühlt, worauf der entstandene   volumindse    Niederschlag im kalten Raum durch langsames Absaugen   tiber    eine grosse Filterfläche abfiltriert wurde. 

  Die Temperatur des klaren Filtrats wurde auf   2-5oC    gebracht, worauf 0,9 Vol.-tle denaturiertes ethanol   (-10oC)    mittels eines Tropftrichters   tiber    ein sich bis weit unter die Oberfläche des Gemisches erstreckendes Glasrohr unter starkem Riihren und bei einer Temperatur von   höchstens    5 C zugegeben wurden. Nach voll   stindiger    Zugabe des Alkohols wurde das Gemisch gerade so lange in einem kalten Raum verwahrt, bis sich der Niederschlag zusammengeballt und abgesetzt hatte. Der Niederschlag wurde durch Absaugen mit niedrigem Unterdruck isoliert und unmittelbar anschliessend in kaltem 0,001 m Maleat-Mn++ Puffer von pH 7,0 gelöst. Die Menge an verwendetem Puffer betrug etwa 4 ml/g Niederschlag.

  Die   Ldsung    wurde durch   Zentrifugieren   geklärt,    worauf die   iiberstehende    Flüssigkeit abgetrennt und der Niederschlag mit kleinen Mengen kalter Pufferlösung mehrmals extrahiert wurde. Die   iiberstehenden      Fliissigkeiten    werden miteinander vereinigt und gefriergetrocknet. Das erhaltene Pulver stellte ein Gemisch aus   erwflnschtem    Protein, Arginase und anderen Enzymen, Albumin und anderen, unwesentlichen Proteinen dar.



   Zwecks weiterer Aufarbeitung wurde das so erhaltene Pulver im   12-fachen    seines   Schiittvolumens    an kaltem 0,2 m Tris Puffer gelöst, welcher an Mg++ 0,001 molar war und einen pH-Wert von 7,8 besass. Die so erhaltene   Ldsung    wurde mit kalter gesättigter   Ammonsulfatlösung    behandelt, welche ebenfalls an Mg++ 0,001 molar war. Pro 1000 ml Pufferlösung wurden hievon Anteile zu je 375 ml gegeben, wobei die Puf   ferlösung    jeweils zu 15, 30, 45, 60 und 75% an Ammonsulfat gesättigt wurde. In jedem Falle erfolgte die Zugabe der   Ammonsulfatlösung    tropfenweise bei   0-5oC    und unter   Riih-    ren.

  Es wurde weitere 10 Minuten gerührt, worauf der entstandene Niederschlag durch Zentrifugieren bei 4500 U/min   wäh-    rend 30 min bei 0OC abgetrennt wird. Von den 5 erhaltenen   Fillungen    wurde die erste (A), welche die   unerwiinschten    Proteine hohen Molekulargewichts   enthält,    verworfen. Die zweite und die dritte   Fillung    (B und C) wurden vereinigt und enthalten Arginase und andere Enzyme (welche   erwiinschten-    falls isoliert werden   konnen).    Auch die vierte und die fünfte   Flung    (D und E), welche das mit Albumin und verschiedenen anderen Proteinen niedrigeren und   höheren    Molekulargewichts verunreinigte erwünschte Protein enthalten, wurden miteinander vereinigt.

  Die zuletzt vorliegende   iiberstehende      Flissigkeit,    welche Proteine niedrigen Molekulargewichts und weitere   unerwiinschte    Verunreinigungen   enthilt,    wurde verworfen. Die   Fillungen    D und E wurden in 0,03 m Tris-Mg++ Puffer, welcher an Mg++ 0,001 molar ist und einen pH-Wert von 7,8 besass, in einer Menge   gelds,    dass eine möglichst genau 10 %ige Lösung erhalten wurde. Die so erhaltene Lösung wurde gegen kalten Puffer dialysiert, bis die Reaktion auf Sulfationen negativ war. Die dialysierte   Lösung    wurde durch Zentrifugieren geklärt, worauf die   iiberstehende      Flüssig-    keit durch ein  Milliporo -Filter filtriert wurde.

