Die Erfindung richtet sich auf einen abgewinkelten Gully für Flachdächer mit einem oberen und unteren Ablauftrichter, bei dem auf dem unteren Ablauftrichter eine Dampfsperrmanschette aufliegt, über der eine Wärmedämmschicht angeordnet ist, auf der ein Flansch des oberen Ablauftrichters aufliegt, der seinerseits von einer Dachhautmanschette abgedeckt ist und bei dem ferner in den oberen Ablauftrichter ein Ablaufsieb eingesetzt ist, wobei zwischen den beiden Ablauftrichtern ein rohrförmiges Verbindungsstück vorgesehen ist.
Ein bekannter Gully dieser Art (DT-Gmb 7 032 852) ergibt zwar eine günstige, d. h. geringe Bauhöhe, ermöglicht aber keine Anpassung an verschieden hohe Dämmschichten entsprechend dem jeweiligen Dachtyp. Hinzu kommt, dass aufgrund der dortigen Ausbildung, bei der der obere Rand des Verbindungsstückes den unteren Rand des oberen Ablauftrichters umgreift und über einen Klemmring am oberen Ablauftrichter festgelegt ist, und zwar mittels einen Flansch des letzteren und den Klemmring durchsetzender Verbindungsschrauben, zusätzliche Dichtprobleme durch diese Verbindungsschrauben auftreten. Die mangelnde Anpassbarkeit an verschieden hohe Dämmschichten ergibt sich bei der bekannten Bauart dadurch, dass das Verbindungsstück trichterförmig bzw. konisch ausgebildet ist. so dass bei einem Ablängen desselben an einem Ende des Verbindungsstückes Anschlussprobleme auftreten würden.
Die letzterwähnten Probleme sind zwar bei einer weiteren bekannten Bauart gelöst (DT-Gbm 7 139 669), bei dem das Verbindungsstück als Faltenbalg ausgebildet ist. Bei einem solch weichelastischen Faltenbalg besteht aber in hohem Masse die Gefahr von Verletzungen desselben durch das Ablaufsieb passierende scharfkantige Gegenstände oder Reinigungsarbeiten bei abgenommenem Ablaufsieb. Ferner wird durch einen Faltenbalg das Festsetzen von Schmutz in den Falten desselben und darauf aufbauend die Bildung einer sich immer mehr verdickenden Schmutzkruste gefördert, so dass sich zunehmend der Durchtrittsquerschnitt verringert.
Andere Ausführungsformen (DT-Gbm 7 216 160) erzielen eine Anpassung an verschieden hohe Dämmschichten dadurch, dass der obere Ablauftrichter gegenüber dem unteren Ablauftrichter höhenverstellbar. drehbar und schwenkbar angeordnet ist. Jedoch ist hiermit der besonders gravierende Nachteil verbunden, dass in unterster Stellung des oberen Ablauftrichters der untere Rand desselben sich weit bis in den abgewinkelten Teil des Ablauftrichters hineinerstreckt, wodurch der Durchtrittsquerschnitt des letzteren reduziert wird.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Lösung, welche eine einfache Höhenverstellung des oberen Ablauftrichters gegenüber dem unteren Ablauftrichter zur Anpassung an verschieden starke Wärmedämmschichten ohne Beeinträchtigung des Durchtrittquerschnittes des abgewinkelten Teils des unteren Abflusstrichters und ohne das Auftreten zusätzlicher Dichtigkeitsprobleme oder sonstiger Nachteile der vorgeschilderten bekannten Konstruktion ermöglicht, wobei möglichst Teile verwendbar sind, die auch bei Gullys mit geradem Abgang benutzt werden können.
Bei einem Gully der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass das rohrförmige Verbindungsstück zylindrisch ausgebildet ist und am oberen Ende mit einer Anzahl von Markierungen zur Ablängung entsprechend der Stärke der Dämmschicht versehen ist, wobei zwischen dem oberen Ablauftrichter und dem Verbindungsstück eine ringförmige Dichtung vorgesehen ist.
Aufgrund dieser Ausbildung ist erkennbar, dass zusätzliche Dichtigkeits-, Verschleiss- oder Verstopfungsprobleme nicht auftreten und insbesondere auch der Durchtrittsquerschnitt des abgewinkelten Teils des unteren Abflusstrichters nicht beeinträchtigt werden kann, da der an dem Verbindungsstück vorgesehene Toleranzbereich den Durchtrittsquerschnitt des abgewinkelten Teils des unteren Ablauftrichters unbeeinflusst list.
Eine sehr einfache und zweckmässige Ausführung erhält man, wenn man die Markierungen als Einkerbungen ausbildet, wodurch das Ablängen des Verbindungsstückes naturgemäss erleichtert wird.
Ferner empfiehlt es sich, die Ringdichtung zwischen dem oberen Ablauftrichter und dem Verbindungsstück als Mehrfach-Lippendichtung auszubilden. Dadurch wird bei ausreichender Flexibilität eine sichere Lage und Abdichtung gewährleistet.
Das Verbindungsstück kann man mit einem unteren Gewindeende in ein entsprechendes Gewinde am unteren Ablauftrichter einschrauben, so wie dies bei Gullys mit geradem Abgang bereits bekannt ist.