  Das erhaltene Filtrat wurde direkt auf den Kopf einer Chromatographier   säule    (76 x 456 mm) aufgegeben, welche mit Sephadex C-100 (Pharmacia, Schweden) gefüllt war. Das Sephadex wurde nach den Vorschriften des Herstellers gequollen, auf einen definierten Zustand gebracht und gewaschen. Die so vorbereitete Kolonne wurde mit 0,03 m Tris-(0,001 m Mg++)-Puffer von pH 7,8 ins Gleichgewicht gebracht und auf eine Durchflussgeschwindigkeit von etwa 20 ml pro Stunde eingestellt. Nachdem die Probe auf die Kolonne aufgegeben worden war, wurde sie innerhalb   30-45    min mit den ersten 3 cm des Kunstharzbettes ins Gleichgewicht gebracht, worauf mit dem Fraktionieren begonnen wurde. Es wurden Einzelfraktionen zu je 10 ml aufgefangen. Das Auftreten der Scheitel wird durch Bestimmung der Proteinkonzentration mittels der Absorption bei 280 mm erkannt.

  Vor dem Auftreten des   erwiinschten    Proteins ergaben sich zwei Scheitelwerte, die auf Albumin und andere unerwünschte Proteine ähnlichen oder   höheren    Molekulargewichts   zuriickzufiihren    sind. Diese Scheitelwerte zeigenden Fraktionen wurden verworfen. Das erwünschte Protein fand sich in jener Fraktion des gesamten Eluats, welche die cm3 von 130-170 umfassen. Diese Fraktionen wurden zwecks weiterer Aufarbeitung vereinigt. Beim weiteren Eluieren der Kolonne, insbesondere beim   Erhöhen    der Ionenkonzentration des Puffers, flossen aus der Kolonne restliche Proteine niedrigen Molekulargewichts enthaltende Eluate ab. Die Proteine niedrigen Molekulargewichts wurden aus der Kolonne entfernt, um diese für die nächste Charge zu reinigen.



   Die das   erwflnschte    Protein enthaltenden, miteinander vereinigten Fraktionen werden gegen eine 0,001 molare   Lösung    von Mg++ in entsalztem Wasser dialysiert, bis sie weniger als 10-7 verringert worden war. Die erhaltene Lösung wurde durch Zentrifugieren geklärt, worauf die überstehende Flüssigkeit gefriergetrocknet wurde.



   75 kg frische Rinderleber,   wetche    70% Wasser   enthilt    und 22,5 kg Trockensubstanz lieferte, ergab eine Ausbeute von etwa 200 g (1%) des das Mn++-Chelat enthaltenden Zwischenproduktes. 200 g dieses Zwischenproduktes lieferten 17,5 g   (0,08 %)    Feststoffe in Form der Fraktionen D und E.



  Beim Chromatographieren   fiber    Sephadex wurden aus den Fraktionen D und E 2,9 g des erwünschten Protein-Metall Chelats erhalten, was, bezogen aufs Trockengewicht der Leber, einer Ausbeute von 0,014% entsprach.



   Bei intradermaler Verabreichung oder bei Verabreichung auf anderem Wege an versensibilisierte Meerschweinchen erzeugt das   erfindungsgemiiss    isolierbare Protein-Metall Chelat keine Antigene. Entsprechende Versuche bei Verwendung von Freund's-Adjuvans in Kaninchen konnte die Bildung von Antikörpern nicht festgestellt werden, womit erwiesen erscheint, dass die antigenetische Wirkung des Protein-Metall Chelats   höchstens    extrem niedriger   Grössenordnung    ist, so dass dieses Chelat lange   Zeitriiume    an   Siiugetiere    verabreicht werden kann, ohne Störungen erwarten zu miissen.

  An Kaninchen wurden innerhalb 29 Tagen auf 6 Einzeldosen verteilt insgesamt 30 mg/kg des Protein-Metall-Chelats zusammen mit Freund's Adjuvans und   Alaunfiillung    verabreicht. Nach Ablauf der Immunisierungsperiode wurde das Serum-(y-Globulin) der Tiere durch Aussalzen konzentriert und anschliessend gefriergetrocknet. Ouchterlony-Platten und Immun-Elektrophorese unter Verwendung dieser konzentrierten y-Globulin-Fraktion gegen das erfindungsgemiss isolierbare Protein lieferten keinerlei   Fillungslinien.   



     Obzwar    gesunde Tiere immunologisch nicht ansprechen, sprechen Schwerkranke, deren autoimmunes System praktisch inaktiv ist oder aus dem Gleichgewicht geraten ist, gelegentlich immunologisch an, wodurch sich allerdings die Verwendung des Protein-Metall-Chelats nicht verbietet. Ganz   ha    Gegenteil ist darin eine   begriissenswerte    Erscheinung zu sehen, welche darauf hindeutet, dass sich das autoimmune System des Patienten reaktiviert hat, was eine lebenswichtige Vorstufe vor der völligen Genesung des Patienten darstellt.



   Das erfindungsgemäss herstellbare Protein-Metall-Chelat wird in der Regel auf dem Injektionswege, beispielsweise   intravends    oder subkutan, vorzugsweise jedoch   intramuskulir    verabreicht. Die an Menschen zu verabreichenden Einzeldosen liegen in der Regel zwischen etwa 0,05-1,0 mg. An Pferde werden in der Regel etwa   0,4-5,Omg      intramuskulir    verabreicht. Die Dosis ist nicht kritisch. Die Anfangsdosen sind in der Regel   grosser    zu   wählen    als die   fir    die anschliessende Therapie. Bei der   Bekimpfung    von Viruserkrankungen wird das Protein-Metall-Chelat in der Regel in Einzeldosen von 0,2-4,0 mg   intramuskulir    verabreicht.

  Im Gegensatz zur Behandlung chronischer Krankheiten empfiehlt sich bei der   Bekiimpfung    von Viruserkrankungen die Verabreichung in schneller aufeinanderfolgenden Dosen, beispielsweise in Form von zwei Injektionen pro Tag   während    mehrerer Tage. Die Behandlungsdauer und die   Häufigkeit    der Verabreichung hängen von der Reaktion ab, welche hiiufig einer dramatischen Besserung entspricht. In der Regel   betriigt    die Behandlungsdauer drei bis acht Tage. Im Falle eines   Rückfalles    sind erneute Injektionen von gleichem Erfolg.

 

   Orale Verabreichung des Protein-Metall-Chelats ist   m5g-    lich, sofern es vor einer Zerstörung   ha    sauren Milieu des Verdauungssystems und dessen Enzymen, beispielsweise in Form beschichteter Tabletten, geschützt ist. Bei diesem Verabreichungsweg sind allerdings wesentlich   grössere    Dosen erforderlich.   Qberraschenderweise    ist das Protein-Metall-Chelat auch lokal verabreicht wirksam, weshalb es beispielsweise in Form  einer   Lösung    in physiologischer   Kochsalzliisung    oder einer Pufferlösung und in Form von Cremen, Salben usw. verabreicht werden und zur Behandlung von Erkrankungen der Cornea und von Conjunctiva, der Atmungswege, der Genitalien, des Harnweges und der Haut verwendet werden kann.

 