Dabei trifft man die Ausbildung zweckmässig derart, dass das Gewinde ende des Verbindungsstückes im eingeschraubten Zustand sich maximal bis zum abgewinkelten Teil des unteren Abflusstrichters erstrecken kann, d. h., dass eine Beeinträchtigung des Durchschnittsquerschnitts des letzteren nicht vorkommen kann.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Diese zeigt in:
Fig. 1 einen Gully gemäss der Erfindung mit starker Dämmschicht und entsprechend hohem Verbindungsstück zwischen den beiden Ablauftrichtern in einem Vertikalschnitt und in
Fig. 2 eine im Prinzip Fig. 1 gleiche, teilweise weggebrochene Darstellung, jedoch mit niedrigerer Dämmschicht und mit dementsprechend abgelängten Verbindungsstück zwischen den beiden Ablauftrichtern.
Die dargestellten Dachgullys dienen zur Entwässerung von sogenannten Warmdächern. Dabei ist auf einer Abschlussdecke 1 aus Beton eine Wärmedämmschicht 2 vorgesehen, die z. B. aus Polystyrol oder Polyurethanschaum oder Kork bestehen kann. Die Wärmedämmschicht und die Abschlussdecke weisen Durchbrüche für die Aufnahme eines oberen Ablauftrichters 3 und eines unteren Ablauftrichters 4 mit unterem abgewinkeltem Teil 5 auf. Auf den unteren Ablauftrichter 4 ist eine Wärmedämmhülse 6 aufgeschoben. Auf einem Flansch des unteren Ablauftrichters liegt eine aus einer Kunststoffolie bestehende Dampfsperrmanschette 7 auf, die soweit in den Ablauftrichter hineingeführt ist, bis sie an einem vom Ablaufrand ausgehenden konischen Abschnitt und in einer sich daran anschliessenden stufenförmigen Verengung des Ablauftrichters anliegt.
Zur Festlegung der Manschette dient ein eingesetzter Flanschring 8 mit zwischengeschaltetem Dichtring 9.
Auf einen Flansch des oberen Ablauftrichters 3 ist eine Dachhautmanschette 10 aufgelegt und mittels Flanschring 11 und Dichtring 12 gehalten. Ein Ablaufsieb 13 ist mit einem unteren Gewindeteil 14 in ein entsprechendes Innengewinde des Ablauftrichters 3 eingeschraubt.
In ein Innengewinde 15 des unteren Ablauftrichters 4 ist ein an seinem unteren Ende mit einem entsprechenden Aussengewinde versehenes parallel-zylindrisches Verbindungsstück 16 eingeschraubt, und zwar derart, dass sich dieses im eingeschraubten Zustand maximal bis zum abgewinkelten Teil 5 des unteren Ablauftrichters 4 erstreckt.
Der obere Bereich des zylindrischen Verbindungsstückes 16 ist aussen mit ringförmigen Einkerbungen 17 versehen, entlang welcher ein Abteilen des Verbindungsstückes entsprechend der Stärke der Wärmedämmschicht 2 möglich ist, wobei Fig. 1 ein Verbindungsstück 16 mit maximaler Höhenerstreckung und Fig. 2 ein Verbindungsstück 1 6a mit minimaler Höhenerstreckung, d. h. nach Abtrennung des oberen Teiles, in Anpassung an eine niedrigere Dämmschicht 2a wiedergibt.
Zwischen der Innenfläche des Verbindungsstückes 16 und einem unteren zylindrischen Teil 18 des oberen Abflusstrichters 3 ist eine Mehrfach-Lippendichtung 19 angeordnet, derart, dass bei ausreichend festem Sitz des oberen Abflusstrichters eine sichere Abdichtung zwischen diesem und dem Verbindungsstück 16 bzw. dem unteren Abflusstrichter 4 gegeben ist. Zur Abdichtung zwischen dem Verbindungsstück 16 und dem unteren Abflusstrichter 4 dient noch ein Dichtring 20 zwischen einem nach aussen gerichteten Steg 21 des Verbindungsstückes 16 und einer entsprechend ausgebildeten Schulter des unteren Abflusstrichters 4.
Es ist erkennbar, dass aufgrund der beschriebenen Ausbildung ein müheloses Anpassen der Lage des oberen Abflusstrichters 3 an verschieden starke Wärmedämmschichten möglich ist, ohne dass zusätzliche Dichtungs-, Verstopfungs- oder sonstige Probleme auftreten und ohne dass der Durchtrittsquerschnitt des abgewinkelten Teils des unteren Abflusstrichters beeinträchtigt werden kann.
Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel in vielfacher Weise abänderbar, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. So könnte beispielsweise die Verbindung zwischen dem Verbindungsstück und dem unteren Abflusstrichter auch in anderer geeigneter Weise, beispielsweise durch bajonettverschlussähnliche Mittel, bewirkt werden und auch die Abdichtung bzw. Befestigung der Dampfsperrmaschette bzw. Dachhautmanschette am unteren bzw. oberen Ablauftrichter könnte in anderer als der gezeigten Weise vorgenommen werden.