  Durch lokale Verabreichung ist es beispielsweise   möglich,    Akne, Irritationen,   Abschiirfungen,    Brandwunden, Abszesse, Psoriasis usw. zu behandeln. In diesem Falle wird das Protein Metall-Chelat   zweckmässig    gemeinsam mit einem   Netzzittel    und/oder einem Penetrationsmittel verabreicht. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Protein-Metall-Chelaten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Protein aus einer natur- lichen Eiweissquelle in einem wässrigen Medium mit zweiwertigen Metallionen zusammenbringt und das erhaltene Protein Metall-Chelat aus dem Reaktionsmedium isoliert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung eines wasserlöslichen Protein-Metall-Chelats, dadurch gekennzeichnet, dass das isolierte Material einen Metallgehalt von 0,1 1,0% aufweist und mindestens 65 Gew.-% dieses Metallgehaltes aus den Metallen Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kobalt and/oder Kupfer besteht und das Protein-Metall Chelat antiinflammatorische Eigenschaften aufweist und bei der Gelscheiben-Elektrophorese sowohl bei einem pH-Wert von 9,4 als auch bei einem pH-Wert von 3,8 in Form von zwei oder drei Banden langsamer als Albumin, jedoch schneller als Globulin wandert, indem man ein Protein aus einer natur- lichen Eiweissquelle in einem wässrigen System mit 2-wertigen Ionen der Metalle Magnesium, Calcium, Eisen, Zink,
    Kobalt und/oder Kupfer zusammenbringt, wobei sich das Protein Metall-Chelat bildet und dieses Fraktionierschritten unterwirft, und eine kurzzeitige Erhitzung auf eine Temperatur bis etwa 75OC durchführt, um wirmelabile Proteine abzutrennen und schliesslich das gewünschte Protein-Metall-Chelat aus dem Realisationsmedium isoliert.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Protein aus einer natiirlichen Eiweissquelle in einem wässrigen System mit zweiwertigen Metallionen, die jedoch keine Magnesium-, Calcium-, Eisen-, Zink-, Kobaltund/oder Kupferionen sind, zusammenbringt, die das Protein Metall-Chelat enthaltende Lösung Fraktionierschritten und einer kurzzeitigen Erhitzung auf eine Temperatur von bis zu 75 C zwecks Abtrennung wirmelabiler Proteine unterwirft, und anschliessend das Protein-Metall-Chelat durch Umsetzung mit Ionen der Metalle Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kobalt und/oder Kupfer in ein Metall-Chelat dieser Metalle iiberfiihrt, dieses Material isoliert,
    wobei man ein Protein Metall-Chelat mit einem Metallgehalt von 0,1-1,0% erhilt, in dem mindestens 65% des Gesamtmetallgehaltes von den Metallen Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kobalt oder Kupfer gebildet werden.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das Protein aus einer natiirlichen Eiweissquelle mit einem wässrigen System zusammenbringt, das Manganionen enthalt and das als Zwischenprodukt erhaltene Protein Mangan-Chelat durch Umsetzung mit entsprechenden Metal!- ionen in das Protein-Metall-Chelat umwandelt, in welchem mindestens 65% des Metallgesamtgehaltes von den Metallen Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kobalt oder Kupfer gebildet werden.
    4. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man durch direkte Umsetzung mit Magnesiumionen oder durch Transchelierung mit Magnesiumionen ein Protein-Magnesium-Chelat bildet, wobei dieses, falls es durch Transchelierung eines als Zwi schenprodukt gewonnenenProtein-Mangan-Chelates erzeugt wird, einen Mangangehalt aufweist, der weniger als 10 Gew. % des Gesamtmetallgehaltes des Protein-Metall-Chelates ausmacht.
    5. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man das erhaltene Protein-Metall-Chelat aus dem Reaktionsmedium, durch Fallen mittels anorganischer Salze, Fraktionieren mittels Molekularsieben, Fraktionieren mittels Gel-Elektrophorese oder Transchelatieren oder mehrerer derartiger Fraktionierschritte isoliert und dass vorzugsweise ein durch Extraktione aus Rinderleber erhiltliches Protein verwendet wird 6. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das in einer Pufferlösung befindliche Protein-Metall-Chelat zwecks Trennung einer Gel-Elektrophorese unterworfen wird oder dass man die Trennung unter Verwendung eines porösen, als Molekularsieb wirkenden Harzes vornimmt.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall-Chelat der Gel-Elektrophorese in einer Pufferlösung unterworfen wird, weiche ein Salz eines zweiwertigen Metalles mit einem Ionenradius von 60-79 A,vorzugs- weise Magnesium, enthilt.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall-Chelat unter Verwendung eines Molekularsiebes, welches ein quer-vernetates Dextran ist, getrennt wird.
    9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man a) ein Protein aus einer natiirlichen Eiweissquelle mit zweiwertigen Metallionen eines Ionenradius von 0,6-0,8 in einer Pufferlösung eines pH-Wertes von 6-8 umsetzt, und die unlös- lichen Bestandteile abtrennt und b) von dem im Puffer löslichen Anteil des Ausgangsgemisches a) die in dieser Pufferlösung am wenigsten 1Bslichen Eiweisstoffe höheren Molekulargewichts ,8) die liislicheren Komponenten niedrigeren Molekularge wichts, y) die wilrmelabilen, leicht abbaubaren Proteine und 8) im wesentlichen die gesamten Proteine vom Albumintyp und y-Globulintyp abgetrennt werden,
    wobei mit Ausnahme des Verfahrens schrittes y) alle Verfahrensschritte in der Kilte durchgefillut werden und zumindest der Verfahrensschritt y) in einer zumin dest 0,01 molaren Pufferlösung durchgefiihrt wird, weiche ein lösliches Salz eines zweiwertigen Metafles mit einem Ionenra dius von 0,60-1,00 enthilt, und wobei alle Verfahrens schritte bei einem pH-Wert zwischen 1 und 4 oder bei einem pH-Wert zwischen 6 und 8,5 durchgeführt werden, und wobei ferner zumindest der Verfahrensschritt b) in einer zumindest 0,01 molaren Pufferlösung durchgefiihrt wird,
    welche ein wasserlösliches Salz eines zweiwertigen Metalles mit einem Ionenradius von 0,65-0,79 A enthilt.
    10. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass zwecks Entfernung der wirmelabilen Proteine wäh- rend des Verfahrensschrittes y) die in einer Pufferlösung gelö- sten Proteine kurzzeitig auf eine Temperatur unter 65 C erhitzt werden, worauf die erhitzte Lösung sofort gekiihlt wird.
    11. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass zumindest während der beiden letzten Stufen des Verfahrens ein Protein-Metall-Chelat vorliegt, in dem der vorwiegende Metallgehalt aus einem zweiwertigen Metall mit einem Ionenradius von 0,65-0,79 A besteht.
    12. Verfahren nach Unteranspruch 11, dadurch gekenn zeichnet, dass der vorwiegende Metallgehalt des Metall-Chela
    tes aus Magnesium besteht.
    13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Protein aus der natiirlichen Eiweissquelle a) mit einer Pufferlösung vermischt, die ein zweiwertiges Metall mit einem Ionenradius von 0,60-1,00 A enthalt und das so gebildete Protein-Metall-Chelat von dem in der Pufferl6- sung unlöslichen Material abtrennt, b) aus der erhaltenen Puffefibsung, die am wenigst löslichen Komponenten durch Ausfällung lediglich eines Teiles der in ihnen enthaltenen löslichen Komponenten abtrennt,
    wobei bei diesem Vorgang das gewiinschte Protein-Metall-Chelat zusammen mit den starker löslichen Komponenten in Lösung bleibt und dass man sodann eine Fraktion ausfällt, die das erwünschte Protein-Metall-Chelat enthilt und so dieses von den in der Pufferlösung verbleibenden, nicht erwünschten, leichter löslichen Proteinen abtrennt und c) das gewiinschte Protein-Metall-Chelat in einer Pufferid- sung,
    welche ein zweiwertiges Metall mit einem Ionenradius von 0,60-1,00 A enthilt, einer kurzzeitigen Erhitzung auf eine Temperatur von unter 65 C unterwirft und anschliessend die das gewünschte Protein-Metall-Chelat in gelöster Form enthaltende Lösung auf unter 5 C abkiihlt und dadurch die am stalk- sten wärmeempfindlichen eiweisshaltigen unerwiinschten Komponenten abtrennt und d) das gewiinschte Protein-Metall-Chelat in einer Pufferlö- sung, die Ionen eines zweiwertigen Metalles mit einem Ionenradius von 0,60-0,79 enthält, entweder einer Gelelektrophorese unterwirft,
    durch die die rasch wandernden Komponenten vom Albumin-Typ und die langsam wandernden Komponenten vom y-Globulintyp abgetrennt werden oder diese Abtrennung durch Chromatografieren fiber eine Kolonne aus einem Molekularsieb erreicht wird, und wobei die Verfahrensschritte a), b) und d) bei einer Temperatur von unterhalb 5 C durchgefiihrt werden.
    14. Verfahren nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass bereits im Verfahrensschritt c) oder gegebenenfalls bereits im Verfahrensschritt b) oder im Verfahrensschritt a) in der Pufferlösung ein Metallion eines Ionenradius von 0,60-0,79 A verwendet wird.
    15. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man a) das Protein mit einer Pufferibsung vermischt, die ein zweiwertiges Metallion enthält und die in dieser Pufferlösung unlösliche Fraktion abtrennt, b) aus der Pufferlösung eine Fraktion ausfitllt, die das erwünschte Protein-Metall-Chelat enthält, indem man die Pufferlösung mit einem mit ihr mischbaren organischen Lösungsmittel vermischt, c) die abgetrennte Fraktion in einer Pufferlösung lost, die ein zweiwertiges Metallion mit einem Ionenradius von 0,650,79 A enthilt und diese Lösung einer kurzzeitigen Erhitzung auf 65 C unterwirft,
    wobei die wärmelabüsten Anteile der Proteine ausfallen, d) aus der so gewonnenen Lösung die am wenigsten lös- lichen Komponenten durch fraktionierte Filling durch Zugabe von Amonsulfat ausfällt und e) in der verbleibenden Pufferlösung entweder nach der Elektrophorese die rasch wandernden Komponenten des Albumin-Typs und die langsam wandernden Komponenten des y-Globulin-Typs abtrennt oder diese Abtrennung durch selektive Molekularfiltration unter Verwendung eines als Molekularsieb wirkenden porösen Harzes erreicht und wobei sämtliche Verfahrensschritte mit Ausnahme des Verfahrensschrittes c) bei einer Temperatur von unter 5 C vorgenommen werden.
    16. Verfahren nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass man bereits im Verfahrensschritt b) oder bereits im Verfahrensschritt a) und b) eine Pufferlösung verwendet, die ein zweiwertiges Metallion mit einem Ionenradius von 0,65-0,75 A enthält, wobei dieses zweiwertige Metallion vorzugsweise Magnesium ist.
    17. Verfahren nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass man als zweiwertiges Metallion mit einem Ionenradius von 0,65-0,75 A Magnesium verwendet.
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